Karbolineum

Aus Steinkohlenteer gewonnene braunrote, wasserunlösliche, teerartig riechende Flüssigkeit.
Enthält u.a. Phenole, cyclische Stickstoffverbindungen,

Anthrazen, Phenanthren und Naphthalin. Wegen seiner fäulnishemmenden und desinfizierenden Wirkung wurde K. als Holzschutzmittel und zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau verwendet. K. ist stark hautreizend, karzinogen, die Dämpfe greifen die Atemwege an und wirken narkotisierend. Seit 1991 in der Teerölverbots-VO nicht mehr für die Verwendung zugelassen. Zur Entsorgung wurde dem K. früher verbotenerweise Altöl zugemischt.

Autor: KATALYSE Institut

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