Photooxidantien

Luftschadstoffe werden durch Sonnenlicht oxidiert, wodurch in der Atmosphäre neue Schadstoffe wie Ozon, Peroxyacetylnitrat (Leitsubstanzen) und Wasserstoffperoxid entstehen. Vorläufersubstanzen sind Stickoxide und Kohlenwasserstoffe.

Gemeinsam sind alle Stoffe für die heute meist allein dem Ozon zugeschriebenen Reizungen von Augen und Atemwegen verantwortlich. Bei Inversionswetterlagen kommt es zur Bildung von photochemischen Smog, der durch verstärktes Auftreten der o.g. Substanzen geprägt ist. V.a. das ständig steigende Verkehrsaufkommen und der daraus resultierenden Zunahme der Vorläuferemissionen und als Folge häufig Auftreten kritischer Ozonkonzentrationen von mehr als 100 ppbv (200 µg O3/m3). Paradoxerweise findet man die höchsten Konzentrationen nicht in den Ballungsgebieten, sondern in den Rand- und Reinluftgebieten, die im Abwind der Emissionsquellen liegen, da es erst beim Luftmassentransport zur Bildung von P. kommt.

In Deutschland gibt es inzwischen ein bundesweites, engmaschiges Ozon-Messnetz. Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz soll die Bevölkerung bei Konzentrationen >180 µg/m3 Ozon informiert und ab 360 µg/m3 Ozon gewarnt werden. Ab 240 µg/m3 Ozon können Verkehrsbeschränkungen eingeleitet werden.

Siehe auch: Atmosphäre, Schadstoffe, Ozon, Wasserstoffperoxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe

Autor: KATALYSE Institut

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