Category Archives: Alphabetisch
Mobilfunk
770 Millionen Handys sind weltweit bis Anfang 2001 verkauft worden. Im Laufe des Jahres 2002 wird voraussichtlich eine Milliarde Handys erreicht sein. Viele Experten sind Anfang der 90er Jahre davon ausgegangen, dass im Jahr 2000 auf dem Weltmarkt gerade 60 Millionen Geräte verkauft sein würden.
In den letzten Jahren ist die Anzahl der Handybenutzer auch in Deutschland sehr stark angestiegen: waren es im Jahre 1993 noch 800.000 Mobilfunkteilnehmer im C-Netz, so wird mit gut 55 Mio. Mobilfunkanschlüssen inzwischen die Zahl der Festnetzanschlüsse in Deutschland deutlich übertroffen.
Immer mehr Menschen möchten eine ständige Erreichbarkeit erlangen. Sende- und Empfangseinheiten in Form von Antennen (Basisstationen), die für den Empfang und die Weiterleitung der Signale unerlässlich sind, sieht man überall in der Landschaft. Besonders gefragte Aufstellorte sind vor allem Hochhäuser und Kirchen. Zunehmend stellen An- und Bewohner von hohen Gebäuden Fragen, ob durch die Nähe einer Basisstation eine mögliche Gefahr gegeben ist.
Elektrosmog ist das Schlagwort, das ist die Hochfrequenzstrahlung (HF), auch elektromagnetische Strahlung genannt, mit der die Informationen vom Handy zur Basisstation und umgekehrt übertragen werden. Als gesundheitlich bedenklich wird dabei angesehen, dass das Handy in unmittelbarer Kopfnähe betrieben wird.
Viele Studien und Forscher versuchen zu belegen, ob und inwiefern Mobiltelefonieren gefährlich ist. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: dass das Mobiltelefonieren Auswirkungen auf den Körper hat, ist unstrittig. Die gesundheitliche Relevanz ist jedoch noch nicht geklärt. Es gibt noch keine aussagekräftige Langzeitstudie in diesem Zusammenhang. Verständlich, denn diese neue Technologie ist ja erst seit ein paar Jahren in großem Maßstab in Betrieb. Wie genau die Reaktionen des Körpers auf die digitalen Funkwellen aussehen, wird sich innerhalb der nächsten Jahre klären. Es gibt Hinweise darauf, dass elektromagnetische Strahlung Verhaltensänderungen bewirkt.
In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetzkanbieter: T-Mobil (D1-Netz), D2 Vodaphone (D2-Netz), E-plus (E1-Netz) und Viag Interkom (E2-Netz). Zusammen betreiben sie ca. 50.000 Sende- und Empfangsanlagen, die in Deutschland verteilt sind, und fast täglich kommen neue hinzu. Vor allem die neue UMTS-Technik sorgt dafür, dass die Republik nun noch einmal mit zusätzlich ca. 40.000 UMTS-Sendeanlagen versehen wird.
Die Sende- und Empfangstürme und die Mobiltelefone strahlen HF-Strahlung aus. Die Leistung der momentan handelsüblichen Mobiltelefone liegt bei bis zu 2 Watt im D-Netz und 1 Watt im E-Netz. Je schlechter die Verbindung ist bzw. je weiter man von einer Basisstation entfernt ist, desto höher wird die erbrachte Leistung des Mobiltelefons, d.h. umso höher ist die HF-Strahlung, der man ausgesetzt ist.
Die HF-Strahlung wird zum Teil vom Körper absorbiert und führt u. a. zu einer lokalen Erwärmung des Körpergewebes (dies ist die so genannte thermische Wirkung). Die Wissenschaft sieht in dieser Erwärmung einzelner Körperpartien ein Risiko für die Gesundheit. Generell stellen Menschen mit einer schlechten Thermoregulation (Personen mit Fieber, Diabetiker, Kinder und ältere Menschen) eine Risikogruppe dar. Besonders problematisch ist der unvermeidliche Betrieb in unmittelbarer Kopfnähe, denn z. B. besonders für das Auge könnte es zu negativen Folgen kommen, da es durch eine mangelnde Durchblutung keinen großen Wärmeausgleich durchführen kann. Die physikalischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn werden auch beeinflusst. Inwieweit in diesem Zusammenhang gesundheitliche Auswirkungen auftreten können, muss die medizinische Forschung zukünftig ermitteln.
Neben diesen thermischen Auswirkungen werden auch noch andere Einflüsse auf den Stoffwechsel und die Zellstruktur diskutiert, die nicht auf die lokale Erwärmung zurückzuführen sind. Diese so genannten nicht-thermischen Auswirkungen auf den Körper sind zwar ohne Zweifel vorhanden, doch kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob oder inwiefern dies unserem Organismus langfristig schadet. Durch eine stetige Bestrahlung kann es unter besonderen Umständen z.B. zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, einige Wissenschaftler gehen daher von einer verminderten Krebsabwehr aus. Ganz besondere Wirkungen wurden wiederholt bei digital gepulster und amplitudenmodilierter Strahlung, wie sie bei den D- und E-Netzen verwendet wird, festgestellt.
Hier spielen weniger die Leistungsfluss-Spitzenwerte als vielmehr die Puls- und Modulationsfrequenz eine Rolle. Fest steht, dass es Auswirkungen auf die Gehirnaktivität gibt, gestritten wird über die Aussagekraft der jeweiligen Studien. Stand der Dinge auch hier: man weiß, dass es messbare Veränderungen gibt, unklar ist die gesundheitliche Relevanz. Zur genaueren Klärung sind zurzeit mehrere Studien weltweit in Arbeit.
Die Bundesregierung hält nach wie vor an den im internationlen Vergleich recht hohen Grenzwerten fest und begründete dies im Dezember 2001 wie folgt:
"Deutschland hat 1996 als erstes EU-Land rechtlich verbindliche Regelungenzur Begrenzung elektromagnetischer Felder geschaffen. Die geltenden Grenzwerte gewährleisten nach heutiger Kenntnis den Schutz der Bevölkerung vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren. Eine vom Bundesumweltministerium veranlasste Prüfung der Strahlenschutzkommission über die Einführung von Vorsorgewerten nach dem "Schweizer Modell" hat darüber hinaus kein relevantes Risiko ergeben, sodass die Einführung von Vorsorgewerten zum gegenwärtigen Zeitpunkt wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Statt dessen erachtet es die SSK als notwendig, die Kenntnisse über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch weitere Forschung zu verbessern."
Was empfiehlt das KATALYSE Institut dem Verbraucher?
Wenn man unbedingt ein Handy haben muss, so sollte man bewusst damit umgehen und folgende Vorsorgehinweise beachten:
- Beim Kauf eines Handys auf geringen SAR-Wert achten.
- Nicht unnötig oft mobil telefonieren
- Das Handy so oft wie möglich ausschalten.
- Auf keinen Fall stundenlange Gespräche führen.
- Träger von Herzschrittmachern sollten besonders vorsichtig sein, da Störungen nicht auszuschließen sind (z.B. das eingeschaltete Handy nicht ständig in der Brusttasche tragen).
- Träger von Hörgeräten sollten entweder Abstand vom Handy bewahren oder das Hörgerät ggf. ausschalten (da es sonst zu Störungen kommen könnte).
- Bei entsprechenden Verboten (z.B. im Krankenhaus, im Flugzeug oder an der Tankstelle) die Anweisungen befolgen und das Handy ausschalten bzw. auf keinen Fall telefonieren.
Was muss man im Auto bedenken?
Beim Telefonieren mit dem Handy aus dem Auto heraus ergibt sich folgende Problematik. Aus folgenden Gründen muss das Handy mit hoher Leistung senden:
1. Man muss praktisch durch die Karosserie hindurch senden,
2. Bedingt durch das schnelle Fahren wechselt man häufig die Mobilfunkbasiszelle, um den Kontakt nicht zu verlieren.
Eine Freisprechanlage und eine Außenantenne für das Telefonieren im
Auto können die Belastungen für die Insassen erheblich verringern.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, empfehlen wir die neue Ausgabe unseres Buches zum Elektrosmog. Dieses Buch gibt umfassende Antworten auf Fragen, wie sich die alltägliche Belastung durch künstliche elektromagnetische Felder auf unser Leben auswirkt und wie diese Belastungen einzuschätzen sind. In dieses Werk sind neueste Erkenntnisse zu Auswirkungen auf die Gesundheit, z.B. auch beim Betrieb von Radaranlagen, aufgenommen worden.
Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V. (Hrsg.),
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Autor: KATALYSE Institut
Missbildungen
Durch Entwicklungsstörungen während der Embryonalzeit hervorgerufene Abweichungen vom normalen Körperbau.
Bei 1.000 menschlichen Neugeborenen werden 13-16 mit schweren M., z.B. Wasserkopf, angeborenes Fehlen des Gehirns, Wirbelsäulenspalte etc., geboren. Ursachen der M. können genetisch bedingt sein (z.B. Mongolismus: es liegt ein zusätzliches Chromosom 21 vor) oder auf Umweltfaktoren zurückzuführen sein (ionisierende Strahlung, genetische Strahlenschäden; Medikamente, z.B. Contergan; virale Infekte, z.B. Röteln, Windpocken oder Infekte mit Protozoen (Toxoplasmose).
Lehre von den M.: Teratologie. Teratogene Medikamente oder Gifte bewirken M., falls sie in der Schwangerschaft eingenommen werden. Besonders schädigend wirken sie in den ersten drei Monaten, da in diesem Zeitraum fast alle Organe ausgebildet werden. Der Embryo kann dabei höhere Medikamentenkonzentrationen aufweisen als die Mutter, denn Substanzen, die der Embryo über die Niere ausscheidet, nimmt er beim Schlucken des Fruchtwassers wieder auf und akkumuliert sie auf diese Weise. Teratogene Substanzen: Alkohol, Aminoglykoside, PCB, Kokain, Quecksilber, Tetrazykline, Sexualhormone, Thalidomid, Thyreostatica, Vitamin-A-Analoga.
Siehe auch: Embryotoxizität
Autor: KATALYSE Institut
Mitose
Beim Wachstum und der Vermehrung von Geweben (z.B. des Menschen) ist die Teilung, d.h. die Aufteilung einer Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen, der zentrale Mechanismus.
Diese Zellvermehrung beinhaltet auch die Verdopplung des Erbguts, so daß für einen kurzen Zeitraum die sich teilende Zelle einen 4fachen Chromosomensatz besitzt. Die Teilung des Zellkerns sowie die Verdopplung des Erbguts und seine Aufteilung auf die Tochterzellen vollziehen sich im Prozeß der M..
Stoffe, die in die M. hemmend eingreifen und damit die Zellvermehrung bremsen (z.B. Colchicin), werden in der Medizin als Zytostatika bezeichnet und in der Krebstherapie eingesetzt.
Siehe auch: Mutation, Krebs
Autor: KATALYSE Institut
Minamata-Krankheit
Methylquecksilbervergiftung, so bezeichnet nach der Minamata-Bucht (Kiuschu) in Japan, wo methylquecksilberhaltige Abwässer in den 50er Jahren von der Chisso AG ins Meer eingeleitet wurden.
Das enthaltene Quecksilber reicherte sich in den Fischen an (6-25 ppm Hg). Der Verzehr dieser Fische, die Hauptnahrungsmittel der Bewohner der Bucht waren, führte zu schweren Nervenschäden (Seh-, Gehör-, Koordinationsstörungen), Wachstumsbehinderungen und Schäden des Abwehrsystems bis hin zu Todesfällen. Zwischen 1955 und 1959 wurde nahezu jedes dritte Kind in Minamata mit geistigen und körperlichen Schäden geboren.
Die M. hat in den letzten 30 Jahren annähernd 2.000 Todesopfer gefordert. Obwohl eine Kommission des japanischen Gesundheitsministeriums bereits 1959 festgestellt hatte, daß die Quecksilberverklappung durch die Chisso AG, die seit 1908 in Minamata Düngemittel und Kunststoffe herstellte, die M. hervorgerufen hatte, wurde das Dumping erst 1968 eingestellt. Die verantwortliche Chemiefirma war 1973 aufgrund eines spektakulären Gerichtsurteils zu Kompensationszahlungen an die Opfer verurteilt worden. Von 12.929 Anträgen wurden bis 1990 allerdings nur 2.330 anerkannt.
Mit dem Urteil des Tokioter Gerichtshofes im Februar 1992 wurde die Chisso AG endgültig aus der Verantwortung entlassen mit der Begründung, daß das toxikologische Potential von Methylquecksilber zur Tatzeit noch nicht entsprechend erforscht gewesen sei.
Die M. wurde auch außerhalb Japans beobachtet, v.a. in Pakistan, als Folge der Verwendung von methylquecksilber-gebeiztem Brotgetreide zur Bereitung von Nahrungsmitteln.
Autor: KATALYSE Institut
Milzbrand
M. ist eine durch den "Bacillus anthracis" verursachte, gefährliche Infektionskrankheit bei Säugetieren, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.
M. (Anthrax) wird neben Pocken, Pest und Cholera als potenzielle Biowaffe angesehen. Der Erreger Bazillus anthracis ist ein sporenbildendes Stäbchen, der über ein breites Wirtsspektrum verfügt und für nahezu alle Warmblüter hoch krankheitserregend ist. Durch seine Fähigkeit Sporen (haltbare Dauerform) zu bilden und die hohe Resistenz der Sporen gegen Umwelteinflüsse kann Bazillus anthracis in der Umwelt lange überdauern.
M. ist eine Erkrankung, die bei pflanzenfressenden Tieren wie Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden vorkommt. In den meisten Industriestaaten sind M.-Erkrankungen beim Menschen sehr selten. In Deutschland wurde 1994 der letzte Hautmilzbrand gemeldet; im Sommer 2000 wurden in Rumänien (4 Fälle) und Kasachstan (17 Fälle) M.-Fälle gemeldet.
Ein gewisses Risiko der Erkrankung liegt bei Beschäftigten in der Tiermedizin und der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft vor, wenn sie mit infizierten Tieren in Kontakt kommen. Infektiös sind Blut, bluthaltige Körperflüssigkeiten und –bestandteile von Tieren, die an M. erkrankt sind.
{b2l}M. ist eine akute bakterielle Krankheit, die gewöhnlich die Haut, in seltenen Fällen aber auch die Atemwege, insbesondere die Lunge und den Verdauungstrakt befällt. Für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung spielen vom Erreger produzierte Gifte (Exotoxine) eine zentrale Rolle.
Es existieren drei Infektionswege für die M.-Erkrankungen:
- Hautmilzbrand: durch direkten Hautkontakt mit erregerhaltigem Material.
- Lungenmilzbrand: durch Inhalation sehr feiner erreger- und sporenhaltiger Stäube.
- Darmmilzbrand: durch Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch oder Innereien infizierter Tiere.
zu Mensch findet in aller Regel nicht statt!
Eine gleichzeitige Infektion einer großen Zahl von Menschen wäre nur möglich, wenn M.-Sporen als Aerosol in ausreichender Menge ausgebracht würde. Eine großflächige Ausbringung ist möglich, gilt aber als schwierig, da die M.-Erreger als Aerosol fein versprüht werden müssen, um eine Lungengängigkeit zu erreichen. Die infektiöse Dosis ist relativ hoch und liegt bei 8.000 bis 50.000 Keimen/Person. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 7 Tage (gelegentlich bis zu 60 Tagen z.B. nach Inhalation von Sporen). Der Nachweis von Bazillus anthracis erfolgt in speziellen Labors der Sicherheitsstufe 3.
In Deutschland ist derzeit kurzfristig kein Impfstoff gegen M. verfügbar. Bei konkretem Erkrankungsrisiko ist eine Chemoprophylaxe mit
Antibiotika durchzuführen. Für den Arzt ist der Verdacht auf, sowie die Erkrankung und der Tod an M. an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.
Quellen: RKI-Merkblatt vom 23.10.2001 und Epidemiologisches Bulletin Nr. 41 vom 13. Oktober 2001, S. 330 – beide Robert-Koch-Institut Berlin
Autor: KATALYSE Institut
Mikroben
Veraltete Bezeichnung für Mikroorganismen.
Autor: KATALYSE Institut
MIK
Abkürzung für Maximale Immissionskonzentration, worunter man nach VDI-Definition diejenigen Konzentrationen von festen, flüssigen und gasförmigen Luftverunreinigungen versteht, die nach heutigen Wissensstand im allgemeinen für Mensch, Pflanze, Tier und Sachgüter bei Einwirkung von bestimmter Dauer als unbedenklich gelten.
Ein Individualschutz durch die MIK-Werte wird jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Die von der VDI-Komission für eine Reihe von Einzelschadstoffen erarbeiteten MIK-Werte (in mg/m3 Luft, in ppm, bei Stäuben in g/m3) sind als Richtwerte im Gegensatz zu den MAK-Werten ohne rechtliche Bedeutung (bis auf die MIK-Werte der TA-Luft). Unterschieden wird zwischen Konzentrationen bei dauernder (MIKD) und bei kurzfristiger MIKK) Belastung.
Zentrale Bedeutung bei den MIK-Werten geniesst die Definition der nachteiligen Wirkungen, worunter letztlich nur Wirkungen von Schadstoffen verstanden werden, die zu Krankheiten oder Leistungsbeeinträchtigungen bzw. bei landwirtschaftlichen Objekten zu Wertminderung führen. MIK-Werte gelten somit nicht für den Schutz von Öko-Systemen und beachtet zum Beispiel keinen erhöhten Bleichgehalt im Blut des Menschen. Mit biochemischen Wirkungen, solange dadurch kein Krankheitswert entsteht.
Dieses Grenzkriterium kann nicht für die Allgemeinbevölkerung mit besonders schutzwürdigen Individuen wie Kindern, Schwangeren, alten Menschen und Allergikern zur Bewertung herangezogen werden. Ebenso reagieren Organismen bereits bei wesentlich geringeren Konzentrationen mit Blockierung des Fortpflanzungsverhaltens oder mit Flucht, was mittelfristig zum Zusammenbruch von Ökosystemen führt.
Während MIK-Werte in der Regel um den Faktor 20 unter den MAK-Werten liegen, sollten Konzentrationen von Schadstoffen in der Innenraumluft in etwa 1/400stel bis 1/500stel der MAK-Konzentration betragen.
Nach TA-Luft gültige MIK-Werte: Immissionsgrenzwerte; Exemplarische MIK-Werte im Vergleich: Maximale Raumluftkonzentration.
Autor: KATALYSE Institut
Methämoglobinämie
Sauerstoffmangel im Blut.
Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches Blut, deswegen erscheinen die Lippen und Fingernägel (in schweren Fällen die ganze Haut) eines Menschen mit M. bläulich statt rosa. M. führt zu Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen.
Zu einer M. kann es durch angeborene Enzymdefekte oder durch ein anormal gebildetes Hämoglobin kommen. Daneben gibt es eine Reihe toxischer Substanzen, die eine M. verursachen können: Dazu gehören Zyankali, Chlorate, aromatische Amine.
In den meisten Fällen wird M. durch Nitrat in Trinkwasser über 100 mg je l oder in der Nahrung ausgelöst. Das Nitrat wird im Magen-Darm-Trakt zu Nitrit reduziert (Nitrosamine). Gelingt dies in die Blutbahn, so oxidiert es den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, und es entsteht Methämoglobin.
Mit dieser Oxidation verliert das Eisen im roten Blutfarbstoff seine Fähigkeit, Sauerstoff anzulagern und diesen in anderen Organen und Körperteilen wieder abzugeben.
Babys reagieren besonders empfindlich auf Nitrat, da ihr Enzymsystem nicht ausgereift ist.
Siehe auch: Babykost
Autor: KATALYSE Institut
Melatonin
Siehe Hormone
Autor: KATALYSE Institut
Melanom
Siehe Hautkrebs.
Autor: KATALYSE Institut
Maximale Raumluftkonzentration
Seit der Diskussion um Holzschutzmittelwirkstoffe wurden vom Bundesgesundheitsamt (BGA) M. in Innenräumen festgelegt (MRK).
In letzter Zeit bezieht sich das BGA allerdings nicht mehr auf die M.-Werte und legt auch keine neuen mehr fest. M.-Werte sind Schwellenwerte, unterhalb derer aber ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden kann.
M.-Werte haben keinen offiziellen Charakter und sollten nicht als Maßstab für die Qualität von Innenräumen verwendet werden. Mangels Grenzwerten für die Innenraumluft wird man z.Z. aber an M.- und MIK-Werten nicht vorbeikommen, um Forderungen nach Abstellen von Innenraumschadstoffquellen rechtlich Nachdruck zu verleihen.
Zur Einschätzung der Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen können die Mindestanforderungen der Hamburger Umweltbehörde an die Innenraumluftqualität (MIQ) herangezogen werden, die durchweg niedriger liegen als die bisher zur Orientierung und Abschätzung des Risikos verwendeten MIK-Werte, sowie die Luftqualitätsleitlinien (LQL) der Weltgesundheitsorganisation für Schadstoffe der Außenluft, die ausdrücklich für Innenräume anwendbar sind.
Für einige Schadstoffe werden Sanierungssschellen- und Zielwerte diskutiert. Der Sanierungsschwellenwert ist der Wert, bei dessen Überschreitung eine Sanierung empfohlen wird, da die Schadstoffkonzentration im Innenbereich die Schwelle einer evtl. Gesundheitsgefährdung für Menschen überschritten hat. Sie liegen z.T. erheblich unter der M., weit höher jedoch als eine anzustrebende Innenraumluftkonzentration, die auch Sanierungszielwert genannt wird.
So liegt in Baden-Württemberg der Sanierungszielwert für Dichlofluanid bei bei 0,000.05 mg/m3, die M. jedoch bei 0,12 mg/m3. Die Hamburger Umweltbehörde setzt Sanierungszielwerte für die krebserregenden Stoffe Furmecyclox von 0,000.011 mg/m3 (M.-Wert 8 mg/m3) und
Lindan von 0,003 mg/m3 (M.-Wert 0,004 mg/m3) sowie für Pentachlorphenol von 0,05 mg/m3 (M.-Wert 0,06 mg/m3) fest.#
Siehe auch: Innenraumluftbelastung, Immissionsgrenzwerte, MAK-Werte, Bundesgesundheitsamt
Autor: KATALYSE Institut
Maximale Immissionskonzentration
Siehe MIK.
Autor: KATALYSE Institut
Maximale Arbeitsplatz-Konzentration
Siehe MAK-Werte
Autor: KATALYSE Institut
Malathion
Handelsnamen: Carbofos, Malmed, u.a. Insektizid aus der Stoffgruppe der Thiophosphorsäureester.
Wird gegen saugende Insekten im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau eingesetzt, z.Z. auch noch im Innenraum zur Bekämpfung von Insekten im Haus zugelassen, breite nervengiftige Wirkung, wie bei allen Phosphorsäureestern auf Fische, Bienen, Vögel, Säugetiere, Menschen durch Aufnahme über die Haut, Nahrung, Inhalation, hohe Toxizität auch durch Nebenprodukte, die bei der Lagerung entstehen.
Pflanzenschutzmittel
Lit.: J.Witte et al.: Pestizide - Gefahren für die Gesundheit, Frankfurt/M. 1988
Autor: KATALYSE Institut
Makrophagen
Die Makrophagen gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die bei der Abwehr von schädlichen Stoffen und der Vernichtung von Mikroorganismen und Tumorzellen mitwirken. Die auch als große Fresszellen (Phagozyten) bezeichneten beweglichen Zellen werden im Knochenmark gebildet, erscheinen ein paar Tage im Blut als Monozyten und wandern dann aus dem Blut in die verschiedenen Gewebe und Organe (Haut, Lunge, Darm, Knochen usw.) aus. Sie werden entsprechend ihres Standortes unterschiedlich bezeichnet, z. B. in der Leber als Kupffersche Zellen, in der Haut als Langerhans-Zellen und im Knochen als Osteoklasten. Die Makrophagen haben eine Reihe von verschiedenen Aufgaben im Organismus. Eine der wichtigsten ist die Erkennung von Fremdstoffen (Antigenen wie fremde Eiweiße, in die Lunge oder Haut eingedrungene Partikel, Bakterien, Viren). Um die Beseitigung der Fremdstoffe bewerkstelligen zu können, sind sie zur Phagozytose befähigt. Das ist die Aufnahme der Fremdstoffe in das Zellinnere. Beim Eindringen von Fremdstoffen in den Körper bewegen sich die Makrophagen auf die Stelle zu, angelockt durch diese Fremdstoffe (Chemotaxis), binden sich an diese und umfließen sie mit ihrem Zellplasma. Nach der Aufnahme in das Zellinnere setzt die Verdauung oder Abkapselung der Stoffe bzw. Partikel ein. Die Makrophagen verfügen über viele Enzyme (Lysozym u. a.), mit denen die aufgenommenen Stoffe zersetzt werden. Auch abgestorbene Körperzellen, durch Verletzung oder Alterung, werden auf diese Weise beseitigt (phagozytiert), ebenso wie virusinfizierte und entartete Zellen. Eine weitere wichtige Funktion ist die „Präsentation“ der erkannten Antigene, damit die Immunzellen (Lymphozyten) passende Antikörper herstellen können bzw. die zelluläre Immunität in Gang kommen kann. Neben der Abwehr von Fremdstoffen bilden die Makrophagen Botenstoffe wie Interleukine und Interferone (Zytokine) und den so genannten Tumornekrosefaktor (TNF). Sie sind damit an vielen immunologischen Prozessen beteiligt: an der Stimulation der Lymphozyten, damit diese Antikörper herstellen können, an der Einleitung einer Entzündungsreaktion, der Organheilung nach Verletzungen und Entzündungen. Makrophagen arbeiten mit anderen Immunzellen zusammen wie Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), den verschiedenen Lymphozyten und Granulozyten (kleine Fresszellen).
Autor: KATALYSE Institut
Krebsrisiko
Die Abschätzung eines individuellen K. oder eines Risikos, das aufgrund bestimmter krebsauslösender Substanzen entsteht, ist äußerst problematisch und wird demzufolge kontrovers diskutiert.
Da die Vorgänge bei der Krebsentstehung noch nicht im Zusammenhang geklärt sind, kann eine Risikoabschätzung nur durch das Studium individueller Krebsfälle, epidemiologischer Studien oder mit Hilfe von Tierversuchen ermittelt werden. Substanzen, die sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen haben, sollten im praktischen Anwendungsfall so behandelt werden, als ob diese Substanz auch beim Menschen Krebs auslösen könnte.
Hierbei ist die Gesetzgebung jedoch äußerst zurückhaltend. Je nach Interessenlage - chemische Industrie, Verbraucher oder Gesetzgeber - werden Untersuchungsergebnisse unterschiedlich interpretiert. So z.B. die Frage, ob Substanzen, die mutagen, d.h. erbgutverändernd, wirken auch als krebsauslösend zu betrachten sind. Bis heute ist es unmöglich, die Kombinationswirkung verschiedenster Chemikalien im Körper zu kalkulieren.
Auch Angaben über Grenzwerte für bestimmte Chemikalien sind mit Vorsicht zu betrachten, da selbst kleinste Dosen verheerende Wirkungen haben können, wenn sie über einen genügend langen Zeitraum immer wieder auf den Organismus einwirken. Der Zeitraum zwischen der ersten Exposition gegenüber einem chemischen Kanzerogen (krebsauslösende Substanz) und der Entwicklung einer klinischen Krebssymptomatik bemißt sich gewöhnlich in Dekaden und kann 30 Jahre oder mehr betragen.
Dies erschwert einerseits die Ursachenforschung und läßt andererseits vermuten, daß angesichts der Vielzahl immer neuer Chemikalien, die in Umlauf gebracht werden, die Krebsrate in den nächsten Jahrzehnten noch ansteigen wird. Schon heute stirbt ca. jeder 5. Bundesbürger an Krebs.
Als eindeutig krebserregend gelten heute physikalische Faktoren wie ionisierende Strahlung (Somatische Strahlenschäden, Radioaktivität, Alpha-, Beta-, Gamma- und Röntgenstrahlung) und UV-Strahlung (Hautkrebs), bestimmte Krebsviren sowie eine Vielzahl von Chemikalien (z.B. bestimmte Nitroseverbindungen, PCB, Vinylchlorid, mehrere Halogenkohlenwasserstoffe, Benzol, Asbest u.v.a.). Einzelne von diesen Kanzerogenen geschädigte Körperzellen, die zu Tumorzellen verändert sind, müssen jedoch nicht in jedem Fall eine Krebserkrankung auslösen.
Dem Körper stehen als Abwehrmaßnahmen zur Verfügung: molekulare Reparatursysteme, die ständig die Erbsubstanz auf Schädigungen kontrollieren und diese reparieren, das Immunsystem, das veränderte Körperzellen abfängt und vernichtet sowie die Leber als Filterorgan für Tumorzellen.
Sind verschiedene Personen in gleicher Intensität einem bestimmten Kanzerogen ausgesetzt, so entscheidet über das individuelle Risiko: 1. das Alter ( 75% aller Tumorerkrankungen entstehen jenseits des 60.Lebensjahres), 2. der Zustand des Immunsystems und 3. die Erbanlagen. Der Anstieg der Krebserkrankungen ist neben verschiedensten Umwelteinflüssen also auch auf die zunehmende Lebenserwartung zurückzuführen.
Nach einer neueren Schätzung entfallen 30% der Krebserkrankungen auf Schädigungen durch Tabakgenuß (Tabakrauch, Passivrauchen), 9% durch natürliche radioaktive Stoffe (natürliche
Strahlenbelastung, Radon), 4% auf berufliche Exposition durch insb. chemische Kanzerogene, 2% auf Luft- und Wasserverschmutzung sowie ein Drittel der Erkrankungen auf nichtsachgemäße Ernährung und Ernährungsgewohnheiten. Die Bedeutung der Luftverschmutzung für die Entstehung von Lungenkrebs wurde in neueren Studien belegt (z.B. Schadstoffe aus Kfz).
Nach einer Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums erkranken z.B. Vegetarier seltener an bösartigen Tumoren als Personen, die große Mengen Fleisch verzehren. Bei männlichen Vegetariern ist die Krebsrate um 50% reduziert und bei Frauen um 25%.
In der MAK-Wert-Liste werden die krebserzeugenden chemischen Substanzen aufgeführt. Kritiker behaupten jedoch, daß dort nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Anzahl kanzerogener Substanzen aufgeführt sind.
Lit.: W.-D. Rose: Krebsgifte erkennen und vermeiden, München 1987; Ökologische Briefe, 25/1990; Ökologische Briefe 17/1991
Siehe auch: Elektrosmog, Hochspannungsleitung, Kernkraftwerk
Autor: KATALYSE Institut
Krebs
Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist.
Darüber hinaus kommt es durch Zellabsiedlung zu Tochtergeschwulsten in benachbarten sowie entfernt liegenden Organen (Metastasen). Durch Ausfall lebenswichtiger Organe tritt der Tod ein.
Krebsauslösend wirken bestimmte Umweltfaktoren, sogenannte Karzinogene, in einigen seltenen Fällen auch Viren.
Weiterhin spielen auch ererbte Veranlagungen, hormonelle Einflüsse sowie Defekte der Immunabwehr eine Rolle bei der Krebsentstehung.
Karzinogen wirken können physikalische Faktoren wie z.B. radioaktive Strahlung (ionisierende Strahlung, somatische Strahlenschäden) und UV-Strahlung (Hautkrebs).
Auch eine Vielzahl chemischer Substanzen wirken karzinogen: z.B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH), unter diesen Benzopyren, Methylcholanthren u.a. Diese Stoffe kommen besonders im Tabakrauch, aber auch in Auto- und Industrieabgasen (Raffinerien, Chemiewerke, Kokereien, Kohle- und Ölkraftwerke) vor. Ebenfalls karzinogen wirken aromatische Amine: Anilin, Aminofluoren u.a., Arsen, Benzol, Asbest usw. (MAK-Werte).
Karzinogene erzeugen in den mit ihnen in Berührung kommenden Körperzellen die Anlage zur Geschwulstbildung. Nach einer Latenzphase von ca. 15-20 Jahren, z.T. auch früher oder erheblich später, kommt es zur Ausbildung eines bösartigen Tumors. Andere Stoffe, sogenannte Cokarzinogene, die selbst nicht krebserregend sind, die aber die Tumorentstehung beschleunigen, können diese Latenzphase verkürzen. Eine K.-Art mit besonders kurzen Latenzzeiten ist Blutkrebs (Leukämie).
Frühzeitig erkannte K.-Erkrankungen können durch entspr. Behandlung (Operation, Medikamente, Naturheilverfahren, Änderung der Lebensweise) ausgeheilt werden. In diesem Zusammenhang kommt den Früherkennungsuntersuchungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, besondere Bedeutung zu.
Nach den jüngsten Angaben der Statistik stirbt in Deutschland jeder fünfte Mensch an Krebs. Die bösartigen Geschwulste stehen damit nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle der Todesursachenstatistik. Bei fast allen K.-Arten beobachtet man bei uns seit 1955 eine Zunahme, besonders beim Lungen- und Gebärmutterhals-K. sowie beim K. in Mundhöhle und Rachen. Lediglich beim Magen-K. ist ein Rückgang zu verzeichnen.
Hinsichtlich der Krebssterblichkeit steht Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze, eng gefolgt von ihren industrialisierten Nachbarländern. Insg. zeigt sich in allen Industrieländern eine deutlich erhöhte K.-Erkrankungsrate im Vergleich zu Ländern mit geringerer Industrialisierung.
Dafür kann es mehrere Gründe geben, z.B. aufgrund der höheren Lebenserwartung, da mit zunehmendem Alter immer mehr Genschäden nicht mehr repariert werden und auch das Immunsystem schwächer wird. Auch wegen der besseren medizinischen Versorgung in den Industrieländern ist die Zahl der Todesursachen eingeschränkt. Zunehmende Umweltbelastungen als K.-Ursache werden jedoch immer stärker diskutiert und z.T. auch nachgewiesen.
Lit.: Becker/Frentzel-Beyme/Wagner: Krebsatlas der BRD, Berlin 1984
Siehe auch: Krebsrisiko, Immunsystem, Hautkrebs
Autor: KATALYSE Institut
Kontaktekzem
Siehe Ekzem.
Autor: KATALYSE Institut
Klinische Ökologie
K. beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Umwelt und Umweltverschmutzung auf die Gesundheit des Menschen.
Sie versucht, die krankheitsauslösenden Ursachen zu ermitteln und Maßnahmen zu erarbeiten, diese zu reduzieren. Die Abgrenzung zu anderen Wissenschaften, z.B. Ökotoxikologie, Allergologie (Allergie), Umweltmedizin, ökologische Chemie ist nicht eindeutig zu ziehen. Eine Zusammenarbeit ist wünschenswert. Arbeitsmethoden der K. sind z.B. Provokationstests, mit denen Überempfindlichkeiten auf Stoffe ausgetestet werden.
Lit.: K.D.Runow: Umweltkrankheiten, Stuttgart 1987
Autor: KATALYSE Institut
Kernspur-Dosimeter
Dosimeter zur Bestimmung der Belastung durch radioaktives Radon.
Die beim Zerfall von Radon und seinen Zerfallsprodukten entstehende Alphastrahlung hinterlässt beim Auftreffen auf speziellen Folien Spuren, die durch Ätzverfahren sichtbar gemacht und unter dem Mikroskop ausgezählt werden können.
Die Anzahl der Spuren ist proportional zur Dosis, mit der Menschen durch Radon in dem entsprechenden Raum während der Messzeit belastet werden. Über die auftretende Belastung während einer bestimmten Messzeit wird auf die mittlere Radon-Konzentration geschlossen.
Die Messzeit eines K. liegt zwischen drei Monaten und einem Jahr. Jahreszeitliche Schwankungen können somit in die Messung mit einfließen und werden im Gegensatz zu Messungen mit Aktivkohle-Dosimeter berücksichtigt.
Autor: KATALYSE Institut
Kawasakifieber
Siehe Teppichreinigungsmittel.
Autor: KATALYSE Institut
Karzinom
Siehe Krebs, Tumor.
Autor: KATALYSE Institut
Karzinogene
Stoffe bzw. Faktoren, die einen Krebs verursachen können.
Autor: KATALYSE Institut
Karies
K. ist eine Zivilisationskrankheit, die durch veränderte Ernährungsgewohnheiten bedingt ist, bei der es zu einer Erweichung der Hartsubstanzen der Zähne kommt.
Die K. ist an das Vorhandensein von Bakterien und Kohlehydraten gebunden. Die Bakterien schaffen durch das Vergären der Kohlehydrate aus zucker- und feinmehlhaltigen Lebensmitteln ein K.-förderndes, saures Milieu. Fördernd wirken weiterhin Erb- und Umwelteinflüsse, ungenügende Kautätigkeit, mangelnde Mundhygiene, Calcium- und Fluoridmangel. K. ist die häufigste Zahnerkrankung.
Autor: KATALYSE Institut
