Dibenzodioxin

Eigentlich Dibenzo-p-dioxin, das Grundgerüst der polyhalogenierten Dioxine.

Autor: KATALYSE Institut

DESONOX-Verfahren

Neues Verfahren zur kombinierten
Entschwefelung und Entstickung von
Rauchgasen aus
Kohlekraftwerken.

In nur einem Katalysatorturm sind beide Vefahrensschritte untergebracht. Im Beisein eines üblichen SCR-Katalysators auf Titandioxid-Basis werden die im Rauchgas enthaltenen Stickoxide unter Zugabe von Ammoniak in Wasser und Stickstoff gespalten (
Rauchgasentstickungsanlage). Anschließend oxidiert das Schwefeldioxid mit dem Restsauerstoff im Rauchgas zu Schwefeltrioxid unter Mithilfe eines Vanadiumpentoxid-Katalysators. Beim Abkühlen verbinden sich Wasser und Schwefeltrioxid zu Schwefelsäure, die in der Anlage auf über 70% konzentriert wird und damit von der chemischen Industrie eingesetzt werden kann. Mit D. können rund 90% der Stickoxide und etwa 94% des Schwefeldioxids aus den Rauchgasen entfernt werden. Bei den Stadtwerken Münster ist seit 1990 die welterste Demonstrationsanlage des D. erfolgreich in Betrieb.

Rauchgasentschwefelungsanlage

Autor: KATALYSE Institut

Destruenten

(Zersetzer) Innerhalb einer Nahrungskette werden die abgestorbenen, organischen Rückstände der Produzenten (autotrophe Pflanzen, z.B. Laubstreu) und Konsumenten wie Pflanzenfresser (z.B. Tierleichen) durch die D. zu anorganischen Stoffen abgebaut und damit wieder den Stoffkreisläufen zugeführt (Nahrungskettenschluß).
Dabei zersetzen und zerkleinern zuerst Abfallfresser (Saprovore) wie z.B. Würmer und Milben die organische Substanz, die danach hauptsächlich von Bakterien und Pilzen mineralisiert wird (Mineralisierung). siehe Bodenorganismen

Autor: KATALYSE Institut

Detergentien

Früher üblicher Begriff für waschaktive Substanzen mit grenzflächenaktiven Eigenschaften, wofür sich heute die Bezeichnung Tenside eingebürgert hat.

Vornehmlich im englischsprachigen Raum werden unter D. auch Gemische von Tensiden mit anderen Wirkstoffen zu Reinigungszwecken verstanden.

Das D.-Gesetz von 1961 war unter dem Eindruck von Schaumbergen aus schwer abbaubaren Tensiden auf unseren Oberflächengewässern erlassen worden und stellte erstmals ökologische Mindestanforderungen an Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln. Es wurde 1975 vom Waschmittelgesetz abgelöst.

Detritus

Organische Rückstände von abgestorbenen Pflanzen und Tieren, die durch Destruenten, zunächst durch Abfallfresser (Würmer, Milben), dann durch Mineralisierer (Bakterien, Pilze) zu anorganischen Stoffen abgebaut werden.

So gelangen im Organismus gebundene Substanzen wieder in den Stoffkreislauf zurück. Beim Abbau des D. wird von den Destruenten Sauerstoff verbraucht (Sauerstoffzehrung). Eine Überlastung von Gewässern mit organischen, abbaubaren Stoffen führt wegen des dabei entstehenden Sauerstoffmangels zur Fäulnisbildung und zum sog. Umkippen (Eutrophierung).
Abbau, Humus

Autor: KATALYSE Institut

Deutsche Härtegrade

D.H. ist das Maß für die Wasserhärte.

Ein Grad entspricht 18 mg/l Kalk. In Deutschland gibt es vier Wasserhärtebereiche. Dabei sind sieben Härtegrade zu einem Härtebereich zusammengefasst:

  • Härtebereich 1 - Härtegrad 0-7 - Wassercharakter weich
  • Härtebereich 2 - Härtegrad 7-14 - Wassercharakter mittel
  • Härtebereich 3 - Härtegrad 14-21 - Wassercharakter hart
  • Härtebereich 4 - Härtegrad über 21 - Wassercharakter sehr hart

Autor: KATALYSE Institut

dH

dH ist die Abkürzung für deutsche Härte. Die Härte des Wassers ( Wasserhärte ), hängt von dem Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser.

Die Härte des Wassers spielt beim Waschen der Wäsche eine erhebliche Rolle. Je weicher das Wasser, desto weniger Wasserenthärter (bzw. Waschmittel) sind bei der Wäschepflege erforderlich.

Autor: KATALYSE Institut

Deodorantien

Bezeichnung für Mittel, die Gerüche verhindern, überdecken oder entfernen sollen.

 

In der Technik werden in geruchsträchtigen Produktionsbereichen (Fischfabriken, Röstereien, Fettschmelzen, Papierherstellung, Gießereien etc.) physikalische, chemische oder biotechnologische Verfahren eingesetzt. So kann beispielsweise mittels Adsorption (an
Aktivkohle, Kaolin o.ä.), durch oxidative Zersetzung mit Hypochlorit, Chlorkalk, (
Chlorbleiche), Peroxiden (Sauerstoffbleiche) und Ozon oder mikrobiellen Abbau in Biowäschern,
Biofiltern oder Bioreaktoren die Geruchsbelästigung verringert werden.
Bei der Desodorierung von Räumen, insbesondere Toiletten, (s.a. WC-Beckensteine), werden meist geruchsüberdeckende Duftstoffe eingesetzt.
Die bekannteste Anwendung von D. ist im Bereich der Kosmetik gegen unangenehme Körpergerüche gerichtet. Da diese durch
bakterielle Zersetzung des an sich geruchlosen Schweißes entstehen, ist der Einsatz keimhemmender Substanzen ein häufig realisiertes Wirkprinzip von D. in der Körperpflege. Hierzu werden z.B. Konservierungsstoffe eingesetzt, soweit diese laut Kosmetik-Verordnung zugelassen sind. Auch Alkohole, in vielen D.-Formulierungen als Lösemittel enthalten, wirken im gleichen Sinne. Oft finden etherische Öle Einsatz in D., zu deren geruchsüberdeckenden Effekt häufig noch eine antimikrobielle Wirkung kommt.
Infolge häufiger Unverträglichkeitsreaktionen auf D. versucht man heute mit möglichst milden Deowirkstoffen zu arbeiten, deren Eingriff in die natürliche Hautflora nur gering ausfällt. So ist das früher weit verbreitete, hochwirksame Triclosan (ein mit
Dioxinen und Furanen verunreinigtes Chlorphenol-Derivat) durch Substanzen wie das auch natürlich vorkommende Farnesol verdrängt worden. Letzterer Wirkstoff hemmt ganz spezifisch nur die schweißzersetzenden grampositiven
Bakterien (Staphylokokken und Corynebakterien).
Ein ganz anderer Weg der Desodorierung wird mit den Antitranspirantien eingeschlagen. Diese unterdrücken die Schweißabsonderung selbst, und zwar um bis zu 50%. Wirkstoffe sind Aluminiumsalze, die in ihrer einfachsten Form in jüngster Zeit zunehmend als sogenannte Deo-Kristalle aus massivem Alaun angeboten werden. In modernen D. kombiniert man häufig keimhemmende Deo-Wirkstoffe und Antitranspirantien.
D. werden in den verschiedensten Darreichungsformen produziert. Beherrschten noch 1988 die Aerosole (Spraydosen) den Markt, so sind heute nicht zuletzt infolge der
Treibgas-Diskussion Pumpzerstäuber, aber auch die Roller auf dem Vormarsch (Marktanteile ca. 20 bzw. 24% gegenüber nur noch 45% Sprays Ende 1990).

Autor: KATALYSE Institut

Deposition

Die D. ist die Ablagerung von Schadstoffen am Boden, an Pflanzen sowie an Gebäuden. Sie kann trocken oder naß erfolgen.

Bei der trockenen D. werden die Schadstoffe entweder direkt oder an
Stäube gebunden an Oberflächen abgelagert. Danach können diese mit dem Regen abgewaschen und bestimmte Schadstoffe zu Säuren umgewandelt werden. Bei der nassen D. lösen sich die Schadstoffe im Wasserdampf der Luft und werden mit dem Regen ausgewaschen. In Deutschland wird etwa 60% des emittierten
Schwefeldioxids trocken abgelagert. Die nasse D. von Schwefel- und Stickoxiden wird auch saurer Regen oder saurer Nebel genannt.
Die D. ist in Waldgebieten 5-6mal, in manchen Fällen 20mal höher als im Freiland, da der Wald mit seiner großen Oberfläche viel Schwefeldioxid aus der Luft auskämmt/ausfiltert (Interception, Waldfunktionen).

Autor: KATALYSE Institut

Derivat

Ein D. ist der Abkömmling einer chemischen Verbindung, der durch verschiedene Verfahren hergestellt werden kann:

Einführung, Abtrennung oder Austausch von einzelnen Atomen oder Gruppen, aus einem sog. Stammkörper. D. sind mit diesem Stammkörper in Aufbau und bestimmten Eigenschaften noch verwandt.

Autor: KATALYSE Institut

Desinfektionsmittel

D. sollen eine gezielte Entkeimung gewährleisten und die Übertragung bestimmter, unerwünschter Mikroorganismen verhindern.

Der Wirkungsmechanismus der D. besteht im Eingriff in die Struktur oder den Stoffwechsel der Mikroorganismen, unabhängig von deren Funktionszustand. Eine D.-Anwendung findet bei der Händedesinfektion, der allgemeinen Hautdesinfektion, der Desinfektion von Stuhl, Urin und Auswurf, der Raum- und Flächendesinfektion sowie der Instrumentendesinfektion statt.

Als D. kommen in der Regel Chemikalien zum Einsatz, z.B. Phenol und seine Abkömmlinge, Glutardialdehyd, Glyoxal, Formaldehyd, Oxidationsmittel, Ozon, Natronlauge (Natriumhydroxid), Peressigsäure, Chlor, Fluor, Iod, Brom, Guanidine, Amphotenside, quarternäre Ammoniumverbindungen, Alkohole u.a. In D. sind meistens mehrere Wirkstoffe kombiniert, um Lücken im Wirkungsspektrum einzelner Substanzen auszugleichen.

Durch übermäßigen und unspezifischen D.-Einsatz, sind viele Krankheitserreger D.-resistent geworden. In einigen D. können sie sich sogar vermehren. Es wird geschätzt, daß mindestens 43% aller zentralen D.-Anlagen in Krankenhäusern wegen hoher Verkeimung abgeschaltet werden müßten. In Privathaushalten ist der Einsatz von D. prinzipiell zu unterlassen; Ausnahme: die amtsärztliche Anordnung.

Autor: KATALYSE Institut

Denaturierung

1) Vergällung, ungenießbar machen; D.-Mittel: Vergällungsmittel (z.B. Ethanol); 2) Eiweißstoffe chemisch oder physikalisch irreversibel verändern.

Autor: KATALYSE Institut

Dammarharz

Harz verschiedener Bäume der Gattung der Flügelfruchtgewächse aus dem tropischen Asien und Afrika.

Die harten Harze werden je nach Gewinnungsart als Manila-, Sansibar- oder Kongokopal bezeichnet, die durch Sammeln fossiler Kopale oder durch Zapfen rezenter Kopale gewonnen werden. Die überwiegende Menge des D. wird in der Farbenindustrie als Bindemittel für hochwertige dauerhaft glänzende Öllacke und Firnisse verwendet. Darüber hinaus dienen sie der Herstellung von Linoleum und von Isoliermitteln für Kabel.

Autor: KATALYSE Institut

Denitrifikation

1.) In schlecht durchlüfteten Böden veratmen Mikroorganismen (Denitrifikanten) den in Nitrat (NO3) gebundenen Sauerstoff.

Als Ergebnis der D. entweichen elementarer Stickstoff, Stickoxide (N2O) und Ammoniak aus dem Boden. D. findet verstärkt bei gleichzeitigem Auftreten von anaeroben Bedingungen, leicht zersetzbarer organischer Substanz (z.B.Klärschlamm), hohem Wassergehalt und günstigen Temperaturen (mehr als 15 GradC) im Boden statt.

D. kann hohe Stickstoffverluste im Boden - besondere Bedeutung in der Landwirtschaft - zur Folge haben. Hierdurch gehen für das Pflanzenwachstum notwendige Stickstoffverbindungen verloren (grobe Schätzung 20 bis 100 kg Stickstoff je ha und Jahr).

D. stellt die dominante Quelle der N2O-Freisetzung aus dem Boden dar. In die Stratosphäre gelangt, kann N2O über photochemische Umsetzungen zu einer Verminderung der Ozonschicht (Ozon) führen und damit den weltweiten Treibhauseffekt verstärken. Biologischen Abwasserreinigung, bei dem Nitrate zu freiem Sauerstoff reduziert werden.

Siehe auch: Mikroorganismen, Nitrat, Sauerstoff, Eutrophierung

Autor: KATALYSE Institut

Deichbau

D. werden in Europa seit ungefähr 100 n. Chr. gebaut. Sie dienten ursprünglich vor allem dem Schutz der Marschen und seiner Bewohner vor dem Meer.

Eingedeicht wurden in der Regel Gebiete, die nur selten überflutet wurden. Später ging man mehr und mehr dazu über, D. zur Gewinnung von Nutzland zu betreiben und auch niedriger gelegene Gebiete einzudeichen. Von dieser Entwicklung betroffen ist z.B. auch das deutsche Wattenmeer und die Marsche.

Angesichts der sich abzeichnenden Klimaveränderungen infolge des zunehmenden Treibhauseffekts, die u.a. einen Anstieg des Meeresspiegels erwarten lassen, gewinnt der D. zum Schutz der Menschen vor dem Meer wieder an Bedeutung.

Viele Küstenländer haben begonnen, ihre Schutzdeiche zu verstärken. Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 50 cm würde allein die Küstensicherung für die USA 32-43 Mrd US-Dollar kosten. Bei einem Anstieg um 1 m erhöht sich die Summe auf 73-111 Mrd US-Dollar.

Ländern der Dritten Welt, die vom Anstieg des Meeresspiegels ganz besonders betroffen sind (z.B. Bangladesh) fehlt das Geld für den notwendigen D., so daß Land- und Menschenverluste kaum zu vermeiden sein werden.

Siehe auch: Marsche, Wattenmeer, Europa

 

Autor: KATALYSE Institut

DIN 68800

Deutsche Norm, die den Holzschutz im Hochbau betrifft.

Danach dürfen für tragende Teile nurHolzschutzmittel verwendet werden, die gemäß Prüfzeichenverordnug der Länder vom Institut für Bautechnik nach verschiedenen Kriterien geprüft und zugelassen sind. Die Prüfkriterien sind: Biologische Wirksamkeit gegen Insekten und Pilze, Eindringungsvermögen und Wirkungstiefe, Verdunstungs- und Alterungsbeständigkeit sowie gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Die gesundheitliche Unbedenklichkeit, mit der vom Hersteller geworben wird, verlangt eine genaue Prüfung. Das Bundesgesundheitsamt prüft aber nicht, sondern beurteilt nur die vom Hersteller gelieferten Daten in einer gutachterlichen Stellungnahme. Z.B. liefert der Hersteller Angaben zur Wirkstoffabgabe an die Wohnräume und die Umwelt, die zur Bewertung des gesundheitlichen Risikos von Wichtigkeit sind. Abgesehen davon, daß eine zu "erwartende Raumluftkonzentration" ohnehin kaum anzugeben ist, wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, das Bundesgesundheitsamt (BGA) habe diese Produkt zugelassen. Immerhin sagt die D. vom April 1990 unter dem Punkt Hinweise für den Schutz von nicht tragendem, nicht maßhaltigem

Holz ohne statische Funktion: "Im Innenbau sollte auf eine großflächige Anwendung von Holzschutzmitteln (Verhältnis Fläche zu Raumvolumen >0,2) grundsätzlich verzichtet werden" (Punkt 11.1.4.). Die weitergehene Forderung, wie sie auch mittlerweise vom BGA formuliert wird, sollte lauten: In Innenräumen generell keine Holzschutzmittel einsetzen! Leider wird die Gefährdungsklasse 0, bei der auf den Einsatz von Holzschutzmitteln in Innenräumen verzichtet werden kann, in der EG-Norm nur noch stark eingeschränkt wiedergefunden.
Raumklima, Innenraumluftbelastung, Maximale Raumluftkonzentration

Autor: KATALYSE Institut

Deutsche Energie Agentur

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), eine Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland - vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde im Herbst 2000 in Berlin gegründet.

Energiesparen ist wegen der gestiegenen Ölpreise noch wichtiger geworden. Wirtschaftlich rentable Energieeinsparmaßnahmen unterbleiben, weil wichtige Informationen oder Impulse fehlen. Hier setzt die Arbeit der Deutschen Energie-Agentur an. Wichtige Ziele sind:

  • Nachhaltige Verbesserungen bei Energieeinsparung und Energieeffizienz (in privaten Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen)
  • Stärkere Nutzung regenerativer Energiequellen.

Die Deutsche Energie-Agentur arbeitet mit bestehenden Energieagenturen auf Länder- und Regionalebene, mit Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie mit der Wirtschaft zusammen.

Aufgabenschwerpunkte der Energie-Agentur sind:

  • Einrichtung einer bundesweit agierenden Informationsstelle (Call Center, Internet)
  • Entwicklung und Durchführung einer Informationskampagne zur Energieeinsparung in Gebäuden
  • Information und Beratung im Bereich effizienter Elektrogeräte in Privathaushalt und Büro
  • Beratung bei Förderprogrammen des Bundes und der KfW.

Deutsche Energie-Agentur (dena)
Chausseestraße 128a
D-10015 Berlin
Telefon: 030-72 61 65 6 - 0
Fax: 030-72 61 65 6 - 99
E-Mail: info@deutsche-energie-agentur.de

Autor: KATALYSE Institut

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt(DBU) wurde per Gesetz am 18. Juli 1990 vom Deutschen Bundestag als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet.

Die DBU hat ihren Sitz in Osnabrück und finanziert sich aus dem Stiftungskapital, das aus dem Privatisierungserlös der ehemals staatlichen Salzgitter AG stammt. Als Erträge aus diesem Vermögen stehen für die Förderaufgaben der Stiftung jährlich etwa 150 Mio. DM zur Verfügung.

Seit Ihrer Gründung hat die DBU rund 3.500 Projekte mit einem Fördervolumen von über 1,5 Milliarden DM unterstützt.

Leitbild der Fördertätigkeit der DBU ist die Nachhaltige Entwicklung. Im Mittelpunkt der Förderung stehen kleine und mittlere Unternehmen, die bei der Entwicklung von individuell angepassten Umweltschutzlösungen unterstützt werden sollen. Voraussetzung für eine Förderung sind die drei Projektkriterien: Innovation, Modellcharakter und Umweltentlastung.

Die 12 Förderbereiche der DBU

  • Umwelt- und gesundheitsfreundliche Verfahren und Produkte
  • Energietechnik
  • Architektur und Bauwesen
  • Kreislaufführung und Emissionsminderung
  • Angewandte Umweltforschung
  • Umweltgerechte Landnutzung
  • Stipendienprogramm
  • Umweltmanagement in mittelständischen Unternehmen
  • Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft
  • Umweltinformationsvermittlung
  • Umweltbildung
  • Umwelt und Kulturgüter

Die Förderbereiche werden durch zeitlich begrenzte Förderschwerpunkte und Ausschreibungen wie z.B. Solarenergie für Kirchendächer, Biotechnologie und Berg- und Schutzhütten ergänzt.

Lit.: Jahresbericht 1999 kostenlos zu beziehen:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Postfach 1705, 49007 Osnabrück
Telefon (0541)9633-0
Telefax (0541)9633-190

Autor: KATALYSE Institut

Dieselruß

Siehe Dieselmotor, Partikelfilter, Schadstoffe aus Kfz.

Autor: KATALYSE Institut

Dieselmotor

Der D. ist ein Verbrennungsmotor mit interner Verbrennung. Der Kraftstoff wird im D. so hoch verdichtet, daß er von selbst zündet (Selbstzünder im Gegensatz zum Ottomotor).

Gegenüber einem Ottomotor bietet der D. folgende Vorteile: Geringerer Kraftstoffverbrauch v.a. bei Teillast, geringere Emissionen an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden (Schadstoffe aus Kfz) und längere Lebensdauer als Ottomotoren.

Die Nachteile sind: Größeres Gewicht und stärkere Lärmentwicklung, Emission von Schwefeldioxid und Ruß; bei den Emissionen höherer Anteil an besonders giftigen Kohlenwasserstoffen wie Benzopyren und aromatischen Kohlenwasserstoffen (Schadstoffe aus Kfz, Aromate).

Gegenüber einem Ottomotor mit funktionstüchtigem Drei-Wege-Katalysator und Lambdaregelung (Katalysator) bleiben nur die Vorteile geringerer Kraftstoffverbrauchs und längere Haltbarkeit.

Auch neue D. mit Dieselkat weisen lediglich geringere Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid-Emissionen auf, Stickoxide, Schwefeldioxid und v.a. Ruß bleiben problematisch. Hier kann eine Reduzierung erst mit Partikelfilter und Abgasrückführung gelingen, wobei fraglich ist, ob damit das Niveau von besten Ottomotoren erreicht werden kann.

Siehe auch: kraftstoff, Ottomotor

Autor: KATALYSE Institut

Dieselkat

Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor können Katalysatoren aufgrund der Arbeitsweise (Luftüberschuß) lediglich als Oxidationskatalysatoren eingesetzt werden, wobei Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid zu Wasser und Kohlendioxid oxidiert werden.

Die Reduktion von Stickoxiden läßt sich beim Dieselmotor bis jetzt v.a. durch motorische Maßnahmen (Dreiventiltechnik) und durch die Abgasrückführung erreichen. Eine Verminderung der Rußpartikel erfolgt wegen der niedrigen Temperaturen nicht.

Um diese zurückzuhalten und um eine Beeinträchtigung des D. zu vermeiden, sollte ein Partikelfilter vorgeschaltet werden. Diese Verfahren sind allerdings nicht so effektiv wie der geregelte Drei-Wege-Katalysator bei Kfz mit Ottomotor.

Für große, stationäre Dieselmotoren (BHKW, Groß-Wärmepumpen) gibt es selektive Katalysatoren (SCR-Verfahren Rauchgasentstickungsanlage) und thermische Abgasreaktoren.

Siehe auch: Dieselmotor, Katalysatoren

Autor: KATALYSE Institut

Dieselfilter

Siehe auch: Partikelfilter.

Autor: KATALYSE Institut