Batteriehaltung

B. ist die Form der Massentierhaltung bei Hühnern.

Die Haltung der Hühner erfolgt nach rein betriebstechnischen und arbeitswirtschaftlichen Überlegungen, wobei dem Bedürfnis des Tieres gerade so weit Rechnung getragen wird, daß es in einer an der normalen Lebenserwartung gemessen sehr kurzen Zeitspanne (ca. 14 Monate) ein Höchstmaß an Eiern produziert (ca. 280), in Dänemark sogar 380.

Die räumliche Enge (für jede Henne eine Fläche die, kleiner als ein DIN A4-Blatt ist) führt bei diesen "KZ-Hühnern" zu Verhaltensstörungen wie panikartigem Fluchtverhalten, Federpicken und ständiger Unruhe. Dazu kommen Krankheiten wie z.B. Störungen des Mineralstoffwechsels und Vergrößerung der Schilddrüse. Bei Käfigmasthähnchen kommt es zu generellen Skeletterkrankungen (brüchige Knochen).

Etwa 20% der Käfighühner sterben vorzeitig oder müssen notgeschlachtet werden. In Deutschland werden ca. 90 Prozent der Hühner in Batterien gehalten.

Weitere Probleme sind: Verstärkter Einsatz von Tierarzneimitteln (z.B. Chloramphenicol), Futterzusatzstoffen und die regionale Konzentration der Massentierhaltung (z.B. norddeutsche Landkreise Vechta und Oldenburg).

Ein Verbot der B. hätte eine ertragsmindernde betriebswirtschaftliche Umstellung (z.B. Bodenhaltung), höhere Kosten und damit höhere Preise sowie eine Qualitätsverbesserung der Eier zur Folge.

Nach 10jähriger Übergangsfrist sind Legebatterien in der Schweiz seit Anfang 1992 verboten. Die meisten Betriebe (99,3 Prozent) konnten in dieser Zeit auf andere, tierschutzgerechte Haltungsformen umstellen und es werden auch heute kaum mehr Eier in die Schweiz importiert wie vor der Umstellung.

Autor: KATALYSE Institut

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