Category Archives: Natur- & Artenschutz
Wasserhaushalt des Waldes
Die Wasserbilanz eines Waldes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Anteil des Kronendurchlasses (das Wasser, das direkt durch die Lücken im Kronendach auf den Waldboden fällt) ist abhängig vom Baumalter, der Baumart und der Waldstruktur: Laubbäume 57-78%, Nadelbäume 70-80% bei Starkregen, bei Schwachregen 15-20%.
Die Interception ist der Teil des Niederschlages, der von Blättern, Nadeln und Ästen zunächst zurückgehalten wird. Sie beträgt je nach Baumart und Jahreszeit 10-40%. Davon verdunstet ein Teil, bevor er zu Boden gelangt, ein Teil tropft ab, ein Teil fließt am Stamm zu Boden. Der Niederschlag, der zu Boden kommt, fließt zu einem geringen Teil oberirdisch ab oder verdunstet wieder.
Der größte Teil sickert in den Boden, wird dort gefiltert, von den Bäumen aufgenommen oder fließt unterirdisch hangabwärts oder ins Grundwasser . Der W. unterscheidet sich wesentlich vom W. des Freilandes, nicht nur wegen des Einflusses des Kronendachs, sondern auch wegen der tiefen Durchwurzelung des Bodens und seiner großen Wasserspeicherkapazität.
Durch seine hohe Interception und Speicherfähigkeit verhindert der Wald Hochwasser, in Trockenzeiten liefert er eine gleichmäßige Wassermenge. Er hat also eine ausgleichende, regulierende und reinigende Wirkung, die durch die Immissionsschäden und Rodungen im tropischen Regenwald akut gefährdet ist.
siehe auch: Waldfläche, Waldfunktionen, Waldboden, Waldsterben, Deposition, Saurer Regen
Autor: KATALYSE Institut
Waldwachstum
Das Waldwachstum hängt ab von äußeren Umweltbedingungen (z.B. Bodenart, Klima, Beeinträchtigung durch Schadstoffe etc.) und den inneren Voraussetzungen der Bäume (z.B.Baumart, genetische Möglichkeiten, Alter usw.).
So erreichen beispielsweise Licht- und Pionierbaumarten wie Birke, Erle und Bergahorn den Höhepunkt des jährlichen Zuwachses schon sehr früh (30 bis 60 Jahre). Baumarten des Schlußwaldes, wie die Tanne, können auch im Alter von mehreren hundert Jahren jährlich noch einen erheblichen Zuwachs haben. Der Holzzuwachs eines Waldes schwankt in unseren Breiten zwischen 3 und 20 m3/Hektar
siehe auch: Sukzession, Klima
Autor: KATALYSE Institut
Waldsterben
Immissionsbedingtes Waldsterben tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das Waldsterben dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.
Bis heute sterben die Wälder in ganz Europa und in Nordamerika. Nachdem das Waldsterben anfangs nur bei Tanne und Fichte registriert wurde, sind in der Zwischen-zeit fast alle anderen Baumarten ebenfalls betroffen, stellenweise ist der Krankheitszustand der Laubbäume bedrohlicher als der der Nadelbäume (vgl. auch Waldschadenserhebung 2003, Bundesverbraucherministerium Bonn).
Beim Waldsterben handelt es sich nicht um die Erkrankung einzelner Baumarten, sondern um eine Störung der gesamten Beziehung Baum-Boden-Luft, einer Erkrankung des gesamten 'Ökosystems. Diese Störung bedroht auch zunehmend mehr Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz. Insofern ist der Begriff Waldsterben treffend und wird aber auch durch den Begriff »neuartige Waldschäden« ersetzt.
Eine Schlüsselrolle im Waldsterben kommt den Luftschadstoffen zu. Neben dem hauptsächlich aus der Landwirtschaft stammenden Ammoniak und den v.a. durch das Autofahren entstehenden Photooxidantien, wie Ozon (Sommersmog), sind es insbesondere die aus den Autos (Schadstoffe aus Kfz, Lkw-Verkehr), Flugzeugen (Flugverkehr), Heizungs-, Industrie- und Kraftwerksanlagen stammenden Stickoxide und das Schwefeldioxid, die den Wald schädigen.
Folgende Symptome des Waldsterben sind u.a. bekannt: Bei allen Baumarten tritt mit zunehmendem Krankheitszustand eine Verlichtung der Krone auf, d.h., die betroffenen Bäume verlieren mehr und mehr Blätter bzw. Nadeln, so dass man z.B. selbst im Sommer leicht durch das Blätterdach einer Buche hindurchsehen und an vielen Stellen den Himmel erblicken kann.
Speziell bei den Nadelbäumen treten folgende Schadsymptome auf: Das Höhenwachstum stagniert; Harzaustritt an Ästen und Stämmen im benadelten Kronenbereich; im fortgeschrittenen Stadium nur noch 1-2 Nadeljahrgänge an den Zweigen (bei gesunder Fichte 7-10, Tanne 10-12 Nadeljahrgänge).
Fichte: Nadelverlust in Verbindung mit hängenden Zweigen (Lamettasyndrom). Tanne: Absterben der Baumspitze und Bildung von Seitentrieben (Storchennest); Bildung von Waserreisern: büschelartig vom Stamm abstehende, spät nachwachsende Zweige.
Laubbäume, insbesondere Buche: gestörtes Seiten-wachstum der Triebe führt zu unnatürlich langen Trieben (Peitschentrieben); oft nur kleine Blätter; deformierte Blätter infolge von Wachstumsstörungen, Blätter fallen noch grün vom Baum. Ferner Mangelsymptome durch gestörte Nährstoffaufnahme, z.B. Vergilbung der Blätter durch Magnesiummangel, sowie weiße Blattflecken durch Ozon-Einwirkung.
Auswirkungen des Waldsterbens: Durch das Waldsterben sind alle Funktionen gefährdet, die ein gesunder Wald im Kreislauf der Natur übernehmen kann (Waldfunktionen). Eine der gravierendsten Folgen des Waldsterbens dürfte der Verlust des Waldes als Grund-Wasserspeicher (Wasserhaushalt des Waldes, Bodenversauerung, Saurer Regen, Sorptionsvermögen) und das Verschwinden der alpinen Schutzwälder sein, die eine Besiedlung vieler Alpentäler überhaupt erst ermöglichen. Die globalen Auswirkungen des Waldsterbens. auf Klima und Umwelt sind noch nicht annähernd erfasst. Mit Sicherheit wird das Absterben großer Waldteile, sei es durch Brandrodung oder emissionsbedingt, den Treibhauseffekt weiter anheizen, da der in den Bäumen festgelegte Kohlenstoff vorzeitig wieder freigesetzt wird. Ein geschädigter Wald bindet zudem weniger Kohlendioxid als ein gesunder.
Gegenmaßnahmen: Nach wie vor muss eine rasche Verminderung aller Luftschadstoffe das vordringliche Ziel sein; v.a. eine Senkung der Schwefeldioxid- und Stickoxidemissionen ist zwingend erforderlich. Dies kann v.a. erreicht werden durch:
- Energiesparmaßnahmen,
- Verstärkte Einführung regenerativer Energiequellen
- Nachrüstung von Kraftwerken mit Rückhaltesystemen (Rauchgasentschwefelungsanlagen, Rauchgasentstickungsanlagen, Großfeue-rungsanlagenverordnung).
Von besonderer Bedeutung ist der Verkehrssektor, der im besonderen Maße für die Stickoxidemissionen und die Ozon-Entstehung verantwortlich ist. Sofortmaßnahme sollte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen sein. Mittel- und langfristig ist der
Auto- und Lkw-Verkehr zugunsten von Öffentlichem siehe Öffentlicher Personennahverkehr.Personennahverkehr und Schienenverkehr einzudämmen.
In den gefährdeten Bergwaldregionen ist die Freizeitnutzung einzuschränken.
Autor: KATALYSE Institut
Waldschädlinge
Wohl der bekannteste W. ist der Borkenkäfer und hier insb.der Fichtenborkenkäfer, der wegen des typischen Fraßbildes seiner Larven auch als "Buchdrucker" bezeichnet wird.
Neben dem Borkenkäfer gibt es noch eine große Anzahl anderer Insekten, die dann, wenn die Umstände ihrer Vermehrung förderlich sind (z.B. günstiges
Wetter, das Fehlen von Feinden, Monokulturen etc.), massenweise auftreten und große Schäden im Wald anrichten können. Hierzu gehören z.B. die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten, denen die jungen Knospen und Blätter u.a. als Nahrung dienen.
Allein auf die Eiche stürzen sich fast 300 Falterarten, wie etwa der Eichenwickler, der Eichenkarmin oder der Gemeine Eichenwaldspanner.
V.a. Insekten sind es auch, die die Anzahl der Schadinsekten im Wald regulieren, indem sie sich von diesen ernähren. Vögel verhindern das massenweise Auftreten von W. dagegen nur in eher begrenztem Umfang.
Neben Insekten treten auch Viren und Mikroorganismen (z.B. sog. Mycoplasmen). Bei einem zu hohen Wildbestand können sich Rehe und Hirsche ebenfalls zu W. entwickeln, indem sie die Triebe der jungen Bäume abfressen und so eine natürliche Verjüngung des Waldes verhindern.
Menschliche Eingriffe zur Reduzierung von W. sind das Aufstellen von Borkenkäferfallen, Fördern von Nützlingen und im Einzelfall der Einsatz von Pestiziden. Wichtig ist v.a. der vorbeugende, planerische Eingriff, um z.B. Monokulturen zu vermeiden, die das verstärkte Auftreten von W. fördern.
Der durch Sauren Regen vorgeschädigte Wald ist für W. besonders anfällig (Waldsterben, Waldschadenserhebung).
siehe auch: Forstwirtschaft
Autor: KATALYSE Institut
Waldschadenserhebung
Nachdem im Jahre 1983 die Waldschadensfläche auf Basis der 1982 erstmals durchgeführten W. sprunghaft zunahm und das "neuartige" weil erstmals großflächige Waldsterben im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stand, wurden seit 1984 jährlich bundeseinheitliche W. durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchführt und veröffentlicht.
Das Verfahren zur W. wird seit 1984 unverändert angewandt, seit 1990 auch in den neuen Bundeländern. Die W. basiert auf einem mathematisch-statistischen Modell, bei dem anhand eines permanenten Stichprobennetzes im Raster 4 x 4 km die Waldschäden erfaßt werden (bei der W. von 1991 wurden an 7.794 Stichprobenpunkten rund 220.000 Bäume untersucht). Die erfaßten Bäume werden je nach ihrem Gesundheitszustand in 5 Schadstufen eingeteilt.
Für die Eingruppierung sind zwei Kriterien maßgebend: der relative Verlust an Nadel- bzw. Blattmasse und der Grad der Nadel- bzw. Blattvergilbung. Anhand des Nadel- bzw. Blattverlustes wird der untersuchte Baum einer Schadstufe zugeordnet; treten zusätzlich mittlere oder starke Vergilbungen auf, wird der Baum in eine um 1 oder 2 erhöht Stufe eingruppiert.
Wegen umfangreichen Sturmschäden wurde 1990 keine W. durchgeführt, die erhobenen Daten machten nur eine Trendaussage möglich. In den Jahren 1987-1989 wurde eine W. nur anhand eines Teils der Stichprobenpunkte (im 16 x 16 km Raster) erhoben. Die W. von 1991 ist also erstmals seit 5 Jahren das Ergebnis einer Vollstichprobe (s. Tab.).
Seit 1984 haben die Waldschäden in Westdeutschland weiter zugenommen. 1991 sind 59,8% (1984: 50,2%) aller Bäume, das sind 4,422 Mio ha in den alten Bundesländern krank, über 20% (17,3%) haben deutliche Schäden.
Die Luftreinhaltepolitik, auf die die Bundesregierung schon seit Jahren stolz hinweist (z.B. mit jeder W.), hat, an diesen Zahlen gemessen, auf der ganzen Linie versagt. Die Erfolge im Kraftwerksbereich (Großfeuerungsanlagenverordnung) werden durch die zunehmenden Verkehr-Emissionen kompensiert (Stickoxide). Besonders schlimm trifft es die über 60jährigen Bäume, also solche, die schon länger einer hohen Schadstofffracht ausgeliefert sind. Hier sind heute z.B. 87% aller Fichten, 84% aller Kiefern, 89% aller Tannen, 82% aller Buchen und 82% aller Eichen krank. Alte Baumriesen wird es bald gar nicht mehr geben.
In Ostdeutschland sind die Waldschäden mit einem Anteil von 73% kranker Bäume gegenüber 59,8% in Westdeutschland deutlich höher. In den neuen Bundesländern ist der Zeitpunkt nicht fern, an dem große Teile des Waldes abgestorben sein werden, in den Höhenlagen der dortigen Mittelgebirge haben die Schäden bereits ein katastrophales Ausmaß angenommen. Doch auch in den alten Bundesländern löst sich der Wald in den Höhenlagen großflächig auf. Besonders stark betroffen sind die alpinen Schutzwälder, wo z.T. 100% der Bäume krank sind. In Westdeutschland sind die süddeutschen Länder (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) mit 66% kranker Bäume stärker vom Waldsterben betroffen als die nordwestdeutschen Bundesländer (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein) mit 43%.
Die Tanne ist nach wie vor der Baum, dem die Luftverschmutzung am meisten zusetzt. Nachdem man jahrelang dachte, die Laubbäume seien gegenüber Luftverschmutzung widerstandsfähiger, spricht die Entwicklung der Schäden deutlich eine andere Sprache (s. Tab).
Seit 1987 wird für die Europäische Gemeinschaft ebenfalls eine W. durchgeführt. Die neusten Zahlen sind aus dem Jahr 1990. In allen an der Erhebung beteiligten Staaten werden die Symptome des Waldsterbens beobachtet; 15% aller Bäume zeigen deutliche Schäden (Schadklassen 2-4); 1989 waren es 9,9% und 1988 12,9%. Besonders hohe Schäden werden aus Osteuropa gemeldet. 1990 waren in Litauen, Polen, der Tschechoslowakei und Weißrußland mehr als 30% der Bäume deutlich geschädigt.
Aber auch in anderen europäischen Ländern haben die Waldschäden besorgniserregende Ausmaße angenommen, besonders betroffen sind Ungarn, Bulgarien, Großbritannien und Dänemark. Flächig absterbende Wälder gibt es vor allem in den höheren Gebirgslagen Bulgariens, Polens und der Tschechoslowakei. Besonders kritisch ist der Zustand der Laubbäume. Bei den älteren Eichen liegt der Anteil der deutlichen Schäden (Schadklassen 2-4) in der Tschechoslowakei, Weißrußland und auf dem Gebiet der ehemaligen DDR über 50%.
Erste Ergebnisse der W. für 1991 zeigen, daß sich der Zustand der Wälder auch in der EG noch weiter verschlechtert hat.
Waldsterben
Lit.: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Waldschadensbericht 1991
Autor: KATALYSE Institut
Waldpflege
Fast der gesamte Wald Deutschlands und der europäischen Länder ist Nutzwald, d.h., die dort wachsenden Bäume werden früher oder später gefällt, das Holz verkauft.
Um einen optimalen Ertrag zu erzielen, aber auch um ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen, ist die W. notwendig. Sie umfaßt u.a.:
das planmäßige Anflanzen neuer Waldbestände (Aufforstung), das Bekämpfen eventuell massenhaft auftretender Waldschädlinge, das Regulieren des Wildbestandes, um eine Verjüngung des Waldes nicht durch Verbißschäden zu gefährden sowie das Durchforsten des Waldes, um einzelne Bäume besonders zu fördern und ihnen eine optimale Entwicklung zu ermöglichen.
Durch das Zurückdrängen besonders konkurrenzstarker Baumarten (etwa der Buche) kann der Förster auch Einfluß darauf nehmen, wie vielen Lebewesen der Wald eine Heimat bietet und dadurch, wie ökologisch stabil er ist.
siehe: Forstwirtschaft
Autor: KATALYSE Institut
Waldgesetz
Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft vom 2.5.1975, zuletzt geändert am 27.7.1984 (Bundeswaldgesetz, BWaldG).
Das BWaldG ist, wie sich bereits in der Überschrift zeigt, kein reines Umweltschutzrecht, es umfaßt auch wirtschaftsverwaltungsrechtliche Bestimmungen. Nach dem Gesetzeszweck soll der Wald insb. wegen seines wirtschaftlichen Nutzens, wegen seiner Bedeutung für die Umwelt ( Klima , Wasserhalt, Reinhaltung der Luft, Bodenfruchtbarkeit, Landschaftsbild, Agrar- und Infrastruktur) sowie der Erholung der Bevölkerung erhalten, erforderlichenfalls gemehrt und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung gesichert werden (Waldfunktionen).
Bedeutsam ist der Nachhaltigkeitsgrundsatz, der sich inzwischen in weiteren Bereichen des Umweltrechts ebenfalls durchgesetzt hat. Danach darf der Wald als Bodenfrucht nur in dem Umfang genutzt werden, der dem natürlichen Zuwachs entspricht.
Das Bundes-W. enthält außerdem u.a. Regelungen zur forstlichen Rahmenplanung, über wirtschaftliche Zusammenschlüsse, Förderung der Forstwirtschaft durch staatliche Zuschüsse.
Naturschutz und Forstrecht müssen sich v.a. auf dem Sektor der räumlichen Planung gegeneinander abstimmen, hier kommt es zu Rückkopplungen und Verzahnungen. Nach 8 Bundes-W. sind bei Planungsvorhaben die Belange des Waldes besonders zu berücksichtigen. Hier findet sich eine partielle Umweltverträglichkeitsprüfung, die sich speziell auf den Abwägungsfaktor Wald bezieht und die Waldverträglichkeit öffentlicher Vorhaben sicherstellen will. Im Zeichen großflächiger Waldschäden (Waldschadenserhebung), die zum Zeitpunkt des Erlasses des Bundes-W. noch nicht sichtbar waren, sind weite Regelungsbereiche faktisch obsolet geworden.
Autor: KATALYSE Institut
Waldgesellschaften
In einer Zeit, in der der Mensch noch nicht umfassend in das Geschehen im Wald eingegriffen hat, haben sich unterschiedliche W. ausgebildet.
Je nach Standort setzte sich der Wald so zusammen, daß er optimal an Klima und Boden angepaßt war. Grob eingeteilt gibt es in Mitteleuropa folgende natürliche W.: Lärchen-Zirbel-Wald, subalpiner Fichtenwald, montaner Fichtenwald, Fichten-Tannen-Wald, Fichten-Tannen-Buchen-Wald, Buchenwälder, Hainbuchen-Eichen-Mischwälder, Kiefernwälder, Auwälder (z.B. Eschen-Ahorn-Wälder, Auenlandschaft ).
Da die Bäume im Wald u.a. das Licht "kontrollieren", bestimmen sie, welche anderen Lebewesen hier gemeinsam mit ihnen leben können. An jede W. sind daher meist ganz bestimmte Tier- und Pflanzenarten gebunden. Natürliche W. gibt es heute in Mitteleuropa so gut wie nicht mehr.
Naturnahe, von Förstern auch unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftete Wälder, können jedoch ebenfalls gut an einen Standort angepaßt und damit stabil sein. Reine Monokulturen (z.B. aus Fichten) sind dagegen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes häufig sehr anfällig gegen Schädlinge und Windwurf.
Autor: KATALYSE Institut
Waldfunktionen
Für die Natur, aber auch speziell für den Menschen, hat der Wald eine ganze Fülle wichtiger, meist unersetzlicher Funktionen.
Der Wald erzeugt Holz und liefert damit nicht nur einen wichtigen Rohstoff (Holzindustrie) und Energieträger, sondern schafft auch Arbeitsplätze und sichert Einkommen v.a. in strukturschwachen ländlichen Regionen.
Der Wald bietet den Menschen Erholungsraum und den Pflanzen und Tieren ihren Lebensraum, kühlt und befeuchtet durch die hohe Verdunstungsleistung seiner Blätter und Nadeln durch die Luft (Klimaschutz), reinigt aufgrund der Filterwirkung seiner großen Blatt- und Nadeloberfläche die Luft und versperrt die Sicht auf hässliche Zivilisationsobjekte sowie Schallschutz vor Eisen- und Autobahntrassen.
Wald schützt den Boden vor Erosion, die Ortschaften und Täler vor Lawinen, das land entlang von Bächen und Flüssen vor Überschwemmungen und das Wasser vor Verschmutzungen. Er schützt angrenzende Landstriche vor Sturmschäden und Straßen vor Seitenwind und Steinschlag.
Autor: KATALYSE Institut
Tropenwaldnetzwerk
Das Tropenwaldnetzwerk ist ein Zusammenschluß von deutschen und brasilianischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Dachverbänden, die sich mit ökologischen, sozialen und kulturellen Fragen zum tropischen Regenwald in Brasilien beschäftigen.
Mitglieder des NGO-Netzwerkes sind Initiativen, Stiftungen und Umweltschutzverbände, private und universitäre Forschungseinrichtungen und interessierte Privatpersonen. Mit Beobachterstatus beteiligt sind außerdem die staatlichen Träger der Entwicklungszusammenarbeit.
Vor dem Hintergrund des breiten und interdisziplinären Spektrums seiner Mitglieder begleitet das Netzwerk mit seiner Arbeit die Bemühungen, den Tropenwald des Amazonasbeckens und den atlantischen Küstenwald zu bewahren und nachhaltige Regionalentwicklungen in Kraft zu setzen.
Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildet die zivilgesellschaftliche Beobachtung und Begleitung des internationalen Pilotprogramms zum Schutz des brasilianischen RegenwaldesPPG7, sowie von die Region berührenden Entwicklungsprojekten.
Mit seinen Aktivitäten engagiert sich das Netzwerk durch die Bereitstellung eines Informations- und Koordinationsforums für die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Partizipation.
Weitere Ziele und Aufgaben sind eine koordinierte themenorientierte Öffentlichkeitsarbeit, verstärktes und fokussiertes Lobbying in den Institutionen der Geberländer, der Weltbank und der brasilianischen Regierung sowie die Einbindung der NGO als Beratungsinstitutionen bei staatlichen Stellen und in den Medien.
Autor: KATALYSE Institut
Tierhaltung
Unter Tierhaltung versteht man die Haltung von Nutztieren (Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Geflügel u.a.) sowie Haus- (Katze, Hund, Vögel u.a.) und Zootieren unter menschlicher Pflege und Aufsicht.
Landwirtschaftliche Nutztiere werden zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel, v.a. Fleisch, Milch und Eiern gehalten. Die Tierhaltung umfasst darüber hinaus u.a. die Züchtung, Fütterung, die Tierernährung, die Unterbringung, sowie Haltung und Pflege. Hinsichtlich der Haltungsformen unterscheidet man v.a. die Artgerechte Tierhaltung und die Massentierhaltung (beispielsweise die Batteriehaltung von Legehennen).
Landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland 1999
- 102 Mio. Geflügel
- 24 Mio. Schweine
- 15 Mio. Rinder
- 2,8 Mio. Schafe
- 0,6 Mio. Pferde
- 0,1 Mio. Ziegen
Autor: KATALYSE Institut
Pilze
P. sind keine Pflanzen. Es sind Organismen, die ebenso wie die Pflanzen (Plantae) und Tiere (Animalia)zu einem eigenständigen Organismenreich zusammengefasst werden.
Folgende drei "Gemeinsamkeiten" sind vorhanden und werden fälschlicherweise oft als Argumente für eine Verwandtschaft zwischen Pflanzen und Pilzen herangezogen:
- Zellen von Pflanzen und P. sind von einer Zellwand umgeben, tierische Zellen sind zellwandlos. Jedoch gibt es auch Zellwände bei Prokaryoten (Bakterien, Blaualgen), andererseits sind die Wände der drei genannten Organismengruppen (Reiche) molekular unterschiedlich (sie enthalten unterschiedliche Molekülklassen), und ihr Biosynthesemodus und die Art des Zellwachstums sind verschieden.
- Bei Pflanzen und Pilzen kommt ein Generationswechsel vor, der der P. ähnelt dem mancher Rotalgen. Generationswechsel findet auch im Tierreich (z.B. bei Coelentheraten) statt. Außerdem ist bekannt, dass sich der "Generationswechsel" selbst im Pflanzenreich im Verlauf der Evolution mehrfach und unabhängig voneinander entwickelt hat.
- Deutlicher sind die Unterschiede zwischen den beiden Reichen: Die unterschiedliche Ernährungsweise: Pflanzen können Lichtenergie nutzen und sind autotroph, d.h., ihre Existenz und ihr Wachstum sind (in der Regel) von den Aktivitäten anderer Lebewesen unabhängig.
P. sind stets heterotroph; sie auf organisches Material angewiesen. Verwerter von totem organischem Material nennt man Saprophyten, jene, die lebende Zellen angreifen, Parasiten.
P. bestehen oft aus verzweigten Fäden (Hyphen), die zu einem Geflecht, dem Myzel, miteinander verwoben sind. Neben der geschlechtlichen kommt bei vielen P. auch eine ungeschlechtliche Form der Vermehrung vor. Bei ungünstigen Umweltbedingungen können sich einzelne Zellen, Zellgruppen oder auch das gesamte Myzel in Dauerformen umwandeln, die erst durch günstige Standortverhältnisse wieder zu neuem Wachstum angeregt werden.
Einige P. leben zusammen mit Algen in Symbiose. Diese Lebensgemeinschaften werden als Flechten bezeichnet. Mittel gegen Pilzbefall bezeichnet man als Fungizide (Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel).
Als Schimmelpilze werden P. aus verschiedenen taxonomischen Gruppen zusammengefasst, die sehr schnell auf Lebensmitteln oder anderen organischen Substraten (Staub, Tapeten u.a.) ein watteartiges Myzel, den Schimmel, bilden.
Die meisten Schimmelpilze sind Nahrungsmittelverderber, einige wenige Arten (Aspergillus flavus) scheiden hochgiftige Mykotoxine aus. Schimmelpilze vermehren sich ungeschlechtlich durch Sporenbildung. Bei massivem Schimmelbefall von Nahrungsmitteln und in Gebäuden kann es zu beträchtlichen Sporenkonzentrationen in der Luft kommen. Bei sensibilisierten Personen kann das zu ernsten allergischen Reaktionen führen (Schimmelpilze in Gebäuden, Allergie).
Quelle: Thorsten Kraska: Plant Pathology Internet Guide Book; Institute for Plant Diseases, University of Bonn, Germany
Autor: KATALYSE Institut
Pflanzenschutzsachkunde
Im Pflanzenschutzgesetz sind in 10 die persönlichen Anforderungen für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln geregelt.
Wer Pflanzenschutzmittel anwendet, muß die dafür erforderliche Zuverlässigkeit sowie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten haben. Dadurch soll die Gewähr gegeben sein, daß durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln keine vermeidbaren schädlichen Auswirkungen, insb. auf den Naturhaushalt, auftreten.
Allerdings ist auch die Gefährdung der Anwender so hoch, daß bei längerfristigem unsachgemäßem Umgang (z.B. Arbeiten ohne Schutzkleidung) mit den Mitteln erhebliche gesundheitliche Schädigungen der betreffenden Personen auftreten; v.a. in Entwicklungsländer verkaufte Pestizide enthalten oft völlig unzureichende Gefährdungs- und Anwendungshinweise für die zu einem großen Teil analphabetischen Bauern (Pestizidexport).
Autor: KATALYSE Institut
Nutzwald
siehe Stichwörter: Forstwirtschaft, Waldfunktionen, Waldpflege
Nachhaltiger Tourismus
Nachhaltiger Tourismus meint eine Form des Reisens, bei der die positiven Effekte des Tourismus sinnvoll genutzt und seine negativen Auswirkungen so weit wie möglich reduziert werden. Dieses Ziel kann bei allen Formen von Urlaub und Reisen verwirklicht werden - nicht nur bei speziellen „Ökotourismus“-Angeboten.
Nachhaltiger Tourismus ist umweltgerecht, indem er sorgsam mit den natürlichen Ressourcen umgeht. Sensible Naturgebiete werden nicht überlastet, sondern durch gezieltes Management in ihrer Besonderheit geschützt und für nachfolgende Generationen erhalten. Umweltverträgliche Techniken beim Einsatz von Wasser und Energie reduzieren die Inanspruchnahme der natürlichen Lebensgrundlagen. Dies wird auch als ökologische Nachhaltigkeit bezeichnet.
Auch in sozialer Hinsicht kann Reisen verträglich gestaltet werden. Respekt vor der lokalen Bevölkerung sowie Neugier und Offenheit gegenüber den Menschen und ihrer Kultur sind für beide Seiten ein Gewinn - dies bedeutet soziale Nachhaltigkeit.
Nachhaltiges Reisen hat zudem ökonomische Vorteile für die Menschen in den bereisten Regionen. Service und Infrastruktur werden angemessen bezahlt und die Gewinne aus dem Tourismus bleiben in der Region, wo sie zu einem angemessenen Lebensstandard und zu Entwicklungsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsschichten beitragen und damit die ökonomische Nachhaltigkeit gewährleisten. Unter diesen Umständen kann der Tourismus sogar eine Alternative zu solchen Wirtschaftsformen darstellen, die Natur und Umwelt zu stark beanspruchen und von denen die lokale Bevölkerung nur wenig profitiert.
Nachhaltiger Tourismus ist
ökologisch verträglich, weil
- Aktivitäten unterlassen werden, die Boden, Wasser, belebte Natur oder die Atmosphäre stark negativ beeinträchtigen oder dauerhaft schädigen.
- zur Anreise und Mobilität vor Ort umweltfreundliche Verkehrsmittel gewählt werden.
- touristische Einrichtungen wie Hotels, Restaurants und Freizeitanlagen ressourcenschonende Techniken und Verhaltensweisen nutzen und fördern: Rohstoffe wie Energie, Wasser, Boden, Landschaft und die belebte Natur werden nicht rücksichtslos ausgebeutet und "verbraucht", sondern sinnvoll eingesetzt und dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.
wirtschaftlich vernünftig, weil
- die Einnahmen aus dem Tourismus zum Einkommen der lokalen Bevölkerung beitragen und die Entwicklungschancen der Region sichern.
- sichere Arbeitsplätze und humane Arbeitsbedingungen für die lokale Bevölkerung geschaffen werden, die deren Lebensqualität verbessern.
- eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus vermieden wird und damit die Auswirkungen eines möglichen Rückgangs der Besucherzahlen in der Zukunft abgeschwächt werden.
sozial verträglich, weil
- der Profit nicht nur den großen Reiseveranstaltern in den Herkunftsländern, sondern auch der Region und der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt.
- die im Tourismus Beschäftigten faire Löhne erhalten und nicht ausgebeutet werden.
- die vor Ort lebende Bevölkerung an der Planung und Ausführung des Tourismus beteiligt wird.
- die Belastungen für die einheimische Bevölkerung gering gehalten und ihre Bedürfnisse sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung berücksichtigt werden.
- kulturelle Werte und Geflogenheiten des Gastlandes respektiert werden.
www.zukunft-reisen.de - Portal für zukunftsfähiges Reisen
Das vom gemeinnützigen Verein Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) e.V. betriebene Informationsportal www.zukunft-reisen.de soll Verbraucher an das Thema umwelt- und sozialverträgliches Reisen heranführen und die Suche nach vorhandenen Angeboten und Informationen erleichtern. Diese Seite listet mehr als einhundert Links auf Internetseiten von Anbietern, Organisationen und Institutionen, die Informationen rund um umweltgerechtes und sozialverantwortliches Reisen bieten. Ob Reisevorbereitung, geeignete Unterkünfte, umweltverträgliche Mobilitätsangebote, Freizeitaktivitäten oder Qualitätsauszeichnungen für besonders umweltgerechte Anbieter: Zu allen Themen finden sich Informationen mit gezielten Hinweisen, damit der Reisende mit wenigen „Klicks“ schnell ans gewünschten Ziel gelangt und sich für seine umweltverträgliche Reise die passenden „Zutaten“ aussuchen kann. Begleitend dazu ist eine 20-seitige Broschüre erschienen, in der in knapper Form die wichtigsten Informationsquellen enthalten sind.
Kontakt:
Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) e.V.
Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn
Email: info@oete.de
www.oete.de
www.zukunft-reisen.de
Autor: KATALYSE Institut
Nachhaltiger Fischfang
Der Nachhaltige Fischfang ist ein Gegenentwurf zur weitverbreiteten konventionellen Fischereiindustrie, die weltweit zur Überfischung führt. Nachhaltige Fischerei bedeutet, dass in einem Umfang gefischt wird, der das Nachwachsen der Bestände nicht gefährdet.
Bei einem nachhaltigen Fischfang wird darauf geachtet, dass die Bestände nicht überfischt werden, sondern dass ihre volle Reproduktionsfähigkeit erhalten wird. Dabei wird die fischereiliche Sterblichkeit (Entnahme aus dem Bestand durch die Fischerei) berücksichtigt. Zusätzlich sollen nicht nur überfischte Fischarten durch ein Fangverbot vor dem Aussterben gerettet, sondern auch dezimierte vorsorglich durch niedrigere Fangquoten geschützt werden.
Überfischung:
Derzeit sind 80 % der Mittelmeerbestände und 47 % der Bestände im Atlantik überfischt (vgl. Europäische Kommission 2012b). Dies liegt u.a. daran, dass die gesetzlichen Fangquoten über den von den Wissenschaftlern empfohlenen Quoten liegen. Durchschnittlich sind die Fangqouten 40 Prozent höher als die durchschnittlichen wissenschaftlichen Empfehlungen (vgl. Carlson 2013). Infolge von Nachhaltigkeitsmaßnahmen konnten sich in den letzten Jahren einige Fischbestände wieder erholen. Trotzdem ist der Zustand des Ökosystems Meer äußerst kritisch.
Die Überfischung bereitet auch der Fischereiindustrie Sorgen: rückläufige Fangmengen durch die Überfischung und damit verbunden abnehmende Profite schaden Fischern und der Fischereiindustrie.
Die Überfischung konnte vor allem durch die Technologisierung der Fischerei eintreten. So wird seit der Industrialisierung der Fischerei immer mehr Fisch durch die steigende Fangeffizienz aus dem Meer geholt. Die Technologisierung führt zu immer größeren Fangschiffen mit effizienteren Fangmethoden, zu einer genaueren Ortung und Erschließung von Fischgründen (durch z.B. 3D-Sonargeräte), zu höheren Fangraten und zu einer potentiell längeren Lagerung des Fisches.
Die Zerstörung des Ökosystems Meer wird zudem auch durch die Verwendung von Grundschleppnetzen vorangetrieben, die den Meeresboden aufwühlen und zerstören und Vegetation und Tiere vernichten (vgl. Rydl et al. 2013). .
Ein großes Problem der Fischerei ist der Beifang (europaweit ca. 460.000 von insgesamt 1,9 Mil. Tonnen gefangenen Fisch pro Jahr). Zu kleine oder deformierte Individuen und Fischarten, für die die Quoten ausgeschöpft sind oder für die es gar keine Quoten gibt, sowie unerwünschter Fisch für die z.B. der betroffene Fischer keine Quote hat, werden als Beifang wieder zurück ins Meer geworfen. Dies liegt einerseits an dem Verbot diese Fische anzulanden, andererseits auch an dem Interesse der Fischer, möglichst gewinnbringenden Fisch zu verkaufen. Der über Bord geworfene Fisch wird nicht erfasst und gilt somit als nicht abgefischt. Durch den Beifang sinkt also die Bestandsproduktivität vieler Fischarten noch weiter. Eine Kontrolle der fischereilichen Sterblichkeit durch den Rückwurf gestaltet sich schwierig. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Beifang in den meisten Ländern nicht auf die Fangquote der Fischer angerechnet (Ausnahme ist z.B. Norwegen) wird.
Zudem verfangen sich auch andere Meerestiere, wie Wale, Delfine, Meeresschildkröten, Vögel, Robben, Rochen und Haie in den Netzen.
EU:
Die Europäische Union, bekannt für eine eher umweltschädliche Fischereipolitik, versucht angesichts der überfischten europäischen sowie globalen Fischbestände, hohen Beifangraten, rückläufigen Fangmengen, hohen Subventionen, Fischimporten und ihrer eigenen Flottenüberkapazität eine nachhaltige Fischereipolitik zu etablieren.
Deswegen plant die Europäische Kommission eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Durch diese Reform soll bei Entscheidungen des Fischereirats, der in der Vergangenheit vor allem kurzfristige politische und ökonomische Interessen im Blick hatte (vgl. Callum 2013:444), stärker das EU-Parlament und EU-Kommission eingebunden werden. Die neue Gemeinsame Fischereipolitik wird ab 2014 in Kraft treten (vgl. Europäisches Parlament 2013).
Einige Maßnahmen und Ziele sind folgende:
- Lösung Beifang-/Rückwurfproblem: Ein Rückwurfverbot für alle fischereilich genutzten und regulierten Fischarten soll durchgesetzt werden, so dass die Fischer den Beifang mit an Land bringen müssen. Dadurch kann die Entnahme der einzelnen Fischarten besser registriert werden. Außerdem schafft dies Anreize Beifang zu vermeiden, da die Fischer Lagerplatz und Lagerplatzkosten durch eine geringere Beifangmenge reduzieren können. Es besteht die Hoffnung, dass ähnlich wie in Norwegen, die Fischer sich dann an technischen Innovationen, durch deren Einsatz man Beifang vermeiden kann, beteiligen und diese auf ihren Fischereiboten etablieren. Durch Fangnetze mit größeren Maschen oder durch Fluchtfenster in den Netzen können z.B. kleinere Individuen, die häufig als Beifang enden, flüchten. Zusätzlich hofft man, dass die Fischer den Bestand von kleineren Individuen und Jungtieren schonen, in dem sie z.B. in Gebieten mit hohem Jungfischaufkommen nicht fischen. Trotzdem muss das Rückfangverbot stark kontrolliert (Kameras, Fischereiaufseher) und geahndet werden. .
- Nachhaltiges Bestandsmanagment: Ab 2015 dürfen keine Fanggqouten mehr beschlossen werden, die nicht nachhaltig sind. Deswegen soll auf Grundlage des „höchstmöglichen Dauerertrags“ (Maximum sustainable yield = MSY) gefischt werden, so dass nur die optimale Fangmenge (ohne Gefährdung der Fortpflanzungsfähigkeit) dem Meer entnommen wird und die Fischbestände auf dem höchstmöglichem langfristigen Ertragsniveau gehalten werden (vgl. Europäische Kommission 2013: 8). Dazu soll schrittweise die fischereiliche Sterblichkeit verringert werden, bis der höchstmögliche Dauerertrag (MSY) erreicht wird. So könnten sich stark dezimierte Arten erholen und die Entwicklung von größeren Individuen gefördert werden. Die Idee dahinter ist, dass nicht nur die Fischbestände und Arten, die als Beifänge ins Netz geraten, geschont werden, sondern auch durch eine größere Fangstabilität eine produktivere und zukunftssichere Fischereiwirtschaft bei den (stark) befischten Arten betrieben werden soll. Zudem wird die wissenschaftliche Datenlage (z.B. Analyse der langfristigen Entwicklungen in den Fangmengen und Fischbeständen) verbessert und in Zukunft in der Fischereipolitik eine größere Rolle spielen. Zum Schutz des Ökosystems Meer sollen die Nutzung umweltschädigender Fangtechniken, z.B. Grundschleppnetze, einschränkt werden. Auf dem Weg zur nachhaltigen Fischerei sollen folgende Instrumente helfen: Langfristige Managementpläne (z.B. zur Überwachung der fischereilichen Sterblichkeit), Einbinden der Mitgliedsstaaten, Berücksichtigung regionaler Begebenheiten und damit auch die Integration regionaler Beratung unter Berücksichtigung von Region spezifischen Traditionen und Know-How, die Unterstützung der handwerklichen Fischerei, die Bekämpfung der illegalen Fischerei sowie die Eingliederung in die Meeresumweltpolitik (vgl. Europäische Kommission 2012a). Auch die Einrichtung und Erweiterung von Meeresschutzgebieten, die besonders beim Erhalt der Bestände, der Arten und der Biodiversität hilft, soll vorangetrieben werden.
- Abbau der Flottenüberkapazität: Als Hauptgrund für die Überfischung gilt auch die große Fischereiflotte. Die EU versucht schon länger die Flottenkapazität zu verringern. Doch ohne nennenswerten Erfolg. Ein Grund für das Scheitern ist, dass die Fangeffizienz der Fangschiffe nicht wirklich bei den bisherigen Maßnahmen mit einbezogen wurde. Daher wird bei der GFP-Reform die Einführung der handelbaren Fangquoten/Fanganteile (ITQ = Individual Transferable Quote) vorgeschlagen. Diese werden von den Mitgliedstaaten, die eine Flottenübergrenze von der EU zugewiesen bekommen, an Fischer/Fischereiindustrie verteilt und können auch nur innerhalb des Mitgliedstaats verpachtet oder getauscht werden. Dadurch soll es für Fischer lukrativ werden, ihre Fanganteile zu verkaufen/zu verpachten. Dies wird wahrscheinlich aber im Ministerrat nicht durchsetzbar sein (vgl. Döring 2012). Bisher und wahrscheinlich auch weiterhin erfolgte bzw. erfolgt die Regulierung der Fischerei per Fangtage auf See. Diese Regulierung ist aber ineffizient, da die Fischer sowieso z.B. in bestimmten Jahreszeiten nicht fischen können oder trotz der begrenzten Fangtage zu viel Fisch aus dem Meer herausholen. Einen großen Beitrag zur Flottenüberkapazität hat die Subventionierung dazu gesteuert (De-Minimis Beitrag von 30.000 Euro ohne daran geknüpfte Bedingung, Befreiung von Kraftstoffsteuern, Unterstützung der Schiffsverschrottung bei einer gleichzeitigen Schiffsmodernisierung). Als Lösung könnte man Subventionen (finanziert aus dem EMFF, European Maritime and Fisheries Fund) von Nachhaltigkeitszielen abhängig machen (Selektivere Fanggeräte, wissenschaftliche Datenerhebung).
Die EU ist zudem in der Fernfischerei tätig. Weltweit fischt die EU-Fischereiflotte, indem Fangqouten in nicht-europäischen Fanggebieten gekauft werden, um die europäischen Flottenkapazität auszulasten. Zukünftig will die Europäische Kommission diese Fernfischerei einschränken. Auch sollen die Schiffe der EU-Flotte in anderen nicht-europäischen Fanggebieten den Richtlinien und Prinzipien der GFP folgen
Die nachhaltige Fischerei soll durch Datenerhebung (Wechselbeziehungen im Ökosystem, Reproduktionsbedingungen der Arten, Auswirkungen der Fischerei), wissenschaftlichen Gutachten, Kontrollen und entsprechenden Korrekturen des Fischereimanagements sichergestellt werden.
Kritik:
- Für eine nachhaltige Fischerei sind klarere Bewirtschaftungsgrenzen der Fischbestände (Einhaltung der wissenschaftlichen Empfehlungen, einheitliche Regelung der nachhaltigen Bewirtschaftung, in der der Vorsorgeansatz berücksichtigt wird) erforderlich. Insbesondere durch die Ignoranz gegenüber den wissenschaftlichen Empfehlungen in der Vergangenheit (vgl. Salomon et al. 2012:42).
- Es wird immer nur vom Erhalt des Fischbestands gesprochen. Ein
Fischbestand ist aber nur gesund, wenn er eine natürliche Zusammensetzung ('gesunde' Größen- und Altersstruktur) besitzt. Dies berücksichtigt die GFP-Reform nicht, da eine solche Datenerhebung sich schwierig gestaltet und eine Fischereipolitik, die auf die Gesundheit der Bestände achtet, kaum umsetzbar ist. - Es wird z.T. kritisiert, dass die Maßnahme MYS als Zielwert zur Bestandserhaltung genommen wird, da durch die Wechselbeziehungen zwischen den Arten (Räuber-Beute-Beziehungen, Nahrungskonkurrenz), die Bestände nicht unbedingt das MSY-Niveau erreichen oder auf diesem Niveau bleiben können. Deswegen wird – auch von der EU-Kommission- vorgeschlagen, dass man die fischereiliche Sterblichkeit (dieser Wert wird nur durch die Fischerei beeinflusst), mit der MSY erreicht werden kann, als Zielwert nimmt.
- Die Fangquoten müssen insgesamt niedriger sein, um den Vorsorgeprinzip gerecht zu werden (Sicherheitsabstand zur MYS).
- Bereits überfischet Bestände erholen sich nicht, wenn sie nicht zuerst auf einen gesunden Bestand anwachsen können, so dass man ihr Fortbestehen gewährleisten kann. Dafür müssten die Fangmengen erst mal bis zu einem festgelegten Zeitpunkt abgesenkt werden, bis sich die Bestände erholt haben (vgl. WWF 2013).
- Das Rückwurfverbot soll gestaffelt nach Fischart eingeführt werden. Der Grund für diese Regelung liegt an dem unterschiedlich hohen Aufwand für die technischen Veränderungen, die durchgeführt werden müssen. Allerdings wird es schwer, zu kontrollieren, welche Fischart als Beifang zurück ins Meer geworfen wird. Eine Staffelung nach Fischereien wäre hier einfacher zu kontrollieren.
- Forderungen eines Rückwurfverbotes für alle Fischarten.
- Beim Rückwurfverbot gibt es einige Außnahmen, so z.B. erlaubt eine Ausnahmeregelung bis zu 5% der jährlichen Fangmenge der fangbeschränkten Arten genauso wie alle Arten ohne Fangbeschränkung über Bord zu werden. Diese Ausnahmen erschweren die Kontrolle des Rückwurfverbots.
- Man schafft für die Fischer falsche Anreize, wenn man ihnen z.B. mehr Fangtage zuspricht, wenn sie Netze mit kleinere Maschen verwenden. Diese Anreize müssen abgeschafft werden.
- Die von der EU vorgeschlagenen Flottenobergrenzen der Mitgliedstaaten entsprechen dem heutigen Stand und ziehen somit keine Verringerung der Flotte nach sich. Insgesamt wird der Erfolg der handelbaren Fangquoten angezweifelt. (vgl. Salomon et al. 2012:41)
- Es wird gefordert, dass während und nach der Reform eine öffentliche Debatte in der Gesellschaft angestoßen werden soll.
Insgesamt aber sehen Experten und Umweltschutzverbände die Pläne der EU zur nachhaltigen Fischereipolitik positiv, mahnen allerdings auch, dass die Pläne konsequent umgesetzt werden müssen, um ein Erfolg für das Ökosystem Meer herbeizuführen.
@Umweltlexikon?! Fischerei, Fisch und Fischereiprodukte,
Fischbestand, Thunfisch, Fischsterben,
Lit.:
- Carlson, Björn, BalticSea2020 (2013): EU-Fischereipolitik: Diese Reform kann Fische und Fischer retten. [Stand: 28.03.2013].
- Europäische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei (2013): Fischeries and Aquaculture in Europe. 2013, Nr. 60.
- Europäische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei (2012a): Häufig gestellte Fragen. [Stand: 28.03.2013].
- Europäische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei (2012b): Hintergrund.[Stand: 28.03.2013].
- Europäische Parlament (2013): Reform der EU-Fischereipolitik: Parlament fordert Ende der Überfischung. [Stand: 05.06.2013].
- Döring, Ralf (2012): Die Reformformschläge zur EU-Fischereipolitik sind besser als ihr Ruf. In: GAiA, 2012, Nr. 3, S.173-176.
- Roberts, Callum (2013): Der Mensch und das Meer. München: Deutsche Verlags-Anstalt.
- Rydl, Vladimir / Reichert, Inka - Planet Wissen (2013): Überfischung der Meere. [Stand: 28.03.2013].
- Salomon, Markus / Budde, Johanna (2012): Eine nachhaltige Fischereipolitik für Europas Ruf. In: GAiA, 2012, Nr. 1, S.38-42.
- WWF (2013): Grobmaschige Fischereireform. [Stand: 04.06.2013].
Autor: KATALYSE Institut
Mundraub
Mundraub ist eine Internetplattform für Obstallmende.
Auf dieser werden öffentliche Fundstellen für Obst- und Fruchtgewächse angegeben. Damit verfolgt Mundraub das Ziel, auf vergessene Früchte der Kulturlandschaft hinzuweisen und diese so als Teil der Kulturlandschaft und der Biodiversität dauerhaft zu schützen.
Die Fundstellen können von allen Internetnutzern auf der MundraubMap eingetragen und abgerufen werden. Auf dieser Karte kann man Fundstellen von Obstbäumen, Nüssen, Beeren und Kräutern finden.
Seit 2010 ist mundraub.org online und es wurden bis heute weltweit über 5.000 Fundstellen - die meisten Fundstellen befinden sich in Deutschland - eingetragen. Seit 2011 gibt es ein Mundräuberhandbuch, in welchem auf allgemeine Regeln zur Nutzung und Pflege von Obstbäumen eingegangen wird.
Die "Mundräuberregeln" sollen einen verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit der Natur und den kulturellen und privatrechtlichen Gegebenheiten der Region sicherstellen.
Kontakt:
Terra Concordia gUG Deutschland
Bouchéstr. 79b
12435 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 - 54 82 11 01
Fax: +49 (0) 30 - 89 64 82 77
E-Mail: info@mundraub.org
www.mundraub.org
Autor: KATALYSE Institut
Monokultur
Eine Bodenbewirtschaftung, bei der eine Pflanzenart vorherrscht und mit maximaler Ausnutzung standörtlicher und marktpolitischer Vorteile, bei hoher Maschinisierung, meistens ohne Fruchtfolge, großflächig angebaut wird.
M. werden beispielsweise überwiegend im Kaffee-, Tee- und Reisanbau vorgenommen. Es gibt keine Fruchtfolge und führt daher häufig zu einem starken Schädlingsbefall der Pflanzen und dem zu Ertragseinbußen.
Die fehlende Fruchtfolge führt meist zu einer Verschlechterung der Böden. Nur selbstverträgliche Pflanzen wie Roggen können an geeigneten Standorten über Jahre ohne Ertragsverluste und Verlust an Bodenqualität angebaut werden. Ökologisch ist der M.-Anbau schädlich, da er grundsätzlich zu einem starken Artenrückgang auf der Anbaufläche führt und in der Regel eines höheren Einsatzes von Düngern und Pflanzenschutzmitteln bedarf.
Autor: KATALYSE Institut
Meeresfischerei
siehe: Fischerei
Autor: KATALYSE Institut
Leitpflanzen
siehe: Zeigerpflanzen
(Z. sind Wildpflanzen, deren Anwesenheit auf spezifische Eigenschaften eines Standortes hindeuten, da sie verstärkt oder ausschließlich dort auftreten (Bioindikatoren).)
Autor: KATALYSE Institut
Landwirtschaft
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Große Umweltprobleme gehen vom Konventionellen Landbau aus (Agrarfabrik, Agrarpolitik, Integrierter Pflanzenbau, Massentierhaltung).
Nachhaltige L.: alternativer Landbau, ökologischer Landbau; Artgerechte Tierhaltung, Nachwachsende Rohstoffe
Autor: KATALYSE Institut
Kulturlandschaft
Durch menschliche Einwirkungen strukturell veränderte Naturlandschaft.
Letztere befindet sich im ökologischen Gleichgewicht, während es in der K. bei falscher Nutzung gestört ist. In der Industrielandschaft (= Funktions- oder Produktionslandschaft) als dritter Stufe treten starke Störungen des ökologischen Gleichgewichts auf.
Autor: KATALYSE Institut
Humangenomprojekt
Ziel des H. war die vollständige Entschlüsselung der DNS-Basensequenz des menschlichen Genoms.
Siehe auch: Human Genome Project.
Autor: KATALYSE Institut
Gülle
G. entsteht bei der strohlosen Aufstallung der modernen Tierhaltung.
Dabei fallen die
Exkremente durch Gitterroste oder Bodenspalten in Vorratsgruben. In der BRD fielen 1987 insgesamt 234,4 Mio t Mist an. Davon waren 39,1 Mio t Festmist und Jauche, 139,3 Mio t G.. Bei einer jährlichen Ausbringungsmenge von 50-100 m3/ha gelangen mindestens 200 kg reinen Stickstoffs auf 1 ha Fläche. Die Hälfte dieses Stickstoffs ist sofort für Pflanzen verfügbar, gut wasserlöslich und damit eine Gefahr für das Grundwasser.
Weil aber die G.-Ausbringung bei der heutigen intensiven Viehhaltung meist mehr eine Abfallbeseitigung als eine Düngung darstellt, gelangen zum Teil noch größere Mengen auf den Acker. Jede über den Stickstoffbedarf der Kulturpflanze hinausgehende Düngung führt zur Auswaschung ins Grundwasser.
Weitere Probleme der G.-Wirtschaft: Durch das Ausgasen von Ammoniak aus der G. kommt es zu Atemwegserkrankungen der damit arbeitenden Menschen. Zudem ist Ammoniak einer der Luftschadstoffe, die zum Waldsterben beitragen. An Schadstoffen enthält Gülle Phenole, Benzoate und organische Säuren. G.-Düngung kann zu einer Verschiebung der Organismengruppen des Bodenlebens führen. Fütterungsbedingt kann G.-Düngung aus Schweinemastbetrieben eine Vergiftung des Bodens mit Kupfer zur Folge haben. Versuche, die G.-Problematik durch behördliche Regelungen (G.-Programm 1990 Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen) in den Griff zu bekommen, sind als nicht geglückt zu betrachten, da sie nicht die Ursachen verändern.
Die Probleme der G.-Wirtschaft sind ganz eng mit denen der Massentierhaltung verbunden. Dieses Problembündel läßt sich nicht durch Maßnahmen wie verbesserte Ausbringungstechnik, mobile Trocknungsanlagen, G.-Tourismus, G.-Großlagerstätten usw. in den Griff bekommen.
Autor: KATALYSE Institut
