Limonen

Limonen zählt zur Gruppe der Terpene und ist ein Hauptbestandteil in ätherischen Ölen.

 

Autor: KATALYSE Institut

Lignin

L. ist hochmolekularer aromatischer Stoff, der in verholzten Pflanzen vorkommt und die Räume zwischen den Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden lässt.

Der L.-Gehalt von getrocknetem Pflanzenmaterial wird für Laubholz mit rund 22% angegeben. L. fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoffgewinnung an und gelangt bei der Papierherstellung als Holzinhaltsstoff in das Abwasser. Beim Aufschluß des Holzes entstehen durch die Reaktion von L. mit schwefliger Säure sog. L.-Sulfonsäuren. Die hieraus isolierten Produkte finden breite technische Anwendungen. Bedingt durch den Restgehalt an L. ist Papier natürlicherweise hellbraun und wird bei der Neuproduktion häufig einer Bleiche (Zellstoffbleiche) unterzogen.
Papierindustrie, chlorfreies Papier

Autor: KATALYSE Institut

Zinn

Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Sn, Ordnungszahl 50, Schmelzpunkt 232 Grad C, Siedepunkt 2.270 Grad C, Dichte 7,29 g/cm3, in mehreren Modifikationen auftretendes Schwermetall.

 

Bei Raumtemperatur ist Z. silberglänzend und sehr leicht verformbar. Unterhalb von 13,2 Grad C wandelt es sich in eine andere Modifikation, das sog. graue Z., um. Das ist ein graues Pulver mit Halbleitereigenschaften und einer Dichte von 5,75 g/cm3. Bei tiefen Temperaturen (-48 Grad C) vollzieht sich die Umwandlung in wenigen h , so daß Z.-Geräte schließlich völlig zerfallen (Z.-Pest). Durch Legierung mit geringen Mengen Arsen, Germanium, Indium, Blei, Antimon oder Bismut wird die Z.-Pest verhindert. Geringe Zusätze von Aluminium, Cobalt, Magnesium, Mangan oder Zink beschleunigen die Umwandlung erheblich. Z. ist ein essentielles Element (als ADI-Wert gelten 2 mg/kg Körpergewicht, kann Haarausfall, Appetitlosigkeit und Akne bei Mangel hervorrufen) und gilt als Metall als ungiftig. Es überzieht sich an Luft mit einer sehr dünnen, schützenden Oxidschicht. Unter Luftabschluß wird Z. von schwachen Säuren nicht angegriffen (Verwendung von verzinntem Eisenblech in Konservendosen; Weißblech), kann aber unter Einwirkung von Luft in Lösung gehen (Vergrauen von Kondensmilch in geöffneten Dosen). Lebensmittel sollten daher nie in geöffneten Konservendosen aufbewahrt werden! Z.-Verbindungen zeigen toxische Wirkung: MAK 2 mg/m3 für anorganische bzw. MAK 0,1 mg/m3 für

organische Verbindungen. Die Produktion liegt bei ca. 200.000 t/Jahr und muß wegen rascher Erschöpfung der Lagerstätten immer mehr aus dem Recycling bestritten werden. Anwendung findet Z. überschlägig zu 40% für Weißblech, 20% für Weichlote, 18% für Z.-Geräte, 18% für Z.-Legierungen und 4% für Sonstiges.

Autor: KATALYSE Institut

Zink

Chemisches Element, Symbol Zn, Ordnungszahl 30, Schmelzpunkt 419,5 Grad C, Siedepunkt 907 Grad C, Dichte 7,13 g/cm3. Schwermetall, das für Mensch, Tier und Pflanze essentiell ist.

Z.-Gehalt im menschlichen Körper: 1,4-2,3 g. Normale Z.-Aufnahme: 10-15 mg/Tag. Natürlicher Begleiter von Z. ist das Cadmium. Im Vergleich zu Cadmium und Quecksilber, mit denen Z. chemisch verwandt ist, ist Z. relativ ungiftig. Gefährlicher ist das Einatmen von Z.-Verbindungen. Einatmen von Z.-Oxiddämpfen führt zu Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen, Frieren, Husten, Schweißausbrüchen u.a. (Z.-Fieber). Z.-Chromat ist krebserzeugend (MAK-Werte-Liste III A1). Die Wirkung beruht auf dem Chromatanteil. Der Einfluß von Z. auf das Krebsgeschehen (im Tierversuch wurden Hemmung und Krebsauslösung beobachtet) muß weiter untersucht werden.
Normale Böden enthalten zwischen 10-300 ppm Z., durchschnittlich 50 ppm. Böden in der Nähe von Straßen (Reifen enthalten Z.-Oxid) können erheblich belastet sein. Unverschmutzte Gewässer enthalten i.a. 10 mycrog/l. Klärschlamm darf in Deutschland max. 2.200 ppm Z. enthalten (Schottland, Niederlande: 2.000 ppm; Klärschlammverordnung). Trinkwasser-Grenzwerte: WHO: 5 mg/l, UdSSR: 1 mg/l, Japan: 0,1 mg/l. BRD: Trinkwasserverordnungs-Wert für Z. von 2 mg/l, 1986 gestrichen (Wasser).
Weltjahresproduktion: ca. 6 Mio t. Verwendung: Galvanisieren von Eisen und Stahlprodukten, für Legierungen, Z.-Bacitracin als wachstumsförderndes Mittel in der Schweine- und Geflügelzucht. Wichtigste Verbindung ist Z.-Oxid: Fotokopierer (kopieren), Laserdrucker, Glasuren u.a.
Emissionen in Westdeutschland: ca. 7.000 t/Jahr, v.a. aus Eisen- und Stahlproduktion und Autoverkehr 23% (Reifengummi enthält 1,5% Z.; Abrieb). Bei der Z.-Herstellung ca. 250 t Staub/Jahr, hauptsächlich Z.-Oxid und Bestandteile des Z.-Erzes, ferner Schwefeldioxid und Stickoxide sowie Schwefelsäure und Sulfat im Abwasser.

Autor: KATALYSE Institut

Laugen

Wässrige Lösung von Basen. Der pH-Wert liegt über 7. Starke L. sind z.B. Natron-L. (Natriumhydroxid) und Kali-L.

L. sind gefährlicher als Säuren, da sich bei Kontakt mit der Haut oder beim Verschlucken Fett- und Eiweißbestandteile des Gewebes lösen. Die L. dringen dadurch immer tiefer ein und können in der Speiseröhre und im Magen zu schweren Zerstörungen (Perforationen) führen. Selbst 1-2%ige Lösungen haben noch eine deutliche Ätzwirkung.
In der Technik werden häufig wäßrige Lösungen als L. bezeichnet, die Nutz- oderBallaststoffe enthalten, z.B. Sulfit-Ablauge. Der pH-Wert spielt hierbei keine Rolle.
L. werden zusammen mit Lösemitteln zum Abbeizen von Farben eingesetzt (Abbeizmittel).

Autor: KATALYSE Institut

Zeolith A

Dieses wasserunlösliche, synthetische Natriumaluminiumsilikat (Handelsname: Sasil) ist der weltweit erfolgreichste Phosphatersatzstoff und wird als Gerüststoff in einer Vielzahl von Waschmitteln eingesetzt.

Die Einzelpartikel bestehen aus würfelförmigen Hohlräumen, in denen sich Natriumionen befinden, die sehr leicht gegen die Härtebildner des Wassers (Wasserhärte), nämlich v.a. Calcium-Ionen ausgetauscht werden können.
Z. gehört also zu den Ionenaustauschern im Unterschied zum löslichen Komplexbildner Phosphat. Die Substanz ist chemisch inert und nur wenig toxisch. Angesichts des Masseneinsatzes wurde Z. wie kaum ein anderer Waschmittelinhaltsstoff auf seine Umweltverträglichkeit untersucht. Es wird in mechanisch-biologischen Kläranlagen zu 95% eliminiert ( Abwasserreinigung ), remobilisiert keine Schwermetalle (Remobilisierung) und wirkt auch nicht eutrophierend ( Eutrophierung ). Die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm wird durch Gehalte an Z. nicht behindert.

Autor: KATALYSE Institut

Zellulose

siehe Cellulose.

Autor: KATALYSE Institut

Zytostatika

Zytostatika verhindern oder verzögern die Zellteilung, meist durch Einwirkung auf den Mechanismus der DNS-Verdopplung (Mitose).

Sie werden in erster Linie bei Krebserkrankungen eingesetzt. Da die Unterschiede im biochemischen Verhalten von normalen Zellen und Tumorzellen gering sind, werden nicht nur die Tumorzellen von Z. angegriffen, sondern auch gesunde Zellen. Daher haben Z. starke Nebenwirkungen, die sich v.a. in Form von Erbrechen, verminderter Immunabwehr, Organschäden und Blutungen äußern.
Sie auch Stichwörter: Immunsystem, Krebs

Autor: KATALYSE Institut

Kupfer

Chemisches Element der I. Nebengruppe, Symbol Cu, Ordnungszahl 29, Schmelzpunkt 1.083 Grad C, Siedepunkt 2.395 Grad C, Dichte 8,93 g/cm3, MAK-Wert 0,1 mg/m3 (K.-Rauch) bzw. 1 mg/m3 (K.-Staub); Schwermetall, Halbedelmetall.

Reines K. ist hellrot bis dunkelrot. Der Anteil von K. in der obersten, festen Erdkruste beträgt ca. 0,007 Prozent. Der Durchschnittskupfergehalt der abgebauten K.-Erze beträgt etwa 1,5 bis 2 Prozent, im vorigen Jahrhundert noch 20 Prozent. 

K. ist wegen seiner Unlöslichkeit über den Nahrungsweg eingenommen ungefährlich. Eventuelle Vergiftungserscheinungen beruhen auf Beimengungen von Arsen oder Blei. Für den Menschen ist K. lebenswichtig. K.-Mangel tritt kaum auf, da der Mensch mit der Nahrung täglich zwischen 1 und 5 mg in Form von K.-Verbindungen aufnimmt, von denen aber nur ca. 5 Prozent resorbiert werden (Resorption).

K. ist für den Menschen wenig toxisch, ausgenommen davon sind Kleinkinder und Säuglinge, die bereits bei Trinkwasserkonzentrationen unter 1 mg/Liter an einer chronischen Kupfervergiftung in Form einer Magen-Darmerkrankung oder einer frühkindlichen Leberzirrhose erkranken können. Chronische Kupfervergiftungen finden in Deutschland immer noch ungenügende Beachtung. DieWeltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen vorläufig tolerierbare Gesamtaufnahme von 0,5 mg/kg/d, während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr für Erwachsene von 2 bis 4 mg/K./Tag und für Säuglinge und Kinder von 1 bis 2 mg/K./Tag vorsieht.

Ein Grenzwert für Trinkwasser wurde nicht festgelegt; es gilt ein unverbindlicher Richtwert von 3 mg/Liter, die geplante Novellierung der Trinkwasserverordnung sieht einen Wert von 2 mg/Liter vor.
Der MAK-Wert bei einatembarer K.-Fraktion beträgt 1 mg/m3 und 0,1 mg/m3.

In Form seiner Salze spielt K. wegen seiner fungiziden Wirkung von alters her eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Holzschutzmitteln. In der Landwirtschaft wird K. als Fungizid im Weinbau, teilweise auch im ökologischen Weinbau eingesetzt, außerdem findet es Verwendung in der Schweinemast.
K. ist für niedere Pflanzen (Algen, Kleinpilze, Bakterien) ein starkes Gift, da es in saurer Umgebung Spuren von löslichen Salzen (Cu2+-Ionen) abgibt. Getreide undMilch sind relativ kupferarm, Fleisch, innere Organe, Fisch, Nüsse, Kakao, grünes Gemüse und Rotwein kupferreich. Trockene Erde enthält durchschnittlich 20-30 ppm K., Stadtluft (USA) 80-90 ng/m3, Pflanzen 4-20 ppm (Trockengewicht).

Etwa 50 Prozent der K.-Herstellung finden Verwendung in der Elektroindustrie (K. ist neben Silber der beste elektrische Leiter unter den Metallen) und 40 Prozent werden zur Herstellung von K.-Legierungen verwendet, weiterhin auch für Dachabdeckungen und Münzen.

Bei der Herstellung von K. aus Erzen werden erhebliche Mengen an Schadstoffen frei (Nichteisenmetallproduktion). Erhöhte Bodenbelastungen mit K. treten durch Klärschlamm, Müll, Gülle aus Schweinemastbetrieben und in Weinbaugebieten auf. In Müllverbrennungsanlagen aktiviert K. durch seine katalytischen Eigenschaften die Bildung von Dioxinen und Furanen.

 

 

Autor: KATALYSE Institut

Kunstschnee

K. wird hergestellt aus Wasser, chemischen Zusätzen und Energie in Form von Druckluft bei entsprechender Außentemperatur.

Ein K.-System umfaßt mehrere computergesteuerte Schneekanonen.Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mit Hilfe von Sonden gemessen.
Weltweit beschneien ca. 1.000 Regionen künstlich ihre Skipisten. In den Alpen stehen über hundert Anlagen mit mehr als 300 Schneekanonen. K. ist zu einem Wirtschaftsfaktor geworden, denn er macht die Skiorte von den natürlich gegebenen Schneebedingungen unabhängig.
Es wird behauptet, der K. schütze die Natur, z.B. die Grasnarbe vor mechanischer Beschädigung, als Isolationsschicht vor Frosteinwirkung und vor Erosion durch verlangsamtes Abschmelzen.
Aber K. verstärkt die Auswirkungen des an sich schon zerstörerischen Pistenbaus und verändert den gesamten Vegetationskreislauf. Im Bereich des Mikroklimas wird der Winter durch die Dichte, Härte und Haltbarkeit des K. verlängert. Als Schneefestiger wird Ammoniumsulfat verwendet. Der Beginn der Vegetationszeit wird verkürzt, was Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie einen starken Ernterückgang des Heues zur Folge hat. Die
Artenvielfalt wird minimiert (Artensterben). Zum Bau der Anlagen sind umfangreiche Eingriffe vorzunehmen: Hydranten, Rohr- und Stromleitungen müssen verlegt werden. Durch den hohenWasserverbrauch kommt es in einigen Gebieten zu einer Trinkwasserknappheit. Es bleiben irreparable Schäden zurück. Renaturierungsversuche bleiben oft erfolglos, eine Nachsaat zur Pistenbegrünung ist oberhalb der Baumgrenze nicht mehr möglich.
Schutzwald, Freizeit und Umwelt

Autor: KATALYSE Institut

Zyklon B

siehe Stichworte Zyankali, Blausäure und Atmungsgifte.

Autor: KATALYSE Institut

Zyankali

Kaliumcyanid, KCN, Salz des Blausäure (HCN). Durch Einwirkung von Säuren (z.B. Magensäure) auf Z. wird Blausäure gebildet. LD50 (HCN) = 1 mg/kg beim Menschen.

Unter der Bezeichnung Zyklon B wurde Z. in deutschen Konzentrationslagern als Massenvernichtungsmittel eingesetzt. Heute dient Z. in US-amerikanischen Gaskammern zur Vollstreckung von Todesurteilen. Z. kann Metalle in Form von Komplexen wieder auflösen (Cyanidlaugerei).

siehe auch Stichwörter: galvanisieren und Metallindustrie

Autor: KATALYSE Institut

Kreide

Der Begriff Kreide hat zwei Bedeutungen. Zum einem ist es weißer Kalkstein, der besonders in England, Nordfrankreich, Dänemark und Norddeutschland abgelagert wurde. Andererseits beschreibt der Begriff des Erdzeitalter der Kreide, das vor etwa 135 Mio. Jahren begann.

Der weiße Kalkstein (Kreide) findet Verwendung zum Zeichnen, Polieren, Putzen, als Düngemittel und Bindemittel für Farben. Dazu wird eingesumpfte K. mit Leimgemischt und bis zur Streichfähigkeit verdünnt. Durch Zusatz von Leinöl wird die Wischfestigkeit verbessert. Auf allen neutralen Untergründen im Innenbereich verwendbar.

Als Kreide wird auch das jüngste Erdzeitalter am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter) bezeichnet. Sie begann vor etwa 135 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren.

Zum Ende der Kreidezeit bilden sich die heute bekannten Kontinente. Berühmt sind die Kreidefelsen auf Rügen, in der fränkischen Alb und am Alpennordrand.

Kreide als Material ist ein relativ weiches, Sedimentgestein von meist sehr heller, weißer Farbe, das im späten Erdmittelalter aus den kalkhaltigen Schalen von Foramiferen gebildet wurde. Foramiferen oder "Kammerlinge" (Thalamophoren) waren "Wurzelfüßler" mit einem Gehäuse aus Kalk oder organischen Stoffen, die in dem weit ausgedehnten Meer der sogenannten "Kreidezeit" so häufig vorkamen, dass sie zum Leitfossil dieser erdgeschichtlichen Formation wurden.

Autor: KATALYSE Institut

Zuckertenside

siehe Alkylpolyglucoside.

Autor: KATALYSE Institut

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Der Begriff Kreide hat zwei Bedeutungen. Zum einem ist es weißer Kalkstein, der besonders in England, Nordfrankreich, Dänemark und Norddeutschland abgelagert wurde. Andererseits beschreibt der Begriff des Erdzeitalter der Kreide, das vor etwa 135 Mio. Jahren begann.

Der weiße Kalkstein (Kreide) findet Verwendung zum Zeichnen, Polieren, Putzen, als Düngemittel und Bindemittel für Farben. Dazu wird eingesumpfte K. mit Leimgemischt und bis zur Streichfähigkeit verdünnt. Durch Zusatz von Leinöl wird die Wischfestigkeit verbessert. Auf allen neutralen Untergründen im Innenbereich verwendbar.

Als Kreide wird auch das jüngste Erdzeitalter am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter) bezeichnet. Sie begann vor etwa 135 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren.

Zum Ende der Kreidezeit bilden sich die heute bekannten Kontinente. Berühmt sind die Kreidefelsen auf Rügen, in der fränkischen Alb und am Alpennordrand.

Kreide als Material ist ein relativ weiches, Sedimentgestein von meist sehr heller, weißer Farbe, das im späten Erdmittelalter aus den kalkhaltigen Schalen von Foramiferen gebildet wurde. Foramiferen oder "Kammerlinge" (Thalamophoren) waren "Wurzelfüßler" mit einem Gehäuse aus Kalk oder organischen Stoffen, die in dem weit ausgedehnten Meer der sogenannten "Kreidezeit" so häufig vorkamen, dass sie zum Leitfossil dieser erdgeschichtlichen Formation wurden.

Autor: KATALYSE Institut

Kosmetika

Der Anwendung von K. und Körperpflegemitteln liegt der Wunsch zugrunde, die gesunde Frische der Jugend zu erhalten, besonders hervorzuheben oder auch nur vorzutäuschen.

Die Herstellung und der Verkauf dieser Mittel sind durch das Lebensmittelgesetz bzw. die K.-Verordnung, die 1978 herausgegeben und inzwischen neunmal geändert wurde, geregelt. K. sollen ihre Wirkung auf der Haut entfalten. Der Haut ist ein Film aus Schweiß, Talg und abgestorbenen Hornzellen aufgelagert, welcher zusammen mit den darunterliegenden Hautschichten eine wirksame Barriere gegen das Eindringen von schädlichen Stoffen in das Körperinnere darstellt und den Körper vor zu großen Wasserverlusten schützt. Eine natürliche Bakterienflora und der schwach saure pH-Wert von ca. 5 verhindern, daß sich schädliche Bakterien und Pilze auf der Haut ausbreiten können. Voraussetzung für einen störungsfreien Ablauf der Hautfunktionen ist eine ausreichende Versorgung mit Aufbaustoffen, die nur von innen, d.h. über die Blutbahn erfolgen kann. Eine "Ernährung" der Haut, wie oft in der Werbung behauptet, ist von außen nicht möglich. Trotzdem können Stoffe über die Haut aufgenommen werden und im Körper ihre unter Umständen schädliche Wirkung entfalten. Besonders gut werden z.B. fettlösliche Stoffe (Lösemittel) oder organische Stoffe mit sehr kleinen Molekülen aufgenommen. Über die Schleimhäute oder über verletzte Haut können Stoffe besonders leicht in den Körper eindringen. Das Reinigen der Haut (Seife) bewirkt eine weitgehende Zerstörung des Wasser-Fett-Films, der sich jedoch je nach Alter innerhalb einer gewissen Zeitspanne wieder neu bildet. Bei trockener Haut oder nach längerem Kontakt mit Wasch- oderLösemitteln kann das Auftragen von Hautcremes sinnvoll sein. Zusätzlich zu den Grundstoffen Wasser und Fett bringt man mit den Cremes noch eine Reihe weiterer Hilfs- und Wirkstoffe mit auf die Haut auf. Dazu zählen:
- Emulgatoren, die bewirken, daß sich die Fett- und Wasserphase miteinander mischen,
- Stabilisatoren, welche ein spätes Auseinanderfallen der Phasen verhindern,
- Konservierungsmittel und Antioxidantien, die einem mikrobiellen Zerfall und einer Fettzersetzung entgegenwirken,
- ferner gegebenenfalls Feuchthaltemittel, Verdickungsmittel und Parfümstoffe.
Neben diesen Grund- und Hilfsstoffen kommen noch verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz: etherische Öle und Pflanzenextrakte, Eiweißstoffe, Fermente usw. Grundsätzlich muss befürchtet werden, dass jeder dieser zugesetzten Stoffe Allergien hervorrufen kann.
Dies gilt insb. beim Auftragen von K. auf wunde oder verletzte Haut. Während eine Reihe von Stoffen, die bei vielen Personen Allergien auslösten, jetzt nicht mehr verwendet werden, bleibt die Anwendung von Konservierungsstoffen problematisch.Konservierungsstoffe sind einerseits nötig, um K. vor Befall mit Mikroorganismen zu schützen. Andererseits können sie Allergien auslösen, die natürliche Bakterienflora der Haut angreifen und so unter Umständen die Widerstandskraft gegenSchadstoffe, Bakterien und Pilze herabsetzen. Als Konservierungsstoff werden meist Benzoesäureester (PHB-Ester) in einer Konzentration von 0,01-0,1% zugesetzt.
Nach derzeitigem Recht brauchen die K.-Hersteller die Inhaltsstoffe ihrer Produkte nicht auf den Packungen anzugeben. Dies ist jedoch für den Gesundheitsschutz unbedingt nötig. Dem Verbraucher würde die Auswahl erheblich erleichtert und die Beratung von Allergiepatienten wäre einfacher. Bis jetzt gibt es nur Auflagen zur Deklaration für bestimmte Stoffe; dies ist z.B. für Formaldehyd ab einer bestimmten Konzentration der Fall. Unterhalb dieser Konzentration darf es unerwähnt bleiben.
Aufgrund der undurchsichtigen Zusammensetzung der K. und der Gefahr von Allergie oder sonstigen Nebenwirkungen gilt die Regel, möglichst wenig und nur gut bekannte Markenprodukte anzuwenden.

Lit.: KATALYSE e.V. (Hrsg.): Kosmetik, Reinbek 1984

Autor: KATALYSE Institut

Korrekturflüssigkeiten

K. enthalten als Farbpigmente Titandioxid und als Lösungsmittel häufig Toluol oder Trichlorethan (1,1,1-).
Im Handel sind aber auch K. ohne diese giftigen Lösemittel erhältlich.

Lit.: J. Velvart: Toxikologie der Haushaltsprodukte, Bern 1989

Autor: KATALYSE Institut

Kork

K. wird aus der Rinde der K.-Eiche gewonnen und als Bodenbelag, Tapete und Wärmedämmung verwendet.

Bodenbeläge und Tapeten aus K. sind angenehm wegen ihrer hohen Oberflächentemperatur und ihrer Sorptionsvermögen (Raumklima), jedoch z.T. gesundheitlich bedenklich, da in vielen Fällen, z.T. auch bei Bioprodukten, die einzelnen K.-Teilchen durch Kunstharz gebunden sind. Auch die zur Verarbeitung angebotenen Spezialkleber enthalten meist Kunstharze, nur selten werden Naturharze (Klebstoffe) verwendet.
Zur Wärmedämmung wird K. (Baustoffklasse B 2, Brandschutz) als K.-Schrot, Back-K. und imprägnierter K. geliefert.
Back-K., reinexpandiert: durch Erhitzen erfolgt ein Aufblähen der K.-Teilchen, durch das austretende Harz verkleben die
Teilchen und können zu Platten verpreßt werden. Wird bei zu hohen Temperaturen expandiert, entsteht Benzo(a)pyren, das später ausgast und am unangenehmen Geruch zu erkennen ist. Gesundheitlich unbedenklich ist Back-K., der benzpyrenfrei mit Prüfzeugnis erhältlich ist und als Wärmedämmung für flächige Bauteile (Wände, Dächer) verwendet werden kann.
K.-Schrot: Lose Schüttung ohne Bindemittel, gesundheitlich unbedenklich, wenn nicht expandiert (expandierter K.-Schrot oft hoher Benzpyrengehalt).
Imprägnierter K.: gegen Feuchtigkeitsaufnahme i.d.R. mit Bitumen imprägniert, daher gesundheitlich bedenklich.
Der verstärkte Einsatz von K. ist ökologisch bedenklich, da ein zu häufiges Schälen den K.-Eichen schadet. Eine Aufforstung mit K.-Eichen in Portugal und Spanien wäre sinnvoll, da sie dort standortgerecht weitere Boden-Erosion verhindern würden. Die Verwendung von K. sollte z.Z. auf hochwertige Innenbauteile beschränkt werden. K. ist wiederverwendbar und unbehandelt gut kompostierbar.
Baustoffklasse (Brandschutz), Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherzahl: k-Wert

Lit.: KATALYSE u.a. (Hrsg.): Das ökologische Heimwerkerbuch, Reinbek 1985

Autor: KATALYSE Institut

Kompaktwaschmittel

Bezeichnung für einen auf dem europäischen Markt neuen Typus von pulverförmigen Waschmittelkonzentraten.

Kompaktwaschmittel enthalten grundsätzlich die gleichen Inhaltsstoffe wie herkömmliche Pulverwaschmittel, allerdings in abgewandelter Zusammensetzung (Waschmittel). So werden die härteunabhängigen Wirkstoffe, wie der Bleichaktivator TAED(Sauerstoffbleiche) und die Enzyme, verstärkt eingesetzt. Reduziert ist der Kristallwassergehalt und der Füllstoff Natriumsulfat (Glaubersalz) ist weitgehend aus den Pulvern verbannt. Die Dosierungsempfehlungen deutscher Produkte sind kaum noch härteorientiert, weil die Rezepturen auf die überwiegenden Härtebereiche 2-3 (Wasserhärte) optimiert wurden. Statt dessen wird eine stark schmutzabhängige Dosierung empfohlen. Da die K. eine höhere Dichte verglichen mit herkömmlichen Pulvern aufweisen, ergibt sich eine deutliche Verpackungseinsparung.
K. gibt es heute sowohl im Segment der Voll- als auch der Feinwaschmittel. Seit Einführung der ersten K. 1989 ist der Marktanteil bei den Universalwaschmitteln Ende 1991 bereits auf 36% gestiegen.
Prinzipiell stellen K. eine Möglichkeit dar, bei angemessener Dosierung zu einer mengenmäßigen Entlastung des Abwassers zu kommen. Entscheidend für die Reduzierung wird sein, inwieweit der Verbraucher sein Dosierungsverhalten an die Empfehlungen und die heute überwiegend vorliegende normal verschmutzte Wäsche anpasst. Zumindest für Japan, wo die K. schon früher auf den Markt kamen und 1991 die herkömmlichen Pulver auf einen Marktanteil von unter 20% zurückgedrängt haben, scheint diese Abwasserentlastung durch K. nicht eingetreten zu sein. Den Nachteil mangelnder Flexibilität teilen die K. mit den herkömmlichen Vollwaschmitteln, da die darin integrierte Sauerstoffbleiche für zahlreiche Waschfälle überflüssig oder bei Buntwäsche eher schädlich ist. Insofern sind kompakte Fein- und Buntwaschmittel deutlich günstiger einzuschätzen und sollten bedarfsweise kombiniert mit einem Fleckensalz die Vollwaschmittel - egal ob herkömmlich oder kompakt - ersetzen.

Autor: KATALYSE Institut

Kolloide

Stoffe mit einer Teilchengröße von 1/100-1/1.000 mycrom Durchmesser, die in einem anderen Medium (=Dispersionsmittel) fein verteilt sind.

K. haben eine große Bedeutung in der Landwirtschaft, Biologie und Medizin, z.B. spielen k. Tonteilchen im Boden eine große Rolle für das Pflanzenwachstum.
Beispiele für K.: Tabakrauch (festes K. in Gas; Aggregatzustände), Nebel bzw. Spray (flüssiges K. in Gas; Aerosol ) oder Seifenschaum (gasförmiges K. in Flüssigkeit).
Bodentypen

Autor: KATALYSE Institut

Kombinationswirkungen

Wirkungen, die durch das Zusammenspiel mehrerer Umweltfaktoren auf einen Organismus ausgehen.

K. zeigen z.B. viele Chemikalien, ionisierende Strahlung zusammen mit Chemikalien, Arzneimittel zusammen mit Alkohol u.a.
Synergismus

Autor: KATALYSE Institut

Kohlenstoff

Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol C, Ordnungszahl 6, Schmelzpunkt 3.550 Grad C, Siedepunkt 4.830 Grad C, Dichte 3,15 g/cm3 (Diamant), 2,1 - 2,3 g/cm3 (Graphit), Nichtmetall.

K. kommt zu 0,09% in der ca. 16 km mächtigen oberen Erdkruste vornehmlich als fossile Biomasse vor (Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Braunkohle). K. verbrennt bei höheren Temperaturen zu Kohlendioxid, bei nicht ausreichender Sauerstoffzufuhr zu Kohlenmonoxid. Ruß und Staub fallen bei der Verbrennung von K. als umweltbelastende Stoffe in der Atmosphäre an. K. ist Grundbaustein des organischen Lebens (Assimilation, Photosynthese).
Kohle, Kohlenwasserstoff, C-14 (radioaktiver K.),
organische Verbindungen

Autor: KATALYSE Institut

Kohle

Rohe Braun-K. hat einen im Vergleich zu Stein-K. wesentlich höheren Wassergehalt (bis zu 60% im Vergleich zu bis zu 5%) und einen auf das Trockengewicht bezogen niedrigeren Heizwert. Im vereinten Deutschland decken 1990 Braun-K. 21,7% und Stein-K. 15,6% des Primärenergieverbrauchs (Energie). In den neuen Bundesländern beherrscht die Braun-K. mit einem Anteil von knapp 70% den Primärenergiemarkt. Die BRD besitzt große Energiereserven an K..
Umweltbelastungen durch Nutzung der K. treten auf bei der Förderung: Störung des Wasserhaushalts, Landschaftszerstörung, Bodenabsenkungen (Braun-, Steinkohle), und infolge von Schadstoffemissionen bei Weiterverarbeitung (Kokerei) und v.a. bei der Verbrennung; wichtigste Schadstoffe: Schwefeldioxid, Stickoxide, Staub und Kohlendioxid.
K. enthält im Vergleich zu Erdöl und

Holz viel Schwefel. Techniken zur Minderung des Schwefeldioxid-Ausstoßes: Brennstoffentschwefelung, Wirbelschichtfeuerung, Rauchgasentschwefelungsanlage.

Autor: KATALYSE Institut

Kochsalz

Natriumchlorid

Autor: KATALYSE Institut