Dezibel

Das D. (dB) ist eine Hilfsgröße zur Bestimmung eines Schallpegels.

Würde Schall in üblichen Druckeinheiten(Pa) angegeben, wäre es erforderlich, mit unhandlichen Zahlen im Bereich von 6 und mehr Zehnerpotenzen zu arbeiten. Denn so groß ist der Hörbereich des Menschen. Er beginnt bei der Hörschwelle (p0 = 20 mycroPa) und endet bei der Schmerzgrenze(20.000.000 mycroPa). Aus diesem Grund gibt man den Schalldruck p im logarithmischen Verhältnis zu einem Bezugsdruck, der Hörschwelle, an.

Autor: KATALYSE Institut

Dauerschallpegel

Um sich ständig ändernde Schallpegel mit einer Einwertangabe angeben zu können, werden diese über eine bestimmte Meßzeit gemittelt und zum D. zusammengefaßt.

Je nach Methode der Mittelung und der Korrekturfaktoren wird der D. auch als Äquivalenter Dauerschallpegel, Mittelungspegel oder Beurteilungspegel bezeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

Durchforstung

Siehe Waldpflege.

Fast der gesamte Wald Deutschlands und der europäischen Länder ist Nutzwald, d.h., die dort wachsenden Bäume werden früher oder später gefällt, das Holz verkauft.

Autor: KATALYSE Institut

Düngung in der Forstwirtschaft

Düngung spielt in der Forstwirtschaft eine untergeordnete Rolle, da die Entnahme von Biomasse im Vergleich zur Landwirtschaft gering ist, vorausgesetzt, Rinde und Äste bleiben im Bestand, und nur die Stämme werden geerntet.

Unter diesen Umständen genügt die Nährstoffzufuhr durch Gesteinsverwitterung und der Eintrag aus der Luft, um den Entzug auszugleichen. D. ist deshalb nur auf äußerst armen Standorten, dort, wo früher die Streu genutzt und dem Boden viele Nährstoffe entzogen wurden, sowie zur Anregung des Humusabbaus nötig bzw. sinnvoll, oder um Kulturen einen besseren Start zu ermöglichen (Melioration). D. gegen das Waldsterben wird erprobt:

- um die vom Menschen verursachte beschleunigte Versauerung der Böden zu stoppen,
- um die Bodenlebewelt zu aktivieren, die Streuzersetzung zu beschleunigen und den Auflagehumus abzubauen,
- um die vermehrte Auswaschung von Kalzium und Magnesium zu stoppen,
- um Mineralstoffauswaschung aus Blättern und Nadeln auszugleichen.

Eine D. im Wald kann nur unter sorgfältiger Abwägung aller Umstände, besonders der chemischen Zusammensetzung des Bodenwassers sowie der Emissionen bei der Düngemittelproduktion ins Auge gefasst werden. D. kann die Widerstandskraft gegen Frost, Schneebruch und Schädlinge herabsetzen. Kalkung führt zu einem beschleunigten Abbau des Auflagehumus, so daß mehr Stickstoff freigesetzt werden kann, als die Bäume aufnehmen können.
Nicht nur Nährstoffauswaschung ist die Folge, auch das Grundwasser wird durch Nitrate gefährdet. Ist die Mykorrhiza oder das Feinwurzelsystem geschädigt, können die Bäume die zusätzlichen Nährstoffe und Spurenelemente meistens nicht aufnehmen.

siehe auch: Waldboden, Waldsterben, Nährstoffkreislauf, Humus

Autor: KATALYSE Institut

Düngemittel

D. sind Stoffe, die dem Boden zugeführt werden, um die Erträge der Kulturpflanzen zu steigern.

Man unterscheidet organische Dünger, welche hauptsächlich im landwirtschaftlichen Betrieb selbst erzeugt werden (sog. Wirtschaftsdünger), von Mineraldüngern (i.d.R. Handelsdünger). An einem natürlichen Pflanzenstandort herrscht ein Nährstoffkreislauf; die von der Pflanze dem Boden entzogenen Mineralien gelangen spätestens beim Absterben der Pflanze wieder in den Boden zurück. Wenn diesem System keine Stoffe dauerhaft entzogen werden, bleibt es stabil, und bedarf keiner Düngung.
Wird das System jedoch durch den Entzug von Erntegut durchbrochen, muss gedüngt werden. Hauptnährelemente für das Pflanzenwachstum sind: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel; Spurenelemente sind: Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Chlor, Natrium, Bor und Molybdän. Eine einseitige Düngung fördert das Pflanzenwachstum nur so lange, wie der Boden die nicht gedüngten Elemente zur Verfügung stellt.
Zudem übersteigt die Menge an aufgebrachten D. oft die Nährstoffaufnahme der Pflanzen, was zu einer Nährstoffanreicherung des Bodens führt. Handelsdünger (Mineraldünger) sind entweder Einzeldünger wie Nitrat (Blaukorn) oder Kornkali oder aber Volldünger (Mehrnährstoffdünger: NPK, Nitrophoska) mit oder ohne Zusätze von Spurenelementen. Die Anwendung von Handelsdüngern begann um 1830, in nennenswertem Ausmaß jedoch erst um 1880.
Die Anwendung synthetischer Stickstoffdünger setzte nach Ende des Ersten Weltkrieges ein, da weltweit große Kapazitäten zur Stickstoffsynthese für die Munitionsherstellung eingerichtet worden waren und die Landwirtschaft als neuer Absatzmarkt gefunden wurde. Gerade eine reichliche Anwendung von D., insbesondere von Stickstoffdüngern, führt durch Auswaschungen zu Belastungen des Bodens und des Grundwassers mit Nitrat und Phosphor, erhöhtem Nitratgehalt in den Nahrungspflanzen und zu erhöhter Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit der Kultur- und Nutzpflanzen. Zudem wird durch die Überdüngung die Existenz von Pflanzen und Tieren in angrenzenden nährstoffarmen Lebensräumen bedroht.
Nachteilig ist der sehr hohe Energieverbrauch bei der Stickstoffsynthese; so werden zur Herstellung einer Tonne Düngestickstoff nach dem Haber/Bosch-Verfahren etwa 1,2 t Rohöl verbraucht. Die nichtstickstoffhaltigen D. wie z.B. Kornkali sind relativ unproblematisch, allerdings ist hier die Gefahr von Verunreinigungen mit toxischen Schwermetallen gegeben.

Lit.: A.Finck: Pflanzenernährung in Stichworten, Kiel 1982

siehe auch: Ökosystem, Eutrophierung, Wasser

Autor: KATALYSE Institut

Dieldrin

Stark giftiges, farbloses bis gelbliches, naphthalinähnlich riechendes Pulver im Wasser unlöslicher, insektizid wirkender, chlorierter Naphthalinabkömmling (Polychlorierte Naphthaline), chemisch mit Endrin verwandt, Kontakt- und Fraßgift (als Saatbeizmittel gegen beißende Insekten im Rüben- und Kartoffelbau eingesetzt), im Boden sehr beständig (Persistenz), in vielen Ländern, z.B. Deutschland, USA wegen Rückstandsproblematik (chlorierte Kohlenwasserstoffe, Bioakkumulation, Nahrungskette) verboten.
Sehr schnelle Aufnahme durch Haut, Schleimhaut und über die Nahrung. Im Körper in unveränderter Form in Fettgewebe und Milch nachweisbar.

siehe auch: Aldrin

Autor: KATALYSE Institut

DDT

Abk. für Dichlordiphenyltrichlorethan, das wohl bekannteste Insektizid (Pflanzenschutzmittel).

DDT gehört zu den persistenten (Persistenz) chlorierten Kohlenwasserstoffen. 1874 erstmals synthetisiert. 1939 entdeckte Müller (Ciba Geigy) die insekttötenden Eigenschaften. DDT erweckte die höchsten Hoffnungen hinsichtlich der landwirtschaftlichen Produktion, des Vorratsschutzes und der Seuchenbekämpfung. Weltweiter, massiver Einsatz zur Malariabekämpfung (dafür Medizin-Nobelpreis). DDT ist das klassische Beispiel für den bedenkenlosen Einsatz neuer Technologien ohne Abschätzung der Folgen.
DDT wirkt als Kontakt- und Fraßgift. Durch die empfindlichen Tastorgane der Insekten dringt das Gift in das Zentralnervensystem. Die Substanz ist äußerst stabil und wird in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut (Abbau). Man findet sie daher heute in der gesamten Umwelt (Muttermilch). 95% aller Muttermilchproben dürften nach geltendem Recht nicht mehr als Lebensmittel verkauft werden.
Wirkung von DDT auf Warmblüter (z.B. Menschen): Erscheint bald nach der Aufnahme durch die Nahrung im Blutkreislauf. Wird diesem aber schnell wieder entzogen und im Fettgewebe, Gehirn, Leber und anderen Organen gepeichert. Diese können dann ein Vielfaches der tödlichen Dosis enthalten. Die Speicherung im Fett ist eine Art der Entgiftung des Organismus. Die Wiederausscheidung des DDT erfolgt langsam im Lauf von Monaten. Gefahr entsteht bei schnellem Abbau des Fettpolsters (Krankheiten, Streß, Schwangerschaft etc.).
DDT ist mutagen (Mutagenität) und steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. In Verbindung mit anderen Stoffen zeigen sich verstärkende Wirkungen (Synergismus). Obwohl DDT in vielen Ländern verboten ist, beträgt die globale Produktion und damit die in die Umwelt eintretende Menge 60.000 t/a und wird primär in den tropischen Entwicklungsländern ausgebracht.
Die Anwendung trotz großer ökotoxikologischer Bedenken wird mit der Gefahr der Malaria-Krankheit für die ansässigen Menschen und der - im Vergleich zu anderen insektizid wirksamen Produkten - niedrigen Kosten für die DDT-Ausbringung begründet. So rät auch die FAO von einem totalen Anwendungsverbot ab. Die bisher im Boden angereicherte Menge wird auf 300.000 t geschätzt.
Ein weiteres Problem ist die zunehmende Resistenz der Schädlinge (von den malariaübertragenden Anophelesmücken sind bereits 24 Arten resistent), die zum Einsatz von immer neuen und mehr Insektiziden zwingt. In der BRD existiert seit 1972 ein Gesetz über den Verkehr mit DDT, das zuletzt 1986 geändert wurde und, von Ausnahmen (Forschungszwecke) abgesehen, die Produktion, den Vertrieb und den Umgang mit DDT verbietet.

siehe auch: Nahrungskette, Bioakkumulation

Autor: KATALYSE Institut

DDE

Abk. für Dichlordiphenyldichlorethylen. Entsteht zum einen als Beiprodukt bei der Herstellung von DDT (ca. 4%) und zum anderen beim Abbau von DDT in der Umwelt.

Gegen DDT resistente (Resistenz) Insekten sind wahrscheinlich in der Lage DDT zu DDE abzubauen. Bei Labortieren wurde Mutagenität und Karzinogenität von DDE nachgewiesen.

Autor: KATALYSE Institut

DDD

Abk. für Dichlordiphenyldichlorethan.

DDD fällt bei der Produktion von DDT als Beiprodukt an (ca. 0,3%). Entsteht auch durch Umwandlungsprozesse von DDT und ist biologisch sehr schwer abbaubar (Persistenz, Abbau). Die jährlich in die Umwelt eintretende Menge beträgt schätzungsweise bis zu 10.000 t.

Autor: KATALYSE Institut

Dauergrünland

D. ist landwirtschaftliche Nutzfläche, die als Weide oder Wiese zur Heu- und Silagegewinnung genutzt wird.

Je nach Intensität und Art der Nutzung (Düngung, Pestizide, Art der Beweidung, Mahdhäufigkeit) kann D. ökologisch wertvolle Fläche darstellen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Landwirte für die Berücksichtigung ökologischer Aspekte auf D. staatliche Ausgleichszahlungen erhalten. Da beim D. im Gegensatz zu Ackerkulturen der Boden das ganze Jahr über durch eine Vegetationsdecke geschützt ist, bietet D. wirksamen Schutz vor Boden-Erosion in Überschwemmungsgebieten und Hanglagen.

Autor: KATALYSE Institut

Dioxine und Furane

Sammelbezeichnung für die Stoffgruppe der 75 polychlorierten Dibenzo-p-dioxine (PCDDs) und 135 polychlorierten Dibenzofurane (PCDFs).

Diese Vielzahl an Verbindungen ergibt sich aus acht möglichen Chlorierungspositionen im Dibenzo-p-dioxin- oder Dibenzofuranmolekül. Die bekannteste und bestuntersuchte Verbindung aus dieser Klasse ist das 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin (Abk. 2,3,7,8-TCDD), weil es auch die giftigste ist. Manchmal ist mit D. speziell diese Verbindung gemeint.

Auch bromierte oder gemischt chlorierte/bromierte Vertreter dieser Gruppe haben inzwischen Beachtung gefunden, die als polyhalogenierte Dioxine bzw. Furane (PXDD, PXDF, X steht für Halogen) bezeichnet werden. Mit Brom und/oder Chlor gibt es 1.720 PXDDs und 3.300 PXDFs, von denen jedoch bisher nur wenige untersucht wurden. D. werden auch als "Ultragifte" bezeichnet, da sie zu den giftigsten vom Menschen erzeugten Stoffen gehören.

Von toxikologischem Interesse sind nur die D., die in den Positionen 2, 3, 7 und 8 mit Chlor (oder Brom) substituiert sind; es gibt 7 solcher PCDDs und 10 PCDFs. Um die Giftigkeit eines Gemisches dieser Substanzen anzugeben, hat man toxikologische Equivalentfaktoren (TEF) definiert, die die Giftigkeit eines PCDDs oder PCDFs in Relation zum 2,3,7,8-TCDD ausdrückt. So hat 2,3,7,8-TCDD einen TEF von 1, während octachlorodibenzo-p-Dioxin nur einen TEF von 0,001 hat.

Durch Addition der mit den TEFs gewichteten Mengen von D. in einer Probe lässt sich die toxikologische Equivalenz (TEQ) eines Gemisches von D. angeben. Die Giftigkeit ist nicht nur sehr unterschiedlich im Hinblick auf die jeweils vorliegenden PCDDs/PCDFs, sondern auch im Hinblick auf verschiedene Tierarten. Die LD50 (letale Dosis, bei der 50% der Versuchstiere nach einmaliger Verabreichung sterben) von 2,3,7,8-TCDD erstreckt sich von weniger als 1 µg pro kg Körpergewicht bei Meerschweinchen bis zu mehreren mg/kg bei Hamstern.

Anzeichen einer Belastung beim Menschen sind vor allem Chlorakne, eine sehr schwere und anhaltende Hautkrankheit mit Akne-ähnlichen Hauterscheinungen, die vor allem bei Chemiearbeitern der Phenol- und Pestizidherstellung auftrat. Andere, weniger spezifische Symptome sind Leberschäden, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen.

Für den Menschen von größerer Bedeutung als die akute Belastung mit D. ist die Langzeitbelastung mit kleinen Mengen (chronische Exposition), da D. sehr beständige Substanzen sind und sich in der Nahrungskette anreichern. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass D. ab einer bestimmten Konzentration Missbildungen in Nachkommen auslösen und Krebs erregen können.

Die mittlere tägliche Aufnahme des Menschen von D. liegt in industrialisierten Ländern bei einigen Picogramm TEQ pro kg Körpergewicht und Tag. In derselben Größenordnung liegt auch die maximale tägliche Aufnahme, die noch als gesundheitlich sicher beurteilt wird. Expertenmeinungen gehen hierzu stark auseinander. Das Bundesgesundheitsamt (BGA) sieht eine tägliche Aufnahmemenge von unter 1 Picogramm Dioxin pro Kilogramm Körpergewicht und Tag (1 pg/kg KG d) als vorläufig duldbar an (Richtwert im Sinne der Vorsorge).

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat dagegen als zumutbare tägliche Aufnahme nur 0,008 pg/kg KG d Dioxin berechnet. Dabei geht sie davon aus, dass ein Krebsrisiko von einem zusätzlichen Krebstoten auf eine Million Menschen akzeptabel ist. Der deutsche Richtwert berücksichtigt damit nicht die Gefahr der Langzeiteffekte z.B. im Sinne eines erhöhten Krebsrisikos oder einer Schädigung des Immunsystems.

Da D. fettlöslich sind und sich in der Nahrungskette anreichern, sind die höchsten Konzentrationen in Milch und Milchprodukten, Fleisch und Fisch zu finden. Etwa 99% der menschlichen Belastung stammt aus der Nahrung. Eine besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe sind Babys, die gestillt werden. Muttermilch ist i.d.R. höher mit D. belastet als Kuhmilch, und Babys nehmen relativ zu ihrem Körpergewicht mehr Milch auf als Erwachsene. Die tägliche Belastung pro Körpergewicht kann damit 10- bis 100mal höher liegen als bei Erwachsenen.

D. entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei der Müllverbrennung, der Herstellung und der Verarbeitung bestimmter chlorierter Kohlenwasserstoffe, vor allem chlorierter
Phenole oder auch bei der
Chlorbleiche in der Papierherstellung. Einige Produktionsverfahren wurden inzwischen umgestellt, um die Entstehung von D. zu verhindern. Eine andere Quelle für D. sind Verbrennungs- und Hochtemperaturprozesse aller Art, bei denen die notwendigen Bestandteile Kohlenwasserstoffe, Sauerstoff und Chlor zugegen sind. In diese Kategorie fallen Müllverbrennung, der Automobilverkehr und einige metallverarbeitende Prozesse (Magnesium-, Eisenherstellung; Kupferhütten).

Durch zahlreiche gesetzliche Maßnahmen (Verbot von Zusatzstoffen im Benzin, Herstellungsverbot für PCB und PCP usw.) kommen heute die D.-Einträge kaum noch aus der Chemieindustrie und seinem Zweig der Chlorchemie, aber sie sind der Verursacher von Altlasten anzusehen. Heute sind es v.a. unvollständige Verbrennungsvorgänge (v.a. Industrie-, Gewerbe- und Hausbrandfeuerungen), die zu weiteren D.-Einträgen in die Umwelt führen. In der Umwelt werden D. äußerst langsam abgebaut mit Halbwertszeiten von einigen Jahren. Die biologische Halbwertszeit im Menschen reicht von 7 bis 10 Jahren. Die Analyse von D.-Proben ist sehr aufwendig und teuer.

  • Seveso: Am 10.7.76 entwich aus einem Reaktorkessel einer Trichlorphenolfabrik des Schweizer Chemiekonzerns Hoffmann-La Roche in Seveso, Italien, eine Menge 2,3,7,8-TCDD, die auf einige hundert Gramm bis einige Kilogramm geschätzt wird. In der Folge erlitten etwa 190 Personen Chlorakne, verendeten viele tausend Tiere oder mussten getötet werden. Die Behörden ließen ein 87 ha großes Areal evakuieren und bis zum heutigen Tag hermetisch abriegeln.
  • Agent Orange: In den Jahren 1965-1971 verspritzte die US-Army während des Krieges über Vietnam etwa 34 Mio. l des Entlaubungsmittels "Agent Orange", das bis zu einige mg D. pro Liter enthielt. Die gesamte versprühte D. -Menge wird auf 80 kg geschätzt. In der Folge traten erhöhte Missbildungsraten bei neugeborenen Vietnamesen sowie gesundheitliche Schäden bei den Veteranen des Krieges auf. Wegen der anderen Chemikalien im Agent Orange ist die epidemiologische Darlegung eines Zusammenhanges zu den D. jedoch schwierig.
  • Times Beach: Im US-Bundesstaat Missouri waren Anfang der 70er Jahre extrem D.-belastete Chemieabfälle unter Altöle gemischt und als Bindemittel gegen die Staubentwicklung auf Straßen versprüht. Einige Pferde und Vögel starben, Kinder erkrankten. Man schätzt, dass etwa 60 kg 2,3,7,8-TCDD versprüht wurden. Im Jahre 1983 wurden daraufhin die 2.000 Bewohner von Times Beach evakuiert.
  • Hamburg: In Deutschland wurde die Problematik der D. 1984 der breiten Öffentlichkeit verstärkt bewusst, nachdem D. auf mehreren Mülldeponien, außerhalb des Müllberges Georgswerder in Hamburg, auf dem Werksgelände der Hamburger Niederlassung von Boehringer-Ingelheim, in der Umgebungsluft von Müllverbrennungsanlagen und in Muttermilchproben gefunden wurde.
  • Marsberg: 1991 wurde bekannt, dass das als Sportplatz- und Wegebelag häufig benutzte Kieselrot hoch mit D. belastet war. Es stammte aus dem sauerländischen
    Marsberg und war ursprünglich ein Produktionsrest aus der Kupferherstellung.
 

Autor: KATALYSE Institut

Dialyse

Verfahren zur Abtrennung niedermolekularer Substanzen aus Lösungen hochmolekularer Stoffe mittels einer semipermeablen Membran.

Zur Anwendung kommt dieses Verfahren z.B. bei der Reinigung des Blutes von Salzen und anderen kleinen Teilchen mit Hilfe der künstlichen Niere. Die D. ist auch ein wichtiger Reinigungsschritt für Substanzen, die aus biologischem Material gewonnen werden.

Siehe auch: semipermeabel

Autor: KATALYSE Institut

Diphenyl

Siehe Biphenyl

Autor: KATALYSE Institut

Diätische Lebensmittel

Diätische Lebensmittel sind für eine besondere Ernährung bestimmt. Sie eignen sich für den angegebenen Zweck (z.B. Kinderernährung, Diabetes) und unterscheiden sich deutlich von anderen Lebensmitten aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung oder des Herstellungsverfahrens.

Der Begriff "Diät" stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich gesunde Lebensführung. Heute wird mit diesem Begriff die spezielle Ernährung von kranken oder gesunden Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen assoziiert. Mit diätischen Lebensmitteln kann beispielsweise die Zufuhr bestimmter Stoffe gesteigert oder vermindert werden. Zu, diätetischen Lebensmittel zählen u.a. Spezialnahrungen für Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für Übergewichtige, glutenfreie Lebensmittel oder Sportlernahrung.

Quellen:
LÖBBERT, R.; et al.: Lebensmittel. Haan-Gruiten 2004.
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.

Autor: KATALYSE Institut

DFD-Fleisch

D., engl. dark, firm, dry = dunkel, klebrig, trocken. Diese Fleischstruktur tritt bei streßanfälligen Schweinen auf.

Im Unterschied zu PSE-Fleisch werden kurz vor dem Schlachten Protonen und Lactat (Milchsäure) an das Blut abgegeben. Das Fleisch reift daher nicht normal und weist einen schlechten Geschmack durch seinen sehr niedrigen Gehalt an Glykogen auf. Bedingt durch einen hohen pH-Wert ist dieses Fleisch leicht anfällig für bakterielle Fäulnis. Ähnliche Erscheinungen beim Rindfleisch werden als "dark cutting beef" bezeichnet.

Siehe auch: Massentierhaltung

Autor: KATALYSE Institut

Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) wurde 1953 als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn gegründet. Sie befasst sich mit allen Fragen rund um Ernährung, stellt Forschungsbedarf fest, informiert über neue Erkenntnisse, Entwicklungen und veröffentlicht Publikationen.

Das Ziel ist, ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch gezielte, wissenschaftlich fundierte und unabhängige Ernährungsaufklärung sowie Qualitätssicherung zu fördern. Die DGE gibt alle vier Jahre den Ernährungsbericht (zuletzt 2004) heraus. Die Zeitschrift "Ernährungs-Umschau" ist das Organ der DGE. Für die DGE sind rund 60 hauptamtliche Mitarbeiter tätig. Die meisten von ihnen arbeiten in der Hauptgeschäftsstelle in Bonn. Auf regionaler Ebene ist die DGE durch Sektionen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten. Etwa 30 Prozent des Haushalts wird durch eigene Einnahmen, durch Gebühren für Schriften und Medien, Beratungen und Lehrgänge sowie durch Mitgliedsbeiträge gedeckt. 70 Prozent stellen Bund und Länder über öffentliche Mittel zur Verfügung.

Quelle: www.dge.de

Autor: KATALYSE Institut

Designer Food

Diätetische Nahrungsmittelzusätze zur Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität, Verlängerung des Lebens und Verzögerung des Alterungsprozeßes.

Die Produkte bestehen u.a. aus Vitaminen, Mineralstoffen, Coffein, essentiellen Aminosäuren, z.T. in hohen Dosierungen. Aminosäuren wie Phenylalanin (enthalten in Präparaten, die Renner der "Szene" sind) sollen im Gehirn zu Adrenalin umgewandelt werden und so die Denkfähigkeit steigern.

Geworben wird vor allem mit dem Argument, die normale Ernährung enthalte nicht genügend dieser Stoffe. Dies ist durchaus möglich, wenn landwirtschaftlichen Anbaumethoden wie Monokultur, Verarbeitung zu Dosennahrung, Fast Food oder einseitige Ernährung betrieben wird. Die zusätzliche Ernährung mit D. ist allerdings die dümmste Schlußfolgerung, die man aus dieser Erkenntnis ziehen kann.

Vor D., insbesondere den aminosäurehaltigen, kann nur gewarnt werden. Gentechnische Herstellung (hier nicht auszuschließen) und vor allem die Einnahme solcher Produkte in Megadosen birgt gesundheitliche Risiken. Bestimmte Nebenwirkungen einiger Präparate wie leichte allergische Hautreaktionen wie Jucken oder Rötung (Allergie) müssen laut Beipackzettel hingenommen werden.

Die Firmen verweisen auf andere Präparate ihrer Produktreihe, mit denen sie bekämpft werden können. Außerdem ist in einigen Präparaten eine Substanz enthalten, deren Anwendung als Arzneimittel hier nicht mehr erlaubt ist (Fumarsäure).

Autor: KATALYSE Institut

Dezentrale Energieversorgung

 Unter Dezentrale Energieversorgung versteht man die verbrauchernahe Erzeugung von Wärme und insbesondere Strom in vielen kleinen Anlagen.

Die dezentrale Energieversorgung ist das Gegenteil zur zentralen Energieversorgung (Stromversorgung durch einzelne große Energieerzeuger).
Dabei soll Strom mit regenerativen Energiequellen und mit Kraft-Wärme-Kopplung unter Abwärmenutzung möglichst in Verbrauchernähe erzeugt werden. Dabei finden Blockheizkraftwerke und kleine Heizkraftwerke Verwendung (Nahwärme und Fernwärme wird zum Heizen von Häusern, Industrieanlagen, etc. genutzt). Dadurch wird ein Wirkungsgrad von bis zu 90% erreicht. Gegenüber der zentraler Energieversorgung, die bei der Stromversorgung hohe Umwandlungs- und Verteilungsverlust (nur etwa 30-40 Prozent der Primärenergie wird in Strom umgewandelt) haben (Kraftwerk, Hochspannungsleitung), spart die Dezentrale Energieversorgung große Mengen an Primärenergie (Energie).
Unter Verwendung moderner Technologien (z.B. Katalysator bei Blockheizkraftwerken) und Nutzung regenerativer Energiequellen führt die dezentrale Energieversorgung zur Verminderung der Schadstoffemissionen.

Durch Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (im Kyoto-Protokoll festgelegte CO2-Minderungsziele und die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende, usw.) sowie einer Sensibilisierung für die Verknappung der endlichen Ressourcen und die weltweit steigende Nachfrage nach Energie (steigende Energiepreise) wird eine dezentrale Energieversorgung immer wichtiger.
Die Bundesregierung möchte daher die Energieeffizienz durch eine dezentrale Energieversorgung erhöhen, so soll z.B. bis 2020 die Kraft-Wärme-Kopplung einen Anteil von 25 Prozent an der deutschen Stromerzeugung ausmachen ). 2010 betrug der Anteil der KWK-Wärmenutzung an der Wärmeerzeugung in Deutschland 14 Prozent (vgl. Umweltbundesamt 2012). Gefördert durch das KWK-Gesetz und das
EEG konnte der Anteil der KWK-Stromversorgung in den Jahren 2003 bis 2010 um 22% steigen und wird wahrscheinlich durch das Mini-KWK-Programm (Kraft-Wärme-Kopplung), welches 2012 erneut ins Leben gerufen wurde, weiter zunehmen. (vgl. Umweltbundesamt 2012)

Lit.

Autor: KATALYSE Institut

Dünnsäure

Als D. wird die etwa 20%ige Schwefelsäure bezeichnet, die auch Schwermetalle und halogenierte Kohlenwasserstoffe enthält und als Abfallprodukt u.a. bei der Herstellung von Farbstoffen und des weißen Pigments Titandioxid entsteht.

Bis 1989 wurde der größte Teil der anfallenden D. in der Nordsee verklappt (Abfallbeseitigung auf See), was seit 1990 verboten ist. Ob durch die D.-Verklappung ökologische Folgen eintraten, ist umstritten, da die Nordsee auch durch zahlreiche andere Belastungsquellen verunreinigt war. Beobachtungen im Verklappungsgebiet, darunter das vermehrte Auftreten von Zellwucherungen bei Plattfischen konnten jedoch nicht in einen direkten Zusammenhang mit D.-Verklappung gebracht werden.

Nach Protestaktionen von Umweltverbänden entwickelte die Bayer AG ein Recyclingverfahren für D., das es ermöglicht die enthaltene Schwefelsäure zurückzugewinnen. In einer Verwertungskaskade wird nunmehr D. durch Eindampfen konzentriert, mit Frischsäure bzw. Oleum („rauchender Schwefelsäure“) versetzt und wieder im Produktionsprozess eingesetzt. Das Filtersalz, das die Begleitelemente als Sulfate enthält, wird geröstet und das dabei entstehende Schwefeldioxid in den Schwefelkreislauf eingeschleust. Die beim Rösten entstehenden Metalloxide werden zur weiteren Verarbeitung gelagert.(FW)

Autor: KATALYSE Institut

DNEL

Derived No Effect Level (Aufnahmedosis pro Zeit bzw. Atemluftkonzentration), abgeleitetes Null-Effekt-Niveau; Expositionshöhe, unterhalb derer der Stoff zu keiner Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit führt (Schwellenwert Gesundheit).

Der DNEL ist die Expositionskonzentration eines Stoffes, bei der keine gesundheitsschädliche Wirkung für den Menschen besteht.
Der Wert berechnet sich aus dem niedrigsten validen Wirkwert in Kombination mit bestimmten Sicherheitsfaktoren. Da die Expositionen für verschiedene Personengruppen (z.B. gewerblicher Anwender wie Handwerker und Verbraucher; schwangere Frauen; Jugendliche) unterschiedlich sind, wird es mehrere DNEL-Werte für einen Stoff in Abhängigkeit der Verwendungs- und Expositionskategorien geben.
Aus der gemessenen oder geschätzten Konzentration eines Stoffes am Arbeitsplatz, in der Umwelt oder beim Verbraucher bezüglich des DNEL-Werts wird das Risikoverhältnis RCR (Risk Characterisation Ratio) bestimmt. Ist das Risikoverhältnis kleiner gleich 1, dann kann angenommen werden, dass das Risiko bei dem Umgang mit dem Stoff angemessen kontrolliert wird. Ist das Risikoverhältnis größer 1, dann liegt ein hohes Risiko vor und der Schutz beim Umgang mit dem Stoff muss verbessert werden. Das kann z.B. andere Schutzmaßnahmen, Verbot von bestimmten Verwendungen bedeuten.

Quellen:
REACH-Verordnung: Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/oj/2006/l_396/l_39620061230de00010851.pdf
RIPs: http://ecb.jrc.it/reach/rip/
http://www.gisbau.de
BRANDHOFER, P; HEITMANN, K.: REACH – Die neue Herausforderung für Ihr Unternehmen! 2007
AU, M.; RÜHL, R.: REACH-Verordnung. 2007

Stand: 14. Februar 2012

Autor: KATALYSE Institut

Desinfektion

Unter D. versteht man die Abtötung oder weitgehende Reduzierung der Zahl von Erregern übertragbarer Krankheiten.

Eine Infektion soll dadurch verhindert werden. Die Praxis steht diesem Ziel entgegen, denn viele Krankheitserreger sind resistent gegenüber D.-Maßnahmen. In privaten Haushalten ist eine D. vollkommen überflüssig und nutzlos. Sie muß dort nur auf amtsärztliche Anweisung hin erfolgen, wenn Bewohner unter einer meldepflichtigen Infektionskrankheit leiden.

Siehe auch: Ozonierung, UV-Strahlung, Chlorung

 

Autor: KATALYSE Institut

Dekontamination

Beseitigung einer radioaktiven, biologischen oder chemischen Verunreinigung von Personen, Organismen, Böden und Sachen.

Dekontamination erfolgt häufig mit Hilfe von Detergentien, Adsorption und Komplexbildnern.

Siehe auch: Tschernobyl, Kontamination

Autor: KATALYSE Institut

Demeter

Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise.

Angeregt durch Rudolf Steiners "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" und anknüpfend an Goethes Methode der Naturerkenntnis betrachten Demeter-Bauern ihren Hof als lebendigen, einzigartigen Organismus. Sie haben nicht allein die konkreten materiellen Substanzen, die physischen Kräfte der Natur, im Blick, sondern auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos.

Sensible Naturbeobachtungen schulen und beeinflussen die tägliche Arbeit. Im Bemühen um einen ganzheitlichen Ansatz und ein spirituelles Verständnis entwickeln die Demeter-Bauern auch eigene Strategien, mit Ressourcen umzugehen. Deshalb gibt es hier viele Vorreiter in Sachen alternative Energien und nachwachsende Rohstoffe.

Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Erde erfordert mehr als das Weglassen von Chemie, mehr als Kompostwirtschaft und Gründüngung - sie braucht die aktive Unterstützung und Gestaltung der Lebensprozesse 1924 hielt Steiner einige Vorträge. Der "Versuchsring anthroposophischer Landwirte" erprobt umgehend die Angaben Steiners in der landwirtschaftlichen Praxis.

Die "Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode" wird drei Jahre später gegründet. 1928 wurde das Demeter- Warenzeichen eingeführt. 1950 erschien die erste "Lebendige Erde", die Zeitschrift des Forschungsrings. Das "Institut für biologisch-dynamische Forschung" wird in Darmstadt gegründet woraus sich 1954 der; Demeter-Bund, konstituierte. Demeter International e.V. wurde 1997 als Zusammenschluss aller 19 Demeter- Organisationen gegründet, wodurch Demeter auf jedem Kontinent vertreten ist.

1999 richtet sich Demeter (der Verband wurde nach der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit benannt) auf den globalisierten Handel ein und die Verarbeitungsrichtlinien gelten weltweit, das Erscheinungsbild und das Markenzeichen werden überarbeitet. Mehr als 3500 Demeter- Produkte sind mittlerweile im Sortiment, 1350 Mitgliedsbetriebe sind in Deutschland tätig, die insgesamt 50,000 ha Anbaufläche bewirtschaften.

Kontakt:
Demeter-Bund e. V.
Brandschneise 1
64295 Darmstadt
Tel: 06155 - 84 69-0
Fax: 06155 - 84 69-11
E-Mail: info@demeter.de
www.demeter.de

Autor: KATALYSE Institut