Klimafinanzierung

Die Klimafinanzierung umfasst Ressourcen und Förderinstrumente, die eingesetzt werden, um Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu finanzieren. Klimafinanzierung ist entscheidend, um dem Klimawandel zu begegnen, da groß angelegte Investitionen notwendig sind, um den Übergang zu einer Weltwirtschaft mit geringen Kohlenstoffemissionen zu ermöglichen und Gesellschaften dabei zu unterstützen, ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Klimafinanzierung kann aus verschiedenen Quellen – öffentlich oder privat, national oder international, bilateral oder multilateral – stammen und in Form verschiedener Instrumente bereitgestellt werden, wie Zuschüsse und Spenden, grüne Anleihen, Schuldentausch, Garantien und günstige Darlehen.

Multilaterale Fonds, auf die Länder zugreifen können, sind beispielsweise der Grüne Klimafonds (GCF), der Globale Umweltfonds (GEF) und der Anpassungsfonds (AF). Hoch entwickelte Länder, die historisch gesehen wesentlich zum Klimawandel beigetragen haben, haben sich verpflichtet, jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern durch den GCF bereitzustellen.

 

 

(Stand 03.2024)

Autor: Diego Guarin

Kohlenstoffsenke

Kohlenstoffsenken resultieren aus Prozessen die mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen, als sie freisetzen. Boden, Ozeane und Wälder sind die größten Kohlenstoffsenken der Welt.

Ozeane nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre durch marine Ökosysteme und die darin beheimatete Flora und Fauna auf. Der Prozess der Kohlenstoffbindung in marinen Ökosystemen wird allgemein als ‚blauer Kohlenstoff‘ bezeichnet. Auch terrestrische Ökosysteme wie Böden, Moore und Wälder speichern Kohlenstoff in Bäumen, Pflanzen und deren organischen Zersetzungsprodukten.

Menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Entwaldung führen dazu, dass mehr Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt, als natürliche Kohlenstoffsenken der Erde aufnehmen können, was zu globaler Erwärmung und Klimawandel führt. Menschliche Aktivitäten und der daraus resultierende Klimawandel führen zudem zur Degradation natürlicher Kohlenstoffsenken, was das Risiko birgt, dass der gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt wird. Daher sind der Schutz und die Ausweitung der Kohlenstoffsenken eine Schlüsselstrategie zur Bewältigung des Klimawandels und zur Stabilisierung des Klimas.

(Stand 03.2024)

Autor: Diego Guarin

Kohlenstoffmärkte

Kohlenstoffmärkte sind Handelssysteme, die finanzielle Anreize für Aktivitäten schaffen, die die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren oder eliminieren. In diesen Systemen werden die Emissionen in ‚Kohlenstoffguthaben‘ quantifiziert, die gekauft und verkauft werden können. Ein handelbares Kohlenstoffguthaben entspricht einer Tonne Kohlendioxid oder der äquivalenten Menge eines anderen reduzierten, gespeicherten oder vermiedenen Treibhausgases.

Länder können Kohlenstoffguthaben als Teil ihrer Strategie für national festgelegte Beiträge (Nationally Determined Contributions NDCs) kaufen, ebenso wie Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen und Einzelpersonen, die ihre Kohlenstoffbilanz verbessern möchten.

Die Bereitstellung von Kohlenstoffguthaben erfolgt durch private Einrichtungen oder Regierungen, die Programme zur Reduzierung oder Beseitigung von Emissionen entwickeln. Diese Programme werden von einer Drittpartei zertifiziert und unterliegen einem Kohlenstoffmarktstandard.

Damit Kohlenstoffmärkte erfolgreich sind, müssen Länder kooperieren, um eine solide Kohlenstoffbuchhaltung zu gewährleisten, Transparenz bei Kohlenstoffmarkttransaktionen sicherzustellen, Schutzmechanismen gegen Menschenrechtsverletzungen und andere nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft zu implementieren und Greenwashing sowie die irreführende Darstellung von kohlenstoffneutralen Produkten und Dienstleistungen zu bekämpfen.

(Stand 03.2024)

Autor Diego Guarin

Kohlenstoff-Fußabdruck

Der Kohlenstoff-Fußabdruck ist ein Maß für die Treibhausgasemissionen, die von einer Person, einer Organisation als Folge eines Produkts oder einer Aktivität freigesetzt werden. Ein größerer Kohlenstoff-Fußabdruck bedeutet mehr Kohlendioxid- und Methanemissionen und somit einen größeren Beitrag zur Klimakrise.

Die Messung des Kohlenstoff-Fußabdrucks einer Person oder Organisation beinhaltet die Analyse der direkten Emissionen, die sie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energieerzeugung, Heizung sowie Luft- und Landtransport verursachen, sowie der indirekten Emissionen, die durch die Herstellung und Entsorgung der konsumierten Lebensmittel, Güter und Dienstleistungen entstehen.

Der Kohlenstoff-Fußabdruck kann reduziert werden, indem man Energiequellen mit geringen Kohlenstoffemissionen wie Wind- und Solarenergie verwendet, die Energieeffizienz von technischen Geräten verbessert, die Politik- und Regulierungsrahmen der Industrien verschärft, Einkaufs- und Reisegewohnheiten ändert und den Fleischkonsum sowie die Lebensmittelverschwendung reduziert.

(Stand 03.2024)

Autor Diego Guarin

Kohlenstoffentfernung vs. Kohlenstoffbindung

Treibhausgasemissionen aus der Atmosphäre können entweder durch natürliche Lösungen wie Aufforstung und Bodenmanagement oder durch technologische Lösungen wie die direkte Luftabscheidung und verbesserte Mineralisierung reduziert werden. Die CO2-Entfernung ist zwar kein Ersatz für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, kann jedoch den Klimawandel verlangsamen und ist insbesondere notwendig, falls wir vorübergehend unsere Klimaziele überschreiten.

Die Kohlenstoffbindung und -speicherung ist der Prozess, bei dem bei der Nutzung fossiler Energiespeicher (Brennstoffkraftwerken oder industrielle Fertigung) entstehende Kohlenstoffemissionen, eingefangen werden, bevor sie in die Atmosphäre gelangen und tief unter der Erde gespeichert werden. Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sollten nicht als Alternative zum Übergang zu grüner Energie betrachtet werden, sondern wurden als Möglichkeit vorgeschlagen, Emissionen aus Sektoren anzugehen, die schwer zu dekarbonisieren sind, insbesondere Schwerindustrien wie Zement, Stahl oder Chemie.

Diese Technologien befinden sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und erfordern sorgfältig gestaltete Richtlinien. Die drastische Reduzierung von Treibhausgasemissionen muss weiterhin oberste Priorität haben, um der Klimakrise entgegenzuwirken.

 

 

 

(Stand 03.2024)

Autor: Diego Guarin

Klimaanpassung

Klimawandelanpassung bezieht sich auf Maßnahmen, die dazu beitragen, die Anfälligkeit gegenüber den aktuellen oder erwarteten Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Dazu zählen Wetterextreme und Naturkatastrophen, der Anstieg des Meeresspiegels, der Verlust von Biodiversität oder Nahrungsmittel- und Wasserknappheit. Anpassungsmaßnahmen müssen in der Regel auf lokaler Ebene umgesetzt werden, sodass ländliche Gemeinden und Städte eine zentrale Rolle spielen.

Solche lokalen Maßnahmen umfassen den Umstieg auf Pflanzensorten, die widerstandsfähiger gegen Dürre sind, die Praxis der regenerativen Landwirtschaft, die Verbesserung der Wasserspeicherung und -nutzung, die Bewirtschaftung von Land zur Reduzierung von Waldbrandrisiken da Waldbrände Treibhausgase freisetzen und die Struktur der Landschaft verändern; sowie den Ausbau von Schutzvorrichtungen gegen extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Hitzewellen.

Dennoch müssen die Anpassungen auch auf nationaler und internationaler Ebene vorangetrieben werden. Neben der Entwicklung der erforderlichen Richtlinien zur Lenkung der Anpassungen müssen Regierungen groß angelegte Maßnahmen in Betracht ziehen, wie beispielsweise die Stärkung oder Verlegung von Infrastrukturen aus Küstengebieten, die vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind, den Bau von Infrastrukturen, die extremen Wetterbedingungen standhalten können, die Verbesserung von Frühwarnsystemen und den Zugang zu Katastropheninformationen, die Entwicklung von Versicherungen, die spezifisch auf klimabedingte Bedrohungen ausgerichtet sind, sowie die Schaffung neuer Schutzmaßnahmen für die Tierwelt und natürliche Ökosysteme.

(Stand 03.2024)

Autor: Diego Guarin

Kunststoffkomission

Die K. erstellt Positivlisten für Additive(Weichmacher, Zusatz- und Hilfsstoffe) in Verpackungsmaterialien.

Sie spricht Empfehlungen für den maximalen Übergang (Migration) vonVerpackungsinhaltsstoffen (und Restmonomergehalten) auf Lebensmittel aus. Die Empfehlungen haben gesetzesähnlichen Charakter und ihre Einhaltung wird durch die amtliche Lebensmittelüberwachung überprüft. Die K. ist industrienah besetzt und ihre Aussagen sind entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Autor: KATALYSE Institut

Kybernetik

Die K. beschäftigt sich als eine übergreifende Wissenschaft mit der Erfassung von Funktionsweise und Steuerung beliebiger Systeme.
Dabei handelt es sich zumeist um komplexe Systeme, wie z.B. das Ökosystem. Komplexe bzw. vernetzte Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen haben, schwer überschaubar sowie kaum vorhersehbar sind. In der K. ist die Rückkopplung die zentrale Organisationsform. Mit Hilfe des kybernetischen Regelkreises werden positive und negative Rückkopplungen dargestellt. Kreisläufe mit positiver Rückkopplung (z.B. Krebswachstum) sind meist instabil, Systeme mit negativer Rückkopplung (z.B. Körpertemperatur) meist stabil.
Die K. beschäftigt sich weniger mit den Details eines Systems als mit der Erkennung von Struktur und Wechselwirkungen. Das kybernetische Denken in vernetzten Systemen ist grundlegend für das Verständnis der Ökologie natürlicher Systeme.
Entropie, Weltmodelle

Lit.: F.Vester: Neuland des Denkens, München 1984

Autor: KATALYSE Institut

Kupfer

Chemisches Element der I. Nebengruppe, Symbol Cu, Ordnungszahl 29, Schmelzpunkt 1.083 Grad C, Siedepunkt 2.395 Grad C, Dichte 8,93 g/cm3, MAK-Wert 0,1 mg/m3 (K.-Rauch) bzw. 1 mg/m3 (K.-Staub); Schwermetall, Halbedelmetall.

Reines K. ist hellrot bis dunkelrot. Der Anteil von K. in der obersten, festen Erdkruste beträgt ca. 0,007 Prozent. Der Durchschnittskupfergehalt der abgebauten K.-Erze beträgt etwa 1,5 bis 2 Prozent, im vorigen Jahrhundert noch 20 Prozent. 

K. ist wegen seiner Unlöslichkeit über den Nahrungsweg eingenommen ungefährlich. Eventuelle Vergiftungserscheinungen beruhen auf Beimengungen von Arsen oder Blei. Für den Menschen ist K. lebenswichtig. K.-Mangel tritt kaum auf, da der Mensch mit der Nahrung täglich zwischen 1 und 5 mg in Form von K.-Verbindungen aufnimmt, von denen aber nur ca. 5 Prozent resorbiert werden (Resorption).

K. ist für den Menschen wenig toxisch, ausgenommen davon sind Kleinkinder und Säuglinge, die bereits bei Trinkwasserkonzentrationen unter 1 mg/Liter an einer chronischen Kupfervergiftung in Form einer Magen-Darmerkrankung oder einer frühkindlichen Leberzirrhose erkranken können. Chronische Kupfervergiftungen finden in Deutschland immer noch ungenügende Beachtung. DieWeltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen vorläufig tolerierbare Gesamtaufnahme von 0,5 mg/kg/d, während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr für Erwachsene von 2 bis 4 mg/K./Tag und für Säuglinge und Kinder von 1 bis 2 mg/K./Tag vorsieht.

Ein Grenzwert für Trinkwasser wurde nicht festgelegt; es gilt ein unverbindlicher Richtwert von 3 mg/Liter, die geplante Novellierung der Trinkwasserverordnung sieht einen Wert von 2 mg/Liter vor.
Der MAK-Wert bei einatembarer K.-Fraktion beträgt 1 mg/m3 und 0,1 mg/m3.

In Form seiner Salze spielt K. wegen seiner fungiziden Wirkung von alters her eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Holzschutzmitteln. In der Landwirtschaft wird K. als Fungizid im Weinbau, teilweise auch im ökologischen Weinbau eingesetzt, außerdem findet es Verwendung in der Schweinemast.
K. ist für niedere Pflanzen (Algen, Kleinpilze, Bakterien) ein starkes Gift, da es in saurer Umgebung Spuren von löslichen Salzen (Cu2+-Ionen) abgibt. Getreide undMilch sind relativ kupferarm, Fleisch, innere Organe, Fisch, Nüsse, Kakao, grünes Gemüse und Rotwein kupferreich. Trockene Erde enthält durchschnittlich 20-30 ppm K., Stadtluft (USA) 80-90 ng/m3, Pflanzen 4-20 ppm (Trockengewicht).

Etwa 50 Prozent der K.-Herstellung finden Verwendung in der Elektroindustrie (K. ist neben Silber der beste elektrische Leiter unter den Metallen) und 40 Prozent werden zur Herstellung von K.-Legierungen verwendet, weiterhin auch für Dachabdeckungen und Münzen.

Bei der Herstellung von K. aus Erzen werden erhebliche Mengen an Schadstoffen frei (Nichteisenmetallproduktion). Erhöhte Bodenbelastungen mit K. treten durch Klärschlamm, Müll, Gülle aus Schweinemastbetrieben und in Weinbaugebieten auf. In Müllverbrennungsanlagen aktiviert K. durch seine katalytischen Eigenschaften die Bildung von Dioxinen und Furanen.

 

 

Autor: KATALYSE Institut

Kunststoffrecycling

Produktionsabfälle aus der Kunststoffindustrie werden seit Jahren dem K. zugeführt, da sie sortenrein anfallen und wieder im Produktionsprozess eingesetzt werden können.

Probleme treten dagegen beim K. der 2 Mio t Kunststoffe auf, die jährlich im Haus- und Gewerbemüll (Hausmüll,
Abfall) anfallen. Da diese Kunststoffe vermischt und stark mit anderen Stoffen (Papier, Metalle) verunreinigt sind, ist die Trennung und Aufbereitung sehr schwierig. Saubere und damit verwertbare Kunststoffe kann man lediglich über eine getrennte Sammlung erreichen (Recycling). Ein Gesamtkonzept zum K. existiert in Deutschland z.Z. nicht; verschiedene Verfahren befinden sich in der Erprobung.

Hydrierung, Hydrolyse, Hydrozyklon, Pyrolyse, Plastifizierung
Nach Berechnungen der TU Berlin können Regranulate am Markt nur mit massiven Subventionen abgesetzt werden, da ihre Kosten 2-3 mal höher sind als bei Neu-Kunststoffen.

Da die Frage des K. derzeit noch nicht befriedigend gelöst ist, sollte man sich vor Kaufentscheidungen überlegen, ob eine ökologisch sinnvollere Alternative (z.B. Mehrwegverpackung aus Glas) angeboten wird (Abfallvermeidung).
Brennstoff aus Müll

Autor: KATALYSE Institut

Kunststoffkommission

Die K. erstellt Positivlisten für Additive (Weichmacher, Zusatz- und Hilfsstoffe) in Verpackungsmaterialien.

Sie spricht Empfehlungen für den maximalen Übergang (Migration) von Verpackungsinhaltsstoffen (und Restmonomergehalten) auf Lebensmittel aus. Die Empfehlungen haben gesetzesähnlichen Charakter und ihre Einhaltung wird durch die amtliche Lebensmittelüberwachung überprüft. Die K. ist industrienah besetzt und ihre Aussagen sind entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Autor: KATALYSE Institut

Kunstschnee

K. wird hergestellt aus Wasser, chemischen Zusätzen und Energie in Form von Druckluft bei entsprechender Außentemperatur.

Ein K.-System umfaßt mehrere computergesteuerte Schneekanonen.Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mit Hilfe von Sonden gemessen.
Weltweit beschneien ca. 1.000 Regionen künstlich ihre Skipisten. In den Alpen stehen über hundert Anlagen mit mehr als 300 Schneekanonen. K. ist zu einem Wirtschaftsfaktor geworden, denn er macht die Skiorte von den natürlich gegebenen Schneebedingungen unabhängig.
Es wird behauptet, der K. schütze die Natur, z.B. die Grasnarbe vor mechanischer Beschädigung, als Isolationsschicht vor Frosteinwirkung und vor Erosion durch verlangsamtes Abschmelzen.
Aber K. verstärkt die Auswirkungen des an sich schon zerstörerischen Pistenbaus und verändert den gesamten Vegetationskreislauf. Im Bereich des Mikroklimas wird der Winter durch die Dichte, Härte und Haltbarkeit des K. verlängert. Als Schneefestiger wird Ammoniumsulfat verwendet. Der Beginn der Vegetationszeit wird verkürzt, was Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie einen starken Ernterückgang des Heues zur Folge hat. Die
Artenvielfalt wird minimiert (Artensterben). Zum Bau der Anlagen sind umfangreiche Eingriffe vorzunehmen: Hydranten, Rohr- und Stromleitungen müssen verlegt werden. Durch den hohenWasserverbrauch kommt es in einigen Gebieten zu einer Trinkwasserknappheit. Es bleiben irreparable Schäden zurück. Renaturierungsversuche bleiben oft erfolglos, eine Nachsaat zur Pistenbegrünung ist oberhalb der Baumgrenze nicht mehr möglich.
Schutzwald, Freizeit und Umwelt

Autor: KATALYSE Institut

Kühllast

Um in einem Bauteil eine bestimmte Temperatur zu halten, z.B. 20 Grad C in einem Wohnraum, ergibt sich ein Raumwärmebedarf, um einer Unterkühlung vorzubeugen, sowie eine K., um einer Überhitzung vorzubeugen.

Die K. setzt sich dabei aus inneren Lasten wie Abwärme von Personen und Maschinen sowie aus äußeren Lasten wie Sonneneinstrahlung und Außentemperatur zusammen.
Da bei unserer heutigen Architektur in erster Linie die Gestaltung und weniger das energetische Verhalten eines Gebäudes im Vordergrund steht, haben viele Gebäude neben einem hohen Wärmebedarf häufig auch eine sehr hohe K.. Großflächig verglaste Fensterflächen ohne ausreichenden Sonnenschutz machen aus einem Gebäude einen Sonnenkollektor, nur mit dem Unterschied, dass die einfallende Energie mit einem hohen zusätzlichen Energieaufwand als Abwärme an die Umgebung wieder abgegeben werden muss.
In den USA z.B. hat der Anteil der K. am Gesamtenergiebedarf ein derartiges Ausmaß angenommen, dass die Lastspitzen in der Elektrizitätsversorgung im Sommer entstehen. Dies hat zum Erfolg der Solarkraftwerke in Kalifornien beigetragen, da Solarkraftwerke ihre maximale Leistung genau dann produzieren, wenn auch die K. maximal ist. So hilft Solarenergie, die eingefangene Sonnenenergie wieder wegzukühlen. Eine andere Methode, durch K. verursachte Lastspitzen abzubauen, stellt der Einsatz von Eisspeichern dar. Allerdings lässt sich die K. und der damit verbundene Energiebedarf durch eine intelligente Bauweise wesentlich sinnvoller reduzieren.

Autor: KATALYSE Institut

Kugelschreiber

K. enthalten Minen mit Schreibflüssigkeit.

Sie besteht aus Farbpigmenten und Lösungsmittel. Als Lösungsmittel werden Glykole, Glykolether (Ethylenglykol) und Benzylalkohol eingesetzt. Vergiftungen durch K.-Minen sind bekannt; Symptome: Bauchschmerzen, Schwächegefühl, häufiges Urinieren.

Lit.: J.Velvart: Toxikologie der Haushaltsprodukte, Stuttgart 1989

Autor: KATALYSE Institut

Kreide

Der Begriff Kreide hat zwei Bedeutungen. Zum einem ist es weißer Kalkstein, der besonders in England, Nordfrankreich, Dänemark und Norddeutschland abgelagert wurde. Andererseits beschreibt der Begriff des Erdzeitalter der Kreide, das vor etwa 135 Mio. Jahren begann.

Der weiße Kalkstein (Kreide) findet Verwendung zum Zeichnen, Polieren, Putzen, als Düngemittel und Bindemittel für Farben. Dazu wird eingesumpfte K. mit Leimgemischt und bis zur Streichfähigkeit verdünnt. Durch Zusatz von Leinöl wird die Wischfestigkeit verbessert. Auf allen neutralen Untergründen im Innenbereich verwendbar.

Als Kreide wird auch das jüngste Erdzeitalter am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter) bezeichnet. Sie begann vor etwa 135 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren.

Zum Ende der Kreidezeit bilden sich die heute bekannten Kontinente. Berühmt sind die Kreidefelsen auf Rügen, in der fränkischen Alb und am Alpennordrand.

Kreide als Material ist ein relativ weiches, Sedimentgestein von meist sehr heller, weißer Farbe, das im späten Erdmittelalter aus den kalkhaltigen Schalen von Foramiferen gebildet wurde. Foramiferen oder "Kammerlinge" (Thalamophoren) waren "Wurzelfüßler" mit einem Gehäuse aus Kalk oder organischen Stoffen, die in dem weit ausgedehnten Meer der sogenannten "Kreidezeit" so häufig vorkamen, dass sie zum Leitfossil dieser erdgeschichtlichen Formation wurden.

Autor: KATALYSE Institut

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Der Begriff Kreide hat zwei Bedeutungen. Zum einem ist es weißer Kalkstein, der besonders in England, Nordfrankreich, Dänemark und Norddeutschland abgelagert wurde. Andererseits beschreibt der Begriff des Erdzeitalter der Kreide, das vor etwa 135 Mio. Jahren begann.

Der weiße Kalkstein (Kreide) findet Verwendung zum Zeichnen, Polieren, Putzen, als Düngemittel und Bindemittel für Farben. Dazu wird eingesumpfte K. mit Leimgemischt und bis zur Streichfähigkeit verdünnt. Durch Zusatz von Leinöl wird die Wischfestigkeit verbessert. Auf allen neutralen Untergründen im Innenbereich verwendbar.

Als Kreide wird auch das jüngste Erdzeitalter am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter) bezeichnet. Sie begann vor etwa 135 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren.

Zum Ende der Kreidezeit bilden sich die heute bekannten Kontinente. Berühmt sind die Kreidefelsen auf Rügen, in der fränkischen Alb und am Alpennordrand.

Kreide als Material ist ein relativ weiches, Sedimentgestein von meist sehr heller, weißer Farbe, das im späten Erdmittelalter aus den kalkhaltigen Schalen von Foramiferen gebildet wurde. Foramiferen oder "Kammerlinge" (Thalamophoren) waren "Wurzelfüßler" mit einem Gehäuse aus Kalk oder organischen Stoffen, die in dem weit ausgedehnten Meer der sogenannten "Kreidezeit" so häufig vorkamen, dass sie zum Leitfossil dieser erdgeschichtlichen Formation wurden.

Autor: KATALYSE Institut

Kraftstoffzusätze

Um die Eignung von Kraftstoffen für Kraftfahrzeuge zu verbessern, werden ihnen K. in kleinen Mengen beigegeben.

Benzin enthält meist Zusätze gegen Vorzündungen und Nachlaufen, gegen Vergaservereisung, zur Vergaserreinigung, gegen Rückstandsbildung, zur Bindung von Kupfer und gegen Korrosion. Außerdem werden zur Erhöhung der Klopffestigkeit (Oktanzahl) Antiklopfmittel zugesetzt. Am wirkungsvollsten sind die Bleizusätze (Bleitetraethyl). Ihr Anteil ist aber wegen ihrer Giftigkeit in den letzten Jahren schon reduziert worden (Benzinbleigesetz).

Seit Januar 1988 ist verbleites Normalbenzin in der BRD verboten. 1989 waren noch 41% des in den alten Bundesländern abgesetzten Otto-Kraftstoffs verbleites Benzin. Bleizusätze werden beim bleifreien Benzin ganz durch andere Zusätze ersetzt. Als solche eignen sich, allerdings in etwas größeren Mengen, Aromaten, Ether undAlkohole (Alkoholkraftstoff), die ebenso wie die anderen K. meist nicht vollständig verbrennen und Schadstoffe bilden (Schadstoffe aus Kfz).

Diesel enthält zum Teil die gleichen K. wie Benzin und außerdem Zündbeschleuniger, Fließverbesserer und Additive zur Unterdrückung der Rauchbildung und gegen Schlammbildung. Außerdem enthält DieselSchwefelverbindungen, deren Entfernung bei der Herstellung in der Raffinerie nur bis zu einem gewissen Grad betrieben wird. Sie werden fast vollständig zuSchwefeldioxid verbrannt. Der Schwefelgehalt ist auf 0,2 Gew.-% gesetzlich begrenzt; eine weitere Reduzierung auf 0,05% ist aufgrund von Plänen der EG ab 1.10.1996 vorgesehen.

Autor: KATALYSE Institut

Kraftstoffverbrauch

Der K. bei Fahrzeugen hängt ab vom Wirkungsgrad des Antriebs, vom Luftwiderstand (cW-Wert) und vom Rollwiderstand des Fahrzeugs, vom Straßenzustand und vor allem von Fahrweise und Fahrgeschwindigkeit.

Durch häufige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge (Stadtverkehr) und hohe Fahrgeschwindigkeit steigt der K.. Bei höheren Geschwindigkeiten wird der größte Teil der Motorleistung für die Überwindung des Luftwiderstandes gebraucht.

Die Automobilhersteller geben heute meistens den K. bei Konstantgeschwindigkeit 90 km/h, 120 km/h und beim ECE-Fahrzyklus an. Der Mittelwert dieser drei Angaben (Euromix) ist im Durchschnitt aller Neufahrzeuge in den Jahren 1978 bis 1985 nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie von 9,8 auf 7,6 l/100 km gesunken. Infolge des verstärktenKatalysator-Einsatzes und den immer größeren Motorleistungen ist dieser Wert bis 1991 wieder auf 8 l/100 km angestiegen.

Beste Kleinwagen erreichen heute Werte von 4 l/je 100 km. Diesen Zahlen steht der tatsächliche K. gegenüber (Gesamtverbrauch bezogen auf die Gesamtfahrleistung aller Pkw in Deutschland). Er veränderte sich von 1978 bis 1985 bei den Ottofahrzeugen von 11,1 auf 10,9 l/100 km, im Jahr 1960 betrug er gar nur 8,8 l/100 km.

Bei den Dieselfahrzeugen nahm er von 9,6 auf 8,8 l/100 km im gleichen Zeitraum ab; 1960 betrug er jedoch nur 7,5 l/100 km. Das heißt, daß die technischen Verbesserungen an den Motoren den tatsächlichen K. nicht verringern konnten, was wohl hauptsächlich auf die unrealistischen Testbedingungen für die Messung des K., die gestiegenen Fahrgeschwindigkeiten und die großen Anteile schwerer und leistungsstarker Fahrzeuge an der Gesamtfahrleistung zurückzuführen ist.

Lit.: Verband der Automobilindustrie: Jahresbericht Auto 90/91 Frankfurt 1991; Der Bundesminister für Verkehr (Hrsg.): Verkehr in Zahlen, Bonn 1991

Autor: KATALYSE Institut

Kraftstoff

Als K. für Verbrennungsmotoren kommen feste, flüssige und gasförmige Stoffe, bestehend aus Kohlenstoff, Kohlenwasserstoffen oder Wasserstoff in Frage, die bei Verbrennung mit Luft Wärme freisetzen.

Historisch war Kohle der erste K. für den Antrieb von Dampfmaschinen. Staubförmig eignet sich Kohle sogar als K. für Schiffsdieselmotoren. Heute werden die meisten K. in Form von flüssigen Kohlenwasserstoffen aus Erdöl gewonnen, und zwar: Diesel, Benzin,Kerosin und Autogas. Andere flüssige Kohlenwasserstoffe sind die Alkoholkraftstoffe, vor allem Methanol und Ethanol.

Kraftstoffe lassen sich auch aus Pflanzen gewinnen, z.B.
Rapsöl, das in Dieselmotoren eingesetzt werden kann (nachwachsende Rohstoffe). Als gasförmige K. kommen Methan und Wasserstoff (Wasserstoffmotor) in Frage, die man zwar sehr schadstoffarm verbrennen, aber nur sehr schwierig speichern kann. Allgemein kann man sagen, daß die leichteren Kohlenwasserstoffe (z.B. Autogas, Alkohol) sauberer verbrennen als die schwereren.

Autor: KATALYSE Institut

Kraftfahrzeuge

Zu K. (Kfz) gehören Autos, Lastkraftwagen (Lkw) und Motorräder.

Autor: KATALYSE Institut

Kostenwirksamkeitsanalyse

Die K. ist ein monetäres Beurteilungsverfahren als Hilfsmittel für Investitionsentscheidungen.

Hierbei werden verschiedene Varianten dahingehend verglichen, mit welchen Kosten welches Ziel am günstigsten zu erreichen ist.
Im Umweltschutz gelangt die K. z.B. beim Kohlendioxid-Problem zur Anwendung. Hierbei werden die Kosten pro eingespartet CO2 verschiedener Einsparungsstrategien miteinander verglichen.

Autor: KATALYSE Institut

Kosten-Nutzen-Analyse

Die K. ist ebenfalls wie die Nutzwertanalyse oder die Kostenwirksamkeitsanalyse ein Verfahren, mit dessen Hilfe es ermöglicht wird, die Auswirkungen von Entscheidungen besser beurteilen und optimieren zu können.

Während die anderen Verfahren monetär schwer bewertbare Größen wie Umweltverschmutzung, Resourcenschonung etc. in dimensionslose Kennzahlen überführen, werden bei der K. alle direkten und indirekten Kosten (Externe Kosten) sowie alle direkten und indirekten Nutzen (externe Nutzen) einander gegenübergestellt. Eine Gewichtung der Unterziele erfolgt nicht, da der Nutzenbeitrag in Geldeinheiten ausgedrückt wird. Bei der K. ist die ökonomische Effizienz im allgemeinen mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen, der sich z.B. in einer Bruttosozialproduktsteigerung äußert, verbunden.

Das Problem bei diesem Verfahren liegt in der Internalisierung der externen Kosten bzw. Nutzen. Welche Kosten verursacht z.B. die durchnittliche Abgasmenge eines Pkw am Waldsterben oder die Kosten für Lungenkrebstote in Folge von Asbest?

In den Haushaltsordnungen von Bund und Ländern wird die Durchführung von K. für Maßnahmen mit erheblichen finanziellen Belastungen gefordert.

Autor: KATALYSE Institut