Deutsche Härtegrade

D.H. ist das Maß für die Wasserhärte.

Ein Grad entspricht 18 mg/l Kalk. In Deutschland gibt es vier Wasserhärtebereiche. Dabei sind sieben Härtegrade zu einem Härtebereich zusammengefasst:

  • Härtebereich 1 - Härtegrad 0-7 - Wassercharakter weich
  • Härtebereich 2 - Härtegrad 7-14 - Wassercharakter mittel
  • Härtebereich 3 - Härtegrad 14-21 - Wassercharakter hart
  • Härtebereich 4 - Härtegrad über 21 - Wassercharakter sehr hart

Autor: KATALYSE Institut

dH

dH ist die Abkürzung für deutsche Härte. Die Härte des Wassers ( Wasserhärte ), hängt von dem Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser.

Die Härte des Wassers spielt beim Waschen der Wäsche eine erhebliche Rolle. Je weicher das Wasser, desto weniger Wasserenthärter (bzw. Waschmittel) sind bei der Wäschepflege erforderlich.

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Deodorantien

Bezeichnung für Mittel, die Gerüche verhindern, überdecken oder entfernen sollen.

 

In der Technik werden in geruchsträchtigen Produktionsbereichen (Fischfabriken, Röstereien, Fettschmelzen, Papierherstellung, Gießereien etc.) physikalische, chemische oder biotechnologische Verfahren eingesetzt. So kann beispielsweise mittels Adsorption (an
Aktivkohle, Kaolin o.ä.), durch oxidative Zersetzung mit Hypochlorit, Chlorkalk, (
Chlorbleiche), Peroxiden (Sauerstoffbleiche) und Ozon oder mikrobiellen Abbau in Biowäschern,
Biofiltern oder Bioreaktoren die Geruchsbelästigung verringert werden.
Bei der Desodorierung von Räumen, insbesondere Toiletten, (s.a. WC-Beckensteine), werden meist geruchsüberdeckende Duftstoffe eingesetzt.
Die bekannteste Anwendung von D. ist im Bereich der Kosmetik gegen unangenehme Körpergerüche gerichtet. Da diese durch
bakterielle Zersetzung des an sich geruchlosen Schweißes entstehen, ist der Einsatz keimhemmender Substanzen ein häufig realisiertes Wirkprinzip von D. in der Körperpflege. Hierzu werden z.B. Konservierungsstoffe eingesetzt, soweit diese laut Kosmetik-Verordnung zugelassen sind. Auch Alkohole, in vielen D.-Formulierungen als Lösemittel enthalten, wirken im gleichen Sinne. Oft finden etherische Öle Einsatz in D., zu deren geruchsüberdeckenden Effekt häufig noch eine antimikrobielle Wirkung kommt.
Infolge häufiger Unverträglichkeitsreaktionen auf D. versucht man heute mit möglichst milden Deowirkstoffen zu arbeiten, deren Eingriff in die natürliche Hautflora nur gering ausfällt. So ist das früher weit verbreitete, hochwirksame Triclosan (ein mit
Dioxinen und Furanen verunreinigtes Chlorphenol-Derivat) durch Substanzen wie das auch natürlich vorkommende Farnesol verdrängt worden. Letzterer Wirkstoff hemmt ganz spezifisch nur die schweißzersetzenden grampositiven
Bakterien (Staphylokokken und Corynebakterien).
Ein ganz anderer Weg der Desodorierung wird mit den Antitranspirantien eingeschlagen. Diese unterdrücken die Schweißabsonderung selbst, und zwar um bis zu 50%. Wirkstoffe sind Aluminiumsalze, die in ihrer einfachsten Form in jüngster Zeit zunehmend als sogenannte Deo-Kristalle aus massivem Alaun angeboten werden. In modernen D. kombiniert man häufig keimhemmende Deo-Wirkstoffe und Antitranspirantien.
D. werden in den verschiedensten Darreichungsformen produziert. Beherrschten noch 1988 die Aerosole (Spraydosen) den Markt, so sind heute nicht zuletzt infolge der
Treibgas-Diskussion Pumpzerstäuber, aber auch die Roller auf dem Vormarsch (Marktanteile ca. 20 bzw. 24% gegenüber nur noch 45% Sprays Ende 1990).

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Deposition

Die D. ist die Ablagerung von Schadstoffen am Boden, an Pflanzen sowie an Gebäuden. Sie kann trocken oder naß erfolgen.

Bei der trockenen D. werden die Schadstoffe entweder direkt oder an
Stäube gebunden an Oberflächen abgelagert. Danach können diese mit dem Regen abgewaschen und bestimmte Schadstoffe zu Säuren umgewandelt werden. Bei der nassen D. lösen sich die Schadstoffe im Wasserdampf der Luft und werden mit dem Regen ausgewaschen. In Deutschland wird etwa 60% des emittierten
Schwefeldioxids trocken abgelagert. Die nasse D. von Schwefel- und Stickoxiden wird auch saurer Regen oder saurer Nebel genannt.
Die D. ist in Waldgebieten 5-6mal, in manchen Fällen 20mal höher als im Freiland, da der Wald mit seiner großen Oberfläche viel Schwefeldioxid aus der Luft auskämmt/ausfiltert (Interception, Waldfunktionen).

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Derivat

Ein D. ist der Abkömmling einer chemischen Verbindung, der durch verschiedene Verfahren hergestellt werden kann:

Einführung, Abtrennung oder Austausch von einzelnen Atomen oder Gruppen, aus einem sog. Stammkörper. D. sind mit diesem Stammkörper in Aufbau und bestimmten Eigenschaften noch verwandt.

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Desinfektionsmittel

D. sollen eine gezielte Entkeimung gewährleisten und die Übertragung bestimmter, unerwünschter Mikroorganismen verhindern.

Der Wirkungsmechanismus der D. besteht im Eingriff in die Struktur oder den Stoffwechsel der Mikroorganismen, unabhängig von deren Funktionszustand. Eine D.-Anwendung findet bei der Händedesinfektion, der allgemeinen Hautdesinfektion, der Desinfektion von Stuhl, Urin und Auswurf, der Raum- und Flächendesinfektion sowie der Instrumentendesinfektion statt.

Als D. kommen in der Regel Chemikalien zum Einsatz, z.B. Phenol und seine Abkömmlinge, Glutardialdehyd, Glyoxal, Formaldehyd, Oxidationsmittel, Ozon, Natronlauge (Natriumhydroxid), Peressigsäure, Chlor, Fluor, Iod, Brom, Guanidine, Amphotenside, quarternäre Ammoniumverbindungen, Alkohole u.a. In D. sind meistens mehrere Wirkstoffe kombiniert, um Lücken im Wirkungsspektrum einzelner Substanzen auszugleichen.

Durch übermäßigen und unspezifischen D.-Einsatz, sind viele Krankheitserreger D.-resistent geworden. In einigen D. können sie sich sogar vermehren. Es wird geschätzt, daß mindestens 43% aller zentralen D.-Anlagen in Krankenhäusern wegen hoher Verkeimung abgeschaltet werden müßten. In Privathaushalten ist der Einsatz von D. prinzipiell zu unterlassen; Ausnahme: die amtsärztliche Anordnung.

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Denaturierung

1) Vergällung, ungenießbar machen; D.-Mittel: Vergällungsmittel (z.B. Ethanol); 2) Eiweißstoffe chemisch oder physikalisch irreversibel verändern.

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CS-Gas

Chemische Keule, Reizstoffe

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Corticoide

In der Nebennierenrinde gebildete Hormone, die aus der Ausgangssubstanz Cholesterin gebildet werden.

Unterschieden werden die Gluko-C. und die Mineralo-C.. Die Gluko-C., z.B. Cortison, wirken entzündungshemmend, durch Umwandlung von Eiweißen in Glukose blutzuckersteigernd. Sie vermindern die Immunabwehrkraft und werden daher bei Allergien (überschießende Immunreaktion) eingesetzt. Die C. werden auch als Streßhormone bezeichnet, weil sie unter Streß vermehrt gebildet werden. Die Mineralo-C. wirken auf den Mineralstoffwechsel. Sie steigern die Kaliumausscheidung und halten Natrium im Körper zurück.
Futtermittelzusätze und Tierarzneimittel.

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CSB

(Chemischer Sauerstoffbedarf) Kenngröße für den Verschmutzungsgrad von Gewässern und Abwässern.

Der CSB-Wert kennzeichnet die Menge an Sauerstoff, welche zur Oxidation der gesamten im Wasser enthaltenen organischen Stoffe verbraucht wird (mg O2/l Wasser).

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Cyanurchlorid

C. (2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin) wird durch Trimerisierung des durch Einwirkung von Chlor auf Blausäure erhältlichen Chlorcyans hergestellt und ist ein wichtiges Zwischenprodukt für die Herstellung von Farbstoffen und Pestiziden.

Autor: KATALYSE Institut

Dammarharz

Harz verschiedener Bäume der Gattung der Flügelfruchtgewächse aus dem tropischen Asien und Afrika.

Die harten Harze werden je nach Gewinnungsart als Manila-, Sansibar- oder Kongokopal bezeichnet, die durch Sammeln fossiler Kopale oder durch Zapfen rezenter Kopale gewonnen werden. Die überwiegende Menge des D. wird in der Farbenindustrie als Bindemittel für hochwertige dauerhaft glänzende Öllacke und Firnisse verwendet. Darüber hinaus dienen sie der Herstellung von Linoleum und von Isoliermitteln für Kabel.

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Cobaltbombe

Neben der eigentlichen militärischen Bezeichnung für einen bestimmten Typ von Atomsprengkörper (Atomwaffen), wird der Begriff Bombe umgangssprachlich auch allgemein für zivil genutzte Quellen gebraucht, die das Radionuklid Cobalt-60 (Co-60) enthalten.

Co-60 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 5,3 Jahren unter Emission von Beta- und Gammastrahlung. Co-60 wird künstlich hergestellt durch Einwirkung von Neutronenstrahlung auf das natürlich vorkommende Cobalt-Nuklid Co-59.

Autor: KATALYSE Institut

CKW

Chlorierte Kohlenwasserstoffe

Autor: KATALYSE Institut

CN-Gas

(Chloracetophenon)

Autor: KATALYSE Institut

Cobalt

Cobalt ist grau, glänzendes Metall der achten Hauptgruppe des Periodensystems. Das chemische Kurzzeichen ist Co, seine Ordnungszahl 27, seine Schmelztemperatur bei 1490°C und seine Siedetemperatur bei 3100°C. Die Halbwertszeit des radioaktiven Cobalt 60 beträgt 5,26 Jahre.

Cobalt ist ein Werkstoff mit merklich großer Permeabilität, d.h. er ist wie auch seine Legierungen magnetisch. Entdeckt wurde Cobalt im Jahre 1735.

Die Bezeichnung Cobalt leitet sich von Kobold her, der Name weist auf die Ausfallserscheinungen hin, unter denen die Bergleute beim Abbau der giftigen Kobalt-Erze litten. Die Abkürzung Co leitet sich von Cobaltium ab. Jahrhunderte haben die blauen Kobaldsalze Porzellan, Kacheln und Emaille ihre Farbe gegeben.

Aus seinen Legierungen baut man hitzebeständige Teile von Düsentriebwerken, färbt Glas, Metalle und Emaille. Das radioaktive Cobalt 60 wird u.a. zur Lebensmittelbestrahlung und Desinfektion von medizinischen Artikeln eingesetzt. Mit dem radioaktiven Isotop versucht man auch Krebstumore zu bekämpfen.

Cobalt ist giftig, wenn es verschluckt oder eingeatmet wird und kann Krebs verursachen. Cobalt beeinflusst die Funktion der Schilddrüse und das Nervensystem.

Cobalt ist außerdem das Zentralatom des Vitamins B 12, das ausschließlich von Mikroorganismen gebildet wird und überwiegend in tierischer Nahrung vorkommt und für den Menschen von essentieller Bedeutung ist.

Autor: KATALYSE Institut

Cochenille

Farbstoff aus dem Körpersaft der C.-Schildlaus gewonnen und als roter Farbstoff (Karminrot) in Naturfarben eingesetzt.

Autor: KATALYSE Institut

Chloroform

C. wird auch als Trichlormethan bezeichnet und ist eine farblose Flüssigkeit mit süßlichem Geruch. Die Löslichkeit in Wasser ist gering, in Alkohol, Ether, Benzin, Benzol und Aceton dagegen gut.

C. wird für chemische Synthesen und als Lösungsmittel für Öle, Harze und Kautschuk verwendet.

Gesundheitsgefährdungen:

Durch Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut kann zu Gesundheitsschäden führen:

  • Erbrechen mit Bauchschmerzen
  • Gesundheitsschädlich beim Verschlucken.
  • Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition durch Einatmen und durch Verschlucken.
  • Irreversibler Schaden möglich.
  • Kann zu Rauschzustand führen
  • Reizt die Haut
  • Schädigung des Herzes
  • Schädigung von Leber und Nieren möglich
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit oder andere Hirnfunktionsstörungen können auftreten.

Stoffe, die wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlaß zur Besorgnis geben. Wegen der Geruchsgewöhnung besteht selbst bei hohen Konzentrationen keine Warnwirkung.

Daten zu C.:
Schmelzpunkt: -63°C
Siedepunkt: 61°C
Einstufungen: MAK-Wert: 50 mg/m³ bzw. 10 ml/m³ ppm)
Geruchsschwelle: 250 - 1000 mg/m³

Autor: KATALYSE Institut

Chlorophyll

C. ist der grüne Blattfarbstoff, der im Prozeß der Photosynthese die Energie des Sonnenlichts aufnimmt (absorbiert) und in biochemische Energie überführt.

Diese Energie wird in der Pflanze zum Aufbau von Kohlenhydraten wie Glucose (Traubenzucker), Stärke etc. verwendet. Die Magnesium-haltigen C.-Moleküle sind dicht gepackt in einer hochgeordneten Struktur in die Membran der Chloroplasten eingelagert. Chloroplasten sind die photosynthetisch aktiven Zellorganellen der grünen Pflanzenteile (Zelle).

Autor: KATALYSE Institut

Chlorose

Verminderung oder Verlust des grünen Blattfarbstoffes Chlorophyll.

Es bilden sich grüngelbe, manchmal rötliche Flecken auf der Blattoberfläche. Neben Klimaeinflüssen, Mineralstoffmangel u.a. Faktoren können auch Schadstoffe C. verursachen (Waldsterben). Diese sind jedoch unspezifisch und lassen erst in Verbindung mit charakteristischen Nekrosen Rückschlüsse zu.
Blattnekrosen, Mikroklima.

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Chlorthalonil

C. ist ein fungizider Wirkstoff, der sowohl in der Landwirtschaft als auch in Holzschutzmitteln eingesetzt wird.

Über seine toxikologischen Eigenschaften ist nur wenig bekannt. Von Arbeitern aus der Land- und Forstwirtschaft sind Vergiftungserscheinungen bekannt geworden. Aus Tierversuchen gibt es (widersprüchliche) Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung.

In den USA wird C. von der EPA in die Gruppe der zehn gefährlichsten Pestizide eingeordnet, die 80% des durch Pestizide bedingten Krebsrisikos darstellen. In Deutschland gibt es für Holzschutzmittel mit C. als Wirkstoff keine Anwendungsbeschränkungen.

Autor: KATALYSE Institut

Chlorwasserstoff

Auch Salzsäuregas genannt ist ein farbloses, stechend riechendes, unbrennbares Gas.

In Wasser gelöster C. wird Salzsäure genannt. C. ist stark wasseranziehend (hygroskopisch). Bei 0 GradC lösen sich in 1 l Wasser 525 l C.. An feuchter Luft bildet C.-Gas einen Nebel aus feinen Salzsäuretröpfchen.

Herstellung und Verwendung:
C. ist eine der wichtigsten Grundchemikalien der chemischen Industrie und spielt eine bedeutende Rolle innerhalb der Chlorchemie. In Europa ist die BRD der größte C.-Produzent. Die Jahresproduktion der früheren Bundesländer sank von 900.000 t (1990) auf 839.000 t (1991).

Verwendet wird C. unter anderem zur Herstellung organischer Chlorverbindungen, als Katalysator und zur Holzverzuckerung. Im Haushalt wird Salzsäure manchmal zur Entfernung von Urinstein verwendet. Zu beachten ist jedoch, daß Salzsäure nie zusammen mit anderen WC-Reinigern oder Desinfektionsmitteln verwendet werden darf, da dabei hochgiftige Chlorgase entstehen können!
Toxikologie:

C.-Gas ist wegen seiner starken Säurewirkung ein Reizstoff für Schleimhäute und die oberen Atemwege. Der MAK-Wert von C. beträgt 5 ml/m3 (ppm). Bereits bei Werten von 0,06 ml/m3 beobachtet man Änderungen im Atemrythmus und der Atemtiefe. Erfolgt die Exposition kurzzeitig in Konzentrationen unterhalb des MAK-Wertes, so klingen gesundheitliche Störungen bald wieder ab.

Bei Einhaltung des MAK-Wertes wurden auch bei jahrelanger Exposition keine chronischen Erkrankungen festgestellt. Bei Werten oberhalb des MAK-Wertes kann es jedoch zur Ausbildung einer chronischen
Bronchitis kommen. Einwirkungen hoher C.-Konzentrationen auf den menschlichen Organismus sind bislang nur im Zusammenhang mit PVC-Bränden bekannt geworden. Bei diesen Bränden entstehen neben Dioxinen große Mengen an C.. PVC in Müllverbrennungsanlagen stellt ebenfalls eine Quelle von C. dar.

Autor: KATALYSE Institut

Chromosomen

Die DNS, die das Erbgut (Genom) bildet, ist auf eine bestimmte Anzahl von Untereinheiten - die C. - verteilt.

 

Die Anzahl der C. variiert bei den unterschiedlichen Organismen-Arten und ist ein artspezifisches Merkmal. Der Mensch besitzt 23 C.-Paare, damit also 46 C. im doppelten (diploiden) Satz.
Ein C. höherer Organismen wird von einem vielfach aufspiralisierten DNS-Doppelhelix-Faden und eingebetteten Histonen gebildet und wird nur während der Zellteilung (Mitose) in aufspiralisierter Form mikroskopisch sichtbar. Die C. sind das wichtigste Element im Zellkern. Auf den C. sind die Gene linear angeordnet. C. haben vier Funktionen:
1. Speicherung der genetischen Information,
2. Fähigkeit der identischen Verdopplung der genetischen Information bei der Zellteilung (Mitose),
3. Übertragung der genetischen Information von DNS auf RNA (Ribonukleinsäure),
4. Verteilung der genetischen Information bei geschlechtlicher Fortpflanzung
Da alle höheren Organismen i.d.R. durch Verschmelzung von Eizelle und Samen entstehen, ist ihr C.-Satz doppelt (diploid). Beim Menschen ist das in der befruchteten Eizelle und in allen anderen Körperzellen mit Ausnahme der Geschlechts-C. des Mannes der Fall. Der Bildung von Samen- und Eizelle geht die meiotische Teilung voraus, bei der der doppelte (diploide) C.-Satz zum einfachen (haploiden) reduziert wird. Daher haben Eizelle und Samen einen einfachen (haploiden) C.-Satz. V.a. bei Pflanzen treten höhere Zahlen an C.-Sätzen auf. Bei der Pflanze Aronstab (Arum maculatum) z.B. ist der C.-Satz 24.576fach.

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Chlorierte Kohlenwasserstoffe

C. (CKW) ist der Sammelname für eine große Klasse organisch-chemischer Verbindungen, die außer Kohlenstoff und Wasserstoff auch Chlor enthalten.

Vielfältige Verwendung in Industrie und Haushalt (z.B. Trichlorethan(1,1,1-), Tetrachlorkohlenstoff) und Pflanzenschutzmittel (Chlorpestizide). Die weite Verbreitung sowie die hohe Stabilität der CKW führt dazu, daß sie heute überall in der Umwelt, in Trinkwasser, Nahrung und Luft vorkommen. Spuren von CKW wurden auch schon in einigen Mineralwässern gefunden.

Sie reichern sich im menschlichen Organismus an (u.a. in Gehirn, Leber, Nieren, Herz und Keimdrüsen) und bewirken so, trotz geringer akuter Giftigkeit, chronische Schäden (Bioakkumulation, Nahrungskette). C.-bedingte Schäden stehen an zweiter Stelle bei den Berufskrankheiten. C. können die Haut durchdringen und greifen das Zentralnervensystem an.

Einatmen der Dämpfe führt zu Schleimhautreizungen und Lungenentzündungen. Am Auge können sich Hornhauttrübungen ergeben. Viele C. sind carcinogen und mutagen. Beim Arbeiten mit C. (z.B. Abbeizen, Lackieren) ist auf gute Belüftung und Schutzkleidung (Handschuhe, Brille) zu achten. Ein besonderes Problem bildet die Entsorgung von C..Produktionsmenge 1991, früheres Bundesgebiet: 5.200 t Wirkstoffgewicht.

Autor: KATALYSE Institut