Olf

Das Auftreten des sog. Sickbuilding-Syndroms hat zu einer Festlegung der Kriterien für die Behaglichkeit und zu einer Einführung der Einheiten O. und Dezipol geführt.

Das O. (lat. Olfactus = Geruchssinn) ist eine Einheit zur Bewertung der Stärke einer Geruchsquelle und ist definiert als die Geruchsstärke, die von einem Menschen mit Standardeigenschaften (1,8 m2 Hautoberfläche, sitzende Tätigkeit, 0,7 Duschbäder/Tag, täglich frische Wäsche) verursacht wird. Ermittelt wird diese Geruchsstärke über Testpersonen (Riecherkollektiv), die die Geruchsintensität einer bestimmten Geruchsquelle im Vergleich mit genormten Geruchsquellen bestimmen.

Die Grundidee ist, über den Geruch ein Maß für die vielen (bis zu 8.000) Luftverunreinigungen in Innenräumen und damit ein Maß für die erforderliche Lüftungsrate zu erhalten. Vorteilhaft ist es daher, wenn Hersteller von Baustoffen, Teppichen, Farben, Möbeln usw. die Geruchsintensität ihrer Produkte in O. angeben würden, damit Bauherren zwischen einem geruchsintensiveren Produkt und einer größeren Lüftungsanlage wählen können.

Kritisch anzumerken bleibt der O. nichts über die Qualität (z.B. angenehme Duftstoffe oder schädliche Lösemittel) eines Geruches aussagt.

Beispiele für typische Geruchsemissionen in olf:

    Personen:

  • Person sitzend 1 olf
  • Kind (12 Jahre) 2 olf
  • Athlet 30 olf
  • Raucher (dauernd) 25 olf
  • Raucher (normal) 5 olf

    Baustoffe:

  • Teppich (Wolle) 0,2 olf/m2
  • Teppich (Kunstfaser) 0,4 olf/m2
  • PVC/Linoleum 0,2 olf/m2
  • Marmor 0,01 olf/m2
  • Gummidichtung (Fenster, Tür) 0,6 olf/m2

Autor: KATALYSE Institut

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