Lüften

Der Mensch verbraucht beim Atmen Sauerstoff und erzeugt Kohlendioxid. Zusätzlich wird die Raumluft mit anderen, dem Menschen nicht zuträglichen Stoffen beladen (Krankheitskeime, radioaktives Radon und giftige Ausgasungen aus Baustoffen, Möbeln und Dekorationen).

Deshalb muss beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen immer wieder Frischluft zugeführt werden, denn bereits bei einem Kohlendioxidgehalt der Luft von 0,07% und einem Sauerstoffgehalt unter 15% reagiert der Mensch mit Ermüdung, Leistungsminderung und Kopfschmerzen - bei einem Kohlendioxidgehalt von 5,4% in der Luft erstickt er. Der Frischluftbedarf des Menschen beträgt pro Person und Stunde im Mittel etwa 32 m³. Frischluft besteht aus ca. 21% Sauerstoff, ca. 79% Stickstoff und ca. 0,03% Kohlendioxid. Die erforderliche Luftwechselzahl für einen Raum wird aus der Größe des Raumes, der Personenzahl im Raum, der Art ihrer Tätigkeit und der Raumnutzung errechnet. Der notwendige Luftwechsel für Wohnräume um 20 m² liegt bei dem 0,4-0,8-fachen Rauminhalt pro Stunde und Person.

Bei Fensterlüftung wird mit folgendem stündlichen Luftwechsel gerechnet:
- Fenster und Türen geschlossen: 0-0,5/h (unkontrollierte Fugenlüftung);
- Fenster gekippt, ohne Rolladen: 0,8-4/h;
- Fenster halb geöffnet: 5-10/h;
- Fenster ganz geöffnet: 9-15/h;
- Durchzug zwischen Fenster und Tür ca. 40/h.
Energetisch ist das Stoßlüften am günstigsten. Neben der Fensterlüftung werden zum Luftaustausch auch Zwangsbe- und Entlüftungen eingesetzt.
Klimaanlagen, Raumklima, Fenster

Lit.: H.König: Wege zum gesunden Bauen, Staufen 1990

Autor: KATALYSE Institut

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