Duschbäder

Körperreinigungsmittel, die sich stark steigender Beliebtheit erfreuen (Zuwachs von 1988 auf 1989 um 22,7%) und in der Produktionsstatistik der Kosmetik-Industrie unter der Rubrik Badezusatzmittel mit 346 von 664 Mio DM inzwischen den ersten Rang einnehmen (1989).

Anders als herkömmliche Badezusätze, bei denen weniger die Reinigung als der Zusatznutzen Pflege und ein gewisser Luxusaspekt im Vordergrund stehen, sind D. in erster Linie Reinigungsprodukte und verdrängen zunehmend die klassischen Seifen, teilweise auch
Haarwaschmittel.

D. ähneln Shampoos in ihrer Zusammensetzung. So enthalten sie meist höhere Anteile an Syndets, insb. die gegen Wasserhärte toleranten, schaumstarken Fettalkoholethersulfate, rückfettende Substanzen, Verdickungsmittel sowie Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe in wäßriger Lösung.

Der pH-Wert wird mittels organischer Säuren oder Amine neutral bis schwach sauer eingestellt. Unter ökologischem und toxikologischem Gesichtspunkt sind u.a. von Interesse: die biologische Abbaubarkeit (Abbau) und Hautverträglichkeit der Tenside, mögliche Restmonomerengehalte (z.B. von Ethylenoxid) und herstellungsbedingte Verunreinigungen mit Dioxan, das Vorhandensein von bestimmten organischen Aminen, wegen der Gefahr der Nitrosaminbildung sowie Gehalte des abwasserbelastenden Komplexbildners EDTA.

Angesichts der Unverträglichkeitserscheinungen gegenüber Konservierungsstoffen, speziell bei vorgeschädigter Haut, bieten immer mehr Hersteller, vor allem aus dem Bereich der sogenannten Naturkosmetik, D. ohne Zusatz von Konservierungsstoffen im Sinne der Kosmetik-Verordnung an.

Autor: KATALYSE Institut

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