Fungizide

Chemikalien zur Bekämpfung parasitärer Pilze und unerwünschter Mikroorganismen in der Landwirtschaft sowie bei Textilien, Teppichen, Farben, Futtermitteln und in der Medizin.

Aufgrund der schweren biologischen Abbaubarkeit finden sich Rückstände in Lebensmitteln, im Innenraum sowie in Textilien und Baustoffen. Einige Fungizide (wie Hexaclorbenzol, PCP, Quecksilber- und Zinnorganika) sind in Deutschland nicht mehr zugelassen. Die meisten zugelassenen Fungizide besitzen für den Menschen nur eine geringe Toxizität.

ADI- und DTA-Werte (in mg/kg nach BgVV) von Fungizid-Wirkstoffen:

  • Wirkstoffe ADI-Werte DTA-Werte
  • Maneb 0,03 0,05
  • Propineb 0,007 0,005
  • Metiram 0,03 0,03
  • Thiram 0,01 0,01
  • Benomyl 0,02 0,065
  • Carbendazim 0,01 0,065
  • Thiabendazol 0,1 0,1
  • Cyproconazol --- 0,003
  • Triadimefon 0,03 0,03
  • Imazalil 0,03 0,03
  • Fenfuarm --- 0,01
  • Vinclozolin 0,07 0,03

Autor: KATALYSE Institut

Fruchtfolge

Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen.

Innerhalb eines Jahres, vom Frühjahr bis zum Winter, wachsen nacheinander verschiedene Kulturen und nutzen so das Nährstoffangebot des Bodens optimal. Man nennt diese F. innerhalb einer Vegetationsperiode Vor-, Zwischen- oder Nachkultur.
Am besten geschützt vor einseitiger Nährstoffauslaugung oder vor starkem, auf bestimmte Kulturen spezialisierten Schädlingsbefall, ist ein Fruchtwechsel nicht innerhalb eines Jahres, sondern eine mehrjährige F. Ein Wechsel von Blatt- und Halmfrüchten (Getreide), von Flach- und Tiefwurzlern, von Nährstoffzehrern und genügsamen Pflanzen oder sogar Nährstofflieferanten (stickstoffsammelnde Schmetterlingsblütler) drängt den Schädlingsbefall und einseitige Verunkrautung des Bodens stark zurück und steigert somit die Ertragsfähigkeit des Bodens für die Folgekultur und vermindert den Chemikalieneinsatz.
Im Zuge des Anbaus von Monokulturen wurden die früher üblichen F. z.B. im Getreideanbau vielfach aufgegeben. Die dadurch auftretenden Krankheiten, wie z.B. die Halmbruchkrankheit, wurden durch Fungizide bekämpft. Nach nur zehnjährigem Einsatz dieser Fungizide sind die Erreger der Halmbruchkrankheit heute überwiegend resistent (Resistenz).
Dies zeigt die Wichtigkeit einer ausgewogenen F., die auch in der modernen Landwirtschaft durch chemische Mittel nicht zu ersetzen ist. Ein Beispiel für eine F. ist die Gründüngung als Nachkultur nach Wintergerste, die schon im Juni/Juli geerntet wird.

siehe auch: Gründüngung, Mischkultur, Monokultur, Resistenz

Autor: KATALYSE Institut

Frostschäden im Wald

Laubhölzer passen sich der Winterkälte dadurch an, dass sie Laub als nährstoffverbrauchenden Ballast im Herbst abwerfen.

Wintergrüne Nadelhölzer bauen im Laufe des Herbstes eine gewisse Frosthärte auf, indem sie durch Zuckerbildung den Gefrierpunkt des Zellsaftes herabsetzen. Gefährlich sind daher hauptsächlich die Spätfröste, die noch unverholzte Triebe erfrieren lassen, und die Frühfröste, die noch vor dem Aufbau der Frosthärte einsetzen.
Winterkälte, Temperaturstürze, Früh- und Spätfröste sowie Eisregen werden teilweise für das Waldsterben verantwortlich gemacht. Kälte ist nur ein Faktor, der die Geschwindigkeit des Waldsterbens mitbestimmen kann.

siehe auch: Klima, Waldsterben

Autor: KATALYSE Institut

Freisetzungsrichtlinie

Im April 1990 verabschiedete der EG-Ministerrat die Richtlinien 90/220 und 90/219 über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die Umwelt und die Anwendung genetisch veränderter Mikroorganismen in geschlossenen Systemen.

Sie sollen europaweit den Umgang mit diesen Organismen regeln und sind in nationales Recht umzusetzen. Dieser Verpflichtung kamen bis zur Frist Oktober 1991 lediglich Dänemark, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland (Gentechnikgesetz) nach.

siehe auch: Gentechnologie

Autor: KATALYSE Institut

Forstwirtschaft

F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung.

In Europa und Nordamerika ist von wenigen Gebieten abgesehen die moderne F. eingeführt, in der das "Prinzip der Nachhaltigkeit" einen sehr hohen Wert besitzt, welches aussagt, dass nur die Menge
Holz eingeschlagen werden darf, die auch nachwachsen kann. Trotzdem verändert auch die moderne F. i.d.R. den Wald nachhaltig durch Anpflanzen von Monokulturen (Waldschädlinge, Übersäuerung des Bodens, Sturmschäden), Verwendung schwerer Nutzfahrzeuge und Schadstoffeintrag z.B. durch Verwendung synthetischer Kettenöle.
Da heute mehr und mehr Waldbesitzer erkennen, dass sie in ihrem Wald die Gegebenheiten der Natur nicht völlig außer acht lassen können, ohne schwerwiegende ökonomische Rückschläge befürchten zu müssen, werden z.B. in Deutschland wieder mehr Mischwälder begründet (Urwald, Naturnahe Wälder, Plenterwald).
Während die meisten Länder Europas und Nordamerikas den größten Teil des eingeschlagenen Holzes zu den unterschiedlichsten Dingen weiterverarbeiten (Holzindustrie, Holzwerkstoffindustrie), ergibt sich außerhalb dieser Regionen ein völlig anderes Bild. In Ländern der Dritten Welt findet der überwiegende Teil des Holzeinschlags als Brennholz für Industrie und Bevölkerung Verwendung (s. Tab. bei Holz). I.d.R. spielt in diesen Ländern die F. nur eine untergeordnete Rolle. Vorherrschend ist der Raubbau am Wald, der zur fortschreitenden Zerstörung führt (Regenwald).

siehe auch: Waldpflege

Autor: KATALYSE Institut

Flurbereinigung

Zielsetzung der F. ist die "Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft" sowie seit 1976 die "Förderung der allgemeinen Landeskultur".

"Allgemeine Landeskultur" bedeutet, dass bei der F. den Belangen des Umweltschutzes, der Erholung, des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderem Maße Rechnung getragen werden muss (37, 2 FlurbG).

siehe auch: Land, Forstwirtschaft

 

Autor: KATALYSE Institut

Flachs

siehe: Faserlein

Autor: KATALYSE Institut

Fischsterben

siehe: Sauerstoffzehrung, Eutrophierung, Fischerei, Meeresverschmutzung, Ölpest, Endosulfan

Autor: KATALYSE Institut

Faserlein

Faserlein ist eine apikal gering verzweigte, einstengelige Pflanze von 80 bis 120 cm Höhe mit kleinen schmal-lanzettlichen Blättern und meist blauen, gestielten Blüten.

 

  • Systematik: Familie: Linaceae (Leingewächse), Art: Linum usitatissimum
  • Herkunft: Vorderasien
  • Klimaansprüche: gemäßigt-feucht; Wasserbedarf in der Hauptwachstumsphase 120 bis 150 mm; beste Qualitäten werden bei 700 bis 1000 mm Jahresniederschlag erzielt
  • Anbausystem: einjähriger Anbau; Selbstunverträglichkeit: Einhaltung einer Anbaupause von sieben Jahren
  • Aussaat: Anfang März bis Anfang April; 300 bis 400 Pflanzen/m2
  • Düngung: Nährstoffentzug bei einer Tonne/Hektar Stroh: Stickstoff: 7 kg/Hektar, Phosphat: 5 kg/Hektar, Kalium: 38 kg/Hektar; Samen: Stickstoff: 15 kg/Hektar, Phosphat: 16 kg/Hektar, Kalium: 11 kg/Hektar
  • Pflanzenschutz: Pilze: Fusarium, Flachswelke, Mehltau; Schädlinge: Erdflöhe, Thripse; Somstige: Vögel
  • Ernte: im Herbst, wenn gelbe Verfärbung der Fruchtstand-Äste und Samenrascheln in den Kapseln auftritt; anschließende Feld- oder Standröste; maschinell
  • Ertrag: aus 7 Tonnen/Hektar Stroh wird eine Tonne Langfasern und 700 kg Kurzfasern gewonnen; Samen: 900 bis 1800 kg/Hektar
  • Qualitätsmerkmale: Bastfasergehalt und -qualität, hochwertiges Öl
  • Besonderheiten: Hoher Unkrautdruck; Spätfrost-, Stickstoff- und Herbizidempfindlichkeit

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Fitness

Unter Fitness wird in der Medizin der körperliche, geistige und emotionale Zustand eines Menschen im Verhältnis zu seinen Leistungen verstanden.

Im engeren Sinn steht Fitness für die durch Training erworbene, körperliche Leistungsfähigkeit. Die Fitness hängt unter anderem vom körperlichen Leistungspotenzial, der Intelligenz, der emotionalen Stabilität und dem Zustand des Immunsystems ab.

Autor: KATALYSE Institut

Farmer-Lunge

(Drescherlunge). Ursache der Erkrankung ist das Einatmen von mit Pilzsporen behaftetem, verschimmeltem Staub aus Heu, Stroh, Getreide und Gemüse.

Der Häufigkeitsgipfel liegt in der Zeit von Herbst bis Frühjahr, wenn Heu verfüttert wird. Die F. ist eine allergische Entzündung der Lungenbläschen. Bei dieser Allergie vom verzögerten Typ kommt es zu Husten, Auswurf, Kopf- und Thoraxschmerzen.

Der F. ähnliche Erkrankungen sind:
1. die Vogelhalterlunge. Sie tritt auf bei Personen, die in der Geflügelzucht arbeiten und dabei mit dem Staub Proteinbestandteile aus der Haut und von Exkrementen der Vögel einatmen.
2. die Befeuchterlunge. Sie entsteht durch das Einatmen von Pilzen in Druckereien und Papierfabriken mit hoher Luftfeuchtigkeit.
3. die Pilzarbeiterlunge (Pilzzucht).
4. die Käsearbeiterlunge (Käseherstellung).
Anerkannte entschädigungspflichtige Berufskrankheiten.

Lit.: Helmut Valentin et al.: Arbeitsmedizin, Bd.2, Stuttgart, New York 1985

Siehe auch: Bagassosis

Autor: KATALYSE Institut

Futtermittelzusätze und Tierarzneimittel

Aufgrund des großen wirtschaftlichen Drucks und der gestiegenen Nachfrage der Verbraucher nach billigem Fleisch haben die heutigen Methoden der Massentierhaltung zu einem intensiven Einsatz pharmakologisch wirksamer Stoffe geführt.

Diese werden aus therapeutischen, zum größten Teil jedoch aus prophylaktischen und wirtschaftlichen Gründen (Verkürzung der Mastzeiten o.ä.) eingesetzt. Rückstände dieser Stoffe sind gesundheitlich bedenklich und können gerade durch kontinuierliche Aufnahme zu Problemen führen (Allergien, Resistenzen pathogener Keime). Sie gelangen v.a. durch illegale Anwendung, missbräuchliche Auslegung der Gesetze und zu geringer Wartezeiten nach der Anwendung auf den Teller des Verbrauchers.

Die entsprechenden Gesetze (Futtermittelrecht, Lebensmittelrecht, Fleischrecht, Arzneimittelrecht) greifen nur da, wo auch eine wirksame Überwachung stattfindet. Diese jedoch kann nur Stichproben erfassen und stößt aufgrund der nicht kontrollierbaren Zahl an chemischen Verbindungen auf Schwierigkeiten.

Die eingesetzten Stoffe sind:
Antibiotika, sie dürfen bis auf wenige Ausnahmen nur zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Allerdings kommt es immer wieder zu missbräuchlichen Auslegungen dieses Verwendungszweckes. V.a. das Antibiotikum Chloramphenicol wird in Tieren immer wieder nachgewiesen. Antibiotika haben neben der Verhütung von Infektionen den günstigen Nebeneffekt, die Futterverwertung zu verbessern und das Wachstum von Jungtieren zu steigern. Nach einem Beschluss des Rates für Landwirtschaft und Fischerei am 20. Februar 2003 in Brüssel, sind ab 1. Januar 2006 antibiotische Leistungsförderer in der Tierernährung verboten.

Cortison oder cortisonähnliche Stoffe werden bei Schweinen zur Vermeidung von Stresszuständen eingesetzt.

Östrogene werden als Masthilfsmittel besonders in der Rindfleischproduktion eingesetzt. In Deutschland ist der Einsatz von Hormonen zu Mastzwecken seit 1958 verboten. Seit 1988 gilt dieses Verbot auch EU-weit. Trotzdem kam es im Sommer 1988 zum großen Hormonskandal. 70.000 Kälber zweier Südoldenburger Mäster wurden beschlagnahmt.


Psychopharmaka werden als Beruhigungsmittel zur Vermeidung von Streßzuständen bei Massentierhaltung, Transporten und vor der Schlachtung angewendet. Bei Dauergebrauch wirkt sich auch die Ruhigstellung positiv auf das Mastergebnis aus. Ebenfalls als Beruhigungsmittel werden die Herz-Kreislauf-wirksamen Beta-Blocker sowie Tranquilizer eingesetzt.

Somatotropin ist ein gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon. Das Somatotropin soll die Milchleistung der Kühe um 30 Prozent steigern, und auch die Fleischausbeute soll erhöht werden. Der Nachweis des Somatotropin im Fleisch ist schwierig, da dieses Hormon auch von der Kuh selbst produziert wird. Zweifel an der Unbedenklichkeit werden immer lauter.

Quelle:
KATALYSE (Hrsg.): Neue Chemie in Lebensmitteln. Frankfurt 1998.

Siehe auch: DFD-Fleisch, PSE-Fleisch

Autor: KATALYSE Institut

Functional Food

Mit dem Begriff F. werden Lebensmittel beschrieben, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen besitzen.

Die den Lebensmittel zugesetzten Inhaltsstoffe sollen dabei nachweislich die spezifischen Körperfunktionen beeinflussen und haben daher neben nährenden Eigenschaften einen gesundheitsfördernden Effekt.

Bisher gibt es keine international einheitliche Definition von F.; in Deutschland ist F. weder lebensmittelrechtlich, noch definitorisch festgelegt. Beispiele für Lebensmittel, die Functional Food zugerechnet werden:

  • Joghurts, die mit probiotischen Kulturen hergestellt werden: Rund 15 Prozent des Joghurtmarktes in Deutschland bilden die Probiotika. Der Umsatz des deutschen Lebensmittel-Einzelhandels mit probiotischen Milchprodukten ist im Jahr 2000 auf über 600 Mio. DM gewachsen,
  • Brot, den Omega-3-Fettsäuren zugesetzt werden,
  • Fruchtsäfte, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden,
  • Fertiggerichte, die mit Sojaprotein hergestellt werden.

Um eine „Funktionalisierung“ von Lebensmitteln zu erreichen stehen fünf Methoden zur Verfügung:

  • Entfernung eines unerwünschten gesundheitlichschädlichen Lebensmittelbestandteils (z.B. allergene Eiweiße, Laktose bei Produkten für Milchallergiker),
  • Erhöhung der Konzentration eines natürlichen Lebensmittelbestandteiles (z.B. von Mikronährstoffen, die über die täglich-empfohlene Zufuhr hinausgehen, aber mit den Ernährungsempfehlungen für die Gesundheitsvorsorge übereinstimmen),
  • Zusatz von Stoffen, die normalerweise in den meisten Lebensmitteln normalerweise nicht enthalten sind, für die aber ein gesundheitlicher Effekt erwartet wird (Prebiotika),
  • Austausch eines Lebensmittelbestandteils durch einen ernährungsphysiologisch positiver beurteilten Bestandteil (z.B. Fett durch Fettersatzstoff),
  • Verbesserung der Bioverfügbarkeit von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen (z.B. durch Mikroverkapselung).

Teilweise können zur Herstellung von F. auch gentechnische Methoden (Pflanzenzüchtung mit neuen bzw. veränderten Inhaltsstoffen) eingesetzt werden.

F. zielen v.a. auf folgende physiologische Funktionen des menschlichen Körpers: Wachstum, Stoffwechsel von Makronährstoffen (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate), Abwehr reaktiver Oxidantien (Radikale), Herz-Kreislauf-System, Physiologie des Magen-Darm-Traktes sowie auf Verhalten und Stimmung einschließlich geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit. Bisher liegen jedoch nur wenige wissenschaftliche Informationen vor, so dass zu den Wirkungen, aber auch möglichen Nebenwirkungen, von F. in den nächsten Jahren ein hoher Forschungsbedarf besteht.

Die positiven, gesundheitsfördernden Wirkungen von funktionellen Lebensmitteln werden von der Lebensmittelindustrie in den Vordergrund gestellt. Dabei wird bewusst verschwiegen, dass in vielen Fällen ein wissenschaftlicher Beweis für den gesundheitlichen Nutzen der neuen Produkte fehlt. Eine vielseitige, ausgewogene Ernährung ist daher einer Ernährung mit F. vorzuziehen.

Kritiker sehen im F.-Ansatz den "Türöffner" der Gentechnik im Lebensmittelbereich; die Lebensmittelindustrie erhofft sich dagegen Umsatzsteigerungen, da gesundheitliche Vorteile mit der Vermarktung und Bewerbung von Lebensmitteln verknüpft werden können.

Quelle und Literatur:
Gabriele Meyer: Functional Food – Regulierende und restriktive Rahmenbedingungen – Tendenzen in der Biobranche in Deutschland

Autor: KATALYSE Institut

Fremdstoffe

Der Begriff F. wird im Lebensmittelbereich häufig verwendet und bezeichnet in Lebensmitteln enthaltene Stoffe ohne Ernährungswert, die absichtlich oder unbeabsichtigt in diese gelangt sind.

F. lassen sich in drei Rubriken einteilen:
1. Verunreinigungen: Stoffe, die aus der Umwelt in die Lebensmittel gelangen, z.B. Schwermetalle, Futtermittelzusätze.
3. Zusatzstoffe: Stoffe, die bei der Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden, z.B. Farbstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksstoffe (Lebensmittelzusatzstoffe).
Die zulässigen Mengen von F. in Lebensmitteln wurden durch Höchstmengenverordnungen geregelt.

Lit.: KATALYSE: Was wir alles schlucken, Reinbek 1985

Autor: KATALYSE Institut

foodwatch

foodwatch ist eine gemeinnützige, politisch und finanziell unabhängige Organisation und wurde im Jahr 2002 gegründet.

Die Organisation setzt sich für Markttransparenz und Verbraucherschutz im Ernährungssektor ein. Aktuelle Kampagnen beziehen sich auf die Bereiche Futtermittel, Markenartikel, Verbraucherrecht und -schutz.

Autor: KATALYSE Institut

Fleisch und Fleischerzeugnisse

Fleisch und Fleischerzeugnisse stammen heute weitestgehend aus industrialisierter Tierproduktion. Die weit verbreiteten Methoden der Massentierhaltung führen zu erhöhter Streßanfälligkeit der Tiere und zu minderwertiger Fleischqualität (PSE-Fleisch, DFD-Fleisch).

Fleisch ist zwar ein wichtiger, aber nicht unentbehrlicher Bestandteil der Ernährung. In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch mit ca. 90 kg deutlich über den Verzehrsempfehlungen kritischer Ernährungswissenschafler. Als Fleischerzeugnisse werden alle Produkte bezeichnet, bei denen der Fleischanteil über 50% liegt. Bei den Fleischerzeugnissen unterscheidet man sog. "weiße Ware" (nicht gepökelt) und rote Ware, die rund 95% des Angebots ausmacht. Deutschland ist der Welt Wurstland Nr.1, in keinem anderen Land werden so viel Wurstsorten hergestellt.

Belastung: Der breite Einsatz von Pharmaka (Futtermittelzusätze und Tierarzneimittel) und Wachstumshormonen führt zu Rückständen in Fleisch und Fleischerzeugnissen (Hormone). Auch über andere Wege gelangen nicht unbedenkliche Stoffe in die Fleischprodukte: Phosphate bei der Wurstherstellung, Nitrit beim Pökeln (Nitrat, Nitrosamine) und Benzopyrene beim Räuchern.

Aus der Umwelt eingetragene Schwermetallbelastungen im Fleisch führen schließlich zu der Empfehlung, den Verzehr von Innereien stark einzuschränken (Nahrungskette).
Für die Verarbeitung oder den menschlichen Verzehr bestimmtes Fleisch unterliegt (zum Schutze des Verbrauchers) der Fleischbeschau, die erkrankte oder stark mit Schadstoffen belastete Tiere nicht zum Verzehr freigibt.

Siehe auch: Streßanfälligkeit, falsch gekennzeichnete Fleischprodukte

 

Autor: KATALYSE Institut

Fischerei

Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.

Allgemein werden die Auswirkungen der Meeresverschmutzung auf Fischbestand und Qualität aufgrund der großen Wassermenge der Meere (97,5 Prozent des Wasserkreislaufs) als gering eingeschätzt. Dies gilt allerdings nicht für Meere mit geringem Wasseraustausch und hohen Schadstoffeinträgen (vor allem Ostsee) und Mittelmeer, aber auch Nordsee

Die deutschen Fangquoten wurden in den letzten Jahren bei weitem nicht ausgeschöpft, 2002 wurden gut 205.000 t angelandet. Der Umsatz der deutschen Seefischerei lag 2002 noch bei 190 Mio. Euro. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Fischwirtschaft ist im Jahr 2002 auf rund 45.300 gesunken.

Noch 1957 nahm die Deutschland mit 791.000 Tonnen unter den europäischen F.-Nationen Platz zwei ein. Heute unterhält die BRD praktisch keine Fangflotte mehr (nur noch 12 hochseetaugliche Fischereifahrzeuge, aber 2.200 Kutterfischereifahrzeuge)und der Seefisch wird zu 85 Prozent importiert.

Der Fischverbrauch lag 2002 bei 14 Kilogramm/Jahr je Bundesbürger. Die beliebtesten Fische in der Ernährung der Deutschen sind der Alaska-Seelachs mit 30,1 Prozent, der Hering 15,5 Prozent und der Thunfisch und Boniten mit 12,2 Prozent Marktanteil. Hierbei fallen 32 Prozent auf Tiefkühlfisch, 29 Prozent auf Fischkonserven und Marinaden und 12 Prozent auf Frischfisch.

Die Fangergebnisse für frostfischverarbeitende Fangschiffe sind noch relativ gut, starke Einbußen im Fangertrag zeigen sich hingegen im Frischfischbereich. Die über kurze Fahrtzeiten erreichbaren Fanggründe weisen fast alle eine schlechte Bestandssituation auf. Dies gilt insbesondere für die nördliche Nordsee und die angrenzenden Fanggebiete. Inzwischen wird weiträumig vor der afrikanischen Westküste gefangen; was zu Lasten der Bevölkerung der Küstetnstaaten geht, die ein Großteil irher Ernährung und Einkommens über die Fischerei sichern.

Hauptgründe hierfür sind einerseits die seit einigen Jahren stark verbesserten Fangtechniken und -geräte, die eine weitaus höhere Abfischung zur Folge haben (modernste Ortungstechnik und Fabrikschiffe zur Verarbeitung des Fangs auf See), und andererseits, die von der EU zu hoch angesetzten Fangquoten, die keine ausreichende Erholung der Restbestände zulassen.

Aus Erhaltungsgründen müssen die Fangmengen bei wichtigen tradionellen Beständen weiter gesenkt bzw. ganz eingestellt werden, wie z.B. bei Kabeljau und Schellfisch in der Nordsee und Dorsch in der Ostsee. Die Rotbarschbestände vor Grönland und den Färöerinseln sind bereits seit 1989 sehr stark erschöpft. Die Auswirkungen der Dezimierung einzelner Fischarten auf das Ökosystem sind bislang kaum erforscht.

Die Fangquoten, die von den EU-Fischereiministern für 2000 festgelegt wurden, sind viel zu hoch:
So liegt die Quote für Schellfisch 41% und die für Seelachs 13% über den Quoten, die von Wissenschaftlern empfohlen wurden - obwohl diese
Bestände völlig überfischt sind. Auch der Fang auf Makrele wurde im Vergleich zum letzten Jahr um 15% aufgestockt, obwohl der Bestand seit 10 Jahren überfischt und eine Erholung nicht abzusehen ist. Die
Quote für Wittling wurde auf 30 000 Tonnen festgelegt, trotz der Forderung der Wissenschaftler, den Fang im nächsten Jahr völlig einzustellen, damit sich der Bestand wieder erholen kann.

Die EU-Fangquoten nehmen keine Rücksicht auf die dramatische Situation der meisten Fischbestände im Atlantik und in der Nordsee: Schellfisch, Seelachs, Makrele und andere Bestände sind völlig überfischt und durch die hohen Fangquoten akut bedroht.

Die Welt-Fischereiflotte ist in Größe und Kapazität im Zeitraum 1991-1997 weiter angestiegen, obwohl auf der internationalen Ebene schon seit vielen Jahren der Abbau von Kapazitäten gefordert wird. In den Jahren 1995 und 1996 verlangsamte sich diese Entwicklung aber 1997 erhöhte sich die Zahl der Konstruktionen von neuen Schiffen mit großer Tonnage.

Diese "industriellen Schiffe", die über 24 Meter lang sind und mehr als 100 Bruttoregistertonnen (BRT) haben, stellen etwa 70 Prozent des Gesamtwertes der internationalen Fischereiflotte dar. Von den weltweit etwa 3,5 Millionen Fischereischiffen sind nur 38.000 industrielle Schiffe (etwa ein Prozent der Gesamtflotte).

Diese relativ geringe Zahl an Schiffen macht jedoch zwischen 50 und 60 Prozent der weltweiten Kapazität der Fischereiflotte aus. Der Umfang der industriellen Welt-Fischereiflotte ist zur Erhaltung und Schutz der Fischbestände um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.

Die Welternährungsorganistion FAO schätzt, dass nahezu 70 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände weltweit ausgebeutet, überfischt oder stark gefährdet sind.

Bis zu 39 Millionen Tonnen Beifang gehen jährlich in die Netze und werden tot ins Meer zurückgeworfen (Discard). Grund dafür sind unzureichende Fangtechniken und -Ausrüstungen, die einen selektiven Fang nicht erlauben, wofür der industrielle Sektor die Hauptverantwortung trägt
Schätzungen der FAO zufolge arbeiten im marinen Sektor 15 Millionen Fischer auf Fangschiffen. 90 Prozent davon sind auf nicht-industriellen Schiffen tätig

Island war das erste Land, das seine nationalen F.-Zonen auf 200 Seemeilen ausdehnte. Dies hatte zur Folge, das seit 1977 in der ganzen EU die 200-Seemeilen-F.-Zone gilt. Dadurch wurden die Nordsee und angrenzende Fanggebiete zum EU-Meer und konnten seither von der gesamten EU-F.-Flotte befischt werden.

In den letzten Jahrzehnten ist verstärkt die Problematik der kilometerlangen Schlepp- und Treibnetze in die Kritik geraten. Seit Ende der neunziger Jahre ist die Treibnetz-F. verboten, aber nach wie vor wird beispielsweise im Mittelmeer mit Hilfe von Treibnetzen der gesamte Fischbestand "abgeräumt". Verantwortlich für diese Entwicklung ist insbesondere der Thunfischfang, der zur Ausrottung ähnlich großer Fische wie etwa Delfine beiträgt.

Die größten Verbraucher sind Japan, gefolgt von den USA und Westeuropa. Der größte Teil des Thunfisches wird auf hoher See auf Fangschiffen mit Ringnetzen gefangen. Anders fangen hingegen vor allem japanische, taiwanische und koreanische sowie in geringem Umfang auch spanische, italienische und französische Fischer. Sie schleppen die Treibnetze nicht, sondern legen sie einfach aus. Ein einzelnes Treibnetz kann hierbei bis zu 60 km lang sein. Es bildet eine hermetische Barriere für alle Fische, die sich in einer Tiefe bis zu 15 Meter aufhalten.

Die Netze sind nahezu unsichtbar und können von Delphinen, Haien, Schwertfischen und anderen Meerestieren nicht wahrgenommen werden. Inzwischen sind in einigen Regionen Delphine und Thunfische beinahe ausgerottet. Hinzu kommt, daß Seevögel sich in den Treibnetzen verfangen und qualvoll ertrinken.

Die Binnen-F. erzielte 1989 Fangerträge von 29.000 t, wovon nur ca. 20 Prozent aus natürlichen Gewässern kommt. Der Hauptanteil stammt aus der industriellen Fischproduktion. Wegen starker Schadstoffbelastung und Überdüngung dürfen Fische aus einigen Gewässern nicht mehr vermarktet werden. Allgemein wird die Situation der Binnengewässer gegenüber den 60er und 70er Jahren als stark verbessert bezeichnet, was für die Schadstoffeinträge als auch den sauerstoffgehalt gilt. So wird im Rhein inzwischen wieder eine relativ große
Artenvielfalt von Fischen verzeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

Fisch und Fischereiprodukte

Der überwiegende Teil des Fischangebotes in Deutschland stammt aus der Hochseefischerei, nur etwa 10 Prozent entfällt auf die Binnenfischerei.

Hierbei nimmt der Anteil der Flussfischerei der Flüsse immer weiter ab (Rhein, Donau, Elbe). Der Fischkonsum in Deutschland wird zu 75 Prozent durch Hering, Seelachs, Rotbarsch, Makrele, Seehecht und Forelle gedeckt, was sich aufgrund der Überfischung einiger Speisefischarten wie etwa Rotbarsch und Scholle stark verändern wird.

Inzwischen leiden viele traditionelle Fanggebiete (Nord- und Ostsee) an Überfischung. Intensiver Fischfang wird vor allem beim Thunfisch mit Hilfe von kilometerlangen Schleppnetzen praktiziert, die auch viele andere Fischarten (Delphine und kleine Wal- und Haiarten) in ihrer Existenz gefährden (Fischerei).

Fisch und Fischereiprodukte zählen zu den wertvollen Lebensmitteln, da sie fettarm, aber reich an hochwertigem Eiweiß sind. Der jährliche Durchschnittsverbrauch eines Bundesbürgers lag 1990 bei 13,5 kg Fisch.
Der Rückgang des Fischkonsums ist mit ein Grund, weshalb der überwiegende Teil der Bevölkerung an Jodmangel leidet.
Fisch und Fischprodukte sind sehr leicht verderblich, so dass eine durchgängige Kühlkette und eine schnelle Verarbeitung gewährleistet werden muss. Mit der Fischverarbeitung und -kühlung ist somit ein hoher Energieaufwand verbunden.

Die vom Fisch aufgenommenen Schadstoffmengen schwanken je nach Herkunft sehr stark. Der Fisch steht am Ende einer langen Nahrungskette, in der sich bestimmte Schadstoffe
akkumulieren (Bioakkumulation). Besonders belastet sind Fische aus großen Flüssen und aus dem Bereich der Flussmündungen, besonders betroffen sind fette und alte Fische sowie Raubfische.
Starke Schwermetallbelastungen (Cadmium und Quecksilber) von Seefischen wurden in den sechziger Jahren aus Japan bekannt. Seit 1973 gibt es in Deutschland Quecksilbergrenzwerte (0,5 mg/kg bzw.
1 mg/kg) für bestimmte Fische. Für Arsen, Blei und Cadmium fehlen dagegen bis heute Grenzwerte, es sind lediglich unverbindliche Richtwerte festgelegt worden. In See- und Süßwasserfischen sind auch deutliche Mengen Dioxine und Furane nachgewiesen worden.

Die Richtlinien für Bio-Aquakulturen in Deutschland wurden von den ökologischen Anbauverbänden Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis in Abstimmung mit Experten und mit der weltweiten Dachorganisation IFOAM erarbeitet. Diese umfassen beispielsweise, dass die Haltung in künstlichen Behältern, der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, der Fischfang zum Zweck der Tierfutterherstellung, die vorbeugende Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen verboten ist. Daneben ist die Verfütterung von Öko-Futtermittel sowie eine artgerechte Tierhaltung Pflicht. Für Garnelen (Schrimps) gelten die gleichen Auflagen. Fisch ist bisher noch nicht in die EG-Ökoverordnung aufgenommen worden. Die europäischen Gremien arbeiten zurzeit an einer einheitlichen Richtlinie für Fisch unter Berücksichtigung verbandseigener Vorgaben. Deutsche Unternehmen wie beispielsweise die "Deutsche See" sind auch am Prozess beteiligt.

 

Autor: KATALYSE Institut

Fette

Organische Verbindungen, die aus Glycerin und Fettsäuren aufgebaut sind.

F. besitzen neben Speiseölen den höchsten Energiewert (38 kJ/g = 9 kcal/g) aller Lebensmittel. Die bekanntesten Fette sind Stoffgemische aus verschiedenen Fettsäuretriglyceriden, die aus Tieren gewonnen werden. Fette können aber auch aus Pflanzen oder teilweise aus der chemischen Industrie gewonnen werden.

Autor: KATALYSE Institut

Fertiggerichte

In Dosen verpackte oder tiefgekühlte Mahlzeiten (Tiefkühlkost), die nur noch erhitzt werden müssen.

F. sind meist hochverarbeiteteNahrungsmittel mit geringem ernährungsphysiologischen Wert. Durch ihre aufwendigen Einwegverpackungen stellen sie eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar.

Siehe auch: Fast Food

Autor: KATALYSE Institut

Fermentation

Bezeichnung für die biochemischen Stoffumwandlungen durch Mikroorganismen oder Enzyme, die für Produktionszwecke, v.a. zur Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln (z.B.: Bier, Wein, Ethanol, Backhefen, Essig, Joghurt), aber auch zur Gewinnung von Medikamenten (z.B. Penicillin) genutzt werden.

Einige Lebens- und Genußmittel (z.B. Tabak, Tee und Kaffee) werden zum Zwecke der Aromaentwicklung fermentiert. F.-Prozesse sind u.a. die alkoholische Gärung sowie die Milch- und Essigsäuregärung. Die großtechnische F. erfolgt in Fermentern (Bioreaktoren). Bei der F. kommen immer häufiger gentechnisch (Gentechnologie) manipulierte Mikroorganismen zum Einsatz.

F.-Technik: Methoden und Verfahren zur Kultivierung, Erhaltung, Pflege vom Mikroorganismen, die zur F. verwendet werden sowie die Bereitstellung von Impfkulturen, ihr steriler Transfer u.a.

Autor: KATALYSE Institut

Fast Food

(schnelles Essen) Kurzbezeichnung für alle gastronomischen Produkte, bei denen zwischen Bestellung und Erhalt der verzehrfähigen Mahlzeit nicht mehr als 10 Minuten vergehen.

Typische F.-Menüs wie Hamburger, Pommes frites, Würstchen oder Tiefkühl-Pizza sind kalorienreich, gleichzeitig jedoch arm an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen essentiellen Nährstoffen. Angeboten in aufwendigen Einwegverpackungen aus Pappe, Kunststoff, Styropor (Polystyrol) und Aluminium tragen sie in erheblichem Maße zum ständig steigenden Hausmüllaufkommen bei.

Autor: KATALYSE Institut

Fairer Handel

Der Faire Handel zielt auf Partnerschaft im Handel. Die im Fairen Handel tätigen Organisationen setzen auf Dialog, Transparenz, Respekt und mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel.

Fairer Handel verwendet die Mehrausgaben aus seinen Produkten für die Hilfe wirtschaftlich schwächerer Menschen. Sie kommt den P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, In einem komplexen Prozess, Photosynthese genannt, zerlegen diese Lebewesen mit Hilfe von Sonnenlicht und ihrer Blutfarbstoffe, vor allem den grünen Chlorophyllen, Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff.Photosynthese) oder mittels chemischer Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen. Energie (manche Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern. Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere Chemische Verbindungen werden unterteilt in anorganische und

Organische Verbindungen

organische Verbindungen auf. P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten direkt zugute kommen, so dass der Bezug zwischen der Leistung und dem Einkommen gewahrt bleibt. Fairer Handel ist heute v.a. bei Nahrungs- und Genussmitteln, teilweise auch bei Blumen verbreitet, die aus Herkunftsgebieten minderer Prosperität kommen, z.B. bei Kaffee aus Afrika. Mit dem fairen Handel sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den südlichen Ländern verbessert werden. Beim Fairen Handel, gibt es keine Zwischenhändler, d.h. die Produkte werden direkt von Kleinbauern oder Handelskooperationen bezogen und damit gezielt gefördert.

Auf der Einzelhandelsebene werden die Produkte sowohl in traditionellen Supermärkten als auch in beispielsweise siehe Festgeschriebenes Ziel der A. in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik, G. (General Agreement on Tariffs and Trade) ist eine Sonderorganisation der UNO, die die Rahmenbedingungen des Welthandels festlegt. Erklärtes Ziel ist es, durch Abbau von Handelshemmnissen den Welthandel zu fördern. GATT, Der R. ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde. Regenwald, Bevölkerungszunahme, W. sind im wesentlichen computergestützte Simulationen zukünftiger Entwicklungen auf der Erde. Weltmodelle, Der P. hat eine lange Tradition in Deutschland. 1919 lieferte die Fa. Bayer ihr erstes Pestizid nach Brasilien. Pestizidexport, grüne Revolution in der Dritten Welt, Der A. ist direkte Folge einer ganzen Reihe von Faktoren: Nach wie vor und ersten Ansätzen zum Trotz wird in Deutschland wie auch weltweit beim
Abfall vorwiegend auf Entsorgung statt auf Vermeidung gesetzt (Abfallvermeidung, Verpackungsverordnung). Abfalltourismus, Giftmüllexport, Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 – 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid-Problem, D. werden in Europa seit ungefähr 100 n. Chr. gebaut. Sie dienten ursprünglich vor allem dem Schutz der Marschen und seiner Bewohner vor dem Meer. Deichbausiehe Agrarpolitik, GATT, Regenwald, Bevölkerungszunahme, Weltmodelle, Pestizidexport, grüne Revolution in der Dritten Welt, Abfalltourismus, Giftmüllexport, Kohlendioxid-Problem, DeichbauDritte Welt-Läden verkauft, die sich auf Handel mit solchen Produkten spezialisiert haben. Die Markeninhaber betreiben Zertifizierungsstellen, die die Einhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Anforderungen garantieren. Das Zertifikat "Fair-Trade-Siegel" bürgt für die Einhaltung der Standards, wie z. B. Mindestlöhne oder Verbot der Kinderarbeit. Einer Umfrage zufolge kaufen 5,4 Prozent der Befragten regelmäßig fair gehandelte Produkte.

Der Faire Handel soll nicht als Entwicklungshilfe verstanden werden, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Hauptvertreter von Organisationen und Institutionen des fairen Handels in Deutschland sind der Transfair e.V. und die Gesellschaft zur Förderung der Dritten Welt mbH (gepa). Die Organisationen setzen sich für eine nachhaltige Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein und engagieren sich in Kampagnen mit dem Ziel, die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu verändern.

Die P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten erhalten, neben einer langfristigen Abnahmegarantie einen Mindestpreis für ihre Produkte, der deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Dieser ist so kalkuliert, dass die Lebenshaltungskosten gedeckt werden können. Darüber hinaus wird zusätzlich eine Fairtrade Prämie bezahlt, die in soziale Projekte investiert werden kann.

Über die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Investition wird demokratisch abgestimmt. Beispiele hierfür sind: Sozialprojekte wie Schulen, Apotheken oder Investitionen in die Genossenschaft zur Anschaffung von Traktoren. Die Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) überprüft regelmäßig, ob die Mittel im Sinne des Beschlusses eingesetzt werden.

Der faire Handel steht außerhalb der großen konventionellen Handelsbeziehungen, sein Marktanteil ist in vielen Bereichen verschwindend gering (unter einem Prozent), erfreut sich aber z.B. im Bereich Kaffee und Schokolade zunehmender Beliebtheit.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
http://www.wikipedia.de
http://www.naturkost.de
http://www.fair-feels-good.de
http://www.gepa3.de
http://www.ilexikon.com/Fairer_Handel.html

Autor: KATALYSE Institut

Gefriergeraete

G. belasten die Umwelt durch Stromverbrauch und FCKW-Freisetzungen (Ozonabbau).

Darüber hinaus ist Tiefkühlkost aufgrund energieaufwendiger Verarbeitung, Lagerung und Transporte das energieintensivste Nahrungsmittel überhaupt. G. gehören zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Energieverbrauch. Je nach Güte der Isolation verbrauchen K. unterschiedlich viel Energie, wobei sparsame Geräte nicht nur die Umwelt schonen (Strom, Kraftwerk), sondern auch Geld sparen (Haushaltsgeräte).

Zur FCKW-Problematik: Kühlschrank
Tips zum Stromsparen: Keine warmen Speisen einfrieren, unnötiges Öffnen vermeiden, Wandabstand zum Wärmetauscher (Metallgitter) mindestens 10 cm, regelmäßiges Säubern des Wärmetauschers, Aufstellung an möglichst kühlem Ort (auf keinen Fall neben dem Herd), evtl. zusätzliche Wärmedämmung anbringen und auf defekte Türdichtungen achten (insbesondere bei Gefrierschränken).

Gefrierschränke verbrauchen bei gleichem Volumen etwa 50% mehr Energie als Gefriertruhen (Haushaltsgeräte). Truhen sind i.d.R. deutlich besser isoliert als Gefrierschränke und beim Öffnen geht erheblich weniger Kälte verloren (dies gilt auch für defekte Türdichtungen älterer Geräte).

Siehe auch: Stromverbrauch

Autor: KATALYSE Institut

Frequenz

Bei sich periodisch wiederholenden Vorgängen gibt die F. die Zahl der Schwingungen pro Zeit an.

F. ist der reziproke Wert der Zeitdauer einer vollen Schwingung: F. = 1/Zeitdauer, Einheit: Hertz (Hz) = 1/s.
Beispiele: Elektromagnetische Strahlung hat je nach ihrer F. höchst unterschiedliche Wirkung auf den Menschen; Schall.

Autor: KATALYSE Institut