Einbauküchen

Die Küche muß neben funktionalen Ansprüchen auch besonderen raumhygienischen Anforderungen entsprechen.

Die heute meist anzutreffenden Küchen aus kunststoffbeschichteten Spanplatten erfüllen zwar problemlos den ersten Punkt, die "gesundheitliche Unbedenklichkeit" bleibt jedoch auf der Strecke. Formaldehyd, PVC und Weichmacher aus Möbeln sowie Dioxine und Pentachlorphenol aus Farben und Anstrichen stellen eine nicht zu unterschätzende Belastung der Umwelt und insb. der Gesundheit dar. Selbst führende Küchenhersteller bieten kaum annehmbare Alternativen. Besondere Beachtung sollten die Materialien der Arbeitsplatte finden und die Möbelteile, in denen Lebensmittel aufbewahrt werden; gesundheitliche Unbedenklichkeit ist hier oberstes Gebot.

Siehe auch: Möbel, Lacke und Anstrichfarben, Beschichtungen

Autor: KATALYSE Institut

Eier

Eier des Hausgeflügels sowie mancher Wildvögel dienen als Lebensmittel.

Hühnereier werden derzeit in Deutschland zu 90 Prozent in Massentierhaltung (intensive Legehennenproduktion) erzeugt. Hühner aus dieser Haltungsart legen in Deutschland etwa 280 Eier/Jahr ; in Dänemark gar 370 Eier/Jahr.

Eine EG-Verordnung (Vermarktungformen für Eier) regelt die verschiedenen Haltungsarten. Rückstände aus Futtermitteln und Tierarzneimitteln finden sich v.a. im Eigelb. Eine intensivere Färbung des Eigelbs kann durch Farbzusätze erzielt werden.

Der Eierverzehr sollte sich wegen des hohen Cholesteringehalts in Grenzen halten, jedoch wird ein steigender Eierkonsum (1987: 285 St./Kopf im Jahr) der deutschen Bevölkerung verzeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

EG-Güteklassen

Nach EG-Verordnungen unterliegen Obst und Gemüse, die öffentlich verkauft werden, einheitlichen Qualitätsnormen, die sich auf Form, Frische, Sauberkeit, Aussehen, Rückstände, Feuchtigkeitsgehalt, Größe etc. des Produktes beziehen.

Entsprechend scharfe Bestimmungen gelten für die Verpackung von Obst- und Gemüsesorten. Die Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Trauben und Blumenkohl, Lauch, Möhren, Tomaten etc., müssen nach Güteklassen sortiert, aufbereitet und gekennzeichnet sein. Für die Überwachung tragen die Mitgliedstaaten die Verantwortung.

Die EG-Qualitätsnormen bereiten jedoch den Bio-Landwirten Schwierigkeiten, da die Mindestgrößen z.B. von Äpfeln bei biologisch angebautem Obst und Gemüse oftmals nicht eingehalten werden können. Hier könnte die im Juni 1991 verabschiedete EG-Verordnung zum ökologischen Landbau Abhilfe schaffen, die eine regelmäßige Kontrolle der Erzeuger, unter anderem auch hinsichtlich besonderer Merkmale von Lebensmitteln, vorschreibt.

Autor: KATALYSE Institut

E-Nummern

Ein Großteil der Lebensmittelzusatzstoffe muß mit der genauen Substanzbezeichnung oder wahlweise ihrer EG-Nummer (E.) auf der Packung angegeben werden.

Diese E. sind Codezahlen, die in der Europäischen Gemeinschaft und darüber hinaus einheitlich festgelegt werden. Wichtige E. mit Substanzzuordnung und Kurzbeschreibung finden sich im Anhang. Die meisten Zusatzstoffe dürfen zugelassene Höchstmengen in bestimmten ausgewiesenen Nahrungsmittelgruppen nicht überschreiten. Die Zusatzstoffe werden entweder für Lebensmittel allgemein oder nur für bestimmte Nahrungsmittel zugelassen.

Autor: KATALYSE Institut

Diphenyl

Siehe Biphenyl

Autor: KATALYSE Institut

Diätische Lebensmittel

Diätische Lebensmittel sind für eine besondere Ernährung bestimmt. Sie eignen sich für den angegebenen Zweck (z.B. Kinderernährung, Diabetes) und unterscheiden sich deutlich von anderen Lebensmitten aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung oder des Herstellungsverfahrens.

Der Begriff "Diät" stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich gesunde Lebensführung. Heute wird mit diesem Begriff die spezielle Ernährung von kranken oder gesunden Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen assoziiert. Mit diätischen Lebensmitteln kann beispielsweise die Zufuhr bestimmter Stoffe gesteigert oder vermindert werden. Zu, diätetischen Lebensmittel zählen u.a. Spezialnahrungen für Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für Übergewichtige, glutenfreie Lebensmittel oder Sportlernahrung.

Quellen:
LÖBBERT, R.; et al.: Lebensmittel. Haan-Gruiten 2004.
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.

Autor: KATALYSE Institut

DFD-Fleisch

D., engl. dark, firm, dry = dunkel, klebrig, trocken. Diese Fleischstruktur tritt bei streßanfälligen Schweinen auf.

Im Unterschied zu PSE-Fleisch werden kurz vor dem Schlachten Protonen und Lactat (Milchsäure) an das Blut abgegeben. Das Fleisch reift daher nicht normal und weist einen schlechten Geschmack durch seinen sehr niedrigen Gehalt an Glykogen auf. Bedingt durch einen hohen pH-Wert ist dieses Fleisch leicht anfällig für bakterielle Fäulnis. Ähnliche Erscheinungen beim Rindfleisch werden als "dark cutting beef" bezeichnet.

Siehe auch: Massentierhaltung

Autor: KATALYSE Institut

Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) wurde 1953 als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn gegründet. Sie befasst sich mit allen Fragen rund um Ernährung, stellt Forschungsbedarf fest, informiert über neue Erkenntnisse, Entwicklungen und veröffentlicht Publikationen.

Das Ziel ist, ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch gezielte, wissenschaftlich fundierte und unabhängige Ernährungsaufklärung sowie Qualitätssicherung zu fördern. Die DGE gibt alle vier Jahre den Ernährungsbericht (zuletzt 2004) heraus. Die Zeitschrift "Ernährungs-Umschau" ist das Organ der DGE. Für die DGE sind rund 60 hauptamtliche Mitarbeiter tätig. Die meisten von ihnen arbeiten in der Hauptgeschäftsstelle in Bonn. Auf regionaler Ebene ist die DGE durch Sektionen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten. Etwa 30 Prozent des Haushalts wird durch eigene Einnahmen, durch Gebühren für Schriften und Medien, Beratungen und Lehrgänge sowie durch Mitgliedsbeiträge gedeckt. 70 Prozent stellen Bund und Länder über öffentliche Mittel zur Verfügung.

Quelle: www.dge.de

Autor: KATALYSE Institut

Designer Food

Diätetische Nahrungsmittelzusätze zur Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität, Verlängerung des Lebens und Verzögerung des Alterungsprozeßes.

Die Produkte bestehen u.a. aus Vitaminen, Mineralstoffen, Coffein, essentiellen Aminosäuren, z.T. in hohen Dosierungen. Aminosäuren wie Phenylalanin (enthalten in Präparaten, die Renner der "Szene" sind) sollen im Gehirn zu Adrenalin umgewandelt werden und so die Denkfähigkeit steigern.

Geworben wird vor allem mit dem Argument, die normale Ernährung enthalte nicht genügend dieser Stoffe. Dies ist durchaus möglich, wenn landwirtschaftlichen Anbaumethoden wie Monokultur, Verarbeitung zu Dosennahrung, Fast Food oder einseitige Ernährung betrieben wird. Die zusätzliche Ernährung mit D. ist allerdings die dümmste Schlußfolgerung, die man aus dieser Erkenntnis ziehen kann.

Vor D., insbesondere den aminosäurehaltigen, kann nur gewarnt werden. Gentechnische Herstellung (hier nicht auszuschließen) und vor allem die Einnahme solcher Produkte in Megadosen birgt gesundheitliche Risiken. Bestimmte Nebenwirkungen einiger Präparate wie leichte allergische Hautreaktionen wie Jucken oder Rötung (Allergie) müssen laut Beipackzettel hingenommen werden.

Die Firmen verweisen auf andere Präparate ihrer Produktreihe, mit denen sie bekämpft werden können. Außerdem ist in einigen Präparaten eine Substanz enthalten, deren Anwendung als Arzneimittel hier nicht mehr erlaubt ist (Fumarsäure).

Autor: KATALYSE Institut

Cyclamat

C. ist ein Süßstoff. Der ADI-Wert von C. liegt je nach Verbindung zwischen 0 und 11 mg/kg Körpergewicht.

In den USA ist C. seit 1969 verboten. Laut EG-Beschluß von 1991 ist C. für bestimmte Lebensmittel europaweit zugelassen, wodurch Verbote in Großbritannien und Frankreich hinfällig wurden. C. steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Siehe auch: ADI-Wert.

Autor: KATALYSE Institut

CJK

Siehe Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Autor: KATALYSE Institut

Casein

C. kann durch Hinzufügen von Säure oder durch Milchsäuerungsprozesse aus der Milch abgeschieden werden. Wegen seines Phosphorsäuregehalts ist C. ein wichtiger Nahrungsbestandteil.

Technisch findet C. Verwendung zur Herstellung von Kunststoffen, Fasern und als Bindemittel für Anstrichstoffe. Dazu wird technisches C. in Ammoniak oder anderen Alkalien gelöst oder mit Pigmenten versetzt. Weitere Verwendungen als Papierverleimung, Klebstoffe, Imprägnierung von Geweben.

Siehe auch: Lacke und Anstrichfarben

Autor: KATALYSE Institut

Calcium

Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Ca, Ordnungszahl 20, Schmelzpunkt 838 Grad C, Siedepunkt 1.440 Grad C, Dichte 1,53 g/cm3.

C. ist nach Eisen und Aluminium das dritthäufigste Metall in der Erdkruste. Es kommt nur in gebundenem Zustand vor, so z.B. als Kalk, Gips, Dolomit u.a. C. ist für Pflanze, Tier und Mensch von größter Bedeutung. C.-Verbindungen machen einen Großteil der Stützsubstanzen (Knochen, Zähne) aus, der erwachsene Mensch besitzt in seinem Knochengerüst rund 1,2 kg C..

C. wird zur Zellwandbildung, zur Zellteilung, zur Muskelkontraktion und zur Blutgerinnung benötigt. Als tägliche Aufnahmemenge für den Erwachsenen wird 800 mg C. empfohlen. Viel C. ist v.a. in Milch und Milchprodukten, Getreide und grünem Gemüse enthalten.

Stand: 1993

Autor: KATALYSE Institut

Butter

Lange Zeit waren Bauern die B.-Produzenten. Man schöpfte von der Milchoberfläche den Rahm ab und ließ ihn stehen, bis er mit Hilfe allgemein verbreiteter Milchsäurebakterien sauer wurde.

Zum Buttern schlug man den sauren Rahm in zylindrischen B.-fässern mit einem Stampfer, bis ein gewisser Anteil der Öltröpfchen zerschlagen war und zusammenfließen konnte. Die so durch Phasenumkehr entstandenen B.-körner wurden gewaschen und abgepresst. Erst Ende des 19. Jahrhunderts konnte die B.-produktion entscheidend rationalisiert und verbessert werden. Erste große B.-fabriken entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Weltweit übersteigt die B._produktion heute 8 Mill. Tonnen im Jahr. Als Lebensmittel spielt B. vor allem in Europa und den USA eine wichtige Rolle; in Deutschland entfallen knapp 25 Prozent des gesamten Nahrungsfett-Verbrauchs auf B.

Gesetzliches: Die EU-Streichfettverordnung und die deutsche B.-verordnung definieren den Begriff B. und ihre verschiedenen Sorten genau. B. wird nur aus Milch von Kühen oder daraus gewonnener Sahne (Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) hergestellt, nicht weniger als 82 Prozent Fett und nicht mehr als 16 Prozent Wasser enthalten darf.

B.-sorten:

  • Sauerrahmbutter: Butter, die aus mikrobiell gesäuerter Milch, Sahne (Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) hergstellt ist und deren pH-Wert im Serum 5,1 nicht überschreitet
  • Süßrahmbutter: Butter, die aus nicht gesäuerter Milch, Sahne (Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) hergestellt ist, der auch nach der Butterung keine Milchsäurebakterienkulturen zugesetzt wurden und deren pH-Wert im Serum 6,4 nicht unterschreitet
  • Mildgesäuerte Butter: Butter, die weder der Definition für Sauerrahmbutter noch der für Süßrahmbutter entspricht und deren pH-Wert im Serum unter 6,4 liegt.

Nur Molkereien oder Milcherzeugungsbetriebe dürfen B. herstellen, wobei eine Molkerei pro Tag im Jahresdurchschnitt mindestens 500 Liter Milch, die entsprechende Menge Sahne oder Quark be- oder verarbeiten muss.

Zur B.-herstellung verschiedene Verfahren. Zunächst wird die Rohmilch gefiltert und pasteurisiert, d.h. 30-40 sec auf 71-74 Grad C erwärmt, wodurch die meisten Keime abgetötet werden. Durch Zentrifugieren bei 40 Grad C mit etwa 6.000 Umdrehungen pro Minute wird der Rahm mit einem Fettgehalt von 45-50 Prozent von der Milch abgetrennt. Der Rahm wird dann bei 92-94 Grad C pasteurisiert und so haltbar gemacht. Je nach dem weiteren Verfahren unterscheidet man - wie oben beschrieben - Sauerrahmb., Süßrahmb. oder mildgesäuerte B..

Um ein Kilogramm B. herzustellen, benötigt man 25 Liter Rohmilch. Je nach Fütterung der Tiere, die je nach Jahreszeit differiert, schwankt auch die Zusammensetzung des Milchfettes und der Vitamingehalt, der in Sommerb. erheblich höher als in Winterb. ist. Um eine über das Jahr gleichbleibende Qualität der Butter zu garantieren, sind das Mischen von (harter) Winterbutter und (weicherer) Sommerb. und das Färben mit Beta-Carotin zulässig.

Die etwas weichere Konsistenz der Sommerb. hängt mit der Fütterung zusammen. Im Weidefutter im Sommer sind mehr ungesättigte Fettsäuren, die zu einem gewissen Teil im Pansen nicht zu gesättigten Fettsäuren (Stearinsäure) umgewandelt werden. Bekanntlich wird im Pansen der Kuh ein höherer Anteil der ungesättigten Fettsäuren, die über das Futter aufgenommen werden, zu gesättigten Fettsäuren und auch trans-Fettsäuren "gehärtet". Weil die Kuh mit einem solch' harten Körperfett "steif wie eine Kerze" und damit bewegungsunfähig wäre, werden Doppelbindungen in die entstehende Stearinsäure eingebaut, damit wieder flüssigere, ungesättigte Fettsäuren entstehen (Ölsäure, aber nur sehr wenig Linolsäure).

siehe auch Stichwort Fette

Quelle: Homepage des Margarine Instituts, Bonn

Autor: KATALYSE Institut

BSE

Am 17.Oktober 2001 wurde in Deutschland der 125 BSE-Fall gezählt. Bitte lesen Sie unter dem Stichwort "Bovine Spongioforme Enzephalopathie" weiter.

Autor: KATALYSE Institut

Broca-Index

Der Broca-Index ist ein, nach dem französischen Chirurgen und Anthropologen Pierre Broca (1824 bis 1880) benannter Index um das Normalgewicht zu berechnen.

Als Normalgewicht wird das Gewicht bezeichnet, bei dem ein Mensch weder unter- noch übergewichtig ist.

Das Broca-Normalgewicht wird, wie folgt berechnet:
Körpergröße in cm minus 100.
(Beispiel: 175 cm - 100 = 75 kg)

Der Broca-Index wird, wie folgt berechnet:
Körpergewicht dividiert durch Broca-Normalgewicht.
(Beispiel: 70 kg / 75 kg = 0,93)

Entspricht das Körpergewicht dem Normalgewicht, liegt der Broca-Index bei 1,0. Wünschenswert ist ein Index zwischen 0,85 und 1,0.

Neben dem Normalgewicht lässt sich mit dem Broca-Index das Idealgewicht wie folgt berechnen:
Bei Männern werden 10 Prozent, bei Frauen 15 Prozent vom Broca-Normalgewicht abgezogen.
(Beispiel (Mann): 75 kg - 11,25kg = 63,75 kg)

Nach früheren Vorstellungen war das Idealgewicht das Gewicht mit den geringsten Gesundheitsrisiken und der höchsten Lebenserwartung. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass das Gewicht, welches mit der höchsten Lebenserwartung korreliert, meist über dem Broca-Index liegt. Übergewicht liegt dann vor, wenn das Körpergewicht über zehn Prozent über dem Normalgewicht der Broca Formel liegt. Gesundheitsgefährdendes Übergewicht beginnt bei Überschreiten um 20 Prozent des Normalgewichts.

Kritisiert wird, dass der Broca Index vor allem bei kleinen Menschen ein zu niedriges, bei großen Menschen ein zu hohes Normal- bzw. Idealgewicht ergibt.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
KATALYSE: Das Ernährungsbuch. Köln 1989.
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001.

Autor: KATALYSE Institut

Bovine Spongioforme Enzephalopathie

BSE (auch als Rinderwahnsinn bekannt) trat erstmals 1985 in Großbritannien auf. Im Zeitraum 01.01.2001 bis 30.06.2005 wurden in Deutschland insgesamt 372 Fälle von BSE amtlich festgestellt.

BSE ist eine Erkrankung des Nervensystems, die durch infizierte Eiweißkörper ausgelöst wird. Aufgrund der langen Inkubationszeit (2-8 Jahre) ist es kaum möglich infizierte Rinder frühzeitig zu erkennen und auszusondern. BSE zählt zu einer Gruppe von Erkrankungen, die bei Schafen unter dem Namen Scrapie schon rund 200 Jahre bekannt ist. In Laborversuchen wurde bewiesen, dass auch Hamster, Mäuse und Schweine infiziert werden können.

Etwa ab 1985 trat in England eine bis dahin unbekannte Krankheit bei Rindern auf, deren Symptome denen von Scrapie bei Schafen sehr ähnelten. So bezeichnete der englische Tierarzt Colin Whitacker, der als erster mehrere BSE-Rinder untersucht hatte, die Krankheit der Kühe zunächst auch als Scrapie- ähnliches Syndrom. Die erkrankten Tiere waren ungewöhnlich aggressiv und schreckhaft und litten unter fortschreitendem Verlust der Koordination ihrer Gliedmaßen.
Die Untersuchung der Gehirne von erkrankten Tieren erbrachte eine schwammartige Zersetzung des Hirngewebes, ähnlich der beim Menschen bekannten, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK). Darüber hinaus wurden in den Gehirnen erkrankter Tiere auch massenhaft Eiweißablagerungen gefunden (sogenannte amyloide Plaques). Darin ähnelt die Hirnveränderung der neuen Variante der
CJK bei Menschen, die seit Anfang der 90er Jahre vor allem in Großbritannien vermehrt auftritt. Die neue Krankheit wurde wissenschaftlich BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie, schwammartige Hirnveränderung bei Rindern) und von den Medien; Rinderwahnsinn genannt.
In Großbritannien, dem Ausgangspunkt von BSE sind seit dem ersten Auftreten von 1985 mehr als 180.000 Rinder an der schwammartigen Gehirnveränderung erkrankt, in Irland 1453, in Portugal 974, in der Schweiz 458, und in Frankreich 968 Tiere (alle Angaben bis 2005).

Weitere Informationen zu BSE und seinen Hintergründen finden Sie im KATALYSE-Ratgeber: BSE und die Folgen, Verlag die Werkstatt, Göttingen 2001.

Autor: KATALYSE Institut

Botulinustoxin

Eines der gefährlichsten Bakteriengifte, hervorgerufen durch das Bakterium Clostridium botulinum.

Nach dem Genuß von verdorbenem Fleisch, Fisch oder Gemüsekonserven treten Vergiftungserscheinungen auf. Die Toxine sind nicht hitzebeständig

Autor: KATALYSE Institut

Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index (auch als BMI, Quetelet-Index, Körpermassindex bezeichnet) ist heute das international anerkannte Maß zur Beurteilung des Körpergewichtes und des Ernährungsstatus.

Berechnet wird der Body-Mass-Index als Quotient aus Körpergewicht in Kilogramm und Quadrat der Körperlänge in Meter (kg/m2).
(Beispiel: 75 kg / (1,85m)2 = 21,91 BMI)

Der Body-Mass-Index-Normalwert liegt je nach Alter und Geschlecht zwischen 18,5 und 24,9. Unterhalb dieses Wertes ist von Unterernährung bzw. Untergewicht, oberhalb von Übergewicht bzw. Adipositas zu sprechen. Bei einem BMI von 16 besteht die Gefahr des Hungertodes. Die US-amerikanische National Academy of Sciences legt dagegen den Normbereich für den Body-Mass-Index für verschiedene Altersklassen fest: Bei einem Alter von 20-29 Jahren liegt der BMI zwischen 19 und 24, bei Personen über 65 Jahren zwischen 24 und 29.

Der Vorteil des BMI liegt in seiner nur geringen Beziehung zur Körpergröße und damit zum Körperbau. Dadurch wird im Gegensatz zum Broca-Index das Normalgewicht für kleine Personen nicht zu niedrig bzw. für große Personen nicht zu hoch angegeben. Der BMI steht in enger Beziehung zur Fettmasse des Körpers.

Quellen:
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001.
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.

Autor: KATALYSE Institut

Biotechnologie

B. ist die technische Nutzung lebender Organismen und ihrer Stoffwechselprodukte zur Produktion und Umwandlung von Substanzen.

Zur B. gehören Bereiche wie die Gentechnologie, Zellkulturtechnik, Fermentationstechnik sowie auch Techniken der Tier- und Pflanzenzucht.

Traditionelle Verfahren der B. sind z.B. die Brotsäuerung, die alkoholische Gärung und die Sauermilchherstellung, die als eine verfeinerte Nutzung von Naturvorgängen zu betrachten sind. In der modernen B. werden gezielt veränderte oder beschleunigte biologische Abläufe, die im Labor entwickelt und erprobt wurden, im großtechnischen Maßstab umgesetzt.

Die großtechnische Produktion mit Hilfe von Mikroorganismen wird heute in Bioreaktoren durchgeführt, die eine Größenordnung von ca. 150 m3 haben. B. findet auch in der Landwirtschaft sowie im Umweltschutz zur biologischen Abwasserreinigung, Abgasreinigung (Biofilter) Abfallbehandlung (Kompostierung, Biogas) und Beseitigung von Ölverschmutzungen (Tankerunfälle) Anwendung.

Autor: KATALYSE Institut

Biotechnische Schädlingsbekämpfung

Im Unterschied zur biologischen Schädlingsbekämpfung erfolgt die B. mit Hilfe gentechnisch veränderter Pflanzen.

Gene für natürliche Abwehrsubstanzen von Bakterien, Insekten oder anderen Organismen werden dazu in Kulturpflanzen eingebaut, um ihre Resistenz gegen Schädlinge zu stärken. So wurde Tomaten z.B. das Gen des Bacillus thuringensis für ein Endotoxin eingepflanzt, welches bei Schmetterlingsraupen die Darmschleimhaut zersetzt.

Um die Resistenz gegen krankheitserregende Viren zu stärken, wurden Tomaten und Kartoffeln mit dem Gen für das Hüllprotein des Tabak-Mosaik-Virus ausgestattet, wodurch die Vermehrung des Virus gestört wird. In Deutschland wurden derartig veränderte Pflanzen bislang nicht zugelassen, in anderen EU-Ländern und den USA wurden sie jedoch schon zu Versuchszwecken freigesetzt.

Die Hoffnung, dass mit Hilfe der B. der Einsatz von Pestiziden verringert werden kann, steht entgegen, dass sich offensichtlich Resistenzen entwickeln und die Gefahren der Anwendung gentechnischer Pflanzen bisher immer noch weitgehend ungeklärt sind.

Autor: KATALYSE Institut

Biosiegel

Das Mitte 2001 eingeführte B. soll Transparenz und Klarheit auf dem Ökomarkt bei den Verbrauchern schaffen.

Allein in Deutschland gibt es über 100 Biomarken und Ökosiegel. Mit dem Biosiegel können alle Produkte ausgezeichnet werden, die nach den Standards der EU-Öko-Verordnung erzeugt wurden. Ausgezeichnet werden können nicht nur Öko-Lebensmittel deutscher, sondern auch ausländischer Herkunft soweit sie die Anforderungen der EU erfüllen.

Die neue Regelung soll in der Nutzung unbürokratischer und einfacher als das alte „Ökoprüfzeichen“ (ÖPZ) sein, das wegen der geringen Akzeptanz bei Lebensmittelhandel und Hersteller kaum Bedeutung am Markt erlangen konnte. Das Biosiegel soll in einer etwa einjährigen Übergangsfrist das ÖPZ ganz ablösen.

Bestehen bleiben dagegen die altbekannten Verbandszeichen und Marken von Demeter, Bioland, Naturland usw., die auch strengere Regelungen als die EU-Öko-Verordnung vorsehen.

Autor: KATALYSE Institut

Biosensoren

Meßelemente, bei denen eine physikalisch/chemisch arbeitende Komponente mit Nachweisfunktion mit einer biochemischen Komponente mit Selektionsfunktion gekoppelt ist.

Die physikalisch/chemische Komponente wird von Elementen gebildet, die optische Veränderungen, Temperaturveränderungen, Gasbildung oder elektrische Veränderungen wahrnimmt; die biochemische Komponente besteht aus Enzymen, Zellorganellen oder monoklonalen Antikörpern. Das biochemische Element bindet selektiv an eine Substanz, wobei Veränderungen auftreten, die auf den physikalisch/chemischen Sensor übertragen und von ihm in ein wahrnehmbares Signal umgesetzt werden. Somit brauchen keine Proben mehr genommen und chemisch aufgearbeitet zu werden. Einsatzgebiete: überall, wo eine verbesserte und schnellere Analytik benötigt wird, wie z.B. in der Schadstoffanalytik (z.B. Gewässerbelastung) und der Medizin. Mit Hilfe von B. können im menschlichen Blut z.B. Blutzucker- und Milchsäuregehalt kontinuierlich gemessen werden.
In der industriellen Produktion ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung mittels B. eine weitere Automatisierung. In Japan sind bereits B. im Handel, mit denen der Verbraucher die Frische von Fisch und Fleisch bestimmen kann.

Autor: KATALYSE Institut

Biophotonen

Nach F.A.Popp versteht man unter B. oder low-level-luminescence eine aus lebendem Gewebe austretende sehr schwache elektromagnetische Strahlung (Wellenlänge 200-800 nm, ca 100 Photonen pro s und cm2).

Die Intensität hängt vom Zustand des Gewebes ab, so erhöht sich z.B. die Anzahl abgestrahlter B. bei der Zellteilung. Es gibt Untersuchungen, nach denen das Spektrum der B. Aussagen über die Frische von Nahrungsmitteln zuläßt.

Autor: KATALYSE Institut

Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise

Dieses agrarwirtschaftliche System geht auf die theoretischen Grundlagen von Rudolf Steiner zurück und gehört zu den alternativen Landbauformen (Alternativer Landbau).

Bei der B. werden die notwendigen pflanzlichen Nährstoffe durch geschlossene Kreislaufprozesse im landwirtschaftlichen Betrieb zur Verfügung gestellt und auf synthetisch erzeugte Stickstoffdünger verzichtet. Gegen Unkräuter wird die mechanisch-biologische Bekämpfung, gegen Schadorganismen werden Mittel natürlicher Herkunft eingesetzt. Die B. nimmt innerhalb der alternativen Landwirtschaft eine Sonderstellung ein, die sich z.T. durch ihre Verankerung im anthroposophischen Gedankengut Rudolf Steiners erklärt

Neben naturwissenschaftlichen Erfahrungen spielen bei der B. auch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse eine Rolle. Dazu gehört die "dynamische" Wirkung von Präparaten aus natürlichen, meist wirtschaftseigenen Substanzen (Hornkiesel, Schachtelhalmaufguß). In geringen Mengen aufgebracht, beeinflussen sie Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge der Pflanzen und bodenbiologische Vorgänge.

Eine wesentliche Rolle werden kosmischen Einflüssen wie der Mondphase und der Stellung des Mondes bei der Aussaat zugeschrieben, die im Zusammenhang mit Biorhythmen im Organismenreich stehen. Zwar gibt es einige Untersuchungen, die diese Annahmen stützen; eine naturwissenschaftlich gesehen eindeutige Erklärung des Phänomens steht allerdings aus.
1991 existierten ca. 1.000 Demeter-Betriebe (B.) mit einer Anbaufläche von 20.000 ha B. und Bioland bearbeiten zusammen den größten Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in den alten Bundesländern.

Dieses agrarwirtschaftliche System geht auf die theoretischen Grundlagen von Rudolf Steiner zurück und gehört zu den alternativen Landbauformen (Alternativer Landbau). Bei der B. werden die notwendigen pflanzlichen Nährstoffe durch geschlossene Kreislaufprozesse im landwirtschaftlichen Betrieb zur Verfügung gestellt und auf synthetisch erzeugte Stickstoffdünger verzichtet. Gegen Unkräuter wird die mechanisch-biologische Bekämpfung, gegen Schadorganismen werden Mittel natürlicher Herkunft eingesetzt.

Die B. nimmt innerhalb der alternativen Landwirtschaft eine Sonderstellung ein, die sich z.T. durch ihre Verankerung im anthroposophischen Gedankengut Rudolf Steiners erklärt. Neben naturwissenschaftlichen Erfahrungen spielen bei der B. auch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse eine Rolle. Dazu gehört die "dynamische" Wirkung von Präparaten aus natürlichen, meist wirtschaftseigenen Substanzen (Hornkiesel, Schachtelhalmaufguß).

In geringen Mengen aufgebracht, beeinflussen sie Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge der Pflanzen und bodenbiologische Vorgänge. Eine wesentliche Rolle werden kosmischen Einflüssen wie der Mondphase und der Stellung des Mondes bei der Aussaat zugeschrieben, die im Zusammenhang mit Biorhythmen im Organismenreich stehen. Zwar gibt es einige Untersuchungen, die diese Annahmen stützen; eine naturwissenschaftlich gesehen eindeutige Erklärung des Phänomens steht allerdings aus.

1991 existierten ca. 1.000 Demeter-Betriebe (B.) mit einer Anbaufläche von 20.000 ha B. und Bioland bearbeiten zusammen den größten Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in den alten Bundesländern.

Autor: KATALYSE Institut