Speicherung

Speicher haben die Aufgabe, vorübergehend ein Gut, eine Energie oder Informationen so lange vorzuhalten, bis eine Nutzung möglich ist, also einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen.

Eine Sonderstellung nimmt hierbei die S. von elektronischen Daten (Computer) ein, da bei Zurückgreifen auf Informationen deren Nutzwert nicht verändert wird.
V.a. in der Energietechnik spielt die S. eine entscheidende Rolle. Während sich Wärme für relativ kurze Zeiträume (Stunden bis zu mehreren Tagen) recht einfach, z.B. in Warmwasserspeichern, speichern lässt, ist dies für Elektrizität nur mit ziemlich großem Aufwand möglich. Elektrizität selbst ist bis heute nicht speicherbar und muss zum Zweck der S. stets in eine andere Energieform überführt werden. So wird bei der Elektrobatterie (Akkumulatoren) Elektrizität in chemische Bindungsenergie umgewandelt. Gleiches gilt für die Wasserstofferzeugung (Wasserstofftechnologie). In Pumpspeicherkraftwerken wird Elektrizität in potentielle Energie umgewandelt. Neuerdings gibt es Versuche, elektrische Energie in supraleitenden Elektromagneten zu speichern.
Während die Kurzzeit-S. bei Wärmespeichern relativ problemlos ist, fehlt es hier an geeigneten Langzeitspeichern. Gerade dies ist eines der Handicaps bei der Nutzung regenerativer Energiequellen, denn es ist derzeit noch nicht möglich, die Strahlungsenergie der Sonne mit vertretbarem Aufwand ein halbes Jahr zu speichern. Wäre dies kostengünstig realisierbar, könnte die mit Sonnenkollektoren im Sommer gesammelte Energie bis zum Winter gespeichert bleiben und dann zu Heizzwecken genutzt werden (Raumwärmebedarf). Ansätze hierzu bieten jedoch große Aquiferspeicher oder Latentwärmespeicher.
Eine andere Methode, die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen, findet sich im Lastmanagement.
Eisspeicher

Autor: KATALYSE Institut

Posted in Alphabetisch, N - S, S, Weiteres / Sonstiges.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.