Pionierphase

Die P. bezeichnet in der Ökologie die Erstbesiedlung von bis dahin lebewesenfreien Arealen.

Neubildungen der Erdkruste geben Gelegenheit, P. zu beobachten, wie z.B. an der Südküste Islands, wo im November 1963 durch einen unterseeischen Vulkanausbruch die ca. 240 ha große Vulkaninsel Surtsey entstand.

Die Erstbesiedlung beginnt immer mit autotrophen und heterotrophen Spezialisten (Pionierarten) wie Blaualgen, Flechten, Moosen, Rädertierchen. Die Pionierarten verändern die abiotischen und biotischen Umweltfaktoren des Lebensraumes so, daß andere weniger spezialisierte Lebewesen Fuß fassen können, die die Pionierarten verdrängen. Eine Sekundärgesellschaft entsteht, die wiederum über eine Reihe von Sukzessionen in das Klimaxstadium übergeht.
Graphik: Klimaxstadium einer Biozönose

Autor: KATALYSE Institut

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