Vinylchlorid

V. ist ein farbloses, narkotisch wirkendes Gas, das mit Luft explosive Gemische bildet.

Es dient als Ausgangsprodukt zur PVC-Herstellung und wird daher in großen Mengen benötigt. Gelagert und transportiert wird V. als verflüssigtes Gas. Bei Beschädigungen der Behälter besteht daher Explosionsgefahr.
V. ist als eindeutig krebserzeugender Stoff ausgewiesen. Es kann kein medizinisch unbedenklicher Grenzwert festgelegt werden, da jede noch so geringe V.-Konzentration schädigend wirkt. Für derartige Stoffe werden TRK-Werte vereinbart, die im Falle des V. bei 3 ppm (ml/m3) liegen.
Zur Herstellung von V. werden Ethylen und Chlor umgesetzt. Ein Zwischenprodukt bei dieser Produktion ist Dichlorethan(1,2-), ein Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Bei der PVC-Herstellung aus V. müssen V.-Reste aus dem PVC entfernt werden. Durch diesen Prozeß gelangen in Deutschland jährlich 300 t V. in die Umwelt. 1991 wurden in den alten Bundesländern ca. 1,3 Mio t V. produziert.

Autor: KATALYSE Institut

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