Batterien

Zusammenschaltung mehrerer gleichartiger technischer Geräte (Strom-, Spannungsquellen, Kondensatoren).

Üblicherweise auch allgemeine Bezeichnung für einzelne elektro-chemische Energiespeicherzellen (Chemischer Speicher). Sie enthalten chemische Energie, die beim Entladen in Form von elektrischer Energie abgegeben wird. Die Grundbausteine sind zwei Elektroden aus unterschiedlichen Materialien und einer geeigneten elektrisch leitfähigen Flüssigkeit oder Paste (Elektrolyt). Die sich zwischen den Elektroden aufbauende Spannung ist abhängig von der Wahl der Elektrodenmaterialien. Häufig verwendete Systeme sind:

Alkali-Mangan-Batterien, Lithium-Batterien, Quecksilberoxid-Batterien, Silber-Luft-B., Zink-Kohle-B., Zink-Luft-B.. Die genannten Systeme sind nach Gebrauch nicht wiederaufladbar und werden daher als Primärbatterien bezeichnet. Man darf auf keinen Fall versuchen, Primär-B. aufzuladen, da der Elektrolyt auslaufen oder die B. sogar explodieren kann. Aufladbare B. heißen Akkumulatoren.

Bei Gebrauch von B. ist darauf zu achten, daß sie vollständig entladen werden oder im entladenen Zustand zu lange gelagert werden. Besonders bei Zink-Kohle-B. besteht die Gefahr des Auslaufens. Daher immer einen kompletten B.-Satz eines Gerätes bei deutlicher Leistungsabnahme wechseln (nie einzelne B. eines Satzes wechseln!) oder bei längerer Nichtbenutzung eines Gerätes B. herausnehmen. Neuerdings ist auf Primär-B. ein Datum aufgeprägt, welches bei richtiger Lagerung (+15 bis +25 Grad C) den Zeitpunkt angibt, zu dem der Hersteller noch eine volle Leistungskapazität garantiert.

B. bilden einen Großteil des Metallabfalls in unseren Haushalten (Hausmüll). Daher empfiehlt es sich, auch alle anderen B.-Typen aus dem Hausmüll ferzuhalten und sie einer gesonderten Batterie-Entsorgung zuzuführen.
Die größte Gesundheitsgefährdung geht von B. aus, wenn sie verschluckt werden (besonders darauf achten, daß kleine Bauformen z.B. Knopfzellen nicht in Kinderhände gelangen).

Die schützende Umhüllung kann sich im Magen auflösen, so daß der Inhalt schwere Vergiftungen oder Verätzungen bewirkt. Sollte eine B. dennoch verschluckt werden, auf keinen Fall warten bis sie über den normalen Weg ausgeschieden wird. Sofort durch Erbrechen versuchen sie aus dem Körper zu entfernen und auf jeden Fall einen Arzt benachrichtigen.

Autor: KATALYSE Institut

Backofen- und Grillreiniger

Aggressive Spezialreiniger (Reinigungsmittel) zur Entfernung verkrusteter Speiserückstände.

Neben den schmutz- und fettlösenden Tensiden beruht ihre Wirkung auf der Fett- und Eiweißspaltung durch starke Basen (Natriumhydroxid, organische Amine) und der Gegenwart von Lösemitteln (insbesondere Butylglykol). Entsprechend sind diese Produkte hoch alkalisch (pH-Wert bis 14) und ätzend. Besondere Gefahr geht von B. bei der Anwendung als Aerosol (Spraydosen) aus.

Backofen- und Grillreiniger sollten grundsätzlich vermieden werden. Handlungsalternativen wären Einweichen der möglichst noch frischen, warmen Verschmutzungen mit alkalischer Schmierseife (Seife) oder einem Speiseöl und nachfolgende Behandlung mit Scheuermitteln.

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Ätznatron

Natriumhydroxid

Autor: KATALYSE Institut

Ätzkali

Natriumhydroxid

Autor: KATALYSE Institut

Äthylen

Ethylen

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Äther

Ether

Autor: KATALYSE Institut

Äthanol

Ethanol

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Asphalte

A. sind Gemische aus Bitumen und Mineralstoffen.

Genaue Definition in DIN 55946. Feste, braunschwarze, matte bis fettglänzende Stücke von muscheligem Bruch.

Reine A.: Gemenge hochvernetzter Kohlenwasserstoffe mit geringem Gehalt an Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel.

Natur-A. entstehen durch Verdunsten leichtflüchtiger Bestandteile des Erdöls und Verfestigung der Rückstände.
Künstliche A. entstehen durch Erhitzen (ca. 190 Grad C) von Erdölrückständen mit Luft oder Wasserdampf, der sog. geblasene A. muß vor der Verarbeitung erneut geschmolzen werden.

Verwendung: zum Asphaltieren von Straßen (genormte Gemenge mit Kies, Sand und Schotter), hohe Festigkeit, gute Elastizität und Widerstandfähigkeit gegen Wasser, Herstellung von Dachpappen, in wasserfesten Lacken.
Längerer Hautkontakt verursacht Hauterkrankungen (Dermatitis, Keratosen).

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Arsen

A. ist ein weitverbreitetes Halbmetall, das sich weltweit in fast allen Umweltmedien nachweisen lässt. Belastungen der Umwelt sind v.a. auf die Verarbeitung von arsenhaltigen Erzen und Metallen zurück zuführen. Arsen wird zur Herstellung von Glas- und Keramik, bei Blei- und Kupferlegierungen und der Produktion von Mikrochips eingesetzt.

Chemisches Element der V. Hauptgruppe, Symbol As, Ordnungszahl 33, kommt in mehreren Modifikationen vor, deren Dichten zwischen 1,97 und 5,73 g/cm3 liegen.

Zur Beurteilung der Toxizität von Arsenverbindungen:
1. Anorganisches A (III/V).: Mittelhohe Toxizität. Die krebserregende Wirkung von A.-Verbindungen ist sowohl bei oraler als auch inhalativer Aufnahme eindeutig beim Menschen bewiesen. Es können v.a. Hauttumore, bei inhalativer Aufnahme Tumore an Bronchien auftreten. Weiterhin wirken diese Verbindungen teratogen.
2. Organische A.-Verbindungen (Arsenobetain, Arsencholin = sog. Fischarsen): Geringe Toxizität.
3. Arsenwaserstoff: Hochtoxisches Gas

A. wird in der Nahrungskette angereichert, z.B.in Muscheln, Garnelen oder Fisch. So werden die Aufnahmemengen von A. in Deutschland hauptsächlich durch den Fischkonsum bestimmt. Ohne Fischverzehr liegt die tägliche A.-Aufnahmemenge zwischen 1 und 10 µg/Tag, während bei Fischverzehr die Werte auf 100 bis 300 µg/Tag ansteigen können.

Der Grenzwert für Trinkwasser in Deutschland liegt bei 10 µg/Liter ist toxikologisch begründet und 1996 von 40 µg/Liter abgesenkt. Für

Mineralwasser gilt dagegen immer noch ein Grenzwert von 50 µg/Liter.

Autor: KATALYSE Institut

Aromaten

A. ist eine Sammelbezeichnug für aromatische Kohlenwasserstoffe, die als Grundkörper einen Kohlenwasserstoff der Summenformel C6H6 enthalten (Benzol).

Der Name Aromat rührt daher, daß im Verlauf des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Verbindungen dieses Grundgerüsts isoliert wurden, die als gemeinsames Merkmal einen aromatischen Geruch hatten. Man gab ihnen die Klassenbezeichnung aromatisch, wenn sie in bestimmten Eigenschaften dem Benzol ähnlich sind.

Zahlreiche A. sind krebserregend, z.B. Benzol,
Benzo[a]pyren oder polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Aromatische Kohlenwasserstoffe wie Xylol, Toluol und Ethylbenzol werden vielfach als Lösemittel in Beschichtungsstoffen, Klebern und Verdünnern eingesetzt. Der Kfz-Verkehr ist eine wichtige Quelle für A. in der Außen- und Innenraumluft.

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Äquivalentdosis

Die Äquivalentdosis ist ein Maß für die vom Organismus absorbierte Strahlungsenergie, das die biologische Wirksamkeit verschiedener Strahlungsarten auf Organismen berücksichtigt.

Die Äquivalentdosis ist in Zusammenhang mit
Strahlenbelastung und Strahlenschäden von Bedeutung (Kollektivdosis).

Autor: KATALYSE Institut

APG

Alkylpolyglucoside

Autor: KATALYSE Institut

APEO

Alkylphenolethoxylate

Antitoxine

Antikörper (Allergie) mit der Fähigkeit, Gifte mikrobieller, pflanzlicher, tierischer Herkunft in der Blutbahn oder außerhalb des Körpers zu binden und zu neutralisieren.

A. befinden sich z.B. in Schlangenseren, die nach einem Schlangenbiß gegeben werden.

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Antimontrioxid

A. (Sb203), auch als Antimonweiß bezeichnet, ist ein weißes, wasserunlösliches, kristallines Pulver.

Es färbt sich beim Erhitzen gelb und wird beim Abkühlen wieder weiß. A. wird in einem Röstprozeß aus sulfiden Antimonerzen hergestellt. A. wird in erster Linie als Flammschutzmittel in Kunststoffen (vor allem PVC-Fußbodenbelägen) verwendet, aber auch in der Glas-, Keramik- und Farbenindustrie. Atembare A.-Stäube haben sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen (MAK-Wert-Liste III A2).

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Antimon

A. ist chemisches Element der V. Hauptgruppe. Symbol Sb, Ordnungszahl 51, Schmelzpunkt 630 Grad C, Siedepunkt ca. 1.637 Grad C, Dichte 6,68 g/cm3, silberweißes glänzendes, sehr sprödes, leicht pulverisierbares Metall, MAK-Wert 0,05 mg/m3.

Antimon ist ein toxisches Spurenelement, das meist mit Schwefel und Arsen vorkommt. Wenn es in das Blut gelangt wirkt es sehr giftig. Über Magen und Darmwände wird Antimon und seine Verbindungen allerdings nicht gut aufgenommen. Bei oraler Aufnahme rufen sie starken Brechreiz hervor, so dass A.-Vergiftungen selten auftreten.

Die Toxizität von A. kann nur schwer beurteilt werden, da es fast immer mit anderen giftigen Metallen wir Blei und Arsen auftritt, deren Wirkung im Vordergrund steht. Antimontrioxid wirkte im Tierversuch eindeutig kanzerogen. Die kanzerogene Wirkung des Metalloxids ist dagegen umstritten. Antimon wirkt allerdings teratogen und mutagen.

Die tägliche A.-Gesamtaufnahme mit der Nahrung wird für Deutschland auf 23 µg/Tag geschätzt. A. ist nicht essentiell, kann aber in kleinen Dosen wachstumsfördernd wirken.

Die Trinkwaserverordnung sah bisher einen Grenzwert von 10 µg/Liter vor, der durch die Novellierung der Verordnung auf 3 µg/Liter abgesenkt wurde. Laut Weltgesundheitsorganisation wird die tägliche Gesamtaufnahme von A. mit 0,86 µg angegeben. Eine chronische Vergiftung zeigt sich u.a. durch orange bis gelbbraune Verfärbungen der Zähne, Brustschmerzen und Übelkeit. Spätfolgen sind Schäden an Leber und Milz.

A. kommt in der oberen Erdkruste selten vor. Die wichtigsten Mineralien sind Antimonit und Valentinit. Die Weltproduktion lag 1985 bei 70.000 t/a. Reinstes A. wird in der Halbleitertechnik benötigt und wird als Legierungszusatz zur Erhöhung der Härte von Blei, Zink und Kupfer eingesetzt.

Umweltbelastungen mit A. sind stark an menschliche Aktivitäten wie etwa den Betrieb einer Müllverbrennungsanlage geknüpft. A.-Emissionen werden hauptsächlich durch Verbrennung von Kohle (10.000 t/a weltweit) und natürlicher Erosion (5.000 t/a weltweit) verursacht. Tabak enthält rund 0,1 mg/kg im Trockengewicht, davon werden rund 20 Prozent durch den Zigarettenrauch inhaliert.

Autor: KATALYSE Institut

Anilin

A. wird auch als Phenylamin oder Aminobenzol bezeichnet und ist ein wichtiges Zwischenprodukt in der organischen aromatischen Chemie.

Es spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Farbstoffen, in der Pharmaindustrie, auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes sowie in der Photo-, Kunststoff- und Kautschukchemie. 1990 wurden im früheren Bundesgebiet 138000 t A. produziert.
A. ist ein starkes Blutgift, das die Sauerstoffaufnahme des Blutfarbstoffes verringert.

Leichte Vergiftungserscheinungen äußern sich bald nach der Aufnahme, die meist durch die Haut und weniger durch Einatmen erfolgt, durch Blaufärbung von Lippen, Nase, Ohren und Nägeln. Ursache dieser Blaufärbung ist die bräunliche Farbe des gebildeten Methämoglobins.

Bei einer Vergiftung mit A. darf auf keinen Fall in irgendeiner Form Alkohol zugeführt werden, weil dadurch auch leichte A.-Vergiftungen tödlich enden können. A. steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und, ist deshalb in der MAK-Wert-Liste dem Abschnitt IIIB zugeordnet.

Sein MAK-Wert wurde auf 2ml/m3 (ppm), entsprechend 8mg/m3 festgelegt. A.-Abkömmlinge erzeugen beim Menschen nachweislich Krebs (Aminokrebs, A.-Krebs). Besonders gefährlich ist der Umgang mit Benzidin und Naphthylamin.

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Ammoniak

Ammoniak. ist ein farbloses Gas mit stechendem Geruch.

Die wässrige Lösung des Ammoniak nennt man Ammoniak-Wasser. Die 10%ige wäßrige Ammoniak-Lösung bezeichnet man im Volksmund als "Salmiakgeist". Ammoniak verursacht auf der Haut in Gasform oder als Lösung Schmerz, entzündliche Rötung und Blasenbildung. Besonders gefährdet ist das Auge. Vergiftungsmöglichkeiten bestehen in erster Linie dann, wenn Ammoniak-Dämpfe aus undichten Anlagen unter hohem Druck auf die Haut und Schleimhaut einwirken.

Der von der DFG festgelegte MAK-Wert beträgt 50 ml/m3 (ppm) entsprechend 35 mg/m3. Ammoniak ist ein Grundprodukt der chemischen Industrie und somit Ausgangsstoff zahlreicher chemischer Synthesen. So dient Ammoniak zur Herstellung von Harnstoff, Blausäure, Aminoplasten, Salpetersäure und verschiedenen Chemiefasern. In Form der Ammoniumsalze kommt er als Düngemittel zum Einsatz.

Hierbei besteht die Gefahr, daß Pflanzen in unmittelbarer Umgebung der gedüngten Fläche verätzt werden. Das technisch wichtigste Verfahren zur Herstellung von Ammoniak, ist das Haber-Bosch-Verfahren. Eine Begasung mit Ammoniak wird häufig zur Reduzierung der Formaldehydbelastung in Fertighäusern durchgeführt (Formaldehyd).

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Aminoplast

A. sind härtbare Kunststoffe, die durch Polykondensation einer Carbonylkomponente mit einer aminogruppenhaltigen Komponente entstanden sind.

Der wichtigste Vertreter für die Carbonylkomponente ist Formaldehyd, während Harnstoff und Melamin die bedeutendsten Vertreter der aminogruppenhaltigen Komponenten sind. Im engeren Sinne versteht man unter A. die Klasse der Harnstoff- und Melamin-Formaldehydharze oder Preßmassen. Grob gesagt erhält man bei Anwendung größerer Harnstoffmengen undurchsichtige Produkte.

Verwendung finden A. als Bauteile der Elektronikindustrie, als Geschirr, als Tischplatten, als Lackrohstoffe (Lacke und Anstrichsfarben), Klebstoffe, Textilhilfsmittel (Textilindustrie) und Appreturmittel. Große Mengen von A. werden in der Spanplattenindustrie (Spanplatten, Holzindustrie) verbraucht.

Die Leimharzproduktion auf Harnstoff-, Melamin- und Phenolbasis betrug 1991 in Westdeutschland 456.712 t. Um die Verschmutzung von Luft und Gewässern möglichst gering zu halten, müssen seitens der Hersteller die verschiedensten Richtlinien für Abwasserreinhaltung, Luftreinhaltung, Lärmschutz und Abfallentsorgung beachtet werden.

Autor: KATALYSE Institut

Amine

Amine werden grob in aliphatische und aromatische sowie zusätzlich noch in primäre, sekundäre und tertiäre A. eingeteilt.

Aliphatische A. finden sich als Zwischenprodukte in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Eine große Anzahl von Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie zahlreiche Farbstoffe enthalten aliphatische Amine Auch in der Gummiindustrie (als Oxidationshemmer), in der Petrochemie (Korrosionsschutzmittel) und im Salzbergbau (als Flotationsmittel) werden aliphatische A. verwendet.

Aromatische A. sind vor allem Zwischenprodukte für Farbstoffe, optische Aufheller, Pharmazeutika, Kunststoffe und Antioxidantien. Bekanntester Vertreter aromatischer A. ist das Anilin. Primäre aliphatische A. sind im Normalzustand je nach Kettenlänge gasförmig, flüssig oder fest. Mit steigendem Molekulargewicht ändert sich ihr Geruch von ammoniakartig über fischartig bis zur Geruchslosigkeit.

Aliphatische Amine führen in der Gas- oder Dampfphase zu starker Schleimhautreizung. Wegen ihrer guten Fettlöslichkeit zeigen sie eine große Tiefenwirkung. Flüssige aliphatische A. führen auf der äußeren Haut zu tiefen Verätzungen. Amindämpfe bewirken schon in niedriger Konzentration Quellung der Augenschleimhaut. Besonders toxisch sind die Nitrosamine. Sie gelten als starke Karzinogene (Krebserzeuger) und können sich aus in der Nahrung enthaltenen Nitriten (Lebensmittelzusatzstoffe) und organischen Verbindungen z.B. auch im Magen bilden.

Autor: KATALYSE Institut

Ameisensäure

Ameisensäure gehört zur Gruppe der Carbonsäuren, zu der auch die Essigsäure zählt.

Stechend riechende, stark ätzende, leicht flüchtige Flüssigkeit. A. findet Verwendung bei der Gummigewinnung, in der Lederzubereitung und als Konservierungsstoff für Lebensmittel (meist Obstprodukte). Hier wird sie in Form ihrer Salze oder in Form der wäßrigen Lösung der Säure selbst verwendet.

Im Haushalt kommt A. als Entkalker zur Anwendung, wovor eindringlich zu warnen ist, da konzentrierte A. starke Verätzungen der Haut und Reizungen der Schleimhäute und Atemwege hervorruft. Die ätzende Wirkung von Brennesseln beruht auf der Absonderung von A.. Beim Verschlucken kommt es zu lebensgefährlichen Verätzungen. MAK-Wert: 5ml/m3 (ppm) entspr. 9 mg/m3.

Autor: KATALYSE Institut

Aluminiumfolie

In Deutschland wird pro Jahr so viel Aluminium verbraucht wie in Asien, Afrika und Südamerika zusammen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 1990 bei 21 kg; hiervon entfallen 1,9 kg auf Verpackung. In den alten Bundesländern steht die Verpackungsindustrie beim Aluminiumverbrauch an dritter Stelle, hinter den Bereichen Bau und Verkehr. A. nimmt innerhalb der Verpackungsmaterialien Glas, Polyethylen, Polystyrol, PVC, Papier und Weißblech eine absolute Spitzenreiterrolle in bezug auf Energieverbrauch, Wasser- und Luftverschmutzung bei der Produktion ein.

Deshalb sollte A. nicht als Verpackungsmaterial verwendet werden. Dort wo es nicht durch andere, umweltfreundlichere Materialien ersetzt werden kann, sollte es gesammelt und dem Recycling zugeführt werden (Aluminiumrecycling).

Autor: KATALYSE Institut