Fisch und Fischereiprodukte

Der überwiegende Teil des Fischangebotes in Deutschland stammt aus der Hochseefischerei, nur etwa 10 Prozent entfällt auf die Binnenfischerei.

Hierbei nimmt der Anteil der Flussfischerei der Flüsse immer weiter ab (Rhein, Donau, Elbe). Der Fischkonsum in Deutschland wird zu 75 Prozent durch Hering, Seelachs, Rotbarsch, Makrele, Seehecht und Forelle gedeckt, was sich aufgrund der Überfischung einiger Speisefischarten wie etwa Rotbarsch und Scholle stark verändern wird.

Inzwischen leiden viele traditionelle Fanggebiete (Nord- und Ostsee) an Überfischung. Intensiver Fischfang wird vor allem beim Thunfisch mit Hilfe von kilometerlangen Schleppnetzen praktiziert, die auch viele andere Fischarten (Delphine und kleine Wal- und Haiarten) in ihrer Existenz gefährden (Fischerei).

Fisch und Fischereiprodukte zählen zu den wertvollen Lebensmitteln, da sie fettarm, aber reich an hochwertigem Eiweiß sind. Der jährliche Durchschnittsverbrauch eines Bundesbürgers lag 1990 bei 13,5 kg Fisch.
Der Rückgang des Fischkonsums ist mit ein Grund, weshalb der überwiegende Teil der Bevölkerung an Jodmangel leidet.
Fisch und Fischprodukte sind sehr leicht verderblich, so dass eine durchgängige Kühlkette und eine schnelle Verarbeitung gewährleistet werden muss. Mit der Fischverarbeitung und -kühlung ist somit ein hoher Energieaufwand verbunden.

Die vom Fisch aufgenommenen Schadstoffmengen schwanken je nach Herkunft sehr stark. Der Fisch steht am Ende einer langen Nahrungskette, in der sich bestimmte Schadstoffe
akkumulieren (Bioakkumulation). Besonders belastet sind Fische aus großen Flüssen und aus dem Bereich der Flussmündungen, besonders betroffen sind fette und alte Fische sowie Raubfische.
Starke Schwermetallbelastungen (Cadmium und Quecksilber) von Seefischen wurden in den sechziger Jahren aus Japan bekannt. Seit 1973 gibt es in Deutschland Quecksilbergrenzwerte (0,5 mg/kg bzw.
1 mg/kg) für bestimmte Fische. Für Arsen, Blei und Cadmium fehlen dagegen bis heute Grenzwerte, es sind lediglich unverbindliche Richtwerte festgelegt worden. In See- und Süßwasserfischen sind auch deutliche Mengen Dioxine und Furane nachgewiesen worden.

Die Richtlinien für Bio-Aquakulturen in Deutschland wurden von den ökologischen Anbauverbänden Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis in Abstimmung mit Experten und mit der weltweiten Dachorganisation IFOAM erarbeitet. Diese umfassen beispielsweise, dass die Haltung in künstlichen Behältern, der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, der Fischfang zum Zweck der Tierfutterherstellung, die vorbeugende Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen verboten ist. Daneben ist die Verfütterung von Öko-Futtermittel sowie eine artgerechte Tierhaltung Pflicht. Für Garnelen (Schrimps) gelten die gleichen Auflagen. Fisch ist bisher noch nicht in die EG-Ökoverordnung aufgenommen worden. Die europäischen Gremien arbeiten zurzeit an einer einheitlichen Richtlinie für Fisch unter Berücksichtigung verbandseigener Vorgaben. Deutsche Unternehmen wie beispielsweise die "Deutsche See" sind auch am Prozess beteiligt.

 

Autor: KATALYSE Institut

Fette

Organische Verbindungen, die aus Glycerin und Fettsäuren aufgebaut sind.

F. besitzen neben Speiseölen den höchsten Energiewert (38 kJ/g = 9 kcal/g) aller Lebensmittel. Die bekanntesten Fette sind Stoffgemische aus verschiedenen Fettsäuretriglyceriden, die aus Tieren gewonnen werden. Fette können aber auch aus Pflanzen oder teilweise aus der chemischen Industrie gewonnen werden.

Autor: KATALYSE Institut

Fertiggerichte

In Dosen verpackte oder tiefgekühlte Mahlzeiten (Tiefkühlkost), die nur noch erhitzt werden müssen.

F. sind meist hochverarbeiteteNahrungsmittel mit geringem ernährungsphysiologischen Wert. Durch ihre aufwendigen Einwegverpackungen stellen sie eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar.

Siehe auch: Fast Food

Autor: KATALYSE Institut

Fermentation

Bezeichnung für die biochemischen Stoffumwandlungen durch Mikroorganismen oder Enzyme, die für Produktionszwecke, v.a. zur Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln (z.B.: Bier, Wein, Ethanol, Backhefen, Essig, Joghurt), aber auch zur Gewinnung von Medikamenten (z.B. Penicillin) genutzt werden.

Einige Lebens- und Genußmittel (z.B. Tabak, Tee und Kaffee) werden zum Zwecke der Aromaentwicklung fermentiert. F.-Prozesse sind u.a. die alkoholische Gärung sowie die Milch- und Essigsäuregärung. Die großtechnische F. erfolgt in Fermentern (Bioreaktoren). Bei der F. kommen immer häufiger gentechnisch (Gentechnologie) manipulierte Mikroorganismen zum Einsatz.

F.-Technik: Methoden und Verfahren zur Kultivierung, Erhaltung, Pflege vom Mikroorganismen, die zur F. verwendet werden sowie die Bereitstellung von Impfkulturen, ihr steriler Transfer u.a.

Autor: KATALYSE Institut

Fast Food

(schnelles Essen) Kurzbezeichnung für alle gastronomischen Produkte, bei denen zwischen Bestellung und Erhalt der verzehrfähigen Mahlzeit nicht mehr als 10 Minuten vergehen.

Typische F.-Menüs wie Hamburger, Pommes frites, Würstchen oder Tiefkühl-Pizza sind kalorienreich, gleichzeitig jedoch arm an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen essentiellen Nährstoffen. Angeboten in aufwendigen Einwegverpackungen aus Pappe, Kunststoff, Styropor (Polystyrol) und Aluminium tragen sie in erheblichem Maße zum ständig steigenden Hausmüllaufkommen bei.

Autor: KATALYSE Institut

Falsch gekennzeichnete Fleischprodukte

 Unter falsch deklarierten Fleischprodukten versteht man, dass das Fleisch in Fleischprodukten von einer anderen Tierart kommt als auf der Verpackung angegeben ist.

Die jüngste Verbrauchertäuschung in dieser Form ist der sogenannte Pferdefleischskandal.
Anfang 2013 entdeckte man in Großbritannien in Fertigprodukten Pferdefleisch, obwohl dies als Rindfleisch deklariert war. Bald stellte sich heraus, dass diese Verbrauchertäuschung nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Irland, Frankreich, Schweden, Deutschland und in weiteren Ländern vorgekommen ist. Die Öffentlichkeit und die Medien setzten die Politik unter Druck, gegen diese Verbrauchertäuschung vorzugehen.

Doch ein solcher Skandal kam nicht unerwartet. Die Lebensmittelproduktion wird wegen der geringen Transparenz kritisiert. So kann z.B. die Herkunft einzelner Zutaten kaum nachvollzogen werden.

Über Zwischenhändler aus Luxemburg sind Produkte mit Pferdefleisch nach Deutschland gekommen. Besonders häufig wurde in Gulasch, Bolognese und Lasagne von Discountern und Supermärkten (u.a. Aldi, Edeka, Lidl, Rewe) Pferdefleisch nachgewiesen.

Grundsätzlich darf zwar Pferdefleisch verkauft werden, allerdings nicht, wenn es als Rindfleisch ausgegeben wird. Laut Verbraucherzentrale NRW sollte bei verpackten Lebensmitteln in der Verkehrsbezeichnung oder in der Zutatenliste die Tierart angegeben werden, von welcher Tierart das verwendete Fleisch stammt. Des Weiteren fordert die Verbraucherzentrale verbesserte Eigenkontrollen der Lebensmittelwirtschaft und effizientere Überwachungsbehörden. Zudem soll eine Meldepflicht der Unternehmen an die Behörden bei Verbrauchertäuschung eingerichtet werden (Vgl. Verbraucherzentrale NRW 2013).

Am 18. Februar 2013 wurde ein 10-Punkte-Aktionsplan von den VerbraucherministerInnen der Länder und des Bundes beschlossen. In diesem haben sie 10 Punkte zur Aufklärung und Transparenz beschlossen.
Einerseits sollen Fleischprodukte auf nicht deklarierte Fleischzutaten (z.B. Pferdefleisch) und auf Rückstände von Tierarzneimitteln untersucht und die Verbraucher (z.B. über zurückgerufene Produkte) besser informiert werden. Weiterhin werden die Eigenkontrollsysteme und die Informationspflichten der Unternehmen gegenüber den Behörden überprüft. Ein weiterer Punkt ist die eventuelle Entwicklung eines Frühwarnsystems, so dass Überwachungsbehörden Vermutungen von Verbrauchertäuschungen nachgehen können. Auch eine eventuelle Entwicklung von Sanktionsmaßnahmen wurde beschlossen. Zudem wird geprüft, ob eine Herkunftsangabe bei allen Fleischprodukten sinnvoll und machbar ist. Eine solche Herkunftskennzeichnung soll europaweit gelten und die Transparenz vergrößern. Als Antwort auf die steigende Nachfrage von regionalen Produkten wird ein „Regionalfenster“ eingeführt, welches die Herkunft der Zutaten zeigt (vgl. BMELV 2013).
Dies soll eine größere Transparenz für Verbraucher (zentrale Internetseite und Hotline) erzielen und so sollen solche Lebensmittelskandale vermieden bzw. die Verbraucher rechtzeitig und besser informiert werden.
Allerdings wird der 10-Punkte-Plan scharf kritisiert, da keine verbindlichen Ziele formuliert wurden. Wie viele Punkte in die Tat umgesetzt werden und inwieweit diese beim Verhindern von Verbrauchertäuschung helfen werden, wird sich erst in der Zukunft zeigen.

Lit.:

  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2013): Nationaler Aktionsplan. [Stand: 21.02.2013]
  • Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (2013): Verbraucherschutzministerium legt neue Zahlen zum Pferdefleisch-Skandal vor. [Stand: 21.02.2013] 
  • Verbaucherzentrale NRW (2013). Falsche Kennzeichnung: Pferdefleisch in Fertiggerichten. [Stand: 21.03.2013]

Autor: KATALYSE Institut

Fairer Handel

Der Faire Handel zielt auf Partnerschaft im Handel. Die im Fairen Handel tätigen Organisationen setzen auf Dialog, Transparenz, Respekt und mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel.

Fairer Handel verwendet die Mehrausgaben aus seinen Produkten für die Hilfe wirtschaftlich schwächerer Menschen. Sie kommt den P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, In einem komplexen Prozess, Photosynthese genannt, zerlegen diese Lebewesen mit Hilfe von Sonnenlicht und ihrer Blutfarbstoffe, vor allem den grünen Chlorophyllen, Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff.Photosynthese) oder mittels chemischer Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen. Energie (manche Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern. Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere Chemische Verbindungen werden unterteilt in anorganische und

Organische Verbindungen

organische Verbindungen auf. P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten direkt zugute kommen, so dass der Bezug zwischen der Leistung und dem Einkommen gewahrt bleibt. Fairer Handel ist heute v.a. bei Nahrungs- und Genussmitteln, teilweise auch bei Blumen verbreitet, die aus Herkunftsgebieten minderer Prosperität kommen, z.B. bei Kaffee aus Afrika. Mit dem fairen Handel sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den südlichen Ländern verbessert werden. Beim Fairen Handel, gibt es keine Zwischenhändler, d.h. die Produkte werden direkt von Kleinbauern oder Handelskooperationen bezogen und damit gezielt gefördert.

Auf der Einzelhandelsebene werden die Produkte sowohl in traditionellen Supermärkten als auch in beispielsweise siehe Festgeschriebenes Ziel der A. in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik, G. (General Agreement on Tariffs and Trade) ist eine Sonderorganisation der UNO, die die Rahmenbedingungen des Welthandels festlegt. Erklärtes Ziel ist es, durch Abbau von Handelshemmnissen den Welthandel zu fördern. GATT, Der R. ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde. Regenwald, Bevölkerungszunahme, W. sind im wesentlichen computergestützte Simulationen zukünftiger Entwicklungen auf der Erde. Weltmodelle, Der P. hat eine lange Tradition in Deutschland. 1919 lieferte die Fa. Bayer ihr erstes Pestizid nach Brasilien. Pestizidexport, grüne Revolution in der Dritten Welt, Der A. ist direkte Folge einer ganzen Reihe von Faktoren: Nach wie vor und ersten Ansätzen zum Trotz wird in Deutschland wie auch weltweit beim
Abfall vorwiegend auf Entsorgung statt auf Vermeidung gesetzt (Abfallvermeidung, Verpackungsverordnung). Abfalltourismus, Giftmüllexport, Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 – 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid-Problem, D. werden in Europa seit ungefähr 100 n. Chr. gebaut. Sie dienten ursprünglich vor allem dem Schutz der Marschen und seiner Bewohner vor dem Meer. Deichbausiehe Agrarpolitik, GATT, Regenwald, Bevölkerungszunahme, Weltmodelle, Pestizidexport, grüne Revolution in der Dritten Welt, Abfalltourismus, Giftmüllexport, Kohlendioxid-Problem, DeichbauDritte Welt-Läden verkauft, die sich auf Handel mit solchen Produkten spezialisiert haben. Die Markeninhaber betreiben Zertifizierungsstellen, die die Einhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Anforderungen garantieren. Das Zertifikat "Fair-Trade-Siegel" bürgt für die Einhaltung der Standards, wie z. B. Mindestlöhne oder Verbot der Kinderarbeit. Einer Umfrage zufolge kaufen 5,4 Prozent der Befragten regelmäßig fair gehandelte Produkte.

Der Faire Handel soll nicht als Entwicklungshilfe verstanden werden, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Hauptvertreter von Organisationen und Institutionen des fairen Handels in Deutschland sind der Transfair e.V. und die Gesellschaft zur Förderung der Dritten Welt mbH (gepa). Die Organisationen setzen sich für eine nachhaltige Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein und engagieren sich in Kampagnen mit dem Ziel, die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu verändern.

Die P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten erhalten, neben einer langfristigen Abnahmegarantie einen Mindestpreis für ihre Produkte, der deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Dieser ist so kalkuliert, dass die Lebenshaltungskosten gedeckt werden können. Darüber hinaus wird zusätzlich eine Fairtrade Prämie bezahlt, die in soziale Projekte investiert werden kann.

Über die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Investition wird demokratisch abgestimmt. Beispiele hierfür sind: Sozialprojekte wie Schulen, Apotheken oder Investitionen in die Genossenschaft zur Anschaffung von Traktoren. Die Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) überprüft regelmäßig, ob die Mittel im Sinne des Beschlusses eingesetzt werden.

Der faire Handel steht außerhalb der großen konventionellen Handelsbeziehungen, sein Marktanteil ist in vielen Bereichen verschwindend gering (unter einem Prozent), erfreut sich aber z.B. im Bereich Kaffee und Schokolade zunehmender Beliebtheit.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
http://www.wikipedia.de
http://www.naturkost.de
http://www.fair-feels-good.de
http://www.gepa3.de
http://www.ilexikon.com/Fairer_Handel.html

Autor: KATALYSE Institut

Extraktion

Verfahren zur Trennung von bestimmten Bestandteilen aus festen oder flüssigen Substanzgemischen mit Hilfe geeigneter Lösungsmittel.

Anwendung z.B. bei der Gasreinigung und Arzneimittelherstellung.

Autor: KATALYSE Institut

EU-Bio-Kennzeichnungsverordnung

1993 trat die "Verordnung über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel" in Kraft.

EU-Verordnungen sind gesetzesähnliche Rechtsnormen, d.h. die EU legt für die Qualität und Glaubwürdigkeit ökologisch erzeugter Lebensmittel in allen Staaten der Gemeinschaft einen Maßstab und Rahmen fest. Die EU-VO umfaßt die Erzeugung, Kennzeichnung und Kontrolle von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau. Seit Juni 1992 dürfen nur noch Waren mit der Bewerbung "ökologisch" auf den Markt gebracht werden, wenn sie den Kriterien der EU-VO genügen.

Die EU-VO kann in einem einfachem Verfahren abgeändert und ergänzt werden (Art. 14). Ein von Vertretern der EU-Staaten gebildeter Ausschuß entscheidet über die Annahme von Anträgen. Ungeklärt ist noch, ob mit der EU-VO die Möglichkeit besteht, gegen unlauteren Wettbewerb durch sogenannte "Pseudo-Bio-Lebensmittel", die gezielt ein "Öko-Image" vortäuschen, juristisch vorzugehen.

Darüber hinaus sieht die Verordnung vor, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb drei Jahre lang nach den Grundsätzen der EU-VO wirtschaften muss, bevor er seine Erzeugnisse als aus ökologischem Landbau" stammend kennzeichnen darf (Anhang I, 1). Die Festschreibung einer zweiteiligen Deklaration (Produkte mit 50 Prozent der Rohstoffe aus ökologischem Anbau können auch als "ökologisch" beworben werden) kann zur Verbrauchertäuschung führen.

Untersuchungen haben ergeben, dass Verbraucher von Öko-Lebensmitteln v.a. zwei Eigenschaften, nämlich die Gesundheitsverträglichkeit des Produktes (geringerer Verarbeitungsgrad, weniger schädliche Rückstände), und Umweltverträglichkeit der Produktion (weniger Umweltbelastung durch den Anbau und die Verpackung der Lebensmittel) fordern.

Bis 1993 waren Begriffe wie Bio oder Öko nicht geschützt. Dem ist jetzt ein Riegel vorgeschoben. Damit Verbraucher durch Bezeichnungen wie "biologisch", "bio" oder "öko" auf Lebensmitteln nicht in die Irre geführt werden, hat die EU 1993 die Verordnung 2092/91 zum ökologischen Landbau erlassen. Dies war der entscheidende Schritt in punkto Sicherheit bei Bioprodukten.

In der EU-Verordnung 2092/91 wurde nicht nur festgelegt, wie ökologischer Anbau grundsätzlich auszusehen hat. Es wurde auch ein Rahmen dafür geschaffen, wie Bioprodukte verarbeitet, verpackt und gekennzeichnet werden müssen. Mit der Kontrolle dieser Vorschriften wurden die so genannten Kontrollstellen beauftragt.

Im Jahr 2000 traten auch Vorschriften für tierische Produkte aus ökologischer Produktion in Kraft, die Richtlinien 1804/99. Damit wurde eine Gesetzeslücke geschlossen und ein umfassender Schutz vor Missbrauch bei Bioprodukten erreicht.

Als Label für Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung wurde im Jahr 2001 das Bio-Siegel vom Bundesverbraucherschutzministerium eingeführt.

Autor: KATALYSE Institut

Ethylenglykol

E., auch Glykol genannt, ist eine farblose, viskose, hygroskopische und süß schmeckende Flüssigkeit.

Verwendung und Produktion:
E. findet Verwendung hauptsächlich als Gefrierschutzmittel in der Automobilindustrie, daneben als Schmiermittel, als Zusatz zu hydraulischen Bremsflüssigkeiten, gelegentlich zur Großraumdesinfektion in Schulen, Fabriksälen und Krankenhäusern.
E. ist ein wichtiges Ausgangsprodukt zur Herstellung von Polyethylenterephthalat (PET). Die Produktionsmenge in der BRD betrug 1990 200.000 t.

Toxikologie:
E. wirkt toxisch bei Inhalation oder durch Aufnahme über den Mund. Neben Reizung der Augen und Atemwege besteht die Gefahr der narkotischen Wirkung, anschließend Zeichen der Herz- und Lungenschädigung, später können Nierenschäden autreten.
In den USA beträgt der MAK-Wert für E. 100 ppm, in der BRD existiert hingegen kein MAK-Wert!

Siehe auch: Hygroskopisch

Autor: KATALYSE Institut

Ethno-Food

Ethno-Food bedeutet Volksnahrung, jedoch nicht im Sinne der heimischen Küche, sondern Speisen und Nahrungsmittel aus fremden Ländern wie z.B. Mexiko, Afrika oder China.

Ethno-Food umfasst neben Gerichten, Gewürzen und Zutaten auch Getränke, Spirituosen und Convinience-Produkte. Beispiele sind Croissant, Pizza, Gyros, Caipirinia, Oregano, Nasi Goreng oder Sushi.

Quellen:
LÖBBERT, R. et al.: Lebensmittel. Haan-Gruiten 2004.

Autor: KATALYSE Institut

Esssituation

Mit dem Begriff Esssituation werden Umstände und Bedingungen bezeichnet, unter denen Menschen essen.

Sie haben stoffliche, raum-zeitliche, (infra)strukturelle und sozio-ökonomische Merkmale. Über die Esssituation wird auch die symbolische Bedeutung und Wertschätzung von Essen inszeniert.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungsziele

Ernährungsziele werden nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung u.a. durch Einhaltung der Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr erreicht.

Diese orientieren sich an Zielsetzungen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Konkretisiert werden sie durch Zufuhrempfehlungen (Gedrich/Karg 2001:19), die mit folgenden auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Referenzwerten arbeiten:

  • Ausreichende Nährstoffzufuhr (Vermeidung von Mangelkrankheiten),
  • Durchschnittsbedarf (Gewährleistung psychischer, physiologischer und biochemischer Funktionen; Anlage gewisser Körperreserven bei 50 % der Bevölkerung),
  • Empfohlene Zufuhr (Deckung des Bedarfs von 98 % der Bevölkerung).

Die von Bedarfszahlen abgeleitete Nährstoffzufuhr, bezieht sich auf gesunde Menschen und wird differenziert nach Alter und Geschlecht für verschiedene Bevölkerungsgruppen ausgewiesen. Es handelt sich um allgemeine Richtwerte für eine wünschenswerte Versorgung (Gedrich/Karg 2001), zur Bewertung der Versorgungssituation einzelner Individuen sind sie nur sehr bedingt geeignet.

Als Richtlinie für eine präventive gesundheitsfördernde Ernährung wird eine gemüse- und obstreiche Kost („5 am Tag“) empfohlen (vgl. Stehle 2001:18). Bezogen auf präventive Aspekte der Ernährung werden u.a. Lebensmittel mit antioxidaktiven Nährstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Folsäure und Vitamin K besonders hervorgehoben.

Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr wurden in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erstmals 1955 unter dem Titel Die wünschenswerte Höhe der Nahrungszufuhr herausgegeben. Sie wurden 1962 überarbeitet, 1970 einer grundlegenden Revision unterzogen und erschienen ab 1975 unter dem Titel Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr. Im März 2000 wurden erstmals gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung und der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung‚ Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr veröffentlicht.

Quelle:
Neueste Ausgabe der Empfehlung für die Nährstoffzufuhr

Da die Definitionsmacht bei den naturwissenschaftlichen Disziplinen liegt, beschränken sich die Referenzwerte und Zufuhrempfehlungen auf eng gefasste physische Ziele. Eine Konkretisierung der allgemeinen Ziele Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steht noch aus. Die aktuellen Ernährungsziele sind damit weit entfernt von Lebenspraxis und Ernährungsalltag, Küche, Einkaufs- und Ernährungsverhalten (denen komplexe Strukturen, wie Einstellungen, Traditionen, Wahrnehmungen, Informationsverhalten, Lebensstile und Motive zugrunde liegen). Eine Chance für die Ausgestaltung von Ernährungszielen und den dazu erforderlichen praktischen Instrumenten liegt in neuen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen. Weder die Politik noch nichtstaatliche Organisationen im Ernährungsbereich verfügen aktuell über wirksame Instrumente zur zielgruppen-, gender- und sozialspezifischen Erreichung von Ernährungszielen in der breiten Bevölkerung. Erforderlich ist, die gegenwärtige Verengung der Perspektive auf einen naturwissenschaftlichen Zugang zu durchbrechen, die Aushandlungsprozesse über Ernährungsziele auch im politischen Raum zu verankern und dafür zu sorgen, dass alltagspraktische Zugänge Eingang finden können.

Die aktuelle Ernährungs- und Gesundheitssituation in Deutschland ist wie folgt zu beschreiben: Obwohl das Lebensmittelangebot sicher, preiswert und qualitativ hochwertig ist, bleiben ernährungsbeeinflusste Erkrankungen ein gesellschaftlich relevantes Gesundheitsproblem. Es wird insgesamt zu viel und zu fett gegessen, aber gleichzeitig zu wenig Obst und Gemüse verzehrt, bei abnehmender körperlicher Aktivität. Die Rolle des Lebensstils und der Ernährung bei der Entstehung chronischer Erkrankungen wird zunehmend deutlicher. Gesundheit, Wohlbefinden, Nachhaltigkeit, Genuss und gerechte Verteilung sind von allen maßgeblichen Akteuren im Ernährungsbereich ankannte Ernährungsziele. Diese breite Zustimmung findet sich in der Ernährungspolitik jedoch nicht wieder. Ein Konsens in bezug auf Ziele und Absichten kann bei der praktischen Umsetzung der Ernährungsziele schnell in Dissens umschlagen, da von den Interessengruppen Zugeständnisse und Veränderungen in Produktion und Konsum abverlangt werden. Ein gravierendes Problem stellt auch die Abhängigkeit der Ernährungsziele von politischen Konjunkturen dar. Mit der BSE-Krise wurde beispielsweise Lebensmittelsicherheit zum vorrangigen Ernährungsziel erklärt und stand ganz oben auf der Agenda, mit nachlassendem Interesse, verlor dieses Ernährungsziel wieder an Bedeutung.

Generell stehen hinter Ernährungszielen Vorstellungen von richtiger (gesunder) Ernährung, vom richtigen Essen, bis hin zum richtigen Leben(sstil). Voraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanzfähigkeit solcher normativen Vorgaben ist ein breiter gesellschaftlicher Diskurs. Die Formulierung von Ernährungszielen obliegt bislang jedoch wissenschaftlichen Experten und ist nicht Gegenstand der öffentlichen politischen Diskussion. Gesellschaftliche Akteure nehmen an dem Aushandlungsprozess nicht teil. Aber auch der wissenschaftliche Zugang ist verengt. Bei der Umsetzung des wissenschaftlichen Gesundheits- und Ernährungswissens in Ernährungsziele, ist es nicht gelungen die naturwissenschaftliche Perspektive zu öffnen und kulturelle Dimensionen der Ernährung einzubeziehen.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungswende

Ernährungswende bedeutet die Umgestaltung der Ernährungsverhältnisse in Richtung einer nachhaltigen Ernährung, die nicht nur die Nachhaltigkeitsdimensionen Gesundheit und Umwelt berücksichtigt, also risikoarm, gesundheitsfördernd und umweltverträglich ist, sondern besonderen Nachdruck auf die soziale Dimension und die Ansprüche der KonsumentInnen legt, also bedarfsgerecht, alltagsadäquat und sozial differenziert.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungsverhältnisse

Ernährungsverhältnisse bilden sich aus materiellen, symbolischen und strukturellen Dimensionen von Ernährung.

Sie sind das Ergebnis einer komplexen Interaktion zwischen:

  • Nahrungsmittelerzeugung und Nährstoffbedürfnissen und den damit verbundenen Stoffströmen,
  • Bedeutungen und Praktiken –also kultur-, lebensstil- und geschlechtsspezifische Zuschreibungen und
  • gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf sozialstruktureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungsverantwortung

Ernährungsverantwortung ist die Verantwortungsnahme für die Gestaltung des Ernährungsalltags. Sie umfasst neben einer individuellen Ernährungsverantwortung im privaten Rahmen, auch die gesellschaftliche Verantwortungsnahme, z.B. für gesunde und nachhaltige Ernährung.

Mit dem ständig wachsenden Wissen über Ernährung entsteht ein erhöhter Bedarf eines systematischen Wissensmanagements. Um gesellschaftliche und ökonomische Vorteile aus diesem Wissen zu gewinnen, werden die Akteure in Zukunft neue Formen der Zusammenarbeit finden müssen.

Damit werden relevante Akteure im Ernährungsbereich in die Verantwortung genommen, sich der gesellschaftlichen Ernährungsverantwortung zu stellen, die sich sowohl auf die Verantwortung für Produkte und Dienstleistungen, als auch auf die Gestaltung von Esssituationen, z.B. in der Außer-Haus-Verpflegung bezieht.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungsstatus

Der Ernährungsstatus (nutritional status) wird als ein durch die Ernährung bedingter Zustand eines einzelnen Menschen oder einer Bevölkerungsgruppe definiert und ergibt sich aus der Nahrungsaufnahme, -resorption, -verwertung und dem Nährstoffbedarf.

Mit Hilfe des Ernährungsstatus können frühzeitig Unter- oder Überernährung festgestellt werden, welche die Entstehungen von Krankheiten begünstigen können. Ernährungsdefizite entstehen, wenn die Energie- und Nährstoffzufuhr den Bedarf anhaltend unter- oder überschreiten. Beeinflussend wirken sich hierbei auch die sozio-ökonomische Situation, das Essverhalten und die körperlichen Belastungen aus. Der optimale Ernährungsstatus ist erreicht, wenn die Nährstoffzufuhr dem Nährstoffbedarf entspricht.

Mit den folgenden Methoden kann der Ernährungszustand festgestellt werden:

  • Anthropometrie (BMI, Körperlänge und –gewicht, Broca-Index, Hautfaltendichte),
  • Körperzusammensetzung (bioelektrische Impedanz Analyse),
  • laborchemische Daten (Plasmaproteine, Kreatinin, Mikronährstoffe, Biomarker),
  • Muskelfunktionstests,
  • körperliche Untersuchungen (Ödeme, Hautveränderungen, Muskelatrophie).

Quellen:
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001.
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungsreform

Unter Ernährungsreform versteht man alternative Ernährungs- und Lebensweisen, die von Vertretern wie Bircher-Benner, Hindhede und Kollath propagiert wurden. Heute finden sich die Aspekte der Ernährungsreform in den Grundsätzen der Vollwert-Ernährung wieder.

Hintergrund dieser Veränderungsvorschläge finden sich in der Industrialisierung: die Kost wurde ballaststoffärmer, gleichzeitig protein- und fettreicher. In der Folge haben ernährungsbedingte Krankheiten wie Übergewicht, Karies und Verdauungsstörungen zugenommen.

Die wichtigsten Grundsätze der Ernährungsreform sind:

  • Orientierung an der "Urnahrung" der Menschen wie Samen, Wurzelknollen und Blattsprösslingen,
  • Betonung der Natürlichkeit und Echtheit von Rohstoffen, Verarbeitung und Zubereitung,
  • Starke Einschränkung des Fleischkonsums,
  • Bevorzugter Verzehr von Obst und Gemüse,
  • Verwendung möglichst naturbelassener Nahrungsmittel.

Quellen:
VOGT, G.: Entstehung und Entwicklung des ökologischen Landbaus. Bad Dürkheim 2000.
www.vegetarierbund.de

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungskompetenz

Ernährungskompetenz ist die Fähigkeit, theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten im Ernährungsalltag in ein angemessenes Handeln - z.B. im Sinne einer gesunden oder nachhaltigen Ernährung - umzusetzen.

Ernährungskompetenz in Bezug auf KonsumentInnen ist in die Daseins- bzw. Alltagskompetenzen eingebettet. Sie unterstützt die Bewältigung und Gestaltung des Alltagslebens sowohl im häuslichen Ernährungsalltag (Koch- und Konsumkompetenzen) als auch im Marktgeschehen (u.a. Lebensmitteleinkauf). Weiterhin gehören auch Gesundheits-, Medien- und Finanzkompetenzen dazu.

Vor dem Hintergrund rückläufiger Ernährungskompetenzen in der Gesellschaft und von ernährungsassoziierten Krankheiten und ihren Folgekosten gilt es die Kompetenzen der KonsumentInnen zu stärken. Ernährung sollte zukünftig einen stärkeren Beitrag für eine gesunde Bevölkerung und für eine hohe Lebensqualität des Einzelnen leisten.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungskommunikation

Ernährungskommunikation ist eine gesellschaftliche Verständigungsleistung.

Mit öffentlicher Ernährungskommunikation wird das Segment von Ernährungskommunikation bezeichnet, das über massenmediale Kommunikation zugänglich ist und als gesellschaftliches Forum fungiert. In diesem Forum werden Vorstellungen über „richtige“ Ernährung als ein Teil eines erstrebenswerten Lebens sozial konstruiert.

Autor: KATALYSE Institut

Ernährungshandeln

Ernährungshandeln umfasst alle Aktivitäten zur Gestaltung des Ernährungsalltages, die damit verbundenen Handlungsmotive und die soziale Konstruktion von Ernährung und Essen.

Das Ernährungshandeln wird u.a. durch moralische, rationale, emotionale und sozio-kulturelle Faktoren bestimmt und in Ernährungs- und Essgewohnheiten routinisiert.

Autor: KATALYSE Institut

Enzyme

E. sind Biokatalysatoren, die Reaktionen beschleunigen oder überhaupt ermöglichen, ohne selbst verändert zu werden.

Sie werden namentlich oftmals durch die Endung "ase" gekennzeichnet (z.B.: Protease, Lipase, Decarboxylase). Bei E. handelt es sich um hochmolekulare Proteine, zu denen nicht eiweißartige Verbindungen (Coenzyme) (z.B. Vitamine) treten können, die dann zusammen das funktionsfähige E. (Holoenzym) bilden.

Sämtliche in Lebewesen ablaufenden Stoffwechselvorgänge werden durch E. ermöglicht und reguliert, wobei jedes E. entweder nur einen ganz spezifischen Vorgang (Wirkungsspezifität) oder die Reaktion einer ganz bestimmten Substanz oder einer Stoffgruppe (Substratspezifität) beeinflußt. So sind z.B. am Abbau der Glukose (Traubenzucker) in der Glykolyse allein 10 verschiedene E. beteiligt.

Für ihre Wirkungsweise ist vor allem die räumliche Struktur entscheidend. Das Substrat lagert sich an einer bestimmten Stelle des E. (aktives Zentrum) an, wo es umgesetzt oder in eine energetisch günstigere Reaktionsposition gebracht wird.
Die Wirkung der E. ist durch Hemmung, Aktivierung, Strukturveränderung u.a. regulierbar und damit auch die Geschwindigkeit der enzymgesteuerten Reaktion.

Äußere Faktoren wie pH-Wert und Temperatur sind entscheidend für die Funktionsfähigkeit von E. (z.B. werden bei Temperaturen über 40 GradC durch die Zerstörung der räumlichen Struktur menschliche E. inaktiviert). Enzympräparate werden in den verschiedensten Bereichen verwendet: u.a. Bierbrauerei, Fruchtsaftherstellung, Käseherstellung, Pharmazie, Wasch- und
Reinigungsmittel.

Autor: KATALYSE Institut

Enzymdesign

Konstruktion bisher noch nicht existierender Enzyme, die neue Eigenschaften gegenüber der Umwelt (z.B. Temperatur, pH-Wert, Salzgehalt), veränderte Substrat- und/oder Wirkspezifität haben.

Wegen der Komplexität des Enzymaufbaus ist das Design verwendbarer Enzyme noch nicht gelungen. Das E. stellt eine Anwendungsmöglichkeit der Gentechnik dar.

Autor: KATALYSE Institut

Eiweiße

Siehe Proteine.

Autor: KATALYSE Institut