Mischwald

M. ist ein Wald, der aus mehr als einer Baumart besteht.

Der Anteil der "zugemischten" Baumarten muss definitionsgemäß über 10% liegen. Da standortgemäße M. unempfindlicher gegen biotische (z.B. Schädlingsbefall) und abiotische (z.B. Luftschadstoffe) Umweltfaktoren sind als Monokulturen und außerdem die Waldfunktionen besser erfüllen, fördern die Bundesländer die Anlage von M.. Mischkultur, Plenterwald, naturnahe Wälder

Autor: KATALYSE Institut

Mutation

Veränderung des genetischen Materials in Zellen.

Mutation in Körperzellen (somatische Mutation) können zur Veränderung im Wachstums oder der Funktion der Körperzellen bis hin zu Krebs führen, Mutation in Keimzellen (Keimzellen-Mutation) können sich auf die Nachkommen auswirken.

Nach der darwinistischen Evolutionstheorie bilden (Keimzellen-)Mutation und Selektion die Grundpfeiler der Evolution, bei der sich die bestangepaßten Organismen durchsetzen. Mutation sorgen für die genetische Bandbreite der Organismen, aus denen dann mittels Selektion ausgewählt wird (Konkurrenz).
Mutation können spontan erfolgen, durch mutagene Chemikalien oder ionisierende Strahlung (Strahlenschäden) verursacht werden oder durch Fehler in der Meiose (natürliche Chromosomenreduktion) auftreten.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Mutationen:

  1. Gen-Mutation (auch Punkt-Mutation): eine Mutation, die die Basensequenz der DNS eines einzelnen Gens ändert (austauscht, eliminiert oder einfügt). Gen-Mutation. können in vielen Fällen von zelleigenen Reparaturmechanismen behoben werden.
  2. Chromosomen-Mutation (Chromosomenaberrationen): insb. durch chemische Substanzen oder ionisierende Strahlung (Strahlenschäden) ausgelöste Veränderungen der Form und Struktur von Chromosomen, wie z.B. Verlust, Verlagerung oder Einbau von Chromosomenstücken. Chromosomen-Mutation haben meist schwerwiegende Folgen; sie wirken in der überwiegenden Zahl bei Keimdrüsen-Mutation schon vorgeburtlich tödlich.
  3. Genom-Mutation: Mutation, die die Anzahl der Chromosomen erhöht oder erniedrigt. Beim Menschen z.B. führt das 3fache statt 2fache Vorhandensein des Chromosoms 21 zum Mongolismus.

In der Pflanzenzüchtung spielt die Vervielfachung (Polyploidisierung) von Chromosomensätzen eine wichtige Rolle bei der Vergrößerung der Früchte und damit Steigerung der Erträge. Polyploide Abkömmlinge sind oft unfruchtbar, so daß Bauern ihr Saatgut nicht mehr selbst von der Ernte abzweigen können, sondern auf Genbänke von Konzernen angewiesen sind.

Die meisten Gen- und Chromosomen-Mutation wirken sich gerade bei höheren Organismen nachteilig aus und führen zu Totgeburten, Mißbildungen und Krankheiten. Neue Chemikalien müssen daher nach dem Chemikaliengesetz vor der Zulassung Mutagenitäts-Tests (Ames-Test) absolvieren. Die zunehmende Radioaktivität in der Umwelt (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitung, Brennstoffkreislauf, Atommüll) erhöht dauerhaft die Mutation-Rate und kann zur genetischen Zeitbombe werden (Genetische Strahlenschäden).

Spontane Mutation bei Bakterien versetzen diese in die Lage, in kurzer Zeit
Antibiotika-Resistenzen zu entwickeln, indem die Umwelt (antibiotikahaltiges Medium) aus den mutierten Bakterien die (zufällig) resistenten selektiert.

Autor: KATALYSE Institut

Mutagenität

Fähigkeit einer chemischen Substanz oder ionisierender Strahlung als Mutagen Erbgutveränderungen (Mutation) zu bewirken.

Als Testorganismen zur Bestimmung der M. werden Bakterien, Pilze, Taufliegen, Nagetiere oder Zellkulturen herangezogen.

Siehe auch: Ames-Test, ionisierender Strahlung

 

Autor: KATALYSE Institut

Morbidität

(Lateinisch morbidus = krank.) Verhältnis der Zahl der Erkrankten zur Zahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum (z.B. die Zahl der Krebskranken nach einem Atomunfall).

Autor: KATALYSE Institut

Mobilfunk

770 Millionen Handys sind weltweit bis Anfang 2001 verkauft worden. Im Laufe des Jahres 2002 wird voraussichtlich eine Milliarde Handys erreicht sein. Viele Experten sind Anfang der 90er Jahre davon ausgegangen, dass im Jahr 2000 auf dem Weltmarkt gerade 60 Millionen Geräte verkauft sein würden.

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Handybenutzer auch in Deutschland sehr stark angestiegen: waren es im Jahre 1993 noch 800.000 Mobilfunkteilnehmer im C-Netz, so wird mit gut 55 Mio. Mobilfunkan­schlüs­sen inzwischen die Zahl der Festnetzanschlüsse in Deutschland deutlich über­troffen.

Immer mehr Menschen möchten eine ständige Erreichbarkeit erlangen. Sende- und Empfangseinheiten in Form von Antennen (Basisstationen), die für den Empfang und die Weiterleitung der Signale unerlässlich sind, sieht man überall in der Landschaft. Besonders gefragte Aufstellorte sind vor allem Hochhäuser und Kirchen. Zunehmend stellen An- und Bewohner von hohen Gebäuden Fragen, ob durch die Nähe einer Basisstation eine mögliche Gefahr gegeben ist.

Elektrosmog ist das Schlagwort, das ist die Hochfrequenzstrahlung (HF), auch elektromagnetische Strahlung genannt, mit der die Informationen vom Handy zur Basisstation und umgekehrt übertragen werden. Als gesundheitlich bedenklich wird dabei angesehen, dass das Handy in unmittelbarer Kopfnähe betrieben wird.

Viele Studien und Forscher versuchen zu belegen, ob und inwiefern Mobiltelefonieren gefährlich ist. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: dass das Mobiltelefonieren Auswirkungen auf den Körper hat, ist unstrittig. Die gesundheitliche Relevanz ist jedoch noch nicht geklärt. Es gibt noch keine aussagekräftige Langzeitstudie in diesem Zusammenhang. Verständlich, denn diese neue Technologie ist ja erst seit ein paar Jahren in großem Maßstab in Betrieb. Wie genau die Reaktionen des Körpers auf die digitalen Funkwellen aussehen, wird sich innerhalb der nächsten Jahre klären. Es gibt Hinweise darauf, dass elektromagnetische Strahlung Verhaltensänderungen bewirkt.

In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetzkanbieter: T-Mobil (D1-Netz), D2 Vodaphone (D2-Netz), E-plus (E1-Netz) und Viag Interkom (E2-Netz). Zusammen betreiben sie ca. 50.000 Sende- und Empfangsanlagen, die in Deutschland verteilt sind, und fast täglich kommen neue hinzu. Vor allem die neue UMTS-Technik sorgt dafür, dass die Republik nun noch einmal mit zusätzlich ca. 40.000 UMTS-Sendeanlagen versehen wird.

Die Sende- und Empfangstürme und die Mobiltelefone strahlen HF-Strahlung aus. Die Leistung der momentan handelsüblichen Mobiltelefone liegt bei bis zu 2 Watt im D-Netz und 1 Watt im E-Netz. Je schlechter die Verbindung ist bzw. je weiter man von einer Basisstation entfernt ist, desto höher wird die erbrachte Leistung des Mobiltelefons, d.h. umso höher ist die HF-Strahlung, der man ausgesetzt ist.

Die HF-Strahlung wird zum Teil vom Körper absorbiert und führt u. a. zu einer lokalen Erwärmung des Körpergewebes (dies ist die so genannte thermische Wirkung). Die Wissenschaft sieht in dieser Erwärmung einzelner Körperpartien ein Risiko für die Gesundheit. Generell stellen Menschen mit einer schlechten Thermoregulation (Personen mit Fieber, Diabetiker, Kinder und ältere Menschen) eine Risikogruppe dar. Besonders problematisch ist der unvermeidliche Betrieb in unmittelbarer Kopfnähe, denn z. B. besonders für das Auge könnte es zu negativen Folgen kommen, da es durch eine mangelnde Durchblutung keinen großen Wärmeausgleich durchführen kann. Die physikalischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn werden auch beeinflusst. Inwieweit in diesem Zusammenhang gesundheitliche Auswirkungen auftreten können, muss die medizinische Forschung zukünftig ermitteln.

Neben diesen thermischen Auswirkungen werden auch noch andere Einflüsse auf den Stoffwechsel und die Zellstruktur diskutiert, die nicht auf die lokale Erwärmung zurückzuführen sind. Diese so genannten nicht-thermischen Auswirkungen auf den Körper sind zwar ohne Zweifel vorhanden, doch kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob oder inwiefern dies unserem Organismus langfristig schadet. Durch eine stetige Bestrahlung kann es unter besonderen Umständen z.B. zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, einige Wissenschaftler gehen daher von einer verminderten Krebsabwehr aus. Ganz besondere Wirkungen wurden wiederholt bei digital gepulster und amplitudenmodilierter Strahlung, wie sie bei den D- und E-Netzen verwendet wird, festgestellt.

Hier spielen weniger die Leistungsfluss-Spitzenwerte als vielmehr die Puls- und Modulationsfrequenz eine Rolle. Fest steht, dass es Auswirkungen auf die Gehirnaktivität gibt, gestritten wird über die Aussagekraft der jeweiligen Studien. Stand der Dinge auch hier: man weiß, dass es messbare Veränderungen gibt, unklar ist die gesundheitliche Relevanz. Zur genaueren Klärung sind zurzeit mehrere Studien weltweit in Arbeit.

Die Bundesregierung hält nach wie vor an den im internationlen Vergleich recht hohen Grenzwerten fest und begründete dies im Dezember 2001 wie folgt:

"Deutschland hat 1996 als erstes EU-Land rechtlich verbindliche Re­gelun­genzur Begrenzung elektromagnetischer Felder geschaffen. Die geltenden Grenzwerte gewährleisten nach heutiger Kenntnis den Schutz der Bevölke­rung vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren. Eine vom Bundesumweltministerium veran­lasste Prüfung der Strahlenschutzkommission über die Einführung von Vor­sorgewerten nach dem "Schweizer Mo­dell" hat darüber hinaus kein rele­vantes Risiko ergeben, sodass die Einführung von Vorsorgewerten zum gegenwärtigen Zeitpunkt wis­senschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Statt des­sen erachtet es die SSK als notwendig, die Kenntnisse über mögliche ge­sundheitli­che Beeinträchtigungen durch weitere Forschung zu verbessern."

Was empfiehlt das KATALYSE Institut dem Verbraucher?
Wenn man unbedingt ein Handy haben muss, so sollte man bewusst damit umgehen und folgende Vorsorgehinweise beachten:

  • Beim Kauf eines Handys auf geringen SAR-Wert achten.
  • Nicht unnötig oft mobil telefonieren
  • Das Handy so oft wie möglich ausschalten.
  • Auf keinen Fall stundenlange Gespräche führen.
  • Träger von Herzschrittmachern sollten besonders vorsichtig sein, da Störungen nicht auszuschließen sind (z.B. das eingeschaltete Handy nicht ständig in der Brusttasche tragen).
  • Träger von Hörgeräten sollten entweder Abstand vom Handy bewahren oder das Hörgerät ggf. ausschalten (da es sonst zu Störungen kommen könnte).
  • Bei entsprechenden Verboten (z.B. im Krankenhaus, im Flugzeug oder an der Tankstelle) die Anweisungen befolgen und das Handy ausschalten bzw. auf keinen Fall telefonieren.

Was muss man im Auto bedenken?
Beim Telefonieren mit dem Handy aus dem Auto heraus ergibt sich folgende Problematik. Aus folgenden Gründen muss das Handy mit hoher Leistung senden:
1. Man muss praktisch durch die Karosserie hindurch senden,
2. Bedingt durch das schnelle Fahren wechselt man häufig die Mobilfunkbasiszelle, um den Kontakt nicht zu verlieren.
Eine Freisprechanlage und eine Außenantenne für das Telefonieren im
Auto können die Belastungen für die Insassen erheblich verringern.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, empfehlen wir die neue Ausgabe unseres Buches zum Elektrosmog. Dieses Buch gibt umfassende Antworten auf Fragen, wie sich die alltägliche Belastung durch künstliche elektromagnetische Felder auf unser Leben auswirkt und wie diese Belastungen einzuschätzen sind. In dieses Werk sind neueste Erkenntnisse zu Auswirkungen auf die Gesundheit, z.B. auch beim Betrieb von Radaranlagen, aufgenommen worden.

Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V. (Hrsg.),
6., überarbeitete und erweiterte Auflage 2003.
256 Seiten. Kartoniert,
€ 27,80 sFr 48,60; ISBN 3-7880-7679-8

im Buchhandel oder direkt bei:
C.F. Müller Verlag, Hüthig GmbH & Co. KG
Im Weiher 10, D-69121 Heidelberg
Tel.: 06221/489-555, Fax: 06221/489-623
http://www.huethig.de, E-Mail:cfmueller@huethig.de

Autor: KATALYSE Institut

Missbildungen

Durch Entwicklungsstörungen während der Embryonalzeit hervorgerufene Abweichungen vom normalen Körperbau.

Bei 1.000 menschlichen Neugeborenen werden 13-16 mit schweren M., z.B. Wasserkopf, angeborenes Fehlen des Gehirns, Wirbelsäulenspalte etc., geboren. Ursachen der M. können genetisch bedingt sein (z.B. Mongolismus: es liegt ein zusätzliches Chromosom 21 vor) oder auf Umweltfaktoren zurückzuführen sein (ionisierende Strahlung, genetische Strahlenschäden; Medikamente, z.B. Contergan; virale Infekte, z.B. Röteln, Windpocken oder Infekte mit Protozoen (Toxoplasmose).

Lehre von den M.: Teratologie. Teratogene Medikamente oder Gifte bewirken M., falls sie in der Schwangerschaft eingenommen werden. Besonders schädigend wirken sie in den ersten drei Monaten, da in diesem Zeitraum fast alle Organe ausgebildet werden. Der Embryo kann dabei höhere Medikamentenkonzentrationen aufweisen als die Mutter, denn Substanzen, die der Embryo über die Niere ausscheidet, nimmt er beim Schlucken des Fruchtwassers wieder auf und akkumuliert sie auf diese Weise. Teratogene Substanzen: Alkohol, Aminoglykoside, PCB, Kokain, Quecksilber, Tetrazykline, Sexualhormone, Thalidomid, Thyreostatica, Vitamin-A-Analoga.

Siehe auch: Embryotoxizität

Autor: KATALYSE Institut

Mitose

Beim Wachstum und der Vermehrung von Geweben (z.B. des Menschen) ist die Teilung, d.h. die Aufteilung einer Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen, der zentrale Mechanismus.

Diese Zellvermehrung beinhaltet auch die Verdopplung des Erbguts, so daß für einen kurzen Zeitraum die sich teilende Zelle einen 4fachen Chromosomensatz besitzt. Die Teilung des Zellkerns sowie die Verdopplung des Erbguts und seine Aufteilung auf die Tochterzellen vollziehen sich im Prozeß der M..
Stoffe, die in die M. hemmend eingreifen und damit die Zellvermehrung bremsen (z.B. Colchicin), werden in der Medizin als Zytostatika bezeichnet und in der Krebstherapie eingesetzt.

Siehe auch: Mutation, Krebs

Autor: KATALYSE Institut

Minamata-Krankheit

Methylquecksilbervergiftung, so bezeichnet nach der Minamata-Bucht (Kiuschu) in Japan, wo methylquecksilberhaltige Abwässer in den 50er Jahren von der Chisso AG ins Meer eingeleitet wurden.

Das enthaltene Quecksilber reicherte sich in den Fischen an (6-25 ppm Hg). Der Verzehr dieser Fische, die Hauptnahrungsmittel der Bewohner der Bucht waren, führte zu schweren Nervenschäden (Seh-, Gehör-, Koordinationsstörungen), Wachstumsbehinderungen und Schäden des Abwehrsystems bis hin zu Todesfällen. Zwischen 1955 und 1959 wurde nahezu jedes dritte Kind in Minamata mit geistigen und körperlichen Schäden geboren.

Die M. hat in den letzten 30 Jahren annähernd 2.000 Todesopfer gefordert. Obwohl eine Kommission des japanischen Gesundheitsministeriums bereits 1959 festgestellt hatte, daß die Quecksilberverklappung durch die Chisso AG, die seit 1908 in Minamata Düngemittel und Kunststoffe herstellte, die M. hervorgerufen hatte, wurde das Dumping erst 1968 eingestellt. Die verantwortliche Chemiefirma war 1973 aufgrund eines spektakulären Gerichtsurteils zu Kompensationszahlungen an die Opfer verurteilt worden. Von 12.929 Anträgen wurden bis 1990 allerdings nur 2.330 anerkannt.

Mit dem Urteil des Tokioter Gerichtshofes im Februar 1992 wurde die Chisso AG endgültig aus der Verantwortung entlassen mit der Begründung, daß das toxikologische Potential von Methylquecksilber zur Tatzeit noch nicht entsprechend erforscht gewesen sei.

Die M. wurde auch außerhalb Japans beobachtet, v.a. in Pakistan, als Folge der Verwendung von methylquecksilber-gebeiztem Brotgetreide zur Bereitung von Nahrungsmitteln.

Autor: KATALYSE Institut

Milzbrand

M. ist eine durch den "Bacillus anthracis" verursachte, gefährliche Infektionskrankheit bei Säugetieren, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.

M. (Anthrax) wird neben Pocken, Pest und Cholera als potenzielle Biowaffe angesehen. Der Erreger Bazillus anthracis ist ein sporenbildendes Stäbchen, der über ein breites Wirtsspektrum verfügt und für nahezu alle Warmblüter hoch krankheitserregend ist. Durch seine Fähigkeit Sporen (haltbare Dauerform) zu bilden und die hohe Resistenz der Sporen gegen Umwelteinflüsse kann Bazillus anthracis in der Umwelt lange überdauern.

M. ist eine Erkrankung, die bei pflanzenfressenden Tieren wie Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden vorkommt. In den meisten Industriestaaten sind M.-Erkrankungen beim Menschen sehr selten. In Deutschland wurde 1994 der letzte Hautmilzbrand gemeldet; im Sommer 2000 wurden in Rumänien (4 Fälle) und Kasachstan (17 Fälle) M.-Fälle gemeldet.

Ein gewisses Risiko der Erkrankung liegt bei Beschäftigten in der Tiermedizin und der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft vor, wenn sie mit infizierten Tieren in Kontakt kommen. Infektiös sind Blut, bluthaltige Körperflüssigkeiten und –bestandteile von Tieren, die an M. erkrankt sind.

{b2l}M. ist eine akute bakterielle Krankheit, die gewöhnlich die Haut, in seltenen Fällen aber auch die Atemwege, insbesondere die Lunge und den Verdauungstrakt befällt. Für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung spielen vom Erreger produzierte Gifte (Exotoxine) eine zentrale Rolle.

Es existieren drei Infektionswege für die M.-Erkrankungen:

  • Hautmilzbrand: durch direkten Hautkontakt mit erregerhaltigem Material.
  • Lungenmilzbrand: durch Inhalation sehr feiner erreger- und sporenhaltiger Stäube.
  • Darmmilzbrand: durch Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch oder Innereien infizierter Tiere.
Eine direkte M.-Übertragung von Mensch
zu Mensch findet in aller Regel nicht statt!

Eine gleichzeitige Infektion einer großen Zahl von Menschen wäre nur möglich, wenn M.-Sporen als Aerosol in ausreichender Menge ausgebracht würde. Eine großflächige Ausbringung ist möglich, gilt aber als schwierig, da die M.-Erreger als Aerosol fein versprüht werden müssen, um eine Lungengängigkeit zu erreichen. Die infektiöse Dosis ist relativ hoch und liegt bei 8.000 bis 50.000 Keimen/Person. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 7 Tage (gelegentlich bis zu 60 Tagen z.B. nach Inhalation von Sporen). Der Nachweis von Bazillus anthracis erfolgt in speziellen Labors der Sicherheitsstufe 3.

In Deutschland ist derzeit kurzfristig kein Impfstoff gegen M. verfügbar. Bei konkretem Erkrankungsrisiko ist eine Chemoprophylaxe mit
Antibiotika durchzuführen. Für den Arzt ist der Verdacht auf, sowie die Erkrankung und der Tod an M. an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Ausführliche Informationen über M. erhalten Sie über das Info-Telefon des Robert-Koch-Institut Montag bis Freitag (9-17 Uhr) unter der Tel.-Nummer: 01888-754-3430.

Quellen: RKI-Merkblatt vom 23.10.2001 und Epidemiologisches Bulletin Nr. 41 vom 13. Oktober 2001, S. 330 – beide Robert-Koch-Institut Berlin

Autor: KATALYSE Institut

Mikroben

Veraltete Bezeichnung für Mikroorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

MIK

Abkürzung für Maximale Immissionskonzentration, worunter man nach VDI-Definition diejenigen Konzentrationen von festen, flüssigen und gasförmigen Luftverunreinigungen versteht, die nach heutigen Wissensstand im allgemeinen für Mensch, Pflanze, Tier und Sachgüter bei Einwirkung von bestimmter Dauer als unbedenklich gelten.

Ein Individualschutz durch die MIK-Werte wird jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Die von der VDI-Komission für eine Reihe von Einzelschadstoffen erarbeiteten MIK-Werte (in mg/m3 Luft, in ppm, bei Stäuben in g/m3) sind als Richtwerte im Gegensatz zu den MAK-Werten ohne rechtliche Bedeutung (bis auf die MIK-Werte der TA-Luft). Unterschieden wird zwischen Konzentrationen bei dauernder (MIKD) und bei kurzfristiger MIKK) Belastung.

Zentrale Bedeutung bei den MIK-Werten geniesst die Definition der nachteiligen Wirkungen, worunter letztlich nur Wirkungen von Schadstoffen verstanden werden, die zu Krankheiten oder Leistungsbeeinträchtigungen bzw. bei landwirtschaftlichen Objekten zu Wertminderung führen. MIK-Werte gelten somit nicht für den Schutz von Öko-Systemen und beachtet zum Beispiel keinen erhöhten Bleichgehalt im Blut des Menschen. Mit biochemischen Wirkungen, solange dadurch kein Krankheitswert entsteht.

Dieses Grenzkriterium kann nicht für die Allgemeinbevölkerung mit besonders schutzwürdigen Individuen wie Kindern, Schwangeren, alten Menschen und Allergikern zur Bewertung herangezogen werden. Ebenso reagieren Organismen bereits bei wesentlich geringeren Konzentrationen mit Blockierung des Fortpflanzungsverhaltens oder mit Flucht, was mittelfristig zum Zusammenbruch von Ökosystemen führt.

Während MIK-Werte in der Regel um den Faktor 20 unter den MAK-Werten liegen, sollten Konzentrationen von Schadstoffen in der Innenraumluft in etwa 1/400stel bis 1/500stel der MAK-Konzentration betragen.
Nach TA-Luft gültige MIK-Werte: Immissionsgrenzwerte; Exemplarische MIK-Werte im Vergleich: Maximale Raumluftkonzentration.

Autor: KATALYSE Institut

Methämoglobinämie

Sauerstoffmangel im Blut.

Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches Blut, deswegen erscheinen die Lippen und Fingernägel (in schweren Fällen die ganze Haut) eines Menschen mit M. bläulich statt rosa. M. führt zu Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen.

Zu einer M. kann es durch angeborene Enzymdefekte oder durch ein anormal gebildetes Hämoglobin kommen. Daneben gibt es eine Reihe toxischer Substanzen, die eine M. verursachen können: Dazu gehören Zyankali, Chlorate, aromatische Amine.

In den meisten Fällen wird M. durch Nitrat in Trinkwasser über 100 mg je l oder in der Nahrung ausgelöst. Das Nitrat wird im Magen-Darm-Trakt zu Nitrit reduziert (Nitrosamine). Gelingt dies in die Blutbahn, so oxidiert es den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, und es entsteht Methämoglobin.

Mit dieser Oxidation verliert das Eisen im roten Blutfarbstoff seine Fähigkeit, Sauerstoff anzulagern und diesen in anderen Organen und Körperteilen wieder abzugeben.
Babys reagieren besonders empfindlich auf Nitrat, da ihr Enzymsystem nicht ausgereift ist.

Siehe auch: Babykost

 

Autor: KATALYSE Institut

Melatonin

Siehe Hormone

Autor: KATALYSE Institut

Melanom

Siehe Hautkrebs.

Autor: KATALYSE Institut

Maximale Raumluftkonzentration

Seit der Diskussion um Holzschutzmittelwirkstoffe wurden vom Bundesgesundheitsamt (BGA) M. in Innenräumen festgelegt (MRK).

In letzter Zeit bezieht sich das BGA allerdings nicht mehr auf die M.-Werte und legt auch keine neuen mehr fest. M.-Werte sind Schwellenwerte, unterhalb derer aber ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden kann.

M.-Werte haben keinen offiziellen Charakter und sollten nicht als Maßstab für die Qualität von Innenräumen verwendet werden. Mangels Grenzwerten für die Innenraumluft wird man z.Z. aber an M.- und MIK-Werten nicht vorbeikommen, um Forderungen nach Abstellen von Innenraumschadstoffquellen rechtlich Nachdruck zu verleihen.

Zur Einschätzung der Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen können die Mindestanforderungen der Hamburger Umweltbehörde an die Innenraumluftqualität (MIQ) herangezogen werden, die durchweg niedriger liegen als die bisher zur Orientierung und Abschätzung des Risikos verwendeten MIK-Werte, sowie die Luftqualitätsleitlinien (LQL) der Weltgesundheitsorganisation für Schadstoffe der Außenluft, die ausdrücklich für Innenräume anwendbar sind.

Für einige Schadstoffe werden Sanierungssschellen- und Zielwerte diskutiert. Der Sanierungsschwellenwert ist der Wert, bei dessen Überschreitung eine Sanierung empfohlen wird, da die Schadstoffkonzentration im Innenbereich die Schwelle einer evtl. Gesundheitsgefährdung für Menschen überschritten hat. Sie liegen z.T. erheblich unter der M., weit höher jedoch als eine anzustrebende Innenraumluftkonzentration, die auch Sanierungszielwert genannt wird.

So liegt in Baden-Württemberg der Sanierungszielwert für Dichlofluanid bei bei 0,000.05 mg/m3, die M. jedoch bei 0,12 mg/m3. Die Hamburger Umweltbehörde setzt Sanierungszielwerte für die krebserregenden Stoffe Furmecyclox von 0,000.011 mg/m3 (M.-Wert 8 mg/m3) und
Lindan von 0,003 mg/m3 (M.-Wert 0,004 mg/m3) sowie für Pentachlorphenol von 0,05 mg/m3 (M.-Wert 0,06 mg/m3) fest.#

Siehe auch: Innenraumluftbelastung, Immissionsgrenzwerte, MAK-Werte, Bundesgesundheitsamt

Autor: KATALYSE Institut

Malathion

Handelsnamen: Carbofos, Malmed, u.a. Insektizid aus der Stoffgruppe der Thiophosphorsäureester.

Wird gegen saugende Insekten im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau eingesetzt, z.Z. auch noch im Innenraum zur Bekämpfung von Insekten im Haus zugelassen, breite nervengiftige Wirkung, wie bei allen Phosphorsäureestern auf Fische, Bienen, Vögel, Säugetiere, Menschen durch Aufnahme über die Haut, Nahrung, Inhalation, hohe Toxizität auch durch Nebenprodukte, die bei der Lagerung entstehen.
Pflanzenschutzmittel

Lit.: J.Witte et al.: Pestizide - Gefahren für die Gesundheit, Frankfurt/M. 1988

Autor: KATALYSE Institut

Makrophagen

Die Makrophagen gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die bei der Abwehr von schädlichen Stoffen und der Vernichtung von Mikroorganismen und Tumorzellen mitwirken. Die auch als große Fresszellen (Phagozyten) bezeichneten beweglichen Zellen werden im Knochenmark gebildet, erscheinen ein paar Tage im Blut als Monozyten und wandern dann aus dem Blut in die verschiedenen Gewebe und Organe (Haut, Lunge, Darm, Knochen usw.) aus. Sie werden entsprechend ihres Standortes unterschiedlich bezeichnet, z. B. in der Leber als Kupffersche Zellen, in der Haut als Langerhans-Zellen und im Knochen als Osteoklasten. Die Makrophagen haben eine Reihe von verschiedenen Aufgaben im Organismus. Eine der wichtigsten ist die Erkennung von Fremdstoffen (Antigenen wie fremde Eiweiße, in die Lunge  oder Haut eingedrungene Partikel, Bakterien, Viren). Um die Beseitigung der Fremdstoffe bewerkstelligen zu können, sind sie zur Phagozytose befähigt. Das ist die Aufnahme der Fremdstoffe in das Zellinnere. Beim Eindringen von Fremdstoffen in den Körper bewegen sich die Makrophagen auf die Stelle zu, angelockt durch diese Fremdstoffe (Chemotaxis), binden sich an diese und umfließen sie mit ihrem Zellplasma. Nach der Aufnahme in das Zellinnere setzt die Verdauung oder Abkapselung der Stoffe bzw. Partikel ein. Die Makrophagen verfügen über viele Enzyme (Lysozym u. a.), mit denen die aufgenommenen Stoffe zersetzt werden. Auch abgestorbene Körperzellen, durch Verletzung oder Alterung, werden auf diese Weise beseitigt (phagozytiert), ebenso wie virusinfizierte und entartete Zellen. Eine weitere wichtige Funktion ist die „Präsentation“ der erkannten Antigene, damit die Immunzellen (Lymphozyten) passende Antikörper herstellen können bzw. die zelluläre Immunität in Gang kommen kann. Neben der Abwehr von Fremdstoffen bilden die Makrophagen Botenstoffe wie Interleukine und Interferone (Zytokine) und den so genannten Tumornekrosefaktor (TNF). Sie sind damit an vielen immunologischen Prozessen beteiligt: an der Stimulation der Lymphozyten, damit diese Antikörper herstellen können, an der Einleitung einer Entzündungsreaktion, der Organheilung nach Verletzungen und Entzündungen. Makrophagen arbeiten mit anderen Immunzellen zusammen wie Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), den verschiedenen Lymphozyten und Granulozyten (kleine Fresszellen).

Autor: KATALYSE Institut

Mineraldünger

Als M. bezeichnet man stickstoffhaltige, phosphorsäure- oder kaliumhaltige Düngemittel, welche entweder mineralischen Ursprungs sind (Kalisalze, Chilesalpeter) oder synthetisch hergestellt werden (Kalkstickstoff).

Handelsüblich sind Einzeldünger und sog. Volldünger (NPK-Dünger). Der Einsatz der M. geht auf die Forschungen Liebigs zurück. Vielfach wird argumentiert, daß nur mit Mineraldünger eine gezielte, auf das Wachstum der Pflanze abgestimmte Ernährung möglich ist.
Der hohe Einsatz von M. in der modernen Landwirtschaft ist ein entscheidender Faktor für die Ertragssteigerung in der Landwirtschaft, hat durch Überdüngung aber auch zur Belastung von Grundwasser beigetragen. Stickstoffhaltige M. werden umgangssprachlich als Kunstdünger (Düngemittel) bezeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

Mariendistel

Die Mariendistel ist eine zweijährige kräftige Pflanze von 50 bis 150 cm Höhe mit grünen, glänzenden, oberseits weißlich gefleckten, in Dornspitzen auslaufenden Blättern mit purpurnen Blütenköpfen.

 

  • Systematik: Familie: Asteraceae (Korbblütler), Art: Silybum marianum
  • Herkunft: Mittelmeergebiet
  • Klimaansprüche: Mittelmeer- bis gemäßigte Zone
  • Anbausystem: einjähriger Anbau
  • Aussaat: März bis April; 20 bis 30 Pflanzen/m2
  • Düngung: Nährstoffentzug bei 55 Tonnen Frischmasse/ Hektar: Stickstoff: 137 kg, Phosphat: 34 kg, Kalium: 340 kg, Kalzium: 265 kg
  • Pflanzenschutz: Pilze: Grauschimmel, Echter Mehltau; Schädlinge: Blattläuse; Sonstige: Vögel
  • Ernte: August, wenn Köpfe und Pflanze reif sind; maschinelle Ernte
  • Qualitätsmerkmale: Gehalt an Silymarin (Flavonoid) und fettem Öl
  • Ertrag: 1 bis 1,5 Tonnen/ Hektar
  • Besonderheiten: ungleichmäßige Abreife, Samenflug auf Nachbarflächen
  • Wirkspektrum: unterstützende Behandlung von chronisch entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose oder durch Lebergifte, wie z.B. Alkohol, hervorgerufene Erkrankungen

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Maniok

Der Maniok ist eine einhäusige, mehrjährige, strauchartige Pflanze mit eingeschlechtigen Blüten. Er kann zwei bis fünf Meter hoch werden und bildet sproßbürtige Wurzeln, die durch sekundäres Dickenwachstum zylindrische
Wurzelknollen hervorbringen.

 

  • Systematik: Familie: Euphorbiaceen, Art: Manihot esculenta Crantz
  • Herkunft: Amazonas-Gebiet bis Südmexiko
  • Klima: feuchte Tropen mit Temperaturen um 25°C und Niederschlägen von 1.000 bis 3.000 mm, Anbau weltweit zwischen dem 30°nördlicher und 30° südlicher Breite
  • Anbausystem: in Monokultur vegetativ durch Stecklingspflanzungen. Nach dem Auspflanzen der Stecklinge bilden sich in großer Zahl fibröse Wurzeln an den im Boden befindlichen Nodien. Zum Erntezeit punkt (nach 6 bis 24 Monaten je nach Varietät) sind die verdickten Wurzeln meist 20 bis 60 cm lang.
  • Düngung: genügsame Kulturpflanze, Entzug durch eine Tonne frischer Wurzeln: 3 kg Stickstoff, 1 kg Phosphat, 4 kg Kalium, 2 kg Kalzium und 1 kg Magnesium.
  • Pflanzenschutz: gefährliche Krankheiten sind die afrikanische Mosaikkrankheit und die Maniokbakteriose. Bekämpfung durch resistente Sorten und virusfreie Stecklinge. Zu den Schädlingen zählen blattfressende Heu schrecken und Hornwürmer (Amerika) sowie Tripse, Spinnmilben und Schmierläuse (Afrika)
  • Ernte: der Erntezeitpunkt wird durch die Blattverfärbung angezeigt, je nach Varietät nach 6 bis 24 Monaten, süße Sorten reifen früher als bittere.
  • Ertrag: liegt zwischen 2 bis 8 Tonnen/Hektarin primitiven Anbausystemen und 20 bis
    40 Tonnen/Hektar im Intensivanbau. Die höchsten Erträge werden unter Kurztagsbedingungen erzielt.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Majoran

Majoran ist eine strauchförmige Pflanze mit 20 bis 50 cm hohen, vierkantigen, verästelten Stengeln mit verkehrt eiförmigen, angerundeten, behaarten Blättern.

 

  • Systematik: Familie: Lamiaceae (Lippenblütler), Art: Majorana hortensis
  • Herkunft: Südwestasien, östliches Nordafrika
  • Klimaansprüche: Mittelmeer- und gemäßigte Zone
  • Anbausystem: einjähriger Anbau
  • Aussaat: Vorkultur: Saat im Februar, Pflanzung im Mai; 30 Pflanzen/m2
  • Düngung: Nährstoffentzug (kg/10 Tonnen Festmasse/Hektar): Stickstoff: 49 kg/ Hektar, Phosphat: 13 kg Hektar, Kalium: 54 kg/ Hektar
  • Pflanzenschutz: Pilze: Keimlingskrankheiten, Rost, Septioria; Schädlinge: Majoranmotte, Springwanzen; Sonstige: Nematoden
  • Ernte: ein bis drei maschinelle Schnitte/Jahr vor der Blüte
  • Ertrag: Kraut: 10 Tonnen/ Hektar, Krautdroge: 2,5 bis 3,0 Tonnen/ Hektar; Blattanteil im Kraut etwa 60 Prozent
  • Qualitätsmerkmale: Blattanteil, Gehalt an ätherischem Öl und Gerb- und Bitterstoffen
  • Besonderheiten: Unkraut- und Herbizidempfindlichkeit, Frostresistent bis -7°C, hohes Wärmebedürfnis
  • Wirkspektrum: stärkt den Magen und wirkt schleim- und krampflösend

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut