Investitionsrechenverfahren

Verfahren zur quantitativen Bestimmung des Nutzens einer bestimmten Investition.

Hierbei werden alle Kosten der Investition einschl. der Folgekosten, wie z.B. Betriebskosten, Kapitalkosten, Versicherung, die durch eine Investition verursacht werden, ermittelt und dem Nutzen gegenübergestellt. Je nach Art der Investition (technische Erneuerung, Geldanlage, Konsumgut etc.) und Interesse des Investors (möglichst kurzfristigen Nutzen, sicherer Nutzen etc.) stehen eine Reihe von I. zur Verfügung. Dies ist z.B. die Bestimmung der Armortisationszeit (Zeitdauer, bis sich die Investion rentiert hat), die Barwertmethode (die zeitliche Entwicklung des Nutzens im Verhältnis zu den Kosten innerhalb der Lebensdauer), die Ermittlung des internen Zinsfußes (theoretische Verzinsung des eingesetzten Kapitals) etc.
Die Anwendung der I. birgt jedoch große Gefahren. Denn durch Wahl der Verfahren und Annahmen (z.B. der zu erwartende Nutzen, Preisentwicklung, Inflationsrate) lassen sich in bestimmten Bereichen fast beliebige Aussagen über die Wirtschaftlichkeit einer Investition treffen. Außerdem lassen sich viele Faktoren wie Image, Vertrauen, Erfahrung etc. nicht monetär bewerten. Das größte Problem besteht jedoch darin, daß externe Kosten nicht berücksichtigt werden. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die ausschließlich auf den herkömmlichen I. beruht, ist deshalb nur interessant, wenn es darum geht, kurzfristig ein Optimum an finanziellem Erfolg zu erreichen (Weltmodelle).
Umweltschutzinvestition

Autor: KATALYSE Institut

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