Fenster

Fenster sind Teile der umschließenden Außenhaut eines Gebäudes und damit Grenzflächen zwischen innen und außen. Das charakteristische Merkmal des Fensters ist die Transparenz des Glases.

Das F. dient als Einfallsmöglichkeit für das natürliche Licht und ermöglicht dem Nutzer des Gebäudes den Kontakt zu seiner Außenwelt. Gleichzeitig schützt das Fenster vor den anderen äußeren Einflüssen wie Wind, Regen, Hitze, Kälte, Lärm und Einbruch. Das Bauteil F. besteht aus den Fensterrahmen, Glas und Dichtungsstoffen.

Zu den formalen Anforderungen an die Konstruktion zählen in der Hauptsache:
- Größe, Format, Teilung
- Öffnungsart
- Rahmenwerkstoff und
- Oberflächenbehandlung.

In der Grobgliederung unterscheidet man folgende Fensterarten:
Einfachfenster mit Einfachverglasung, Einfachfenster mit Mehrscheiben-Isolierglas und Wärmeschutzverglasung, Verbundfenster und Kastenfenster (vgl. Tab.). Der Wärmeverlust der verschiedenen F.-Typen ist sehr unterschiedlich (vgl. Tab.) (k-Wert). Es ist 1992 geplant, in der neuen Wärmeschutzverordnung die Wärmeschutzverglasung für Neubauten vorzuschreiben.

Gerade in bezug auf Wintergärten ist zu beachten, daß aber auch beste Fenster in ihrem k-Wert kaum an selbst ungedämmtes Mauerwerk herankommen. So hat z.B. eine ungedämmte 36,5 cm dicke Leichthohlziegel-Wand inkl. Putz einen k-Wert von 0,36.

F. können sich je nach Konstruktion und Lage im Haus (Himmelsrichtung) für den Energiehaushalt positiv oder negativ auswirken. Nach Süden orientierte F. lassen die Sonnenstrahlen in den Innenraum und erwärmen ihn. Durch sonnenabgewandte F. hingegen wandert die Wärme aus dem Innenraum nach draußen.

Tips für die Fensterinstallation in einem energiebewußt gebauten Haus:
- große Fensterflächen nach Süden und Südwesten hin orientieren,
- kleine Fenster nach Norden mit hohem Wärmedämmwert,
- Anbringung und Benutzung von gedämmten Fensterläden,
- Fenster nach Süden sollten im Idealfall als Kastenfenster konstruiert sein (so kann bei Sonnenschein ein Flügel ausgehängt werden, damit die Lichtdurchlässigkeit/Aufheizfaktor größer wird).

Wenn neue Fenster mit Fugendichtungen eingebaut werden, muß aufgrund des dadurch geringeren Luftaustauschs öfter gelüftet werden, um die Innenraumluft zu verbessern (Stoßlüften). Superdämmfenster benötigen eine aufwendige Technologie, höheren Energieeinsatz bei der Herstellung, höhere Anteile an synthetischen Stoffen auch im Verbund miteinander, und ergeben dadurch größere Probleme beim Recycling.

Autor: KATALYSE Institut

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