Biotechnologie

B. ist die technische Nutzung lebender Organismen und ihrer Stoffwechselprodukte zur Produktion und Umwandlung von Substanzen.

Zur B. gehören Bereiche wie die Gentechnologie, Zellkulturtechnik, Fermentationstechnik sowie auch Techniken der Tier- und Pflanzenzucht.

Traditionelle Verfahren der B. sind z.B. die Brotsäuerung, die alkoholische Gärung und die Sauermilchherstellung, die als eine verfeinerte Nutzung von Naturvorgängen zu betrachten sind. In der modernen B. werden gezielt veränderte oder beschleunigte biologische Abläufe, die im Labor entwickelt und erprobt wurden, im großtechnischen Maßstab umgesetzt.

Die großtechnische Produktion mit Hilfe von Mikroorganismen wird heute in Bioreaktoren durchgeführt, die eine Größenordnung von ca. 150 m3 haben. B. findet auch in der Landwirtschaft sowie im Umweltschutz zur biologischen Abwasserreinigung, Abgasreinigung (Biofilter) Abfallbehandlung (Kompostierung, Biogas) und Beseitigung von Ölverschmutzungen (Tankerunfälle) Anwendung.

Autor: KATALYSE Institut

Biotechnische Schädlingsbekämpfung

Im Unterschied zur biologischen Schädlingsbekämpfung erfolgt die B. mit Hilfe gentechnisch veränderter Pflanzen.

Gene für natürliche Abwehrsubstanzen von Bakterien, Insekten oder anderen Organismen werden dazu in Kulturpflanzen eingebaut, um ihre Resistenz gegen Schädlinge zu stärken. So wurde Tomaten z.B. das Gen des Bacillus thuringensis für ein Endotoxin eingepflanzt, welches bei Schmetterlingsraupen die Darmschleimhaut zersetzt.

Um die Resistenz gegen krankheitserregende Viren zu stärken, wurden Tomaten und Kartoffeln mit dem Gen für das Hüllprotein des Tabak-Mosaik-Virus ausgestattet, wodurch die Vermehrung des Virus gestört wird. In Deutschland wurden derartig veränderte Pflanzen bislang nicht zugelassen, in anderen EU-Ländern und den USA wurden sie jedoch schon zu Versuchszwecken freigesetzt.

Die Hoffnung, dass mit Hilfe der B. der Einsatz von Pestiziden verringert werden kann, steht entgegen, dass sich offensichtlich Resistenzen entwickeln und die Gefahren der Anwendung gentechnischer Pflanzen bisher immer noch weitgehend ungeklärt sind.

Autor: KATALYSE Institut

Biosiegel

Das Mitte 2001 eingeführte B. soll Transparenz und Klarheit auf dem Ökomarkt bei den Verbrauchern schaffen.

Allein in Deutschland gibt es über 100 Biomarken und Ökosiegel. Mit dem Biosiegel können alle Produkte ausgezeichnet werden, die nach den Standards der EU-Öko-Verordnung erzeugt wurden. Ausgezeichnet werden können nicht nur Öko-Lebensmittel deutscher, sondern auch ausländischer Herkunft soweit sie die Anforderungen der EU erfüllen.

Die neue Regelung soll in der Nutzung unbürokratischer und einfacher als das alte „Ökoprüfzeichen“ (ÖPZ) sein, das wegen der geringen Akzeptanz bei Lebensmittelhandel und Hersteller kaum Bedeutung am Markt erlangen konnte. Das Biosiegel soll in einer etwa einjährigen Übergangsfrist das ÖPZ ganz ablösen.

Bestehen bleiben dagegen die altbekannten Verbandszeichen und Marken von Demeter, Bioland, Naturland usw., die auch strengere Regelungen als die EU-Öko-Verordnung vorsehen.

Autor: KATALYSE Institut

Biosensoren

Meßelemente, bei denen eine physikalisch/chemisch arbeitende Komponente mit Nachweisfunktion mit einer biochemischen Komponente mit Selektionsfunktion gekoppelt ist.

Die physikalisch/chemische Komponente wird von Elementen gebildet, die optische Veränderungen, Temperaturveränderungen, Gasbildung oder elektrische Veränderungen wahrnimmt; die biochemische Komponente besteht aus Enzymen, Zellorganellen oder monoklonalen Antikörpern. Das biochemische Element bindet selektiv an eine Substanz, wobei Veränderungen auftreten, die auf den physikalisch/chemischen Sensor übertragen und von ihm in ein wahrnehmbares Signal umgesetzt werden. Somit brauchen keine Proben mehr genommen und chemisch aufgearbeitet zu werden. Einsatzgebiete: überall, wo eine verbesserte und schnellere Analytik benötigt wird, wie z.B. in der Schadstoffanalytik (z.B. Gewässerbelastung) und der Medizin. Mit Hilfe von B. können im menschlichen Blut z.B. Blutzucker- und Milchsäuregehalt kontinuierlich gemessen werden.
In der industriellen Produktion ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung mittels B. eine weitere Automatisierung. In Japan sind bereits B. im Handel, mit denen der Verbraucher die Frische von Fisch und Fleisch bestimmen kann.

Autor: KATALYSE Institut

Biophotonen

Nach F.A.Popp versteht man unter B. oder low-level-luminescence eine aus lebendem Gewebe austretende sehr schwache elektromagnetische Strahlung (Wellenlänge 200-800 nm, ca 100 Photonen pro s und cm2).

Die Intensität hängt vom Zustand des Gewebes ab, so erhöht sich z.B. die Anzahl abgestrahlter B. bei der Zellteilung. Es gibt Untersuchungen, nach denen das Spektrum der B. Aussagen über die Frische von Nahrungsmitteln zuläßt.

Autor: KATALYSE Institut

Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise

Dieses agrarwirtschaftliche System geht auf die theoretischen Grundlagen von Rudolf Steiner zurück und gehört zu den alternativen Landbauformen (Alternativer Landbau).

Bei der B. werden die notwendigen pflanzlichen Nährstoffe durch geschlossene Kreislaufprozesse im landwirtschaftlichen Betrieb zur Verfügung gestellt und auf synthetisch erzeugte Stickstoffdünger verzichtet. Gegen Unkräuter wird die mechanisch-biologische Bekämpfung, gegen Schadorganismen werden Mittel natürlicher Herkunft eingesetzt. Die B. nimmt innerhalb der alternativen Landwirtschaft eine Sonderstellung ein, die sich z.T. durch ihre Verankerung im anthroposophischen Gedankengut Rudolf Steiners erklärt

Neben naturwissenschaftlichen Erfahrungen spielen bei der B. auch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse eine Rolle. Dazu gehört die "dynamische" Wirkung von Präparaten aus natürlichen, meist wirtschaftseigenen Substanzen (Hornkiesel, Schachtelhalmaufguß). In geringen Mengen aufgebracht, beeinflussen sie Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge der Pflanzen und bodenbiologische Vorgänge.

Eine wesentliche Rolle werden kosmischen Einflüssen wie der Mondphase und der Stellung des Mondes bei der Aussaat zugeschrieben, die im Zusammenhang mit Biorhythmen im Organismenreich stehen. Zwar gibt es einige Untersuchungen, die diese Annahmen stützen; eine naturwissenschaftlich gesehen eindeutige Erklärung des Phänomens steht allerdings aus.
1991 existierten ca. 1.000 Demeter-Betriebe (B.) mit einer Anbaufläche von 20.000 ha B. und Bioland bearbeiten zusammen den größten Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in den alten Bundesländern.

Dieses agrarwirtschaftliche System geht auf die theoretischen Grundlagen von Rudolf Steiner zurück und gehört zu den alternativen Landbauformen (Alternativer Landbau). Bei der B. werden die notwendigen pflanzlichen Nährstoffe durch geschlossene Kreislaufprozesse im landwirtschaftlichen Betrieb zur Verfügung gestellt und auf synthetisch erzeugte Stickstoffdünger verzichtet. Gegen Unkräuter wird die mechanisch-biologische Bekämpfung, gegen Schadorganismen werden Mittel natürlicher Herkunft eingesetzt.

Die B. nimmt innerhalb der alternativen Landwirtschaft eine Sonderstellung ein, die sich z.T. durch ihre Verankerung im anthroposophischen Gedankengut Rudolf Steiners erklärt. Neben naturwissenschaftlichen Erfahrungen spielen bei der B. auch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse eine Rolle. Dazu gehört die "dynamische" Wirkung von Präparaten aus natürlichen, meist wirtschaftseigenen Substanzen (Hornkiesel, Schachtelhalmaufguß).

In geringen Mengen aufgebracht, beeinflussen sie Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge der Pflanzen und bodenbiologische Vorgänge. Eine wesentliche Rolle werden kosmischen Einflüssen wie der Mondphase und der Stellung des Mondes bei der Aussaat zugeschrieben, die im Zusammenhang mit Biorhythmen im Organismenreich stehen. Zwar gibt es einige Untersuchungen, die diese Annahmen stützen; eine naturwissenschaftlich gesehen eindeutige Erklärung des Phänomens steht allerdings aus.

1991 existierten ca. 1.000 Demeter-Betriebe (B.) mit einer Anbaufläche von 20.000 ha B. und Bioland bearbeiten zusammen den größten Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in den alten Bundesländern.

Autor: KATALYSE Institut

Bio-Kennzeichnungsverordnung

Europäische Regelungen zur Kennzeichnung von landwirtschaftlichen und verarbeiteten Produkten und des ökologischen Landbaus von 1991.

Siehe: EU-Bio-Kennzeichnungsverordnung

Autor: KATALYSE Institut

Batteriehaltung

B. ist die Form der Massentierhaltung bei Hühnern.

Die Haltung der Hühner erfolgt nach rein betriebstechnischen und arbeitswirtschaftlichen Überlegungen, wobei dem Bedürfnis des Tieres gerade so weit Rechnung getragen wird, daß es in einer an der normalen Lebenserwartung gemessen sehr kurzen Zeitspanne (ca. 14 Monate) ein Höchstmaß an Eiern produziert (ca. 280), in Dänemark sogar 380.

Die räumliche Enge (für jede Henne eine Fläche die, kleiner als ein DIN A4-Blatt ist) führt bei diesen "KZ-Hühnern" zu Verhaltensstörungen wie panikartigem Fluchtverhalten, Federpicken und ständiger Unruhe. Dazu kommen Krankheiten wie z.B. Störungen des Mineralstoffwechsels und Vergrößerung der Schilddrüse. Bei Käfigmasthähnchen kommt es zu generellen Skeletterkrankungen (brüchige Knochen).

Etwa 20% der Käfighühner sterben vorzeitig oder müssen notgeschlachtet werden. In Deutschland werden ca. 90 Prozent der Hühner in Batterien gehalten.

Weitere Probleme sind: Verstärkter Einsatz von Tierarzneimitteln (z.B. Chloramphenicol), Futterzusatzstoffen und die regionale Konzentration der Massentierhaltung (z.B. norddeutsche Landkreise Vechta und Oldenburg).

Ein Verbot der B. hätte eine ertragsmindernde betriebswirtschaftliche Umstellung (z.B. Bodenhaltung), höhere Kosten und damit höhere Preise sowie eine Qualitätsverbesserung der Eier zur Folge.

Nach 10jähriger Übergangsfrist sind Legebatterien in der Schweiz seit Anfang 1992 verboten. Die meisten Betriebe (99,3 Prozent) konnten in dieser Zeit auf andere, tierschutzgerechte Haltungsformen umstellen und es werden auch heute kaum mehr Eier in die Schweiz importiert wie vor der Umstellung.

Autor: KATALYSE Institut

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind unverdauliche, nicht resorbierbare Bestandteile pflanzlicher Nahrung und liefern dem Körper somit keine Energie.

Ballaststoffe bestehen aus nicht verwertbaren Kohlenhydraten wie z.B. Zellulose und Rohfasern. Sie dienen den Pflanzen als Gerüstsubstanz der Zellstrukturen sowie als Füll- und Schutzmaterial. In tierischen Bestandteilen und Lebensmitteln kommen sie nicht vor.

Ballaststoffe werden nach ihrem Lösungsverhalten in wasserlösliche und -unlösliche Ballaststoffe, sowie nach ihrer Herkunft unterschieden. Zu den wasserlöslichen Ballaststoffe zählen u.a. Pektin und z.T. Hemizellulose. Wasserunlösliche Ballaststoffe wie z.B. Zellulose oder Lignin haben eine hohe Quellfähigkeit und bleiben als Partikel erhalten. Ihrer Herkunft nach werden sie in heimische, tropische und aquatische Ballaststoffe unterteilt. Die tropischen und aquatischen Ballaststoffe finden in isolierter Form, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie Verwendung. Die heimischen Ballaststoffe, außer Lignin, bestehen überwiegend aus unterschiedlichen Polysachariden.

Die physiologischen Wirkungen sind bis heute nicht ganz geklärt, da Ballaststoffe nicht isoliert wirken, sondern in Verbindung mit der in der Nahrung enthaltenen Nährstoffen und Begleitstoffen.

Nachfolgend einige positive physiologische Wirkungen:

- Ballaststoffe regen die Darmperistaltik an und bewirken dadurch, dass der Speisebrei die einzelnen Darmabschnitte rascher durchlaufen kann.
Fäulnisprozesse werden somit verhindert. 

- Die bei der Fermentation entstehenden Fettsäuren und Gase machen den Stuhl weicher, was eine leichtere Darmentleerung bewirkt und der Bildung von Hämorrhoiden entgegenwirkt.

- Außerdem wird die Entstehung von Ausstülpungen, an der Wand des Dickdarms, verhindert und eine gesunde Darmflora gefördert.

- Ballaststoffe quellen nicht erst im Darm auf, sondern schon im Magen, damit hält das Sättigungsgefühl länger an.

- Durch ihre cholesterinsenkende Wirkung beugen Ballaststoffe der Entstehung von Herz- Kreislauferkrankungen vor.

- Ballaststoffe dienen der Erhaltung der Zähne.

- Durch Ballaststoffe wird der Glucose- und Cholesterinspiegel im Blut gesenkt.

In den letzten 100 Jahren ist die Ballaststoffzufuhr der Bevölkerung gesunken. Auffällig ist, dass sich der Verbrauch niedrig ausgemahlener Mehle zugunsten hochausgemahlener Mehle verschoben hat. Zwischen den Jahren 1880 bis 1990 hat sich der Verzehr von Getreideerzeugnissen um etwa 40 bis 60 Prozent, der Verzehr von Hülsenfrüchten um 90 Prozent reduziert. Im gleichen Zeitraum stieg der Verbrauch von isoliertem Zucker auf das Siebenfache, von Eiern auf das Fünffache und von Fleisch auf das Dreifache. Nach epidemiologischen Studien nimmt die Zufuhr um so mehr ab, je höher der materielle Wohlstand in einem Land ist. In Entwicklungsländern liegt die Zufuhr beispielsweise zwischen 40 und 140 Gramm, in Industrieländern zwischen 30 und 70 Gramm pro Person. In Deutschland lag die Ballaststoffzufuhr vor 100 Jahren bei 100 Gramm pro Person. Momentan beträgt die Zufuhr 19 Gramm. Ernährungsphysiologen empfehlen eine durchschnittliche Aufnahme von 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag.

Trotz einem niedrigen Energiegehalt haben Ballaststoffe eine gute Sättigungswirkung. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Vollgetreideprodukte, Gemüse und Obst. Kostformen mit einem hohen Ballaststoffgehalt sind geeignet, die Ernährungsempfehlungen der DGE zu erfüllen, da Ballaststoffe eine hohe Nährstoffdichte für Vitamine und Mineralstoffe aufweisen.
Bestimmte Ballaststoffe aus der Nahrung werden von Darmbakterien zersetzt. Bei einer zu schnellen Umstellung auf Vollkornprodukte kann es zu unangenehmen Verträglichkeitserscheinungen oder Begleiterscheinungen wie Blähungen kommen.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
LEITZMANN, C.; MÄNNLE, T.; KOERBER, K.: Vollwert-Ernährung. Heidelberg 1999.
http://petri-apotheke-olching.de/themen/gesund/ballast.htm

Autor: KATALYSE Institut

Babykost

Als B. wird industriell hergestellte (Halb-)Fertignahrung für Kleinkinder im 1. Lebensjahr bezeichnet.

Sie zeichnen sich durch ihre leichte Verdaulichkeit und Verwertbarkeit aus. B. unterliegt mit ihrer besonderen Beschaffenheit, Zusammensetzung und den Anforderungen von Reinheitsbestimmungen der Diät-Verordnung: max. 0,01 ppm Pestizidrückstände, max. 250 ppm Nitrat.

Lit.: KATALYSE: Kinderernährung, Köln 2002; Kiepenheuer & Witsch Köln

Autor: KATALYSE Institut

Aspergillus flavus

Auf Lebensmitteln wachsende Schimmelpilzart, die stark toxische Pilzgifte mit der Bezeichnung Aflatoxine erzeugt (Mykotoxine).

Siehe auch: Schimmelpilzart

Autor: KATALYSE Institut

Aspartame

Siehe Süßstoffe.

Autor: KATALYSE Institut

Artgerechte Tierhaltung

Die Artgerechte Tierhaltung ist eine möglichst an den ursprünglichen Verhaltensweisen und Lebensraumbedingungen der domestizierten Tiere orientierte Form der Tierhaltung.

Die Haltung von Haus- und Nutztieren kann immer nur einen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Tiere und den (wirtschaftlichen) Anforderungen der Menschen darstellen. Die Artgerechte Tierhaltung wird den Bedürfnissen der Tiere im Gegensatz zur konventionellen Haltung (z.B. Massentierhaltung) am ehesten gerecht, da die Lebensumwelt, ein weitgehend artgerechtes Leben ermöglicht.

Aufgrund der Domestikation, d.h. Züchtung und Anpassung von Wildtieren an die Nutzungsziele und die Umgebung des Menschen, bedürfen Haus- und Nutztiere der Hege durch den Menschen, da sie sich in ihrer natürlichen Umgebung nicht mehr ausreichend selbst versorgen könnten. Die natürlichen Verhaltensweisen bleiben dabei zum größten Teil erhalten (Bewegungsdrang, Bedürfnis nach Verstecken etc.) und müssen ausgelebt werden. Eine Artgerechte Tierhaltung steigert das Wohlbefinden der Tiere und somit auch die "tierische Leistung" (u.a. Qualität des Fleisches, der Milch, des Fells) ; sie entspricht allerdings nicht den unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erzielbaren "Höchstleistungen" konventioneller Tierhaltung.

Tiere in artgerechter Haltungsform sind vitaler und weniger stressanfällig, erkranken seltener und reagieren nicht überempfindlich bei der Behandlung mit (Futtermittelzusätzen und Tierarzneimitteln). Zudem verhalten sie sich untereinander verträglicher. Die Artgerechte Tierhaltung wird vor allem in der Ökologischen Tierhaltung, d.h. auf biologisch wirtschaftenden Betrieben, verwirklicht, allerdings sind auch im Bereich Tierschutz hier bisher noch Mängel zu beklagen, die mit der seit Herbst 2000 gültigen EU-Verordnung für die ökologische Tierhaltung beseitigt werden sollen.

Die Ursachen für eine nicht Artgerechte Tierhaltung liegen v.a. in der fehlenden Kenntnis der Bedürfnisse der Tiere und mangelhafter Beratung der Landwirte, wie auch in den für eine Artgerechte Tierhaltung oft notwendigen teuren Umbaumaßnahmen von alten Gebäuden oder erforderliche Neubauten. Wichtige Kriterien für eine Artgerechte Tierhaltung sind eine den Sozialbeziehungen der Tiere angepaßte Größe der Gruppe, ein ausreichendes Platzangebot pro Tier sowie die Gelegenheit zum Auslauf, getrennte Lebensbereiche zum Fressen, Liegen und Koten, ein optimales Stallklima, eine artgerechte Fütterung und nicht zuletzt ein "tierwürdiges" Töten der Tiere.

Lit.: Agrarbündnis e.V.: Alternativer Agrarbericht 2000; ABL Bauernblatt Verlags GmbH

Siehe auch: Tierhaltung

Autor: KATALYSE Institut

Aromastoffe

Bei industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln treten meist starke Geschmacks- und Geruchsverluste auf. Diese Verluste werden häufig durch den Einsatz von A. ausgeglichen.

In der Vergangenheit geschah dies durch den Einsatz von alkoholischen Auszügen oder Destillaten (Essenzen).
Man unterscheidet A. in 3 Kategorien:

  • Natürliche A. werden aus natürlichen Ausgangsstoffen (z.B: Vanilleextrakt oder Orangenessenz) gewonnen.
  • Naturidentische A. sind den natürlichen Ausgangsstoffen chemisch gleich, werden aber künstlich hergestellt wie z.B. Menthol, Eukalyptol oder Zitral.
  • Künstliche A. werden künstlich hergestellt wie z.B. Ethylvanillin.

Zur Zeit gibt es etwa 600 natürliche und ca. 4.200 naturidentische A.. Wenn man Wert auf naturbelassene Lebensmittel legt, sollte man möglichst auf aromatisierte Lebensmittel verzichten, insb. dann, wenn künstliche A. verwendet werden.

Lit.: KATALYSE e.V.: Chemie in Lebensmitteln, Köln 1990

Siehe auch: Lebensmittelzusatzstoffe

Autor: KATALYSE Institut

Antioxidantien

A. sind organische Verbindungen, die eine unerwünschte Oxidation (Prozeß bei dem Sauerstoff gebunden wird) hemmen oder verhindern.

Sie werden u.a. in Kunststoffen und Kautschuk (Alterungsschutz), in Fetten (Schutz vor Ranzigkeit), in Aromastoffen (Geruchsveränderung) und in Anstrichstoffen (Hautbildung) verwendet. Die Wirkung von A. besteht meist darin, daß sie freie Radikale abfangen und somit den Oxidationsprozeß stoppen.

Im Lebensmittelbereich werden A. (E300 bis E321) bei Ölen, Fetten, fetthaltigen Zubereitungen, Suppen, Brühen (jeweils in trockener Form), Knabbererzeugnissen, Kaugummi, Eis, Margarine, Wallnußkernen sowie Marzipan- und Nougatmasse eingesetzt. Natürliche A. sind Vitamin E, Flavone u.a., synthetische A. sind Butylhydroxytoluol, Gallate u.a..

Die A. E320 (Butylhydroxyanisol, BHA) und E321 (Butylhydroxytoluol) sind gesundheitlich bedenklich, da es sich um synthetische Stoffe handelt, die Allergien und Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen können. Bei den A. E300 bis E308 sowie E310 bis E312 sind bislang keine gesundheitsgefährdenden Wirkungen bekannt.

Lit.: KATALYSE e.V.: Chemie in Lebensmitteln, Köln 1990

Siehe auch: Lebensmittelzusatzstoffe, organische Verbindungen, Oxidation, Sauerstoff

Autor: KATALYSE Institut

Aminosäuren

Grundbausteine der Proteine mit mindestens einer Aminogruppe (NH2-Gruppe) im Molekül.

Etwa 20 verschiedene, in Lebewesen vorkommende A. sind bekannt. Pflanzen können alle A. selbst aufbauen, Tiere und der Mensch nur 12. Die übrigen, essentiellen A., müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Werden diese A. nicht in ausreichendem Maße angeboten, treten Stoffwechsel- und Entwicklungsstörungen auf.

Siehe auch: Proteine, Molekül

Autor: KATALYSE Institut

Agrarwende

Die BSE-Krise hat gezeigt, dass es in der Landwirtschaft nicht mehr weiter gehen kann wie bisher. Der Ausweg soll nun die Agrarwende bringen.

A. Agrarwende- Ein neues Leitbild in der Landwirtschaft
Beim Lebensmittelangebot soll "Klasse statt Masse" zum neuen Grundsatz werden. Jahrzehntelang wurde die Landwirtschaft von Politik und Handel auf die Steigerung der Produktionsmengen bei niedrigen Preisen getrimmt. Diese Politik, großzügig mit EU-Steuergeldern gefördert, hat zuerst zu Butterbergen, Milchseen und Fleischbergen, dann zur Vernichtung der Überschüsse und schließlich auch noch zur BSE-Krise geführt. Mit der Agrarwende gilt es, gesunde und vollwertige Lebensmittel unter Schonung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft herzustellen. Gute Lebensmittel haben ihren Preis. Deshalb muss der Kunde im Geschäft bereit sein, für bessere Produkte mehr zu bezahlen.

B. Abkehr von der Massentierhaltung
Die Verbesserung der Haltungsbedingungen von Tieren ist eine der dringendsten Aufgaben der Agrarwende. Im modernen Agro-Business werden Tiere häufig unter qualvollen Umständen gehalten. Nicht nur bei Rindern sind die ethnischen Grenzen überschritten: Hühner, Puten und Schweine müssen in vielen Betrieben auf engstem Raum überleben. Die Züchtung neuer Turbo-Rassen, die besonders hohen Ertrag bei geringst möglicher Aufwuchszeit garantieren, ist nur ein Beispiel für den Irrweg einer industriell geprägten Landwirtschaft.

C. Effektiver Verbraucherschutz
Die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung hat dem Verbraucher vor allem günstige Preise beschert. Doch was nützt das beste Schnäppchen, wenn nicht mehr die Herkunft des Produkts und dessen Zutaten erkannt werden kann? Die BSE-Krise und der Hormon-Skandal haben gezeigt: Der Verbraucherschutz muss dringend verbessert werden. Neue Gütesiegel sollen auf einwandfrei hergestellte Produkte hinweisen. Die neuen Label bedürfen strenger Überprüfungen, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhalten.

D. Neue Förderrichtlinien
Die Ausgaben für die Landwirtschaft machen mehr als zwei Drittel des gesamten Budgets der Europäischen Union aus. Doch das Geld wird derzeit mit falschen Prioritäten verteilt. Belohnt werden vor allem große Betriebe, die viel produzieren, wachsen und weiter rationalisieren. Eine neue Politik sollte die Förderung zur Erhaltung der Landwirtschaft an Kriterien koppeln und ökologisches Wirtschaften, ungeachtet von der Größe des jeweiligen Betriebs, belohnen.

E. Förderung des ökologischen Landbaus und der Tierhaltung
Selbst die optimistischsten Prognosen zur Agrarwende gehen nicht davon aus, dass auf absehbare Zeit alle Bauernhöfe in Deutschland auf Öko-Landwirtschaft umstellen werden. Ziel ist es daher auch konventionelle Betriebe an den Leitlinien der ökologischen Landwirtschaft auszurichten. Für umstellungswillige Betriebe und die Biobauern sollen die staatlichen Förderungen erhöht werden. Die Steigerung dieses Anteils auf 10 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre wäre schon ein erster Erfolg.

Anfang 2005 wurden in Deutschland 734.027 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von 16.476 Betrieben nach den EU-weiten Regelungen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Im Jahr 2003 wurde eine Wachstumsrate von 5,3 Prozent erzielt. Besonders hoch ist der Anteil des Ökolandbaus in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern und Baden- Württemberg. Knapp 60 Prozent der ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Deutschland sind den Öko- Anbauverbänden wie Demeter, Natur- oder Bioland angeschlossen.

Autor: KATALYSE Institut

Aflatoxine

Siehe Mykotoxine.

Autor: KATALYSE Institut

ADS

Mit ADS (auch als Aufmerksamkeits-Defizit-Störung, hyperkinetisches Syndrom oder Zappelphilip-Syndrom bezeichnet) wird eine Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität bezeichnet.

Betroffene Kinder fallen beispielsweise durch extreme Unruhezustände, Klassenclownverhalten oder kurze Aufmerksamkeitsspannen auf. In Deutschland wird im Kindes- und Jugendalter mit einer Häufigkeit von fünf Prozent gerechnet, was der Anzahl von 500.000 Betroffenen zwischen 6 und 18 Jahren entspricht. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind männlich.

Als Ursache der Störung wird ein Sauerstoffmangel im Gehirn, meist während der Geburt vermutet. Zu den Auslösern gehören vermutlich Reizüberflutung, besondere familiäre Situationen und Lebensmitteleinflüsse. Im Verdacht stehen auch Nahrungsmittelallergien und allergische Reaktionen auf Phosphate. Da die Auslöser nicht wissenschaftlich belegt sind, gibt es noch keine Ernährungsempfehlungen.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001.
http://www.agadhs.de/public/faq/index.php

Weiterführende Literatur:
BORN, A.; OEHLER, C.: Lernen mit ADS Kindern. 2004.
RYFFEL-RAWAK, D.: Wir fühlen uns anders!. 2003.
NEUY-BARTMANN, A.: ADS. 2005.
LAUTH, G.: Trainig mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern. 2002.
HUSS, M.: Medikamente und ADS. 2002.
MUMBACH, B.: ADS verstehen und ganzheitlich heilen. 2005.

Autor: KATALYSE Institut

Acrylamid

Ende April 2002 hat die Schwedische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Swedish National Food Administration) Untersuchungsergebnisse zur Belastung von Lebensmitteln mit der im Tierversuch krebserregenden und erbgutschädigenden Substanz Acrylamid in Lebensmitteln veröffentlicht.

Schon vor über zwei Jahren hatten schwedische Wissenschaftler in einer internationalen anerkannten Fachzeitschrift einen Artikel veröffentlicht.

In der Untersuchung vom April 2002 wurden beispielsweise folgende Acrylamid-Konzentrationen in Lebensmittel gefunden: 2.300 µg/kg in Kartoffelchips, 1900 µg/kg in Knäckebrot, 1.100 µg/kg im Pommes frites und 60 µg/kg in Brot. Die Werte der schwedischen Lebensmittelbehörde wurden im Juni 2002 vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt. Dort wurden beispielsweise Acrylamid-Konzentrationen in stark gebratenen Röstis von bis zu 4.500 µg/kg und bis zu 2.000 µg/kg in Pommes frites gefunden.

Vergleichswerte als Anhaltspunkte geben die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung und der Bedarfsgegenständeverordnung. Die Trinkwasserverordnung schreibt einen Grenzwert von 1 µg/kg vor, dieser ist allerdings als technischer Wert zu verstehen, da Acrylamid zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird und mit dem Grenzwert für eine weitgehend vollständige Entfernung dieser Substanz aus dem Trinkwasser gesorgt werden soll.

Acrylamid ist als Monomer ein "Baustein" der Kunststoffherstellung. Es kann daher in Lebensmittelverpackungen enthalten sein. Nach der Bedarfsgegenständeverordnung darf die Migration (Übergang) von Acrylamid in Lebensmitteln (bei einer Nachweisgrenze der Analysenmethode von 0,01 mg/kg) nicht nachweisbar sein.

Acrylamid ruft im Tierversuch Mutationen hervor. In Studien sind genotoxische Effekte in Somazellen und vererbte Keimzellmutationen nachgewiesen worden. Tierversuche haben gezeigt, dass Acrylamid krebserzeugend ist und die Häufigkeit von Tumoren in bestimmten Organen erhöht. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb eine Höchst-Aufnahmemenge von 1 µg/Tag nicht zu überschreiten. Bei der Risikogruppe der Kinder ist aufgrund der Präferenz dieser Ernährungsgruppe hinsichtlich des Verzehrs von Pommes frites und Kartoffelchips eine zehnfach höhere Aufnahme schnell erreicht.

Das Vorkommen von Acrylamid ist kein neues Problem, da der Mensch kohlenhydratreiche Lebensmittel schon lange grillt, backt, bratet oder frittiert. Durch eine verbesserte Analytikmethode wurde es möglich die genaue Belastungen in Lebensmitteln zu analysieren.

Betroffen sind v.a. kohlenhydratreiche Lebensmitteln, die in „trocknen“ Erhitzungsmethoden mit Temperaturen deutlich über 100 °C wie beim Backen, Grillen, Braten, Fritieren behandelt wurden. Wenig oder kein Acrylamid findet man in rohen Lebensmitteln oder Lebensmitteln, die in Wasser gekocht wurden.

Eine umfassende Risikobewertung für Acrylamid in Lebensmitteln liegt bis heute nicht vor, da u.a. über die Bildung von Acrylamid in Lebensmittel wenig bekannt ist und damit können auch keine Maßnahmen zur Verhinderung der Bildung ergriffen werden. Klar ist, das mögliche Risiko besteht nicht erst kurzfristig oder in den letzten Jahren, sondern ist quasi ein „Risikoprodukt“ der Entwicklungs- und Kulturgeschichte der Nahrungsmittelzubereitung.

Festzustellen bleibt, dass in Deutschland die Situation unbefriedigend ist, da bisher keine Daten über die Belastung von Lebensmittel mit Acrylamid vorliegen, obwohl die Ergebnisse aus Schweden seit Ende April bekannt sind. Somit kann eine Abschätzung einer möglichen Belastung der deutschen Bevölkerung nur anhand der schwedischen oder schweizerischen Daten vorgenommen werden. Daraus lassen sich aber keine spezifischen, sondern nur allgemeine (ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse) Verzehrsempfehlungen abgeleiten, die aber den Verbraucher nicht weiterhelfen.

Quellen:
Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV)
Schweizer Bundesamt für Gesundheit
Britische Lebensmittelagentur (Foodstandard Agency)
Schwedische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Autor: KATALYSE Institut

Gefriergeraete

G. belasten die Umwelt durch Stromverbrauch und FCKW-Freisetzungen (Ozonabbau).

Darüber hinaus ist Tiefkühlkost aufgrund energieaufwendiger Verarbeitung, Lagerung und Transporte das energieintensivste Nahrungsmittel überhaupt. G. gehören zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Energieverbrauch. Je nach Güte der Isolation verbrauchen K. unterschiedlich viel Energie, wobei sparsame Geräte nicht nur die Umwelt schonen (Strom, Kraftwerk), sondern auch Geld sparen (Haushaltsgeräte).

Zur FCKW-Problematik: Kühlschrank
Tips zum Stromsparen: Keine warmen Speisen einfrieren, unnötiges Öffnen vermeiden, Wandabstand zum Wärmetauscher (Metallgitter) mindestens 10 cm, regelmäßiges Säubern des Wärmetauschers, Aufstellung an möglichst kühlem Ort (auf keinen Fall neben dem Herd), evtl. zusätzliche Wärmedämmung anbringen und auf defekte Türdichtungen achten (insbesondere bei Gefrierschränken).

Gefrierschränke verbrauchen bei gleichem Volumen etwa 50% mehr Energie als Gefriertruhen (Haushaltsgeräte). Truhen sind i.d.R. deutlich besser isoliert als Gefrierschränke und beim Öffnen geht erheblich weniger Kälte verloren (dies gilt auch für defekte Türdichtungen älterer Geräte).

Siehe auch: Stromverbrauch

Autor: KATALYSE Institut

Frequenz

Bei sich periodisch wiederholenden Vorgängen gibt die F. die Zahl der Schwingungen pro Zeit an.

F. ist der reziproke Wert der Zeitdauer einer vollen Schwingung: F. = 1/Zeitdauer, Einheit: Hertz (Hz) = 1/s.
Beispiele: Elektromagnetische Strahlung hat je nach ihrer F. höchst unterschiedliche Wirkung auf den Menschen; Schall.

Autor: KATALYSE Institut

Fernwärmeanschlusszwang

In verschiedenen Bundesländern können die Gemeinden in ihren Gebieten oder Teilen davon eine Versorgung mit Fernwärme für Alt- und Neubauten vorschreiben.

Damit wird das Ziel verfolgt, den Ausbau der Fernwärme auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung zu beschleunigen. In sozialen Härtefällen, z.B. bei Umstellung von Ofenheizung auf Fernwärme in Altbaugebieten, sollen Übergangsregelungen Anwendung finden.

Im gesamten Bundesgebiet ist es nach dem Baugesetzbuch 9 Abs.1, Ziff. 23 möglich, für Neuanlagen in Ballungsgebieten bestimmte Heizungssysteme (Kohle, Heizöl,

Holz, Abfälle) zu untersagen, was einem Benutzungszwang für Gas, Fernwärme oder Strom gleichkommt.

Autor: KATALYSE Institut