Sommersmog

(Photochemischer Smog, Los-Angeles-Smog.) Während im WintersmogVerbrennungsprodukte (Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid) und Stäube direkt gesundheitsschädlich wirken, wird die schädliche Wirkung des Sommersmog von Photooxidantien (v.a. Ozon, Peroxyacetylnitrat) verursacht.

Diese bilden sich unter dem Einfluß von Sonnenlicht aus Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen und können schon bei sehr niedrigen Konzentrationen (<1 ppm) zur Reizung der Schleimhäute und Beeinträchtigung der Lungenfunktion beim Menschen und zu Schäden an Pflanzen und Materialien führen. Da NOx und Kohlenwasserstoffe v.a. von Industrieund Verkehr emittiert werden, sind Großstädte mit hoher Sonneneinstrahlung und stabiler lokaler Meteorologie besonders gefährdet. 

Bekanntestes Beispiel für Sommersmog ist Los Angeles, wo Grenzwerte für Ozontrotz erheblicher Anstrengungen zur Luftreinhaltung z.T. immer noch erheblich überschritten werden. Seit den 70er Jahren tritt Sommersmog in den Sommermonaten verstärkt auch in Deutschland auf und gilt als eine der Hauptursachen des Waldsterbens. Die derzeitige Smog-Verordnung ist nur auf denWintersmog ausgerichtet. Eine Verordnung, die auch Gegenmaßnahmen bei hohen sommerlichen Ozonwerten vorschreibt, soll 1992 verabschiedet werden.
Bodennahes Ozon, Grenzwerte und Schädigungen: Ozon

Autor: KATALYSE Institut

Posted in Luft & Klima, N - S, S.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.