LC50

Letalkonzentration in Wasser, Boden oder Luft, bei der 50% der Versuchsorganismen innerhalb eines bestimmten Beobachtungszeitraumes sterben.

In Kontrollen darf eine definitionsgemäß festgelegte Mortalitätsrate nicht überschritten werden. Die L. erlaubt eine ungefähre Einschätzung der tatsächlichen Toxizität eines Stoffes.
L. wird u.a. zur Bewertung von chemischen Kampfstoffen verwendet.

Autor: KATALYSE Institut

Lavaerde

Shampoo

Autor: KATALYSE Institut

Lautheit

Die empfundene Intensität eines Schallereignisses wird als L. bezeichnet.

Gemessen wird die L. mit der Einheit Sone. Im Gegensatz zur Lautstärke, die sich auf physikalische Größen wie den Schalldruckpegel bezieht, handelt es sich hierbei um eine empirisch ermittelte Schallempfindung. Die Ermittlung der L. von Geräuschen ist dabei ein messtechnisch sehr kompliziertes Verfahren. Leider ist auch dieses Verfahren nicht in der Lage, die Lästigkeit von Geräuschen zu bestimmen.

Autor: KATALYSE Institut

Laugen

Wässrige Lösung von Basen. Der pH-Wert liegt über 7. Starke L. sind z.B. Natron-L. (Natriumhydroxid) und Kali-L.

L. sind gefährlicher als Säuren, da sich bei Kontakt mit der Haut oder beim Verschlucken Fett- und Eiweißbestandteile des Gewebes lösen. Die L. dringen dadurch immer tiefer ein und können in der Speiseröhre und im Magen zu schweren Zerstörungen (Perforationen) führen. Selbst 1-2%ige Lösungen haben noch eine deutliche Ätzwirkung.
In der Technik werden häufig wäßrige Lösungen als L. bezeichnet, die Nutz- oderBallaststoffe enthalten, z.B. Sulfit-Ablauge. Der pH-Wert spielt hierbei keine Rolle.
L. werden zusammen mit Lösemitteln zum Abbeizen von Farben eingesetzt (Abbeizmittel).

Autor: KATALYSE Institut

Latentwärmespeicher

L. sind Wärmespeicher, bei denen ein Speichermedium während einer Zustandsänderung, z.B. der des Aggregatzustandes, Wärmeenergie bei konstanter Temperatur aufnimmt bzw. abgibt.

Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Freisetzung von Bindungsenergien. Die meisten L. beinhalten als Speichermedium ein Salz (z.B. Glaubersalz, Natriumacetat) oder eine organische Verbindung (z.B. Paraffine, Fettsäure), bei dem der Phasenwechsel des Aggregatzustandes von fest nach flüssig ausgenutzt wird. Ähnliche Konzeptionen liegen chemischen Speichern zugrunde (Zeolith).
Der Vorteil von L. gegenüber anderen Speichern (Warmwasserspeicher) besteht darin, dass sie bei sehr geringer Temperaturdifferenz eine relativ große Wärmemenge pro Speichervolumen aufnehmen und diese Energie über einen beliebigen Zeitraum verlustfrei speichern können. Die spätere Wärmeabgabe erfolgt auf dem ursprünglichen Temperaturniveau.
Bei der technischen Realisierung treten eine Reihe von Schwierigkeiten auf. So sind aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Speichermedien relativ große Wärmetauscherflächen erforderlich, die Medien sollen umweltverträglich, nicht korrosiv und zyclenfest und zudem kostengünstig sein.
Da jeder L. nur bei einer festgelegten Speichertempertur arbeitet, sind für verschiedene Anwendungen verschiedene L.-Konzepte erforderlich. L. wurden bisher in erster Linie im Niedertemperaturbereich für die Speicherung von Solarenergie und Abwärme (Wärmepumpe) eingesetzt. Bis auf Spezialanwendungen, wo kein anderer Speicher einsetzbar ist, konnten L. noch nicht konkurrenzfähig realisieren werden.
Chemische Speicher, physikalische Speicher

Autor: KATALYSE Institut

Lambda-Sonde

Die L. misst das Luftverhältnis (Sauerstoffgehalt) im Abgas eines Ottomotors mit Drei-Wege-Katalysator und dient der Verbesserung des Abgasverhaltens (Schadstoffe aus Kfz).

Eine im Abgasstrang angeordnete L. erfasst das Luftverhältnis und gibt ein entsprechendes Signal an eine elektronische Steuerung weiter. Diese regelt den Vergaser oder die Einspritzung so, dass das Luftverhältnis Lambda in einem engen Bereich um eins bleibt (Ottomotor). Dadurch wird eine gleichzeitige Verminderung der drei Schadstoffkomponenten Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff und Stickoxide im Drei-Wege-Katalysator erreicht.
Ottomotor

Autor: KATALYSE Institut

Lastmanagement

Zielgerichtete Handlungsweisen, die das Ziel verfolgen, Energieangebot und Energienachfrage durch eine zeitliche Entkopplung möglichst zu vergleichmäßigen, werden als L. bezeichnet.

L. spielt in der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle, da hierdurch Kraftwerkskapazitäten besser ausgelastet bzw. der Neubau weiterer Kraftwerke vermieden werden kann.
Eine Möglichkeit zum L. stellt die Speicherung dar. Eine andere Methode besteht darin, die Gleichzeitigkeit verschiedener Energiewandler (Energieverbraucher) durch organisatorische Maßnahmen wie das zeitliche Verlegen einzelner Produktionsabläufe oder das kurzzeitige Abschalten unkritischer Verbraucher z.B. von Kältemaschinen, Klimaanlagen, Öfen etc. zu verringern.
Auch im Haushaltsbereich gibt es Versuche, ein L. zu praktizieren. So schreibt die Bundestarifordnung (BTO) für Elektrizität vor, daß ein sog. Schwachlasttarif (Stromtarife) angeboten werden muss; d.h., dass unter bestimmten Voraussetzungen ein L. auch für Haushalte interessant ist. Dies bedeutet, dass große "Verbraucher" wie Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine etc. mittels Zeitschaltuhren nach Möglichkeit während der Schwachlastzeit betrieben werden.

Autor: KATALYSE Institut

Lastkraftwagen

In den letzten Jahren gerieten L. als Verursacher von Luftverschmutzung, Lärm (Straßenverkehrslärm) sowie aus Gründen der Verkehrssicherheit (Verkehrsunfälle) zunehmend in die öffentliche Diskussion.

Obwohl nur etwa 5% aller Kraftfahrzeuge L. sind (1991: rd. 1,8 Mio) und auch die L.-Fahrleistungen nur 10% der Pkw-Fahrleistungen ausmachen, sind L. an den verkehrsbedingten Schadstoffemissionen in hohem Maße beteiligt: 31% der Stickoxide und sogar 62% der krebserregenden Dieselrußpartikel wurden 1989 von L. emittiert (Schadstoffe aus Kfz). Der L. wird bis 1998 zur größten Stickoxidquelle Deutschlands überhaupt werden, da der Ausstoß aus Kraftwerken, Industrie und Haushalten weiter zurückgeht und die Katalysatortechnik beim Pkw zu einer Verringerung um ca 50% führen wird. Bei 64% aller tödlichen Unfälle auf den Autobahnen der alten Bundesländer waren im Jahr 1990 L. beteiligt. Im Stadtverkehr erzeugt ein L. soviel Lärm wie 9 Pkw.

Trotz massiver Vorteile des Schienenverkehrs in bezug auf Umweltbelastung und Sicherheit, wird der L.-Verkehr infolge der Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes 1993 drastisch anwachsen (Lkw-Verkehr, Güterverkehr,Schienenverkehr, Alpentransitverkehr). Zur Verringerung der L.-bedingten Emissionen wurden EG-weit Grenzwerte für L. festgelegt (Emissionsgrenzwerte für Kfz).

Zusätzlich forderte das europäische Parlament Anfang 1991, L. mit einer Vorrichtung zu versehen, die ein Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h verhindert (Durchschnittsgeschwindigkeit von L. auf bundesdeutschen Autobahnen 1990: 87 km/h). Aufgrund der hohen Schadstoffbelastungen durch L. in Großstädten planen z.B. Berlin und München ab 1995 nur noch L. in die Innenstadt fahren zu lassen, wenn diese dieselben Abgasnormen wie Pkw erfüllen. Zunächst soll dies nur für L. unter 3,5 t gelten, ab 1996 auch für schwere L..

Technische Maßnahmen zur Emissionsminderung: Da beim herkömmlichen Dieselmotor nicht gleichzeitig Stickoxid-, Rußemissionen und Kraftstoffverbrauchoptimiert werden können, sind zusätzliche Maßnahmen wie Dieselkatalysator (Dieselkat) und Rußfilter (Ruß, Partikelfilter) notwendig. Eine neue, noch nicht serienreife Technologie stellen keramikfaserverstärkte Motorkolben dar, die dank verbesserter Kolbengeometrie und höher belastbarer Materialien eine vollständigere Verbrennung erzielen, die die Rußbildung bereits im Zylinder minimiert. Eine weitere Möglichkeit ist die deutliche Verbesserung der Dieselkraftstoffqualität, so z.B. die Senkung des Schwefelgehalts zur Reduzierung der Schwefeldioxid-Emissionen (Schwefelgehaltsverordnung, Diesel).

Sinnvoller als technische Maßnahmen ist die Verlagerung der Transporte auf die Schiene (Schienenverkehr). Ein Schritt in diese Richtung stellt der kombinierte Verkehr dar.

Autor: KATALYSE Institut

Laserdrucker

Laser-, LED- und LCS-Drucker sowie Fotokopierer (Kopieren) geben beim Drucken Ozon an die Raumluft ab.
Die elektrischen Entladungen an der Fotowalze spalten Sauerstoffmoleküle in atomaren Sauerstoff, der sich mit anderen Sauerstoffmolekülen zu Ozonverbindet. Wieviel Ozon in die Raumluft entweicht, hängt von der elektrischen Spannung an der Fotowalze und von der Effektivität des internen Kohlefilters ab.
Grenzwerte für den Betrieb von L. in Räumen: Die Hersteller orientieren sich an der Maximalen Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Werte), nach der eine Ozonkonzentration von 0,1 ppm (200 mycrog/m3) als unbedenklich gilt. Der MAK-Wert stützt sich auf Untersuchungen von 1973, eine Neubewertung steht an. Neben dem MAK-Wert gibt es die schärfere Maximale Immissionskonzentration (MIK), die für Ozon 0,06 ppm (120 mycrog/m3) beträgt.
Untersuchungen zeigen, daß auch neue Drucker in unmittelbarer Druckernähe selbst den MAK-Wert von 0,1 ppm überschreiten. Die
Ozonabgaben neuer Drucker können sich um mehr als den Faktor
200 unterscheiden.
Schäden durch erhöhte Ozonkonzentration Ozon.

Tips für Kauf und Gebrauch von L.:
-Ozonemissionen des L. sollten unter den strengeren MIK-Werten liegen;
-Kohlefilter muß eigenhändig und einfach zu wechseln sein;
-Kohlefilter einmal im Jahr auswechseln;
-L. in gut belüftetem Raum aufstellen;
-niemals Drucker so aufstellen, daß der Luftstrom aus dem Lüfter auf den Anwender zeigt.
Tipp für den Betrieb älterer L.:
-der Ozonausstoß kann durch (teure) externe Zusatzfilter deutlich reduziert werden. Gefahr durch L.-Toner: Kopieren

Autor: KATALYSE Institut

LAS

Abkürzung für Lineare Alkylbenzolsulfonate siehe Stichwort

Autor: KATALYSE Institut

Lärmschwerhörigkeit

L., auch als chronisches akustisches Trauma bezeichnet, ist eine weitgehend seitengleiche Einschränkung des Hörbereichs infolge einer Schädigung des Innenohres.

L. ist das Symptom einer Stoffwechselerschöpfung der Hörsinneszellen des Innenohrs mit degenerativen Veränderungen. Die Folgen einer akustischen Überbelastung sind zunächst noch reversibel. Bei fortgesetzter Lärmbelastung kommt es jedoch zu einer bleibenden Schädigung durch den Zerfall der Sinneszellen. Am Anfang bildet sich die Schwerhörigkeit nur in einem eng begrenzten Frequenzbereich um 4000 Hz aus.

Durch diese sog. C5-Senke ist die L. deutlich von der Altersschwerhörigkeit zu unterscheiden. Bei weiterer Lärmexposition nimmt das Außmaß der L. zu, so daß auch andere Frequenzen betroffen werden. Häufig bildet sich in den von L. betroffenen Frequenzbereichen ein Tinnitus, ein permanentes Pfeifen oder Klingeln im Ohr.

Das Risiko einer L. steigt mit der Höhe des Lärmpegels, der Dauer der Einwirkung und dem Alter der betroffenen Person. Bei besonders empfindlichen Personen kann ein Hörschaden u.U. schon durch einen Lärmpegel ab 75 dB(A) verursacht werden (Dezibel). Außerdem spielen die Ruhezeiten und die Lärmbelastung während der Ruhezeiten eine sehr große Rolle (Lärm). Gerade durch die starke Zunahme von Verkehrslärm und Freizeitlärm wird dem Innenohr immer weniger Chancen gelassen, sich zu regenerieren.

Etwa 9 Mio Bundesbürger (BRD 1985) im Alter von 15 bis 75 Jahren leiden unter einer nicht heilbaren Beeinträchtigung des Hörvermögens. 11% klagen über Ohrenklingeln (Tinnitus), und 2% tragen eine Hörhilfe. L. ist die zweithäufigste Berufskrankheit.

Autor: KATALYSE Institut

Lärmbekämpfung

Fast alle Lebensbereiche sind mittlerweile von Lärm betroffen.

Ruhe ist ein seltenes Gut geworden. Seit 1972 ist L. im Grundgesetz verankert. Zunehmend wird der Begriff L. durch den Begriff Lärmschutz ersetzt.
Elemente der L. sind Aufklärung, die Festlegung von Lärmgrenz- und -richtwerten, Durchführung vonLärmschutzmaßnahmen, lärmarmes Konstruieren, Planung von Verkehrswegen, Industrieanlagen, Sport- und Freizeitanlagen, Bebauungsgebieten etc. unter Berücksichtigung der Lärmproblematik, Schaffung von Anreizen zur Lärmminimierung usw.
Da Lärm vielfach als notwendiges Übel unserer technisierten Industriegesellschaft angesehen wird, wird die L. nur halbherzig betrieben. So sind die Grenzwerte meist viel zu hoch, und in der Planung bleibt Lärm meist unberücksichtigt. Auch sind die Bewertungsverfahren für Lärm (Beurteilungspegel, Dezibel, Schallbewertung) völlig unzureichend. Eine der vorrangigsten Aufgaben der L. ist daher die Schaffung eines entsprechenden Problembewußtseins. Hierzu gehört auch die Einsicht, daß Lärm nicht nur von anderen, sondern auch von einem selbst verursacht wird.
Lärmschutzmaßnahmen

 

Autor: KATALYSE Institut

Lambda-Sonde

Die L. misst das Luftverhältnis (Sauerstoffgehalt) im Abgas eines Ottomotors mit Drei-Wege-Katalysator und dient der Verbesserung des Abgasverhaltens (Schadstoffe aus Kfz).

Eine im Abgasstrang angeordnete L. erfasst das Luftverhältnis und gibt ein entsprechendes Signal an eine elektronische Steuerung weiter. Diese regelt den Vergaser oder die Einspritzung so, dass das Luftverhältnis Lambda in einem engen Bereich um eins bleibt (Ottomotor). Dadurch wird eine gleichzeitige Verminderung der drei Schadstoffkomponenten Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff und Stickoxide im Drei-Wege-Katalysator erreicht.
Ottomotor

Autor: KATALYSE Institut

Lagertank

Ein L. kann auf zweierlei Weise zu einem Umweltproblem werden:

1. Wenn er zum Lagern wassergefährdender Stoffe dient, besteht die Gefahr von Leckagen. Wassergefährdende Stoffe sind z.B. Heizöl oder Benzin, insb. aber auch chlorierte Kohlenwasserstoffe; bereits 1 l dieser Stoffe kann mehrere Mio lGrundwasser ungenießbar machen. Wie wichtig dieser Bereich ist, zeigt die Tatsache, daß jährlich zwischen 1.000 und 2.000 Unfälle und Schäden bei Lagerung und Transport wassergefährdender Stoffe erfaßt werden, davon der größte Teil bei der Lagerung. In 95% der Fälle waren an den Unfällen Mineralöle bzw. ihre Folgeprodukte beteiligt. Für entsprechende L. gelten daher besondere Sicherheitsvorschriften:
- Die Lagerbehälter müssen doppelwandig sein oder als einfache Behälter in einem flüssigkeitsdichten Auffangraum stehen.
- Undichtigkeiten der Behälterwände müssen durch ein Leckanzeigegerät selbständig angezeigt werden.

2. Neben Flüssigkeiten können aus L. auch Dämpfe der Flüssigkeiten austreten, die u.U. giftig sind. Wenn ein Tank geleert wird, füllt sich der leere Tank mit dem Dampf der darin gelagerten Flüssigkeiten. Beim erneuten Befüllen wird dieser Dampf dann aus dem Behälter gedrückt, was bei großen Tanks und häufigen Füll- und Entleervorgängen zu beträchtlichen Emisssionen führen kann.
Die TA Luft schreibt daher für Mineralöltanklager emissionsmindernde Maßnahmen wie Gaspendelsysteme (Gasrückführ-Zapfpistole) vor.
Kohlenwasserstoff-Emissionen bei Lagerung und Verteilung von Benzin: Betankungsverluste

Autor: KATALYSE Institut

Limnologie

L. ist die Wissenschaft von den Binnengewässern (Seen, Fließgewässer, teilweise auch Grundwasser) und ihren Organisamen. Sie ist ein Teilgebiet der Ökologie und ist aus der Seenkunde der Geographie entstanden.

Die L. beschäftigt sich mit den biologischen Abläufen in Seen und Teichen, die durch die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren und v.a. auch durch die Eingriffe des Menschen bestimmt werden.

Von zentraler Bedeutung für die biologische Prozesse in Binnengewässern ist die Schichtung der Gewässer in unterschiedliche Temperaturzonen, die in engem Zusammenhang mit der jahreszeitlichen Zirkulation eines Sees oder Teichs stehen.

Ein großes Problem ist die zunehmende Eutrophierung der Binnengewässer durch hohe Nährstoffeinträge. Die angewandte L. beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Fischereiwirtschaft und dem Schutz und der Nutzung der Gewässer.

Autor: KATALYSE Institut

Legionellen

Bis heute sind rund 35 Legionellen-Arten und ca. 50 Serogruppen bekannt, von diesen können mindestens 17 tödlich verlaufende Infektionen auslösen.

L. sind stäbchenförmige Bakterien ohne besondere morphologische Charakteristika. Sie bilden in der Kultur auf Spezialnährboden weiße, relativ unspezifische Kolonien, die nach minimal drei Tagen Bebrütungsdauer auftreten. Als Kontamination mit Sanierungsgebot gilt eine Koloniebildende Einheit (KBE), welche aber nur ein geringem Infektionsrisiko besitzt. Ab 100 KBE/ml ist mit einem sicheren Infektionsrisiko zu rechnen.

Die Vermehrung wird begünstigt durch:

  • Nahrungsangebot z.B. an den inneren Leitungsoberflächen durch Sedimentbildung
  • Gehalt an organischen Substanzen
  • Amöben
  • Mineralische Inhaltsstoffe ( Ablagerungen -> Schlupfwinkel bei Desinfektion)

1976 trafen sich Mitglieder der US-Legion in einem Hotel in Philadelphia. 220 der über 4.000 Teilnehmer erkrankten, 34 verstarben an einer Lungenentzündung. Der Auslöser war ein Bakterium mit dem Namen "Legionella pneumophila". Aufgrund dieses ersten größeren Auftretens erhielt die Krankheit den Namen "Legionärskrankheit". Neben der Legionärskrankheit, besser als Legionella - Pneumonie bezeichnet, existiert eine andere Verlaufsform, das Pontiac–Fieber(benannt nach dem Ort der ersten Epidemie). Die Legionella-Pneumonie ist eine schwere Krankheit mit z.T. erheblicher Beteiligung anderer Organsysteme. Dagegen verläuft das Ponitac-Fieber grippeähnlich ohne Todesfälle ab.

Warmwasser- und Klimaanlagen (Warmwasserspeicher) und wenig durchflossene Wasserleitungen können L. ideale Verbreitungsbedingungen bieten. Für den Menschen werden L. zur Gefahr, wenn sie in großen Mengen über fein versprühtes Wasser (Aerosole) beim Duschen bzw. bei Verwendung von Whirlpools, Inhalationsgeräten und Mundduschen, sowie insb. beim Einsatz von Klimaanlagen in die Lunge gelangen. L.-verseuchtes Wasser zu trinken stellt dagegen keine Gefahr dar. Im Grundwasser, Oberflächenwasser als auch im kalten Trinkwasser sind L. extrem selten. Schwimmbeckenwässer, besonders Warmsprudelbeckenwässer und bestimmte Wässer aus raumlufttechnischen Anlagen (Wässer aus offenen Rückkühlwerken und Luftbefeuchtern) können dagegen in relevanten Konzentrationen L. enthalten.

Bei den üblichen Schwimmbecken kommen zwar L. im Wasser gelegentlich vor, aber das notwendige Vehikel Aerosol, ist dort kaum vorhanden. Hydrotherapeutische Einrichtungen mit Aerosolbildung können dagegen im Einzelfall ebenso mit L. verkeimt sein wie bei Zahnarztpraxen der Dentalbereich, wo ein intensives Aerosol unmittelbar im Rachenraum entstehen kann.

Aufgrund ungenügender Wartung und Reinigung bieten viele Klimaanlagen einen idealen Nährboden für L., die aus der Klimaanlage, über winzige Wassertröpfchen in die klimatisierten Räume gelangen.

Grundsätzlich kann an der Infektion mit L. jeder erkranken, dies ist meist von der Aufenthaltsdauer im mit L. verkeimten Ort und von der Keimzahl abhängig, Ein erhöhtes Risiko ist für Patienten mit gestörtem Immunsystem und für Raucher (Beeinträchtigung der Lungenmakrophagen) zu verzeichnen. Männer haben gegenüber Frauen ein dreifach erhöhtes Risiko, außerdem nimmt das Risiko im Alter zu. Voraussetzung für eine L.-Infektion ist das Vorhandensein von lungengängigen Aerosolen (< 5 µm) wie sie beim Duschen auftreten. L.infektionen sind schwer zu diagnostizieren, Schätzungen gehen von einer jährlichen Infektionsrate von einem Prozent der deutschen Bevölkerung aus, das entspricht rund 800.000 Erkrankungen pro Jahr.

Das Arbeitsblatt des Deutsche Verband des Gas- und Wasserfachs (DVGW) W 552 sieht vor, Trinkwassererwärmer auf > 70 °C aufzuheizen und jede Entnahmestelle bei geöffneten Auslaß für mindestens drei Minuten mit mindestens 70 °C zu beschlagen. Eine Desinfektion durch Chlorgas ist nicht empfehlenswert und wenig wirksam.

Seit dem 1. Januar 2001 gibt es in Deutschland eine Meldepflicht für L. In Spanien ist die Legionellose dagegen schon seit Jahren meldepflichtig. Schätzungen gehen von 6.000 bis 12.000 registrierten Erkrankungen bei einer Todessrate von 20 bis 35 Prozent aus. Damit sterben an den Folgen der Legionellose in Deutschland jährlich zwischen 1.200 und 4.200 Menschen, d.h. täglich sind zwischen 3 bis 11 Todesfälle durch L. zu verzeichnen.

Autor: KATALYSE Institut

Lobby-Arbeit von Umweltverbänden

Zur Durchsetzung von Umweltschutzinteressen können Umweltverbände Entscheidungsträger in Parlament und Verwaltung z.B. durch das Einbringen eigener Zielsetzungen bzw. durch das Bereitstellen von Informationen beeinflussen.

Umweltverbände werden i.d.R. zu Experten-Anhörungen während der Erstellung eines Gesetzes geladen. Die Praxis zeigt jedoch, daß aufgrund geringer finanzieller und personeller Ressourcen der Umweltorganisationen die tatsächlichen Einflußmöglichkeiten im Vergleich zur Interessenvertretung von Wirtschaft, Landwirtschaft u.a. relativ gering sind. Das Problem ist v.a., daß die formalen Anhörungen, zu denen die Umweltverbände geladen werden, sehr spät sind - die Entscheidungen sind meist schon gefallen. Echte L. müßte viel früher ansetzen, womit sich Umweltverbände gegenüber der stets präsenten Industrie schwertun.
Aufgrund der teilweisen Verlagerung von Rechtssetzungs-Befugnissen von der nationalen auf die europäische Ebene, erhöht sich der Aufwand der L. erheblich. Lobby-Arbeit muß sowohl gegenüber der EG-Kommission als auch dem EG-Ministerrat (und damit den nationalen Ministern) und dem Europäischen Parlament geleistet werden.

Autor: KATALYSE Institut

Landschaftsschutzgebiete: Tabelle Landschaftsschutzgebiete in Deutschland

(Stand 31.12.98, nach Bundesamt für Naturschutz)

Bundesland

Anzahl

Fläche (ha)

Anteil an der Landesfläche (%)

Baden-Würtemberg 1.490 770.106 21.5
Bayern 515 2.010.339 28,5
Berlin 7 10.011 11,3
Brandenburg 111 871.932 29,6
Bremen 2 8.433 20,9
Hamburg 42 16.355 21,7
Hessen 157 901.556 42.7
Mecklenburg-Vorpommern 53 11.404 0,5
Niedersachsen 1.460 983.656 20,7
Nordrhein-Westfalen 1.960 1.620.973 47,6
Rheinland-Pfalz 99 540.665 27.2
Saarland 124 100.100 38,9
Sachsen 163 517.678 28,1
Sachsen-Anhalt 59 607.085 28,1
Schleswig-Holstein 273 240.580 15,7
Thüringen 61 374.730 23,2
Deutschland gesamt

6.616

9.591.503 26,9

Autor: KATALYSE Institut

Landschaftsschutzgebiete

Ein L. ist ein Landschaftsraum, der zur Sicherung eines leistungsfähigen Naturhaushalts, zur Erhaltung des Erholungswertes, der landschaftlichen Eigenart und biologisch-ökologischen Vielfalt gegen verunstaltende oder schädigende Eingriffe geschützt wird (Bundesnaturschutzgesetz § 15).

Schützenswert ist im Gegensatz zu Naturschutzgebieten nicht die Natur selbst, sondern ihre Funktion (z.B. Erholungswert), Ästhetik, Eigenart oder Vielfalt. In L. bleiben bereits bestehende wirtschaftliche Nutzungen (insbesondere land- und forstwirtschaftliche) ggf. unter Auflagen erlaubt, sofern Eingriffe, die Eigenart, Erholungswert und natürliche Wirkungsgefüge beeinträchtigen ausgeschlossen sind (z.B. Rodung von Waldstücken, Beseitigung von Hecken, Bäumen, Tümpeln, Teichen, Nutzungsänderungen wie z.B. Aufforstung von Wiesentälern, Flußregulierungen, Einleiter, Anlage von Kiesgruben, Bau von Seilbahnen usw.).

Im Vergleich mit Naturschutzgebieten handelt es sich bei L. in der Regel um großflächige Gebiete mit geringeren Einschränkungen für andere Nutzungen. In Deutschland gab es 1998 rund 6.616 L. mit einer Gesamtfläche von knapp 9.6 Millionen, dies entspricht einem Anteil an der Fläche Deutschlands von 26,9 Prozent.

Autor: KATALYSE Institut

Lungenfibrose

Die L. besteht in einer Vermehrung des Lungenbindegewebes, wodurch die Dehnungsfähigkeit der Lunge bei der Atmung eingeschränkt wird.

Gleichzeitig wird durch eine bindegewebige Verdickung der Zwischenwände in den Lungenbläschen der Gastaustausch behindert, wodurch das Blut nur noch unzureichend mit Sauerstoff gesättigt wird. Im Endstadium treten Entzündungen der Lunge mit narbigen Umbau des Gewebes auf. Die L. kann im Verlauf verschiedener Grundkrankheiten entstehen, häufiger wird sie jedoch durch Einatmen schädigender Substanzen verursacht. Die wichtigsten Substanzgruppen sind:

1. Gase (z.B. Ozon) und Dämpfe

2. Anorganische Stäube z.B.Quarzstaub, Asbest

3. Organische Stäube wie Schimmelpilzsporen,
Bakterien, tier. Eiweiße, Strohstaub usw.

4. Toxische Substanzen wie Herbizide oder ionisierende Strahlung.

Autor: KATALYSE Institut

Luftverschmutzung

Der Begriff Luftverschmutzung fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen, die sich unterteilen lassen in:

    • organische Verbindungen (Kohlenwasserstoffe),
    • staubförmige anorganische Stoffe (z.B. Schwermetalle),
    • dampf- oder gasförmige anorganische Stoffe, (z.B. Schwefeldioxid (SO2)
    • Stickoxide (NOX),
    • Kohlenmonoxid (CO),
    • Kohlendioxid (CO2),
    • Fluor-, Chlor- und Schwefelwasserstoffe usw.

Emittenten sind neben Verkehr, Industrie, Kraftwerke und Müllverbrennung auch Landwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die privaten Haushalte (Heizung). Während die Luftverschmutzung durch Kraftwerke in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert wurde (Großfeuerungsanlagenverordnung), haben die Emissionen des Verkehrs teilweise weiter zugenommen (Schadstoffe aus Kfz).

Luftverschmutzung trägt u.a. zu den Phänomenen des Waldsterben, Treibhauseffekt und Ozon bei und wird für den Schadstoffeintrag in Gewässer (Saurer Regen) und Boden(Bodenbelastung) als auch für gesundheitliche Schäden (z.B. Allergien) verantwortlich gemacht. 

Die Überwachung der Luftverschmutzung erfolgt EU-weit durch ein Netz von Luftmessstationen. Die Bundesländer sind nach Bundesimmissionsschutzgesetz in Ballungsgebieten zur Feststellung des Standes und der Entwicklung von Luftverschmutzung verpflichtet. Hunderte von Messstationen von Bund und Ländern im gesamten Bundesgebiet messen täglich die in der Luft vorkommenden Schadstoffe. 

Das Umweltbundesamt erstellt täglich von 7.30 bis 22.30 Uhr Karten der Stundenmittelwerte der Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Ozon-Konzentration stündlich aktualisiert (im Winter 3-stündlich). Die Karten der Stundenmittelwerte der Nacht sowie die Auswertungen für den jeweiligen Vortag stehen täglich ab 7.30 Uhr bereit. 

Die Bundesländer geben Immissions-Berichte, Luftreinhaltepläne und Schadstoffkataster heraus. Weitere Messungen werden von den Ländern in Gebieten vorgenommen, in denen in den letzten Jahrzehnten Waldschäden aufgetreten sind (Waldschadenserhebung). 

Bereits 1991 formulierte der Europäische Gerichtshof Kritik an der deutschen Gesetzeslage, wonach die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) nur die Emissionsgrenzwerte für Schadstoffe aus Verbrennungsanlagen und Kraftwerken festlege, nicht aber verbindliche Immissionsstandards für die gesamte Fläche (auf die weitere Schadstoffquellen wie z.B. der Verkehr einwirken) per Rechtsverordnung fixiere.

Autor: KATALYSE Institut

Luftschall

Schall, der sich in der Luft ausbreitet. Ausschließlich L. innerhalb des Hörbereichs ist für das menschliche Ohr hörbar.

Siehe auch: Körperschall, Schalldämmung, Schalldämpfung, Hörbereichs

Autor: KATALYSE Institut

Luftreinhaltepläne

Nach Artikel 47 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), sind L. für solche stark belasteten Gebiete ("Untersuchungsgebiete") aufzustellen, in denen die Immissionswerte nach TA Luft (gegenwärtig für Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlendioxid, Stäube und Ozon) überschritten werden.

Zu berücksichtigen sind die Grenzwerteder Richtlinien der EG (SO2, Staub, NO2), deren Umsetzung nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) von 1991 erhebliche Mängel aufweist. 
L. sind Sanierungspläne für "Untersuchungsgebiete", die ähnlich den Smoggebieten auf Landesebene bestimmt werden. Nach der Novellierung des BImSchG wurde mit dem Vorsorgeplan eine weitere Art des L. eingeführt. 

Der L. enthält die Darstellung von Emissionen und Immissionen, festgestellte Wirkungen auf Mensch, Natur, Bauten etc., Angaben über Verursacher, Prognosen sowie Maßnahmen zur Verminderung der Luftverunreinigungen. Obgleich rechtlich unverbindlich sollten die Landesbehörden die Vorgaben der L. bei Raumordnungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP), Planfeststellungsverfahren oder bei "sonstigen schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen" berücksichtigen.

Die alten Bundesländer haben seit Ende der 70er Jahre in unterschiedlicher Weise von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Besonders ausgearbeitet sind die Luftreinhaltepläne von Untermain/Hessen, den baden-württembergischen Belastungsgebieten (Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim), den acht nordrhein-westfälischen Untersuchungsgebieten, den drei rheinland-pfälzischen Untersuchungsgebieten, den Stadtstaaten Hamburg und Berlin. 

Unzureichende und unvollständige L. weisen auf: Bayern, Bremen, Schleswig-Holstein. Vorsorgepläne wurden v.a. in Baden-Württemberg ausgewiesen. I.d.R. wurden die teilweise über 15 Jahre alten L. wenn überhaupt, so nur verspätet und halbherzig aktualisiert, so daß die Daten veraltet und in der Praxis kaum verwendbar sind.

Siehe auch: Bundesimmissionsschutzgesetz, TA Luft, Schwefeldioxid, Stickoxide,Kohlendioxid, Stäube, Ozon

Autor: KATALYSE Institut