Fensterrahmen

F. bestehen meist aus den Rahmenmaterialien Holz, Kunststoff oder Aluminium.

Holz und Kunststoff haben heute einen Marktanteil von ca. 42%, 14% entfallen auf Aluminium. Von der konstruktiven Seite her genügen alle drei F.-Werkstoffe den generellen Ansprüchen an die Gebrauchstauglickeit von Fenstern. Große Unterschiede in der Beurteilung der Rahmenmaterialien gibt es aber bei den Kriterien Rohstoffgewinnung, Herstellung, Energieverbrauch, Nachnutzung und Entsorgung (s. Tab.). So ist der Primärenergiebedarf zur Herstellung eines F. aus Aluminium trotz seines geringen Gewichts ca. 45mal höher als bei einem F. aus
Holz und 3-4mal höher als bei einem Kunststoff- oder Aluminium-Holz-F. (Aluminiumherstellung). Heimisches Holz ist das ökologisch günstigste Material für F. (Europäisches Holz). Kunststoff-F. werden aus dem Grundstoff PVC unter Berücksichtigung besonderer Rezepturen, die die produktspezifischen Erfordernisse gewährleisten, erstellt. So werden 64% aller verarbeiteten Stabilisatoren (Blei, Organozinnverbindungen, Cadmium/Zink, Barium/Zink, Barium/Cadmium und Zink) in der Hart-PVC-Herstellung eingesetzt.

Bis 1991 wurden in Westdeutschland pro Jahr bis zu 450 t Cadmium als PVC-Stabilisatoren verbraucht, welche heute vorwiegend durch bleihaltige Stabilisatoren ersetzt werden. Ebenfalls sehr problematisch sind die bei der Verbrennung von PVC freiwerdende Dioxine und Furane. Die Aluminiumherstellung ist energieintensiv und verursacht große Umweltbelastungen durch die Deponierung von toxischem Rotschlamm und das bei der Herstellung entweichende hochtoxische Fluor.

Autor: KATALYSE Institut

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