Sprühabsorptionsanlagen

S. sind Anlagen zur Abscheidung von Schadstoffen aus dem Rauchgas.

Bei dem Verfahren wird in einem Reaktionsbehälter eine Waschflüssigkeit in den zu reinigenden Abgasstrom eingedüst. Durch Verdampfung reagiert das Absorptionsmittel (z.B. Calciumhydroxid) mit den Schadstoffen (z.B. Schwefeldioxid) und verbindet sich zu einem Reaktionsprodukt in Feststofform (vorwiegend Calciumsulfit). Die Rauchgase werden dabei nur geringfügig abgekühlt. In einem Elektrofilter oder Gewebefilter erfolgt dann die Abscheidung des Endproduktes aus dem Rauchgas. S. sind billiger als nasse Rauchgasentschwefelungsanlagen, haben jedoch nur einen Abscheidegrad von 85-95%. Neben der Rauchgasentschwefelung in Kraftwerken werden sie auch zur Rauchgasreinigung in Müllverbrennungsanlagen eingesetzt.
Abgasreinigungsverfahren
 

Autor: KATALYSE Institut

Spritzgeräte

Landmaschinen zur Ausbringung flüssiger Pflanzenschutzmittel, zum Einsatz von Hand, vom Traktor oder aus der Luft (Hubschrauber und Flugzeuge).

Oft in technisch nicht einwandfreiem Zustand, was zu unkontrollierten Ausbringungsmengen führen kann. Es besteht keine Untersuchungspflicht für die S.. Sie könnte aber nach dem Pflanzenschutzgesetz verordnet werden. Die Möglichkeiten der freiwilligen Selbstkontrolle werden nicht genutzt. Im Bundesdurchschnitt des Jahres 1989 nahmen nur 21% der Gerätehalter freiwillig an der Kontrolle teil.
Gefahren für die Umwelt entstehen auch durch eine falsche Auswahl und Ausrüstung von S. (z.B. Spritzdüsentyp) im Verhältnis zu ihrem Anwendungszweck oder bei der unsachgemäßen Bedienung der S., z.B. die Einstellung des Flüssigkeitsaufwandes oder das Befüllen der Spritzbrühenbehälter mit Wasser, wobei die Möglichkeit einer Verschmutzung des Trinkwassernetzes gegeben ist.
Applikation, Chemische Schädlingsbekämpfung, Landwirtschaftliche Technik, Pestizide, Pflanzenschutzmittel

Autor: KATALYSE Institut

Spraydosen

Druck- und bruchfestes Gefäß zum Zerstäuben von Flüssigkeiten. In den alten Bundesländern wurden 1990 684 Mio S. verkauft, also 10 S. pro Einwohner und Jahr.
Als Treibmittel für S. wurden früher meist FCKW verwendet. Diese sind Hauptverursacher für die Zerstörung der Ozonschicht (Ozonabbau) und Mitverursacher des Treibhauseffekts. Bei Besprühen von offenen Flammen oder glühenden Gegenständen mit FCKW kann das hochgiftige Phosgen entstehen. Auch das Einatmen von FCKW ist nicht unbedenklich. Daher wurden FCKW als Treibgas in den 80er Jahren zunehmend von weniger schädlichen, aber nicht unproblematischen Kohlenwasserstoffen ersetzt und von Kohlendioxid, das als Treibmittel (ebenso wie Kohlensäure im Sprudel) völlig unbedenklich ist. Dieser Ersatz führte zu einer Verringerung der jährlich eingesetzten FCKW-Menge von 53.000 t (1976) auf 1.600 t (1990) (Treibgas).
Als Einwegverpackung tragen S. zur Vergrößerung der Hausmüll-Menge bei, weswegen sie durch nachfüllbare Pumpzerstäuber (Recycling, Mehrwegverpackung) ersetzt werden sollten.
Am wenigsten umweltschädlich ist es jedoch, gänzlich auf den Einsatz von S. zu verzichten, da es mittlerweile zu allen Arten von S. Alternativen gibt. So sollten z.B. Deoroller statt Deosprays oder Pumpzerstäuber für Haarspray verwendet werden. Zudem sollte man sich fragen, ob es notwendig ist, z.B. Schlagsahne in S. zu kaufen, oder ob die gute alte Fliegenklatsche nicht sinnvoller ist als ein Insektenvernichtungsspray, mit dem zusätzlich noch das Raumklima verschlechtert wird. Auch Luftverbesserungs-, Backofenreinigungs- oder Desinfektionssprays gehören in keinen umweltfreundlichen Haushalt.

Autor: KATALYSE Institut

Spielplatz

Fast 80% der Kinder-S. sind nach Untersuchungen des Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungsvereines (DEKRA) durch Abfälle und Hundekot verschmutzt.

Aufgrund von weiteren chemischen Analysen fand man eine sehr hohe Schadstoffbelastung auf S. in NRW: Schwermetalle wie Blei bis 8.000 mg/kg Boden, Cadmium bis 80 mg/kg oder auch Dioxin bis zu 859 mg TE (dies entspricht den üblichen Werten von Elektrofilterstäuben aus Müllverbrennungsanlagen!).
Belastungen von Kinder-S. sind einerseits darauf zurückzuführen, dass Spielsand als Hundeklo und Abfalldepot mißbraucht wird, andererseits auf kontaminierten S.-Untergrund, wie Schlacke von Müllverbrennungsanlagen, Kieselrot, belastete Böden (z.B. aus Schwermetallabbaugebieten) und Baurecyclingmaterialien (Bauschutt).
Auf den meisten S. befinden sich Großspielgeräte aus

Holz, die im "Normalfall" zur Verlängerung der Nutzungsdauer mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Nach einer kürzlich veröffentlichten Empfehlung des Umweltbundesamtes sollen aufgrund gesundheitlicher Bedenken keine Holzschutzmittel mehr auf S. eingesetzt werden. Die Realität ist aber heute noch, dass das meiste

Holz auf S. toxische Stoffe enthält. I.d.R. werden der Witterung ausgesetzte Hölzer mit schwer flüchtigen Mitteln behandelt.
Vorsorge: Die Kinder sollten nicht am

Holz lecken oder gar Teile essen. Eltern sollten darauf achten, dass v.a. Kleinkinder keinen Sand in den Mund nehmen.
Eine andere Problematik ist die Begrünung von S. mit teils giftigen Pflanzen und Büschen. Oft sind Sträucher und Bäume in der Nähe von S. angepflanzt wie z.B. Waldgeißblatt, gewöhnliche Berberitze und Eibe, deren Früchte die Kinder leicht mit anderen essbaren Beeren verwechseln.

Autor: KATALYSE Institut

Speicherung

Speicher haben die Aufgabe, vorübergehend ein Gut, eine Energie oder Informationen so lange vorzuhalten, bis eine Nutzung möglich ist, also einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen.

Eine Sonderstellung nimmt hierbei die S. von elektronischen Daten (Computer) ein, da bei Zurückgreifen auf Informationen deren Nutzwert nicht verändert wird.
V.a. in der Energietechnik spielt die S. eine entscheidende Rolle. Während sich Wärme für relativ kurze Zeiträume (Stunden bis zu mehreren Tagen) recht einfach, z.B. in Warmwasserspeichern, speichern lässt, ist dies für Elektrizität nur mit ziemlich großem Aufwand möglich. Elektrizität selbst ist bis heute nicht speicherbar und muss zum Zweck der S. stets in eine andere Energieform überführt werden. So wird bei der Elektrobatterie (Akkumulatoren) Elektrizität in chemische Bindungsenergie umgewandelt. Gleiches gilt für die Wasserstofferzeugung (Wasserstofftechnologie). In Pumpspeicherkraftwerken wird Elektrizität in potentielle Energie umgewandelt. Neuerdings gibt es Versuche, elektrische Energie in supraleitenden Elektromagneten zu speichern.
Während die Kurzzeit-S. bei Wärmespeichern relativ problemlos ist, fehlt es hier an geeigneten Langzeitspeichern. Gerade dies ist eines der Handicaps bei der Nutzung regenerativer Energiequellen, denn es ist derzeit noch nicht möglich, die Strahlungsenergie der Sonne mit vertretbarem Aufwand ein halbes Jahr zu speichern. Wäre dies kostengünstig realisierbar, könnte die mit Sonnenkollektoren im Sommer gesammelte Energie bis zum Winter gespeichert bleiben und dann zu Heizzwecken genutzt werden (Raumwärmebedarf). Ansätze hierzu bieten jedoch große Aquiferspeicher oder Latentwärmespeicher.
Eine andere Methode, die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen, findet sich im Lastmanagement.
Eisspeicher

Autor: KATALYSE Institut

Spaltstoff

siehe Kernspaltung

Autor: KATALYSE Institut

Sozial-ökologische Forschung

Die S. wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozial-ökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind.

Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

S. hat sich in den letzten Jahren als eine neue, interdisziplinäre und integrative Forschungsperspektive herausgebildet. Mit ihr wird auf Defizite in der bisherigen disziplinären Umweltforschung und sektoralen Umweltpolitik reagiert. In wissenschaftlicher Hinsicht ist es das Ziel sozial-ökologischer Forschung, die noch immer weitgehend unverbundenen Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen und der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung sowohl problembezogen miteinander zu verknüpfen als auch theoretisch zu integrieren.

Unter politischen und gesellschaftlichen Aspekten trägt S. der Tatsache Rechnung, dass Umweltpolitik immer stärker in ihren Verflechtungen und Wechselwirkungen mit anderen Politikfeldern wie Wirtschafts-, Sozial-, Verkehrs- oder Forschungs- und Technologiepolitik gesehen werden muss.

Statt einzelner, vermeintlich isolierbarer und durch punktuelle Maßnahmen lösbarer Umweltprobleme analysiert sozial-ökologische Forschung übergreifende sozial-ökologische Problemlagen und deren Dynamik. Allgemeiner formuliert - die komplexen Beziehungsmuster zwischen Gesellschaft und Natur sowie Möglichkeiten ihrer Transformation im Sinne von nachhaltigen Entwicklungspfaden.

Der komplexe Ansatz S. ist erst im Entstehen. Wissensbasis, Nachwuchs und Infrastruktur der Forschung sind nur in Ansätzen vorhanden und auszubauen.

Mit dem Förderprogramm S. werden folgende Ziele angestrebt:

  • Steigerung der gesellschaftlichen Handlungsfähigkeit angesichts neuer und schwer durchschaubarer sozial-ökologischer Problemlagen durch den Aufbau einer neuen Wissensbasis. Dies bedeutet, dass gestaltungsorientierte und akteursbezogene Forschung besonders gefördert wird.
  • Ausbau und qualitative Entwicklung der Forschungskapazität in ausgewählten sozial-ökologischen Problembereichen und Konfliktfeldern durch Projektförderung.
  • Sicherung und Stärkung der vorhandenen Forschungspotentiale und Einrichtungen einer integrierten Umweltforschung durch gezielte Infrastrukturförderung. In diesem Bereich der Forschungslandschaft haben die nicht-staatlichen, unabhängigen Forschungseinrichtungen als dritter Sektor der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung eine besondere Bedeutung.
  • Entwicklung und langfristige Sicherung der Forschungskapazität durch Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in allen Sektoren der Nachhaltigkeitsforschung und der integrierten Umweltforschung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den Hochschulen.

Autor: KATALYSE Institut

Sorptionsvermögen

S. bezeichnet die Fähigkeit eines (Bau-)Stoffes, Dampf, Gase und Stäube aufzunehmen, zu speichern und verzögert wieder abzugeben.

Die Sorption hat ihren Ursprung im porigen Gefüge des Baustoffes, der eine große innere Oberfläche erzeugt.
Holz, Gips und Naturfasern haben z.B. ein hohes S. und tragen so zu einem ausgeglichenen Raumklima bei.
Bauphysik, Tonminerale

Autor: KATALYSE Institut

Sone

Einheit zur Bestimmung der Lautheit.

Im Gegensatz zum Dezibel ist das S. nicht aus Schallpegeldifferenzen (Druckdifferenzen) abgeleitet, sondern wird über die subjektiv empfundene Lautheit definiert. So wurde festgelegt, dass ein Pegel von 40 dB bei 1.000 Hz ein S. beträgt. In langen Versuchsreihen wurde ermittelt, dass eine Erhöhung des Pegels um 10 dB wie eine Verdoppelung der Lautheit empfunden wird, d.h., ein Pegel von 50 dB entspricht 2 S., von 60 dB 4 S. usw. Ganz allgemein bedeutet eine Verdopplung der Lautheit auch einen doppelt so hohen S.-Wert. Bei ganzen Geräuschen, also Spektren, muss noch eine Schallbewertung durchgeführt werden, um die Empfindlichkeit des Ohres entsprechend zu berücksichtigen. Hierzu wird in der Praxis das Phone verwendet. Da das Verfahren relativ aufwendig ist, hat es bisher kaum Verbreitung gefunden. Mit fortschreitender Computertechnik könnte sich das S. in Zukunft stärker durchsetzen. Der große Vorteile der S.-Skala ist die Tatsache, dass deren Größe der empfundenen Lautheit linear entspricht.

Autor: KATALYSE Institut

Soman

siehe Nervenkampfstoffe

Autor: KATALYSE Institut

Silikose

Die S. ist eine Staublungenerkrankung (Pneumokoniose) mit einer Bindegewebsneubildung.

Sie tritt als Folge der bindegewebsbildenden und bindegewebslösenden Wirkung der freien kristallinen Kieselsäure (SiO2) auf. Die S. kann auch als Folge der Einwirkung des Silikates Asbest (Asbestose) mit ähnlicher Wirkung auftreten. Zu unterscheiden sind die Quarzstaublunge (= reine S.) und die Mischstaublunge (= Misch-S.), v.a. der Kohlenbergarbeiter, der Eisenerzbergarbeiter (Siderose). Quarz ist häufig in mineralischen Mischstäuben enthalten, z.B. in Kohlenstaub und Talkum. Von der S. grundsätzlich zu unterscheiden sind die sog. Lungenverstaubungen mit einer mehr oder weniger reaktionslosen Staubeinlagerung in das Lungenzwischengewebe. Voraussetzung für die Entwicklung einer S. ist eine entsprechend lange Einwirkung einer ausreichenden Konzentration quarzhaltigen Staubes. Dieser Staub muss so fein sein, dass er bis in die Lungenbläschen vordringen kann. Mineralische Stoffe, welche freie kristalline Kieselsäure enthalten, werden im Bergbau, der Stein-, Kies- und Sandindustrie gewonnen. Ihre weitere Be- und Verarbeitung erfolgt in zahlreichen Industrie- und Gewerbezweigen; so z.B. in der keramischen, der Eisen- und Stahlindustrie, im Baugewerbe, in der feinmechanischen und elektrotechnischen sowie der chemischen Industrie.
Die S. ist auch heute noch die häufigste aller Staublungenerkrankungen (Pneumokoniosen). Sie ist eine fortschreitende Erkrankung, die nicht heilbar ist. Sie zeigt sich zunächst durch Atemnot, Reizhusten, Stechen auf der Brust oder Rücken. Sie führt durch Überlastung des Herzens und Einschränkung von Atmung und Kreislauf zum Tod. Dieser Prozess kann Jahre dauern. Der Zeitraum zwischen Staubeinwirkung und Auftreten einer S. beträgt heute etwa 20 Jahre. Arbeitsplätze mit Einwirkung extrem hoher Quarzfeinstaubkonzentration (z.B. beim Behauen von Steinen, beim Sandstrahlen, beim Sägen feuerfester Steine sowie in der Scheuerpulverindustrie und im Stollenbau) können jedoch zu einer Früh-S. bzw. akuten S. führen, welche sich innerhalb von Monaten entwickelt und oftmals zum Tode führt. Eine gefährliche Komplikation der S. ist die aktive Lungentuberkulose, die sog. Silikotuberkulose. Etwa ein Zehntel der angezeigten S.-Fälle erkrankten auch an Tuberkulose. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig ungünstig. S. und Silikotuberkulose können zudem unter bestimmten Voraussetzungen zu Bronchialkrebs führen. Obwohl die S. und die Silikotuberkulose in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen sind, wurden 1987 noch insgesamt 2.997 Fälle angezeigt (vgl. 1955: 23.000 angezeigte Fälle) und standen mit 18% an zweiter Stelle der erstmals entschädigten Berufskrankheiten (nach der Lärmschwerhörigkeit mit 27%). S. ist die am häufigsten auftretende Staublungenerkrankung unter den Berufskrankheiten. Die mittleren Gesamtkosten einer S.-Erkrankung werden mit etwa 250.000 DM beziffert. MAK-Wert für Quarzfeinstaub (Cristobalit, Tridymit): 0,15 mg/m3, für quarzhaltigen Feinstaub (1-4% Gewichtsanteile Quarz): 4 mg/m3.
Bergbau

Autor: KATALYSE Institut

Siderose

siehe Eisenstaublunge

Autor: KATALYSE Institut

Sensitivitätsanalyse

Das Ergebnis von Beurteilungs- und Bewertungsverfahren wie Investitionsrechenverfahren, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Kostenwirksamkeitsanalyse, Produktlinienanalyse etc. ist häufig von einer Reihe von unsicheren oder nur äußerst schwer bestimmbaren Faktoren abhängig.

Aus diesem Grund wird häufig die S. angewandt, um die Empfindlichkeit eines Ergebnisses auf veränderte Randbedingungen zu testen. So kann eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei der Annahme verschiedener Energiepreissteigerungen u.U. sehr unterschiedliche Ergebnisse ergeben.

Autor: KATALYSE Institut

Semipermeabel

(halbdurchlässig) S. Trennwände sind für Wasser und andere Lösungsmittel durchlässig, gelöste Teilchen werden jedoch zurückgehalten.

Diese Trennwände können aus gebranntem Ton, Pergamentpapier, Tierblasen oder künstlichen Membranen bestehen. S. Wände ermöglichen das Prinzip der Osmose.

Autor: KATALYSE Institut

SCR-Verfahren

siehe Rauchgasentstickungsanlage

Autor: KATALYSE Institut

Schweißen

Beim Lichtbogen-S. (Elektro-S.) Gefährdung durch UV-Strahlung, vorwiegend sog. Verblitzen der Augen und evtl. auch Hautentzündungen.

Die beim S. freiwerdenden Eisenoxydrauche können zur sog. S.-Lunge (Eisenstaublunge) führen. Sowohl beim Autogen-S. als auch beim Sauerstoff- und beim Plasmaschneiden von Metallen bilden sich die Schadgase Kohlenmonoxid, Stickoxide sowie Ozon. Beim S. mit basischen Elektroden werden darüber hinaus Fluoride (Fluor), Wasserglas (NaSiO3, K2SiO) und Erdalkalicarbonate sowie verdampfende Metallbestandteile (z.B. Fe2O3, SiO2, MnO) größtenteils als Stäube freigesetzt. Beim S. von Edelstählen mit ummantelten Elektroden werden außerdem noch geringe Mengen an Chrom-, Titan- und Nickeloxiden emittiert. Diese Stäube sind z.T. krebserregend (Chrom, Nickel). Die Emissionen bei den verschiedenen Schutzgas-S.-Arten (Argon, WIG, MAG) sind in ihrer Zusammensetzung ähnlich wie bei den anderen S.-Verfahren. Auf eine gute Entstaubung und einen häufigen Luftwechsel sollte daher bei S.-Arbeitsplätzen auf jeden Fall geachtet werden.

Autor: KATALYSE Institut

Schmerzgrenze

In der Akustik wird ein Schalldruck, bei dem das Ohr Schmerzen empfindet, als S. bezeichnet.

Diese Grenze liegt bei etwa 120 dB. Derartige Schallpegel sind geeignet, Hörzellen in kürzester Zeit zu zerstören. Allerdings können auch schon bei weitaus niedrigeren Pegeln Gehörschädigungen hervorgerufen werden. Eine häufige Folgeerscheinung stellt der Tinnitus dar.

Autor: KATALYSE Institut

Schaumbäder

Diese zu den Badezusätzen gezählte Produkte bestehen im Wesentlichen aus flüssigen Tensidzubereitungen, die vor allem einen intensiven, stabilen Schaum liefern.

Insofern steht auch beim Verbraucher ein gewisser Luxus- und Behaglichkeitsaspekt stärker im Vordergrund als ihre Reinigungswirkung. Letzteres wird eher von den DS. enthalten weiterhin rückfettende und hautpflegende Substanzen, Farb- und Duftstoffe sowie Konservierungsmittel. Bei höherem Gehalt an Pflegekomponenten spricht man auch von Cremebädern.
Siehe auch unter Syndetuschbädern realisiert.

 

Autor: KATALYSE Institut

Schadstoffsanierung

Die S. ist dann erforderlich, wenn gesundheits- oder umweltschädliche Baustoffe im Gebäude verwendet wurden.

Meist werden Sanierungsarbeiten jedoch erst dann eingeleitet, wenn gravierende gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schädigungen bereits erfolgt sind und eine öffentliche Diskussion herausgefordert wurde. Von besonderer Tragweite ist z.B. die Sanierung von Asbest, Pentachlorphenol,
Lindan, Formaldehyd, PCB, und Mineralwolle. Entscheidend für die Durchführung von S. ist eine korrekte und vollständige Bestandsaufnahme, Planung sowie Ausführung entsprechend den geltenden Richtlinien (erstmals anlässlich der Asbestsanierungen allseits anerkannt).
Problematisch für die S. ist die Auswahl der Ersatzstoffe, da hier technische und gesundheitliche Anforderungen oft nicht auf einen Nenner zu bringen sind und zudem die Langzeiterfahrung fehlt. Mittlerweile haben Oberfinanzdirektionen Sanierungen aufgrund von Schadstoffen wie insb. Formaldehyd und Holzschutzmittel im privaten Wohnungsbau als von der Steuer absetzungsfähig anerkannt.

Autor: KATALYSE Institut

Schadstoffe

Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.

Manche Stoffe werden erst ab einer gewissen Konzentration zu Schadstoffen, andere sind schon in kleinsten Mengen schädlich. Unter Schadstoff-Ausstoß versteht man die Emission und unter Schadstoff-Eintrag die Immission von Schadstoffen.
Bodenbelastung, Gewässerbelastung, Luftverschmutzung

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Schädliche Umwelteinwirkungen

Juristischer Begriff aus dem Umweltrecht. Durch das Bundesimmissionsschutzgesetz werden S. als Immissionen mit bestimmten Störwirkungen definiert. Sie werden mit Gefahren, Nachteilen und Belästigungen umschrieben. Dadurch wird nach der Schutzwürdigkeit verschiedener Rechtsgüter differenziert.
Das Rechtsgut menschliche Gesundheit geniesst dabei einen höheren Schutz (Schutz vor Gefahren) als das menschlich, körperliche Wohlbefinden unterhalb der Schwelle des Gesundheitsschadens. Tiere Pflanzen und Materialien stehen ebenfalls auf der unteren Stufe der Schutzwürdigkeit (Nachteile und Belästigungen).

  • Gefahr: unter Gefahr ist die objektive Möglichkeit eines Schadenseintritts zu verstehen. Das bedrohte Rechtsgut wird in aller Regel die menschliche Gesundheit sein.
  • Nachteile: Unter Nachteilen sind Vermögenseinbussen zu verstehen die durch physische Einwirkungen hervorgerufen werden, ohne zu einem unmittelbaren Schaden zu führen.
  • Belästigungen: Belästigungen sind Beeinträchtigungen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens des Menschen. Der Übergang zwischen Belästigungen und Gesundheitsgefahren ist dabei fliessend. Nachteile und Belästigungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes gelten jedoch erst, wenn sie erheblich sind. Hier gilt - im Unterschied zu Gesundheitsgefahren - ein grösserer Beurteilungsspielraum.

Die Immissionsgrenzwerte der Ta Luft sollen diese Schutzanforderung konkretisieren, bleiben jedoch weit hinter dem aus dieser Definition abzuleitenden Gefahrenbegriff zurück. Der geforderte Sicherheitsmaßstab (Risiko eines Schadenseintritts) lässt sich zum Beispiel eher mit den Luftqualitätskriterien der Weltgesundheitsorganisation in Einklang bringen.

 

Autor: KATALYSE Institut

Saurer Nebel

Aus Schwefeloxiden entsteht in Verbindung mit sehr kleine Wassertröpfchen (Nebel) in der Luft z.B. Schwefel- und Salpetersäure.

Diese meist sehr sauren, flüssigen Teilchen nennt man S., der häufig noch wesentlich saurer ist, als saurer Regen. So wurden schon pH-Werte unter 2 gemessen, d.h. der S. war saurer als Zitronensaft. Bei Nebelwetterlagen entziehen sich Schwefel- und Stickoxide den Emissionsmessungen, da sie sich in den Wassertröpfchen lösen, die messtechnisch nicht erfasst werden. Der S. ist gesundheitlich äußerst bedenklich, da er leicht von Menschen mit der Atemluft aufgenommen wird und so in die Atmungsorgane und Schleimhäute gelangen kann. Seine aggressive Wirkung kann starke gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen.

Autor: KATALYSE Institut