Umweltpolitik

U. als eigenständigen Politikbereich gibt es in der BRD seit Beginn der 70er Jahre.

1972 veröffentlichte die Bundesregierung ihr erstes Umweltprogramm, in welchem bis heute gültige Ziele und Grundsätze (Vorsorgeprinzip, Kooperationsprinzip, Bundesimmissionsschutzgesetz) festgelegt wurden. Die ersten 10 Jahre deutscher U. bestanden hauptsächlich in der Erarbeitung von Grundinformationen (1974: Gründung des Umweltbundesamtes) und der Verabschiedung einzelner, medienbezogener Umweltschutzgesetze, die die schlimmsten Umweltbelastungen mindern und vorsorgend wirken sollten. Die Diskussionen zu Beginn der 80er Jahre waren geprägt von einer Kritik an der medial orientierten (also auf die Bereiche Wasser, Luft, Lärm bezogenen) U., der die Bundesregierung mit einem sog. "Aktionsprogramm Ökologie" und entsprechenden Umorganisationen des Innenministeriums begegnen und ein umfassenderes Konzept entgegensetzen wollte. Bevor dieses Programm Konturen annahm, setzte der Regierungswechsel von 1982 neue Akzente. Seither versuchen Umweltpolitiker sog. marktwirtschaftliche Instrumente in die Umweltgesetzgebung einzubauen (Umweltabgaben, Umweltzertifikate, Bubble-(Kompensations-)Politik).
Zu den Instrumenten gehören u.a.: Verbote (Einleitungsverbot für bestimmte Stoffe), Gebote (Verwertungsgebot), Genehmigungsverfahren, Zulassungspflicht (für Pflanzenbehandlungsmittel), Anmeldepflicht für neue Chemikalien (Chemikaliengesetz), Deklarationspflicht (Lebensmittelzusatzstoffe), Abgaben (für Abwassereinleitungen, Abwasserabgabengesetz), Festsetzung von Grenzwerten (für Emissionen, Immissionen, TA Luft), Festsetzen von Richtwerten (Rückstände in Lebensmitteln), Umweltverträglichkeitsprüfung, Ausweisen von Schutzgebieten (Naturschutzgebiete), Bewirtschaftungspläne (Wasserhaushaltsgesetz), Kooperationen (Branchenabkommen) und Sanktionen (Umweltstrafrecht).
Welche Instrumente wo eingesetzt werden, ist in den jeweiligen Bundes- und Landesgesetzen festgelegt. Die genaue Ausgestaltung (z.B. Höhe der Grenzwerte) wird zumeist mit Hilfe von Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften geregelt. Auf der kommunalen Ebene sind es Satzungen, mit denen die örtlichen Gebietskörperschaften ihre Rechtssetzung mit allgemein-verbindlicher Wirkung beschließen. Bebauungspläne werden als Satzung beschlossen, aber auch die Müllabfuhrtarife, ein Verbot von Streusalzanwendung (Streumittel) auf Gehwegen oder Baumschutzsatzungen sind kommunales Recht.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltpolitik in Japan

Japanische Umweltpolitik wird als technokratisch-aktiv (Weidner) bezeichnet, was bedeuten soll, daß sie mit systemstabilisierenden, ökonomisch rationalen und technokratisch intelligenten Mitteln arbeitet.

Sie unterscheidet sich von der deutschen Umweltpolitik hauptsächlich dadurch, daß andere Steuerungsinstrumente im Mittelpunkt stehen.
Ein Minimum an Gesetzen und Reglementierungen wird ergänzt durch freiwillige Vereinbarungen zwischen Kommunen, staatlichen Stellen oder Privaten (z.B. Umweltgruppen) mit emittierenden Unternehmen. Die japanische Gesellschaftsordnung bedingt, daß die Vereinbarungen von der Öffentlichkeit überwacht und von den Unternehmen eingehalten werden.
Effektiver Rechtsschutz

Autor: KATALYSE Institut

Umweltprobenbank

Sammelstelle, die Proben von Wassertieren, Nahrungsmitteln, Böden und menschlichem Gewebe einlagert.

In Zukunft können durch vergleichende Untersuchungen an eingelagerten und frisch entnommenen Proben Langzeitschäden und Schadstoffanreicherungen besser nach Ursache und Wirkung beurteilt werden. In Deutschland werden zwei U. des Bundes betrieben. Bei der KFA Jülich werden Umweltproben und in Münster Humanproben gesammelt.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltleitlinien der Chemischen Industrie

Herausgegeben vom Verband der Chemischen Industrie (VCI). Vor der Brandkatastrophe von Sandoz erarbeitet, aber erst danach großangelegt veröffentlicht.

Eine Sammlung von Halbwahrheiten, Auslassungen und Beschönigungen, wie es für eine Reklameschrift nicht anders zu erwarten ist. Die zentrale Leitlinie der U., an der der Wert der Aussagen zu messen sein wird, ist: "Wenn es die Vorsorge für Gesundheit und Umwelt erfordert, wird sie ungeachtet der wirtschaftlichen Interessen auch die Vermarktung von Produkten einschränken oder die Produktion einstellen. Dies gilt auch für die sog. Altstoffe, wobei die Bewertung in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Behörden und Berufsgenossenschaft erfolgt." Aus eigenem Antrieb ist bezüglich dieses Punktes bisher noch nichts geschehen!

Autor: KATALYSE Institut

Umweltdatenbanken

Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes führt seit einigen Jahren sowohl zu einem erhöhten Bedarf nach umweltrelevanter Information, als auch zur Notwendigkeit, die anfallenden Daten zu selektieren, zu speichern und wieder verfügbar zu machen.

Elektronische Datenbanken können hierbei leistungsfähige Hilfsmittel sein. Weltweit gibt es inzwischen rund 5.000 öffentlich zugängliche Datenbanken, Tendenz steigend. Der Anteil der Datenbanken mit Umweltinformationen beträgt mit 475 im Februar 1992 laut CUADRA/Elsevier fast 10%. Trotz umfangreicher Bestrebungen der Bundesregierung (BMFT-Fachinformationsprogramme 1985-1988 und 1990-1994), externe Datenbanken einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen, bleibt die Nutzung auch weiterhin größtenteils Sache von Informationsfachleuten. Neben dem nötigen Know-how im Umgang mit Datenbanken müssen eine Reihe von technischen (Computer, Modem, Kommunikationssoftware) und organisatorischen (Verträge mit Datenbankanbietern, Telekom) Voraussetzungen erfüllt sein, die eine nicht zu unterschätzende Einarbeitungszeit und Investition erfordern. Bei geringfügiger Nutzung sind Recherchen in U. demnach keine praktikable Alternative zur konventionellen Literaturbeschaffung. Besteht jedoch ein erhöhter Informationsbedarf, oder geht es um sehr spezifische Fragestellungen, kann durch eine Eigen- bzw. Auftragsrecherche eine Menge Zeit eingespart werden.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltengel

siehe Umweltzeichen.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltethik

U. oder auch ökologische Ethik ist im Kontext der gefühlsmäßigen Betroffenheit über zunehmende Naturzerstörung entstanden und setzt sich mit Wertvorstellungen auseinander, die den Umgang mit der außermenschlichen Natur betreffen, versucht also den Prozeß der menschlichen Naturaneignung an ethische Normen zu binden.

Dazu muß geklärt werden, ob dem Menschen (anthropozentrischer Ansatz), allen Lebewesen (biozentrischer Ansatz) oder der belebten und unbelebten Natur (holistischer oder ökozentristischer Ansatz) ein eigenständiger Wert zugesprochen werden soll.
Beim anthropozentrischen Ansatz, dem im Prinzip die gesamte ethische Tradition zuzurechnen ist, wird Natur nur in ihrer Beziehung zum Menschen thematisiert. Daß der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtung steht, heißt nicht, daß Natur auf einen Gegenstand technischer Manipulation bzw. den Aspekt der Nutzbarkeit reduziert werden muß. Bei diesem Ansatz würde z.B. die ästhetische Dimension der Natur, die von den Vertretern des holistischen Ansatzes als stärkstes Argument für den Selbstzweckcharakter der Natur angeführt wird, jedoch nur als Wert für den Menschen und nicht als Wert an sich thematisiert werden. "Wo immer der Mensch in eine ästhetische Beziehung zur Natur tritt, wo er Natur als schön erlebt, ist die Natur durch einen spezifischen Zug von Autonomie, Selbständigkeit wenn nicht gar Selbstgenügsamkeit gekennzeichnet ..., nur in den Aspekten, in denen sie nicht unmittelbar funktional ist, vermag Natur schön zu sein... So sehr die Natur innerhalb der ästhetischen Sichtweise als Subjekt, als An-Sich erscheint, so ist dieser Selbstzweckcharakter objektiv doch bloßer Schein" (Birnbacher). Natur ist Ressource in dem Sinn, daß sie ästhetisch-erotische Besetzung erlaubt.
Trotz aller Orientierungslosigkeit und dem Bedürfnis nach einem anderen Umgang mit der Natur können die Normen desselben aus der Natur selbst bzw. der Beschreibung ihrer Strukturen und Prozesse nicht abgeleitet werden. Auch wenn man von der Natur lernen kann, sind Achtung, Zurückhaltung, Schonung und Vorsorge keine natürlichen Züge von Lebewesen, sondern kulturell vermittelte Werte. "Die außermenschliche Natur prämiert ausschließlich das Überleben. Überleben ist aber eine allzu schmale Wertbasis für die Ethik" (Birnbacher).

Autor: KATALYSE Institut

Qualifikation

Eine Qualifikation wird durch (Fort-)Bildung erreicht und bezeichnet den Aufstieg in eine begrenzte Gruppe, durch die Erbringung einer definierten Leistung.

Eine Qualifikation beschreibt die Fähigkeit einer Person, eine bestimmte Tätigkeit regelmäßig auf einem gewissen Niveau ausführen zu können. Im Sport bezeichnet man Vorausscheidungen für ein Turnier oder Wettbewerb. Auch innerhalb eines Turniers spricht man gelegentlich von der Qualifikation für die nächste Runde.

Heute wird im Bereich der Bildung auch häufig von der Vermittlung von Schlüsselqualifikation gesprochen. Damit sollen Menschen auf dem Arbeitsmarkt befähigt werden, berufliche, gesellschaftliche und individuelle Probleme selbständig zu lösen.

Dazu gehören beispielsweise Kommunikations- und Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft, analytisches und strukturierendes Denken sowie konzeptionelle und organisatorische Fähigkeiten.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltfaktoren

Autor: KATALYSE Institut

Umweltfreundliche Produkte

U. ist eine umweltpolitische Handlungsmöglichkeit für die öffentliche Hand und private (Groß-)Beschaffer.

Die öffentliche Hand (Kommunen, Länder, Bundeseinrichtungen) besitzt für bestimmte Produktgruppen ein Nachfragemonopol (z.B. kommunale Nutzfahrzeuge), für andere stellt sie immerhin ein bedeutender Großabnehmer (z.B. Papier, Hoch- und Tiefbaubedarf,
Reinigungsmittel) dar. Diese Marktmacht soll gezielt zugunsten umweltschonender Produkte und Verfahren eingesetzt werden, wobei der öffentlichen Hand eine Vorreiterrolle zukommt. Erwartet wird, daß die Produkte dadurch technologisch gefördert und ökonomisch günstiger produziert werden können.
Nach der 1984 novellierten "Verdingungsordnung für Leistungen" ist sichergestellt, daß die Umweltverträglichkeit von Produkten bei den Ausschreibungskriterien einbezogen und bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden sollen.
In allen Bundesländern sind inzwischen Erlasse zur U. in Kraft, zahlreiche Kommunen sind mit Ratsbeschlüssen, Dienstanweisungen u.ä. gefolgt. Die Bundesländer verankern zunehmend in ihren Landesabfallgesetzen, eine Verpflichtung für alle Behörden, "abfallarm" zu beschaffen. Dies stellt die bisher gültige gesetzliche Verpflichtung zur U. dar.

Autor: KATALYSE Institut

Proton

Elektrisch positiv geladenes Elementarteilchen, dessen Masse mit der eines Neutrons nahezu übereinstimmt.

P. bilden zusammen mit den Neutronen den Atomkern, der zusammen mit den Elektronen das Atom darstellt. Das einfachste Atom, das Wasserstoff-Atom, besteht aus einem P. und einem Elektron.
Energiereiche P.-Strahlen werden benutzt, um künstliche Isotope herzustellen.

Autor: KATALYSE Institut

Proteomik

In den 1990er Jahren wurden die Begriffe Proteomik und Transkriptomik geschaffen, hinter denen sich neue Techniken und Methoden in Forschung und Diagnostik durch Automatisierung und Einsatz von Chiptechnologie verbergen.

In der Molekularbiologie werden ständig neue, stark verfeinerte Methoden entwickelt, mit deren Hilfe man schnellere und genauere Forschungsergebnisse erzielen kann. In Anlehnung an den Begriff Genom – der Gesamtheit der Gene eines Lebewesens – ist ein Proteom die Gesamtheit der Proteine (Eiweiße), die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Organismus vorhanden sind. Ein Transkriptom ist die Gesamtheit der messenger-RNA (mRNA), die zu einem bestimmten Zeitpunkt von aktiven Genen erzeugt wird. Im Unterschied zu den Genen, die in jeder Zelle eines Individuums gleich und immer vorhanden sind, ist die Protein- und RNA-Zusammensetzung in jeder Körperzelle verschieden und verändert sich ständig, abhängig von der Art und der Aktivität der Zelle. Eine Nervenzelle beispielsweise hat somit einen anderen Protein- und RNA-Gehalt als eine Leber- oder Muskelzelle. Das Transkriptom ist für jede Zellart verschieden, da die Zelle ständig andere Proteine braucht, um ihren Stoffwechsel zu bewerkstelligen.

Transkriptom und Proteom sind eng gekoppelt. An einem aktiven Gen wird im Zellkern mRNA erzeugt, die mRNA verlässt den Zellkern und im Zellplasma wird mit dieser das entsprechende Protein zusammengesetzt (Translation).

Transkriptomik und Proteomik schließlich sind die Fachgebiete, die sich mit Protein- und mRNA-Zusammensetzung in Zellen befassen oder, anders ausgedrückt, die Wissenschaft von Protein- und mRNA-Gehalt einer Zellart. Mit Transkriptomik und Proteomik können also momentane Zustände in einer Zelle dargestellt werden: welche Gene aktiv sind, welche und wie viel RNA und welche Art von Proteinen und in welcher Konzentration gebildet wurden. Dieses Wissen gibt u. a. Aufschluss über Schädigungen von Zellen bei bestimmten Krankheiten oder auch Veränderungen in Zellen durch schädliche Einflüsse auf die Zellen von außen.

Autor: KATALYSE Institut

Projekt

Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert.

Von einem Projekt kann gesprochen werden, wenn:

  • es klar formulierte, konkrete Projektziele gibt.
  • das Projekt an einem festen Termin beginnt und an einem geplanten Termin endet.
  • das Budget (Kosten, aufzuwendende Arbeitszeit) zu Beginn des Projektes geplant wird.
  • es für das Projekt eine eigenständige Projektorganisation gibt.
  • im Projekt planmäßig und systematisch vorgegangen wird.
  • es eine neuartige komplexe Aufgabe ist.

Autor: KATALYSE Institut

Produzenten

P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf.

P. wandeln Lichtenergie oder chemische Energie in Nahrungsenergie um. Alle anderen Organismen (= heterotrophe Organismen) leben von der Primärproduktion.
Ökosystem

Autor: KATALYSE Institut

Produktionsfaktoren

P. sind Güter, die zur Produktion anderer Güter eingesetzt werden, sog. produzierende Produktionsmittel.

Die klassischen P. der Volkswirtschaftslehre sind Arbeit, Boden und Kapital. In letzter Zeit werden jedoch auch Faktoren wie unternehmerische Leistung, Umwelt und Energie als betriebliche P. diskutiert (Betriebswirtschaftslehre).

Autor: KATALYSE Institut

Prisma

siehe Lichtlenkung

 

Autor: KATALYSE Institut

Umweltwärme

U. ist die natürlich gespeicherte Sonnenwärme (Globalstrahlung) in Oberflächenwasser, Erde und Luft oder die natürliche Wärme des Grundwassers bzw. der Erdwärme in tieferen Schichten.

I.d.R. fällt U. auf niedrigem Temperaturniveau an und kann über Wärmepumpen unter Zuführung von hochwertiger Energie (z.B. mechanischer Antriebsenergie) auf höherem Temperaturniveau direkt nutzbar gemacht werden.
U. auf mittlerem Temperaturniveau: Geothermische Energie

Autor: KATALYSE Institut

UNEP

(United Nations Environmental Program) Die UNEP ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN) und wurde 1972 gegründet.

Ihr gehören 136 Staaten an, der Verwaltungsrat setzt sich aus 58 von der UN-Generalversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Sitz der Institution ist Nairobi. Ziel ist die Koordination der Umweltschutzmaßnahmen der Vereinten Nationen, die Hauptbemühungen gelten z.Z. der Bekämpfung des Treibhauseffektes.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltticket

U. werden in mehreren deutschen Städten solche Monatskarten für öffentliche Verkehrsmittel genannt, die besonders kostengünstig sind und zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel animieren sollen. U. sind meist übertragbar.

Dem Beispiel Basels folgend, führte Freiburg Mitte der 80er Jahre als erste deutsche Stadt ein U. ein. Inzwischen beteiligen sich Freiburg und umliegende Landkreise an der "Regiokarte", die für das größte Tarifgebiet des öffentlichen Personennahverkehrs in Westdeutschland gilt.

Autor: KATALYSE Institut

Umwelttelefon

Zahlreiche Städte, Landesministerien und Umweltbehörden haben U. als erste Anlaufstelle für Bürgeranfragen eingerichtet.

Die Bürger können Beschwerden vortragen, Fragen stellen, Anregungen geben. Sofern eine Umweltberatung vorhanden ist, werden U. meist dort integriert. Z.T. wird unter U. auch die Einrichtung verstanden, unter einer festen Nummer wochen- oder monatsweise Umweltinformationen vom Band abrufen zu können. Geschätsstellen und Büros vieler Bürgerinitiativen und Umweltverbände erfüllen als Anlaufstelle für Umweltprobleme ähnliche Funktionen wie U.. Für Lärmprobleme wurden z.T. eigene Lärmschutztelefone eingerichtet.

Autor: KATALYSE Institut

ppm, ppb, ppt

Angaben für sehr geringe Stoffkonzentrationen.

1 ppm (parts per million) = 1 Millionstel = 0,000.1% = 1 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) bzw. 1 Milliliter pro Kubikmeter (ml/m3);
1 ppb (parts per billion) = 1 Milliardstel = 0,000.000.1% = 1 mycrog/kg bzw. 1 mycrol/m3;
1 ppt (parts per trillion) = 1 Billionstel = 0,000.000.000.1% = 1 ng/kg bzw. 1 nl/m3.
Ob die Angaben in p. gewichts- oder volumenbezogen sind, hängt vom jeweiligen Kontext ab.

Autor: KATALYSE Institut

P. ist ein zur Gruppe der Polyvinylester gehörender, geruch- und geschmackloser, witterungsbeständiger Kunststoff, der durch Polymerisation von Vinylacetat entsteht.

Ob P., das selbst als nicht giftig gilt, umweltbelastend wirkt oder nicht, hängt von den Zusatzstoffen ab (Kunststoffe). P. ist zugelassen als Bestandteil von Kaugummimassen, als Teppichrückseitenbeschichtung, als Käsebeschichtung, zur Papierherstellung u.a. P., das in Form von Dispersionen ins Abwasser gelangen kann, wird dort nur sehr langsam abgebaut (Abbau).

Autor: KATALYSE Institut

Polytetrafluorethylen

PTFE ist ein durch Polymerisation von Tetrafluorethylen entstehender, sehr kälte-, wärme- und chemikalienbeständiger, nichthaftender und selbstschmierender Kunststoff. Handelsprodukte sind u.a. Teflon und Hostaflon.

Hauptanwendungsgebiete sind Beschichtungen, Auskleidungen und Dichtungen im chemischen Apparatebau, Flugzeugbau und Raumfahrtindustrie sowie Spezialtextilien (z.B. Goretex) und Haushalt.

PTFE ist bei bestimmungsgemäßen Gebrauch gesundheitlich unbedenklich und wird aufgrund seiner Eigenschaften u.a. zur Beschichtung von Kochgeräten und Bratpfannen verwendet. PTFE ist zwischen -200 Grad C und +260 Grad C einsetzbar.

PTFE-beschichtete Pfannen dürfen nicht überhitzt werden, was v.a. an zerkratzten Stellen geschehen kann. Bei Temperaturen über 360 °C zersetzt sich Teflon und bildet giftige, fluorierte Verbindungen und Partikel, die in schweren Fällen zu Bronchiopneumonie und Lungenödem führen können. Bei geringeren Konzentrationen kann sich nach mehrstündiger Latenzzeit ein grippeartiges Kranksheitsbild ergeben (Teflonfieber). Für die Bildung von Zersetzungsprodukten aus PTFE, die für Ratten tödlich sind, sind Temperaturen von 425 bis 450 °C notwendig. Eine 15-minütige Inhalation von ultrafeinen PTFE-Partikeln verursacht bei Ratten schwere Lungenschädigungen.

Jahrzehntelang wurden Gesundheitsrisiken durch die Hersteller wie DuPont verschwiegen, die bei der Teflon-Herstellung durch den Grundstoff Perflouroktansäure (PFOA) auftreten können. Kinder von Arbeiterinnen aus der PTFE-Herstellung, die dem Stoff  PFOA ausgesetzt waren, erlitten häufiger Missbildungen. PFOA ist bei Ratten krebserregend. Grenzwerte für die Verwendung gibt es nicht. PFOA baut sich wie PCB und Dioxin nicht ab; der menschliche Körper benötigt daher Jahre, um es auszuscheiden.

Ein erhebliches Umweltproblem stellt PTFE in der Entsorgung dar, da die freigesetzten Emissionen bei der Verbrennung die Umwelt belasten.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltschutzpapier

Als U. wird zu 100% aus Altpapier hergestelltes, nicht de-inktes (De-Inking-Verfahren), ungebleichtes und ohne Neufärbung hergestelltes Recyclingpapier bezeichnet (Zellstoffbleiche).

Um den Frischwasserverbrauch möglichst gering zu halten, wird das als Rohstoff verwendete Altpapier im geschlossenen Kreislauf ohne Zugabe von chemischen Binde- und Lösemitteln aufgelöst und gereinigt. Z.Z. ist U. nur in wenigen Qualitäten erhältlich.
Da der Begriff U. nicht rechtlich geschützt ist, bezeichnen auch einige Anbieter von de-inktem Papier ihr Produkt als U..
Chlorfreies Papier

Autor: KATALYSE Institut