Kapselung

Eine Möglichkeit, Schall direkt an der Quelle an seiner Ausbreitung zu hindern, stellt die K. dar.
Hierbei werden schallemittierende Maschinen und Aggregate mit schalldämmendem Material (Schalldämmung) umgeben. Umschließt eine Kapsel größere Einheiten, so spricht man von Einhausung.

 

Je nach Ausführung der Kapsel können Pegelminderungen zwischen 3 bis 50 db erreicht werden. Da die zu kapselnden Aggregate meist Hitze entwickeln, müssen die erforderlichen Be- und Entlüftungsöffnungen mit geeigneten Schalldämpfern (Schalldämpfung) versehen werden oder mit einem anderen Medium z.B. Wasser gekühlt werden. Des weiteren kann die K. die Bediener- bzw. Wartungsfreundlichkeit beeinträchtigen. Allerdings gibt es für viele Bereiche ausgereifte Techniken zur K. So stellt die Kapselung von Pkw-Motoren kein Problem dar. Aufgrund eines mangelnden Lärmbewußtseins fehlt im allgemeinen die Bereitschaft, die höheren Kosten, die durch eine K. verursacht werden, zu tragen.
Eine Möglichkeit, Schall direkt an der Quelle an seiner Ausbreitung zu hindern, stellt die K. dar. Hierbei werden schallemittierende Maschinen und Aggregate mit schalldämmendem Material (Schalldämmung) umgeben. Umschließt eine Kapsel größere Einheiten, so spricht man von Einhausung.
Je nach Ausführung der Kapsel können Pegelminderungen zwischen 3 bis 50 db erreicht werden. Da die zu kapselnden Aggregate meist Hitze entwickeln, müssen die erforderlichen Be- und Entlüftungsöffnungen mit geeigneten Schalldämpfern (Schalldämpfung) versehen werden oder mit einem anderen Medium z.B. Wasser gekühlt werden. Des weiteren kann die K. die Bediener- bzw. Wartungsfreundlichkeit beeinträchtigen. Allerdings gibt es für viele Bereiche ausgereifte Techniken zur K. So stellt die Kapselung von Pkw-Motoren kein Problem dar. Aufgrund eines mangelnden Lärmbewußtseins fehlt im allgemeinen die Bereitschaft, die höheren Kosten, die durch eine K. verursacht werden, zu tragen.
Eine Möglichkeit, Schall direkt an der Quelle an seiner Ausbreitung zu hindern, stellt die K. dar. Hierbei werden schallemittierende Maschinen und Aggregate mit schalldämmendem Material (Schalldämmung) umgeben. Umschließt eine Kapsel größere Einheiten, so spricht man von Einhausung.
Je nach Ausführung der Kapsel können Pegelminderungen zwischen 3 bis 50 db erreicht werden. Da die zu kapselnden Aggregate meist Hitze entwickeln, müssen die erforderlichen Be- und Entlüftungsöffnungen mit geeigneten Schalldämpfern (Schalldämpfung) versehen werden oder mit einem anderen Medium z.B. Wasser gekühlt werden. Des weiteren kann die K. die Bediener- bzw. Wartungsfreundlichkeit beeinträchtigen. Allerdings gibt es für viele Bereiche ausgereifte Techniken zur K. So stellt die Kapselung von Pkw-Motoren kein Problem dar. Aufgrund eines mangelnden Lärmbewußtseins fehlt im allgemeinen die Bereitschaft, die höheren Kosten, die durch eine K. verursacht werden, zu tragen.
Eine Möglichkeit, Schall direkt an der Quelle an seiner Ausbreitung zu hindern, stellt die K. dar. Hierbei werden schallemittierende Maschinen und Aggregate mit schalldämmendem Material (Schalldämmung) umgeben. Umschließt eine Kapsel größere Einheiten, so spricht man von Einhausung.
Je nach Ausführung der Kapsel können Pegelminderungen zwischen 3 bis 50 db erreicht werden. Da die zu kapselnden Aggregate meist Hitze entwickeln, müssen die erforderlichen Be- und Entlüftungsöffnungen mit geeigneten Schalldämpfern (Schalldämpfung) versehen werden oder mit einem anderen Medium z.B. Wasser gekühlt werden. Des weiteren kann die K. die Bediener- bzw. Wartungsfreundlichkeit beeinträchtigen. Allerdings gibt es für viele Bereiche ausgereifte Techniken zur K. So stellt die Kapselung von Pkw-Motoren kein Problem dar. Aufgrund eines mangelnden Lärmbewußtseins fehlt im allgemeinen die Bereitschaft, die höheren Kosten, die durch eine K. verursacht werden, zu tragen.

Autor: KATALYSE Institut

Karbolineum

Aus Steinkohlenteer gewonnene braunrote, wasserunlösliche, teerartig riechende Flüssigkeit.
Enthält u.a. Phenole, cyclische Stickstoffverbindungen,

Anthrazen, Phenanthren und Naphthalin. Wegen seiner fäulnishemmenden und desinfizierenden Wirkung wurde K. als Holzschutzmittel und zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau verwendet. K. ist stark hautreizend, karzinogen, die Dämpfe greifen die Atemwege an und wirken narkotisierend. Seit 1991 in der Teerölverbots-VO nicht mehr für die Verwendung zugelassen. Zur Entsorgung wurde dem K. früher verbotenerweise Altöl zugemischt.

Autor: KATALYSE Institut

Karbolsäure

Veraltete Bezeichnung für eine 10%ige wäßrige Phenol-Lösung.

Autor: KATALYSE Institut

Karbolwasser

Veraltete Bezeichnung für eine 1-3%ige wäßrige Phenol-Lösung.

Autor: KATALYSE Institut

Kalkstickstoff

K. ist ein langsam wirkender Stickstoffdünger mit Calciumcyanamid (CaCN2) als wesentlichem Bestandteil.

Die Stickstoffdüngewirkung beruht auf der Umsetzung zu Harnstoff und weiter zu Ammonium. Wegen der Giftigkeit des freigesetzten Cyanamids und der Ätzwirkung des Kalkes gleichzeitig herbizide und fungizide Wirkung (z.B. Rasendünger mit Unkrautvernichter). Insb. bei gleichzeitigem Alkoholgenuß kann es beim Arbeiten mit K. durch Einatmen der Stäube zu tödlichen Vergiftungen kommen.
Düngemittel

Autor: KATALYSE Institut

Kalkung

Ziel einer K. (= Kalkdüngung) ist die Erhöhung des pH-Wertes des Bodens (Bodenreaktion).

Kalkdünger sind aus natürlichen Carbonaten (Kalken) durch Vermahlung oder chemische Umsetzung hergestellte basisch wirksame Stoffe. Durch die Wirkung der pH-Wert-Erhöhung verbessert eine K. auch die Bodenstruktur, da bei überwiegender H+-Ionen-Belegung der Bodenkolloide der Boden zur Verschlämmung neigt. Je mehr H+-Ionen (saurer Boden bzw. niedriger pH-Wert) an den Oberflächen der Bodenkolloide durch Ca2+-Ionen aus der Kalkdüngung ersetzt werden, desto mehr flocken diese Bodenteilchen aus und lagern sich zu Bodenkrümeln zusammen, wodurch der Boden lockerer wird. Die Luft- und Wasserverhältnisse des Bodens werden verbessert und damit auch die Mikroorganismentätigkeit angeregt.
Bodenversauerung, Waldsterben, Waldboden, Düngung in der Forstwirtschaft

Autor: KATALYSE Institut

Kältemittel

Nach DIN 8962 (August 1968) Flüssigkeiten, die in einem Wärme transportierenden System (z.B. Kühlschrank, Wärmepumpe) durch Verdampfen bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck Wärme aufnehmen und durch Verflüssigen bei höherer Temperatur und höherem Druck Wärme abgeben.

Sie können im Gegensatz zu Kältemischungen (Erzeugung von Kälte durch Mischen von z.B. Eis und Salz) im Kreislauf verwendet werden. Neben den zur Kälteerzeugung wichtigen physikalischen Eigenschaften (Joule-Thomson-Effekt) spielen auch andere Eigenschaften eine große Rolle (unbrennbar, explosiv, giftig). Häufig verwendete K. sind die umweltgefährdenden Stoffe aus der Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe (z.B. FCKW, Ozon-Abbau). Für bestimmte Temperaturbereiche sind auch andere Stoffe als K. geeignet, z.B. Ammoniak (bis -65 Grad C) und Wasser (bis +5 Grad C).

Autor: KATALYSE Institut

Kampher

siehe Etherische Öle

Autor: KATALYSE Institut

Kalilauge

Wäßrige Lösung von Kaliumhydroxid.

Eigenschaften ähnlich wie Natriumhydroxid.

Autor: KATALYSE Institut

Kaliumhydroxid

Chemische Formel KOH, ähnliche Eigenschaften wie Natriumhydroxid.

Autor: KATALYSE Institut

Kalk

K. ist ein traditioneller Baustoff zur Herstellung von Mörtel, Putz, Estrich, Anstrichen und Kunststeinen.

Nach dem Vorgang ihrer Erhärtung unterscheidet man Luft-K. (an der Luft erhärtet) und hydraulischen K. (erhärtet durch Verbindung mit Hydraulikfaktoren wie Kieselsäure, Tonerde und Eisenoxiden nach dem Anmachen und mehrtägiger Lagerung an der Luft, auch unter Wasser). Luft-K. sind nicht wasserbeständig. Bei Fertigprodukten sind wegen der unbekannten Zusatzstoffe (wie z.B. Erstarrungsverzögerer und Haftungsverbesserung) Bedenken anzumelden. Daher besser Sumpf-K. verwenden, dem zur Erzielung spezieller Eigenschaften entsprechende Zusätze zugemischt werden können. Baustoffe aus K. weisen geringere radioaktive Strahlung (radioaktive Baustoffe, ausgenommen Traß-K.) und bessere Dampfdurchlässigkeit auf als solche aus Zement. Somit wird das Raumklima nicht so sehr beeinflußt. K. ist schadstoffbindend und besitzt keimtötende Wirkung. Fast alle K. enthalten in geringen Mengen Chrom, was Hauterkrankungen (Chromekzem) verursachen kann (Mörtel, Putz, Kalksandstein).
Im Boden spielt der Kalkgehalt eine weitere wichtige Rolle, da er Säuren neutralisiert, den Stickstoffabbau verlangsamt, Phosphor und Kali freisetzt und schädliche Spurenelemente unlöslich macht. Hat man "sauren Boden", kann man durch Kalk eine Neutralisierung erreichen. Eine Überkalkung ist jedoch zu vermeiden, da der Boden sonst alkalisch reagiert und Pflanzen und Tiere gefährdet. Daher ist der Kalkeinsatz bei der Bekämpfung des Waldsterbens nicht unumstritten.
Saurer Regen

Lit.: KATALYSE u.a. (Hrsg.): Das ökologische Heimwerkerbuch, Reinbeck 1985; S.Schnaase: Handbuch für den praktischen Baubiologen, Prien 1991
7/k

Autor: KATALYSE Institut

Isomere

Chemische Verbindungen, die die gleichen Atome enthalten, jedoch in unterschiedlicher Anordnung.

Hieraus ergeben sich verschiedene Eigenschaften der Verbindungen.
Beispiel: Ethanol und
Dimethylether. In beiden Verbindungen sind 2 Kohlenstoffatome, 6 Wasserstoffatome und 1 Sauerstoffatom enthalten; trotzdem unterscheiden sich beide Stoffe in ihren chemischen Eigenschaften.

Autor: KATALYSE Institut

Isotop

Chemische Elemente mit gleicher Ordnungszahl und gleichen chemischen Eigenschaften, aber unterschiedlich vielen Neutronen im Atomkern.

Isotope unterscheiden sich daher in ihren Massen. Je nach Anzahl der Neutronen im Atomkern sind Isotope stabil oder instabil. Instabile Isotope unterliegen dem radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) und werden Radioisotope bzw. Radionuklide genannt. So ist z.B. das Kohlenstoff-Isotop mit der Massenzahl 12 stabil (normaler Kohlenstoff) und das Kohlenstoff-Isotop mit der Massenzahl 14 instabil (C-14, Kosmische Strahlung). In der Fachsprache kennzeichnet man Isotope, indem man links vom Elementsymbol die Masse als Hochzahl angibt. 12C bzw. 14C (lies Kohlenstoff 12 bzw. Kohlenstoff 14).
Radioisotope werden in Chemie, Biologie und Medizin zur Markierung bestimmter Substanzen in Stoffkreisläufen benutzt (Nuklearmedizin).

Autor: KATALYSE Institut

Jahrhundertvertrag

Abkommen zwischen Bergwerken und Stromerzeugern Deutschlands, mit dem die Verwendung von heimischer Steinkohle zur Stromerzeugung (Kraftwerk) gefördert werden soll.

Ziel des J. ist v.a. die Vermeidung von Arbeitslosigkeit unter den 130.000 Arbeitnehmern im Steinkohlebergbau. Die Steinkohlemenge, die die Stromversorger 1991 bis 1995 jährlich abnehmen sollen, wurde Ende 1989 auf 40,9 Mio t festgelegt (Kohlepfennig).
Die EG-Kommission drängt die Bundesregierung weiter auf Verringerung der Kohlesubventionen und droht mit der Nichtzustimmung zum J., wenn dieser nicht in der Menge weiter reduziert wird.
Die ökologischen Auswirkungen des J. sind umstritten. Zum einen ist die Verstromung der Steinkohle mit vielfältigen Umweltproblemen behaftet (Steinkohle, Kraftwerk), auf der anderen Seite beschränkt der J. den Import von minderwertiger Steinkohle aus Billiglohnländern, deren Gewinnung und Verstromung höhere Emissionen als heimische Steinkohle verursacht.

Autor: KATALYSE Institut

Jod

Iod

Autor: KATALYSE Institut

International Register of Potentially Toxic Chemicals

Internationales Verzeichnis potentiell giftiger Chemikalien, Abk. IRPTC.

Seit 1976 Einrichtung des UNEP (Umweltprogramm der UN) mit Sitz in Genf. Das I. soll ein globales Frühwarnsystem für Chemikalien sein. Die Aufgabe besteht in der Sammlung von Daten zu Chemikalien, ihrer Auswertung und Zusammenstellung in Datenprofilen und Gesetzesprofilen. Regelmäßige Veröffentlichungen des I.-Bulletins.
Umweltdatenbanken
Anschrift: The Director, IRPTC/UNEP, Palais des Nations, 1211 Geneva 10, Schweiz.

Autor: KATALYSE Institut

Investitionsrechenverfahren

Verfahren zur quantitativen Bestimmung des Nutzens einer bestimmten Investition.

Hierbei werden alle Kosten der Investition einschl. der Folgekosten, wie z.B. Betriebskosten, Kapitalkosten, Versicherung, die durch eine Investition verursacht werden, ermittelt und dem Nutzen gegenübergestellt. Je nach Art der Investition (technische Erneuerung, Geldanlage, Konsumgut etc.) und Interesse des Investors (möglichst kurzfristigen Nutzen, sicherer Nutzen etc.) stehen eine Reihe von I. zur Verfügung. Dies ist z.B. die Bestimmung der Armortisationszeit (Zeitdauer, bis sich die Investion rentiert hat), die Barwertmethode (die zeitliche Entwicklung des Nutzens im Verhältnis zu den Kosten innerhalb der Lebensdauer), die Ermittlung des internen Zinsfußes (theoretische Verzinsung des eingesetzten Kapitals) etc.
Die Anwendung der I. birgt jedoch große Gefahren. Denn durch Wahl der Verfahren und Annahmen (z.B. der zu erwartende Nutzen, Preisentwicklung, Inflationsrate) lassen sich in bestimmten Bereichen fast beliebige Aussagen über die Wirtschaftlichkeit einer Investition treffen. Außerdem lassen sich viele Faktoren wie Image, Vertrauen, Erfahrung etc. nicht monetär bewerten. Das größte Problem besteht jedoch darin, daß externe Kosten nicht berücksichtigt werden. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die ausschließlich auf den herkömmlichen I. beruht, ist deshalb nur interessant, wenn es darum geht, kurzfristig ein Optimum an finanziellem Erfolg zu erreichen (Weltmodelle).
Umweltschutzinvestition

Autor: KATALYSE Institut

Iod

Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol I, Ordnungszahl 53, Schmelzpunkt 113,5 Grad C, Siedepunkt 184,5 Grad C, Dichte 4,93 g/cm3, verflüchtigt sich aber schon bei Raumtemperatur (Sublimation), MAK-Wert:

1 mg/m3. I. bildet schwarzgraue, graphitartige Blättchen. Beim Siedepunkt entstehen blauviolett gefärbte, giftige Dämpfe, welche zu heftigen, katarrhalischen Reaktionen der Nasen- und Augenschleimhäute führen (I.-Schnupfen). I. ist ebenso wie die anderen Halogene chemisch sehr aktiv, reagiert aber weniger heftig. I. ist für den Menschen ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der Körper enthält 10 bis 30 mg, davon ca. 99% in der Schilddrüse. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine I.-Zufuhr von 0,15 bis 0,2 mg täglich. In Westdeutschland ist eine ausreichende I.-Zufuhr nur in den Küstengegenden (hoher Seefischverzehr) gewährleistet. Der I.-Mangel nimmt von Nord nach Süd zu; besonders starke I.-Mangelgebiete sind Hannover, Tübingen und Freiburg. I.-Mangel (insb. in Gebirgsgegenden) hat häufig Kropfbildung durch Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), bei Kindern unter Umständen Schwachsinn (Kretinismus) zur Folge. Zur Vorbeugung wird höherer Seefischverzehr oder iodiertes Speisesalz empfohlen. Bei besonders empfindlichen Menschen kann aber bereits bei geringfügiger I.-Überdosierung eine Schilddrüsenüberfunktion auftreten. Infolge therapeutischer Überdosierung kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen (Iodismus) mit Juck- und Niesreiz, Bronchitis, Ausschlag und Akne (I.-Allergie), Schlafstörungen und Durchfall. Eine Einnahme von 30 g I.-Tinktur kann zum Tode führen (sofortiges Eingeben von reichlich mit Mehl oder Stärke verrührtem Wasser bei akuter Vergiftung).
Verwendung von I.: Neben der chemischen Industrie insb. in der Medizin als I.-Tinktur gegen Schilddrüsenstörungen und als radioaktives I. (s.u.) in der Nuklearmedizin. Weitere Verwendung als iodiertes Speisesalz und Desinfektionsmittel.
I. gehört mit seinen radioaktiven Isotopen I 129 und I 131 zu den wichtigsten künstlichen Radionukliden (Radioaktivität). Physikalische Halbwertszeit 1,6x107 Jahre (I 129) bzw. 8,07 Tage (I 131), biologische Halbwertszeit 138 Tage (Schilddrüse). Beide Isotope zerfallen unter Aussendung von Beta- und Gammastrahlung. I 129 und I 131 gelangen über den Fallout von Atomwaffentests und Reaktorunfällen (GAU, Tschernobyl) sowie über kontinuierliche Abgaben von Kernkraftwerken und Wiederaufarbeitungsanlagen in die Umwelt.
Nach Reaktorunfällen verursacht in der Regel I 131 in den ersten Wochen die größte radioaktive Belastung (Tschernobyl), und wird deshalb als Leitsubstanz verwandt. I. reichert sich über die Nahrungskette im Menschen insb. in der Schilddrüse an und führt dort zu hohen radioaktiven Belastungen (Anreicherung). Besondere Bedeutung hat der Belastungspfad Regen-Boden-Pflanzen-Kuh-Milch-Mensch-Schilddrüse. Nach Freisetzung von radioaktivem I. treten hohe Belastungen der Milch auf (Tschernobyl). Radioaktives I. beeinträchtigt die Funktion der Schilddrüse, was gerade bei Säuglingen und Kindern zu vielfältigen Entwicklungsstörungen, insb. des Gehirns, führen kann. Lernstörungen infolge radioaktiver I.-Belastungen werden diskutiert. Im schlimmsten Fall führt radioaktives I. zu Schilddrüsentumoren: von 1.000 Kleinkindern, die eine Schilddrüsendosis von 30 mSv (Sievert) erhalten haben, bekommt im Mittel ein Kind einen Schilddrüsentumor. In Katastrophenschutzplänen für Reaktorunfälle wird als Sofortmaßnahme die Einnahme von I. (genauer Kaliumiodidtabletten) angeordnet. Die Schilddrüse soll dadurch mit nichtradioaktivem I. gesättigt werden und dadurch weniger radioaktives I. aufnehmen. Vor Überdosierungen muß gewarnt werden (s.o.).

Autor: KATALYSE Institut

Ionen

Teilchen, die eine oder mehrere positive oder negative elektrische Ladungen (Elektrizität) tragen.

Positiv geladene I. nennt man Kationen, negativ geladene Anionen.
Unter Ionisation versteht man den Vorgang, aus elektrisch neutralen Atomen oder Molekülen positiv und negativ geladene Teilchen, also I.-Paare zu bilden. Hierzu muß Ionisationsenergie aufgebracht werden. Auf chemischem Wege entstehen Kationen aus neutralen Teilchen durch Abgabe (Oxidation), Anionen durch Aufnahme (Reduktion) von Elektronen.
I.-Paare können auch durch ionisierende Strahlung erzeugt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Ionendosis

Die I. gibt die durch ionisierende Strahlung erzeugte elektrische Ladung der Ionen eines Vorzeichens pro Masse durchstrahlter Luft an (Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten).

Die I. kann mit einem Geigerzähler gemessen werden.

Autor: KATALYSE Institut

Ionisierende Strahlung

Ionisierende Strahlung ist solche elektromagnetische Strahlung (Röntgenstrahlung, Gammastrahlung) und Teilchenstrahlung (Alphastrahlung Betastrahlung, Neutronenstrahlung), die genügend Energie besitzt, um in Materie Ionenpaare zu erzeugen.

Ionisierende Strahlung, die von Radionukliden ausgesandt wird, wird umgangssprachlich auch radioaktive Strahlung genannt (Radioaktivität). Ionisierende Strahlung hat die Fähigkeit, Atome und Moleküle zu ionisieren, d.h. aus elektrisch neutralen Atomen und Molekülen positiv und negativ geladene Teilchen zu bilden (Ionen). So kann z.B. aus einem Atom ein Elektron herausgeschlagen werden, wodurch ein Ionenpaar, bestehend aus positivem Restatom und negativem Elektron, gebildet wird.

Beim Durchgang durch Materie verliert die Ionisierende Strahlung durch Ionisation Energie und wird nach einer bestimmten Strecke vollkommen absorbiert (Abschirmung). Ionisierende Strahlung kann zu schweren Schäden im Organismus führen (Strahlenschäden). Ionisierende Strahlung läßt sich mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen, wohl aber mit bestimmten Meßgeräten (Strahlenmessung). Wir sind ständig Ionisierende Strahlung natürlichen und zivilisatorischen Ursprungs ausgesetzt (
Strahlenbelastung, Strahlendosis).

Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten

Autor: KATALYSE Institut