Wachsmalstifte

W. bestehen aus Kaolin (Porzellanerde) und Wachs. Beide sind für den Nutzer gesundheitlich unbedenklich.

Vorsicht ist bei roten und orangen Farbstoffen in W. geboten, da sie oft aus Anilin-Verbindungen bestehen. Das Verschlucken solcher W. kann bei Kleinkindern zu Blausucht (Methämoglobinämie) führen.

Autor: KATALYSE Institut

Wasserstoffperoxid

f}W. (Wasserstoffsuperoxid, H2O2) ist in 30-40%iger Lösung stark ätzend.

Mindestens 60%ige W.-Lösung hat einen MAK-Wert von 1 ml/m3 (ppm) entsprechend 1,4 mg/m3. W. wird heute als Bleichmittel (z.B. als 2%ige Lösung für Haare), früher auch als Konservierungsstoff (heute verboten) eingesetzt. W. entsteht bei der Lebensmittelbestrahlung. Produktionsmenge 1991, Westdeutschland: 82.000 t.
Sauerstoffbleiche

Autor: KATALYSE Institut

Waschanlage

siehe Autowäsche.

Autor: KATALYSE Institut

Wäscher

Wäscher sind Anlagen, in denen die Schadstoffe aus den Rauchgasen durch eine Waschflüssigkeit entfernt werden.
Abgasreinigungsverfahren , Rauchgasentschwefelungsanlagen

Autor: KATALYSE Institut

Waschmaschine

Waschmaschinen belasten die Umwelt durch Stromverbrauch (Kraftwerk),Trinkwasserverbrauch und Waschmittel.

In Westdeutschland werden 14% des Trinkwassers und 9% des Haushaltsstroms zum Wäschewaschen verbraucht. Jährlich gelangen ca 700.000 t Waschmittel ins Abwasser .
In den letzten 10 Jahren konnte der Wasserverbrauch von W. um 45% (von 150 auf 80 l) und der Stromverbrauch um 33% (von 3 auf 2 kWh) gesenkt werden. Sparsame Geräte benötigen sogar nur 70 l Wasser und 1,8 kWh (Daten für Kochwäsche). Auch die heute am Markt erhältlichen W. unterscheiden sich drastisch im Verbrauch, so daß der richtigen Wahl beim Kauf einer W. eine wichtige Bedeutung zukommt

(Haushaltsgeräte). Der Effekt sparsamerer W. wird allerdings durch verändertes Verbraucherverhalten überkompensiert. So stieg die wöchentliche pro-Kopf-Wäschemenge von 1900 bis 1991 fast um den Faktor 4!
Wasser- und Stromverbrauch stehen in direktem Zusammenhang. Je weniger Wasser pro Waschgang erhitzt werden muß, desto weniger Energie wird hierzu benötigt. Dasselbe gilt für die Waschtemperaturen. Wird eine Kochwäsche durch eine 60-Grad-Wäsche ersetzt, so können 40% Energie gespart werden.
V.a. technische Neuerungen können Strom- und Wasserverbrauch senken:
Eine Mengenautomatik z.B. sorgt dafür, daß nur wenig mehr Wasser in die W. einfließt als von der Wäsche aufgesogen wird. So wird für die Wäsche von Synthetik-Textilien oder kleinen Mengen weniger Wasser verbraucht als für Baumwolle oder eine volle Trommel. Zu der aufgesogenen Wassermenge kommen noch knapp 5 l hinzu, die ständig abgepumpt und von oben wieder auf die Wäsche gesprüht werden.
Eine Dosierautomatik sorgt für die optimale Dosierung von Waschmittel, Enthärter , Bleichmittel und auf Wunsch auch Weichspüler je nach eingestelltem Programm, wodurch Überdosierungen durch leider viel zu oft auftretende Bedienungsfehler vermieden und die Mengen der einzusetzenden Mittel reduziert werden. Dosierautomatiken sind allerdings noch sehr teuer.
Eine weitere, billigere Methode, Waschmittel, Strom und Wasser zu sparen, ist das Einweichen vor der Wäsche und/oder die Verlängerung der Waschzeit. Einige W. haben entsprechende Sparprogramme. Dieser Effekt ist aber auch durch das zwischenzeitliche Ausschalten nach der ersten Wasserzufuhr zu erzielen. Hierdurch kann z.B. eine Koch- durch eine 60-Grad- oder eine 60-Grad- durch eine 40-Grad-Wäsche ersetzt werden, da durch die längere Verweildauer das Waschmittel besser einwirken kann und auch stärker verschmutzte Kleidung sauber wird.
Für Gegenden mit extrem hartem Wasser (Wasserhärte) sind vorgeschaltete Anionenaustauscher (Ionenaustauscher) empfehlenswert, die an alle W. angeschlossen werden können. Sie tauschen die härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen im Wasser gegen Natriumionen aus und sorgen dafür, daß weniger Waschmittel bzw. Enthärter benötigt wird. Eine weitere Methode, die Wasserhärte zu senken, ist die Verwendung von sehr weichem Regenwasser (Regenwassernutzung).
Nur wenige W.-Modelle ermöglichen eine direkte Nutzung des Warmwassers aus der gas- oder ölgefeuerten Zentral-Heizung oder von Sonnenkollektoren, wodurch beträchtliche Mengen Strom eingespart werden können. Standardmodelle benötigen zur Einspeisung von Warmwasser externe Vorschaltgeräte, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind.
In älteren W. fanden häufig PCB-haltige Kondensatoren Verwendung, die durch Auslaufen (bräunliche Flüssigkeit) und bei der Verschrottung zur gesundheitlichen Gefahr werden können.

Autor: KATALYSE Institut

Waschmittelkonzentrate

Vorwiegend im Pulverbereich angebotene Produkte, die sich äußerlich häufig durch kleinere Verpackungen von den herkömmlichen Waschmitteln unterscheiden.

Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden:
1. Die sog. Volumenkonzentrate oder Schwerpulver besitzen eine deutlich höhere Schüttdichte (0,6-0,9 g/cm3) im Vergleich zu den üblichen Waschmitteln (0,5-0,6 g/cm3), sind aber in ihrer Zusammensetzung, abgesehen vielleicht von einem weitgehenden Verzicht auf den Füllstoff Natriumsulfat (Glaubersalz), nicht nennenswert verändert. So wird mit diesen W. zwar nicht der Eintrag von Chemikalien ins Abwasser verringert, da aber die gleiche Menge Pulver ein kleineres Volumen beansprucht, resultiert immerhin eine Verpackungseinsparung.
2. Eine Weiterentwicklung stellen die sog. Superkonzentrate dar. Hier tritt neben höhere Schüttdichte und Verzicht auf Füllstoff eine etwas veränderte Zusammensetzung, so daß im Ergebnis bei empfehlungsgemäßer Dosierung sich auch eine verringerte Abwasserbelastung ergeben kann. Diese gemeinhin als Kompaktwaschmittel angebotenen W. erleben momentan eine stürmische Absatzentwicklung.
W. werden sowohl bei den Universal- als auch den Spezialwaschmitteln angeboten.

Autor: KATALYSE Institut

Weißmacher

siehe Optische Aufheller.

Autor: KATALYSE Institut

Weltbank

Auch: Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. 1944 gegründete Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington (Mitgliederzahl 1986: 151 Mitglieder).

Zu ihren Aufgaben gehörte zunächst die Förderung des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Mittlerweile spielt sie eine maßgebliche Rolle bei der internationalen Koordinierung der Entwicklungshilfe. Offizielle Zielsetzung der W. ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und die Bekämpfung der Armut.

Dies geschieht sowohl durch die Gewährung von Darlehen und finanzielle Garantieübernahmen als auch durch die projektbezogene Beratung von Regierungen. Die W. erstellt u.a. länder- oder regionalbezogene Entwicklungsstudien und finanziert Ausbildungsaktivitäten. Die Darlehenspolitik erfolgt nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen. Kredite mit einer Laufzeit von 15-25 Jahren werden grundsätzlich nur an die Regierungen oder gegen Regierungsgarantie vergeben. Die Finanzierung der Darlehen erfolgt aus dem von den Mitgliederländern gezeichneten Grundkapital, den Darlehensrückzahlungen, den Reingewinnen, Schuldverschreibungen und dem Verkauf von Darlehensforderungen.

Die W. sieht ihre Arbeit in einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang, ökologische Aspekte werden erst seit kurzer Zeit innerhalb dieses Rahmens integriert. Bis dahin wurden Umweltaspekte oft völlig vernachlässigt, wie z.B. bei der Nutzung der Kernenergie (Kernkraftwerke) oder auch der großtechnischen Wasserkraft. Auf massive Kritik hin stellte die W. ihre internen Strukturen um, um zukünftig Wechselwirkungen zwischen der geförderten wirtschaftlichen Entwicklung und möglichen Umweltbelastungen zu berücksichtigen. Die W. will sogar direkte Naturschutzvorhaben unterstützen und Umweltschutz zum festen Bestandteil ihrer Projekte machen. Echte Impulse fehlen bislang allerdings; so wartet z.B. die Solarenergie immer noch vergeblich auf eine finanzielle Unterstützung der W. zur Realisierung von Solarkraftwerken in Entwicklungsländern.

Autor: KATALYSE Institut

Weltmodell

W. sind im wesentlichen computergestützte Simulationen zukünftiger Entwicklungen auf der Erde.

Zukunftsprognosen beruhen auf der Hochrechnung vorhandener Daten mit Hilfe der Kybernetik. Der Zusammenhang und die Wechselwirkungen der ausgewählten Problembereiche (je nach Zielsetzung durchaus unterschiedliche) werden in mathematischen Beziehungen ausgedrückt.
Ein erstes derartiges Modell, das das Weltbild vieler Menschen tiefgehend geändert hat, war die 1972 veröffentlichte Studie Die "Grenzen des Wachstums", erstellt von Meadows und anderen Mitarbeitern des Massachusetts Institute of Technology(MIT) im Auftrag des Club of Rome. Die Ergebnisse entwarfen ein pessimistisches Zukunftsbild: Die Fortsetzung des bisherigen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums führt noch innerhalb des nächsten Jahrhunderts wegen der Erschöpfung der Rohstoffressourcen, weltweiter Unterernährung, Umweltzerstörung und -verschmutzung zu einem dramatischen Bevölkerungszusammenbruch, falls nicht rechtzeitig eingreifende politische Maßnahmen in bezug auf Familienplanung, Stopp des Wirtschaftswachstums und Einführung umweltschonender technologischer Methoden (Recycling, Erhöhung der Wertbeständigkeit von Produkten etc.) im industriellen Bereich eingeführt werden.

Auch das ebenfalls vom Club of Rome in Auftrag gegebene differenziertere Folgemodell von Mesarovic (Cleveland, USA) und Pestel (Frankfurt), dessen Ergebnisse zwei Jahre nach dem ersten Modell 1974 mit dem Titel "Menschheit am Wendepunkt" herausgebracht wurden, kommt mit Hilfe einer Szenariotechnik, nach der die Erde in einzelne, in bezug auf Bevölkerungsentwicklung, Ressourcen etc. miteinander verkoppelte Regionen aufgeteilt wird, zu ähnlichen Ergebnissen, die in der Forderung nach einer neuen globalen Wirtschaftsordnung und fairen und dauerhaften Systemen der Verteilung der Weltressourcen kumulieren.
Global 2000: Der Bericht an den Präsidenten, 1980 herausgegeben vom Council on Environmental Quality/US-Außenministerium, stellt bis heute eines der detailliertesten Bilder der Welt in der Reihe der pessimistischen Modelle dar, begrenzt allerdings auf den engen Zeitraum bis zum Jahr 2000. Dokumentiert wird zusätzlich eine Bestandsaufnahme schon feststellbarer und noch zu erwartender Umweltschäden. Selbstkritische Methodenanalysen ermöglichen Einblick in die Dateninterpretationsgrundlagen. Prognosen werden gestellt mit der Annahme anhaltender gegenwärtiger politischer, ökonomischer und technischer Entwicklungstrends, in die keine Störungen durch katastrophale technologische Rückschläge oder Kriege eingreifen. Die Aussagen sind erschreckend genug: Bis zum Jahr 2000 werden in den unterentwickelten Ländern (vornehmlich südliche Halbkugel der Erde) 5 Mrd Menschen leben, davon über 1,3 Mrd im Zustand ständiger Unterernährung. Mexico City wird von mehr als 31 Mio Menschen bewohnt sein, 40% des Waldes sind vernichtet, und 20 Jahre später wird kein zugänglicher Wald mehr in den unterentwickelten Ländern vorhanden sein. Damit hängt eine Verlagerung der Rohstoffproblematik, weg vom Metall- und Energiebereich, hin zu wirklich unwiederbringlichen Rohstoffverlusten durch Vernichtung genetischer Reserven (Genbank) pflanzlichen und tierischen Lebens, zusammen.
Entscheidende Veränderungen haben diese aufrüttelnden Modelle nicht bewirkt. 1991 veröffentlichte der Club of Rome seinen zweiten Bericht "Die globale Revolution"; die Kernaussage: Heute ist die Welt in einem schlechteren Zustand als vor 20 Jahren. Die Zeit, um endlich zu reagieren, ist sehr viel kürzer geworden. Industrialisierung, Umweltverschmutzung und Ausbeutung nicht erneuerbarer Rohstoffe, Bevölkerung und Nahrungsmittelbedarf wachsen in einem Tempo, daß ohne eine globale Revolution das baldige Ende der Menschheit gewiß ist. Der Club of Rome hält die derzeitigen Marktmechanismen für ungeeignet, globale Probleme zu lösen, und "Konsum in seiner gegenwärtigen Form kann nicht überleben". Besondere Bedeutung wird dem Treibhauseffekt beigemessen. Um die drohende Klimakatastrophe zu verhindern, schlägt der Club of Rome eine weltweite Kampagne zum Energiesparen vor und ein Crash-Programm, um die Weltenergieversorgung auf regenerative Energiequellen umzustellen. Selbst die nukleare Option (Kernkraftwerk) wird nicht von vornherein ausgeschlossen. Das jüngste W. stammt von Dennis und Donella Meadows ("Die neuen Grenzen des Wachstums", 1992): Die vergangenen zwei Jahrzehnte staatlichen Umweltschutzes haben nicht nur die Umweltschäden nicht reduziert, es hat auch keine signifikanten Veränderungen im weltweiten Wachstumsprozeß gegeben. Die vergangenen Jahrzehnte sind im Sinne des notwendigen revolutionären Wandels verschenkt worden. Die befürchtete Grenze der Belastbarkeit der Erde ist an vielen Stellen bereits überschritten, einige Weltregionen stehen vor dem Kollaps. Die Grundübel sehen die Meadows in der Wachstumsideologie und dem inhärent kurzfristigen Profitstreben und dem ebenso kurzsichtigen politischen Handeln. Ein radikaler Wandel im Wirtschaften und in der Ethik sei notwendig, es gelte, in den westlichen Industriegesellschaften schnell eine neue, beispielhafte Kultur der Genügsamkeit zu entwickeln. Nach der landwirtschaftlichen Revolution vor 6.000 Jahren und der industriellen Revolution Anfang des 19. Jh. stehen wir nun vor der dritten Anpassungsperiode in der Menschheitsgeschichte, der Revolution zur weltweiten Anpassung an die Grenzen der Umwelt.
GAIA, Biosphäre II, Energiewende

Autor: KATALYSE Institut

Weißblech

Als W. bezeichnet man ein Eisenblech, das zum Schutz vor Korrosion mit einer dünnen Schicht aus Zinn überzogen ist.
Für W., das mit Lebensmitteln in Berührung kommt, werden meist über dem Zinn noch eine oder mehrere zusätzliche Schutzschichten aus Lack aufgebracht.

70% des in Westdeutschland hergestellten W. wird im Lebensmittelbereich verbraucht, wo man es meist zu Konserven- oder Getränkedosen verarbeitet. Auf diese Weise fallen mit Haus- und Gewerbemüll (Hausmüll,
Abfall) jährlich etwa 700.000 t W.-Schrott an, dessen Verwertung Probleme bereitet (Recycling). Früher wurde W. in der Eisenverhüttung eingesetzt, mit dem Rückgang der Eisenproduktion sind Stahlwerke z.Z. fast die einzigen Abnehmer. Jedoch darf aus Qualitätsgründen im Stahl ein bestimmter Zinnanteil nicht überschritten werden, so daß spezielle Verfahren der Entzinnung (z.B. Lurgi-Verfahren) zur Anwendung kommen oder der W.-Schrott mit Eisen verschnitten wird (Abkonzentration). W.-Erzeugnisse sind energetisch und ökologisch günstiger als die entsprechenden Produkte aus Aluminium. Wie beim Aluminium existiert jedoch auch für W. noch kein bundesweites Sammel- und Rückführsystem. Zudem ist W. als Einwegverpackung abzulehnen. Daher muß z.B. auf dem Getränkesektor die Forderung gestellt werden, in Zukunft verstärkt auf Glas in Mehrwegsystemen als Packstoff umzusteigen, auch wenn hierbei eine größere Bruchgefahr und ein höheres Verpackungsgewicht zu verzeichnen sind.

Autor: KATALYSE Institut

Weißkreuz

Bezeichnung aus dem Ersten Weltkrieg; bezieht sich auf die Markierung der Munition mit farbigen Kreuzen für die unterschiedlichen Klassen chemischer Kampfstoffe.

Reizstoffe.

Autor: KATALYSE Institut

Weichspüler

Mengenmäßig mit Abstand bedeutendste Gruppe der Waschhilfsmittel, werden die W. zur sog. "Avivage" eingesetzt.

Sie unterdrücken den als Wasserstarre bezeichneten Effekt, wonach maschinengewaschene Wäsche den durch die Waschmechanik hervorgerufenen Unordnungszustand der Fasern beim Trocknen in unbewegter Luft (z.B. Badezimmern) beibehält. Dies macht sich als harter Griff insb. bei Frottierware bemerkbar. Der einfachste Weg zur Abhilfe ist Trocknen im Freien. Aber auch das Walken und Ziehen der schleuderfeuchten Wäsche hilft beachtlich. Einen ganz ähnlichen Effekt erzielt das Trocknen im Tumbler. Trotzdem preist die Industrie W. gerade auch für tumblergetrocknete Wäsche an. Hier kommt deren zweiter Effekt zum tragen, die antistatische Ausrüstung der Fasern. Gerade Synthesefasern erleiden nämlich sonst im Wäschetrockner starke elektrostatische Aufladung.
Inzwischen bieten die W.-Hersteller sogar eine spezielle Anwendungsform des W. für Tumbler an, die Pflegetücher. Das sind präparierte Läppchen, die während des Trocknungsvorgangs ihre Wirkstoffe auf die Textilien übertragen. Die bei weitem häufigste Anwendung aber bleibt die Avivage im letzten Spülbad des Waschprozesses. Verantwortlich für die Wirkung des W. sind kationische Tenside, die aufgrund ihrer positiven Ladung eine hohe Affinität zu den negativ geladenen Textilfasern haben und auf diese aufziehen. Sie können nicht zusammen mit Waschmitteln angewandt werden, weil deren anionische Tenside die W. unter Neutralsalzbildung inaktivieren würden. W. sind hochverdünnte Produkte, die bis zu 95% Wasser enthalten. Seit einigen Jahren sind Konzentrate auf dem Markt.
Wegen der schlechten Wasserlöslichkeit der kationischen Tenside enthalten W. noch Emulgatoren und Lösemittel.

Der W.-Absatz lag 1988 (konzentratbereinigt) bei 384.000 t, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,25 kg im Jahr entspricht.
Dabei sind 35% aller deutschen Verbraucher regelmäßige W.-Anwender. Im Westen greifen 38% gelegentlich und 27% nie zur Flasche. In den neuen Bundesländern dagegen erfreuen sich die W. noch größeren Zuspruchs. Nur 16% der Verbraucher verweigern sich ihnen hartnäckig.
Das Verhältnis von normalen W. zu Konzentraten, das in den 80er Jahren sich immer mehr zugunsten letzterer entwickelte, scheint sich in jüngster Zeit wieder erheblich zurückverschoben zu haben.
Bis Ende 1991 war DSDMAC das meistbenutzte kationische Tensid. Wegen unbefriedigender Umweltverträglichkeit hatte das Umweltbundesamt bei den Herstellern interveniert und diese zu einer Substitution des DSDMAC bewogen. Die heute eingesetzten Avivage-Wirkstoffe sind tatsächlich bedeutend besser abbaubar. Jedoch werden auch dadurch W. nicht zu empfehlenswerten Produkten. Nach wie vor stellen sie angesichts des Massenverbrauchs eine erhebliche Abwasserbelastung dar, während ihr Gebrauchsnutzen umstritten ist. Schließlich beeinträchtigen sie die Saugfähigkeit von Textilien, die Trageeigenschaften von Wetterschutzbekleidung und werden immer wieder als auffällig in Zusammenhang mit Hautunverträglichkeiten genannt.
Daher fordern Umwelt- und Verbraucherverbände sowie das Umweltbundesamt die Konsumenten schon seit Jahren zum W.-Verzicht auf.
Wer gar nicht auf Avivage verzichten will, dem seien bestimmte Schichtsilikate (Bentonite) als umweltverträgliche Weichpfleger oder Seifenwaschmittel empfohlen, denn Seife ergibt auch einen angenehmen Griff.

Autor: KATALYSE Institut

WC-Beckensteine

W. (auch Urinalsteine oder WC-Duftspüler) bestanden früher sehr oft aus dem stark umweltbelastenden Paradichlorbenzol.

Heute handelt es sich vorwiegend um Produkte, welche durch sehr hohe Gehalte (>30%) anionischer und nichtionischer Tenside ausgezeichnet sind, weshalb auch einige dieser W. mit Warnhinweisen ("reizend") verkauft werden. Weitere Bestandteile sind Füllstoffe (z.B. Cellulose), welche die Wirkstoffabgabe regulieren, Gerüststoffe (z.B. Citrat oder Polycarboxylate) und anorganische Salze (z.B. Glaubersalz) sowie vergleichsweise große Mengen Duft- und Farbstoffe. Einige W. enthalten auch Wachse und problematische Lösemittel (Aromaten).
Trotz der säubernden Bestandteile kann die Toilettenreinigung wirksamer mit anderen Methoden erfolgen (WC-Reiniger). W. sind daher leicht verzichtbare Produkte, die aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen ganz vermieden werden sollten. Gleiches gilt für die sog. Wasserkasten-Automaten.

Autor: KATALYSE Institut

Weichmacher

W. sind feste oder flüssige, organische Verbindungen, die als Additive eine weichmachende Wirkung auf Kunststoffe, Textilien, Lacke, Zellglas und Dichtungsstoffe ausüben.

In großem Umfang werden W. bei bestimmten Kunststoffen (z.B. PVC) verwendet; andere Kunststoffe enthalten hingegen keine W. (z.B. Polyethylen, Polypropylen).
Die PVC-Produktion stellt den größten Verbraucher von W. dar. Diese können bis zu 55% im PVC enthalten sein.
Am häufigsten werden Phthalsäureester neben Phosphorsäureester und Estern von Dicarbonsäuren als W. verwendet. DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat), der am häufigsten verwendete Phthalsäureester wurde in den USA als krebserzeugend eingestuft. W. gelangen über Kunststoffverpackungen in Lebensmittel (z.B. Milch) und stellen somit eine Gesundheitsgefährdung dar (Migration, Verbundverpackungen, Phthalsäureester). Aus PVC-Böden entweichen ebenfalls W. insb. bei hohen Temperaturen und neu produzierten Böden und stellen somit, besonders für Kleinkinder, die am Boden spielen, ein Problem dar.
Phthalsäureester sind biologisch nur schwer abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt an. Durch die hohe Einsatzmenge der Weichmacher sind Phthalsäureester heute in Böden und Gewässersedimenten weitverbreitet und in erhöhten Konzentrationen nachweisbar.

Autor: KATALYSE Institut

Wissensvermittlung

Die gesellschaftlich organisierte Wissensvermittlung ist in erster Linie unser Bildungssystem mit Schule, Berufausbildung und Studium.

Daneben gibt es die freie und die kulturelle Wissensvermittlung, die überwiegend mit und durch Medien (Werbung, Information…) erfolgt

Autor: KATALYSE Institut

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Methoden zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit einer bestimmten Handlung werden als Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bezeichnet.

Als Handlungen sind hierbei Investitionen, Produktionsverfahren, Angebot eines Produkts, Öffentlichkeitsarbeit etc. zu verstehen. Je nach betrachtetem System, z.B. eines Unternehmens (betriebswirtschaftliche Betrachtung), eines Staates (volkswirtschaftliche Betrachtung), sowie dem Betrachtungszeitraum kann das Ergebnis sehr unterschiedlich ausfallen. Instrumente der W. sind Investitionsrechenverfahren, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Marktforschung etc. Da in unserer Gesellschaft der Faktor Umwelt i.d.R. nicht als Produktionsfaktor gesehen wird, werden die Kosten, die für die Vermeidung, Beseitigung oder Folgen von Umweltschäden aufgebracht werden müssen, in den seltensten Fällen mitberücksichtigt. Dies führt zu den sog. externen Kosten und bewirkt, daß Handlungen favorisiert werden, die gesamtwirtschaftlich betrachtet ungünstig sind. Aus diesem Grund ist es erforderlich, daß Umwelt nicht mehr, wie bisher, als freies Gut gehandhabt wird, sondern daß die externen Kosten internalisiert (miteinbezogen) werden. Nur in einem Wirtschaftssystem, das als "ökologisch-soziale Marktwirtschaft" bezeichnet werden könnte, kann ein Instrument wie das der W. zu einem Gesamtoptimum führen.

Autor: KATALYSE Institut

Wirtschaftliche Vertretbarkeit

Die Rechts- und Wirtschaftsordnung in Deutschland gibt den Unternehmen bei den bestehenden Anlagen eine relativ starke Stellung bei der Abwehr von Umweltschutzmaßnahmen.

Der darin festgelegte Bestandsschutz (Übermaßverbot, Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb) unterwirft staatliche Eingriffe und Auflagen der Abwägung der Verhältnismäßigkeit, was bedeutet, daß Zweck und Mittel in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen müssen. Die Betrachung der W. ist allerdings eine rein betriebswirtschaftliche Sichtweise. Da umweltbedingte Folgekosten (Externe Kosten) nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden, werden häufig volkswirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen verhindert.
Dementsprechend hat sich bei Altanlagen eine Anpassung der Emissionen an den Stand der Technik in der Praxis bisher nur in geringem Umfang durchgesetzt. Die 1986 novellierte TA Luft hat zwar die Eingriffsmöglichkeiten der Behörden für nachträgliche Anordnungen verbessert, jedoch am Prinzip der W. festgehalten. Erstmals wurden bei der Großfeuerungsanlagenverordnung die Sanierung bzw. Stillegung aller existierenden Großfeuerungsanlagen innerhalb bestimmter Fristen rechtsverbindlich, unmittelbar geltend und bundeseinheitlich vorgeschrieben.
Die z.Z. in Arbeit befindliche neue Wärmenutzungsverordnung will den Begriff sogar klar definieren in der Art, daß Maßnahmen, deren Amortisationzeiten unter 8 Jahre (die Industrie investiert üblichweise nur dann, wenn die Amortisation kleiner als 1-3 Jahre ist) liegen, durchgeführt werden müssen. Dies soll innerhalb bestimmter Fristen auch für Altanlagen gelten.
Umweltschutzgesetze, Umweltpolitik

Autor: KATALYSE Institut

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad einer Anlage gibt an, wieviel Prozent der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt wird. Bei der Umwandlung verschiedener Energieformen entsteht Wärme, die entweder als Prozess- oder Heizenergie verwendet wird oder bei alten Anlagen in die Umwelt gelangt.

In Kohle-, Gas- und Öl-Kraftwerken liegt der Wirkungsgrad zwischen etwa 30 und 50 Prozent, je nachdem, ob die Abwärme genutzt oder in die Umwelt entlassen wird. Der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerkes liegt dagegen bei ca. 34 Prozent.

Beim Stromtransport Kraftwerk-Haushalt treten Verluste von etwa 5 Prozent auf. Ein Haushaltsrührmixer setzt beispielsweise 75 Prozent des verbrauchten Stroms in mechanische Energie um.
Der Gesamt-Wirkungsgrad ergibt sich als Produkt der einzelnen Umwandlungs-Wirkungsgrad: 0,40 (Kraftwerk) x 0,95 (Stromtransport) x 0,75 (Mixer) = 0,285 = 28,5 Prozent. Es werden also nur 28,5 Prozent der eingesetzten Primärenergie (Energie) genutzt.
Beispiele für Wirkungsgrad:

  • Elektromotoren 70 - 95 %
  • Gas-Zentralheizung 80 - 90%
  • Dieselmotor 35 %
  • Ottomotor 25 %
  • Energiesparlampe 25 %
  • Offener Kamin 20 %
  • Normale Glühbirne 5 %.

Eine Verbesserung des Wirkungsgrad führt zur Senkung von Energieverbrauch und Umweltbelastungen. Bessere Wirkungsgrad sind durch technische Maßnahmen zu erreichen und bei der Stromerzeugung v.a. durch Nutzung der anfallenden Abwärme zu Heizzwecken (Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Fernwärme).

Die Gesamtwirkungsgrade von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen liegen i.d.R. zwischen 80-90 Prozent. Bei Blockheizkraftwerken mit Brennwertnutzung kann sogar ein Wirkungsgrad bis nahe 100 Prozent zustabnde kommen, wenn geeignete Niedertemperaturheizungen eingesetzt werden.
Gesamtwirkungsgrade moderner KWK-Techniken:

  • Gas-Ottomotor BHKW 80 - 90 %
  • Diesel BHKW 80 -90 %
  • Gasturbinen HKW 80 - 85 %
  • Dampfturbinen HKW 80 - 90 %
  • Stirling-Motor BHKW ca. 85 %
  • Brennstoffzelle ca. 85 %

Die Umweltbewertung von Kraftwerken, hängt neben dem Wirkungsgrad davon ab, ob Strom zuverlässig, preisgünstig und v.a. umweltverträglich (u.a. die Art der Ressourcen-Nutzung/Verbrauch) erzeugt werden kann.

Autor: KATALYSE Institut

Wildunfälle

Wildunfälle sind besonders häufig bei neuangelegten Straßen in waldreichen Gebieten.

Jährlich sterben etwa 30 Menschen bei Verkehrunfällen mit Wildtieren, ca. 250.000 Tiere werden getötet. Maßnahmen zur Vermeidung von W. sind neben vorsichtiger Fahrweise der Autofahrer die Anlage von Wildschutzzäunen, Wildunter- und -überführungen sowie das Anbringen von Wildwarnreflektoren.

Autor: KATALYSE Institut

Wuchsstoffe

Wuchsstoffe sind von der Pflanze selbst gebildete oder synthetisch hergestellte organische Verbindungen, die in kleinsten Mengen auf Wachstum und Entwicklung der Pflanze einwirken.

Autor: KATALYSE Institut

Wüste

Als Wüste werden Gebiete bezeichnet, die heiß und extrem niederschlagsarm oder kalt und keine oder nur wenig hochspezialisierte Flora und Fauna besitzt. Etwa ein Drittel des Festlands war Ende der 80er Jahre Wüste oder Halbwüste.

Desertifikation (lateinisch: Verwüstung) bezeichnet die vom Menschen verursachte Ausdehnung wüstenartiger Regionen überwiegend durch Bodendegration oder Ausschöpfung der Süßwasserreserven. Betroffen sind v.a. die Randzonen bereits vorhandener Wüsten in der sogenannten Dritten Welt, aber auch Gebiete in Europa und USA. Weltweit dehnen sich die Randzonen der Wüsten jährlich um 60.000 km2 aus, weitere 200.000 km2 werden zur Halbwüste bzw. versteppen und gehen damit als Weideland bzw. Ackerland verloren (laut UNO/UNEP 1992; zum Vergleich die Fläche Deutschlands: 356.910 km2). Insgesamt 45 Mio km2 sind von Verödung bedroht. Wüsten eignen sich weder für Landwirtschaft noch für menschliche Besiedlung überhaupt.

Ursachen für die Wüsten-Ausdehnung: Abholzung von Wäldern (Regenwälder, Urwald), die stark wachsende Bevölkerung (Bevölkerungszunahme) und die damit verbundene Ausweitung der Landwirtschaft zur Ernährung der Bevölkerung. Intensiver Ackerbau laugt den Boden aus, und zu große Viehherden vernichten den Pflanzenbestand, so daß die fruchtbare Humusschicht von Wind und Regen abgetragen werden kann. Übrig bleiben Sand, Stein und unfruchtbare Erde. Eine weitere Ursache für die Wüsten-Ausdehnung sind klimatische Veränderungen, z.B. infolge des Treibhauseffekts. Gerade in trockenen Gebieten sollen Studien zufolge die Niederschläge noch weiter zurückgehen.

So fallen in der Sahara/Sahelzone gegenüber 150 Liter/m2 und Jahr 1968 heute nur noch 50-60 Liter/m2 und Jahr, nicht einmal ein Zehntel der Menge, die in mitteleuropäischen Städten zu verzeichnen ist. In der Sahelzone gehen verschiedenen Studien zufolge jedes Jahr 20.000-70.000 km2 Ackerland verloren. Die Wüste frißt sich jährlich um 7-10 km nach Süden voran und zerstört dabei nicht nur den Ackerbau, sondern die Zivilisation der Sahelzone schlechthin. Mittlerweile ist sogar die mauretanische Hauptstadt von den umliegenden Wanderdünen bedroht.
Verödete Böden haben kaum eine Chance, jemals wieder kultiviert zu werden, da die fruchtbare Humusschicht durch Regen und Wind davongetragen wird. Eine drei cm starke Schicht Mutterboden entsteht über einen Zeitraum von 200-1.000 Jahren und kann bei Verödung und Erosion in wenigen Jahren abgetragen sein. Allein 400-600 Mio. Tonnen Erde trägt der Wind Jahr für Jahr aus Westafrika unwiderbringlich davon.

Gegenmaßnahmen zur Desertifikation: Wiederaufforstungen und Schutzwälle gerade an erosionsgefährdeten Hängen, schonendere Nutzung (Land- und Viehwirtschaft) und Eindämmung des Treibhauseffekts.
In China wird auf einer Länge von 7.000 km und einer Breite von 400-700 km Wald aufgeforstet. Die sogenannte "grüne Mauer" soll das Vordringen der Wüste Gobi aufhalten.

Autor: KATALYSE Institut

Wurzelraumentsorgung

W. ist ein spezielles Verfahren der Pflanzenkläranlagen und gehört zu den biologischen Verfahren der Abwasserreinigung .

Charakteristisch für die W. z.B. nach Kickuth ist, daß das Abwasser den Wurzelraum horizontal durchfließt und der eingesetzte Boden bindig ist (Wasserleitfähigkeit: kf-Wert >10-5 m/s). Durch die im Wurzelbereich höherer Pflanzen (z.B. Schilf) lebenden Mikroorganismen werden neben den organischen Abwasserbestandteilen auch Stickstoff- und Phosphorverbindungen weitgehend entfernt. Der Platzbedarf für eine Pflanzenkläranlage liegt bei ca. 5m2/Einwohner.

Autor: KATALYSE Institut

Wünschelrute

W. werden von Rutengängern und Radiästheten heute insb. zum Auffinden unterirdischer Wasseradern und geologischer Bruchzonen verwendet, um z.B. ungestörte Bauplätze für Häuser zu finden.

Bereits im Altertum fanden W. Einsatz zum Aufspüren von Bodenschätzen und zum Festlegen von Kultplätzen sowie zur medizinischen Diagnostik. Im 15-18. Jh. existierten genaue Anleitungen zur Verwendung von W. im europäischen Bergbau.

Die W. dient dem Rutengänger als eine Art Antenne, um Erdstrahlen zu empfangen. Bei der dazu notwendigen Fähigkeit, der Strahlenfühligkeit, handelt es sich Rutengängern zufolge um eine natürliche, bei jedermann vorhandene Veranlagung, die nur der sorgfältigen Ausbildung bedarf. Die eingesetzten W. unterscheiden sich bzgl. Material, Form, Länge und Handhabung erheblich. Typische Materialien sind

Holz, Kunststoff und Metall.
Während große Teile des Wissenschaftsbetriebs W. als Humbug abtun, liegen inzwischen umfangreiche Untersuchungen vor, die bei qualifizierten Rutengängern eindeutig hohe Trefferquoten belegen. So setzt z.B. die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) seit Jahren Rutengänger zur Wassersuche in der Dritten Welt ein, die mit Trefferquoten von über 90% erheblich über den Quoten technisch ausgerüsteter Geologen liegen. Wissenschaftliche Untersuchungen der TU München zeigten allerdings, daß der überwiegende Teil der Rutengänger nicht qualifiziert ist, sondern falsche oder nicht reproduzierbare Angaben macht. Bei den wenigen fähigen Rutengängern konnten allerdings reproduzierbar hohe Trefferquoten nachgewiesen werden. Diese erfoglreichen Rutengänger verwenden in der Mehrzahl die sog. Grifflängentechnik, bei der die W. auf das zu suchende Objekt (z.B. Wasser) längenmäßig abgestimmt wird.
Prinzipiell scheinen W. auch geeignet zu sein, elektrische und magnetische Felder im Wohnbereich aufzuspüren, wozu sich allerdings physikalische Meßgeräte eindeutig besser eignen. Vorsicht ist geboten, wenn Radiästheten Entstörgeräte gegen Elektrosmog anbieten, da diese i.d.R. nur zusätzliche Feldinhomogenitäten schaffen.

Autor: KATALYSE Institut

Wunderkerzen

Drahtförmige Kleinfeuerwerkskörper, die unter Funkensprühen abbrennen.

Die bestehen haupsächlich aus Eisenpulver, welches mit einem Klebstoff auf einem Metalldraht aufgebracht wird. Die meisten Wunderkerzen enthalten zudem noch Bariumnitrat. Beim Abbrennen entstehen giftige Nitrosegase; daher sollten Räume nach Abbrennen von W. gut gelüftet werden. Eine akute Vergiftungsgefahr besteht bei sachgemäßem Gebrauch allerdings nicht. Gefährlich wird es nur, wenn W. von Kindern in den Mund genommen werden, weil Barium ein sehr giftiges Metall ist. W. gehören also nicht unbeaufsichtigt in Kinderhände!

Autor: KATALYSE Institut