k-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch kWert genannt, ist ein Maß für den Wärmestrom, der bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin durch ein 1 m2 großes Bauteil fließt. Einheit: W/m2K.

Um den Wärmebedarf eines Gebäudes zu berechnen, wird der kWert für die verschiedenen Bauteile des Gebäudes bestimmt und die anteiligen Wärmeverluste addiert. Je kleiner der kWert, um so geringere Wärmeverluste treten auf. Die Größe des kWert hängt von den verwendeten Baumaterialien ab, genauer gesagt von deren Wärmeleitfähigkeit, von den Bauteildicken und von den Wärmeübergängen zwischen den verschiedenen Materialien.
Jedes Baumaterial hat eine bestimmte Wärmeleitfähigkeit lambda. Beton hat eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit (2 W/m*K) und Dämmstoffe eine niedrige (0,02 bis 0,04 W/m*K). Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit eines Baumaterials, um so besser ist seine Dämmwirkung. Wärmedämmstoffe werden entsprechend ihrer Wärmeleitfähigkeit in verschiedene Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt (020 entspricht lambda= 0,02 W/m*K, 030 entspricht 0,03 W/m*k usw.) Ein Dämmstoff der Wärmeleitfähgkeitsgruppe 020 erreicht etwa die doppelte Dämmwirkung wie ein Dämmstoff der Gruppe 040.
Baustoffe unterscheiden sich nicht nur in ihrer Wärmeleitfähigkeit, sondern auch in ihrer Fähigkeit, Wärme zu speichern. Die Wärmespeicherzahl gibt an, wieviel Wärme notwendig ist, um 1 m3 eines Stoffes um 1 Kelvin zu erwärmen. Je schwerer ein Baustoff ist, desto größer ist seine Wärmespeicherfähigkeit. Stoffe mit großer Wärmespeicherzahl benötigen für ihre Erwärmung viel Wärme und Zeit, halten dafür aber große Mengen Wärme um so länger. Große Speichermassen sind wichtig für ein ausgeglichenes Raumklima und für die Solararchitektur. Dämmstoffe haben wegen ihres geringen spezifischen Gewichts nur eine sehr geringe Wärmespeicherfähigkeit.

siehe auch: Niedrigenergiehaus, Fenster

Autor: KATALYSE Institut

Isolation

siehe Wärmedämmung

Autor: KATALYSE Institut

Innenraumluftqualität

Für nicht gewerbliche Innenräume existieren keine Grenz- oder Richtwerte, anhand derer definitiv ungesunde Konzentrationen von Innenraumluftschadstoffen ausfindig gemacht werden können.

Weder sind die für den gewerblichen Bereich geltenden MAK-Werte zur Orientierung geeignet, noch die von der VDI-Kommission zur Reinhaltung der Luft festgelegten MIK-Werte. Die vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt für einige Holzschutzmittel-Wirkstoffe festgelegten MRK-Werte (Maximale Raumluftkonzentration) wären vom Anspruch geeignet, aber in den Größenordnungen selbst nach Aussagen des Bundesgesundheitsamtes völlig unangemessen.
Zur Orientierung sind wohl die Luftgüteleitlinien der Weltgesundheitsorganisation zur Bewertung der I. am ehesten geeignet. Liegen keine Werte für identifizierte Stoffe in der Innenraumluft vor, so kann in erster Näherung ein MAK mal 10-3 als unbedenklich angesehen werden, ein MAK mal 10-2 und darüber bedarf zumindest der eingehenderen Analyse bis zur Formulierung als Eingriffsschwelle.
Zielwerte akzeptabler Innenraumluftkonzentrationen und Eingriffsschwellenwerte sollten aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes in einer Innenraumluft-Verordnung festgelegt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Innenraumluftbelastung

Die I. ist ein bisher stark vernachlässigtes Teilgebiet des Umweltschutzes, obwohl man sich zu 80-90% der Zeit in Innenräumen aufhält.

Erklärbar dürfte dies auch durch die notwendige Einbeziehung des Reizthemas Rauchen als primäre Schadstoffquelle in Innenräumen sein (Tabakrauch, Passivrauchen). Erst in jüngerer Zeit ist eine zunehmende Sensibilisierung festzustellen, verknüpft z.B. mit den Themen Formaldehyd, Holzschutzmittel, WC-Reiniger, PCB, Asbest und Mineralwolle.
Normen für die Luftqualität in Innenräumen sind jedoch nicht Bestandteil des Umweltrechts, sondern des Gesundheitsrechts. Neuere Erkenntnisse über die Gefährlichkeit einzelner Schadstoffe haben einen erheblichen Regelungsbedarf erkennen lassen, der in der Fortschreibung von Rechtsvorschriften (z.B. Spanplatten), von Normen, von Gütezeichen (z.B. Holzschutzmittel) oder Produktempfehlungen (Umweltzeichen) bis hin zu allgemeinen Verbraucherempfehlungen (z.B. Verzicht auf chemische Luftverbesserer) verfolgt werden sollte.
Radioaktive Belastungen in Wohnräumen gehen in unterschiedlichem Ausmaß von fast allen mineralischen Baustoffen aus (Radon, radioaktive Baustoffe).

Autor: KATALYSE Institut

Holzwolleleichtbauplatten

Aus dem Rohstoff Fichtenholz und den Zusätzen Zement oder Magnesia als Bindemittel sowie Bittersalz als Schutzimprägnierung hergestellte Platte.

Wird als Putzträger und Dämmaterial eingesetzt. Durch die grobporige Struktur sind H. nicht winddicht und müssen je nach Einbauort mit Mörtel oder Papier abgedeckt werden. Man muß zwischen den magnesit- und zementgebundenen H. unterscheiden. Letztere sind spröder und schwerer, aber preiswerter. Gegen H. bestehen keine ökologischen Bedenken, lediglich bei zementgebundenen H. kann leicht erhöhte Radioaktivität auftreten (radioaktive Baustoffe).

 

siehe auch Baustoffklasse (Brandschutz), Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherzahl: k-Wert

Autor: KATALYSE Institut

Holzweichfaserplatte

Die H. besteht aus locker gebundenen Holzfasern. Sie werden aufgrund des relativ hohen Luftgehalts als Schall- und Wärmedämmplatten (Wärmedämmung, k-Wert) eingesetzt.

Die Industrie bietet die H. an, die mit unterschiedlichen Bindemitteln geleimt worden sind. Für die weniger feuchtbeanspruchten H. wird als Leim Harnstoff-Formaldehyd oder werden nur holzeigene Harze verwendet. Hier sollte man auf jeden Fall der umweltfreundlicheren und gesundheitlich besseren Verleimung mit holzeigenen Harzen den Vorzug geben.
Für feuchtbeanspruchte H. wird zusätzlich eine Bitumenemulsion den Holzfasern vor dem Preßvorgang untergemischt. Das verwendete Bitumen wird direkt aus Erdöl gewonnen und ist nicht mit anderen Rest- und Schadstoffen belastet, wie Laboranalysen ergeben haben.
H. ist ein umweltfreundlicher, gesunder Baustoff der als Beplankung für Holzständerkonstruktionen, für den Dachausbau, für den Akustikbau, für die Schall- und Wärmedämmung (k-Wert) oder als Trittschallplatte verbaut werden kann.

Autor: KATALYSE Institut

Holzschutzmittel

Chemische, Konservierungsmittel, die Holz vor der Zerstörung durch Pilze (Schimmelpilze), Bakterien, Insekten u.a. Tiere schützen sollen.

H. kommen zum Einsatz bei frischgefälltem Holz und zum Schutz von Bauteilen. H. werden unterteilt in wasserlösliche Salze und ölige Mittel. Die Salze umfassen Chrom-, Fluor-, Kupfer-, Arsen und Borverbindungen, die öligen Mittel Teerpräparate und H. auf Lösemittelbasis. Nur die Borverbindungen sind "relativ ungefährlich". Die anderen H. können zu chronischen Vergiftungen führen, meist durch Ausgasen von giftigen Bestandteilen (Pentachlorphenol, Lindan).
Problematisch ist die Verwendung von Fluorsalzen wegen der damit verbundenen Fluorwasserstoff-Emissionen sowie von Fungiziden wie Pentachlorphenol, Tributylzinn-Verbindungen, Endosulfan, Dichlorfluanid, Phenylquecksilberoleat u.a.
Nach den Umweltleitlinien der Chemischen Industrie wird Pentachlorphenol seit 1985 nicht mehr in H. eingesetzt. Bei der Verwendung von Chrom-, Kupfer- und Arsensalzen besteht die Gefahr des Auswaschens bzw. Ausblühens. Nach neuen Untersuchungen sind chemische Holzschutzmittel in Gebäuden nur in seltenen Fällen notwendig.
Insgesamt werden bei HSM-Salzen etwa 25, bei den übrigen HSM 50 verschiedene Biozide eingesetzt. Gehäuft treten dabei Borverbindungen, Chromsalze und Pyrethroide auf.
In modernen Wohnungen herrscht ein Raumklima, das einer Ausgleichsfeuchte von 8 Prozent des Holzes entspricht. Unter 20 Prozent Holzfeuchte ist kein Pilzbefall möglich und unter 10 Prozent kein Insektenbefall. Nur im nicht ausgebauten Dachstuhl herrscht eine Holzausgleichsfeuchte von durchschnittlich 15 Prozent, weshalb dort ein Insektenbefall nicht ausgeschlossen werden kann. Schädlinge können hier mit Fliegengittern etc. vom Holz ferngehalten werden.
Bei einem ausgebauten Dachgeschoß kann im völlig mit Wärmedämmstoffen eingehüllten Holz kein Befall auftreten (DIN 68800). Im öffentlichen Bau müssen für statisch beanspruchte Bauteile H. verwandt werden, die amtlich geprüft und zugelassen sind (ca. 300 Mittel). Weiterhin gibt es etwa 2.000 nicht überprüfte Mittel auf dem Markt.
Eine Überprüfung der Wirksamkeit, sowie der Gesundheitsgefährdung ist laut Gesetz nicht vorgeschrieben. Sinnvoller als der Einsatz von H. und ausreichend sind konstruktive Maßnahmen zum Holzschutz (Konstruktiver Holzschutz). Im Falle eines Schädlingsbefalls sollte möglichst nur das zugelassene Heißluftverfahren durchgeführt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Meteorit

Viele Menschen beobachteten am Samstagabend den 6. April 2002 in Bayern den Niedergang eines Meteoriten. Unser Planetensystem hat sich vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus einem riesigen Wirbel von Materie, dem solaren Nebel, gebildet.

Zunächst formierten sich Gas und Staub zu größeren Brocken, den Planetenvorläufern, welche immer wieder zusammen stießen und sich so nach und nach zu noch größeren Objekten zusammenlagerten. Aus ihnen entwickelten sich schließlich unsere Planeten.

Doch ein Teil der Planetenvorläufer unterschiedlicher Zusammensetzung blieb im Sonnensystem übrig. Zwei Gruppen von Körpern aus dieser solaren Urmaterie umkreisen noch heute die Sonne: Kometen und Asteroide. Auf ihrer Bahn kollidiert die Erde ständig mit diesen kosmischen Teilchen, die meist nicht größer als Staubkörner sind.

Treten größere Materiebrocken in die Atmosphäre ein, erhitzen sich diese durch die Reibung mit der Luft. Die Oberfläche schmilzt und durch die atomare Wechselwirkungen mit den Luftteilchen erscheint am Himmel eine Lichtspur.

Ab einer Höhe von rund 100 Kilometern entsteht eine Stoßwelle aus einem Gemisch von Luft und verdampfender Materie, die stark erhitzt und elektrisch aufgeladen wird. Daraus entsteht ein leuchtend heller Gasball – auch Feuerkugel oder Boliden genannt. Da der Brocken eine Geschwindigkeit von 50.000 bis 70.000 km/h besitzt – also weit über der Schallgeschwindigkeit - kann es zu lauten Donner kommen.

Die Kometen, die hauptsächlich aus leichten Elementen wie Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff bestehen, ziehen dabei eher in den Außenbereichen des Sonnensystems ihre Bahn. Man nimmt an, dass sie einen kompakten Kern, ein Gemisch aus Eis und Silikatstaub, dem felsige Bestandteile beigemischt sind, besitzen. Diese sogenannten „schmutzigen Schneebälle" stammen aus einem kugel- (Oort-Wolke, 20.000-70.000 A.E. von der Sonne) bzw. gürtelförmigen (Kuiper-Gürtel, Nähe Pluto) Reservoir.

Die Asteroiden, deren Hauptbestandteile Metalle, Silizium- und Magnesium-Sauerstoffverbindungen sind, findet man dahingegen im sogenannten Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Durch fotographische Aufnahmen und Auswertungen der Leuchtspur von auf die Erde niedergehenden Meteoroiden, konnten die Bahndaten einiger niedergehender Meteroiden berechnet werden.

Die sonnenfernsten Punkte (Aphelien) ihrer elliptischen Umlaufbahnen vor der Kollision mit der Erde bestätigten die schon lange bestehende Annahme, dass die Asteroiden der Ursprung der meisten Meteorite sind.

Autor: KATALYSE Institut

Massenvernichtungswaffen

Siehe ABC-Waffen, Atomwaffen, Biologische Waffen, Chemische Kampfstoffe.

Autor: KATALYSE Institut

Leguminosen

Leguminosen oder auch Hülsenfrüchtler genannt, sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien.

Die Hülsenfrüchtler haben ihren Namen von der Hülse. Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und der großen Erträge auf kleinen Flächen sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchtler fast weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung.

nsbesondere bei fleischarmer oder vegetarischer Kost sind sie fast unverzichtbar. Beispiele sind etwa Erbsen, Bohne und Linse, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehören. Umgangssprachlich werden diese Pflanzen meist Hülsenfrüchte genannt.

Einige Hülsenfrüchte können auch roh gegessen werden, wie etwa Zuckererbsen, viele sind im rohen Zustand aber gesundheitsschädlich und müssen vor dem Verzehr unbedingt vollständig durchgegart werden. Leguminosen werden auch in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft verbreitet als Futtermittel für Wiederkäuer und Schweine eingesetzt. Die meisten Leguminosen gehen in ihren Wurzelknöllchen eine Mit S. ist eine Beziehung zwischen zwei Arten gemeint, von der beide Beteiligten profitieren. Symbiose mit Stickstoff-Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.Bakterien ein und tragen dadurch zur Fruchtbarkeit des Bodens bei, der so genannten Gründüngung, die im ökologischen Landbau eine große Bedeutung besitzt.

Autor: KATALYSE Institut

Koralleninsel

Viele Inseln der tropischen Meere verdanken ihre Entstehung unmittelbar dem Wachstum von Korallen und anderen Riff bildenden Organismen. Diese Koralleninseln unterscheiden sich grundlegend von anderen Inseltypen, die entweder vulkanischen Ursprungs sind oder Vorposten beziehungsweise Reste kontinentaler Landmassen.

Korallen ertragen wenn überhaupt nur kurzfristiges Trockenfallen bei Ebbe und können nicht über den Meeresspiegel hinauswachsen. In der Brandung, Strömung und den Gezeiten lagern sich feine Sedimente auf dem Riffdach ab und führen zur Bildung einer Sandbank. Tropische Wirbelstürme können ähnliches quasi über Nacht bewirken und dabei nicht nur feinen Sand, sondern auch Korallenbruchstücke und sogar tonnenschwere Korallenblöcke auf den Riffkranz werfen und einen Korallen-Cay bilden. Unter günstigen Umständen stabilisiert sich der lose Haufen und backt zu einer immer dichteren und festeren Landmasse zusammen.

Wie läuft die Besiedlung einer Koralleninsel ab?
In diesem Anfangsstadium ist die Sand- und Schutt-Ansammlung noch ein sehr unwirtlicher Lebensraum. Der Boden bietet wenig Nährstoffe und die Versorgung mit Süßwasser ist ein noch größeres Problem für die Besiedlung durch Landpflanzen. Zu den ersten Besiedlern von Koralleninseln gehören deswegen Meeresschildkröten und vor allem Vögel, die dort rasten und nisten, ihre Nahrung aber im Meer finden. Vögel bringen Pflanzensamen auf die Inseln, die entweder in ihrem Gefieder stecken oder mit dem Kot ausgeschieden werden. Andere Pflanzensamen werden durch die Luft angeweht oder wie die schwimmfähigen Samen vieler Mangrovenpflanzen am Strand angespült.

Die ersten Pflanzen, die eine Insel erfolgreich besiedeln, sind anspruchslose Pioniere, die gut mit Trockenperioden, Nährstoff- und Wasserarmut und salzhaltigem Brackwasser zurechtkommen. Ihre Überreste tragen erheblich zur Humusbildung bei und damit auch zu einer verbesserten Fähigkeit des Bodens, Süßwasser zu speichern. Bei ausreichender Größe der Insel kann Regenwasser im Boden auch eine Süßwasserlinse bilden, die quasi auf dem schwereren Salzwasser schwimmt und von den Pflanzenwurzeln erreicht werden kann.

Quelle und Text von Gerd Haegele, freier Mitarbeiter der Zoologischen Staatssammlung München und Autor der CD-ROM:

Korallenriffe - ein Lebensraum und seine Bewohner
Habitat Verlag Gerd Haegele
+49 (0)89-52 38 90 37
www.habitat-verlag.de
info@gerd-haegele.de
ISBN: 3-9809516-0-X
Anzahl Abbildungen: 1800 Unterwasser-Fotografien plus Grafiken und Animationen
Preis: 24,80 €;

Hier gelangen Sie zu unserer Rezension der CD-ROM [Stand: 17.03.2015]

Hier können Sie die CD-ROM Korallenriffe - ein Lebensraum und seine Bewohner
direkt bestellen: http://www.habitat-verlag.de

Autor: KATALYSE Institut

KATALYSE Institut

Das kölner KATALYSE Institut ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Vorgänge zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken.
Das KATALYSE Institut versteht sich als „Denkfabrik“ für zukunftsfähige Konzepte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeit ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung werden bei der Bearbeitung der komplexen Fragestellungen einer sich globalisierenden Umwelt- und Entwicklungsproblematik hinzugezogen.

Die Unabhängigkeit des KATALYSE Instituts gewährleistet unsere kritische Arbeit in den Bereichen Umweltforschung und Verbraucherschutz. Als gemeinnützige Organisation finanzieren wir uns durch Zuwendungen für Projekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten.

Das KATALYSE Institut berät Unternehmen, öffentliche Institutionen, Medien, Verbände und Privatpersonen. Unsere Teams werden problembezogen aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen erarbeiten wir Grundlagen- und Fallstudien ebenso wie individuelle Lösungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeitsfelder sind:

Sozialökologische Forschung
Die sozialökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozialökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozialökologische Forschung vor. Aber erst im Jahr 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit den deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet.

Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Mitte des Jahres 2002 nimmt der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Ökoforumspartnern ein dreijähriges BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Transformationen für eine nachhaltige Ernährung" auf.

Landwirtschaft und Ernährung
Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung der Agrarwende und nachhaltiger Ernährungskonzepte.

  • Wir erstellen Konzepte für eine nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen,
  • beraten Sie bei der Konzeption gesundheitlich und ökologisch verträglicher Verpflegungssysteme,
  • führen Untersuchungen durch zur Risikokommunikation und
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltigere Ernährungskommunikation.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Beratungs- und Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts sind:

  • die Ausrichtung des "Förderpreis Ökologischer Landbau" für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) und
  • die Entwicklung von Strategien für eine Ernährungswende im Rahmen des Förderschwerpunkts: Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld „Umwelt-Ernährung-Gesundheit“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Bio- und Gentechnologie
Die Erkenntnisse und Methoden der klassischen Bio- und der neuen Gentechnologien bilden als Life Sciences heute die Grundlagen für eine Fülle technisch neuer, oft heftig umstrittener Anwendungen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sowie in der Medizin und im Umweltschutz.

Unsere Wissenschaftler beteiligen sich seit Jahren aktiv an der kontroversen öffentlichen Diskussion um die Gentechnik. In Studien, Vorträgen und Publikationen beziehen unsere Experten Stellung in den aktuellen Debatten.

Als Beratungsunternehmen stehen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Projektbewertungen sowie Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite.

Typische Beispiele sind etwa die „Untersuchung biotechnologischer Innovationspotenziale für das Land NRW“ oder Risikoabschätzungen gentechnologischer Anwendungen.

  • Wir erstellen für Sie Risikostudien, Technikfolgenabschätzungen sowie Erhebungen und Umfragen, begutachten neue Verfahren und Produkte in Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung
  • entwickeln biotechnologische Anwendungen in Textilveredelung und Biogastechnik und konzipieren
    Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauen und Wohnen
Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bau-weisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen für Sie:

  • Begutachtung umweltbezogener, gesundheitlicher und material-technischer Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte
  • Entwicklung von Schulungsmaterialien und Praxisleitfäden, wie z. B. im Praxisratgeber „Bauteilplanung mit ökologischen Baustoffen“
  • Bewertung und Zertifizierung von Gebäuden auf der Basis der von unseren Experten entwickelten Kriterien.

Wir beraten und begleiten Sie fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben
und unterstützen Sie bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Qualitäts- und Schadstoffprüfungen und die Vergabe des ÖkoControl-Zeichens des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser für schadstoffgeprüftes Mobiliar sowie die Produktprüfungen der Arbeitsgemeinschaft kontrolliert, deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR).

Raumluftqualität und Elektrosmog
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung und Verringerung von Umweltbelastungen in Innenräumen ist eines unserer Kernarbeitsfelder.

Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams im Bereich Innenraumschadstoffe und damit verbundener Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter

  • beraten Sie zu Innenraumschadstoffen und Elektrosmog,
  • identifizieren für Sie Schadstoffquellen in öffentlichen Gebäuden, Büros und Wohnungen,
  • beproben und analysieren Innenraumschadstoffe (z. B. PCB, Asbest, Schimmelpilze),
  • messen elektromagnetische Felder,
  • bewerten Meßergebnisse und Belastungssituationen und
  • geben Handlungsempfehlungen zur Reduzierung und Vermeidung von Belastungen,
  • erstellen Sanierungskonzepte und begleiten deren technische Durchführung.

Umweltmanagement
Zielsetzung des Umweltmanagements ist es, Produkte, Herstellungsverfahren und Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit so zu optimieren, dass Stoff-, Energieströme und Schadstoffbelastungen minimiert werden.

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen und allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen und unsere Experten begleiten Sie bei der Ausarbeitung von Kriterien und der Umsetzung von:

  • Öko- und Qualitäts-Auditing (ISO 14.000/EMAS),
  • Umweltcontrollingsystemen und betrieblichem Benchmarking/Umweltmanagementsystemen und
  • bereiten Sie auf die entsprechenden Zertifizierungen vor.

Wir erarbeiten für Sie:

  • Produkt- und produktlinienbezogene Ökobilanzen,
  • Konzepte zur umweltbezogenen Verfahrensoptimierung,
  • Konzepte zu umweltverträglichem Logistikmanagement,
  • Umweltverträgliche Beschaffung im Büro- und Baustoffbereich.

KATALYSE Institut e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Beethovenstr. 6
50674 Köln
Tel: 0221-94 40 48-0
Fax: 0221-94 40 48-9
Email: info@katalyse.de
Internet: www.katalyse.de
Facebook
www.umweltjournal.de

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

Holzfaserplatte

Die H. ist ein Holzwerkstoff. Der Ausgangsstoff der H. ist zum größten Teil Restholz aus Sägewerken und anderen Holzwerken sowie Schwachholz von Durchforstungen.

Je nach Endprodukt kann auch Altholz, z.B. Obstkisten, Palettenholz, zugegeben werden. Aus diesem Grund ist die H. zum größten Teil ein Recyclingprodukt.

Je nach Dichte des Holzwerkstoffes unterscheidet man Hartfaserplatten, mitteldichte Faserplatten und Holzweichfaserplatten.
Herstellung: Der Rohstoff Holz wird in einem Hacker zu kleinen Holzstücken der Größe ca. 30x30 mm zerkleinert, unter Druck und Dampf gekocht und im Refiner zu Fasern gemahlen. Nach der Beleimung und Trocknung wird ein Faserkuchen gestreut, der dann zu Platten gepreßt wird.
Die Problematik der H. liegt im Zusatz des Leimes. In den meisten H. wird Formaldehyd als Bindemittel verwendet. Wenn die Platten wie üblich in Innenräumen verbaut werden, müssen diese der E-1 Klassifikation entsprechen (Spanplatte).
Die Hartfaserplatte ist die dichteste aller H., da sie mit dem größten Druck verpreßt wird, die Holzweichfaserplatte hat die geringste Rohdichte und ist somit die leichteste aller H. und die mitteldichte Faserplatte liegt schließlich mit ihrer Rohdichte zwischen den beiden Erstgenannten.

Autor: KATALYSE Institut

Humus

Gesamtheit der abgestorbenen Substanz des Bodens, auch als A-Horizont (Bodenhorizonte) bezeichnet, die einem ständigen Ab-, Um- und Aufbauprozess unterworfen sind.

Die Menge und Beschaffenheit von H. ist für die Bodenfruchtbarkeit von größter Bedeutung. Ein rein mineralischer Boden, und sei er noch so nährstoffreich, eignet sich nur wenig zur landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Nutzung. Er ist zu wasserdurchlässig und trocknet schnell aus; ihm fehlen die Bodenlebewesen und ihre bodenlockernde Wirkung.

Huminsäuren und Humus entstehen beim Abbau und Umbau von organischem Material wie Gründünger, Stroh, Laub, Zweigen, Nadelstreu u.a., entweder bei der Verdauung durch die Bodenlebewesen oder durch chemische Umsetzung. Dabei wird das abgestorbene Material zunächst von Pilzen und Bakterien besiedelt, von Regenwürmern, kleinen Borstenwürmern, Asseln, Insektenlarven, Milben und Springschwänzen zerkleinert und weiter durch Pilze und Bakterien zersetzt. Je feuchter und wärmer ein Boden ist und v.a. je besser er durchlüftet ist, um so intensiver verläuft die H.-Bildung.

H. liegt im Boden in unterschiedlicher Ausbildung vor, als Mull, Moder oder Roh-H.. Mull ist die günstigste H.-Form. Er bildet sich auf nährstoffreichen, biologisch aktiven Böden, auf denen leicht abbaubare organische Rückstände anfallen. Roh-H. ist die ungünstigste H.-Form, die sich auf nährstoffarmen, sauren, biologisch inaktiven Böden unter einem Pflanzenbewuchs mit schwer abbaubarer Streu wie Nadelwald oder Heide bildet. Die Moderform liegt zwischen Roh-H.- und Mullform.

Der H.-Gehalt des natürlichen Bodens ist weitgehend klimabedingt. H.-Aktivierung durch Bodenlüftung und Kalkung bedeutet stets auch H.-Verbrauch.

Siehe auch: Bodenhorizonte, Sorptionsvermögen, Bodenorganismen, Gründüngung, Kompostierung.

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

Humid

= feucht. Bezeichnung für Klimazonen, in denen die jährliche Niederschlagsmenge im Mittel größer ist als die Menge verdunsteten Wassers.

Die Bodentypen dieser Gebiete werden ebenfalls als h. bezeichnet. Im Boden dieser Zonen komt es zu ständigen Auswaschungen und Stoffverfrachtungen. Der Klimatyp wird differenziert nach voll-h. (gleichmäßig verteilter Niederschlag) und semi-h. (Regen und Trockenzeiten getrennt) unterschieden.

Autor: KATALYSE Institut

Heizung

Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.

Wie viel Energie ein Haus zum Heizen benötigt, hängt in erster Linie von seiner Wärmedämmung (k-Wert) ab, die den Wärmebedarf bestimmt und bei guter Ausführung Umweltbelastungen und Energieverbrauch mehr als halbieren (Niedrigenergiehaus; Passivhaus,) oder sogar ganz vermeiden kann (Nullenergiehaus). Seit 1.02.2002 gilt die Energie-einsparverordnung für Gebäude (EnEV) und verbreitet die Niedrigenergie-Bauweise als Standard.

Die H.-Systeme unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Primärenergieverbrauch und Emis-sionen. Eine große Rolle spielt zudem das Nutzerverhalten (Raumklima, Lüften, Stoßlüften). Umweltschonende H.-Systeme, die geringe Energieverluste aufweisen und wenig Schadstoffe emittieren, sind v.a. Nahwärme, Fernwärme und Erdgas-Brenner. Moderne Gasfeuerungen erreichen Wirkungsgrade von über 90 Prozent im Winterbetrieb (Sommerbetrieb 50 bis 60 Prozent, Sonnenkollektoren). Bei den Gasbrennern stellt der Brennwertkessel in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizsystemen die optimale Lösung dar. Auch Ölbrenner arbeiten heute mit hohen Wirkungsgraden und auch mit Brennwerttechnik. Probleme bereiten aber die relativ hohen Schwefeldioxid-Anteile im Abgas von Heizöl. Wobei Strom die am leichtesten zu transportierende Energie ist und die Risiken von Tankwagentransporten, Erdgaspipelines und die Folgen der Transporte (Umweltbelastung durch Abgase, Straßenbau usw.) entfallen.

Ökologisch ungünstig sind v.a. elektrisch Heizen (Elektrospeicherheizung), Ofenheizung, und alte Erdöl-Brenner. Alte Zentral-H. haben oft nur einen Wirkungsgrad von unter 70 Prozent, bedingt durch hohe Wärmeverluste über die Abgase, Überdimensionierung der Anlagen und falsche Brennereinstellung. Die Anschaffung einer neuen H. kann sich schon innerhalb weniger Jahre amortisieren. Viele Hausbesitzer müssen in den nächsten Jahren ihre H. austauschen, weil sie mehr Schadstoffe auspustet als zulässig. Mit der neuen Energiespar-verordnung, die im Februar 2002 in Kraft trat, will die Bundesregierung technisch veraltete H. (Einbau vor dem 1.10.1978) spätestens bis zum Jahr 2008 aus dem Verkehr ziehen.

Die Staubemissionen aus Hausfeuerungen als auch der Abgasverlust werden in den Verordnungen zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchV) begrenzt. Nach der BImSchV gilt der Abgasverlust, der im Schornsteinfegerprotokoll ausgewiesen ist, als Maß der Dinge: bei H. zwischen 4 und 25 Kilowatt Leistung darf er maximal 11 Prozent betragen, bei 25 bis 50 Kilowatt Leistung maximal 10 Prozent. Werden diese Werte überschritten, muss die H. bis zum 1.11.2004 nachgerüstet oder still gelegt werden.

Literatur:
Knieriemen, Heinz; Frei Peter: Heizen mit Holz - ökologisch und gesund; Das Praxisbuch für traditionelle und moderne Öfen, Herde und Heizsysteme; AT Verlag 2003; ISBN 3855029296; EUR 27,90
Richtig heizen - Heizsysteme und Warmwasser; Konsument extra; ISBN 3901359427; Verein für Konsumenteninformation Verlag 1998; EUR 11,48
Fröse, Heinz-Dieter: Elektrische Heizsysteme; ISBN 3790506982; Pflaum Verlag 1995; EUR 27,61

 

Autor: KATALYSE Institut

Hausfeuerung

siehe Heizung, Ofenheizung, Brennwertkessel

Autor: KATALYSE Institut

Hartschaumplatten

siehe Polystyrol, Polyurethan, Wärmedämmstoffe, k-Wert

Autor: KATALYSE Institut

Hartfaserplatte

Die H. ist eine Holzfaserplatte, deren Einsatzgebiet in der Möbelindustrie, im Innenausbau und in der Verpackungsindustrie gegeben ist.

In der Möbelindustrie werden die 3 bis 5 mm starken H. hauptsächlich als Rückwände in Kastenmöbel (Schränke, Küchenzeilen, Kommoden usw.) und als Schubladenböden eingesetzt. Für Billigstmöbel werden H. auf einen Holzrahmen geleimt und dienen als Grundkörper für Seitenwände, Regalböden, Ober- und Unterteile von Kastenmöbeln.
Im Innenausbaubereich werden H. für die Zimmertürenherstellung (beidseitig auf einen gefüllten Holzrahmen geleimt und überfuniert) verwendet.

Die H. enthalten, wie Spanplatten und Mitteldichte Faserplatten, als synthetisches Bindemittel Harnstoff-, Melamin- oder Phenolharz-Formaldehyd. Auch H. können Formaldehyd abgeben und unterliegen der E-1-Klassifikation.

Autor: KATALYSE Institut

Glaswolle

siehe Mineralwolle

Autor: KATALYSE Institut

Geotopschutz

Der G. ist der Bereich des Naturschutzes, der sich mit Erhaltung und Pflege schutzwürdiger Geotope befaßt. Gefahren für Geotope gehen vor allem vom Abbau von Rohstoffen, von einer Bebauung oder der Verfüllung mit Abfällen aus.

Nicht zuletzt können Geotope durch natürliche Verwitterungseinflüsse oder einer zu dichten Vegetationsdecke unwiederbringlich verloren gehen.

Bekanntes Beispiel für eine einstmals geplante Nutzung als Deponie ist die Grube Messel bei Darmstadt. Die Grube Messel ist wegen ihrer ungewöhnlich gut erhaltenen fossilen Wirbeltierfunde aus dem Tertiär weltweit bekannt. Dieses Geotop ist 1995 von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgewiesen worden und konnte vor einer Verfüllung verschont bleiben.

Ziel des G. ist die Erhaltung von geologischen Aufschlüssen als "Archive der Erdgeschichte" für Lehre und Forschung, sowie für die interessierte Öffentlichkeit zu sichern. Dabei werden nur
solche Geotope geschützt, die sich durch besondere erdgeschichtliche Bedeutung und/oder Seltenheit sowie durch landschaftsästhetische Gesichtspunkte hervorheben.

Heute sind bundesweit über 15 000 schützenswerte Geotope von den Geologischen Diensten der Länder in sogenannten GeoSchOb*-Katastern (*Geologisch schützenswerte Objekte) erfaßt. Durch die
reine Erfassung erhält das Geotop jedoch noch keinen rechtlichen Schutzstatus.

Der G. trägt zum Erhalt der Geodiversität bei. Die Geodiversität ist die abiotische Lebensraumgrundlage für die Arten und ausschlaggebend zum Erhalt einer größtmöglichen Biodiversität.

Autor: KATALYSE Institut

Glasfasertapeten

G. sind eine spezielle Art von Tapeten, mit dem Grundstoff Glas bzw. Glasfasern (Mineralwolle).

Die einzelnen Glasfasern werden zu Garnen unterschiedlicher Dicke gesponnen und dann flächig verwoben. Durch kurzes Erwärmen des Glasfasernetzes wird eine Verbindung der einzelnen Fasern erreicht. Die Herstellung und Verarbeitung der Glasfasern ist allerdings mit gesundheitlichen Risiken behaftet. Es kann zu einer karzinogenen Wirkung, verursacht durch die lungengängigen, faserförmigen Feinstäube, kommen (MAK-Wert, Mineralwolle).
Speziell beim Tapezieren und noch mehr beim Renovieren, wenn die Tapete entfernt wird, kann es zu einer Feinstaubbelastung kommen. Meist werden die G. mit einer völlig geschlossenen flächigen Kunstharzfarbe beschichtet, welche die Faserfreisetzung während der Nutzungszeit verhindert, aber gleichzeitig das Raumklima verschlechtert (Diffussionswiderstand).

Autor: KATALYSE Institut

Geotop

G. sind erdgeschichtliche Bildungen der abiotischen (unbelebten) Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln.

Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralen und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen wie Quellen, Höhlen, Gletscherspuren und natürliche Landschaftsteile.

Der Begriff G. besitzt im Vergleich zu dem Begriff „Biotop“ einen wesentlich geringeren Bekanntheitsgrad. In Deutschland wurden in der Vergangenheit noch weit vor Biotopen gefährdete geologische Einzelbildungen oder ganze Landschaftsteile als Natur- oder Bodendenkmäler unter Schutz gestellt.

Das erste überhaupt in Deutschland unter Naturschutz gestellte Objekt ist ein G. Es handelt sich hierbei um den im Jahr 1836 von der preußischen Regierung amtlich geschützten, südlich von Bonn gelegenen Drachenfels am Rhein, einer vulkanischen Quellkuppe.

G. können durch natürliche Prozesse oder genauer ausgedrückt endogen (durch Kräfte des Erdinneren, wie z.B. durch Vulkanismus) oder exogen (durch Kräfte, die auf der Erdoberfläche einwirken, wie z.B. durch Verwitterung) während der Erdgeschichte entstanden sein. Als aktive G. werden diejenigen bezeichnet, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist (z.B. Tropfsteinhöhlenbildung).

Eine große Vielzahl von G. wurde durch anthropogene Prozesse geschaffen. Seit der Antike und im ganz besonderen Maße seit dem Mittelalter wurden ganze Landschaftsteile flächenhaft, linear oder punktuell durch Menschen verändert. Der seit der Antike betriebene Erzbergbau florierte im Mittelalter auf Grund der Bevölkerungszunahme. Noch heute zeugen Pingen (Pingen sind kleinflächige Vertiefungen in der Landschaft, die häufig durch Schurfarbeiten von Bauern zum Abbau von Eisensteingeoden ausgehoben wurden), Gruben und Halden von diesen Bergbauaktivitäten und stellen künstlich geschaffene, wertvolle G. dar.

In Deutschland sind Bergbaufolgelandschaften durch den Erzbergbau im Harz oder die Basaltlava-Steinbrüche in der Eifel entstanden (Mayen, Mendig und Maria Laach). Bahntrassen-Einschnitte wurden besonders im 19. Jahrhundert dort angelegt, wo sich ein Tunnelbau als zu aufwendig erwies, und sie schneiden tiefgreifend linear in die Landschaft ein. Der G.-schutz sieht seine Aufgabe neben der Pflege und dem Schutz natürlicher G. auch darin, die durch menschliche Handlungen entstandenen Geotope sowohl unter naturwissenschaftlichen als auch unter kultur- und montanhistorischen Gesichtspunkten zu bewerten und zu erhalten.

Autor: KATALYSE Institut

Geothermie

G. ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie daher auch Erdwärme. G. ist eine Energieform, die höchsten Umweltansprüchen gerecht wird. Als G. oder Erdwärme bezeichnet man die gesamte unterhalb der festen Erdoberfläche gespeicherte Wärmeenergie, zurückzuführen auf die Zeit der Erdentstehung und den ständigen Zerfall natürlicher radioaktiver Elemente in Erdmantel und Erdkruste.

99 Prozent unseres Planeten sind heißer als 1.000°C und nur 0,1 Prozent sind kühler als 100°C. Je tiefer man in die Erde vordringt, um so heißer wird es: unterhalb der oberflächlichen Erderwärmung durch die Sonne nimmt die Temperatur pro 100 Meter Tiefe 3,5 bis 4°C, in einigen Gebieten sogar zwischen 5 bis 8°C, zu.

Aus dem Inneren der Erde fließt ein kontinuierlicher Wärmestrom zur Erdoberfläche. Rund 30 Prozent des Wärmeenergiestroms kommt aus dem heißen Erdkern und etwa 70 Prozent entstehen durch den ständigen Zerfall natürlicher radioaktiver Elemente in Erdmantel und Erdkruste.

Mit den heute entwickelten Technologien ist es fast überall möglich, diese umweltfreundliche und klimaschonende Energiequelle zu nutzen. G. hat viele Vorteile:

  • sie steht jederzeit, das heißt unabhängig von Tag und Nacht, Klima und Jahreszeit zur Verfügung,
  • kann direkt dort erschlossen werden, wo die Energie benötigt wird, dadurch entfallen lange Transportwege zum Verbraucher,
  • ist nach menschlichem Ermessen unerschöpflich,
  • ist eine einheimische und krisensichere Energiequelle,
  • beansprucht wenig Platz und die Nutzung erfolgt ohne massive Eingriffe in Natur und Landschaft,
  • hat deutlich geringere Emissionen und Umweltwirkungen als fossile Energieträger und kann zu einer Reduzierung des Schadstoffausstoßes beitragen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil unserer Endenergie durch Erdwärme gedeckt werden könnte. In Deutschland und den Nachbarländern gibt es umfangreiche geothermische Ressourcen. Heute können mit Bohrungen Tiefen von 3000 bis 5000 Meter für die G. problemlos genutzt werden. In dieser Tiefe findet man Temperaturen von über 150° C, örtlich auch von über 200° C vor.

In der Europäischen Union gibt es bereits fast 800 MW an geothermischer Kraftwerkskapazität; dazu kommen rund 5000 MW in der Nah- und Fernwärmeversorgung, für Wärmelieferung in der Landwirtschaftlich usw. In fast 100.000 kleineren, dezentralen Anlagen der oberflächennahen G. sind in der EU etwa weitere 1000 MW installiert, der größte Teil davon in Schweden, Deutschland und Österreich. 1999 lieferten die in Deutschland installierten geothermischen Anlagen rund 400 MWth, davon etwa 340 MWth in kleinen, dezentralen Systemen unter 100 kW.

Mit den heute bekannten Ressourcen der hydrothermalen G. könnten etwa 29 Prozent des deutschen Wärmebedarfs, mit denen oberflächennahen G. noch einmal etwa 28 Prozent gedeckt werden.
Bei der Wärmeversorgung mit geothermischer Energie ist ein wirtschaftlicher Betrieb auch bei heutigen Energiepreisen zu erwarten. Auch die Gebäude des Berliner Bundestages (Reichstagsgebäude und umgebende Büroblöcke) nutzen oberflächennahe G. im Rahmen der Wärme- und Kälteversorgung. Ein wissenschaftliches Begleitprogramm wertet in den nächsten Jahren die Erfahrungen dieses weltweit einmaligen Energiekonzeptes aus.

Die verschiedenen Nutzungsformen der G.:

  • In vulkanischen Regionen nutzt man die Dampf- oder Heißwasserlagerstätten.
  • Wasserführende Schichten (Aquifere) gibt es in vielen Bereichen der Erdkruste Man teilt sie ein in heiße (über 100 °C), warme (40 bis 100 °C), oder solche mit Niedrigtemperaturwasser (25 bis 40 °C). Wasser mit einer Temperatur ab 20 °C gilt als Thermalwasser. Anlagen, die das Energieangebot dieser Schichten nutzen, zählt man zur hydrothermalen G. In Deutschland gibt solche Bereiche z. B. in der Norddeutschen Tiefebene zwischen der polnischen und der niederländischen Grenze, im Oberrheintal und in Süddeutschland zwischen Donau und Alpen oder etwa auf der Schwäbischen Alb. Ab etwa 100 °C lassen sich Aquifere auch zur Stromerzeugung nutzen.
  • Hot-Dry-Rock-Kraftwerke kommen zukünftig auch ohne unterirdische Heißdampflagerstätten aus. Sie produzieren Strom und Wärme auch aus heißem, trockenen Gestein. Die Grundlagen dieser Technologie sind entwickelt. Pilotkraftwerke können errichtet werden.

Oberflächennahe G. nutzt das Temperaturangebot im Bereich unterhalb der Erdoberfläche bis etwa 400 Meter, zum Heizen meist in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Man kann den Untergrund aber auch direkt als Quelle für Klimakälte nutzen und spart dabei aufwendige Kälteerzeugung.

Unter den erneuerbaren Energien nimmt die G. wegen ihrer Eigenschaften eine besondere Stellung ein: Sie steht unabhängig von Witterung, Tag- und Nachtzeiten immer bedarfsgerecht zur Verfügung.

Im Mai 2000 ist Deutschland dem G.-Abkommen der Internationalen Energie-Agentur beigetreten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die G. Forschung von 2001 bis 2003 mit rund 12 Millionen Euro und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (
EEG) garantiert für die Einspeisung von Geostrom eine Mindestvergütung. In Deutschland gehört das GeoForschungsZentrum Potsdam in Groß-Schönebeck zu den führenden Forschungseinrichtungen.

Siehe auch: Geothermische Energie.

Autor: KATALYSE Institut