SARS

Weltweit starben im Jahr 2003 bisher 800 Patienten und infizierten sich 8.460 Menschen (17. Juni 2003). Die Abkürzung S. bezeichnet das „Schwere akute Atemwegssyndrom“ oder auch die asiatische Lungenentzündung. Rund 300 Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen traten bereits im November 2002 in der chinesischen Südprovinz Guangdong auf. Ob diese Erkrankungen mit S. in Zusammenhang stehen, ist bisher nicht bekannt.

Durch den regen Flugverkehr zwischen den Kontinenten sind auch in Kanada 76 Krankheitsfälle diagnotiziert worden, von denen 32 tödlich endeten und in den USA 73 Verdachtsfälle. In Kalifornien (San Jose) wurden die Passagiere einer Boeing 777 der American Airline aus Hongkong komplett unter Quarantäne gestellt.

Im April 2003 noch ging die WHO nicht von einer schnellen Bekämpfung aus, sondern sprach von einem mehrere Monate dauernden Kampf gegen die Lungenkrankheit. Mitte Juni zeichnet sich jedoch ein drastischer Rückgang der Neuerkrankungsfälle ab und die WHO warnt nunmehr auch nur noch vor Reisen nach Peking.

Die Epidemologie von SARS lässt mit der nachfolgende Grafik darstellen (Quelle WHO 17.06.03):
Das Krankheitsbild von S. beginnt meist mit hohem Fieber (über 38 °C) und Atembeschwerden, wie Husten und Atemnot sowie Halsschmerzen und Muskelschmerzen. Im weiteren Verlauf kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. Ansteckungen erfolgten meist bei Pflegepersonal in Krankenhäusern sowie Angehörigen und Freunden, also Personen, die engsten Kontakt mit den Infizierten/Kranken hatten. Die Übertragung findet hauptsächlich über Tröpfcheninfektion statt, die bis zu einem Abstand von zwei Metern erfolgen kann, eine Schmierinfektion wird ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Der Auslöser von S. ist ein bisher unbekannter Corona-Virus. Corona-Viren führten bisher lediglich zu Erkältungskrankheiten. Es wird vermutet, dass sich der Virus vom Tier auf den Menschen übertragen hat.

Das Vieh chinesischer Bauern könnte die Quelle
der sich weltweit ausbreitenden SARS-Corona-Viren sein. Nach Berichten der WHO in Genf wird geprüft, ob die Seuche in der südchinesischen Provinz Guangdong ihren Ursprung haben könnte. „In einigen Gebieten leben die Menschen dort Seite an Seite mit Tieren - Schweine, Hühner, Enten sind überall". Ein Sprecher des regionalen WHO-Büros für den Westpazifik in Manila bestätigte gegenüber der Presse, dass nach den Ursachen für das Schwere Akute Respiratorische Syndrom".

Autor: KATALYSE Institut

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