Lkw-Straßengebühr

Die Bundesregierung fordert im Einklang mit dem Bundesverband des Deutschen Güterfernverkehrs (BDF) vor Inkrafttreten der EG-Liberalisierung (Lkw-Verkehr) die Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen zwischen deutschen und europäischen Lkw-Unternehmen.

Eine unabhängige Expertenkommission hatte vorgeschlagen, Lkw ab 2002 mit 12 Cent pro Kilometer zu belasten. Nach Berechnungen des VCD würden die Transportkosten eines Lkw, die im Durchschnitt bei 1,25 Euro liegen, durch eine Gebühr in dieser Höhe nur um etwa 10 Prozent erhöht. Damit ist die Lkw-Maut ist ein kleiner Schritt in Richtung Kosten- und Wettbewerbsgerechtigkeit zwischen Straße und Schiene.

Während in Deutschland die LKW-Maut vor der Einführung (2005) steht, werden bereits in 17 Ländern Europas schon länger Autobahngebühren erhoben. Einige Länder verlangen nur für bestimmte Strecken ein Nutzungsentgelt, andere für ausnahmslos alle Autobahnen und Schnellstraßen. Teilweise muss man sogar für einzelne Passstraßen und Tunnels zusätzlich zahlen.

In Italien muss beispielsweise auf fast allen Autobahnen Maut bezahlt werden. Die Maut für italienische Autobahnen wird nach zwei verschiedenen Systemen berechnet: Das "geschlossene" System bei der Mehrzahl der Autobahnen, bei dem sich die Gebührenhöhe nach der Streckenlänge richtet: Man zieht bei der Einfahrt eine Mautkarte und legt diese zur Zahlung vor, wenn man die Autobahn verläßt. Auf bestimmten Autobahnabschnitten gilt das "offene" System, bei dem man keine Mautkarte zieht, sondern an der Mautstation einen Pauschalbetrag bezahlt. Gebührenfreie Abschnitte gibt es südlich von Neapel und auf Sizilien. An vielen Mautstellen kann nicht mit Kreditkarte bezahlt werden.

In Deutschland wird die geplante entfernungsabhängige LKW-Maut für das Befahren von Autobahnen mit Lastkraftwagen ab 12 t zulässigem Gesamtgewicht erhoben. Installiert und betrieben werden soll das deutsche Mautsystem vom privaten Unternehmen Toll Collect (u.a. Deutsche Telekom und Daimler Chrysler). Erklärtes Ziel ist es, auch ausländische LKW stärker an der Finanzierung der deutschen Verkehrsinfrastruktur zu beteiligen. Man rechnet mit Bruttoeinnahmen von jährlich 2,8 Mrd. Euro. Toll Collect soll davon für den Betrieb des Abrechnungssystems bis zum Jahr 2015 jährlich ca. 650 Mio. Euro aus den Mauteinnahmen erhalten. Realisiert werden soll ein auf GPS-Satelliten gestütztes System mit sogenannten On Board Units in den Fahrzeugen.

Ursprünglich sollte das deutsche Mautsystem am 31. August 2003 starten. Wegen gravierender technischer Probleme konnte Toll Collect diesen Termin nicht einhalten. Der Start wurde zunächst auf den 2. November 2003 verschoben, später wurde auch dieser Termin gekippt. Im Februar 2004 einigten sich die Bundesregierung und die Anteilseigner von Toll Collect auf eine Einführung der LKW-Maut mit eingeschränkter Funktionalität zum 1. Januar 2005. Am 1. Januar 2006 soll das Mautsystem dann im vollen Umfang funktionsfähig sein.

 

Autor: KATALYSE Institut

Lkw

Abkürzung für Lastkraftwagen, siehe auch Stichwort Güterverkehr.

LKW im Sinne des § 30 StVO (Sonntagsfahrverbot) sind

Kfz, die nach ihrer Bauart und Einrichtung zur Beförderung fremden, d. h. nicht nur der Funktion des Fahrzeugs dienenden Transportgutes bestimmt und geeignet sind. Sattelzumaschinen ohne Sattelauflieger unterliegen nicht dem Sonntagsfahrverbot, mit Auflieger allerdings schon.

Bezieht sich die Definition auf die diverse Vekehrszeichen (z.B. Zeichen 253) dann sind nämlich alle

Kfz über 3,5 t LKW.

Autor: KATALYSE Institut

Lithosphäre

Die an der Bodenbildung beteiligte Gesteinswelt (Bodenentwicklung).

 

Autor: KATALYSE Institut

Lineare Alkylbenzolsulfonate

Abk. LAS. Diese wichtigste Gruppe anionischer -Tenside auf petrochemischer Basis ist infolge ihres günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses nach wie vor in zahlreichen Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten.

Angesichts dieses Massenverbrauchs und der erheblichen aquatischen Toxizität gibt es kaum eine Chemikalie, die intensiver auf ihr Umweltverhalten untersucht worden ist. Chronische Schäden beginnen für Organismen, die typisch für belastete aquatische Lebensräume sind, bei 0,25-0,6 mg/Liter.

Empfindliche »Sauberwasserbewohner« werden dagegen schon ab 0,01 mg/Liter beeinträchtigt. Eine Beurteilung dieser Umweltbelastung wird dadurch erschwert, dass wie alle technischen Tenside, auch L. keine einzelne Substanz, sondern ein Gemisch von -"Homologen darstellt, deren Abbauverhalten und Toxizität sehr unterschiedlich sind.

Die problematischeren Bestandteile des L. werden schnell abgebaut. Andererseits ist über mögliche Kombinationseffekte mit anderen Abwasser-Inhaltsstoffen nicht viel bekannt. Angesichts dieser Defizite kommt der Abbaubarkeit von L. eine besondere Bedeutung zu. Diese ist im Vergleich zu anderen wichtigen technischen Tensiden z.B. Fettalkoholsulfaten, Fettalkoholethoxylaten und -Seife deutlich schlechter und v.a. unvollständig.

Erschwerend kommt hinzu, daß L. im Gegensatz zu den Genannten nicht anaerob abgebaut werden. Aus Vorsorgegründen sollten daher L. durch besser abbaubare Tenside ersetzt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Limonen

Limonen zählt zur Gruppe der Terpene und ist ein Hauptbestandteil in ätherischen Ölen.

 

Autor: KATALYSE Institut

Limnologie

L. ist die Wissenschaft von den Binnengewässern (Seen, Fließgewässer, teilweise auch Grundwasser) und ihren Organismen. Sie ist ein Teilgebiet der Ökologie und ist aus der Seenkunde der Geographie entstanden.

Die L. beschäftigt sich mit den biologischen Abläufen in Seen und Teichen, die durch die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren und v.a. auch durch die Eingriffe des Menschen bestimmt werden.

Von zentraler Bedeutung für die biologische Prozesse in Binnengewässern ist die Schichtung der Gewässer in unterschiedliche Temperaturzonen, die in engem Zusammenhang mit der jahreszeitlichen Zirkulation eines Sees oder Teichs stehen.

Ein großes Problem ist die zunehmende Eutrophierung der Binnengewässer durch hohe Nährstoffeinträge. Die angewandte L. beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Fischereiwirtschaft und dem Schutz und der Nutzung der Gewässer

Autor: KATALYSE Institut

Lignin

L. ist hochmolekularer aromatischer Stoff, der in verholzten Pflanzen vorkommt und die Räume zwischen den Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden lässt.

Der L.-Gehalt von getrocknetem Pflanzenmaterial wird für Laubholz mit rund 22% angegeben. L. fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoffgewinnung an und gelangt bei der Papierherstellung als Holzinhaltsstoff in das Abwasser. Beim Aufschluß des Holzes entstehen durch die Reaktion von L. mit schwefliger Säure sog. L.-Sulfonsäuren. Die hieraus isolierten Produkte finden breite technische Anwendungen. Bedingt durch den Restgehalt an L. ist Papier natürlicherweise hellbraun und wird bei der Neuproduktion häufig einer Bleiche (Zellstoffbleiche) unterzogen.
Papierindustrie, chlorfreies Papier

Autor: KATALYSE Institut

Lichtlenkung

L. soll Tageslicht in Innenräume bringen und dabei Kunstlicht ersetzen (Licht, Tageslichtnutzung).

Die L. macht sich bis zu drei verschiedene physikalische Phänomene nutzbar:
- Reflexion, durch Einsatz von Reflektoren (Spiegel), reflektierenden Lamellen,
- Brechung, durch Einsatz von Prismen,
- Beugung, durch Einsatz von Beugungsgittern auf der Glasebene (holographische Beschichtungen, z.Z. noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium).
Der Einsatz von lichtlenkenden Elementen bedingt hohe Reflexionsgrade der Raumflächen (z.B. die Decke), auf die das gelenkte Tageslicht trifft.

Autor: KATALYSE Institut

Lewisit

Hautkampfstoffe

Autor: KATALYSE Institut

Leukämie

Griechisch: Weißblütigkeit.

Allgemein ist Leukämie eine bösartige Entartung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Leucos ist griechisch und heißt weiß; -ämie, -häm  kommt auch aus dem Griechischen und bedeutet Blut. Zusammengesetzt heißt es also in etwa „Weißblütigkeit“. Damit ist nicht gemeint, dass das Blut weiß aussieht, sondern diese Bezeichnung entstand, weil im Falle dieser Erkrankung (meistens) sehr viele weiße Blutkörperchen im Blutausstrich gefunden werden.

Alle Blutzellen werden im Knochenmark gebildet, sowohl weiße als auch rote (Erythrozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Dort befinden sich so genannte Stammzellen, aus denen über mehrere Zwischenstufen die reifen Zellen heranwachsen. Die Leukozyten werden in verschiedene Arten unterteilt: Lymphozyten (T- und B-Zellen, für die Immunabwehr zuständig), Granulozyten und Monozyten (kleine und große Fresszellen, die für die Beseitigung von Eindringlingen, Fremdstoffen und Zellschrott zuständig sind).

Im Prinzip kann jede Zelle entarten, ob Stammzelle, unreife Zwischenstufe oder reifeZelle. Entartete Zellen sind Zellen, die sich ungehemmt vermehren und die nicht korrekt funktionieren, so dass im Falle der Leukämie das Blut mit Zellen überschwemmt wird, die ihre Aufgaben nicht erfüllen können. Die funktionsfähigen gesunden Zellen werden in den Hintergrund gedrängt, und das führt zu mangelnder Abwehr gegen schädliche Einflüsse von außen.

Leukämie kann daher in verschiedenen Formen vorkommen.
1. Akute Lymphatische oder Lymphoblastische Leukämie (ALL), eine bösartige, schnell verlaufende Form, bei der die Reifung der B-Zellen verhindert wird; die häufigste Form im Kindesalter.
2. Akute Myeloische Leukämie (AML), die zweithäufigste Form bei Kindern, die aber auch bei älteren Personen vorkommen kann.
3. Chronische Lymphatische Leukämie (CLL), die gehäuft bei älteren Menschen von etwa 60 bis 70 Jahren Auftritt:
4. Chronische Myeloische Leukämie (CML), die bei jungen Erwachsenen bis zu älteren Menschen (20 bis 60 Jahre) vorkommt.

Der Verlauf der akuten Formen ist bösartiger und schneller als bei den chronischen Formen, allerdings sind die Heilungschancen bei Kinderleukämie in den letzten Jahrzehnten gestiegen.

Die Ursachen für die Entstehung von Leukämie ist bis heute nicht richtig geklärt. Man geht davon aus, dass bestimmte Chemikalien (z. B. Pestizide), ionisierende Strahlen (Röntgen- und Gammastrahlen, radioaktive Strahlung), Tumorviren (onkogene Viren), das Zellwachstum hemmende Medikamente, Zigarettenrauchen und genetische Faktoren und einige andere Bedingungen Auslöser sind. Zu den genetischen Faktoren zählt auch das so genannte Philadelphia-Chromosom, das man bei Patienten mit CML findet. Dieses Chromosom entsteht durch den Austausch von Genen zwischen den Chromosomen 9 und 22, wodurch neue genetische Eigenschaften entstehen. 

 Schäden der Immunabwehr (Immunsystem) führen zu Anfälligkeit gegen Infektionen, zu Geschwürbildungen und Pilzbefall. Durch Aussaat entarteter Zellen kommt es zur Bildung leukämischer Herde (Metastasen) in allen Organen, insb. im Zentralnervensystem und in der Haut. Früher oder später führt L. i. d. R. zum Tod. Medikamentös läßt sich die Erkrankung kaum beeinflussen.

Häufig gelingt es, durch Zytostatikabehandlung den Krankheitsverlauf zu verzögern. Bei Kindern läßt sich heute häufiger sogar eine endgültige Heilung erzielen. Die Ursachen für die Entstehung von L. sind noch nicht vollständig geklärt.

Bekannte auslösende Faktoren für L. sind ionisierende Strahlung (somatische Strahlenschäden, Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitungsanlage, Strontium, Plutonium), verschiedene chemische Substanzen (Benzol) und eventuell auch elektrische und magnetische Felder (Hochspannungsleitung, Elektrosmog). Darüber hinaus wird der Einfluß bestimmter Viren diskutiert. Jährlich erkranken 40-50 Personen pro 1 Mio Einwohner.

Autor: KATALYSE Institut

Letalität

Verhältnis der Zahl der Todesfälle zur Zahl der an einer bestimmten Krankheit erkrankten Personen.

Autor: KATALYSE Institut

Leitbild

Der Begriff Leitbild stammt aus der Raumplanung und koordiniert das Handeln auf zukünftige Ziele.

Ein Leitbild besteht daher aus Zielaussagen zu einer angestrebten Organisationskultur in Institutionen oder Organisationen. Es stellt die Strategie und das Selbstverständnis, die Philosophie und die einzuschlagende Entwicklung und die zu erreichenden Ziele dar. Leitbilder können Teilziele in komplexen Prozessen und Organisationen koordinieren und besitzen eine Orientierungsfunktion für Entscheider und die Öffentlichkeit.

 

Autor: KATALYSE Institut

Zinn

Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Sn, Ordnungszahl 50, Schmelzpunkt 232 Grad C, Siedepunkt 2.270 Grad C, Dichte 7,29 g/cm3, in mehreren Modifikationen auftretendes Schwermetall.

 

Bei Raumtemperatur ist Z. silberglänzend und sehr leicht verformbar. Unterhalb von 13,2 Grad C wandelt es sich in eine andere Modifikation, das sog. graue Z., um. Das ist ein graues Pulver mit Halbleitereigenschaften und einer Dichte von 5,75 g/cm3. Bei tiefen Temperaturen (-48 Grad C) vollzieht sich die Umwandlung in wenigen h , so daß Z.-Geräte schließlich völlig zerfallen (Z.-Pest). Durch Legierung mit geringen Mengen Arsen, Germanium, Indium, Blei, Antimon oder Bismut wird die Z.-Pest verhindert. Geringe Zusätze von Aluminium, Cobalt, Magnesium, Mangan oder Zink beschleunigen die Umwandlung erheblich. Z. ist ein essentielles Element (als ADI-Wert gelten 2 mg/kg Körpergewicht, kann Haarausfall, Appetitlosigkeit und Akne bei Mangel hervorrufen) und gilt als Metall als ungiftig. Es überzieht sich an Luft mit einer sehr dünnen, schützenden Oxidschicht. Unter Luftabschluß wird Z. von schwachen Säuren nicht angegriffen (Verwendung von verzinntem Eisenblech in Konservendosen; Weißblech), kann aber unter Einwirkung von Luft in Lösung gehen (Vergrauen von Kondensmilch in geöffneten Dosen). Lebensmittel sollten daher nie in geöffneten Konservendosen aufbewahrt werden! Z.-Verbindungen zeigen toxische Wirkung: MAK 2 mg/m3 für anorganische bzw. MAK 0,1 mg/m3 für

organische Verbindungen. Die Produktion liegt bei ca. 200.000 t/Jahr und muß wegen rascher Erschöpfung der Lagerstätten immer mehr aus dem Recycling bestritten werden. Anwendung findet Z. überschlägig zu 40% für Weißblech, 20% für Weichlote, 18% für Z.-Geräte, 18% für Z.-Legierungen und 4% für Sonstiges.

Autor: KATALYSE Institut

Zink

Chemisches Element, Symbol Zn, Ordnungszahl 30, Schmelzpunkt 419,5 Grad C, Siedepunkt 907 Grad C, Dichte 7,13 g/cm3. Schwermetall, das für Mensch, Tier und Pflanze essentiell ist.

Z.-Gehalt im menschlichen Körper: 1,4-2,3 g. Normale Z.-Aufnahme: 10-15 mg/Tag. Natürlicher Begleiter von Z. ist das Cadmium. Im Vergleich zu Cadmium und Quecksilber, mit denen Z. chemisch verwandt ist, ist Z. relativ ungiftig. Gefährlicher ist das Einatmen von Z.-Verbindungen. Einatmen von Z.-Oxiddämpfen führt zu Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen, Frieren, Husten, Schweißausbrüchen u.a. (Z.-Fieber). Z.-Chromat ist krebserzeugend (MAK-Werte-Liste III A1). Die Wirkung beruht auf dem Chromatanteil. Der Einfluß von Z. auf das Krebsgeschehen (im Tierversuch wurden Hemmung und Krebsauslösung beobachtet) muß weiter untersucht werden.
Normale Böden enthalten zwischen 10-300 ppm Z., durchschnittlich 50 ppm. Böden in der Nähe von Straßen (Reifen enthalten Z.-Oxid) können erheblich belastet sein. Unverschmutzte Gewässer enthalten i.a. 10 mycrog/l. Klärschlamm darf in Deutschland max. 2.200 ppm Z. enthalten (Schottland, Niederlande: 2.000 ppm; Klärschlammverordnung). Trinkwasser-Grenzwerte: WHO: 5 mg/l, UdSSR: 1 mg/l, Japan: 0,1 mg/l. BRD: Trinkwasserverordnungs-Wert für Z. von 2 mg/l, 1986 gestrichen (Wasser).
Weltjahresproduktion: ca. 6 Mio t. Verwendung: Galvanisieren von Eisen und Stahlprodukten, für Legierungen, Z.-Bacitracin als wachstumsförderndes Mittel in der Schweine- und Geflügelzucht. Wichtigste Verbindung ist Z.-Oxid: Fotokopierer (kopieren), Laserdrucker, Glasuren u.a.
Emissionen in Westdeutschland: ca. 7.000 t/Jahr, v.a. aus Eisen- und Stahlproduktion und Autoverkehr 23% (Reifengummi enthält 1,5% Z.; Abrieb). Bei der Z.-Herstellung ca. 250 t Staub/Jahr, hauptsächlich Z.-Oxid und Bestandteile des Z.-Erzes, ferner Schwefeldioxid und Stickoxide sowie Schwefelsäure und Sulfat im Abwasser.

Autor: KATALYSE Institut

LD50

Letale (tödliche) Dosis, bei der 50% aller Versuchstiere, denen eine bestimmte Giftmenge verabreicht wurde, sterben.

Es handelt sich um einen Begriff aus dem Bereich der Toxikologie, der ein Maß für die Giftigkeit einer Substanz darstellt. Nach dem Chemikalien- und dem Arzneimittelgesetz ist die Einstufung von chemischen Stoffen/Arzneistoffen in vorgeschriebene Bereiche (s. Tab.) als Ergebnis der Prüfung auf akute Giftigkeit vorgesehen (Angaben in mg/kg Tierkörpergewicht bei oraler Verabreichung).

Der Sinn ist umstritten, da er durch Verabreichungsform (auf/unter die Haut, einatmen, verschlucken, in Muskel) und das Versuchsobjekt (welches Tier, Geschlecht) beeinflußt wird. Akute L. reicht z.B. für 2,3,7,8-TCDD (Dioxine und

Furane) von 0,001 mg/kg beim Meerschweinchen bis zu 5 mg/kg beim Hamster.

Die Übertragbarkeit auf den Menschen wegen unterschiedlicher Verteilung des Giftes in den Gewebearten und Stoffwechselunterschieden (Abbau, Verweildauer) ist stets ungewiss, da unsicher ist, welche Tierart bei welchem Gift in der Giftwirkung dem Menschen am ehesten entspricht. Langzeitwirkungen sind meist nicht erfaßbar. L. dient neben dem no-effect-level zur Festlegung von Grenzwerten.

Autor: KATALYSE Institut

LC50

Letalkonzentration in Wasser, Boden oder Luft, bei der 50% der Versuchsorganismen innerhalb eines bestimmten Beobachtungszeitraumes sterben.

In Kontrollen darf eine definitionsgemäß festgelegte Mortalitätsrate nicht überschritten werden. Die L. erlaubt eine ungefähre Einschätzung der tatsächlichen Toxizität eines Stoffes.
L. wird u.a. zur Bewertung von chemischen Kampfstoffen verwendet.

Autor: KATALYSE Institut

Lavaerde

Shampoo

Autor: KATALYSE Institut

Lautheit

Die empfundene Intensität eines Schallereignisses wird als L. bezeichnet.

Gemessen wird die L. mit der Einheit Sone. Im Gegensatz zur Lautstärke, die sich auf physikalische Größen wie den Schalldruckpegel bezieht, handelt es sich hierbei um eine empirisch ermittelte Schallempfindung. Die Ermittlung der L. von Geräuschen ist dabei ein messtechnisch sehr kompliziertes Verfahren. Leider ist auch dieses Verfahren nicht in der Lage, die Lästigkeit von Geräuschen zu bestimmen.

Autor: KATALYSE Institut

Zigaretten

siehe Tabakrauch.

Autor: KATALYSE Institut

Laugen

Wässrige Lösung von Basen. Der pH-Wert liegt über 7. Starke L. sind z.B. Natron-L. (Natriumhydroxid) und Kali-L.

L. sind gefährlicher als Säuren, da sich bei Kontakt mit der Haut oder beim Verschlucken Fett- und Eiweißbestandteile des Gewebes lösen. Die L. dringen dadurch immer tiefer ein und können in der Speiseröhre und im Magen zu schweren Zerstörungen (Perforationen) führen. Selbst 1-2%ige Lösungen haben noch eine deutliche Ätzwirkung.
In der Technik werden häufig wäßrige Lösungen als L. bezeichnet, die Nutz- oderBallaststoffe enthalten, z.B. Sulfit-Ablauge. Der pH-Wert spielt hierbei keine Rolle.
L. werden zusammen mit Lösemitteln zum Abbeizen von Farben eingesetzt (Abbeizmittel).

Autor: KATALYSE Institut

Latentwärmespeicher

L. sind Wärmespeicher, bei denen ein Speichermedium während einer Zustandsänderung, z.B. der des Aggregatzustandes, Wärmeenergie bei konstanter Temperatur aufnimmt bzw. abgibt.

Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Freisetzung von Bindungsenergien. Die meisten L. beinhalten als Speichermedium ein Salz (z.B. Glaubersalz, Natriumacetat) oder eine organische Verbindung (z.B. Paraffine, Fettsäure), bei dem der Phasenwechsel des Aggregatzustandes von fest nach flüssig ausgenutzt wird. Ähnliche Konzeptionen liegen chemischen Speichern zugrunde (Zeolith).
Der Vorteil von L. gegenüber anderen Speichern (Warmwasserspeicher) besteht darin, dass sie bei sehr geringer Temperaturdifferenz eine relativ große Wärmemenge pro Speichervolumen aufnehmen und diese Energie über einen beliebigen Zeitraum verlustfrei speichern können. Die spätere Wärmeabgabe erfolgt auf dem ursprünglichen Temperaturniveau.
Bei der technischen Realisierung treten eine Reihe von Schwierigkeiten auf. So sind aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Speichermedien relativ große Wärmetauscherflächen erforderlich, die Medien sollen umweltverträglich, nicht korrosiv und zyclenfest und zudem kostengünstig sein.
Da jeder L. nur bei einer festgelegten Speichertempertur arbeitet, sind für verschiedene Anwendungen verschiedene L.-Konzepte erforderlich. L. wurden bisher in erster Linie im Niedertemperaturbereich für die Speicherung von Solarenergie und Abwärme (Wärmepumpe) eingesetzt. Bis auf Spezialanwendungen, wo kein anderer Speicher einsetzbar ist, konnten L. noch nicht konkurrenzfähig realisieren werden.
Chemische Speicher, physikalische Speicher

Autor: KATALYSE Institut

Ziegeleien

siehe Keramische Industrie.

Autor: KATALYSE Institut

Kunststoffkomission

Die K. erstellt Positivlisten für Additive(Weichmacher, Zusatz- und Hilfsstoffe) in Verpackungsmaterialien.

Sie spricht Empfehlungen für den maximalen Übergang (Migration) vonVerpackungsinhaltsstoffen (und Restmonomergehalten) auf Lebensmittel aus. Die Empfehlungen haben gesetzesähnlichen Charakter und ihre Einhaltung wird durch die amtliche Lebensmittelüberwachung überprüft. Die K. ist industrienah besetzt und ihre Aussagen sind entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Autor: KATALYSE Institut

Lambda-Sonde

Die L. misst das Luftverhältnis (Sauerstoffgehalt) im Abgas eines Ottomotors mit Drei-Wege-Katalysator und dient der Verbesserung des Abgasverhaltens (Schadstoffe aus Kfz).

Eine im Abgasstrang angeordnete L. erfasst das Luftverhältnis und gibt ein entsprechendes Signal an eine elektronische Steuerung weiter. Diese regelt den Vergaser oder die Einspritzung so, dass das Luftverhältnis Lambda in einem engen Bereich um eins bleibt (Ottomotor). Dadurch wird eine gleichzeitige Verminderung der drei Schadstoffkomponenten Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff und Stickoxide im Drei-Wege-Katalysator erreicht.
Ottomotor

Autor: KATALYSE Institut

Lastmanagement

Zielgerichtete Handlungsweisen, die das Ziel verfolgen, Energieangebot und Energienachfrage durch eine zeitliche Entkopplung möglichst zu vergleichmäßigen, werden als L. bezeichnet.

L. spielt in der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle, da hierdurch Kraftwerkskapazitäten besser ausgelastet bzw. der Neubau weiterer Kraftwerke vermieden werden kann.
Eine Möglichkeit zum L. stellt die Speicherung dar. Eine andere Methode besteht darin, die Gleichzeitigkeit verschiedener Energiewandler (Energieverbraucher) durch organisatorische Maßnahmen wie das zeitliche Verlegen einzelner Produktionsabläufe oder das kurzzeitige Abschalten unkritischer Verbraucher z.B. von Kältemaschinen, Klimaanlagen, Öfen etc. zu verringern.
Auch im Haushaltsbereich gibt es Versuche, ein L. zu praktizieren. So schreibt die Bundestarifordnung (BTO) für Elektrizität vor, daß ein sog. Schwachlasttarif (Stromtarife) angeboten werden muss; d.h., dass unter bestimmten Voraussetzungen ein L. auch für Haushalte interessant ist. Dies bedeutet, dass große "Verbraucher" wie Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine etc. mittels Zeitschaltuhren nach Möglichkeit während der Schwachlastzeit betrieben werden.

Autor: KATALYSE Institut