Mutante

Individuum mit einer durch Mutation veränderten Erbinformation.

M. sind i.d.R. nur als solche zu identifizieren, wenn die Mutation zu physiologischen Veränderungen geführt hat.

Autor: KATALYSE Institut

Motorkapselung

Sowohl Elektromotoren als auch Verbrennungsmotoren lassen sich durch Kapselung schalldämmen.

Von dieser Möglichkeit wird jedoch kaum Gebrauch gemacht, da vielfach die Bereitschaft fehlt, die relativ hohen Kosten hierfür zu tragen.

Autor: KATALYSE Institut

Mortalität

(Lateinisch mortalitas.) Sterblichkeit, Verhältnis der Zahl der Todesfälle zur Zahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum.

Nicht zu verwechseln mit Letalität.

Autor: KATALYSE Institut

Monomere

M. sind niedermolekulare, gleichartige Moleküle, die durch Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation miteinander zu Polymeren reagieren können.

Bei der Bildung von Polymeren aus M. bleiben stets kleine Anteile von M. im Polymerisat zurück, welche als Rest-M. bezeichnet werden. In Kunststoffteilen und –produkten können Rest.-M. an die Oberfläche wandern und dadurch in den angrenzenden Stoff (Migration) oder in die Atemluft gelangen.

Durch die gesundheitsgefährdenden Eigenschaften einiger M., wie etwa von Vinylchlorid und Styrol, ist bei der Kunststoffproduktion auf die Einhaltung niedrigster Restmonomergehalte zu achten. Neue M. unterliegen im Gegensatz zu den Polymeren der vollen Anmeldepflicht des Chemikaliengesetz mit gesetzlicher Verpflichtung zur gesundheitlichen und ökologischen Prüfung.

Autor: KATALYSE Institut

Molybdän

Chemisches Element der VI. Nebengruppe, Symbol Mo, Ordnungszahl 42, Schmelzpunkt 2.610 Grad C, Siedepunkt 5.560 Grad C, Dichte 10,2 g/cm3, dem Wolfram ähnliches Metall, MAK 5 mg/m3 (lösliche Verbindung) bzw. 15 mg/m3 (unlösliche Verbindung).

M. ist ein essentielles Element und führt bei ungenügender Aufnahme zu Mangelsymptomen (Spurenelemente). Die Weltgesundheitsorganisation hält eine tägliche M.-Zufuhr von 2 mycrog für ausreichend. Durch M. wird die Zufuhr von Fluoriden (Fluor) in den Zahnschmelz begünstigt (Schutz vor Karies). In höheren Dosen ist M. toxischer als Blei und Quecksilber. Die wiederholte Aufnahme von Nahrung mit einem M.-Gehalt von mehr als 25 mg/kg (bezogen auf Trockenmasse) kann toxisch wirken (bei genügender Kupfer- und Eiweiß-Versorgung können Symptome aufgehoben werden). M. ist ein seltenes Element und kommt in der oberen Erdkruste nur zu 0,0014 Gew.-% vor. Anwendung findet M. in der Stahlindustrie (ca. 57%), Elektronikindustrie (ca. 27%) und für Farbpigmente (Farbstoffe) und Katalysatoren (ca. 16%). Die Weltproduktion ist stark vom Stahlmarkt abhängig und betrug 1989 117.000 t.
Kernfusion

Autor: KATALYSE Institut

Molekül

Ein Verband aus mehreren Atomen.

So bildet z.B. der Wasserstoff H2-M., die aus zwei miteinander verbundenen Wasserstoffatomen bestehen. Zahlreiche von lebenden Organismen produzierte M. bestehen aus sehr vielen Atomen, z.B. Eiweißstoffe (Proteine).

Autor: KATALYSE Institut

Mobiltelefon

siehe Stichwort Mobilfunk

Autor: KATALYSE Institut

Mobilität

Mit M. sind die Möglichkeiten zur Ortsveränderung, unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel und den zurückgelegten Entfernungen gemeint. M. ist nicht mit Verkehr gleichzusetzen. M. ist die Zahl aller Wege pro Person und Tag (einschließlich der Wege zu Fuß) oder ist die Summe aller Wege eines Produktes - von der Rohstoffgewinnung über die Verwendung bis hin zur Entsorgung.

Damit wird M. nicht größer, je länger die Wege werden, da ansonsten jeder Umweg einen M.-Gewinn darstellen würde. In der öffentlichen Diskussion wird der Begriff M. häufig mit Fortbewegung mit dem Automobil gleichgesetzt. Dadurch erhält die Automobilität in der öffentlichen Diskussion z.B. gegenüber dem Fußgängerverkehr häufig Vorrang. Der Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger" steht für diese Einstellung, den täglich-mehrfachen Gebrauch des Automobils und für die nicht limitierte Höchstgeschwindigkeit als Ausdruck individueller Freiheit. Das
Auto beansprucht viel Platz, der zu Lasten anderer Straßenbenutzer geht und diese in ihren M.-Bedürfnissen einschränkt. Gerade für das Ziel einer nachhaltigen M. ist diese Definition nicht geeignet.

M. ist eine Notwendigkeit des täglichen Lebens und verbraucht Energie, Ressourcen und Flächen. M. erzeugt Schadstoffe und Lärm, welche unsere Gesundheit stärker als bisher angenommen gefährdet, wie eine aktuelle Untersuchung der WHO zeigt. In der Diskussion um M. müssen Aspekte der Verkehrsangebote, die Raum- bzw. Siedlungsstruktur und deren Zugänglichkeit als Einheit betrachtet werden.

Weltweit nimmt der Straßenverkehr, besonders in den Industrieländern zu. Der Individualverkehr bildet den größten Zuwachs. Im Güterverkehr gilt heute weitestgehend das Just-in-time-Prinzip. Auslöser dieser Entwicklung sind z.B. Vergrößerung des Streckenbudgets, der zurückgelegten Strecken, Zunahme der Reisegeschwindigkeiten, Verfügbarkeit von Fortbewegungsmitteln und geringe Benutzung öffentlichen Verkehrsmittel.

Als Gründe der Verkehrszunahme werden soziale Trends wie kleinere Familien, höhere Scheidungsquoten, mehr berufstätige Frauen sowie größere Entfernungen zwischen Arbeitsplatz, Einkaufszentren und Wohnort genannt. Höhere Einkommen und mehr Freizeit haben zu einem starken Anstieg des Individualverkehrs geführt. Bereits 1990 wurde fast die Hälfte aller gefahrenen Kilometer in der Freizeit zurückgelegt.

Telearbeit, Videokonferenzen und elektronische Teletransaktionen,
Mobilfunk haben nicht die erhoffte Stabilisierung oder zu einem Rückgang des arbeitsbedingten Verkehrs geführt.

Mobilitätsleitbild: Vermeiden - Verlagern - Verbessern

  • Reduzierung der CO2-Emissionen und anderer Klimagasemissionen entsprechend den internationalen Klimaschutzabkommen
  • Verringerung von Flächenverbrauch und Bodenversiegelung für den Verkehr. Keine weitere Zerschneidung von zusammenhängender Naturlandschaft sowie Rückbau nicht zwingend notwendiger Verkehrsflächen.
  • Senkung der Emissionen (Schadstoffe und Lärm)
  • Vermeidung von Verkehr (Zwangsmobilität) durch siedlungspolitische Maßnahmen, mit dem Ziel, Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung durch kurze Wege miteinander zu verbinden.
  • Verlagerung stark motorisierter Verkehrsströme auf öffentliche Verkehrsmittel und flexible innovative Verkehrsmittel.
  • Entwicklung und Einsatz von ressourcenschonenden Fahrzeugen.

Projekte und Infos zu deutschen Mobilitätsprojekten: http://www.mobev.de
Infos zu Mobilität in Ballungsräumen: http://www.mobiball.de

Literatur:
Der Stau sind wir; Auto-Mobilität und neue Leitbilder. Vorschläge und Ideen für zukunftsfähige Lebensweisen; Bundesverband für Umweltberatung e.V., Bornstr. 12 / 13, 28195 Bremen
Im Internet kann auch online bestellt werden unter: www.vzbv.de

Verkehr - "Kein Klima für Autos"; Didaktische Hinweise, Projekttipps und 33 Arbeitsblätter (z.T. zweiseitig): DIN-A4-Kopiervorlagen. Im Anhang: Hintergrund-Informationen Hrg. Greenpeace, 1995, Verlag Die Werkstatt, Göttingen

Armin Böck/ Reiner Jung/ Thomas Kimm/ Elke Rink: Mobilität. Wenn Menschen was bewegen; Materialien für einen fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht Sek I 295 Seiten, DIN A 4, 10,40 € Unkostenbeitrag plus Portokosten. Unterrichtsbeschreibungen, Unterrichtserfahrungen, Kopiervorlagen, Arbeitsblätter und Folienvorlagen rund um das Thema Mobilität.
Direktbezug ausschließlich über: Forum Eltern und Schule, Huckarderstr. 12, 44147 Dortmund, Internet: www.ggg-nrw.de/Natur oder per Mail: wroer@aol.com

       

Autor: KATALYSE Institut

Mitwelt

Von Meyer-Abich eingeführter Begriff, um den Blickwinkel von der stark anthropogen bezogenen und auf den Menschen als im Mittelpunkt stehenden Subjekt hin zu einem auf die Eigenwelt der Natur einbeziehenden Sichtweise aufzuwerten.

Autor: KATALYSE Institut

Mittelwert

M. von z.B. Schadstoffmessungen über einen bestimmten Zeitraum spielen in der Bewertung von Meßdaten eine große Rolle.

Die Aussagekraft von M. muss jeweils am konkreten Fall überprüft werden, weil durch die Mittelung sowohl niedrigere als auch höhere Werte u.U. nicht genügend gewichtet werden.

Unter dem M. versteht man i.a. den arithmetischen M.. Er ist bei einer gegebenen Datenmenge definiert als Quotient aus der Summe der Messwerte und der Anzahl der Meßwerte. Beispiel: Die Messwerte betragen 6,3,7,5,7. Der M. beträgt demnach: (6+3+7+5+7):5=5,6. Die Aussagekraft eines so gewonnenen M. kann man nur durch die zusätzliche Berechnung der Streuung (sog. Standardabweichung) einer Messdatenreihe beurteilen. So ergibt sich in folgendem Fall ein schiefes Bild: Die Messwerte betragen 5,3,6,2,54. Der M. ergibt sich zu (5+3+6+2+54):5=14. Die Streuung ist hier wesentlich größer als beim ersten Beispiel, und der M. hat nur eine geringe Aussagekraft.
Vom M. zu unterscheiden ist der Medianwert.

Autor: KATALYSE Institut

Mittelungspegel

Die meisten Schallvorgänge sind nicht konstant, sondern zeitlich in ihrer Intensität verschieden.

Um solche Vorgänge mit einem einzigen Wert beschreiben zu können, werden sie über die Zeit gemittelt. Der energieäquivalente M. wird als Äquivalenter Dauerschallpegel bezeichnet.
Da das menschliche Gehör kein integrierendes Meßgerät ist und Schall nicht gleich Lärm ist, wird ein solches Verfahren dem tatsächlichen Empfinden in keiner Weise gerecht. So werden folgende Situationen durch den M. (65 dB) als identisch deklariert:
- Vorbeifahrt von 2.000 Pkw pro Stunde bei 50 km/h und 25 m Entfernung
- Vorbeifahrt eines üblichen D-Zugs pro Stunde bei 160 km/h und 25 m Entfernung; ansonsten herrscht völlige Ruhe
- Vorbeifahrt desselben D-Zugs, jedoch zusätzlich 200 Pkw pro Stunde.
So kann Ruhe durch Lärm ersetzt werden, ohne den Messwert dabei zu verändern. Da Lärmschutz nicht darin bestehen kann, ein schlechtes Meßverfahren zu verteidigen, sollte neben dem M. zusätzlich der Ruhezeitanteil mit angegeben werden. Dies würde eine erheblich bessere Beurteilung von Schallvorgängen zulassen, als daß dies beim M. oder dem auf dem M. basierenden Beurteilungspegel der Fall ist.

Autor: KATALYSE Institut

Mineralstoffe

M. sind anorganische Bestandteile in Boden, Wasser, Luft und Nahrung. Sie liefern dem menschlichen Organismus keine Energie, dienen ihm jedoch als Baustoffe u.a. für Knochen und Zähne.

In gelöster Form, als Elektrolyte, beeinflussen sie die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Körperflüssigkeiten. Als Bestandteile von organischen Verbindungen (Hormone, Enzyme usw.) sind M. beteiligt an der Steuerung lebensnotwendiger Funktionen.

Nach dem Bedarf des Menschen unterscheidet man Mengenelemente (Calcium, Natrium, Kalium, Phosphor, Magnesium) und Spurenelemente (Jod, Selen usw.).

Autor: KATALYSE Institut

Mineralisierung

M. ist der Abbau organischer Verbindungen vorwiegend durch Mikroorganismen zu anorganischen Stoffen (Kohlendioxid, Wasser sowie Oxiden, Hybriden oder Mineralsalzen).

Die M. ist von großer Bedeutung für die Freisetzung von Nährstoffen beim Um- und Abbau im Boden befindlicher organischer Stoffe wie etwa Ernte- und Wurzelrückstände, Stallmist, Gründüngung, Laub usw., und die Rückführung in den Nährstoffkreislauf. Die Höhe der M.-Rate hängt von der Anzahl der Bodenorganismen, der Temperatur, dem pH-Wert und der Feuchtigkeit des Bodens sowie von der zur Verfügung stehenden organischen Masse ab.

Naturfremde Substanzen hingegen werden nur selten vollständig und schnell mineralisiert, meist lassen sich entsprechende Molekülbruchstücke der naturfremden Substanzen im Humus nachweisen. Die M. ist auch bedeutend für die Selbstreinigung von Gewässern, Vorflutern und für die biologische Stufe von Kläranlagen (Abwasserreinigung), wo organische Stoffe durch Mikroorganismen mineralisiert werden.

Autor: KATALYSE Institut

Mikrowellen

M. sind elektromagnetische Wellen (Elektromagnetische Strahlung) im Hochfrequenzbereich von ca. 0,5 GHz bis ca. 300 GHz.

Sie werden, dank ihrer Eigenschaft Wolken, Nebel und Wasser durchdringen zu können, eingesetzt in der Nachrichten- und Kommunikationstechnik, in der Navigations- und Detektorentechnik (Radar = Radio Detecting and Ranging) und dank ihrer thermischen Eigenschaften zum Erhitzen von Nahrungsmitteln in industriellen Trocknungsanlagen und M.-Herden sowie zur medizinischen Therapie.

Trocknungsanlagen und Herde werden durch eine Metallkapselung abgeschirmt, so dass die M. nicht aus der Anlage bzw. aus dem Gerät treten können und möglichst wenig Strahlung an die Umgebung abgeben.Dagegen sind M.-Sender offene M.-Quellen.

Der Hauptschädigungsmechanimus sind die thermischen Schäden. Bekannt ist bei Radartechniken der M.-Star, eine Augenlinsentrübung (Grauer Star) infolge von M.-Strahlung, und die Sterilität bei Männern. Solche starken Schädigungen treten nur in Nähe starker M.-Sender auf, z.B. militärische und zivile Luftraumüberwachung. Für die Umgebung solcher Sender wurden auch Waldschäden (Waldsterben) beobachtet.

Verkehrsradar zur Geschwindigkeitskontrolle ist dem gegenüber um Größenordnungen schwächer. Nichtthermische Gesundheitsgefahren können beim sogenannten Elektrosmog durch Mobiltelefone oder Mobilfunkstationen entstehen.

Für den Bürger, der nicht unmittelbar neben einem Radarsender wohnt, ist der M.-Herd die wichtigste potenzielle Strahlungsquelle. Etwa jeder zweite bundesdeutsche besitzt einen M.-Herd.

Die in der Nahrung enthaltenen Wassermoleküle absorbieren die M.-Energie und heizen sich dadurch bei nur geringen Energieverlusten auf. Durch die Erwärmung von Lebensmitteln mittels M. werden eine Reihe biochemischer Veränderungen bewirkt, die jedoch insgesamt nicht gravierender sind als die Veränderungen beim Braten, Backen oder Kochen.

Allerdings können M.-erhitzte Gerichte geschmacklich leiden, da die richtigen Bedingungen für die Entfaltung des vollen Geschmacks (z.B. Bräunung) fehlen, weshalb M.-geräte häufig mit einer Grillschlange ausgerüstet werden. Im Unterschied zu den konventionellen Methoden kann die Nahrung durch M. sehr ungleichmäßig erhitzt werden (Verbrennungsgefahr beim Essen oder Trinken).

Eine weitere Gefahr besteht darin, wenn man Nahrung mittels M. nur bis zur Esstemperatur aufgewärmt wird; die dabei auftretenden Temperaturen genügen nicht immer zum Abtöten von Salmonellen (Salmonellosen).

M.-Herde sind der heimische Zugang zu umweltbelastender Tiefkühlkost und Fast Food. Energiespareffekte gegenüber konventioneller Erwärmung stellen sich nur bei der Zubereitung kleiner Portionen ein.

Wichtig ist, dass die M. im M.-Herd gefangen bleiben, da austretende M. bei Menschen (und Tieren) zu schweren inneren Hitzeschäden, Gewebeschäden und Missbildung beim Embryo führen können. Bei modernen, intakten Geräten ist dies gewährleistet. Nach den Prüfvorschriften des VDE sollen M.-Herde bei geschlossener Tür nicht mehr als 5 mW/cm² (zukünftig 1 mW/cm²) Störstrahlenintensität nach außen abgeben. Geräte neuerer Bauart liegen bis zum zehnfachen (bzw. zweifachen) unter diesem Grenzwert und arbeiten nur bei geschlossener Tür. Stichproben zeigten allerdings, dass etwa 10 Prozent der alten Geräte erhebliche Leckagen aufweisen.

Manche TÜV-Niederlassungen testen gegen Entgelt M.-Geräte auf solche Leckagen. Preiswerte M.-Prüfgerate (ca. 10 Euro) für eigene Messungen sind im Elektrohandel erhältlich.

Obwohl bei modernen M.-Herden die Sichtfenster nicht mehr Strahlung durchlassen als Rück- und Seitenwände, sollten Kinder auf keinen Fall mit dem Gesicht am Sichtfenster kleben. Die austretenden M. sind in unmittelbarer Nähe des Gerätes noch intensiv genug, um bei längerer Einwirkung Augenschäden (Grauer Star) verursachen zu können.

Autor: KATALYSE Institut

Mikroorganismen

Mikroskopisch kleine, einzellige Organismen, z.B. Bakterien, Blaualgen sowie ein großer Teil der Algen und Pilze.
Viren gehören nicht zu den M. Eine Aufstellung verschiedener M. findet sich unter Bodenorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

Mikrobielles Transformationsvermögen

Die Umsetzung der organischen und anorganischen Stoffe im Boden durch einzellige Mikroorganismen (Bodenorganismen) wird als M. bezeichnet.

Nach der Art des umzusetzenden Stoffes unterscheidet man:
- Kohlenhydratabbau, d.h. Abbau von Cellulose, Hemicellulose, Zucker und Stärke zu Kohlendioxid und Wasser bei Sauerstoffverbrauch (Abbau).
- Eiweißabbau zu Aminosäuren, Ammoniumverbindungen und Nitrat.
- Nitrifikation, d.h. die Umwandlung von Ammoniumverbindungen (NH4) zu Nitrat (NO3) in zwei Stufen: NH4 zu NO2 durch die Bakterienart Nitrosomonas und NO2 zu NO3 durch Nitrobacter-Luft-Stickstoffbindung entweder durch frei im Boden lebende Bakterien wie z.B. dem säureempfindlichen und aerob lebenden Acetobacter oder dem säureunempfindlichen und anaerob lebenden Bacillus amylobacter oder durch die in Symbiose mit Pflanzenwurzeln lebenden Knöllchenbakterien oder Actinomyceten. Damit können Bodenorganismen dem Boden Stickstoffverbindungen zuführen und damit Düngemittel ersetzen (Bodenorganismen).
- Umsetzung der Schwefelsäure zu Schwefelwasserstoff durch anaerobe Bakterienarten, die daraus für sich Sauerstoff gewinnen oder umgekehrt die Oxidation des Schwefels und der Sulfide zu Sulfaten und Schwefelsäure.
- Oxidation und Reduktion von Eisenverbindungen.

Autor: KATALYSE Institut

Migration

Allgemeine Bezeichnung für Substanzverlagerungen in verschiednenen Medien; z.B. wurden 1985 hohe Rückstandswerte von
Diethylenglykol in bestimmten Lebensmitteln nachgewiesen, die in mit dem Weichmacher
Diethylenglykol behandelten Zellglasfolien verpackt wurden.

Besondere Bedeutung hat die M. bei Verpackungen von Arzneimitteln und Lebensmitteln. Die Gesamtmenge aller migrierenden Stoffe wird als Global-M. bezeichnet.
Die Kunststoff-Kommission beim Bundesgesundheitsamt begrenzt die maximalen Übergangswerte von Verpackungsinhaltsstoffen durch Empfehlungen und Verordnungen.
In der Geologie wird die Verlagerung des Erdöls vom urzeitlichen Entstehungsort zum heutigen Fundort als M. bezeichnet.
EN71

Autor: KATALYSE Institut

Methanol

M. (veraltet Methylalkohol, auch Holzgeist genannt) ist eine farblose Flüssigkeit von alkoholischem Geruch mit einem MAK-Wert von 200 ml/m3 (ppm) entsprechend 260 mg/m3.

M. ist ein wichtiges chemisches Grundprodukt und wird hauptsächlich zur Herstellung von Formaldehyd verwendet. Produktionsmenge 1991 früheres Bundesgebiet: 716.000 t.
Für die Giftigkeit von M. ist die beim Abbau im Körper gebildete Menge von Ameisensäure entscheidend. Bereits wenige ml M. können zu Erblindung führen. Häufig wiederholte Aufnahme kleiner M.-Mengen, z.B. bei beruflicher Einatmung der Dämpfe, verursacht Schleimhautreizungen, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe, Verdauungs- und Blasenstörungen. M. findet auch als Energieträger in Verbrennungsmotoren oder Brennstoffzellen Verwendung (Verbrennung).

Autor: KATALYSE Institut

Metallindustrie

In der M. fallen erhebliche Mengen an Abfallstoffen (Sonderabfälle) und z.T. sehr giftige Abwässer in Metallbeizereien, in Eloxalbetrieben (Aluminium) und in Galvanikbetrieben (Galvanisieren) an.
Ganz ähnliche Abwässer finden sich auch in der Elektroindustrie und in derElektronikindustrie, da dort z.T. die gleichen Arbeitsgänge auftreten.

Beizereien: Zum Entfetten werden Lösemittel, u.a. chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) verwendet, die nach Gebrauch entsorgt werden müssen (Sonderabfälle, Verbrennung auf hoher See). Beim Beizen fallen zwischen 10 und 30 kg/t Eisen an salzsäure- oder schwefelsäurehaltigen Bädern an (Chlorwasserstoff, Schwefelsäure).
Eloxalbetriebe: Beim Korrosionsschutz von Aluminium mit dem Eloxal-Verfahren fallen ebenfalls CKW zur Entfettung sowie säure- und fluoridhaltige Bäder an (Fluor). Bei der Neutralisation dieser Bäder entstehen Schlämme, die als Sonderabfälle deponiert werden müssen.
Galvanikbetriebe: In Galvanikbetrieben fallen v.a. chromat- und cyanidhaltige Abwässer an, die hochgiftig sind und entgiftet sowie neutralisiert werden müssen (Chrom). In den drei genannten Bereichen kann die Abwassersituation durch Kreislaufführung von Wasser sowie die Wiedergewinnung von Wertstoffen erheblich verbessert werden.

Lit.: Institut Fresenius u.a. (Hrsg.): Abwassertechnologie, Berlin 1984

Autor: KATALYSE Institut

Metalle

(griechisch: metallon = Bergwerk) Lichtundurchlässige, stark glänzende, elektrischen Strom gut leitende chemische Elemente.

Sie machen rund 80 Prozent der heute bekannten chemischen Elemente aus. Die Dichte von M. liegt zwischen 0,534 g/cm3 (Lithium) und 22,48 g/cm3 (Osmium). Oberhalb einer Dichte von ca. 4,5 g/cm3 spricht man von Schwermetallen, darunter von Leichtmetallen.

Viele M. weisen untereinander viel größere Ähnlichkeiten auf als man sie unter den anderen Elementen findet. M. treten in der Natur nur sehr selten in elementarer Form (gediegen) auf, sondern kommen meist in chemischer Verbindung in Form von Erzen vor. Viele M. sind für den Menschen essentiell, können aber in größeren Mengen sehr giftig sein (Selen, Arsen, Chrom).

Einige M. sind nicht lebensnotwendig und schon in geringen Mengen für den Menschen giftig (z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber, Thallium). Zwischen der Giftigkeit der M. und deren Stellung im Periodensystem gibt es eine Gesetzmäßigkeit. DieToxizität von M. einer Gruppe steigt mit ihrer Atommasse. M. der 6. Periode sind somit potentiell die giftigsten (z.B. Quecksilber) und M. der 3. Periode die ungiftigsten (z.B. Magnesium).

Die M.-Aufnahme des Menschen erfolgt in erster Linie über die Nahrung sowie das Rauchen und Verschlucken von Staub- und Bodenpartikeln.

M. haben in der heutigen Zeit praktisch in allen Lebensbereichen eine große Bedeutung. Da die bekannten M.-Erzlagerstätten in absehbarer Zeit erschöpft sein werden, ist es notwendig langfristige Konzepte zur Rohstoffsicherung zu entwickeln, die v.a. die Vermeidung und das Recycling von metallischen Abfällen forcieren.

Autor: KATALYSE Institut

Metabolit

Stoffwechsel- bzw. Zwischenprodukte, die im Organismus durch Auf- oder Abbaureaktionen entstehen (Anabolite und Katabolite).

Man unterscheidet endogene M., die der Organismus selbst herstellt und benötigt (z.B. Hormone), und exogene M., die von fremden Organismen erzeugt werden und die der betreffende Organismus von außen aufnimmt (z.B. Vitamine).

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Messing

Messing ist eine Legierung, die v.a. aus Zink und Kupfer besteht. Messingsorten haben einen unterschieldichen Zinkanteil. Häufig wird die Legierung CuZn37 (mit 37 Prozent Zink) verwendet. Messing kann bis zu 3 Prozent Blei enthalten; enthält die Legierung mehr Blei, wird sie dem Sondermessing zugeteilt. Damit Messing nicht reißt, spröde wird und sich gut verarbeiten lässt, enthält es mehr als 50 Prozent Kupfer.

 VI. Literatur und Quellen

  • Das KATALYSE Umweltlexikon, 2. Auflage Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, seit dem Jahr 1997 gepflegt und ständig erweitert als Online-Umweltlexikon, KATALYSE Institut Köln 2006
  • Bahadir, M./Parlar,H./Spiteller, M.: Springer Umweltlexikon; Springer Verlag, Hamburg 2000
  • Baier, E.: Umweltlexikon; Ponte Press Verlags GmbH, Bochum 2002
  • Karcher, R. Jakubke, H.: Lexikon der Chemie; Studienausgabe, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998
  • Römpp, H./Falbe, J./Regitz, M .: Römpp Lexikon Chemie, 10. Auflage, Thieme Verlag Stuttgart 1996-1999
  • Ullmann 1987: Ullmann`s Encyclopedia of Industrial Chemistry, Fifth Completely Revised Edition, Vol. A 10, Weinheim

Autor: KATALYSE Institut