Süßstoffe

Synthetisch hergestellte organische Stoffe, die eine höhere Süßkraft als Zucker, aber keinen Nährwert besitzen.

Zu ihnen gehören z.B. Saccharin, Cyclamat und Aspartam. Sie sind als Süßungsmittel für Diabetiker und Kranke, die keinen Zucker essen dürfen, von großer Bedeutung. In den 70er Jahren waren Saccharin und Cyclamat in den Verdacht geraten, Krebs zu erzeugen, nachdem bei Tierversuchen mit hoher Dosierung Blasenkarzinome aufgetreten waren. Wie Studien daraufhin jedoch ergeben haben, sind S. bei üblichem Verbrauch unbedenklich. Eine Einschränkung gilt für Aspartam; Patienten mit der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie dürfen diesen S. nicht zu sich nehmen.

Von den S. unterschieden werden die Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole). Hierzu gehören z.B. Mannit, Sorbit, Xylit. Sie werden in der Mehrzahl aus Zucker oder aus Stärke hergestellt und sind im Gegensatz zu den S. kalorienhaltig. Der Genuß größerer Mengen an mit Zuckeraustauschstoffen gesüßten Lebensmitteln bewirkt Durchfall. Diese Zuckeraustauschstoffe werden z.T. vom Körper nicht verstoffwechselt und entziehen dann dem Darm das Wasser.

S. und Zuckeraustauschstoffe können von der Mundflora nicht vergoren werden. Wenn sie statt Zucker verwendet werden, tragen sie erheblich zur Kariesvorbeugung bei.

Siehe auch: Lebensmittelzusatzstoffe

Autor: KATALYSE Institut

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