Category Archives: S
Sekundenkleber
S. werden auf der Basis von Cyanacrylat hergestellt.
Verpackungen, die Klebstoffe auf Cyanacrylatbasis enthalten, müssen die Aufschrift tragen: "Cyanacrylat, Gefahr! Klebt innerhalb von Sekunden Haut und Augenlider zusammen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen." S. sollten allein schon aufgrund dieser Gefahr nach Möglichkeit vermieden werden.
Autor: KATALYSE Institut
SCR-Verfahren
siehe Rauchgasentstickungsanlage
Autor: KATALYSE Institut
Schweißen
Beim Lichtbogen-S. (Elektro-S.) Gefährdung durch UV-Strahlung, vorwiegend sog. Verblitzen der Augen und evtl. auch Hautentzündungen.
Die beim S. freiwerdenden Eisenoxydrauche können zur sog. S.-Lunge (Eisenstaublunge) führen. Sowohl beim Autogen-S. als auch beim Sauerstoff- und beim Plasmaschneiden von Metallen bilden sich die Schadgase Kohlenmonoxid, Stickoxide sowie Ozon. Beim S. mit basischen Elektroden werden darüber hinaus Fluoride (Fluor), Wasserglas (NaSiO3, K2SiO) und Erdalkalicarbonate sowie verdampfende Metallbestandteile (z.B. Fe2O3, SiO2, MnO) größtenteils als Stäube freigesetzt. Beim S. von Edelstählen mit ummantelten Elektroden werden außerdem noch geringe Mengen an Chrom-, Titan- und Nickeloxiden emittiert. Diese Stäube sind z.T. krebserregend (Chrom, Nickel). Die Emissionen bei den verschiedenen Schutzgas-S.-Arten (Argon, WIG, MAG) sind in ihrer Zusammensetzung ähnlich wie bei den anderen S.-Verfahren. Auf eine gute Entstaubung und einen häufigen Luftwechsel sollte daher bei S.-Arbeitsplätzen auf jeden Fall geachtet werden.
Autor: KATALYSE Institut
Schwefelwasserstoff
Schwefelwasserstoff ist eine Verbindung aus Schwefel und Wasserstoff, die nach faulen Eiern riechendes Gas, wobei der Geruch des farblosen, sehr giftigen Gases noch in einer Verdünnung von 0,1 ppm wahrnehmbar ist.
Der MAK-Wert liegt bei 10 ml/m3 (ppm) entsprechend 15 mg/m3. In der Umwelt kommt Schwefelwasserstoff häufig vor (Mineralquellen, Gewässer, Vulkangebiete, Abwässer). In der Natur entsteht Schwefelwasserstoff durch bakterielle Zersetzung von Eiweißen. Schwefelwasserstoff dient in der Technik zur Veredelung von Schmierstoffen, für Arzneimittel und Schädlingsbekämpfungsmittel u.a.
Der Wirkungsmechanismus bei Schwefelwasserstoff-Vergiftungen ist nicht geklärt, jedoch sind folgende Symptome bei der Inhalation von Schwefelwasserstoff bekannt: Bei 150 ppm fällt der Geruchssinn aus, bei 250 ppm kann ein Lungenödem auftreten, ab 500 ppm tritt eine Vergiftung mit Kollaps und drohender Atemlähmung ein.
Autor: KATALYSE Institut
Schwefelsäure
Chemische Formel H2SO4, wichtige anorganische Säure, stark ätzende, klare Flüssigkeit.
S. bildet schwefelsaure Salze, die technisch wichtige Grundchemikalien darstellen, z.B. zur Erzeugung von Düngemitteln, Farbstoffen, Waschmitteln (Detergentien) sowie zur Herstellung von Arzneimitteln, Kunststoffen etc. Produktionsmenge 1991, früheres Bundesgebiet: 2,5 Mio t S..
Durch die Verklappung von verdünnter S. (Dünnsäure), die bei der Titandioxid-Herstellung nach dem Sulfatverfahren anfällt, werden die Meere stark belastet. S.-Dämpfe bzw. -Nebel reizen stark die Augen, Atemwege, die Nasen- und Rachenschleimhäute und führen zu Zahnschäden. MAK-Wert: 1 mg/m3 (Säuren). Bei der S.-Herstellung wurden in der BRD 1986 ca. 2,6 kg SO2/t S. emittiert, gesamte Emission ca. 8.000 t SO2 (Schwefeldioxid). Durch eine weitere Abscheidung von Schwefeldioxid aus den Abgasen von S.-Anlagen kann die spezifische Emission bei der S.-Herstellung, die bei Neuanlagen heute bei 2,6 kg Schwefeldioxid/t S. liegt, auf 0,26 kg/t S. gesenkt werden.
Autor: KATALYSE Institut
Schwefelkohlenstoff
S. (Kohlendisulfid, CS2) ist eine farblose Flüssigkeit, die leicht entflammbar ist und mit Luft explosionsfähige Gemische bildet.
In reinem Zustand riecht S. angenehm aromatisch; da S. i.d.R. verunreinigt ist, riecht es unangenehm nach faulem Rettich. S. hat einen MAK-Wert von 10 ml/m3 (ppm) entsprechend 30 mg/m3 und ist hautresorptiv wirksam. Es kann die äußere Haut leicht durchdringen, d.h., beim Umgang besteht dadurch eine größere Vergiftungsgefahr als durch die Einatmung. S. wirkt wahrscheinlich auch fruchtschädigend, es kann also bei Exposition Schwangerer eine solche Schädigung, auch bei Einhaltung des MAK-Wertes, nicht ausgeschlossen werden. Akute Vergiftungen sind relativ selten, jedoch sind jahrelange Kontakte mit S. gesundheitsschädlich, da sie starke Organschädigungen bewirken können. S. wirkt auf das Zentralnervensystem funktionsstörend und hat deshalb eine dosisbedingte, narkotisierende Wirkung. Bei langzeitiger Aufnahme treten u.a. Symptome wie Schwächegefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Libidoabnahme auf.
Industriell wird S. v.a. in der Faserherstellung (Viskose) eingesetzt, aber auch als Vulkanisationsbeschleuniger sowie zur Synthese von Tetrachlorkohlenstoff, Pflanzenschutzmitteln, Fotochemikalien u.a.
Autor: KATALYSE Institut
Schwefelgehaltsverordnung
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.
Autor: KATALYSE Institut
Schwefel
Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Ordnungszahl 16, leuchtendgelbe Kristalle, Dichte 1,96 g/cm3, Nichtmetall.
S. gehört mit etwa 0,048 Gew.-% der 16 km dicken Erdkruste zu den häufigsten chemischen Elementen. Der Mensch enthält ca. 175 g S., der sich hauptsächlich in Haaren, Nägeln und verschiedenen Aminosäuren und Vitaminen befindet.
Große Mengen S. sind in Erdgas, Erdöl und Kohle enthalten, was bei der Verbrennung zu Schwefeldioxid-Emissionen führt.
S.-Verbindungen verraten sich oft durch einen starken Geruch (faule Eier, Stinktier). Elementarer S. liegt meist in sehr reiner Form vor. Fast 80% der Produktion werden zur Herstellung von Schwefelsäure sowie von Sulfiten und Hydrogensulfiten eingesetzt. S. wird angewendet in der Düngemittelproduktion, bei der Vulkanisation von Kautschuk, zur Herstellung von Kunststoffen u.ä. Anwendung findet S. in kleineren Mengen in Akkumulatoren und bei der Beseitigung von Quecksilber. Produktionsmenge 1991, alte Bundesländer 1,1 Mio t S..
Autor: KATALYSE Institut
Schmerzgrenze
In der Akustik wird ein Schalldruck, bei dem das Ohr Schmerzen empfindet, als S. bezeichnet.
Diese Grenze liegt bei etwa 120 dB. Derartige Schallpegel sind geeignet, Hörzellen in kürzester Zeit zu zerstören. Allerdings können auch schon bei weitaus niedrigeren Pegeln Gehörschädigungen hervorgerufen werden. Eine häufige Folgeerscheinung stellt der Tinnitus dar.
Autor: KATALYSE Institut
Schleifemulsion
siehe Bohröle
Autor: KATALYSE Institut
Schlackenwolle
S. gehört zu den Mineralwolle-Dämmstoffen.
Da Schlacke als Abfallprodukt bei Verbrennungsprozessen anfällt, muss mit unbekannten Inhaltsstoffen und Schwermetallen gerechnet werden. Bei der Verarbeitung der S. tritt neben die Gefahr der Faserfreisetzung die Möglichkeit erhöhter radioaktiver Strahlung.
Autor: KATALYSE Institut
Schlacke
Die bei der Verbrennung in Industriefeuerungen, Kohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen (
MVA) anfallenden, nicht brennbaren, festen Reststoffe.
Bei der Müllverbrennung macht S. noch etwa 35% des ursprünglichen Müllgewichtes aus. Wegen der in ihr enthaltenen Schadstoffe (Schwermetalle) ist insb. die Nutzung von MVA-S. in der Bauindustrie und beim Straßenbau umstritten. Nach der 17. BImSchV müssen Abfallverbrennungsanlagen Feuerungstemperaturen von mind. 850 Grad C einhalten. Durch die derzeit praktizierte Müllverbrennung fällt S. an, aus der durch Auswaschungen unvertretbar hohe Mengen an Schadstoffen austreten, die das Grundwasser gefährden. Um solche Auswaschungen zu vermeiden und damit eine verwertbare S. zu erhalten, müßten die Verbrennungstemperaturen auf über 1.000 Grad C erhöht werden, was bei Sondermüllverbrennungsanlagen der Fall ist. Hierdurch kann eine Verglasung der S. und somit eine Festsetzung der enthaltenen Schadstoffe erreicht werden.
MVA-S. werden insb. in NRW im Wegebau eingesetzt, während in Hessen Richtwerte einzuhalten sind, die eine Verwertung nahezu ausschließen. In Luxemburg werden MVA-S. als Sonderabfall entsorgt. Solche unterschiedlichen Bewertungen von MVA-S. erschweren die Kontrolle über die Entsorgung von S..
Autor: KATALYSE Institut
Schiffsverkehr
Der S. ist v.a. bedeutsam für den Gütertransport. Der Personenverkehr mit Schiffen spielt mengenmäßig kaum eine Rolle.
Die Binnenschiffahrt hatte 1989 einen Anteil von 18,8% an der inländischen Verkehrsleistung im Güterverkehr der BRD, die insgesamt bei 288 Mrd tkm lag. Bedeutend für den internationalen Handel ist der See-S.. Aufgrund der großen Transportweiten war die Verkehrsleistung von Seeschiffen, die in Deutschland be- und entladen werden, in der Vergangenheit deutlich höher als die gesamte inländische Güterverkehrsleistung in Deutschland (1989: 768 Mrd tkm).
Die Schiffahrt hat ihre Vorteile v.a. im Massenguttransport, da große Mengen je Schiffseinheit transportiert werden können und für diese Güter nicht die Transportdauer, sondern die Transportkosten entscheidend sind. Der S. hat einen relativ günstigen spezifischen Energieverbrauch. Problematisch sind die Schadstoffemissionen der fast ausschließlich eingesetzten Dieselmotoren.
Autor: KATALYSE Institut
Schienenverkehrslärm
Durch die groß angelegten Streckenstillegungen in der Fläche und den damit verbundenen Rückzug der Bahn aus den ländlichen Gebieten hat die Zahl der Betroffenen durch Lärm des Schienenverkehrs gegenüber Betroffenen durch Lärm aus dem Kraftfahrzeug- und Luftverkehr deutlich abgenommen.
Lärmschutzmaßnahmen haben in vielen städtischen Bereichen inzwischen zu Verbesserung; dennoch schätzt man die Zahl der Betroffenen durch S. auf rund 2 Mio. Personen.
Lärm ist daher der wichtigste Grund der Bevölkerung für Widerstand gegen neue Strecken oder Kapazitätserhöhung. In den Niederlanden gab es sogar Fahrverbote für laute Schienenfahrzeuge in der Planung. Die Aussichten des Schienenverkehrs: beim Personenverkehr Verdopplung (10 Prozent Marktanteil) und beim Güterverkehr Verdreifachung(15 Prozent Marktanteil). Diese Wachstumsziele werden ohne erhebliche Reduktion der Lärmbelastung nicht durchsetzbar sein.
Minderungsstrategien:
- Minderung des Rollgeräusches durch glatte Räder
- Ersatz der Grauguss-Klotzbremsen durch Scheibenbremsen- oder sKunststoffklötzen
- Glatte Schienen: Wartung durch akustisch optimiertes Schienenschleifen
Defizite in der Schienenverkehrslärmbekämpfung:
- Keine Immissionsgrenzwertean bestehenden Strecken in Deutschland
- Spätes Einsetzen von Lärmsanierungsprogrammen
- Fehlende Geräuschvorschrift für Schienenfahrzeuge in Deutschland und der EU
- Fehlende Vorschrift zur Schienenqualität
Das Hauptproblem ist v.a. ein hoher Bestand von lauten Güterwagen.
Autor: KATALYSE Institut
Schienenverkehr
Unter Sch. versteht man schienengebundene Transportsysteme. Die verbreitetste Form sind hierbei Fahrzeuge, die das
Rad-und-Schiene-Prinzip nutzen und einen eigenen Fahrantrieb haben oder von einer Lokomotive gezogen werden.
Desweiteren werden als "Bahnen" alle Transportsysteme bezeichnet, bei denen Fahrzeuge an mechanischen Trag- und Leitsystemen geführt werden, z.B. Schwebebahn und auch solche, die dabei einen standortgebundenen Antrieb haben, z.B. Seilbahnen.
Eine Unterteilung unterschiedlicher Bahn-Systeme lässt sich sowohl nach technischen als auch nutzungsorientierten oder rechtlichen Kriterien durchführen.
Größte Verbreitung hat die Eisenbahn als Verkehrsmittel. Eine weitere Rolle spielt die Einteilung in öffentliche und nichtöffentliche Bahnen sowie die Unterscheidung nach bundeseigenen und nichtbundeseigenen Bahnen. Damit sind jeweils auch rechtliche Rahmenbedingungen gegeben, die auch auf den technischen Betrieb Einfluss haben.
Kleinbahnen, Inselbahnen und Schmalspurbahnen sind meist durch ihr begrenztes Schienennetz gekennzeichnet, die Fahrzeuge lassen sich meist auch nicht auf den Anlagen einer größeren Vollbahn weiterführen.
Im Stadt- und Regionalverkehr gibt es zahlreiche Schienenverkehrsysteme: Straßenbahnen waren schon als Pferdebahn weit verbreitet bevor sie mit einem zumeist elektrischen Antrieb ausgestattet wurden. Der Straßenbahnbetrieb erfolgt im Unterschied zu anderen Bahnen vor allem im Fahren auf Sicht und in Anpassung an den Straßenverkehr. Straßenbahnschienen sind mit Rücksicht auf den Kraftfahrzeugverkehr anders gestaltet als Vollbahnschienen.
Eine Hochbahn war in vielen Städten neben der Straßenbahn eine der ersten Stadtschnellbahnen. Sie bestand aus elektrischen Triebzügen und fuhr getrennt vom Straßenverkehr auf Viadukten. Meist wurde die Hochbahn im Laufe der Zeit mit Untergrund-Linien erweitert und mehrheitlich eher als U-Bahn (Untergrundbahn) betrieben. Ein verbreiteter Name für U-Bahnen ist auch Metro, z.B. in New York und Paris.
Die S-Bahn (Stadtschnellbahn) ist in Deutschland in der Regel eine Vollbahn, Teil der Deutschen Bahn und verkehrt meist auch auf deren Gleisen, teilweise auch auf Fernverkehrs-Gleisen.
Die H-Bahn in Dortmund bzw. der Sky-Train in Düsseldorf sind Hängebahnen ähnlich der Wuppertaler Schwebebahn. Im Unterschied zu dieser benötigt die H-Bahn allerdings keine Fahrer, sie fährt automatisch und wird von einer zentralen Leitstelle aus überwacht. Sie kann, je nach Auslastung, im Takt- oder im Rufbetrieb eingesetzt werden, wobei im letzteren der Fahrgast sich die Kabine per Knopfdruck "bestellt".
Eine Einschienenbahn ist eine Bahn, die auf oder unter einer einzelnen Schiene fährt. Eine erste Entwicklung war 1957 die Alwegbahn in Köln-Fühlingen. Spätere Nachfolger wurden vor allem für Weltausstellungen, Messen oder Vergnügungsparks errichtet und großenteils wieder abgerissen. Einschienenbahnen sind technisch meist Insellösungen in dem Sinne, dass sie nicht mit anderen Bahnen und auch mit anderen Einschienenbahnen nicht kompatibel sind.
Die neben der bewährten Wuppertaler Schwebebahn bislang am weitesten entwickelte Einschienenbahn ist der als Magnetschienenbahn ausgebildete Transrapid mit einer im öffentlichen Betrieb befindlichen Strecke vom chinesischen Flughafen Peking zur Hauptstadt.
Der S. trug früher durch seine kohlebetriebenen Zugmaschinen einen maßgeblichen Beitrag zur Luftbelastung in Ballungsgebieten bei.
Inzwischen spielt diese Luftbelastung keine Rolle mehr, da Diesel- bzw. elektrische Lokomotiven eingesetzt werden.
Autor: KATALYSE Institut
Schichtlademotor
Der S. ist ein Ottomotor, der zur Verringerung der Schadstoffemissionen (Schadstoffe aus Kfz) ähnlich wie der Magermotor mit Luftüberschuss (Luftzahl) betrieben wird.
Der Brennraum ist mehr oder weniger stark in zwei Zonen geteilt. Die erste, in der Nähe der Zündkerze, wird mit fettem, leicht entzündlichem Gemisch gefüllt, das dann gleichsam als Fackel das sehr magere Gemisch im übrigen Brennraum entzünden kann. Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe können wegen des genügend vorhandenen Sauerstoffs in der zweiten Zone vollständig verbrennen. Die Stickoxid-Bildung wird weitgehend verhindert, da die Verbrennungs-Temperatur in beiden Zonen niedriger ist. Die geschichtete Ladung neigt weniger zum Klopfen, der Oktanzahl-Bedarf des Kraftstoffs ist also niedriger.
S. haben zwar früher die US-Grenzwerte für Schadstoffemissionen aus Kfz (Emissionsgrenzwerte) erfüllt und wurden z.B. von der Firma Honda damals auch in die USA exportiert. Sie erreichen aber nicht so niedrige Schadstoffwerte wie die Drei-Wege-Katalysatoren.
Autor: KATALYSE Institut
Scheuermittel
Untergruppe der Reinigungsmittel, deren entscheidendes Prinzip abrasiv wirkende Gesteinsmehle (Quarz, Bims, Marmor, Kieselgur, Tonerde etc.) sind, so dass S. überwiegend Hilfsmittel für eine mechanische Reinigung sind.
Wichtig für die Materialverträglichkeit der S. sind Größe und Härte der Partikel. Die Größe sollte 0,05 mm nicht überschreiten. Für die Härte eines Minerals gibt es Relativwerte (Skala von 1-10), die besagen, dass eine Oberfläche nur von einem Material mit höherem Härtegrad geritzt werden kann. So sollte beispielsweise für empfindliches Messing nur ein weiches S. auf Basis von Marmor o.ä. benutzt werden sollte.
Daneben enthalten S. meist Tenside, Gerüststoffe, Duftstoffe, Farbstoffe und seltener Bleichmittel. Bei letzterem sind chlorhaltige Wirkstoffe abzulehnen. S. werden sowohl in fester Form (Scheuerpulver) wie auch als wäßrige Dispersionen (Scheuermilch) angeboten. Die Übergänge zu den Putzmitteln sind fließend.
Insgesamt stellen S. i.d.R. empfehlenswerte Produkte dar, die hohe Reinigungsleistung mit einem geringen Chemikalienaufwand erzielen. Ganz ohne direkte Abwasserbelastung kommen Scheuerschwämmchen (Pads), Stahlwolle etc. aus.
Der Absatz an S. entwickelt sich immer mehr zugunsten des Typs Scheuermilch, weil dieser meist weichere Abrasivstoffe enthält. Es gibt aber auch milde Scheuerpulver. Der Vorteil letzterer ist der niedrigere Verpackungsaufwand, enthält die Milch doch bis zu 50% Wasser.
Silikose
Autor: KATALYSE Institut
Schaumglas
S. wird aus Glas (mit Altglasanteil), das mit Kohlendioxid geschäumt ist, hergestellt.
Das Aufschäumen lässt eine Zellstruktur entstehen, das entstehende Kohlenmonoxid und Kohlendioxid verbleibt als Gas in dem geschlossenzelligen, gasundurchlässigen Material. Unter der Markenbezeichnung "Foamglas" ist es in Form von Platten und Halbschalen erhältlich.
S. gehört zur Baustoffklasse A1 und hat gute Wärmedämmeigenschaften. Da S. dampfsperrend, verrottungsbeständig, druckfest, nicht brennbar und feuchtigkeitsunempfindlich ist, wird es zur Wärme- und Schalldämmung eingesetzt.
Das Material an sich verursacht keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, ist jedoch wegen des hohen Energieaufwandes bei der Herstellung und der Entstehung von Schwefelgasen bei der Verarbeitung ökologisch nicht unbedenklich und zudem sehr teuer. Um S. dampfdicht zu verlegen, werden Bitumenvergussmassen eingesetzt. Daher ist S. am sinnvollsten im Außenbereich (z.B. für Flachdachdämmungen) zu verwenden.
k-Wert, transparente Wärmedämmung
Autor: KATALYSE Institut
Schaumbäder
Diese zu den Badezusätzen gezählte Produkte bestehen im Wesentlichen aus flüssigen Tensidzubereitungen, die vor allem einen intensiven, stabilen Schaum liefern.
Insofern steht auch beim Verbraucher ein gewisser Luxus- und Behaglichkeitsaspekt stärker im Vordergrund als ihre Reinigungswirkung. Letzteres wird eher von den DS. enthalten weiterhin rückfettende und hautpflegende Substanzen, Farb- und Duftstoffe sowie Konservierungsmittel. Bei höherem Gehalt an Pflegekomponenten spricht man auch von Cremebädern.
Siehe auch unter Syndetuschbädern realisiert.
Autor: KATALYSE Institut
Schallbewertung
Da ein bestimmter Schallpegel bei verschiedenen Frequenzen unterschiedlich laut empfunden wird, müssen Schallpegel frequenzabhängig bewertet werden.
So wird z.B. ein Schallpegel von 70 dB bei einer Frequenz von 63 Hz ebenso laut empfunden wie ein Pegel von 45 dB bei 2.000 Hz. Aus diesem Grund wurden für einzelne Frequenzen unterschiedliche Korrekturwerte eingeführt. Um mit einem einzigen Zahlenwert auszukommen und "objektiv" vergleichbare Werte zu erhalten, werden die einzelnen Pegel innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs erfasst, bewertet und logarithmisch addiert (Dezibel). Die entsprechenden Schallpegelmessgeräte besitzen für die S. fest eingebaute Filter.
Mit der S. wird gewissermaßen eine durchschnittliche Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs nachempfunden. Für bestimmte Schallarten gibt es unterschiedliche Bewertungen. Die am häufigsten angewandte Bewertung ist die A-Bewertung. Hiernach bewertete Pegel werden dann in dB(A) angegeben. Je nach Schallart gibt es jedoch auch andere Bewertungsverfahren, z.B. die CBewertung (dB(C), Fluglärm Deutschland) oder die DBewertung (dB(D),Fluglärm Ausland).
Autor: KATALYSE Institut
Schadstoffsanierung
Die S. ist dann erforderlich, wenn gesundheits- oder umweltschädliche Baustoffe im Gebäude verwendet wurden.
Meist werden Sanierungsarbeiten jedoch erst dann eingeleitet, wenn gravierende gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schädigungen bereits erfolgt sind und eine öffentliche Diskussion herausgefordert wurde. Von besonderer Tragweite ist z.B. die Sanierung von Asbest, Pentachlorphenol,
Lindan, Formaldehyd, PCB, und Mineralwolle. Entscheidend für die Durchführung von S. ist eine korrekte und vollständige Bestandsaufnahme, Planung sowie Ausführung entsprechend den geltenden Richtlinien (erstmals anlässlich der Asbestsanierungen allseits anerkannt).
Problematisch für die S. ist die Auswahl der Ersatzstoffe, da hier technische und gesundheitliche Anforderungen oft nicht auf einen Nenner zu bringen sind und zudem die Langzeiterfahrung fehlt. Mittlerweile haben Oberfinanzdirektionen Sanierungen aufgrund von Schadstoffen wie insb. Formaldehyd und Holzschutzmittel im privaten Wohnungsbau als von der Steuer absetzungsfähig anerkannt.
Autor: KATALYSE Institut
Schadstoffe
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.
Manche Stoffe werden erst ab einer gewissen Konzentration zu Schadstoffen, andere sind schon in kleinsten Mengen schädlich. Unter Schadstoff-Ausstoß versteht man die Emission und unter Schadstoff-Eintrag die Immission von Schadstoffen.
Bodenbelastung, Gewässerbelastung, Luftverschmutzung
Autor: KATALYSE Institut
Schadstoffarme Kfz
Von den 1990 in den alten Bundesländern neu zugelassenen 3 Mio Pkw und Kombis entsprachen 2,6 Mio der US-Norm.
95% davon waren Otto-Pkw (Ottomotor), überwiegend mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator. Anfang 1991 hatten von den rund 26 Mio Otto-Pkw und Kombis in Westdeutschland rund 6,6 Mio einen geregelten Katalysator und ca. 2,2 Mio einen ungeregelten Katalysator. Von den Diesel-Pkw (Dieselmotor) waren am 1.1.1991 rund 17% nach der US-Norm zugelassen.
Trotz steigender Fahrleistungen ist aufgrund des fast 100%igen Anteils schadstoffarmer Pkw an den Neuzulassungen zukünftig mit einem Rückgang der Stickoxid-, Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxidemissionen aus dem Pkw-Verkehr in Westdeutschland zu rechnen. Nicht so günstig sieht die Entwicklung beim Straßengüterverkehr mit Lastkraftwagen aus, da verschärfte Emissionsgrenzwerte dort erst ab Mitte der 90er Jahre bei den Neuzulassungen deutliche Minderungen versprechen.
Autor: KATALYSE Institut
Schädliche Umwelteinwirkungen
Juristischer Begriff aus dem Umweltrecht. Durch das Bundesimmissionsschutzgesetz werden S. als Immissionen mit bestimmten Störwirkungen definiert. Sie werden mit Gefahren, Nachteilen und Belästigungen umschrieben. Dadurch wird nach der Schutzwürdigkeit verschiedener Rechtsgüter differenziert.
Das Rechtsgut menschliche Gesundheit geniesst dabei einen höheren Schutz (Schutz vor Gefahren) als das menschlich, körperliche Wohlbefinden unterhalb der Schwelle des Gesundheitsschadens. Tiere Pflanzen und Materialien stehen ebenfalls auf der unteren Stufe der Schutzwürdigkeit (Nachteile und Belästigungen).
- Gefahr: unter Gefahr ist die objektive Möglichkeit eines Schadenseintritts zu verstehen. Das bedrohte Rechtsgut wird in aller Regel die menschliche Gesundheit sein.
- Nachteile: Unter Nachteilen sind Vermögenseinbussen zu verstehen die durch physische Einwirkungen hervorgerufen werden, ohne zu einem unmittelbaren Schaden zu führen.
- Belästigungen: Belästigungen sind Beeinträchtigungen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens des Menschen. Der Übergang zwischen Belästigungen und Gesundheitsgefahren ist dabei fliessend. Nachteile und Belästigungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes gelten jedoch erst, wenn sie erheblich sind. Hier gilt - im Unterschied zu Gesundheitsgefahren - ein grösserer Beurteilungsspielraum.
Die Immissionsgrenzwerte der Ta Luft sollen diese Schutzanforderung konkretisieren, bleiben jedoch weit hinter dem aus dieser Definition abzuleitenden Gefahrenbegriff zurück. Der geforderte Sicherheitsmaßstab (Risiko eines Schadenseintritts) lässt sich zum Beispiel eher mit den Luftqualitätskriterien der Weltgesundheitsorganisation in Einklang bringen.
Autor: KATALYSE Institut
