Emissionsfaktor

E. gibt das Verhältnis eines bestimmten Schadstoffs zu einer bestimmten Ausgangsgröße an.

 

In der Verbrennungstechnik wird der E. üblicherweise als Masse Schadstoff pro Masse eingesetzten Brennstoffs angegeben.
(Emission)

Autor: KATALYSE Institut

Endosulfan

Stark giftiges Insektizid aus der Stoffgruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe (z.B. Compo Tannenschutz, Parasiten-Staub, Thiodan).

Kontakt- und Fraßgift gegen beißende und saugende Insekten, äußerst fischgiftig, akute Toxizität gegenüber Säugetieren und Menschen mäßig hoch, doch chronische Toxizität über das Anreicherungspotential gegeben.

Autor: KATALYSE Institut

Elemente

Sammelbezeichnung für Grundstoffe, aus denen sich alle chemischen Stoffe (Chemikalien) zusammensetzen, oder Grundkörper, von denen eine Wirkung ausgeht.

Beispiele für E.: chemische E., galvanische E. (Galvanik), Brenn-E. (Kernkraftwerk), Photo-E. (Solarzellen).

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EDTA

Abkürzung für Ethylendiamintetraessigsäure.
Als organischer Komplexbildner reagiert E. mit Metallionen zu stabilen Verbindungen, wodurch das Lösungsverhalten der Metallverbindungen deutlich beeinflußt wird.

Die Anwendung ist entsprechend vielseitig und reicht von der Metall- und Galvanotechnik über Foto-, Textil- und Kosmetikindustrie bis hin zum Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln und in der Medizin.
E. ist chemisch eng verwandt mit NTA (Nitrilotriacetat), dem als Phosphatersatzstoff umfangreiche Studien gewidmet wurden.

Im Zuge dieser Untersuchungen wurde man erst darauf aufmerksam, daß E. bisher nahezu unbemerkt in Oberflächengewässern vorhanden war. Weitergehende Arbeiten ermittelten, daß etwa 10mal mehr E. in Gewässern gefunden wird als NTA. Seine Komplexierungseigenschaften, die eine erhöhte Löslichkeit und Remobilisierung sedimentgebundener Metalle bewirken, sind stärker als beim NTA.

Gleichzeitig ist die biologische Abbaubarkeit im Gegensatz zum NTA schlecht. Bei der Diskussion um Phosphatersatzstoffe ist daher E. unbedingt mit einzubeziehen, zumal E. schon lange vor NTA in Waschmitteln verwendet wurde. Sein Einsatz diente dabei der Stabilisierung von Bleichmitteln.

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Edaphon

Bodenorganismen

Autor: KATALYSE Institut

Druckerschwärze

D. besteht hauptsächlich aus gereinigtem Ruß. Weitere Bestandteile sind Harze und Mineralöle als Lösemittel.
Nach dem Druckvorgang verdampfen die Lösemittel und zurück bleibt der in Harz gebundene, praktisch nur aus Kohlenstoff bestehende Ruß. Von D., die mit den Händen z.B. beim Zeitunglesen abgerieben wird, geht praktisch keine Gefährdung aus.
Obwohl D. keine PCB mehr enthalten dürfen, sind D. und andere Druckfarben nicht generell unbedenklich. Druckerfarben können Schwermetalle (Metalle), z.B. Blei, enthalten. Bei einer Verbrennung von bedrucktem Papier werden z.T. giftige Stoffe freigesetzt (Papierbriketts).

Autor: KATALYSE Institut

Duftstoffe

D. sind solche Riechstoffe, die vom Menschen als angenehm wahrgenommen werden.

Sie dienen daher zur Parfümierung von Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln, Hygieneartikeln etc. sowie durch Geruchsüberdeckung zur Raumdesodorierung (Deodorantien) o.ä.
Häufig sollen D. die eher unangenehmen Eigengerüche von nichtparfümierten Produkten maskieren. D. können sowohl natürliche etherische Öle sein, als auch durch chemische Synthese gewonnen werden.

D. haben teilweise deutliche physiologische Wirkung, was in der sog. "Aromatherapie" positiv genutzt wird. Andererseits können sie auch giftig und allergisierend wirken. Bei den Kosmetika lösen D. die meisten Unverträglichkeitsreaktionen aus, noch mehr als Konservierungsstoffe. Weltweit teilt sich die Anwendung von D. und Aromastoffen wie folgt auf:

40% Kosmetika,
30% Lebensmittel,
20% Seifen und Waschmittel,
10% Haushaltsprodukte.

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Duschbäder

Körperreinigungsmittel, die sich stark steigender Beliebtheit erfreuen (Zuwachs von 1988 auf 1989 um 22,7%) und in der Produktionsstatistik der Kosmetik-Industrie unter der Rubrik Badezusatzmittel mit 346 von 664 Mio DM inzwischen den ersten Rang einnehmen (1989).

Anders als herkömmliche Badezusätze, bei denen weniger die Reinigung als der Zusatznutzen Pflege und ein gewisser Luxusaspekt im Vordergrund stehen, sind D. in erster Linie Reinigungsprodukte und verdrängen zunehmend die klassischen Seifen, teilweise auch
Haarwaschmittel.

D. ähneln Shampoos in ihrer Zusammensetzung. So enthalten sie meist höhere Anteile an Syndets, insb. die gegen Wasserhärte toleranten, schaumstarken Fettalkoholethersulfate, rückfettende Substanzen, Verdickungsmittel sowie Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe in wäßriger Lösung.

Der pH-Wert wird mittels organischer Säuren oder Amine neutral bis schwach sauer eingestellt. Unter ökologischem und toxikologischem Gesichtspunkt sind u.a. von Interesse: die biologische Abbaubarkeit (Abbau) und Hautverträglichkeit der Tenside, mögliche Restmonomerengehalte (z.B. von Ethylenoxid) und herstellungsbedingte Verunreinigungen mit Dioxan, das Vorhandensein von bestimmten organischen Aminen, wegen der Gefahr der Nitrosaminbildung sowie Gehalte des abwasserbelastenden Komplexbildners EDTA.

Angesichts der Unverträglichkeitserscheinungen gegenüber Konservierungsstoffen, speziell bei vorgeschädigter Haut, bieten immer mehr Hersteller, vor allem aus dem Bereich der sogenannten Naturkosmetik, D. ohne Zusatz von Konservierungsstoffen im Sinne der Kosmetik-Verordnung an.

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E605

Parathion

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Drainasphalt

Bezeichnung für einen Straßenbelag aus offen-porigem Asphalt, der das Rollgeräusch (Air-pumping) vermindert und aufgrund seines hohen Hohlraumgehalts (bis 20%) zusätzlich Motor- und Rollgeräusche absorbiert.

Gegenüber herkömmlichen Asphaltbelägen (Hohlraumgehalt bis 6%) wird die größere Porösität über eine Änderung der Mineralstoffzusammensetzung erreicht. D. ist um bis zu 4 dB(A) leiser als Asphaltbeton- und bis zu 6 dB(A) leiser als Zementbetonfahrbahnen.

In Deutschland gibt es erst einige Erprobungsstrecken, an denen die Lärmminderung sowie das Umweltverhalten (Schadstoffanreicherung des Straßenoberflächenwassers, Einsatz von Streumitteln) untersucht wird.

Autor: KATALYSE Institut

Drei-Wege-Katalysator

Der D. wird heutzutage hauptsächlich zur Abgasreinigung von Kraftfahrzeugen (Schadstoffe aus Kfz) mit Ottomotoren verwendet.

Der D. mit Lambda-Regelung (geregelter D.) stellt das z.Z. wirkungsvollste Katalysatorsystem dar. Er wandelt Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid, Stickoxide zu Stickstoff sowie Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasser um. Dafür ist eine Regelung des Kraftstoff-Luft-Gemisches in einem engen Bereich um Lambda=1 (
Lambda-Sonde, Ottomotor) erforderlich. Der D. benötigt bleifreies Benzin, da er durch Bleianlagerungen seine Wirksamkeit verliert.

Ein D. ist wabenartig, mit feinen Kanälen aufgebaut, um eine große Oberfläche für das katalytische Material (Platin, Rhodium, Palladium) zu erreichen. Durch eine geeignete Wahl der Katalysatormaterialien kann eine unerwünschte Bildung von Ammoniak vermieden werden.

Der D. funktioniert nur eingeschränkt während der Aufwärmzeit bei Kaltstart und bei Fahrten mit hoher Geschwindigkeit (Überbrückung bei Vollast); technische Schwachpunkte liegen insb. in der Regelung. Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit müssen in Zukunft auch Fahrzeuge mit geregelten D. zur Abgassonderuntersuchung.

Autor: KATALYSE Institut

Dioxan

(1,4-Dioxan) D. ist ein organisches Lösemittel der chemischen Formel C4H8O2, nicht zu verwechseln mit den sehr viel giftigeren (chlorierten) Dioxinen (s. Abb.).

D. ist mit Wasser und mit organischen Verbindungen mischbar. D. hat sich im Tierversuch bei höheren Konzentrationen im Trinkwasser als krebserzeugend erwiesen. Es steht im Verdacht, auch beim Menschen Krebs auszulösen oder zu fördern, daher die Einstufung in der MAK Liste III B. Der MAK-Wert beträgt 50 ml/m3 (ppm) entsprechend 180 mg/m3 in der Luft.

Die Dämpfe von D. verursachen in höheren Konzentrationen Schleimhautreizungen, die Reizwirkung von flüssigem D. auf die Haut ist gering. Es wirkt in hohen Konzentrationen depressiv auf das Zentralnervensystem und verursacht typische Nierenschäden. Ins Gerede gekommen ist D. 1986 durch sein Vorkommen in Shampoos und anderen Pflegemitteln.

D. ist in der Kosmetikverordnung in der Liste der verbotenen Stoffe aufgeführt. Es entsteht bei der Herstellung einiger Tenside, insb. der Fettalkoholsulfate, als unerwünschtes Nebenprodukt. Das Bundesgesundheitsamt hatte mit dem Industrieverband Körperpflege und Waschmittel eine Absprache getroffen, D.-Konzentrationen in Shampoos bis zu 500 ppm zu tolerieren. Die D.-Gehalte sind inzwischen durch andere Prozeßführung bei der Herstellung gesenkt worden.

Autor: KATALYSE Institut

DNS

Die D. (Desoxyribonukleinsäure, engl. DNA) ist aus zwei langen Molekülketten aufgebaut, die komplementär zueinander und spiralig miteinander verdreht sind und so die sog. Doppelhelix bilden.

Die gesamte genetische Information, die den Aufbau und die Funktionen jedes Lebewesens bestimmt, ist in der D. gespeichert. Die Speicherung erfolgt in Form bestimmter Anordnungen von 4 Einzelkomponenten, den Nukleotiden, die die Grundlage des genetischen Codes bilden.
Die D. trägt die einzelnen Gene, die funktionell abgegrenzte Bereiche darstellen und die Information zum Aufbau aller Proteine des Organismus liefern. Sie befindet sich als eine Art Steuerzentrale im Zellkern jeder Zelle. Bei der Zellteilung werden die D.-Moleküle identisch verdoppelt, was zur Weitergabe der Erbinformation auf die Folgegeneration unerlässlich ist.
Durch mutagene (Mutagenität) Chemikalien oder Strahlung werden in der Gentechnik gewollt, durch Umwelteinflüsse ungewollt Veränderungen (Mutationen) in der D. hervorgerufen.
Ribonukleinsäure, Mitose

Autor: KATALYSE Institut

Diethylenglykol

D. auch Diglykol genannt, ist eine farblose, viskose, hygroskopische und süßlich schmeckende Flüssigkeit.

Verwendung: Weichmacher für Zellglas, Feuchthaltemittel für Tabak, Kork, Papier etc., Lösungsmittel zur Textilfärbung- und -bedruckung, Bestandteil in Gefrierschutzmitteln und Hydraulikölen, Zwischenprodukt bei der Herstellung von Textilhilfsmitteln und Polyesterharzen.
In unzulässiger Weise wurde D. in der BRD und in Österreich verschiedenen Weinen beigemischt, um ein süßlicheres Bouquet vorzutäuschen.

Toxizität: D. ist bei Aufnahme durch den Mund sehr giftig. Die Dämpfe und die Flüssigkeit reizen die Augen, bei anhaltender Einwirkung auch die Haut.
Bislang wurde kein MAK-Wert für D. festgelegt!

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Diethylether

Bekanntester Vertreter der Ether. Farblose, hochentzündliche, sehr leicht flüchtige Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch; mit Luft explosives Gemisch, Selbstentzündung bei 185 Grad C.

Bei längerem Stehenlassen von D. an der Luft bilden sich unter Lichteinfall explosionsfähige Peroxide. Daher soll D. nur in luftdicht verschlossenen, braunen Flaschen aufbewahrt werden.
Verwendung: Lösemittel für Fette, Harze und Schießbaumwolle; als Weichmacher in Kunststoffen; als Ether pro narkosi Inhalationsnarkotikum; in Hoffmannstropfen (Mischung aus 3 Teilen Alkohol, 1 Teil D.).

Gesundheitsschädigende Wirkung: Stark betäubend, bei Einatmen größerer Mengen Reizungen der Bronchial-Schleimhäute; Hautschädigung durch Entfettung und Rißbildung möglich. Chronische Vergiftungen (Müdigkeit, Appetitverlust, Depression) und Ethersucht sind selten.

Vergiftungssymptome: Erregungszustände vor tiefer Narkose; D. wird nur in Kombination mit anderen Narkosemitteln angewendet, weil dadurch Dosierung und unangenehme Nachwirkungen (lange Abklingzeit, Erbrechen, Unruhe etc.) herabgesetzt sind. MAK-Wert: 400 ml/m3 (ppm) (entsprechend 1.200 mg/m3).

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Diffusion

D. ist die selbständig verlaufende Vermischung von miteinander in Berührung stehenden Stoffen (z.B. Gase, Flüssigkeiten oder Lösungen) verschiedener Konzentration infolge ihrer Wärmebewegung.

Dadurch ist Stofftransport an einem Konzentrationsgefälle möglich, doch nur bis zum Konzentrationsausgleich. Beispiele: Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft in das Blut oder der Stofftransport innerhalb einer Zelle.

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Diffusionswiderstand

Widerstand, den der Baustoff dem Wasserdampf entgegensetzt, durch ihn hindurchzugehen.

Die Zahl mycro ist der Verhältnisfaktor, der angibt, wievielmal dichter ein Stoff ist als Luft. Je kleiner mycro, desto besser kann der Wasserdampf durchdringen. Mycro-Werte bis 10 zeigen sehr gute Diffusionswerte an, bei Werten von 50 bis 500 ist die Diffusionfähigkeit erheblich eingeschränkt.
Beispiele: Blähperlite (Perlite) ca. 1 mycro, Kokosfasern 1,4-2,5 mycro, Holzwolleleichtbauplatten 2-5 mycro, Polystyrol 20-300 mycro, Schaumglas ist praktisch dampfdicht.
Der D. von Baustoffen, die im Innenraum verwendet werden, ist wichtig für das Raumklima.

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Dibromethan

(Ethylenbromid) Bromierter Kohlenwasserstoff. Kraftstoffzusatz zur Verhinderung von Bleiablagerungen im Motor (Bleitetraethyl);

Verwendung seit Benzinbleigesetz zurückgegangen, völliger Verzicht angestrebt; als Bestandteil von Pflanzenschutzmitteln und im Vorratsschutz in Deutschland verboten. Eigenschaften: starkgiftige, farblose Flüssigkeit mit knoblauchartigem Geruch (gefährlich bereits bei Wahrnehmung); stark haut- und schleimhautreizend (Augen, Atemwege).

Aufnahme durch Einatmen und über intakte Haut möglich. Bei Vergiftung Kopfschmerzen und Erbrechen; Leber- und Nierenschädigung, ab 1.000 ppm tödlich. Mutagene und karzinogene Eigenschaften im Tierversuch eindeutig festgestellt, beim Menschen wahrscheinlich (MAK-Wert-Liste, III A2). Steht im Verdacht, bei Männern Sterilität hervorzurufen. Es kann keine gesundheitlich unbedenkliche Konzentration angegeben werden.

Autor: KATALYSE Institut

Dichlofluanid

Pentachlor-Ersatzstoff, der als Fungizid zur Konservierung von Lacken oder als Holzschutzmittel zur Imprägnierung von Hölzern im Außenbereich verwendet wird.

Eine relativ geringe orale Toxizität hat zu einem leichtfertigen Umgang geführt. Auftretende Sensibilisierungen signalisieren jedoch eine hohe inhalative Toxizität, die um den Faktor 80 über der oralen liegt.

Daher werden heute Innenraumrichtwerte gefordert, die unter 50 ng/m3 Raumluft liegen. Da in Innenräumen auf die Verwendung von Holzschutzmittelwirkstoffen verzichtet werden sollte, ist ein Qualitätsziel "nicht nachweisbar" durchaus erreichbar.

Autor: KATALYSE Institut