PCDD

Abk. für die Stoffgruppe der 75 polychlorierten Dibenzo-p-dioxine.

Dioxine und Furane

Autor: KATALYSE Institut

Park-and-Ride-System

Das P. versucht nach amerikanischem Vorbild die Vorteile des Individualverkehrs mit denen des öffentlichen Personennahverkehrs zu verbinden.

Bis zu den in größerer Entfernung vor der City gelegenen Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel wird das Auto oder Fahrrad (Bike-and-Ride) benutzt, danach das öffentliche Verkehrsmittel. Dies führt zu einer Verringerung des Flächenbedarfs (Verkehrsflächenbedarf) für den ruhenden Verkehr in den Innenstädten und geringerer Belastung durch Staus, Lärm- und Abgasemissionen.

Der Begriff des P. umfaßt aber auch den umgekehrten Fall: das Aufsuchen des Bahnhofes im Zentrum mit dem Individualverkehrsmittel und anschließendes umsteigen auf die Bahn.

Voraussetzung für die Annahme von P. ist v.a. das gute Funktionieren des öffentlichen Personennahverkehrs und die ausreichende Anzahl von Pkw-Parkplätzen sowie sicheren, witterungsgeschützten Abstellanlagen für Fahrräder.
Der Sinn von P. ist umstritten: P. entlasten in vielen Fällen die Großstädte nur geringfügig und bringen dafür dem Umland zusätzliche Umweltbelastungen: Häßliche Parkierungsanlagen, weiteren Straßenbau und v.a. neue Verkehrsströme.

Autor: KATALYSE Institut

Paradichlorbenzol

P. (PDCB) fällt als Nebenprodukt bei der Produktion von Monochlorbenzol (Lösemittel) an, für 1980 wurde die Produktionsmenge auf mindestens 80.000 t geschätzt.

Eingesetzt wird das Abfallprodukt der Monochlorbenzolproduktion auch als Wirkstoff gegen Motten und Mehltau in Pestiziden. Früher wurde P. in WC-Duftverbesserern eingesetzt.
Auch die Umweltgefährdung durch P. ist bekannt: Es ist schlecht abbaubar und findet sich heute weltweit in der Luft und im Wasser.
In der Umwelt konzentriert sich P. wegen seiner Flüchtigkeit vorzugsweise in der Luft, bei Großstadtbewohnern fand sich in Untersuchungen P. im Fettgewebe (durchschnittlich 2-3 ppm) und im Blut (9 mycrog/l). P. wirkt haut- und augenreizend und verursacht neurologische Störungen. Bei längerer Einwirkung zeigten sich beim Menschen Leberschäden und Anämien. Im Tier verursachte P. v.a. Leber- und Nierenschäden und Schädigungen des Immunsystems. Im Tierversuch hat sich P. als krebserregend erwiesen. P. müßte von der chemischen Industrie als Sonderabfall entsorgt werden, wenn es nicht zu anderen Produkten weiterverarbeitet werden würde. Als Desinfektionsmittel in WC-Duftverbesserern ist P. aber ungeeignet und belastet unnötig Abwasser und Umwelt, letztlich den Menschen. Der Verdacht liegt nahe, dass es der Industrie hier mehr um die Erschließung neuer Märkte für Abfallprodukte ging. Eine Entsorgung über WC-Beckensteine und Toilettenabwasser muss verboten werden. P. wird zusätzlich zur Sarghygiene eingesetzt.

Autor: KATALYSE Institut

Papierindustrie

Die Papier- und Zellstoffindustrie ist durch großen Abwasseranfall und hohe Schwefeldioxidemissionen gekennzeichnet (Abwasser, Schwefeldioxid).

Wie ein Projekt des Altanlagensanierungsprogramms der Bundesregierung zeigte, kann das Schwefeldioxid in geeigneten Wäschern zu 99% abgeschieden und in den Produktionsprozess zurückgeführt werden, so dass kein zusätzliches Abwasser anfällt. Dabei macht die Gutschrift für das zurückgewonnene Schwefeldioxid 90% der jährlichen Betriebs- und Kapitalkosten der Schwefeldioxid-Wäscher aus.
Die Abwassermengen liegen zwischen 20 und 150 m³ je t Erzeugnis und können durch Kreislaufführung erheblich reduziert werden.

Die Abwässer der Zellstoffherstellung enthalten wertvolle Rohstoffe wie schweflige Säure, Methanol, Cumol und Furfurol, die zurückgewonnen werden können. Pro t Zellstoff fallen insgesamt 1.000 m³ Abwasser an, die sich durch Kreislaufführung auf die Hälfte reduzieren lassen. Eine wesentliche Reduzierung des Schadstoffausstoßes der P. bringt der verstärkte Einsatz von Umweltschutzpapier.

Autor: KATALYSE Institut

Papierbriketts

Papierbriketts werden mit Hilfe von speziellen Pressen aus verdichteten Altpapier hergestellt.

Die Verbrennung von bedrucktem als auch unbedrucktem Papier ist  grundsätzlich in Feuerungsanlagen nach der 1. BImSchV §3 nicht erlaubt, da dort die zugelassenen Brennstoffe für Feuerungsanlagen aufgeführt sind.

Die Verbrennung von Alt- und Zeitungspapier ist z.T. mit erheblichen Schadstoffemissionen verbunden ist: Bei der meist unvollständig verlaufenden Verbrennung der Papierbriketts (Schwelen) entstehen u.a. Kohlenmonoxid und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, die eine Umwelt- und Gesundheitsgefährdung als auch eine Geruchsbelästigung darstellen können.

Die in der Druckerschwärze enthaltenen Schwermetallverbindungen (Blei, Cadmium) und Additive können freigesetzt. Ökologisch sinnvoller als die Verbrennung ist das Recycling von Altpapier zu Umweltschutzpapier.

Autor: KATALYSE Institut

Papier

In Westdeutschland wurden 1990 ca. 14,6 Mio. t P., Karton und Pappe verbraucht. Umgerechnet entspricht das einem Pro-Kopf-Jahresverbrauch von ca. 230 kg.

Dieser Verbrauch ist um 50 Prozent höher als in Frankreich und genauso hoch wie in allen afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten zusammen. Durch Kombination oder Variation der Roh-, Füll-, Farb-, Leim- und Hilfsstoffe entstehen ca. 2.000 P.-Sorten.

Als Rohstoffe dienen z.B. Zellstoff, Holzstoff, Alt-P. und Lumpen (Anteil ca. 70 %). Füllstoffe (28 %) sind z.B. Kreide, Bariumsulfat, Titandioxid und Kaolin. Es gibt zwei Verfahren, die pflanzliche Fasern, die durch die Rohstoffe geliefert werden, zu einer flächigen Masse zu verfilzen: Aus
Holz wird mechanisch Holzschliff gewonnen, oder das  Holz wird chemisch zu Zellstoff (Cellulose) aufgeschlossen.

Während der Holzschliff v.a. für Zeitungspapier eingesetzt wird, ist Zellstoff der wichtigste Primärstoff für die Herstellung höherwertiger P.. Der chemische Aufschluss erfolgt durch einen Kochprozess unter Einsatz von Sulfat (bzw. Sulfit) und ist holz-, energie- und wasserintensiv sowie mit einer größeren Luft- und Abwasserbelastung verbunden. Die Zellstoffausbeute beträgt hierbei lediglich 50 Prozent des Holzeinsatzes, ein Teil der anderen Holzinhaltsstoffe (z.B. Lignin, Hemicellulose) gelangt i.d.R. mit dem Sulfat ins Abwasser und überfordert so die biologischen Klärstufen der Kläranlagen (Abwassereinigung).

Bei dem Kochprozess und der damit verbundenen Laugenverbrennung werden Schwefelwasserstoff und Merkaptane, giftige organische Schwefelverbindungen mit extrem widerwärtigem Geruch, emittiert. In Deutschland wird die Sulfattechnik wegen der starken Geruchsbelästigung und der Risiken für die Gewässer nicht angewendet. Statt dessen importiert man Sulfatzellstoff aus Skandinavien und Nordamerika, wodurch dort ein industrieller Waldbau und damit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten gefördert wird. Für die Zukunft sollen die P.-Hersteller die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Verfahren zur Zellstoffgewinnung vorantreiben und den Einsatz von Altpapier weiter begünstigen.

Autor: KATALYSE Institut

Oxidation

Ursprüngliche Bezeichnung für eine langsame, schnelle oder explosionsartig verlaufende Vereinigung von Sauerstoff mit anderen Elementen oder Verbindungen. Heute versteht man unter Oxidation den Entzug von Elektronen aus den Atomen eines Elements.

Die O. ist ein chemischer Prozeß, bei dem einem Atom Elektronen aus der äußeren Elektronenhülle entzogen werden. Oxidationsprozesse spielen in Natur und Technik eine ausserordentlich wichtige Rolle ( Verbrennung, Papierindustrie, Sauerstoffbleiche, aerob).

Biologische Oxidation:
Die Energiegewinnung durch stufenweise Oxidation energiereicherer, organischer Stoffe vor allem innerhalb der Atmungskette.

Autor: KATALYSE Institut

Ottomotor

Der O. ist ein Verbrennungsmotor mit interner Verbrennung.

Die Mischung des flüssigen Kraftstoffs mit der angesaugten oder komprimierten Luft (Turbolader) erfolgt im Vergaser oder bei der Einspritzdüse im Lufteinlasskanal. Bei gasförmigem Kraftstoff (Wasserstoffmotor, Autogas) lässt sich zwar leichter eine homogene Luft-Gas-Mischung herstellen, was sich günstig auf Brenneigenschaften, Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen (Schadstoffe aus Kfz) auswirkt, es ergeben sich aber Sicherheits- und Regelungsprobleme, da der Kraftstoff unter Druck steht.

Die Entzündung wird durch einen Funken von der Zündkerze bewirkt. Sowohl Autogas als auch Benzin und Alkoholkraftstoff bestehen aus Kohlenwasserstoffen. Eine für Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen wichtige Größe beim Verbrennungsprozess ist die Luftzahl, das Verhältnis von Luft zu Kraftstoff, das mit dem griechischen Buchstaben lambda bezeichnet wird.

Und zwar bedeutet lambda = 1, dass genauso viele Sauerstoffmoleküle in der Mischung zur Verfügung stehen, dass alle Wasserstoffatome zu Wasser und alle Kohlenstoffatome zu Kohlendioxid verbrannt werden können. Ein Gemisch mit lambda > 1 nennt man mager (Magermotor), eines mit lambda < 1 fett. Zum Starten mit kaltem Motor und für höchste Leistung braucht man fette Gemische, für geringsten Kraftstoffverbrauch leicht magere. Bei zu magerer Einstellung steigt der Verbrauch wieder an, und die Entzündung wird schwieriger.

Die Leistungsregelung erfolgt beim O. durch Dosierung des Gemisches, d.h., bei Teillast gelangt weniger Luft und weniger Kraftstoff in den Brennraum. Die Mischung wird bei niedrigen Drehzahlen meistens angefettet, um sichere Zündung zu gewährleisten.

Durch höhere Verdichtung kann man höhere Temperaturen im Brennraum und damit höheren Wirkungsgrad bzw. geringeren Kraftstoffverbrauch erreichen, muß aber auch mit vermehrter Stickoxid-Bildung rechnen (Schadstoffe aus Kfz).

Man benötigt dann einen Kraftstoff mit höherer Klopffestigkeit (Oktanzahl), dessen teurere Herstellung die Kraftstoffeinsparung teilweise wieder aufhebt. Seit einiger Zeit gibt es Antiklopfregelungen, bei denen durch einen Klopfsensor meist der Zündwinkel elektronisch so geregelt wird, daß ein Klopfen gerade vermieden wird. Solche Motoren können sich an unterschiedlich klopffeste Kraftstoffe anpassen.

Beim Zweitakt-O. wird das zum Schmieren notwendige Öl dem Kraftstoff beigemischt und mehr oder weniger unverbrannt durch den Auspuff ausgestoßen (erkennbar an der bläulichen Abgasfahne und am Geruch).

Zweitaktmotoren werden heute fast nur noch als einfache und kleine Antriebe für Mopeds, Rasenmäher und Boote hergestellt. Wegen ihrer besonders hohen Kohlenwasserstoff-Emissionen stellen sie eine große Umweltbelastung v.a. auf den Binnengewässern dar. Sie können ohne weiteres durch Viertaktmotoren, die es auch schon in der Größe von Modellflugzeugmotoren gibt, ersetzt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Osmose

Wanderung (Diffusion) des Wassers oder anderer Lösemittel aus Lösungen unterschiedlicher Konzentration durch halbdurchlässige (semipermeable) Wände, so daß die Konzentrationsunterschiede möglichst ausgeglichen werden.

Die Wanderungsgeschwindigkeit hängt ab von Teilchengröße, Temperatur, Konzentrationsunterschied und Porengröße der semipermeablen Membran. Der Stofftransport in tierischen und pflanzlichen Zellen beruht z.T. auf O.
Umkehrosmose

Autor: KATALYSE Institut

Organismus

Der Begriff O. wird für ein- oder vielzellige, lebende Wesen, dessen Teile ein funktionelles Ganzes ergeben oder für das gesamte System der Organe eines Lebewesens oder für ein tierisches oder menschliches Gemeinwesen benutzt.

Lebende Organismen sind gekennzeichnet durch:

  • Die Zelle als kleinste, selbständige und dauerhaft funktionsfähige Grundeinheit
  • Die lebende Substanz des Cytoplasmas in den Zellen
  • Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung und Vermehrung
  • Energiegewinn (z.B. durch Photosynthese oder Oxidation)
  • Angepasstheit an die Umwelt und aktive Bewegungserscheinungen.

Autor: KATALYSE Institut

Vinylchlorid

V. ist ein farbloses, narkotisch wirkendes Gas, das mit Luft explosive Gemische bildet.

Es dient als Ausgangsprodukt zur PVC-Herstellung und wird daher in großen Mengen benötigt. Gelagert und transportiert wird V. als verflüssigtes Gas. Bei Beschädigungen der Behälter besteht daher Explosionsgefahr.
V. ist als eindeutig krebserzeugender Stoff ausgewiesen. Es kann kein medizinisch unbedenklicher Grenzwert festgelegt werden, da jede noch so geringe V.-Konzentration schädigend wirkt. Für derartige Stoffe werden TRK-Werte vereinbart, die im Falle des V. bei 3 ppm (ml/m3) liegen.
Zur Herstellung von V. werden Ethylen und Chlor umgesetzt. Ein Zwischenprodukt bei dieser Produktion ist Dichlorethan(1,2-), ein Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Bei der PVC-Herstellung aus V. müssen V.-Reste aus dem PVC entfernt werden. Durch diesen Prozeß gelangen in Deutschland jährlich 300 t V. in die Umwelt. 1991 wurden in den alten Bundesländern ca. 1,3 Mio t V. produziert.

Autor: KATALYSE Institut

Volkswirtschaft

Die Gesamtheit aller ökonomischen Austauschbeziehungen und Verflechtungen zwischen den verschiedenen Einzelwirtschaften (private Haushalte, Unternehmen, Staat), die innerhalb eines politisch, demographisch und geographisch abgegrenztes Gebiets meist in einheitlicher Währung integriert werden.

Allerdings haben - etwa in Europa - die Aufweichung der Grenzen und der ungehinderte Warenverkehr eine enge Verflechtung der verschiedenen nationalen V. bewirkt.
Betriebswirtschaftlehre

Autor: KATALYSE Institut

Versickerung

Bewegung des Wassers von der Erdoberfläche in tiefere Bodenschichten.

Die V. ist u.a. abhängig von der Art und Dichte der Vegetation, der Neigung des Geländes, der Struktur von Boden und Gestein und dem Gehalt des Bodens an Poren und Hohlräumen. Je kleiner der Porendurchmesser wird, desto stärker wird die Adhäsion in den Poren und desto langsamer auch die V.. An undurchlässigen und schlecht durchlässigen Bodenschichten staut sich deshalb das versickerte Wasser und bildet das Grundwasser. Auf sehr stark verdichteten Böden kann das Wasser gar nicht erst versickern, sondern fließt oberirdisch ab und führt dann zur Erosion.

Durch die zunehmende Versiegelung des Bodens wird der Wasserkreislauf an solchen Stellen unterbrochen und die Grundwasserneubildung vermindert: ein sinkender Grundwasserspiegel kann die Folge sein.

Das Wasser wird beim Durchsickern der Boden- und Gesteinsschichten gefiltert, d.h. von Schad- und Schmutzstoffen gereinigt, es löst aber auch Salze aus den oberen Bodenschichten und transportiert sie in tiefere Schichten oder bis ins Grundwasser. Dies betrifft natürlich auch Salze, die als Düngemittel in den Boden eingebracht worden sind. Über das Grundwasser gelangen sie ins Trinkwasser und werden hier zu Problemstoffen (Nitrat, Überdüngung).
Regenwasser, Uferfiltrat, Grundwasseranreicherung

Autor: KATALYSE Institut

Ordnungszahl

Die O. gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an und legt damit gleichzeitig chemische Eigenschaften des Atoms sowie die Stellung des Atoms im Periodensystem fest.
Die O. ist identisch mit der Kernladungszahl.

Autor: KATALYSE Institut

Orangenöl

Orangenöl bzw. Orangenterpene haben eine desinfizierende und desodorierende Wirkung, die den aromatischen Duft von Orangen trägt und wird deshalb auch in geringen Mengen in Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln eingesetzt.

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Optisches Umweltmesssystem

Verfahren zur Ermittlung der Luftverschmutzung.

Das O. peilt Schadstoffwolken, z.B. aus Industriebetrieben, durch Laser- bzw.Lichtstrahlen an. Anhand des an den Schadstoffen zurückgestreuten Lichtstrahls kann die Zusammensetzung, Konzentration und Bewegung der Gase errechnet werden. Ein typisches O. kann 40 Gase (z.B. Schwefeldioxid, Stickoxide und Ozon) gleichzeitig aus einer Entfernung von maximal 10 km messen.

Autor: KATALYSE Institut

Optische Aufheller

Mit O. (Weißtöner, Weißmacher) bezeichnet man bestimmte organische Farbstoffe, z.B. in Waschmitteln, auf Papier etc., die absorbierte UV-Strahlung in sichtbares, blaues Licht umwandeln.

Zieht ein O. im Laufe eines Waschprozesses aus der Lauge auf ein natürlich weißes, leicht gelbliches Textil auf, so kommt es durch Farbaddition zu einem blaustichigen Weiß, das vom menschlichen Auge viel intensiver wahrgenommen wird. Eine derartige Umfärbung macht wenn überhaupt nur für Weißwäsche Sinn und kann bei Buntwäsche eher unerwünschte Farbverschiebungen zur Folge haben. Aus diesem Grund sind die aufhellerhaltigen Vollwaschmittel an sich nur für Weißes geeignet. Für die heute vorwiegenden farbigen Textilien (ca. 80% des Wäschebestandes) sind Feinwaschmittel bzw. Baukastenwaschmittel die angemessenen Produkte.

Inwieweit O. beim intensiven Hautkontakt mit der Wäsche zu dermatologischen Problemen führen ist umstritten. Die aquatische Toxizität ist recht hoch mit LCo-Werten für Fische von 10-100 mg/l. Die realen Konzentrationen in Oberflächengewässern liegen aber deutlich darunter. Das liegt daran, dass O., die praktisch keinem biologischen Abbau unterliegen, fast vollständig an den Klärschlamm adsorbiert werden.

Autor: KATALYSE Institut

ÖPNV

Abkürzung für Öffentlicher Personennahverkehr, siehe Stichwort

Autor: KATALYSE Institut

Onkogen

Gene in menschlichen oder tierischen Zellen, die unter bestimmten Bedingungen (z.B. Virusinfektion, spontane Mutation oder Mutation nach Bestrahlung) die Ursache für die Wandlung einer gesunden Zelle zu einer Tumorzelle sein können (Krebs).

Es handelt sich dabei um Gene mit besonders wichtigen regulatorischen Aufgaben für die Zellfunktion.

Autor: KATALYSE Institut

Öltank

Lagertank

Autor: KATALYSE Institut

Olfaktometrie

Methode zur Bestimmung der Geruchsintensität bestimmter Gase und Gaszusammensetzungen. Mit Hilfe einer Mischapparatur, dem sog. Olfaktometer, werden beliebige definierte Gaskonzentrationen erzeugt.

Mittels "Testriecher" oder anderen Organismen wird die Schwelle, ab der kein Geruch mehr wahrnehmbar ist bzw. bis die Organismen keine Reaktion mehr zeigen, ermittelt. Die notwendige Verdünnung zum Erreichen der Geruchsschwelle wird als Zahlenwert in "Geruchseinheiten" angegeben und gilt als Maß für die Geruchsintensität. V.a. bei komplexen Gasgemischen und großflächiger Verteilung von Geruchsemissionen z.B. durch Kläranlagen (Abwasserreinigung), Deponien, Industrieanlagen etc. wird die O. häufig angewandt, da eine analytische Bestimmung der Immissionen nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand durchzuführen wäre.
Olf

Autor: KATALYSE Institut