Spielplatz

Fast 80% der Kinder-S. sind nach Untersuchungen des Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungsvereines (DEKRA) durch Abfälle und Hundekot verschmutzt.

Aufgrund von weiteren chemischen Analysen fand man eine sehr hohe Schadstoffbelastung auf S. in NRW: Schwermetalle wie Blei bis 8.000 mg/kg Boden, Cadmium bis 80 mg/kg oder auch Dioxin bis zu 859 mg TE (dies entspricht den üblichen Werten von Elektrofilterstäuben aus Müllverbrennungsanlagen!).
Belastungen von Kinder-S. sind einerseits darauf zurückzuführen, dass Spielsand als Hundeklo und Abfalldepot mißbraucht wird, andererseits auf kontaminierten S.-Untergrund, wie Schlacke von Müllverbrennungsanlagen, Kieselrot, belastete Böden (z.B. aus Schwermetallabbaugebieten) und Baurecyclingmaterialien (Bauschutt).
Auf den meisten S. befinden sich Großspielgeräte aus

Holz, die im "Normalfall" zur Verlängerung der Nutzungsdauer mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Nach einer kürzlich veröffentlichten Empfehlung des Umweltbundesamtes sollen aufgrund gesundheitlicher Bedenken keine Holzschutzmittel mehr auf S. eingesetzt werden. Die Realität ist aber heute noch, dass das meiste

Holz auf S. toxische Stoffe enthält. I.d.R. werden der Witterung ausgesetzte Hölzer mit schwer flüchtigen Mitteln behandelt.
Vorsorge: Die Kinder sollten nicht am

Holz lecken oder gar Teile essen. Eltern sollten darauf achten, dass v.a. Kleinkinder keinen Sand in den Mund nehmen.
Eine andere Problematik ist die Begrünung von S. mit teils giftigen Pflanzen und Büschen. Oft sind Sträucher und Bäume in der Nähe von S. angepflanzt wie z.B. Waldgeißblatt, gewöhnliche Berberitze und Eibe, deren Früchte die Kinder leicht mit anderen essbaren Beeren verwechseln.

Autor: KATALYSE Institut

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