Bims

Bims ist ein vulkanisches Lavagestein (Natur-B.), dessen Vorkommen in Deutschland in den Gebieten von Laacher See und Neuwieder Becken sind und dort unter erheblicher Landschaftszerstörung abgebaut wird.

B. kann auch technisch erzeugt werden. Man bezeichnet diesen als Hütten-B.. B. wird häufig in der Bauindustrie verwendet und dient als Grundmaterial für die Herstellung von Leichtbetonsteinen. Der B. ist ein poröses Gestein und verleiht aufgrund dessen den Leichtbetonsteinen eine erhöhte Wärmedämmfähigkeit. Für die Bauindustrie sind ausreichende Ressourcen vorhanden.

Das Grundmaterial für Hütten-B. ist Hochofenschlacke, diese wird mit Hilfe von Wasser oder Dampf geschäumt und zerkleinert. Nach Zufügen von Wasser, Bindemitteln (Kalk oder Zement) und ggf. Zusätzen erhärtet der Hütten-B. an der Luft (mind. 90 Tage). Der Herstellungsprozeß von Hütten-B. ist energieintensiv. Als Schadstoffe werden Kohlen- und Schwefeldioxid, Säuren, Chrombestandteile und Stäube emittiert. Natur- und Hütten-B. können erhöhte Radioaktivität (radioaktive Baustoffe) aufweisen.

Autor: KATALYSE Institut

Beton

B. ist ein Gemisch aus {-Zuschlägen (v.a. Sand und Kies), Bindemitteln (Zement) und Wasser.}

Man unterscheidet nach verwendeten Zuschlagstoffen Leicht-B. (Bims, Blähton), Normal-B. (Sand, Kies, Schlacke) und Schwer-B. (Eisenerz, Stahlschrott). Darüber hinaus gibt es Bio-B., welchem als Bindemittel Kalk und als Zuschläge auch Kalksteinmehl und Ziegelsplitt beigemischt werden. Bio-B. ist für eine Ausführung als Stahlbeton ungeeignet, da er keinen Korrosionsschutz bietet.

B. erhärtet sowohl an der Luft als auch unter Wasser. Noch Jahre nach der Herstellung enthält B. viel Feuchtigkeit (Baufeuchte), was zu einem ungesundem Raumklima führt. Die Diffusionsfähigkeit von B., v.a. von Fertigbetonteilen, ist gering, der Dampf-Diffusionswiderstand ca. 5-50mal so hoch wie bei Ziegelsteinen. B. besitzt eine geringe Wärmedämmfähigkeit, jedoch ein gutes Wärmespeichervermögen (k-Wert).

Mit erhöhter Radioaktivität ist v.a. bei den Zuschlägen für Leicht-B. und einigen Zementen zu rechnen (Radioaktive Baustoffe).

Da B. keinen statischen Zug aufnehmen kann, werden Decken, Unterzüge, Stützen etc. aus B. mit Stahlstäben und -matten bewehrt. Dies führt zu Änderungen der natürlichen elektrischen und magnetischen Felder. Zusätzlich können künstliche elektrische Felder an die Bewehrung kapazitiv ankoppeln (Elektrosmog ).

Autor: KATALYSE Institut

Betablocker

Umgangssprachlich für Beta-Rezeptoren-Blocker, Pharmaka, welche die Wirkung der Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin reduzieren.

Nach Gabe von B. sinkt die Herzfrequenz, die Erregbarkeit wird herabgesetzt, die maximale Kontraktionskraft reduziert, der Sauerstoffbedarf des Herzens ist vermindert.

Autor: KATALYSE Institut

Beschichtungen

B. sind meist mehrere in sich zusammenhängende Schichten, die aus Beschichtungsstoffen bestehen und auf Untergründen aufgebracht sind.

Untergründe sind z.B. Putz, Tapete, Stein, Beton, Metall,

Holz o.ä. Beschichtungsaufbau ist Imprägnierung, Grundierung, Zwischenanstrich und Endanstrich. Beschichtungsstoffe sind je nach Dicke: Imprägnierung, Wachs, Lasur, Dickschichtlassur, Lack, Anstrichsiegel oder Putz. B. lassen sich durch Streichen, Rollen, Spritzen, Tauchen, Spachteln oder Gießen aufbringen. B. beeinflussen als Grenzfläche zwischen Wand und Innenraum entscheidend das Innen-Raumklima.

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Beryllium

Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Be, Ordnungszahl 4, Schmelzpunkt 1.285 Grad C, Siedepunkt 2.970 Grad C, Dichte 1,85 g/cm3, silberweißes, glänzendes, leicht oxidierbares, giftiges Metall.

B. und seine Verbindungen stehen in der MAK-Liste unter III A2 der im Tierversuch krebserzeugenden Arbeitsstoffe, TRK 0,005 mg/m3für Produktionsbetriebe bzw. 0,002 mg/m3 für alle anderen Betriebe. Sie werden in Form von Staub und Dämpfen in den Körper aufgenommen und verursachen schwere irreversible Lungenschäden (Lungenödem), die tödlich ausgehen können. Da B. praktisch nicht ausgeschieden wird, kann es bei chronischer Exposition zu Leberschäden und Milzvergrößerung kommen. Die Latenzzeit einer Erkrankung kann bis zu 30 Jahren dauern.

B. kommt in der Erdkruste recht selten vor (0,006 Prozent). Das wichtigste B.-Mineral ist der Beryll, aus dem früher auch Linsen geschliffen wurden (daher das Wort Brille). Die Weltförderung liegt rund 9.000 t. Reines B. ist für Röntgenstrahlen etwa 17mal stärker durchlässig als Aluminium und findet daher als Röntgenfenster Anwendung.

In Legierungen verleiht es anderen Metallen (Kupfer, Aluminium, Nickel, Cobalt, Eisen) Härte, Temperatur- und Korrosionsstabilität (z.B. Anwendung als Uhrfedern und in funkenfreien Werkzeugen). B. kann aber auch anstelle von Graphit oder schwerem Wasser in kleinen Kernreaktoren oder Atomwaffen als Moderator eingesetzt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Bergbau

Im B. fördert man aus der Erde Metallerze, Salze, Gesteine und fossile Brennstoffe.

B. ist immer mit Eingriffen in Landschaft und (hydro-)geologische Verhältnisse sowie mit Staubemissionen verbunden (Staub). Durch Wiederverwendung gebrauchter Rohstoffe (Recycling, Metalle) lassen sich Abbau und damit Umweltbelastung reduzieren. Besondere Probleme treten wegen der hohen Materialentnahme aus der Erde und massiven Eingriffen in den Wasserhaushalt beim Abbau von Braun- und Steinkohle auf. Der Abbau von Uran führt zu radioaktiver Belastung von Bergarbeitern und Umwelt.

Autor: KATALYSE Institut

Benzo(a)pyren

B. (C20H12), ist ein aus 5 Benzolringen bestehender polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff und stark cancerogen.

Der cancerogene Charakter wird durch die Lage der Benzolringe bestimmt (z.B. ist 3,4-B. ein starkes Kanzerogen im Gegensatz zu 1,2-B.).

Quellen der Belastung: Autoabgase (insb. aus Dieselmotoren; Schadstoffe aus Kfz), Straßenstaub, Ackererde, Tabakrauch (entscheidende Bedeutung für die Entstehung von Lungenkrebs), in geräucherten und auf Rost gegrillten Lebensmitteln. Hoher Gehalt in zahlreichen Nahrungsmitteln des täglichen Bedarfs durch "Fall-out" in Industriegebieten (Gemüse, insbesondere Blattgemüse, Obst).

B. entsteht bei 500-600 GradC, z.B. wenn Fett auf glühende Holzkohle tropft und verdampft (beim Grillen von Fleisch auf offenem Holzkohlenfeuer).
B. führt bei regelmäßiger Aufnahme in bestimmter Dosis zu Magenkrebs. Der Grenzwert für B. in Lebensmitteln liegt bei 1 ppb (1 mycrog/kg).

Der Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Zigarettenkonsum (Tabakteer) ist nachgewiesen.
Berufskrankheiten: Schornsteinfeger (Krebs), Arbeiter in Brikettfabriken (Gesichtskrebs).

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Batterien

Zusammenschaltung mehrerer gleichartiger technischer Geräte (Strom-, Spannungsquellen, Kondensatoren).

Üblicherweise auch allgemeine Bezeichnung für einzelne elektro-chemische Energiespeicherzellen (Chemischer Speicher). Sie enthalten chemische Energie, die beim Entladen in Form von elektrischer Energie abgegeben wird. Die Grundbausteine sind zwei Elektroden aus unterschiedlichen Materialien und einer geeigneten elektrisch leitfähigen Flüssigkeit oder Paste (Elektrolyt). Die sich zwischen den Elektroden aufbauende Spannung ist abhängig von der Wahl der Elektrodenmaterialien. Häufig verwendete Systeme sind:

Alkali-Mangan-Batterien, Lithium-Batterien, Quecksilberoxid-Batterien, Silber-Luft-B., Zink-Kohle-B., Zink-Luft-B.. Die genannten Systeme sind nach Gebrauch nicht wiederaufladbar und werden daher als Primärbatterien bezeichnet. Man darf auf keinen Fall versuchen, Primär-B. aufzuladen, da der Elektrolyt auslaufen oder die B. sogar explodieren kann. Aufladbare B. heißen Akkumulatoren.

Bei Gebrauch von B. ist darauf zu achten, daß sie vollständig entladen werden oder im entladenen Zustand zu lange gelagert werden. Besonders bei Zink-Kohle-B. besteht die Gefahr des Auslaufens. Daher immer einen kompletten B.-Satz eines Gerätes bei deutlicher Leistungsabnahme wechseln (nie einzelne B. eines Satzes wechseln!) oder bei längerer Nichtbenutzung eines Gerätes B. herausnehmen. Neuerdings ist auf Primär-B. ein Datum aufgeprägt, welches bei richtiger Lagerung (+15 bis +25 Grad C) den Zeitpunkt angibt, zu dem der Hersteller noch eine volle Leistungskapazität garantiert.

B. bilden einen Großteil des Metallabfalls in unseren Haushalten (Hausmüll). Daher empfiehlt es sich, auch alle anderen B.-Typen aus dem Hausmüll ferzuhalten und sie einer gesonderten Batterie-Entsorgung zuzuführen.
Die größte Gesundheitsgefährdung geht von B. aus, wenn sie verschluckt werden (besonders darauf achten, daß kleine Bauformen z.B. Knopfzellen nicht in Kinderhände gelangen).

Die schützende Umhüllung kann sich im Magen auflösen, so daß der Inhalt schwere Vergiftungen oder Verätzungen bewirkt. Sollte eine B. dennoch verschluckt werden, auf keinen Fall warten bis sie über den normalen Weg ausgeschieden wird. Sofort durch Erbrechen versuchen sie aus dem Körper zu entfernen und auf jeden Fall einen Arzt benachrichtigen.

Autor: KATALYSE Institut

Backofen- und Grillreiniger

Aggressive Spezialreiniger (Reinigungsmittel) zur Entfernung verkrusteter Speiserückstände.

Neben den schmutz- und fettlösenden Tensiden beruht ihre Wirkung auf der Fett- und Eiweißspaltung durch starke Basen (Natriumhydroxid, organische Amine) und der Gegenwart von Lösemitteln (insbesondere Butylglykol). Entsprechend sind diese Produkte hoch alkalisch (pH-Wert bis 14) und ätzend. Besondere Gefahr geht von B. bei der Anwendung als Aerosol (Spraydosen) aus.

Backofen- und Grillreiniger sollten grundsätzlich vermieden werden. Handlungsalternativen wären Einweichen der möglichst noch frischen, warmen Verschmutzungen mit alkalischer Schmierseife (Seife) oder einem Speiseöl und nachfolgende Behandlung mit Scheuermitteln.

Autor: KATALYSE Institut

BSB

Biologischer oder biochemischer Sauerstoffbedarf.

Der B. ist neben dem CSB eine wichtige Beurteilungsgröße für die Belastung von Wasser und Abwasser mit organischen Stoffen. Die Bestimmung des B. erfolgt durch die Ermittlung der von Mikroorganismen benötigten Sauerstoffmenge, die bei 20 Grad Celsius zum Abbau der im Wasser enthaltenen organischen Substanzen benötigt wird. Als Bezugszeitraum dienen meist 5 Tage (BSB5).

Siehe auch: Sauerstoffzehrung, Gewässergüte, Gewässerbelastung, biochemischer Sauerstoffbedarf

Autor: KATALYSE Institut

Brauchwasser

Wasser, das nicht die hohe Qualität von Trinkwasser besitzen muß, da es für technische Prozesse benutzt wird, also z.B. für Reinigungszwecke und als Kühlwasser in der Industrie.

Im Haushalt könnte B. zur WC-Spülung, zum Putzen der Böden oder als Autowaschwasser verwendet werden (Wassersparen, Autowäsche). Denkbar sind hier 2 getrennte Leitungssysteme, von denen das eine mit Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung und das andere als B.-System mit Regenwasser gespeist wird.

Siehe auch: Warmwasserbereitung, Wasser, Trinkwasser, Kühlwasser, Industrie

 

Autor: KATALYSE Institut

Beschleunigungsgesetz

Das B. wurde nach der Wiedervereinigung 1991 in Ostdeutschland eingeführt, um die Planungen für den Bau von Verkehrswegen zu beschleunigen.

Es sieht vor, dass Klagen gegen Projekte nicht den normalen mehrstufigen Instanzenweg der Gerichte durchlaufen, sondern direkt und in letzter Instanz vom Bundesverwaltungsgericht entschieden werden.

Aktuell soll das B. zur Planung von Verkehrswegen bis zum Ende der Laufzeit des Solidarpaktes II im Jahr 2019 verlängert werden.

Dies soll helfen, Infrastrukturprojekte auch in Zukunft schneller zu realisieren. Hierdurch werden Planungsverfahren um Jahre beschleunigt, wovon v.a. die Wirtschaft direkt profitiert. Dagegen sind die Umweltverbände und Bündnis 90/Die Grünen, die hierin eine Beschneidung der Bürgerrrechte sehen und befürchten, dass schützenswerte Landschaften und Biotope der Verkehrswegeplanung geopfert werden.

siehe Stichwort
Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz

Autor: KATALYSE Institut

Bleirohre

Das Problem B. ergibt sich in Altbauten. B. wurden in den alten Bundesländern bis 1960 verlegt.

Blei wird aus dem Rohrleitungsmaterial herausgelöst, insbesondere dann, wenn das Wasser einen niedrigen pH-Wert hat (Problem bei Eigenversorgern aus Privatbrunnen), wenn das Wasser lange in der Leitung steht (über Nacht), bei langen Leitungen (obere Stockwerke) und wenn das Wasser arm an härtebildenden Ionen (Calcium und Magnesium, Wasserhärte) ist, die bei Ausfällung eine Kalkschutzschicht bilden können. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt bei 40 mycrog/l und wird bei ungünstigen Bedingungen häufig überschritten.

Autor: KATALYSE Institut

Biologische Reinigung

Siehe Abwasserreinigung, Belebtschlamm, Mikroorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

Bewässerung

B. ist die Versorgung von Agrar- und Kulturland mit Wasser, um das Wachstum von Pflanzen bei fehlenden Niederschlägen zu gewährleisten. Die B. ist eine uralte Technik der Landwirtschaft. Bereits in den Hochkulturen von Ägypten, Mesopotamien, Indien und China wurden ausgiebig B.-techniken eingesetzt.

B. soll dafür sorgen, dass genügend Frischwasser über die Bodenfläche geführt wird. Insbesondere in ariden Gebieten, in denen der Niederschlag oft niederer als die Verdunstung ist, muss zur Vermeidung der Versalzung des Bodens über den Pflanzenbedarf hinaus bewässert und dieses Wasser wieder abgeführt werden

  • Wasserstau auf horizontalen Flächen
  • Rieselsysteme und Tröpfchenb.
  • Verrieselung über geneigte Flächen
  • Versprühung von Wasser über den zu beregnenden Flächen (Beregnungsanlage)

Beregnungsanlagen sind in der modernen Landwirtschaft am weit verbreitet. Neben Regnern mit kleiner Reichweite kommen auch selbstfahrende Beregnungsmaschinen zum Einsatz. Mit diesem Verfahren ist auch die Frostschutzberegnung, wie etwa im Obstbau zur Blütezeit möglich. Dabei wird bei Frosttemperaturen beregnet. Die beim Gefrieren des Wassers freiwerdende Energie und die Bildung eines Eismantels schützt die Pflanzen vor schädigende Auswirkungen des Frosts.

Bei der Tröpfchenb. werden an Schläuchen Abflüsse installiert, die nur geringe Wassermengen unabhängig vom Druck im Schlauch abgeben. In trockenen Ländern zum wassersparenden Einsatz entwickelt, findet dieses Verfahren in Mitteleuropa auch im Weinbau, im Hausgarten und in Parkanlagen Anwendung. Durch die genaue Aufbringung des Wassers ohne Verdunstungsverluste, werden die Blätter nicht benetzt, so dass Pilzerkrankungen der Pflanzen nicht gefördert werden.

Die Qualität des B.-wassers muss den Anforderungen der zu kultivierenden Planzen und den hygienischen Mindeststandards entsprechen. Internationale Richtlinien dazu wur-den von der FAO in Rom heraus gegeben.

Die B. in der Landwirtschaft spielt bei der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe von kostengünstigen, in den Entwicklungsländern selbst erzeugten B.-technologien wie Pumpen und wassersparender Tropfb. kann mehr Nahrung, Arbeitsplätze und Einkommen geschaffen werden. Rund 40 Prozent der weltweit erzeugten Nahrung stammen von bewässerten Feldern.

Die Weltbevölkerung wird von heute rund 5,9 Milliarden Menschen auf voraussichtlich 8 Milliarden Menschen im Jahre 2025 steigen. Rund 60 Prozent der in Zukunft erforderlichen zusätzlichen Nahrungserzeugung muss dann mit Hilfe von B. produziert werden. Kleine und angepasste B.-systeme helfen den Bauern, mehr Nahrung zu erzeugen. Angepasste B.-systeme schaffen mehr Arbeitsplätze.

In Bangladesch ist beispielsweise die Zahl der Beschäftigten im ländlichen Raum zwischen 1985 und 2002 um rund 250 Prozent gestiegen. In Kenia und Zimbabwe verfügen Kleinbauern aufgrund der B. inzwischen über regelmäßige Einkünfte. B.-systeme für Kleinbauern müssen leicht anwendbar und dürfen nicht zu teuer sein. Die Armen müssen unterstützt werden, ihre Wasserrechte gegen konkurrierende Wassernutzer wie große Farmen und Industrie zu verteidigen.

Siehe auch: Melioration und Bodenversalzung

Autor: KATALYSE Institut

Belebtschlamm

B. oder belebter Schlamm ist die Ansammlung sehr vieler verschiedener Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die in der biologischen Stufe einer Kläranlage (Abwasserreinigung) die löslichen organischen Stoffe abbauen.

Wichtig ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung des B. durch Einblasen von Luft oder Sauerstoff. Im Tropfkörperverfahren wächst der B. auf der Tropfkörperfüllung (Kies, Schlacke, Kunststoff), das Abwasser wird oben auf den Tropfkörper verrieselt. Hohe Schadstoffbelastungen im Abwasser können die Reinigungswirkung des B. beeinträchtigen.

Siehe auch: Mikroorganismen, Abwasserreinigung

Autor: KATALYSE Institut

Baugesetzbuch

Das B. (BauGB), seit 1.7.1987 in Kraft, faßt die beiden Bundesgesetze über das Städtebaurecht, also das Bundesbaugesetz und das Städtebaugesetz, zusammen.

 

Im materiellen Recht wie im Bereich des Verfahrensrechts enthält es für die Gemeinden wichtige Erleichterungen. Die kommunale Selbstverwaltung und gemeindliche Planungshoheit werden durch das Gesetz gestärkt (Bebauungsplan). Neue Grundlagen werden für die Bauleitplanung, deren Aufstellung und Bestandskraft festgelegt. Das gemeindliche Vorverkaufsrecht wird vereinfacht.

Die Zulässigkeit von Vorhaben wird neu geregelt. Ebenso ergeben sich Neuerungen im Erschließungs- und Sanierungsrecht. Die Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen stadtentwicklungspolitischer Entscheidungen wird durch die Gemeinde und nicht mehr durch Sonderbehörden vorgenommen.

Lit.: Deutscher Bundestag, Das neue B., Bonn 1986

Autor: KATALYSE Institut

Bundesumweltministerium

Das B. wurde 1986 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Bonn gegründet.

Seine Zuständigkeit umfasst den Umwelt- und Naturschutz sowie die Reaktorsicherheit, nicht jedoch die Umweltprobleme verursachenden Politikbereiche wie Verkehrspolitik, Wirtschaftpolitik oder Baupolitik.
Bis 1986 kümmerten sich innerhalb der Bundesregierung drei verschiedene Ministerien um Belange des Umweltschutzes: das Innenministerium, das Landwirtschafts- und das Gesundheitsministerium. Am 6. Juni 1986 wurde das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gebildet. Es ist seitdem innerhalb der Bundesregierung federführend verantwortlich für die Umweltpolitik des Bundes.

Das Ministerium, dessen erster Dienstsitz auf Beschluss des Deutschen Bundestages Bonn ist, beschäftigt dort sowie an seinem zweiten Dienstsitz Berlin in sechs Abteilungen rund 870 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehören außerdem drei Bundesämter mit zusammen mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesamt für Strahlenschutz. Darüber hinaus wird das Ministerium in Form von Gutachten und Stellungnahmen von mehreren unabhängigen Sachverständigengremien beraten. Die wichtigsten Beratungsgremien sind der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen und der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen.

Autor: KATALYSE Institut

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Das B. wurde 1986 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Bonn gegründet.

Seine Zuständigkeit umfaßt Umwelt- und Naturschutz sowie Reaktorssicherheit, nicht jedoch die Umweltprobleme verursachenden Politikbereiche wie Verkehrspolitik, Wirtschaftpolitik oder Baupolitik.
Bis 1986 kümmerten sich innerhalb der Bundesregierung drei verschiedene Ministerien um Belange des Umweltschutzes: das Innenministerium, das Landwirtschafts- und das Gesundheitsministerium. Am 6. Juni 1986 wurde das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gebildet. Es ist seitdem innerhalb der Bundesregierung federführend verantwortlich für die Umweltpolitik des Bundes.

Das Ministerium, dessen erster Dienstsitz auf Beschluss des Deutschen Bundestages Bonn ist, beschäftigt dort sowie an seinem zweiten Dienstsitz Berlin in sechs Abteilungen rund 870 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehören außerdem drei Bundesämter mit zusammen mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesamt für Strahlenschutz. Darüber hinaus wird das Ministerium in Form von Gutachten und Stellungnahmen von mehreren unabhängigen Sachverständigengremien beraten. Die wichtigsten Beratungsgremien sind der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen und der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen.

Autor: KATALYSE Institut

Bundesamt für Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 1989 gegründet, unterstützt das BfS das Bundesumweltministerium fachlich und durch wissenschaftliche Forschung.

In die Verantwortung des BfS gehört die Forschung

  • für den gesundheitlichen und physikalisch-technischen Strahlenschutz
  • für die Entsorgung radioaktiver Abfälle,
  • für die staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen,
  • für den Transport radioaktiver Stoffe sowie
  • für die kerntechnische Sicherheit.

Das BfS untergliedert sich in vier Fachbereiche mit spezifischen Aufgaben:

  • Nukleare Entsorgung und Transport - Errichtung und Betrieb von Anlagen des Bundes zur Sicherstellung und zur Endlagerung radioaktiver Abfälle,
  • Genehmigung zur Beförderung von Kernbrennstoffen und Großquellen,
  • Genehmigung zur Aufbewahrung von Kernbrennstoffen außerhalb der staatlichen Verwahrung
  • staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen.
  • Kerntechnische Sicherheit
  • Entwicklung des Standes von Wissenschaft und
  • Technik bei der Sicherheit von Kernkraftwerken, Forschungsreaktoren und Anlagen des Kernbrennstoffkreislaufs im In- und Ausland.
  • Strahlenhygiene - Strahlenwirkungen,
  • Epidemiologie - medizinische Strahlenhygiene, nichtionisierende Strahlung - radioaktive Stoffe und
  • Umwelt - Überwachung der Umweltradioaktivität
  • Strahlenschutz - Bestimmung der Strahlenexposition durch natürliche und künstliche Quellen und den dazu benötigten Methoden
  • Beurteilung festgestellter Situationen sowie der Notwendigkeit und Wirkung technischer und organisatorischer Maßnahmen des Strahlenschutzes.

Seit 1997 hat das BfS seinen Hauptsitz in Salzgitter und unterhält Außenstellen in Berlin, Bonn, Freiburg, Gartow, Hanau, München, Rendsburg, und Schlema. Das BfS beschäftigt über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Über seine Arbeiten informiert das BfS die breite Öffentlichkeit nicht nur mittels seiner Broschüren, Infoblätter und Poster, sondern auch bei der Beantwortung schriftlicher Anfragen und durch den Betrieb eines Bürgertelefons.

Autor: KATALYSE Institut

Bundesamt für Naturschutz

Das B. ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Es berät das BMU in allen Fragen des nationalen und internationalen Naturschutzes und der Landschaftspflege, fördert Naturschutzprojekte, betreut Forschungsvorhaben und ist Genehmigungsbehörde für die Ein- und Ausfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten.

Außerdem begleitet es Naturschutzgroßprojekte in den Bundesländern sowie naturschutzrelevante Pilotprojekte (Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben).

Die Anforderungen des B. an eine moderne Naturschutzpolitik sind in den "Zukunftsperspektiven des Naturschutzes" formuliert.

Autor: KATALYSE Institut

BfN

Abkürzung für Bundesamt für Naturschutz, siehe Stichwort

Autor: KATALYSE Institut

Berufsverkehr

Rund 20% aller zurückgelegten Wege sind Wege zur Arbeit und zurück.

Etwa 2/3 aller Erwerbstätigen benutzen dazu das Auto (Straßenverkehr) als Verkehrsmittel (Pendler). Die damit verbundenen Umweltbelastungen zeigen sich besonders stark in den Ballungsgebieten durch alltägliche Verkehrsstaus und die Überlastung der städtischen Verkehrswege.

Möglichkeiten der Verringerung der Umweltbelastung gibt es durch das Bilden von Fahrgemeinschaften, das Benutzen von Park-and-Ride-Systemen oder das Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr oder langfristig die Schaffung von Raumstrukturen, die kürzere Arbeitswege begünstigen.

Autor: KATALYSE Institut

Benzinqualitätsverordnung

Die B. wurde am 27.6.1988 erlassen, um Qualitätsdaten für bleifreies und verbleites Benzin festzulegen und die Auszeichnung von Ottokraftstoffen zu regeln. U.a. ist für das giftig wirkende Benzol ein höchstzulässiger Gehalt von 5 Vol.-% vorgeschrieben.

Die Bundesregierung hatte bei der EG einen Verordnungsentwurf notifiziert, der eine Reduzierung des Benzolgehalts auf 1 Vol.-% vorsah. Die Kommission ist diesem Vorschlag jedoch nicht gefolgt.

Siehe auch: Benzinbleigesetz

Autor: KATALYSE Institut