Sonnenschutzmittel

Die einzige Möglichkeit, die Bestrahlungsdauer durch UV-Strahlung, ohne das Risiko eines Sonnenbrandes zu erhöhen, besteht in der Verwendung von S..

Die Sonnenschutzwirkung von Cremes wird mit Hilfe von Filtersubstanzen, auch UV-Absorber genannt, erreicht. Über 20 verschiedene Stoffe sind in der Kosmetikverordnung erlaubt. S. enthalten i.d.R. Filter für UV-B- und UV-A-Licht (UV-Strahlung).

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark die Schutzwirkung des Filters ist: Bei einer Eigenschutzzeit von 10 min (Hauttyp I) und einem Sonnenschutzfaktor 12 kann man 120 min in der Sonne bleiben. Die auf den Sonnenschutzcremes deklarierten Lichtschutzfaktoren geben allerdings nur Anhaltspunkte, wie Tests ergeben haben.

So kann ein deklarierter Sonnenschutzfaktor 6 nur dem von 4 entsprechen. Um den Schutz im Wasser aufrechtzuerhalten, wurden wasserfeste S. entwickelt.

Siehe auch: Sonnenbaden, Sonnenbrand, UV-Strahlung, Ozonabbau

Autor: KATALYSE Institut

Sonnenbrand

Häufige Reaktion der Haut auf Einwirkung von UV-Strahlung.

Der S. ist nicht Folge thermischer Schädigungen der Haut, sondern wird durch komplexe chemische Abläufe verursacht, die nach Absorption von UV-Strahlungsquanten in chemischen Veränderungen von Molekülen und der Freisetzung von Zellgiften münden.

Ob es zum S. kommt, ist abhängig vom genetisch fixierten Hauttyp, von den Witterungsverhältnissen und der Bestrahlungsdauer. Besonders an der See und im Hochgebirge ist der UV-Anteil des Sonnenlichts hoch, da hier absorbierende Staub- und Dunstteilchen fehlen und die Reflexion der UV-Strahlung durch Sand, Wasser oder Schnee hinzukommt.

Im Alltag kann S. auch von Halogenlampen und Solarium verursacht werden.
Die UV-Dosis, die nötig ist, eine gut abgrenzbare Hautrötung zu erzeugen, heißt minimale Erythemdosis (MED); diese ist im Hochsommer bei 20 min Sonnenexposition erreicht. Für den klinisch manifesten S. ist eine mehrfache MED nötig.

Die Hautreaktion mit Rötung, Schwellung, Blasenbildung und Schuppung entsteht durch die Freisetzung von Entzündungsmediatoren und direkten Zellschaden. Nach 4-6 h stellt sich der S. ein und erreicht den Höhepunkt nach 12-24 h, wonach er innerhalb der folgenden 48 h wieder abklingt.

Der S. kann verbunden sein mit allgemeinem Unwohlsein, Fieber, Übelkeit, Kopfschmerz, Kreislaufkollaps.
Spätfolgen von UV-Strahlung:
Sonnenbaden, Hautkrebs, UV-Strahlung

Autor: KATALYSE Institut

Sonnenbaden

Jegliches S., auch ohne Sonnenbrand, stellt infolge der UV-Strahlung der Sonne ein Risiko für die Haut dar.

Die Bräunung der Haut (stärkere Pigmentierung) ist einzig und allein eine Schutzreaktion der Haut auf zuviel UV-A-Strahlung (UV-Strahlung).
Wichtigster Spätschaden ist der Hautkrebs. Jede UV-Dosis erhöht das Risiko für einen späteren Hautkrebs, wobei sich das Krebsrisiko bei doppelter UV-Dosis vervierfacht. Als Schwellenwert für den Ausbruch von Krebs geben Wissenschaftler etwa 25.000 Sonnenstunden an. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft formuliert daraus den Rat, nicht mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr zu nehmen. Besonders gefährdet sind Kinder und hellhäutige Menschen.

Vorsicht ist v.a. in den ersten Tagen und Wochen des S. geboten. Der Körper entwickelt seine Schutzmechanismen (stärkere Pigmentierung und die Lichtschwiele, eine Verdickung der Hornhaut, die UV-Strahlung reflektiert) erst langsam. Nach etwa 4 Wochen entsprechen diese Mechanismen einem Lichtschutzfaktor von 50, d.h., die Haut ist 50mal unempfindlicher gegen UV-Strahlung geworden.
Infolge des Wunsches nach gebräunter Haut und der gleichzeitigen Zunahme der UV-Strahlung (Ozonabbau) ist die Zahl der Hautkrebsfälle in den letzten 10 Jahren stark angestiegen, und weitere Steigerungen werden erwartet (Hautkrebs, Grauer Star).

Neben Hautkrebs kommt es v.a. zum vorzeitigen Altern der Haut, die Haut wird trocken und dünn, die Elastizität vermindert sich, die Haut wird schlaff und faltig. Ursache: Die UV-A-Strahlung schädigt das Bindegewebe der Lederhaut, läßt es dünn werden und weniger Wasser aufnehmen.
Eine weitere Folge von UV-Bestrahlung ist die Linsentrübung (Grauer Star). Beim S. und auch im Solarium sollten daher unbedingt die Augen geschlossen werden.

Die meisten Sonnenschutzmittel helfen nur gegen UV-B-Strahlung, gegen UV-A-Strahlung (und damit gegen vorzeitige Hautalterung und Krebs) bieten sie nur geringen Schutz. Die Sonnenschutzfaktoren sagen nur etwas aus über die maximale Verweilzeit bis zum Auftreten eines Sonnenbrands. Eine vielversprechende Entwicklung sind Sonnenschutzmittel auf Basis von Mikropigmenten. Sie bestehen aus ultrafein gemahlenen mineralischen Stoffen, die die UV-Strahlung (UV-A und UV-B) reflektieren.

Ähnliche Schäden wie beim S. können auftreten bei: Solarium und Halogenlampen.

Siehe auch: Photoallergie, UV-Strahlung

Autor: KATALYSE Institut

Somatotropin

Wachstumshormon, das in der Hirnanhangdrüse gebildet wird und aus Eiweißen besteht.

Als Rinderwachstumshormon, rBST genannt, fraglicher Einsatz als Futtermittelzusatz.

Autor: KATALYSE Institut

Smog

Der Begriff Smog ist ein Kunstwort, gebildet aus den englischen Begriffen Smoke (Rauch) und Fog (Nebel). Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt es die Anwesenheit von Luftschadstoffen in gesundheitsschädlichen und sichtbeeinträchtigenden Konzentrationen.

Je nach Art der primären Luftschadstoffe unterscheidet man zwischen Sommer- und Wintersmog. In beiden Fällen wird die Bildung des S. durch das Zusammenwirken von Emissionsquellen und austauscharmer Wetterlage (Inversionswetterlage) begünstigt.

Eine Minderung der Emissionen ist die einzige Möglichkeit, das Risiko der Smogbildung zu verringern. Notmassnahmen für extreme Smogepisoden sind in den für besonders gefährdete Gebiete erlassenen Smogverordnungen vorgesehen.

Siehe auch: Inversionswetterlage

Autor: KATALYSE Institut

Schwerhörigkeit

Eine Einschränkung des Hörbereichs und damit des Hörvermögens. Es wird zwischen Gehörkrankheiten, Altersschwerhörigkeit und Lärmschwerhörigkeit unterschieden.

Autor: KATALYSE Institut

Schadstoffe aus Kfz

S. sind Betankungs- und Schmierölverluste (Altöl), Abgase aus der Verbrennung und Schwermetallabgaben aus Katalysatoren sowie Abrieb von Reifen und Bremsbelägen.

Das Abgas eines Autos enthält hauptsächlich Stickstoff, Wasserdampf und Kohlendioxid, das als Hauptverursacher des Treibhauseffektes gilt. Daneben werden eine Reihe von Substanzen mit unterschiedlicher Schadwirkung emittiert. Dazu zählen v.a. die durch Grenzwerte beschränkten Schadstoffe Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (CH) und Stickoxide (NOx).

Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe entstehen bei unvollständiger Verbrennung aufgrund von Sauerstoffmangel oder zu niedriger Temperatur, Kohlenwasserstoffe auch durch Verdunstung des Kraftstoffs (Betankungsverlust).

Die spezfischen CO-Emissionen aus den kraftfahrzeugen sind aufgrund der Abgasgesetzgebung seit Anfang der 80er Jahre rückläufig. Diese Erfoleg werden jedoch durch insgesamt stark ansteigenden Verkehr wieder aufgehoben.

Stickoxide (NOx) entstehen aus dem in der Luft enthaltenen Stickstoff als Folge verschiedener chemischer Reaktionen mit dem Sauerstoff bei der Verbrennung. Hierbei spielen Temperatur, Kraftstoffart und Sauerstoffanteil die Hauptrolle. Die NOx-Bildung nimtt bei höheren Temperaturen stark zu. Um den Wirkungsgrad hoch und damit den Kraftstoffverbrauch niedrig zu halten, arbeitet man jedoch mit höheren Verdichtungen und höheren Verbrennungstemperaturen im Motor, so dass der geringe Kraftstoffverbrauch hochverdichteter Motoren direkt eine höhere NOx-Emission zur Folge hat.

Einen Ausweg aus dem Zielkonflikt zwischen niedrigem Kraftstoffverbrauch und niedrigen NOx-Emissionen bietet beim Ottomotor die Nachbehandlung des Abgases mit einem Katalysator (Drei-Wege-Katalysator), bei Diesel-Fahrzeugen (Dieselmotor) v.a. die Abgasrückführung. Bei schweren Nutzfahrzeugen wird eine NOx-Minderung auch mit Turboaufladung (Turbolader) und Ladeluftkühlung erzielt.

Aufgrund steigender Fahrleistungen und zunehmender Anteile des Lkw-Verkehrs konnte der Anstieg der NOx-Emissionen im Straßenverkehr bisher nicht gestoppt werden (Schadstoffarme Kfz). Besonders problematisch sind die NOx-Emissionen, weil aus ihnen unter Einwirkung von Sonnenlicht Ozon entsteht, Hauptbestandteil des Sommersmogs. In Großstädten stellt dies im Sommer eine zentrale Gesundheitsgefahr dar (Ozon). Außerdem sind Stickoxide (und das Folgeprodukt Ozon) Hauptverursacher des Waldsterbens.

    1990 1996 2000 2005 2010
Fahleistung in Mrd km Gesamt 592,1 652,2 697,2 753,7 794,1
  Pkw 504,2 546,4 584,7 634,4 670,1
  Nutzfahrzeuge/ 68,1 89,4 94,9 99,8 102,4
  Busse 4,2 4 4,1 4,4 4,8
Kohlendioxid Mt/a Gesamt 150 166,7 174,5 181,8 183,3
  Pkw 104,8 111,2 117,2 122,5 123,1
  Nutzfahrzeuge/ 40,1 50,7 52,3 54 54,5
  Busse 3,8 3,6 3,7 3,9 4,1
Kohlenmonoxid Gesamt 6487 3435,5 2395,3 1754,6 1561,5
  Pkw 5614,8 2781,9 1845,8 1282,4 1107,6
  Nutzfahrzeuge/ 563,3 380,4 266,7 219,6 212,4
  Busse 22,7 17,5 17 17,4 18
Kohlenwasserstoffe kt/a Gesamt 1469 568,1 344,6 240,2 216,8
  Pkw 1261,1 436,4 237,5 145,2 124,5
  Nutzfahrzeuge/ 136,2 92,2 73,1 65,3 63,3
  Busse 8,1 6,7 6,5 6,6 6,9

Stickstoffoxide kt/a

Gesamt 1223 965 822,2 763,1 756,6
  Pkw 764,3 474 394,2 367,2 368,8
  Nutzfahrzeuge/ 407,8 443,8 383,8 352,8 344,6
  Busse 49,1 44,7 40,9 38,9 38
Dieselrußpartikel kt/a Gesamt 40,5 39,9 31,3 26,5 25,9
  Pkw 9,0 9,8 9,7 10,6 12,2
  Nutzfahrzeuge/ 28,1 28 20 14,7 12,7
  Busse 3,4 2 1,6 1,2 1
Benzol kt/a Gesamt 68,7 24,7 14,9 10,1 8,8
  Pkw 60,2 20,4 11,6 7,3 6,1
  Nutzfahrzeuge/ 5,0 2,4 1,7 1,4 1,4
  Busse 0,2 0,1 0,1 1,0 0,1

Quelle: Jahresbericht 1996 Umweltbundesamt

Bleiemissionen entstehen in der Menge, in der Blei dem Benzin zugesetzt wird (Kraftstoffzusätze, Benzinbleigesetz, Bleifreies Benzin).
Ruß wird hauptsächlich von Dieselmotoren, aber auch von Gasturbinen ausgestoßen. Der Bildungsmechanismus ist kompliziert und noch nicht vollständig erforscht. Ruß ist v.a. deshalb sehr schädlich, weil sich an den Rußteilchen andere Schadstoffe, wie z.B. Metalloxide,

organische Verbindungen und speziell polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) (
Benzo[a]pyren, Aromaten) anlagern, die z.T. kanzerogen sind. Insbesondere aufgrund der Zunahme des Lkw-Verkehrs wird sich der Ausstoß von Rußpartikeln trotz neuer Grenzwerte (Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge) weiter erhöhen.

Dringend erforderlich ist der Einbau von Rußfiltern (Partikelfilter). Schwefeldioxid entsteht bei Dieselfahrzeugen, sofern der Dieselkraftsoff Schwefel enthält.

Unter den summarisch als Kohlenwasserstoffe bzw. als flüchtige

organische Verbindungen registrierten S. gibt es einige besonders giftige, wie z.B. Benzol, Formaldehyd,
Benzo[a]pyren. Diese müßten beim Vergleich der verschiedenen Techniken zur Verminderung der S. gesondert betrachtet werden. Dabei schneidet der Betrieb mit Autogas besonders gut ab.

Die gesundheitlilch relevantesten S. sind die krebsauslösenden Substanzen Dieselruß und Benzol, das auch von Fahrzeugen mit Drei-Wege-Katalysator ausgestoßen wird, sowie Stickoxide aufgrund ihrer Ozon-Bildung. Die Mehrheit der Wissenschaftler geht dabei davon aus, dass Dieselrißpartikelbis zum Faktor 5 stärker krebsauslösend wirken als Benzol.

Eine bereits 1992 veröffentlichte Studie des Länderausschusses für Imissionsschutz (LAI) kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland jährlich 4000 Menschen an Krebs infolge von Luftschadstoffen sterben. Dominierende Rolle dabei spielen die Abgase der Autos und v.a. des Lkw-Verkehrs.

Autor: KATALYSE Institut

SARS

Weltweit starben im Jahr 2003 bisher 800 Patienten und infizierten sich 8.460 Menschen (17. Juni 2003). Die Abkürzung S. bezeichnet das „Schwere akute Atemwegssyndrom“ oder auch die asiatische Lungenentzündung. Rund 300 Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen traten bereits im November 2002 in der chinesischen Südprovinz Guangdong auf. Ob diese Erkrankungen mit S. in Zusammenhang stehen, ist bisher nicht bekannt.

Durch den regen Flugverkehr zwischen den Kontinenten sind auch in Kanada 76 Krankheitsfälle diagnotiziert worden, von denen 32 tödlich endeten und in den USA 73 Verdachtsfälle. In Kalifornien (San Jose) wurden die Passagiere einer Boeing 777 der American Airline aus Hongkong komplett unter Quarantäne gestellt.

Im April 2003 noch ging die WHO nicht von einer schnellen Bekämpfung aus, sondern sprach von einem mehrere Monate dauernden Kampf gegen die Lungenkrankheit. Mitte Juni zeichnet sich jedoch ein drastischer Rückgang der Neuerkrankungsfälle ab und die WHO warnt nunmehr auch nur noch vor Reisen nach Peking.

Die Epidemologie von SARS lässt mit der nachfolgende Grafik darstellen (Quelle WHO 17.06.03):
Das Krankheitsbild von S. beginnt meist mit hohem Fieber (über 38 °C) und Atembeschwerden, wie Husten und Atemnot sowie Halsschmerzen und Muskelschmerzen. Im weiteren Verlauf kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. Ansteckungen erfolgten meist bei Pflegepersonal in Krankenhäusern sowie Angehörigen und Freunden, also Personen, die engsten Kontakt mit den Infizierten/Kranken hatten. Die Übertragung findet hauptsächlich über Tröpfcheninfektion statt, die bis zu einem Abstand von zwei Metern erfolgen kann, eine Schmierinfektion wird ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Der Auslöser von S. ist ein bisher unbekannter Corona-Virus. Corona-Viren führten bisher lediglich zu Erkältungskrankheiten. Es wird vermutet, dass sich der Virus vom Tier auf den Menschen übertragen hat.

Das Vieh chinesischer Bauern könnte die Quelle
der sich weltweit ausbreitenden SARS-Corona-Viren sein. Nach Berichten der WHO in Genf wird geprüft, ob die Seuche in der südchinesischen Provinz Guangdong ihren Ursprung haben könnte. „In einigen Gebieten leben die Menschen dort Seite an Seite mit Tieren - Schweine, Hühner, Enten sind überall". Ein Sprecher des regionalen WHO-Büros für den Westpazifik in Manila bestätigte gegenüber der Presse, dass nach den Ursachen für das Schwere Akute Respiratorische Syndrom".

Autor: KATALYSE Institut

Salbei

Echter Salbei gehört zur Gruppe der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist ein ausdauernder, bis 60 cm hoher, unten verholzender und immergrüner Halbstrauch. Salbei ist ein Strauch des Mittelmeergebietes und heute in klimatisch günstigen Gegenden Süd- und Mitteleuropas verwildert.

Botanik
Echter Salbei (Salvia officinalis) - der Gattungsname kommt vom lateinischen salvere: retten oder heilen, und bezieht sich auf den Glauben an die Heilkräfte der Pflanze. Bei uns wird Salvia officinalis als Heil- und Küchenpflanze im Kräutergarten oder Topf gezogen.

Charakteristika sind:

  • vierkantige, filzig behaarte Stängel, die einem büschelförmigen, tiefreichenden Wurzelstock entspringen,
  • gestielte, gegenständige, länglich-elliptische Blätter,
  • feinnetzige Blattstruktur, fein behaart, von graugrüner Farbe,
  • blauviolette, manchmal auch weiße Blüten, die quirlig in einem ährenartigen Blütenstand stehen,
  • Blütezeit von Juni bis August.

Standort
Der Standort sollte sonnig sein und einen trockenen, durchlässigen, leicht kalkigen Boden haben. Echter Salbei verträgt sich im Mischkulturgarten gut mit Wermut, Kohl und Brennnessel; ungünstig sind dagegen Kombinationen mit Muskatellersalbei, Salat und Standorte unter Obstbäumen. Salbei wehrt durch seinen herben Duft vor allem Kohlweißlinge (verstärkte Wirkung mit Thymian) und Schnecken ab.

Verwendung
Salbei ist in vielen Ländern ein beliebtes Gewürz zu Geflügel, Fleisch, Fisch, Käse, Suppen und als Zusatz in Gewürzmischungen. Er schmeckt würzig bitter, leicht brennend und erinnert an Campher. Da Salbei sein Aroma schnell verliert sollte die Aufbewahrung beispielsweise in dunklen, gut verschlossenen Gläsern oder Dosen erfolgen.
Salbei wird in der Medizin als Tee, Extrakt, Tinktur oder ätherisches Öl eingesetzt. Äußerlich angewendet hat Salvia officinalis eine desinfizierende, entzündungshemmende und adstringierende Wirkung; innerlich eine speichel- und schweißhemmende Wirkung. Da Thujon, ein Bestandteil des ätherischen Öls, auch toxische Eigenschaften aufweist, dürfen Salbeipräparate und Salbeitees nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Schwangere sollten besser auf die innere Anwendung mit Salbei verzichten.

Quellen:
ALLGEIER, K.: Die besseren Pillen. München 2004.
BOKSCH, M.: Das praktische Buch der Heilpflanzen. München 1996.
DACHER, M.; PELZMANN, H.: Arznei- und Gewürzpflanzen. Wien 1999.
PHILLIPS, R.; FOY, N.: Kräuter. München 1991.
RAUSCH, A.; LOTZ, B.: Kräuterlexikon. Egolsheim k.A.
WEINRICH, C.: Mischkultur im Hobbygarten. Stuttgart 2003.

Autor: KATALYSE Institut

Tafelwasser

Siehe Mineralwasser.

Autor: KATALYSE Institut

Süßstoffe

Synthetisch hergestellte organische Stoffe, die eine höhere Süßkraft als Zucker, aber keinen Nährwert besitzen.

Zu ihnen gehören z.B. Saccharin, Cyclamat und Aspartam. Sie sind als Süßungsmittel für Diabetiker und Kranke, die keinen Zucker essen dürfen, von großer Bedeutung. In den 70er Jahren waren Saccharin und Cyclamat in den Verdacht geraten, Krebs zu erzeugen, nachdem bei Tierversuchen mit hoher Dosierung Blasenkarzinome aufgetreten waren. Wie Studien daraufhin jedoch ergeben haben, sind S. bei üblichem Verbrauch unbedenklich. Eine Einschränkung gilt für Aspartam; Patienten mit der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie dürfen diesen S. nicht zu sich nehmen.

Von den S. unterschieden werden die Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole). Hierzu gehören z.B. Mannit, Sorbit, Xylit. Sie werden in der Mehrzahl aus Zucker oder aus Stärke hergestellt und sind im Gegensatz zu den S. kalorienhaltig. Der Genuß größerer Mengen an mit Zuckeraustauschstoffen gesüßten Lebensmitteln bewirkt Durchfall. Diese Zuckeraustauschstoffe werden z.T. vom Körper nicht verstoffwechselt und entziehen dann dem Darm das Wasser.

S. und Zuckeraustauschstoffe können von der Mundflora nicht vergoren werden. Wenn sie statt Zucker verwendet werden, tragen sie erheblich zur Kariesvorbeugung bei.

Siehe auch: Lebensmittelzusatzstoffe

Autor: KATALYSE Institut

Stählerne Kuh

Dosierapparate zur Abfüllung von Frischmilch in SB-Märkten. Der Kunde kauft einmalig eine Kunststoff- oder Glasflasche, die er auf Knopfdruck am Automaten selbst befüllt.

Auf Einweg-Milchverpackungen kann bei diesem System somit verzichtet und eine großes Volumen Abfall gespart werden. Bereits Ende der 70er wurden vereinzelt Versuche mit Milchabfüllgeräten unternommen, die jedoch aus hygienischen Gründen scheiterten, da die Milch vorzeitig sauer wurde.

Seit Anfang der 90er Jahre sind die hygienischen Mängel bei der Abfüllung behoben. Seither fand das Abfüllsystem bundesweite Verbreitung, verschwand aber nach einigen Jahren wieder, da der relativ hohe Personalaufwand in SB-Märkten nicht gewährleistet werden konnte und die Molkereien wieder verstärkt auf Schlauchbeutel und Pappkartons setzen.

Autor: KATALYSE Institut

Spülmittel

S. stellen die mengenmäßig bedeutendste Produktgruppe unter den Reinigungsmitteln dar.

Sie dienen zum Reinigen von Geschirr in Haushalt und Gewerbe. Es sind zwei Arten zu unterscheiden, nämlich Hand- und Maschinen-S., die völlig unterschiedlich aufgebaut und auch nicht austauschbar sind.

  • 1. Hand-S. sind im Vergleich zu Allzweckreinigern relativ konzentrierte Lösungen von Tensiden, welche vor allem Fett ablösen und in der Spülflotte stabilisieren sollen. Die eingesetzten Tensidkombinationen sind schaumstark und müssen entsprechend ihrem häufigen Gebrauch möglichst hautverträglich sein, bzw. es werden spezielle Hautschutzkomponenten zugesetzt. Schließlich soll ein guter Klartrocknungseffekt vorliegen.

    Wichtigster Bestandteil sind die härtetoleranten Fettalkoholethersulfate. Daneben finden als anionische Tenside Alkansulfonate, lineare Alkylbenzolsulfonate und Fettalkoholsulfate Einsatz. Bei den Lösemitteln handelt es sich v.a. um niedere Alkohole (z.B. Ethanol). Unter Umständen ist zur Einstellung der Viskosität noch Natriumchlorid (Kochsalz) enthalten.

    Unter humantoxikologischen Aspekten ist neben der dermatologischen Verträglichkeit auch von Bedeutung, inwieweit die auftrocknenden Tensidreste und deren mögliche Aufnahme im Organismus beim Gebrauch handgespülten Geschirrs ein Risiko darstellen. Letzteres wird angesichts einer Aufnahme an Tensiden auf diesem Weg in der Größenordnung von 0,1 g pro Jahr als vernachlässigbar angesehen.

    Insgesamt gehören moderne Hand-S. auf Basis schnell und vollständig abbaubarer Tenside zu den weniger umweltbelastenden Reinigungsmitteln. Ein Großteil der Säuberungsleistung beim Handspülen ist mechanischer Art und daher der Einsatz an Chemie gering.

  • 2. Maschinen-S. enthalten im Gegensatz dazu nur wenig oder gar keine Tenside. Die intensive Flottenbewegung der Spülmaschine verlangt extrem schaumarme Tenside. Diese Eigenschaft mit ausreichender biologischer Abbaubarkeit (Abbau) zu verbinden, war lange Zeit ein großes Problem.

    Basis von Maschinen-S. sind dagegen Bleichmittel (z.B. Aktivchlorspender oder Perborat) und Gerüststoffe (z.B. Phosphat, Metasilikat oder Soda). Die Produkte reagieren meist stark alkalisch (pH-Wert über 12) und wirken dadurch ätzend auf der Haut. Maschinen-S. sind trotz der heftigen Diskussion um das Phosphat der letzte große Einsatzbereich für diesen umweltbelastenden Stoff in Reinigungsmitteln.

    Die Substitution durch weniger problematische Phosphatersatzstoffe ist zwar prinzipiell möglich, aber schwieriger als bei Waschmitteln. Auf jeden Fall muß bei phosphatfreien Maschinen-S. die Regenerierung des in der Geschirrspülmaschine integrierten Ionenaustauschers sorgfältig vorgenommen werden, weil es andernfalls zur Bildung von Belägen auf dem Spülgut kommen kann.

    Maschinen-S. werden meist als Pulver, aber auch in flüssiger Form angeboten. Sie sind im Gegensatz zu den Hand-S. aufgrund ihres Phosphat- und Chlorgehaltes stark umweltbelastend. Hinzu kommt, daß beim Maschinenspülen ein zusätzliches Produkt, nämlich der Klarspüler, notwendig wird. Wenn schon das Maschinenspülen nicht vermeidbar ist, sollten phosphatfreie Produkte mit Sauerstoffbleiche eingesetzt werden, wie sie Alternativproduzenten schon seit Jahren anbieten.

    Vor kurzem brachten auch die großen Markenhersteller phosphat- und chlorfreie Maschinen-S. auf den Markt, in denen als Gerüststoffe Citrat, Polycarboxylate und weniger alkalische Silikate Einsatz finden. Üblicherweise arbeitet dieser neue Produkttyp zusätzlich mit Enzymen.

Siehe auch: Reinigungsmittel

Autor: KATALYSE Institut

Spülmaschine

S. belasten die Umwelt durch Stromverbrauch (Kraftwerk), Trinkwasserverbrauch, Reinigungsmittel und Salzeintrag.

Strom- und Wasserverbrauch von S. konnten in den letzten 10 Jahren um ca. 40% reduziert werden. Die meisten modernen S. verbrauchen weniger Energie und Wasser als das manuelle Spülen im Spülbecken. Verbrauchswerte der sparsamsten S.: 1,4 kWh Strom und 20 l Wasser für das tägliche Geschirr eines Vierpersonenhaushalts. Nur wer sehr sparsam mit der Hand abwäscht erreicht ebenfalls diese Werte. Neue Techniken wie z.B. das Recyclingverfahren, bei dem bereits benutztes Wasser gespeichert und erneut genutzt wird, werden den Wasserverbrauch weiter senken.

Der Energieverbrauch kann zusätzlich verringert werden, indem man warmes Wasser von der Zentral-Heizung (Warmwasserbereitung) oder von Sonnenkollektoren einspeist, was bei den meisten modernen S. möglich ist. Für viele Modelle gibt es für schwach verschmutztes Geschirr Sparprogramme.

Trotz aller Fortschritte gehören S. zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Energieverbrauch. Durch die Wahl eines sparsamen Modells können beachtliche Mengen Energie, Wasser und Kosten eingespart werden (Haushaltsgeräte).
Im Vergleich zum Handspülen werden in S. aggressivere Reinigungsmittel eingesetzt, die die Umwelt belasten (Spülmittel).

S. sind auf die Zugabe von Salz angewiesen. Bei hartem Wasser werden pro Durchlauf 20-30 g Salz verbraucht. Auf diesem Wege gelangen in Westdeutschland pro Jahr 30.000-40.000 t Salz ins Abwasser.

Autor: KATALYSE Institut

Speisesalz

Siehe Natriumchlorid.

Autor: KATALYSE Institut

Sorbit

Auch Sorbitol genannt, Kohlenhydrat, Stoff aus der Gruppe der Zucker.

Zwischenprodukt einer Umwandlung von Fruktose in Glukose im Organismus. Anwendung: Süßstoff für Diabetiker. S. ist wasseranziehend. Deswegen wird es als pharmazeutischer Hilfsstoff eingesetzt und in Kosmetika verwendet, um die Haut geschmeidig zu halten

Autor: KATALYSE Institut

Sorbinsäure

S. kommt in Ebereschenbeeren (Vogelbeeren), Kirschen und Pflaumen vor und ist gegen sehr viele Schimmmelpilze, Hefen und bestimmte Bakterien wirksam.

Ihre physiologische Unbedenklichkeit wurde nachgewiesen. Daher wird sie als Konservierungsstoff für Lebensmittel, z.B. Schnittbrot, verwendet. S. wirkt im schwach sauren Bereich am besten. Sie steht chemisch den Fettsäuren nahe und wird wie diese im Körper abgebaut. Derivate der S. werden in der Kunststoff- und Lackindustrie als Zusatz zur Erzielung trockener Öle verwendet.

Siehe auch: Lebensmittelzusatzstoffe

Lit.: KATALYSE e.V. (Hrsg.): Was wir alles schlucken, Reinbek 1985

Autor: KATALYSE Institut

Setting-Ansatz

Der Setting-Ansatz ist ein anwendungsorientierter, von der WHO unterstützter Ansatz der Verhältnisprävention, der in den aktuellen WHO Gesundheitszielen für Europa Niederschlag gefunden hat (WHO 1988, 1989).

Er zielt auf die Veränderung des Alltags durch niederschwellige systemische Interventionen in konkreten Lebenswelten wie Schule, Betrieb oder Stadtteil, die alle Beteiligten einbeziehen. Grundlegende Philosophie der Setting-Intervention ist, dass die Zielgruppen als aktiv Handelnde Kompetenzen (Life Skills) zur Wahrnehmung ihrer eigenen gesundheitsbezogenen Interessen erwerben (Empowerment) und nicht Empfänger von gesundheitsförderlichen Botschaften und Angeboten sind. Grundlegende Elemente des Settings-Ansatzes sind Entwicklung von Life Skills, Partizipation und Strukturentwicklung. „Settings sind Organisationen, die eine durch ihre Struktur und Aufgabe anerkannte soziale Einheit darstellen“ (Baric, Conrad 2000, S. 18). Es handelt sich also um relativ dauerhafte Sozialzusammenhänge, von denen wichtige Impulse für Gesundheit (Gesundheitsbelastungen, Gesundheitsressourcen) ausgehen. (vgl. Rosenbrock 2004 S. 155 - 159)

Quellen und weiterführende Literatur:

  • Baric, Leo, Conrad, Günther (2000): Gesundheitsförderung in Settings. Konzept, Methodik und Rechenschaftspflichtigkeit zur praktischen Anwendung des Setting-Ansatzes der Gesundheitsförderung. Gamburg.
  • Rosenbrock, Rolf et al. (2004): Primärprävention im Kontext sozialer Ungleichheit - Wissenschaftliche Gutachten zum BKK-Programm "Mehr Gesundheit für alle". BKK, Bremerhaven
  • WHO (1998): Gesundheit21: Eine Einführung zum Rahmenkonzept „Gesundheit für alle“ für die Europäische Region der WHO (Europäische Schriftenreihe „Gesundheit für alle“; Nr. 5) 1.Gesundheit für alle 2.Gesundheitspolitik 3.Prioritäten im Gesundheitswesen 4.Regionalplanung 5.Europa WHO, Kopenhagen I.Serie ISBN 92 890 7348 9 (NLM Klassifikation: WA 540 GA1) ISSN 1012-7372 http://www.euro.who.int/document/EHFA5-G.pdf
  • WHO (1999): Gesundheit21: Das Rahmenkonzept “Gesundheit für alle” für die Europäische Region der WHO, Europäische Schriftenreihe „Gesundheit für alle“ Nr.6, WHO, Kopenhagen

Autor: KATALYSE Institut

Sekundäre Pflanzenstoffe

Mit sekundären Pflanzenstoffen wird eine Gruppe von 60 000 bis 100 000 Substanzen bezeichnet, die von Pflanzen als Farbstoffe, Wachstumsregulatoren, Abwehrstoffe gegen Schädlinge und Krankheiten sowie Aroma- und Duftstoffe gebildet werden. Beispiele sind Phytosterole, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole und Protease- Inhibitoren.

Beim Menschen haben sekundäre Pflanzenstoffe eine pharmakologische Wirkung. Sie wirken beispielsweise gegen Krebs, Infektionen durch Viren und Bakterien, hemmen die Entstehung von giftigen Stoffwechselprodukten, regen das Immunsystem an, verhindern Blutgerinnsel und fördern die Verdauung. Mit einer gemischten Kost werden täglich etwa 1,5 Gramm aufgenommen. Der heutige Wissensstand lässt jedoch keine Angaben darüber zu, welche Tageszufuhr an sekundären Pflanzenstoffen für eine Gesundheitsprophylaxe notwendig ist. Die Wirkungen können heute vielfach erst ansatzweise bestimmten Substanzen zugeordnet werden; hier bedarf es weiterer Forschung.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
HAHN, A., STRÖHLE,A., WOLTERS, M.: Ernährung. Stuttgart 2005.
Die Homepage www.ernaehrung.de
WDR Fernsehsendung Quarks&co.

Autor: KATALYSE Institut

Salmonellosen

Durch Salmonellen (gramnegative Bakterien) ausgelöste Infektionskrankheiten mit Brechdurchfällen, hervorgerufen durch Genuss verdorbener Lebensmittel, insbesondere infizierten Fleisches.

Jährlich erkranken in Westdeutschland ca. 65.000 Menschen an Salmonellen. Die Infektionskrankheit wird Salmonellose genannt. Besonders gefährdet sind Risikogruppen und Menschen mit wenig Magensäure, Kinder, Schwangere, Kranke und Alte. Ein besonderes Risiko besteht auch in der Gemeinschaftsverpflegung.

Insgesamt werden etwa 2000 Varianten von Salmonellen unterschieden, welche zur Familie der Enterobacteriaceae gehören. Sie bilden keine Sporen, sondern Enterotoxine. Salmonellen sind sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen.
Unterschieden werden Lebensmittelvergiftungen durch Salmonellen der Enteritisgruppe und die durch Salmonellen der Typhus- bzw. Paratyphusgruppe ausgelösten hochinfektiösen Formen Typhus abdominalis und Paratyphus. Paratyphus führt zu Immunität, etwa 2 bis 5 Prozent der Infizierten werden Dauerausscheider. Diese dürfen nicht im Bereich der Lebensmittelherstellung und –verarbeitung arbeiten.

Die Krankheit kann bereits ein bis drei Stunden nach Aufnahme der Erreger ausbrechen. Sie dauert meist nicht länger als fünf bis sieben Tage. Bedingt durch Brechdurchfälle kommt es zu einem hohen Verlust an Flüssigkeit und Mineralstoffen; nur falls diese nicht ausreichend ersetzt werden, wird die Krankheit lebensbedrohlich.

Die häufigste Ursache für Salmonellose ist mangelnde Hygiene bei der Zubereitung und Verarbeitung oder eine unsachgemäße Lagerung leicht verderblicher Nahrungsmittel.

Die häufigste Übertragung erfolgt vor allem über verunreinigtes Trinkwasser. Da Salmonellose erst bei längerem Erhitzen abgetötet werden, stellen besonders Speisen, die mit rohen Eiern oder Fleisch zubereitet werden eine Infektionsgefahr dar.

Wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung sind:

- beim Einkauf auf Verbrauchsdatum achten
- Kühlkette darf nicht unterbrochen werden
- Küchengeräte müssen gründlich gereinigt werden
- nur frische, rohe Eier verwenden
- Tiefgefrorenes im Kühlschrank auftauen lassen
- Tauwasser immer weggießen
- Aufgussgetränke mit kochendem Wasser aufgießen
- Empfindliche Lebensmittel immer kühl lagern
- allgemeine Küchenhygiene beachten
- leicht verderbliche Lebensmittel getrennt voneinander aufbewahren

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
FRIES, R.: Fleischhygiene und Lebensmitteluntersuchung. Stuttgart 1992.
KRÄMER, J.: Lebensmittel – Mikrobiologie. Stuttgart 1992.
PICHARDT, K.: Hygieneschulung Lebensmittel. Heidelberg 1998.

Siehe auch: Lebensmittelvergiftung, Bakterien

Autor: KATALYSE Institut

Saccharin

Siehe Süßstoffe.

Autor: KATALYSE Institut

Saatgutbehandlung

S. soll verhindern, daß ausgebrachtes Saatgut von Krankheitserregern, Pilzen und "Schädlingen" befallen bzw. von Vögeln oder Kleintieren gefressen wird (Vergällungsmittel) und stellt einen Schutz gegen Frühinfektionen dar.

Zu unterscheiden sind physikalische und chemische Beiz- und Entseuchungsverfahren und gentechnische Saatgutbehnadlung. Nach Einführung systemischer Fungizide spielen die physikalischen Verfahren (z.B. Heißwasserbeizung) nur noch eine untergeordnete Rolle bzw. werden noch im ökologischen Landbau eingesetzt. Dabei ist die physikalische S. mit niederenergetischen Elektronen ein sehr effektives und nachhaltiges Verfahren und hinterläßt im Gegensatz zur chemischen S. keine Rückstände.

Chemische Beizung
Die Beizung von Saatgut ist die sparsamste und umweltschonendste Methode, um Saatkorn und Keimling vor pilzlichen Erregern zu schützen.
Optimale Beizung besteht in einer exakten, der Zulassung entsprechenden und gleichmäßigen Verteilung des Mittels auf die Saatkörner. Um dies zu erreichen, muss - neben einer guten Rohware - gewährleistet sein, dass in den Beizstellen die Förderwege für Saatgut ausgelegt und bei Sortenwechsel gereinigt werden. Die Reinigungsanlage sollte bei Gerste mit einem Entgranner ausgerüstet sein. Die notwendige gute Sortierung des Korns erfordert ein Sortiment an gründlich gereinigten Sieben in allen erforderlichen Größen.

Die Beizanlagen sind einer regelmäßigen Überprüfung und Wartung zu unterziehen. Vor allem darf es nicht zu Staub und Abrieb kommen, die das Beizmittel binden und zu Verlusten auf dem Saatgut führen. Weiterhin muss gesichert sein, dass während des Beizvorganges ständig die genaue Abstimmung der Beizmittelmenge auf die Saatgutmenge überprüft wird. Positiv wirkt sich eine Verdünnung des Beizmittels aus, da das Korn durch Zugabe von Wasser besser umhüllt wird. Flüssigbeizen haben prinzipiell den Vorteil, dass sie besser am Saatkorn haften und keinen Staub entwickeln.

Physikalische Beizung
Für die Erzeugung und Erhaltung gesunden Saatgutes steht im ökologischen Landbau eine Reihe von Methoden zur Verfügung. Die Verwendung gesunden Saatgutes ist im ökologischen Landbau von besonderer Bedeutung. Lückenhafte Bestände als Folge schlechter Saatgutqualität können während der Vegetationszeit kaum ausgeglichen werden. Auch lassen sich Krankheiten, die ihren Ursprung am Saatgut haben, im Ökolandbau nicht durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bekämpfen. Mit dem klassischen Verfahren der Heißwasserbehandlung können die wichtigsten Krankheiten sowohl im Getreide- als auch im Gemüsebau unter Kontrolle gehalten werden. Auch moderne Verfahren wie die Elektronenbeizung sind anwendbar. Forschungsbedarf besteht im Hinblick auf eine selektive Bekämpfung, die Optimierung der Verfahren in Abhängigkeit von der jeweiligen Wirt-Parasit-Kombination sowie die Entwicklung oder Anpassung der Verfahren für bisher nicht einbezogene oder schwer zu bekämpfende Schaderreger.

Gentechnische Saatgutbehandlung
Gentechnisch manipulierte Agrarprodukte werden in der Landwirtschaft eingesetzt, um den Zwang zu schaffen, Koppelprodukte zu kaufen. Dies ist bereits heute in der Landwirtschaft der Fall, wo bestimmtes gentechnisch manipuliertes Saatgut ganz bestimmte Pflanzenschutzmittel erfordert, damit die Ernten erfolgreich werden. Die landwirte geraten damit in die Abhängigkeit einiger wenigher großer Agrarchemieunternehmen. HybriTech Europe und Monsantos European Centre for Crop Research (ECCR) in Louvain-la-Neuve arbeiten beispielsweise an der qualitativen und quantitativen Verbesserung des Weizenertrages durch genetische und chemische Forschung. Krankheitsresistenzen, Züchtung von ertragreicheren Sorten und Hybriden sowie innovativer Saatgutschutz, soll es ermöglichen chemische Pflanzenschutzmittel in geringeren Mengen auszubringen.

Autor: KATALYSE Institut

Strom

Physikalisch: Bewegte elektrische Ladungen (Elektrizität) werden als elektrischer S. bezeichnet.

Im Gegensatz zu anderen Energieträgern wie z.B. Erdgas, Erdöl oder Kohle handelt es sich bei S. um einen veredelten Energieträger, der prinzipiell in sämtlichen Anwendungsbereichen eingesetzt werden kann.Da aber sowohl bei der S.-Erzeugung wie auch bei der S.-Verteilung und -Anwendung erhebliche Umweltschäden auftreten, sollte S. nur in Bereichen eingesetzt werden, wo andere Energieträger nicht eingesetzt werden können (Beleuchtung (Licht), elektrische Geräte). V.a. sollte S. nicht für Heizung und Warmwasserbereitung Verwendung finden.

Der S.-Anteil am Endenergieverbrauch (Energie) lag 1990 in Westdeutschland bei 18%, wovon etwa die Hälfte zur Wärmeerzeugung (Heizung und Warmwasser) genutzt wird und durch andere Energieträger ersetzt werden kann. Etwa 8% der westdeutschen Haushalte heizen mit Elektrospeicherheizungen. Während in den 60er und 70er Jahren der S.-Verbrauch der Haushalte jährlich stark anstieg (1965-1970 jahresdurchschnittlich um 12,7%, 1970-1975 jahresdurchschnittlich um 9,3%), stagniert er seit 1985.

S.-Erzeugung: Der bei weitem überwiegende Teil des S. wird in Deutschland in Kraftwerken ohne Abwärmenutzung erzeugt. Hierbei gehen ca. 65% der eingesetzten Primärenergie als umweltbelastende Abwärme verloren. Die S.-Erzeugung in Kohlekraftwerken hat einen wesentlichen Anteil an den Kohlendioxid-, Schwefeldioxid- und Stickoxid-Emissionen (Treibhauseffekt, Waldsterben). Sämtliche Kernkraftwerke werden ausschließlich zur S.-Erzeugung betrieben.
In Deutschland wurden 1990 385 Mrd kWh (West) und 81 Mrd kWh (Ost) S. erzeugt (s.Tab).

Die S.-Erzeugung kann mit Hilfe von Kraft-Wärme-Kopplung und insb. Nutzung regenerativer Energiequellen umweltfreundlicher gestaltet werden (Windenergie, Solarkraftwerk, Solarzelle, Wasserkraft, Gezeitenkraftwerk). Erst wenn S. überwiegend aus regenerativen Energiequellen entspringt, sollten ihm neue Einsatzgebiete wie z.B. Elektroauto erschlossen werden.

S.-Verteilung: Um S. über größere Entfernungen möglichst verlustfrei transportieren zu können, werden Hochspannungsleitungen verwandt, die in vielfältiger Weise umweltschädigend wirken.
S.-Anwendung: Die vom elektrischen S. erzeugten elektrischen und magnetischen Felder können nach neuen Erkenntnissen zu verschiedensten gesundheitlichen Schäden beim Menschen führen (Elektrosmog).

Autor: KATALYSE Institut

Stadtgas

Siehe Gas.

Autor: KATALYSE Institut