Metallindustrie

In der M. fallen erhebliche Mengen an Abfallstoffen (Sonderabfälle) und z.T. sehr giftige Abwässer in Metallbeizereien, in Eloxalbetrieben (Aluminium) und in Galvanikbetrieben (Galvanisieren) an.
Ganz ähnliche Abwässer finden sich auch in der Elektroindustrie und in derElektronikindustrie, da dort z.T. die gleichen Arbeitsgänge auftreten.

Beizereien: Zum Entfetten werden Lösemittel, u.a. chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) verwendet, die nach Gebrauch entsorgt werden müssen (Sonderabfälle, Verbrennung auf hoher See). Beim Beizen fallen zwischen 10 und 30 kg/t Eisen an salzsäure- oder schwefelsäurehaltigen Bädern an (Chlorwasserstoff, Schwefelsäure).
Eloxalbetriebe: Beim Korrosionsschutz von Aluminium mit dem Eloxal-Verfahren fallen ebenfalls CKW zur Entfettung sowie säure- und fluoridhaltige Bäder an (Fluor). Bei der Neutralisation dieser Bäder entstehen Schlämme, die als Sonderabfälle deponiert werden müssen.
Galvanikbetriebe: In Galvanikbetrieben fallen v.a. chromat- und cyanidhaltige Abwässer an, die hochgiftig sind und entgiftet sowie neutralisiert werden müssen (Chrom). In den drei genannten Bereichen kann die Abwassersituation durch Kreislaufführung von Wasser sowie die Wiedergewinnung von Wertstoffen erheblich verbessert werden.

Lit.: Institut Fresenius u.a. (Hrsg.): Abwassertechnologie, Berlin 1984

Autor: KATALYSE Institut

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