Nikotin

Hauptalkaloid der Tabakpflanze (Alkaloide); z.Z. rauchen ca. 70% der männlichen und 35% der weiblichen erwachsenen Erdbewohner.

Obwohl die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens ein Ausmaß wie das der Infektionskrankheiten erreicht hat, steigt der Tabakkonsum pro Kopf weiter an. N. wird bei der Inhalation sehr rasch bis zu 95% über die Schleimhaut resorbiert. Ähnlich wie Acetylcholin wirkt N. erregend auf die Nervenzelle; diese Wirkung erschöpft sich nach einiger Zeit, und es tritt eine gegenläufige Wirkung ein. N. bewirkt die Verlangsamung der Herzfrequenz, Blutdrucksenkung, Anregung der Darmtätigkeit. Die Effekte sind individuell stark verschieden, wodurch eine therapeutische Anwendung unmöglich wird.

Die Verweilzeit des N. im Körper ist sehr kurz, was die hohe Rauchfrequenz der N.-Abhängigen erklärt. Die tödliche Dosis liegt bei 1 mg/kg Körpergewicht, die durch einen Teeaufguß von 4-6 Zigaretten erreicht wird.

Chronische Wirkungen sind: nervliche Labilität, Gefäßveränderungen (z.B. Arteriosklerose, "Raucherbein") und Blutdruckanstieg; weiterhin Magen-/Darmerkrankungen, Erhöhung des Grundumsatzes bzw. des Kalorienverbrauchs, Mißbildungen, Frühgeburten, Netzhautschäden. Besonders wichtige Wirkungen des Tabakrauchens sind Erkrankungen der Atemwege, Lungenkrebs, Mund- und Rachenkrebs und andere Krebs-Arten.

Siehe auch: Passivrauchen, Tabakrauch

 

Autor: KATALYSE Institut

Nickel

Chemisches Element der VIII. Nebengruppe, silberglänzendes, gut formbares, ferromagnetisches Metall.

Symbol Ni, Ordnungszahl 28, Schmelzpunkt 1.453 Grad C, Siedepunkt 2.732 Grad C, Dichte 8,9 g/cm3, silberglänzendes, gut formbares, ferromagnetisches Metall.
- MAK-Stoffliste III A 1 (eindeutig krebserregend gilt für atembaren Staub von N.-Metall und N.-Verbindungen)
- TRK 0,5 mg/m3 (Stäube und Rauche) bzw. 0,05 mg (für atembare Tröpfchen).

N. ist für lebende Organismen (Organismus) essentiell, für den Menschen wird eine tägliche Aufnahmemenge von 0,025 bis 0,075 mg empfohlen. Bei empfindlichen Personen kann eine Allergie durch Hautkontakt ausgelöst werden, z.B. durch N.-haltigem Schmuck und Textilien, die N.-haltige Reissverschlüse, Knöpfe usw. enthalten. Man schätzt, dass rund 20 Prozent der weiblichen Bevölkerung und zwischen 2 und 4 Prozent der männlichen Bevölkerung sensiblisiert sind.

Der Mensch nimmt Nickel hauptsächlich durch die Nahrung auf, Raucher haben mit dem im Zigarettenrauch enthaltenen Nickeltetracarbonyl eine zusätzliche N.-Belastung. Eine maßgebliche Zusatzbelastung mit N. kann durch die Verwendung von Stahlpfannen bei erstmaligen Gebrauch mit säurehaltigen Lebensmitteln entstehen, da N. dann aus der Legierung gelöst werden kann.

Die N.-Aufnahme von Kleinkindern bis 12 Monaten liegt zwischen 30 und 300 µg/Tag, was im Verhältnis zum geringern Körpergewicht eine hohe Belastung darstellt. Die Angaben zur N.-Aufnahme von Erwachsenen schwanken wischen 0,08 mg/Tag und 0,11 mg/Tag.

N. ist fruchtschädigend und erbgutverändernd bei inhalativer Aufnahme.
Der Grenzwert für Trinkwasser liegt seit 2003 bei 0,02 mg/Liter.

In der Erdkruste kommt N. zu ca. 0,015 Prozent vor. Man vermutet, dass sich im Erdinneren größere Mengen befinden, so schätzt man den Gesamtgehalt der Erde an N. auf ca. 3 Prozent. Für die technische Gewinnung sind v.a. die Erze Garnierit und Pentlandit von Bedeutung. Der N.-Gehalt der Gesamtvorräte von N.-Erzen wird auf 110 Mt geschätzt.

Ende der neunziger Jahre betrug die Weltproduktion an N. 600.000 bis 800.000 t. N. wird hauptsächlich als Bestandteil von mehr als 3.000 Legierungen mit Kupfer, Chrom, Eisen, Cobalt usw. wegen besonders guter Eigenschaften (physikalische Eigenschaften, Korrosions- und Hitzebeständigkeit) verwendet. Anwendung finden diese Legierungen z.B. als Münzen, Behälter und rostfreien Stahl z.B. für Küchengeräte. N. dient ferner als Elektrodenmaterial von Akkumulatoren und als Katalysator.

Autor: KATALYSE Institut

Neurodermitis

N. ist eine der häufigsten Hauterkrankungen.

Sie ist allergisch bedingt, verläuft chronisch und geht mit starkem Juckreiz einher. 60% der N.-Patienten sind familiär mit genetisch bedingten allergischen Erkrankungen belastet. Aufgrund der allergischen Disposition können natürliche oder künstliche Allergene aus der Umwelt die Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp hervorrufen.

Auslösend für N. sind v.a. Nahrungsmittel und Lebensmittelzusatzstoffe sowie Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare und Schimmelpilzsporen.

Siehe auch: Allergie

Autor: KATALYSE Institut

Nesselsucht

Siehe Nahrungsmittelallergie, Allergie.

Autor: KATALYSE Institut

Natürliche Strahlenbelastung

Die Menschheit ist von jeher einer Strahlenbelastung aus ihrer natürlichen Umwelt ausgesetzt. Diese hat mehrere Quellen: kosmische Strahlung, terrestrische Strahlung und inkorporierte Radionuklide.

Radioaktive natürliche Nuklide entstanden vor Urzeiten bei der Bildung der Erdmaterie und kommen wegen ihrer großen Halbwertszeit heute noch vor (primordialeRadionuklide) oder werden durch kosmische Strahlung in der Atmosphäre gebildet.

Die wichtigsten primordialen Radionuklide sind Kalium-40, Thorium-232 sowie Uran-234 und -238. Thorium und Uran zerfallen über Zerfallsketten in verschiedene Radionuklide, von denen insbesondere die radioaktiven Kerne Radon-220 und -222, Radium-224 und -226, Blei-210 und Polium-210 von Bedeutung sind. Die wichtigsten durch kosmische Strahlung ständig neu entstehenden Nuklide sind Kohlenstoff-14 (C-14) und Tritium.

Neben ihrer Herkunft lässt sich die natürliche
Strahlenbelastung nach der Art der Bestrahlung in äussere und innere Strahlenbelastung unterteilen. Unter äußerer Strahlenbelastung versteht man Strahlung, die von außen auf den Körper trifft. Dabei kann es sich um kosmische oder terrestrische Strahlung handeln. Die innere
Strahlenbelastung stammt von Radionukliden, die über Luft, Wasser und Nahrung in den Körper gelangt sind ( Inkorporation).

Die innere Belastung wird vor allem durch Kalium-40 und Polonium-210 verursacht. Manche Stoffe wie zum Beispiel C-14 oder Tritium verteilen sich gleichmäßig im Körper, andere reichern sich in bestimmten Organen an, zum Beispiel Radium, Blei und Polonium in der Knochensubstanz ( Anreicherung). Das Edelgas Radon, das auch aus Baumaterialien austritt, (radioaktive Baustoffe), sorgt für hohe Lungenbelastungen (Bronchialdosis von 10 mSv/Jahr) ( Radioaktivität und Strahlung, Masseinheiten), wodurch die Lunge das durch natürliche
Strahlenbelastung am stärksten belastete Organ ist.

Die durchschnittliche Höhe der natürlichen Strahlenbelastung kann nur abgeschätzt werden, da die kosmische und terrestrische Strahlung stark von der Höhe und der Bodenbeschaffenheit abhängt.

Strahlenbelastung, Strahlenschäden, ionisierende Strahlung.

Autor: KATALYSE Institut

Naturheilmittel

Medikamente, die von der Naturheilkunde eingesetzt werden, z.B. Zubereitungen aus Pflanzen oder Salzen.

N. unterliegen dem Arzneimittelgesetz und benötigen den Nachweis der Unbedenklichkeit für eine Marktzulassung. Ein naturwissenschaftlicher Nachweis für ihre Wirksamkeit ist nicht erforderlich, jedoch muss sich die Anwendung durch Erfahrungswerte begründen lassen. Krankenkassen erstatten N. nicht bzw. nur, wenn deren Anwendung ausdrücklich begründet ist. Daraus ergibt sich ein Wettbewerbsnachteil für N..

Siehe auch: GATT, Genbank, Artenschutz, Salzen

Autor: KATALYSE Institut

Naturheilkunde

N. arbeitet mit den Mitteln der Natur.

Im Gegensatz zur Schulmedizin erfolgt ihre Anwendung weniger aufgrund naturwissenschaftlich nachgewiesener Erkenntnisse, sondern sie basiert auf Erfahrungswissen. Die N. wird auch oft als sanfte Medizin bezeichnet, da die Eingriffe in den Körper nicht so drastisch sind.

Es wird vielmehr versucht, die körpereigene Krankheitsabwehr zu steigern. Methoden der N. sind z.B. die Phytomedizin, Akupunktur, Homöopathie, physikalische Verfahren wie Bäder, Massagen, Kälte- und Wärmeanwendungen.

Autor: KATALYSE Institut

Mutation

Veränderung des genetischen Materials in Zellen.

Mutation in Körperzellen (somatische Mutation) können zur Veränderung im Wachstums oder der Funktion der Körperzellen bis hin zu Krebs führen, Mutation in Keimzellen (Keimzellen-Mutation) können sich auf die Nachkommen auswirken.

Nach der darwinistischen Evolutionstheorie bilden (Keimzellen-)Mutation und Selektion die Grundpfeiler der Evolution, bei der sich die bestangepaßten Organismen durchsetzen. Mutation sorgen für die genetische Bandbreite der Organismen, aus denen dann mittels Selektion ausgewählt wird (Konkurrenz).
Mutation können spontan erfolgen, durch mutagene Chemikalien oder ionisierende Strahlung (Strahlenschäden) verursacht werden oder durch Fehler in der Meiose (natürliche Chromosomenreduktion) auftreten.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Mutationen:

  1. Gen-Mutation (auch Punkt-Mutation): eine Mutation, die die Basensequenz der DNS eines einzelnen Gens ändert (austauscht, eliminiert oder einfügt). Gen-Mutation. können in vielen Fällen von zelleigenen Reparaturmechanismen behoben werden.
  2. Chromosomen-Mutation (Chromosomenaberrationen): insb. durch chemische Substanzen oder ionisierende Strahlung (Strahlenschäden) ausgelöste Veränderungen der Form und Struktur von Chromosomen, wie z.B. Verlust, Verlagerung oder Einbau von Chromosomenstücken. Chromosomen-Mutation haben meist schwerwiegende Folgen; sie wirken in der überwiegenden Zahl bei Keimdrüsen-Mutation schon vorgeburtlich tödlich.
  3. Genom-Mutation: Mutation, die die Anzahl der Chromosomen erhöht oder erniedrigt. Beim Menschen z.B. führt das 3fache statt 2fache Vorhandensein des Chromosoms 21 zum Mongolismus.

In der Pflanzenzüchtung spielt die Vervielfachung (Polyploidisierung) von Chromosomensätzen eine wichtige Rolle bei der Vergrößerung der Früchte und damit Steigerung der Erträge. Polyploide Abkömmlinge sind oft unfruchtbar, so daß Bauern ihr Saatgut nicht mehr selbst von der Ernte abzweigen können, sondern auf Genbänke von Konzernen angewiesen sind.

Die meisten Gen- und Chromosomen-Mutation wirken sich gerade bei höheren Organismen nachteilig aus und führen zu Totgeburten, Mißbildungen und Krankheiten. Neue Chemikalien müssen daher nach dem Chemikaliengesetz vor der Zulassung Mutagenitäts-Tests (Ames-Test) absolvieren. Die zunehmende Radioaktivität in der Umwelt (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitung, Brennstoffkreislauf, Atommüll) erhöht dauerhaft die Mutation-Rate und kann zur genetischen Zeitbombe werden (Genetische Strahlenschäden).

Spontane Mutation bei Bakterien versetzen diese in die Lage, in kurzer Zeit
Antibiotika-Resistenzen zu entwickeln, indem die Umwelt (antibiotikahaltiges Medium) aus den mutierten Bakterien die (zufällig) resistenten selektiert.

Autor: KATALYSE Institut

Mutagenität

Fähigkeit einer chemischen Substanz oder ionisierender Strahlung als Mutagen Erbgutveränderungen (Mutation) zu bewirken.

Als Testorganismen zur Bestimmung der M. werden Bakterien, Pilze, Taufliegen, Nagetiere oder Zellkulturen herangezogen.

Siehe auch: Ames-Test, ionisierender Strahlung

 

Autor: KATALYSE Institut

Morbidität

(Lateinisch morbidus = krank.) Verhältnis der Zahl der Erkrankten zur Zahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum (z.B. die Zahl der Krebskranken nach einem Atomunfall).

Autor: KATALYSE Institut

Mobilfunk

770 Millionen Handys sind weltweit bis Anfang 2001 verkauft worden. Im Laufe des Jahres 2002 wird voraussichtlich eine Milliarde Handys erreicht sein. Viele Experten sind Anfang der 90er Jahre davon ausgegangen, dass im Jahr 2000 auf dem Weltmarkt gerade 60 Millionen Geräte verkauft sein würden.

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Handybenutzer auch in Deutschland sehr stark angestiegen: waren es im Jahre 1993 noch 800.000 Mobilfunkteilnehmer im C-Netz, so wird mit gut 55 Mio. Mobilfunkan­schlüs­sen inzwischen die Zahl der Festnetzanschlüsse in Deutschland deutlich über­troffen.

Immer mehr Menschen möchten eine ständige Erreichbarkeit erlangen. Sende- und Empfangseinheiten in Form von Antennen (Basisstationen), die für den Empfang und die Weiterleitung der Signale unerlässlich sind, sieht man überall in der Landschaft. Besonders gefragte Aufstellorte sind vor allem Hochhäuser und Kirchen. Zunehmend stellen An- und Bewohner von hohen Gebäuden Fragen, ob durch die Nähe einer Basisstation eine mögliche Gefahr gegeben ist.

Elektrosmog ist das Schlagwort, das ist die Hochfrequenzstrahlung (HF), auch elektromagnetische Strahlung genannt, mit der die Informationen vom Handy zur Basisstation und umgekehrt übertragen werden. Als gesundheitlich bedenklich wird dabei angesehen, dass das Handy in unmittelbarer Kopfnähe betrieben wird.

Viele Studien und Forscher versuchen zu belegen, ob und inwiefern Mobiltelefonieren gefährlich ist. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: dass das Mobiltelefonieren Auswirkungen auf den Körper hat, ist unstrittig. Die gesundheitliche Relevanz ist jedoch noch nicht geklärt. Es gibt noch keine aussagekräftige Langzeitstudie in diesem Zusammenhang. Verständlich, denn diese neue Technologie ist ja erst seit ein paar Jahren in großem Maßstab in Betrieb. Wie genau die Reaktionen des Körpers auf die digitalen Funkwellen aussehen, wird sich innerhalb der nächsten Jahre klären. Es gibt Hinweise darauf, dass elektromagnetische Strahlung Verhaltensänderungen bewirkt.

In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetzkanbieter: T-Mobil (D1-Netz), D2 Vodaphone (D2-Netz), E-plus (E1-Netz) und Viag Interkom (E2-Netz). Zusammen betreiben sie ca. 50.000 Sende- und Empfangsanlagen, die in Deutschland verteilt sind, und fast täglich kommen neue hinzu. Vor allem die neue UMTS-Technik sorgt dafür, dass die Republik nun noch einmal mit zusätzlich ca. 40.000 UMTS-Sendeanlagen versehen wird.

Die Sende- und Empfangstürme und die Mobiltelefone strahlen HF-Strahlung aus. Die Leistung der momentan handelsüblichen Mobiltelefone liegt bei bis zu 2 Watt im D-Netz und 1 Watt im E-Netz. Je schlechter die Verbindung ist bzw. je weiter man von einer Basisstation entfernt ist, desto höher wird die erbrachte Leistung des Mobiltelefons, d.h. umso höher ist die HF-Strahlung, der man ausgesetzt ist.

Die HF-Strahlung wird zum Teil vom Körper absorbiert und führt u. a. zu einer lokalen Erwärmung des Körpergewebes (dies ist die so genannte thermische Wirkung). Die Wissenschaft sieht in dieser Erwärmung einzelner Körperpartien ein Risiko für die Gesundheit. Generell stellen Menschen mit einer schlechten Thermoregulation (Personen mit Fieber, Diabetiker, Kinder und ältere Menschen) eine Risikogruppe dar. Besonders problematisch ist der unvermeidliche Betrieb in unmittelbarer Kopfnähe, denn z. B. besonders für das Auge könnte es zu negativen Folgen kommen, da es durch eine mangelnde Durchblutung keinen großen Wärmeausgleich durchführen kann. Die physikalischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn werden auch beeinflusst. Inwieweit in diesem Zusammenhang gesundheitliche Auswirkungen auftreten können, muss die medizinische Forschung zukünftig ermitteln.

Neben diesen thermischen Auswirkungen werden auch noch andere Einflüsse auf den Stoffwechsel und die Zellstruktur diskutiert, die nicht auf die lokale Erwärmung zurückzuführen sind. Diese so genannten nicht-thermischen Auswirkungen auf den Körper sind zwar ohne Zweifel vorhanden, doch kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob oder inwiefern dies unserem Organismus langfristig schadet. Durch eine stetige Bestrahlung kann es unter besonderen Umständen z.B. zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, einige Wissenschaftler gehen daher von einer verminderten Krebsabwehr aus. Ganz besondere Wirkungen wurden wiederholt bei digital gepulster und amplitudenmodilierter Strahlung, wie sie bei den D- und E-Netzen verwendet wird, festgestellt.

Hier spielen weniger die Leistungsfluss-Spitzenwerte als vielmehr die Puls- und Modulationsfrequenz eine Rolle. Fest steht, dass es Auswirkungen auf die Gehirnaktivität gibt, gestritten wird über die Aussagekraft der jeweiligen Studien. Stand der Dinge auch hier: man weiß, dass es messbare Veränderungen gibt, unklar ist die gesundheitliche Relevanz. Zur genaueren Klärung sind zurzeit mehrere Studien weltweit in Arbeit.

Die Bundesregierung hält nach wie vor an den im internationlen Vergleich recht hohen Grenzwerten fest und begründete dies im Dezember 2001 wie folgt:

"Deutschland hat 1996 als erstes EU-Land rechtlich verbindliche Re­gelun­genzur Begrenzung elektromagnetischer Felder geschaffen. Die geltenden Grenzwerte gewährleisten nach heutiger Kenntnis den Schutz der Bevölke­rung vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren. Eine vom Bundesumweltministerium veran­lasste Prüfung der Strahlenschutzkommission über die Einführung von Vor­sorgewerten nach dem "Schweizer Mo­dell" hat darüber hinaus kein rele­vantes Risiko ergeben, sodass die Einführung von Vorsorgewerten zum gegenwärtigen Zeitpunkt wis­senschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Statt des­sen erachtet es die SSK als notwendig, die Kenntnisse über mögliche ge­sundheitli­che Beeinträchtigungen durch weitere Forschung zu verbessern."

Was empfiehlt das KATALYSE Institut dem Verbraucher?
Wenn man unbedingt ein Handy haben muss, so sollte man bewusst damit umgehen und folgende Vorsorgehinweise beachten:

  • Beim Kauf eines Handys auf geringen SAR-Wert achten.
  • Nicht unnötig oft mobil telefonieren
  • Das Handy so oft wie möglich ausschalten.
  • Auf keinen Fall stundenlange Gespräche führen.
  • Träger von Herzschrittmachern sollten besonders vorsichtig sein, da Störungen nicht auszuschließen sind (z.B. das eingeschaltete Handy nicht ständig in der Brusttasche tragen).
  • Träger von Hörgeräten sollten entweder Abstand vom Handy bewahren oder das Hörgerät ggf. ausschalten (da es sonst zu Störungen kommen könnte).
  • Bei entsprechenden Verboten (z.B. im Krankenhaus, im Flugzeug oder an der Tankstelle) die Anweisungen befolgen und das Handy ausschalten bzw. auf keinen Fall telefonieren.

Was muss man im Auto bedenken?
Beim Telefonieren mit dem Handy aus dem Auto heraus ergibt sich folgende Problematik. Aus folgenden Gründen muss das Handy mit hoher Leistung senden:
1. Man muss praktisch durch die Karosserie hindurch senden,
2. Bedingt durch das schnelle Fahren wechselt man häufig die Mobilfunkbasiszelle, um den Kontakt nicht zu verlieren.
Eine Freisprechanlage und eine Außenantenne für das Telefonieren im
Auto können die Belastungen für die Insassen erheblich verringern.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, empfehlen wir die neue Ausgabe unseres Buches zum Elektrosmog. Dieses Buch gibt umfassende Antworten auf Fragen, wie sich die alltägliche Belastung durch künstliche elektromagnetische Felder auf unser Leben auswirkt und wie diese Belastungen einzuschätzen sind. In dieses Werk sind neueste Erkenntnisse zu Auswirkungen auf die Gesundheit, z.B. auch beim Betrieb von Radaranlagen, aufgenommen worden.

Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V. (Hrsg.),
6., überarbeitete und erweiterte Auflage 2003.
256 Seiten. Kartoniert,
€ 27,80 sFr 48,60; ISBN 3-7880-7679-8

im Buchhandel oder direkt bei:
C.F. Müller Verlag, Hüthig GmbH & Co. KG
Im Weiher 10, D-69121 Heidelberg
Tel.: 06221/489-555, Fax: 06221/489-623
http://www.huethig.de, E-Mail:cfmueller@huethig.de

Autor: KATALYSE Institut

Missbildungen

Durch Entwicklungsstörungen während der Embryonalzeit hervorgerufene Abweichungen vom normalen Körperbau.

Bei 1.000 menschlichen Neugeborenen werden 13-16 mit schweren M., z.B. Wasserkopf, angeborenes Fehlen des Gehirns, Wirbelsäulenspalte etc., geboren. Ursachen der M. können genetisch bedingt sein (z.B. Mongolismus: es liegt ein zusätzliches Chromosom 21 vor) oder auf Umweltfaktoren zurückzuführen sein (ionisierende Strahlung, genetische Strahlenschäden; Medikamente, z.B. Contergan; virale Infekte, z.B. Röteln, Windpocken oder Infekte mit Protozoen (Toxoplasmose).

Lehre von den M.: Teratologie. Teratogene Medikamente oder Gifte bewirken M., falls sie in der Schwangerschaft eingenommen werden. Besonders schädigend wirken sie in den ersten drei Monaten, da in diesem Zeitraum fast alle Organe ausgebildet werden. Der Embryo kann dabei höhere Medikamentenkonzentrationen aufweisen als die Mutter, denn Substanzen, die der Embryo über die Niere ausscheidet, nimmt er beim Schlucken des Fruchtwassers wieder auf und akkumuliert sie auf diese Weise. Teratogene Substanzen: Alkohol, Aminoglykoside, PCB, Kokain, Quecksilber, Tetrazykline, Sexualhormone, Thalidomid, Thyreostatica, Vitamin-A-Analoga.

Siehe auch: Embryotoxizität

Autor: KATALYSE Institut

Mitose

Beim Wachstum und der Vermehrung von Geweben (z.B. des Menschen) ist die Teilung, d.h. die Aufteilung einer Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen, der zentrale Mechanismus.

Diese Zellvermehrung beinhaltet auch die Verdopplung des Erbguts, so daß für einen kurzen Zeitraum die sich teilende Zelle einen 4fachen Chromosomensatz besitzt. Die Teilung des Zellkerns sowie die Verdopplung des Erbguts und seine Aufteilung auf die Tochterzellen vollziehen sich im Prozeß der M..
Stoffe, die in die M. hemmend eingreifen und damit die Zellvermehrung bremsen (z.B. Colchicin), werden in der Medizin als Zytostatika bezeichnet und in der Krebstherapie eingesetzt.

Siehe auch: Mutation, Krebs

Autor: KATALYSE Institut

Minamata-Krankheit

Methylquecksilbervergiftung, so bezeichnet nach der Minamata-Bucht (Kiuschu) in Japan, wo methylquecksilberhaltige Abwässer in den 50er Jahren von der Chisso AG ins Meer eingeleitet wurden.

Das enthaltene Quecksilber reicherte sich in den Fischen an (6-25 ppm Hg). Der Verzehr dieser Fische, die Hauptnahrungsmittel der Bewohner der Bucht waren, führte zu schweren Nervenschäden (Seh-, Gehör-, Koordinationsstörungen), Wachstumsbehinderungen und Schäden des Abwehrsystems bis hin zu Todesfällen. Zwischen 1955 und 1959 wurde nahezu jedes dritte Kind in Minamata mit geistigen und körperlichen Schäden geboren.

Die M. hat in den letzten 30 Jahren annähernd 2.000 Todesopfer gefordert. Obwohl eine Kommission des japanischen Gesundheitsministeriums bereits 1959 festgestellt hatte, daß die Quecksilberverklappung durch die Chisso AG, die seit 1908 in Minamata Düngemittel und Kunststoffe herstellte, die M. hervorgerufen hatte, wurde das Dumping erst 1968 eingestellt. Die verantwortliche Chemiefirma war 1973 aufgrund eines spektakulären Gerichtsurteils zu Kompensationszahlungen an die Opfer verurteilt worden. Von 12.929 Anträgen wurden bis 1990 allerdings nur 2.330 anerkannt.

Mit dem Urteil des Tokioter Gerichtshofes im Februar 1992 wurde die Chisso AG endgültig aus der Verantwortung entlassen mit der Begründung, daß das toxikologische Potential von Methylquecksilber zur Tatzeit noch nicht entsprechend erforscht gewesen sei.

Die M. wurde auch außerhalb Japans beobachtet, v.a. in Pakistan, als Folge der Verwendung von methylquecksilber-gebeiztem Brotgetreide zur Bereitung von Nahrungsmitteln.

Autor: KATALYSE Institut

Milzbrand

M. ist eine durch den "Bacillus anthracis" verursachte, gefährliche Infektionskrankheit bei Säugetieren, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.

M. (Anthrax) wird neben Pocken, Pest und Cholera als potenzielle Biowaffe angesehen. Der Erreger Bazillus anthracis ist ein sporenbildendes Stäbchen, der über ein breites Wirtsspektrum verfügt und für nahezu alle Warmblüter hoch krankheitserregend ist. Durch seine Fähigkeit Sporen (haltbare Dauerform) zu bilden und die hohe Resistenz der Sporen gegen Umwelteinflüsse kann Bazillus anthracis in der Umwelt lange überdauern.

M. ist eine Erkrankung, die bei pflanzenfressenden Tieren wie Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden vorkommt. In den meisten Industriestaaten sind M.-Erkrankungen beim Menschen sehr selten. In Deutschland wurde 1994 der letzte Hautmilzbrand gemeldet; im Sommer 2000 wurden in Rumänien (4 Fälle) und Kasachstan (17 Fälle) M.-Fälle gemeldet.

Ein gewisses Risiko der Erkrankung liegt bei Beschäftigten in der Tiermedizin und der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft vor, wenn sie mit infizierten Tieren in Kontakt kommen. Infektiös sind Blut, bluthaltige Körperflüssigkeiten und –bestandteile von Tieren, die an M. erkrankt sind.

{b2l}M. ist eine akute bakterielle Krankheit, die gewöhnlich die Haut, in seltenen Fällen aber auch die Atemwege, insbesondere die Lunge und den Verdauungstrakt befällt. Für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung spielen vom Erreger produzierte Gifte (Exotoxine) eine zentrale Rolle.

Es existieren drei Infektionswege für die M.-Erkrankungen:

  • Hautmilzbrand: durch direkten Hautkontakt mit erregerhaltigem Material.
  • Lungenmilzbrand: durch Inhalation sehr feiner erreger- und sporenhaltiger Stäube.
  • Darmmilzbrand: durch Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch oder Innereien infizierter Tiere.
Eine direkte M.-Übertragung von Mensch
zu Mensch findet in aller Regel nicht statt!

Eine gleichzeitige Infektion einer großen Zahl von Menschen wäre nur möglich, wenn M.-Sporen als Aerosol in ausreichender Menge ausgebracht würde. Eine großflächige Ausbringung ist möglich, gilt aber als schwierig, da die M.-Erreger als Aerosol fein versprüht werden müssen, um eine Lungengängigkeit zu erreichen. Die infektiöse Dosis ist relativ hoch und liegt bei 8.000 bis 50.000 Keimen/Person. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 7 Tage (gelegentlich bis zu 60 Tagen z.B. nach Inhalation von Sporen). Der Nachweis von Bazillus anthracis erfolgt in speziellen Labors der Sicherheitsstufe 3.

In Deutschland ist derzeit kurzfristig kein Impfstoff gegen M. verfügbar. Bei konkretem Erkrankungsrisiko ist eine Chemoprophylaxe mit
Antibiotika durchzuführen. Für den Arzt ist der Verdacht auf, sowie die Erkrankung und der Tod an M. an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Ausführliche Informationen über M. erhalten Sie über das Info-Telefon des Robert-Koch-Institut Montag bis Freitag (9-17 Uhr) unter der Tel.-Nummer: 01888-754-3430.

Quellen: RKI-Merkblatt vom 23.10.2001 und Epidemiologisches Bulletin Nr. 41 vom 13. Oktober 2001, S. 330 – beide Robert-Koch-Institut Berlin

Autor: KATALYSE Institut

Mikroben

Veraltete Bezeichnung für Mikroorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

MIK

Abkürzung für Maximale Immissionskonzentration, worunter man nach VDI-Definition diejenigen Konzentrationen von festen, flüssigen und gasförmigen Luftverunreinigungen versteht, die nach heutigen Wissensstand im allgemeinen für Mensch, Pflanze, Tier und Sachgüter bei Einwirkung von bestimmter Dauer als unbedenklich gelten.

Ein Individualschutz durch die MIK-Werte wird jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Die von der VDI-Komission für eine Reihe von Einzelschadstoffen erarbeiteten MIK-Werte (in mg/m3 Luft, in ppm, bei Stäuben in g/m3) sind als Richtwerte im Gegensatz zu den MAK-Werten ohne rechtliche Bedeutung (bis auf die MIK-Werte der TA-Luft). Unterschieden wird zwischen Konzentrationen bei dauernder (MIKD) und bei kurzfristiger MIKK) Belastung.

Zentrale Bedeutung bei den MIK-Werten geniesst die Definition der nachteiligen Wirkungen, worunter letztlich nur Wirkungen von Schadstoffen verstanden werden, die zu Krankheiten oder Leistungsbeeinträchtigungen bzw. bei landwirtschaftlichen Objekten zu Wertminderung führen. MIK-Werte gelten somit nicht für den Schutz von Öko-Systemen und beachtet zum Beispiel keinen erhöhten Bleichgehalt im Blut des Menschen. Mit biochemischen Wirkungen, solange dadurch kein Krankheitswert entsteht.

Dieses Grenzkriterium kann nicht für die Allgemeinbevölkerung mit besonders schutzwürdigen Individuen wie Kindern, Schwangeren, alten Menschen und Allergikern zur Bewertung herangezogen werden. Ebenso reagieren Organismen bereits bei wesentlich geringeren Konzentrationen mit Blockierung des Fortpflanzungsverhaltens oder mit Flucht, was mittelfristig zum Zusammenbruch von Ökosystemen führt.

Während MIK-Werte in der Regel um den Faktor 20 unter den MAK-Werten liegen, sollten Konzentrationen von Schadstoffen in der Innenraumluft in etwa 1/400stel bis 1/500stel der MAK-Konzentration betragen.
Nach TA-Luft gültige MIK-Werte: Immissionsgrenzwerte; Exemplarische MIK-Werte im Vergleich: Maximale Raumluftkonzentration.

Autor: KATALYSE Institut

Methämoglobinämie

Sauerstoffmangel im Blut.

Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches Blut, deswegen erscheinen die Lippen und Fingernägel (in schweren Fällen die ganze Haut) eines Menschen mit M. bläulich statt rosa. M. führt zu Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen.

Zu einer M. kann es durch angeborene Enzymdefekte oder durch ein anormal gebildetes Hämoglobin kommen. Daneben gibt es eine Reihe toxischer Substanzen, die eine M. verursachen können: Dazu gehören Zyankali, Chlorate, aromatische Amine.

In den meisten Fällen wird M. durch Nitrat in Trinkwasser über 100 mg je l oder in der Nahrung ausgelöst. Das Nitrat wird im Magen-Darm-Trakt zu Nitrit reduziert (Nitrosamine). Gelingt dies in die Blutbahn, so oxidiert es den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, und es entsteht Methämoglobin.

Mit dieser Oxidation verliert das Eisen im roten Blutfarbstoff seine Fähigkeit, Sauerstoff anzulagern und diesen in anderen Organen und Körperteilen wieder abzugeben.
Babys reagieren besonders empfindlich auf Nitrat, da ihr Enzymsystem nicht ausgereift ist.

Siehe auch: Babykost

 

Autor: KATALYSE Institut

Melatonin

Siehe Hormone

Autor: KATALYSE Institut

Melanom

Siehe Hautkrebs.

Autor: KATALYSE Institut

Maximale Raumluftkonzentration

Seit der Diskussion um Holzschutzmittelwirkstoffe wurden vom Bundesgesundheitsamt (BGA) M. in Innenräumen festgelegt (MRK).

In letzter Zeit bezieht sich das BGA allerdings nicht mehr auf die M.-Werte und legt auch keine neuen mehr fest. M.-Werte sind Schwellenwerte, unterhalb derer aber ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden kann.

M.-Werte haben keinen offiziellen Charakter und sollten nicht als Maßstab für die Qualität von Innenräumen verwendet werden. Mangels Grenzwerten für die Innenraumluft wird man z.Z. aber an M.- und MIK-Werten nicht vorbeikommen, um Forderungen nach Abstellen von Innenraumschadstoffquellen rechtlich Nachdruck zu verleihen.

Zur Einschätzung der Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen können die Mindestanforderungen der Hamburger Umweltbehörde an die Innenraumluftqualität (MIQ) herangezogen werden, die durchweg niedriger liegen als die bisher zur Orientierung und Abschätzung des Risikos verwendeten MIK-Werte, sowie die Luftqualitätsleitlinien (LQL) der Weltgesundheitsorganisation für Schadstoffe der Außenluft, die ausdrücklich für Innenräume anwendbar sind.

Für einige Schadstoffe werden Sanierungssschellen- und Zielwerte diskutiert. Der Sanierungsschwellenwert ist der Wert, bei dessen Überschreitung eine Sanierung empfohlen wird, da die Schadstoffkonzentration im Innenbereich die Schwelle einer evtl. Gesundheitsgefährdung für Menschen überschritten hat. Sie liegen z.T. erheblich unter der M., weit höher jedoch als eine anzustrebende Innenraumluftkonzentration, die auch Sanierungszielwert genannt wird.

So liegt in Baden-Württemberg der Sanierungszielwert für Dichlofluanid bei bei 0,000.05 mg/m3, die M. jedoch bei 0,12 mg/m3. Die Hamburger Umweltbehörde setzt Sanierungszielwerte für die krebserregenden Stoffe Furmecyclox von 0,000.011 mg/m3 (M.-Wert 8 mg/m3) und
Lindan von 0,003 mg/m3 (M.-Wert 0,004 mg/m3) sowie für Pentachlorphenol von 0,05 mg/m3 (M.-Wert 0,06 mg/m3) fest.#

Siehe auch: Innenraumluftbelastung, Immissionsgrenzwerte, MAK-Werte, Bundesgesundheitsamt

Autor: KATALYSE Institut

Malathion

Handelsnamen: Carbofos, Malmed, u.a. Insektizid aus der Stoffgruppe der Thiophosphorsäureester.

Wird gegen saugende Insekten im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau eingesetzt, z.Z. auch noch im Innenraum zur Bekämpfung von Insekten im Haus zugelassen, breite nervengiftige Wirkung, wie bei allen Phosphorsäureestern auf Fische, Bienen, Vögel, Säugetiere, Menschen durch Aufnahme über die Haut, Nahrung, Inhalation, hohe Toxizität auch durch Nebenprodukte, die bei der Lagerung entstehen.
Pflanzenschutzmittel

Lit.: J.Witte et al.: Pestizide - Gefahren für die Gesundheit, Frankfurt/M. 1988

Autor: KATALYSE Institut