Dezentrale Energieversorgung

 Unter Dezentrale Energieversorgung versteht man die verbrauchernahe Erzeugung von Wärme und insbesondere Strom in vielen kleinen Anlagen.

Die dezentrale Energieversorgung ist das Gegenteil zur zentralen Energieversorgung (Stromversorgung durch einzelne große Energieerzeuger).
Dabei soll Strom mit regenerativen Energiequellen und mit Kraft-Wärme-Kopplung unter Abwärmenutzung möglichst in Verbrauchernähe erzeugt werden. Dabei finden Blockheizkraftwerke und kleine Heizkraftwerke Verwendung (Nahwärme und Fernwärme wird zum Heizen von Häusern, Industrieanlagen, etc. genutzt). Dadurch wird ein Wirkungsgrad von bis zu 90% erreicht. Gegenüber der zentraler Energieversorgung, die bei der Stromversorgung hohe Umwandlungs- und Verteilungsverlust (nur etwa 30-40 Prozent der Primärenergie wird in Strom umgewandelt) haben (Kraftwerk, Hochspannungsleitung), spart die Dezentrale Energieversorgung große Mengen an Primärenergie (Energie).
Unter Verwendung moderner Technologien (z.B. Katalysator bei Blockheizkraftwerken) und Nutzung regenerativer Energiequellen führt die dezentrale Energieversorgung zur Verminderung der Schadstoffemissionen.

Durch Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (im Kyoto-Protokoll festgelegte CO2-Minderungsziele und die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende, usw.) sowie einer Sensibilisierung für die Verknappung der endlichen Ressourcen und die weltweit steigende Nachfrage nach Energie (steigende Energiepreise) wird eine dezentrale Energieversorgung immer wichtiger.
Die Bundesregierung möchte daher die Energieeffizienz durch eine dezentrale Energieversorgung erhöhen, so soll z.B. bis 2020 die Kraft-Wärme-Kopplung einen Anteil von 25 Prozent an der deutschen Stromerzeugung ausmachen ). 2010 betrug der Anteil der KWK-Wärmenutzung an der Wärmeerzeugung in Deutschland 14 Prozent (vgl. Umweltbundesamt 2012). Gefördert durch das KWK-Gesetz und das
EEG konnte der Anteil der KWK-Stromversorgung in den Jahren 2003 bis 2010 um 22% steigen und wird wahrscheinlich durch das Mini-KWK-Programm (Kraft-Wärme-Kopplung), welches 2012 erneut ins Leben gerufen wurde, weiter zunehmen. (vgl. Umweltbundesamt 2012)

Lit.

Autor: KATALYSE Institut

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