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Gallseife
Fleckentferner
Autor: KATALYSE Institut
GAIA
Die G.-Hypothese begreift das gesamte Spektrum lebender Materie auf der Erde, von den Tieren und Pflanzen bis zu den Mikroorganismen, als G., als untrennbare, komplexe Einheit, die in der Lage ist, ihre Umgebung so zu beeinflussen, daß sie den Bedürfnissen des Lebens entspricht.
So wird nach der G.-Hypothese die Atmosphäre der Erde und die Kreisläufe ihrer Elemente im wesentlichen durch die Biosphäre aktiv erhalten und reguliert. Die Erde wird quasi als ein Riesenorganismus aufgefaßt.
Die G.-Theorie gründet auf James E. Lovelock und versucht, das kybernetische System G. und die Einflüsse des Menschen auf G. besser zu verstehen. Seit der industriellen Revolution haben die Menschen die wesentlichen biochemischen Zyklen der Erde entscheidend verändert (Emissionen, Treibhauseffekt, Ozonabbau, Waldsterben, Wüste) und damit das komplexe Gleichgewicht G. gestört.
Autor: KATALYSE Institut
Natriumhypochlorit
Salz der Hypo- oder Unterchlorigen Säure N. (chemische Formel NaOCl) wird auch als Chlorbleichlauge bezeichnet und enthält meist 160 g wirksamesChlor je Liter.
Sie wird zur Chlorung von Trinkwasser, in Schwimmbädern und zur Desinfektioneingesetzt. Ihre einfache Zugabe macht es bis heute zum Mittel der Wahl, da mit einfachen Tropfapparaten oder Kippbechern gearbeitet werden kann. Von Nachteil ist die begrenzte Haltbarkeit und die höheren Kosten gegenüber Chlorgas.
Die Umweltauswirkungen von Chlorbleichlauge sind erheblich, denn ein Teil des enthaltenen Chlors bildet schwer abbaubare organische Halogenverbindungen, die als AOX-Fracht das Abwasser belasten, ein weiterer Teil wird in Form flüchtiger chlororganischer Substanzen (z.B. Trichlormethan) in die Umgebungsluft abgegeben, wie beispielsweise Messungen in Hallenbädern immer wieder bestätigt haben.
Autor: KATALYSE Institut
Mittelmeer
Das M. mit einer Fläche von rund 3 Mio km2 wird von Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollständig umschlossen.
Über die Straße von Gibraltar ist das M. mit dem Atlantischen Ozean verbunden, über den Suezkanal und das Rote Meer besteht eine Verbindung zum Indischen Ozean. Aufgrund des Klimas (geringe Bewölkung, wenig Niederschlag) verliert das M. einen großen Teil seines Wassers durch Verdunstung, die durch den Zufluß von Flußwasser nicht vollständig kompensiert wird.
Dieser Prozeß führt zu einer höheren Salzkonzentration des Oberflächenwassers, das dadurch absinkt und durch leichteres, salzärmeres Wasser ersetzt wird. Der Meeresspiegel des M. steht etwas niedriger als der des Atlantischen Ozeans, so daß von der Meerenge aus an der Oberfläche eine spezifische Ausgleichsströmung ins M. hinein auftritt, die in der Tiefe von einem entgegengesetzten Strom begleitet wird.
Innerhalb des M. sind Strömungen und die Gezeiten schwach ausgeprägt. Die oberen Schichten sind von Artenreichtum gekennzeichnet, während die tieferen Schichten infolge von Stagnation und Sauerstoffarmut erheblich artenärmer sind.
Das M. gehört zu den am stärksten verschmutzten Meeren der Welt. Die Meeresverschmutzung entsteht durch Einleitung vom Land her (Eintrag durch Flüsse, Direkteinleitung von Abwässern, Klärschlamm und Abfällen), aus der Atmosphäre (Luftfrachten), von See aus durch Schiffe (Entsorgung fester und flüssiger Abfälle) sowie durch Unfälle.
Nach einer Studie der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank werden in das M. jährlich 650.000 t Öl, 430.000 t giftige Abwässer, 360.000 t Phosphate und 65.000 t Schwermetalle eingeleitet.
Konferenzen und Beschlüsse zum Schutz des M.: Neben den Gefahren der Verseuchung für das M. selbst, für den Menschen und die dort lebenden Arten haben die Anrainerstaaten auch erkannt, daß die starke Meeresverschmutzung ihren wirtschaftlichen Interessen (Fischerei, Tourismus) schadet.
Seit 1975 haben insgesamt sechs Konferenzen unter Teilnahme einer wachsenden Zahl von Anrainerstaaten stattgefunden, die die Reinhaltung des M. zum Thema hatten (Barcelona 1975 und 1976, Athen 1980 mit Zusatzprotokoll 1982 sowie 1984, Genua 1985, Zypern 1990).
Die Beschlüsse (Verbot des Versenkens gefährlicher Stoffe, Senkung der Abwässerbelastung durch den Bau von Kläranlagen, Schaffung von Schutzgebieten vor allem im Uferbereich u.ä.) wurden allerdings nur sehr zögerlich umgesetzt, was u.a. auf fehlende Finanzmittel zurückzuführen ist.
Die auf der letzten Konferenz verabschiedete "Charta von Nikosia" (1990) setzt das Ziel, spätestens bis zum Jahr 2025 das M. "von allen wichtigen Umweltproblemen zu entlasten".
Vorgesehen sind u.a. der Bau von Kläranlagen in rund 100 Küstenstädten und die Einrichtung kontrollierter Giftmülldeponien bis 1993. Die EG-Kommission will die Umsetzung des Planes mit 25% der Gesamtkosten (ca. 2,4 Mrd DM) unterstützen.
Autor: KATALYSE Institut
Marsche
M. sind Schwemmländer von Meeresküsten und vergleichbaren Landschaftsformen. Sie sind flache Landstriche und erheben sich nur wenige Meter über oder teilweise auch unter dem Meeresspiegel.
Sie werden durch Deiche (-> Deichbau) gegen Sturmfluten geschützt und häufig mit Hilfe von Gräben, Wettern, Pumpstationen und Sielen trocken gehalten, da die M. sich sonst zu unbewohnbaren Sümpfen entwickeln. Große M.-gebiete gibt es an der nordwestdeutschen Küste, nicht nur direkt am Meer, sondern auch im Einzugsgebiet von Elbe, Weser, Eider, Oste und Ems.
Die Fruchtbarkeit der M. beruht auf den schweren Böden mit feinkörnigen und nährstoffreichen Stoffen. Die Entwässerungsgräben sind für das Mikroklima von besonderer Bedeutung, da sie Pflanzen und Tieren Schutz vor Frost als auch vor starker Hitze bieten.
Autor: KATALYSE Institut
Mangrove
M. ist ein Sammelbegriff für Bäume und Sträucher, die im Gezeitenbereich der Meeresküsten leben können und verschiedene Anpassungen an diesen Lebensraum entwickelt haben.
Dazu können gehören: Salzdrüsen zum Ausscheiden von Salz, Stelzwurzeln zur Verankerung im weichen Schlick, Luftwurzeln, die Sauerstoff zu den unter dem Wasserspiegel liegenden Wurzeln leiten und vieles mehr.
M.-wälder entstehen gerade an den Küstenabschnitten, die für Korallen nicht geeignet sind - vor allem im Einflussbereich von Flussmündungen, wo große Mengen Süßwasser, Sedimente und Nährstoffe ins Meer gelangen. Sie sind aber auch Kinderstube für viele Tiere, die später Riffe oder andere Meereslebensräume bewohnen.
Autor: KATALYSE Institut
Limnologie
L. ist die Wissenschaft von den Binnengewässern (Seen, Fließgewässer, teilweise auch Grundwasser) und ihren Organisamen. Sie ist ein Teilgebiet der Ökologie und ist aus der Seenkunde der Geographie entstanden.
Die L. beschäftigt sich mit den biologischen Abläufen in Seen und Teichen, die durch die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren und v.a. auch durch die Eingriffe des Menschen bestimmt werden.
Von zentraler Bedeutung für die biologische Prozesse in Binnengewässern ist die Schichtung der Gewässer in unterschiedliche Temperaturzonen, die in engem Zusammenhang mit der jahreszeitlichen Zirkulation eines Sees oder Teichs stehen.
Ein großes Problem ist die zunehmende Eutrophierung der Binnengewässer durch hohe Nährstoffeinträge. Die angewandte L. beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Fischereiwirtschaft und dem Schutz und der Nutzung der Gewässer.
Autor: KATALYSE Institut
Legionellen
Bis heute sind rund 35 Legionellen-Arten und ca. 50 Serogruppen bekannt, von diesen können mindestens 17 tödlich verlaufende Infektionen auslösen.
L. sind stäbchenförmige Bakterien ohne besondere morphologische Charakteristika. Sie bilden in der Kultur auf Spezialnährboden weiße, relativ unspezifische Kolonien, die nach minimal drei Tagen Bebrütungsdauer auftreten. Als Kontamination mit Sanierungsgebot gilt eine Koloniebildende Einheit (KBE), welche aber nur ein geringem Infektionsrisiko besitzt. Ab 100 KBE/ml ist mit einem sicheren Infektionsrisiko zu rechnen.
Die Vermehrung wird begünstigt durch:
- Nahrungsangebot z.B. an den inneren Leitungsoberflächen durch Sedimentbildung
- Gehalt an organischen Substanzen
- Amöben
- Mineralische Inhaltsstoffe ( Ablagerungen -> Schlupfwinkel bei Desinfektion)
1976 trafen sich Mitglieder der US-Legion in einem Hotel in Philadelphia. 220 der über 4.000 Teilnehmer erkrankten, 34 verstarben an einer Lungenentzündung. Der Auslöser war ein Bakterium mit dem Namen "Legionella pneumophila". Aufgrund dieses ersten größeren Auftretens erhielt die Krankheit den Namen "Legionärskrankheit". Neben der Legionärskrankheit, besser als Legionella - Pneumonie bezeichnet, existiert eine andere Verlaufsform, das Pontiac–Fieber(benannt nach dem Ort der ersten Epidemie). Die Legionella-Pneumonie ist eine schwere Krankheit mit z.T. erheblicher Beteiligung anderer Organsysteme. Dagegen verläuft das Ponitac-Fieber grippeähnlich ohne Todesfälle ab.
Warmwasser- und Klimaanlagen (Warmwasserspeicher) und wenig durchflossene Wasserleitungen können L. ideale Verbreitungsbedingungen bieten. Für den Menschen werden L. zur Gefahr, wenn sie in großen Mengen über fein versprühtes Wasser (Aerosole) beim Duschen bzw. bei Verwendung von Whirlpools, Inhalationsgeräten und Mundduschen, sowie insb. beim Einsatz von Klimaanlagen in die Lunge gelangen. L.-verseuchtes Wasser zu trinken stellt dagegen keine Gefahr dar. Im Grundwasser, Oberflächenwasser als auch im kalten Trinkwasser sind L. extrem selten. Schwimmbeckenwässer, besonders Warmsprudelbeckenwässer und bestimmte Wässer aus raumlufttechnischen Anlagen (Wässer aus offenen Rückkühlwerken und Luftbefeuchtern) können dagegen in relevanten Konzentrationen L. enthalten.
Bei den üblichen Schwimmbecken kommen zwar L. im Wasser gelegentlich vor, aber das notwendige Vehikel Aerosol, ist dort kaum vorhanden. Hydrotherapeutische Einrichtungen mit Aerosolbildung können dagegen im Einzelfall ebenso mit L. verkeimt sein wie bei Zahnarztpraxen der Dentalbereich, wo ein intensives Aerosol unmittelbar im Rachenraum entstehen kann.
Aufgrund ungenügender Wartung und Reinigung bieten viele Klimaanlagen einen idealen Nährboden für L., die aus der Klimaanlage, über winzige Wassertröpfchen in die klimatisierten Räume gelangen.
Grundsätzlich kann an der Infektion mit L. jeder erkranken, dies ist meist von der Aufenthaltsdauer im mit L. verkeimten Ort und von der Keimzahl abhängig, Ein erhöhtes Risiko ist für Patienten mit gestörtem Immunsystem und für Raucher (Beeinträchtigung der Lungenmakrophagen) zu verzeichnen. Männer haben gegenüber Frauen ein dreifach erhöhtes Risiko, außerdem nimmt das Risiko im Alter zu. Voraussetzung für eine L.-Infektion ist das Vorhandensein von lungengängigen Aerosolen (< 5 µm) wie sie beim Duschen auftreten. L.infektionen sind schwer zu diagnostizieren, Schätzungen gehen von einer jährlichen Infektionsrate von einem Prozent der deutschen Bevölkerung aus, das entspricht rund 800.000 Erkrankungen pro Jahr.
Das Arbeitsblatt des Deutsche Verband des Gas- und Wasserfachs (DVGW) W 552 sieht vor, Trinkwassererwärmer auf > 70 °C aufzuheizen und jede Entnahmestelle bei geöffneten Auslaß für mindestens drei Minuten mit mindestens 70 °C zu beschlagen. Eine Desinfektion durch Chlorgas ist nicht empfehlenswert und wenig wirksam.
Seit dem 1. Januar 2001 gibt es in Deutschland eine Meldepflicht für L. In Spanien ist die Legionellose dagegen schon seit Jahren meldepflichtig. Schätzungen gehen von 6.000 bis 12.000 registrierten Erkrankungen bei einer Todessrate von 20 bis 35 Prozent aus. Damit sterben an den Folgen der Legionellose in Deutschland jährlich zwischen 1.200 und 4.200 Menschen, d.h. täglich sind zwischen 3 bis 11 Todesfälle durch L. zu verzeichnen.
Autor: KATALYSE Institut
Kühlwasser
1990 wurden bundesweit täglich 17 Mio m3 K. aus Kraftwerken und Industriebetrieben in die Gewässer eingeleitet.
Ca. 70% des industriellen Wasserbedarfs wird als K. genutzt. Probleme bei der Einleitung von K. in Gewässer ergeben sich aus der erhöhten Wassertemperatur (Gewässererwärmung).
Je höher die Temperatur liegt, desto schneller laufen biologische Vorgänge im Wasser ab und desto schlechter löst sich Sauerstoff im Wasser (Eutrophierung).
Autor: KATALYSE Institut
Kommunales Abwasser
Abwasser
Autor: KATALYSE Institut
Klärschlamm
In Kläranlagen dem Abwasser entzogene Schmutzstoffe in Form eines stark wasserhaltigen (95-98%), zur Fäulnis neigenden Schlamms, dessen Menge etwa 1% des behandelten Abwassers ausmacht.
Wegen des hohen Anteils an organischem Material (60-70%) wird K. i.d.R. in beheizten Faulbehältern ausgefault und in weiteren Verfahrensstufen zur Volumenreduktion entwässert (Eindickung, Filtration, Trocknung).
Durch aufwendigere Abwasserreinigung und steigenden Trinkwasserverbrauch wächst der K.-Anfall bei zunehmenden Problemen der Beseitigung. Der tägliche Pro-Kopf-Trinkwasserverbrauch betrug in der BRD 1975 135 l und wird bis zum Jahr 2000 auf ca. 203 l steigen.
Demzufolge erhöhte sich der K.-Anfall von 18 Mio m3 (1970) auf 51,7 Mio m3 (1990). Durch die Nachbehandlung des K. wird die zu entsorgende Restmenge auf 17,6 Mio m3 reduziert.
Umweltschädlich sind vor allem die Gehalte vieler K. an Schwermetallen und organischen Schadstoffen wie Dioxinen und halogenierten Kohlenwasserstoffen.
Durch diese Schadstoffe wird die landwirtschaftliche Verwertung und Kompostierung oft unmöglich gemacht ( Klärschlammverordnung ). Daher werden in Westdeutschland nur 28% des K. landwirtschaftlich verwertet. Der restliche K. wird deponiert (Deponie, zu 59%) oder verbrannt (Müllverbrennung, 9%).
In der damaligen DDR wurden 1988 71% des K. landwirtschaftlich verwertet und 29% deponiert. Bei der Verbrennung von K. oder Klärgas werden Schwermetalle freigesetzt und Dioxine(/nlink} gebildet ( Biogas , Deponiegas).
Die im Entwurf befindliche TA Siedlungsabfall zwingt die Betreiber von Kläranlagen bundesweit zur Verbrennung von K., da sie die Deponierung quasi untersagt. Um eine Verwertung von K. wieder zu ermöglichen, sollte deshalb eine Schadstoffreduzierung bzw. -vermeidung schon beim Einleiter stattfinden.
Zum einen muß die Einleitung von Abwässern kleiner Gewerbebetriebe ohne eigene Kläranlage besser kontrolliert werden, wobei ggf. eine geeignete Vorklärung in den Betrieben erfolgen muß (Indirekteinleiterverordnung).
Auch Privathaushalte müssen stärker darüber informiert werden, daß flüssige Abfälle wie Fotochemikalien oder Arzneimittel nicht in die Toilette, sondern in die Sondermüllsammlung (Sonderabfälle) gehören bzw. zur Apotheke zurückgebracht werden müssen.
Autor: KATALYSE Institut
Kläranlagen
Abwasserreinigung.
Autor: KATALYSE Institut
Frostschutzmittel
(Gefrierschutzmittel) Substanzen, die zur Senkung des Gefrierpunktes von Flüssigkeiten dienen.
Der Begriff F. wird meist für Zusätze im Kühlwasser von Automotoren gebraucht. F. sollen möglichst billig und wirksam sein, dürfen aber bei der normalen Betriebstemperatur bei laufendem Motor (ca. 90 Grad C) nicht in großem Umfang verdunsten.
Häufig verwendete F. im Auto sind hochsiedende, wasserlöslichr und schwer entflammbare organische Flüssigkeiten wie Glykole (Ethylenglykol). Glykole sind giftig, als mittlere letale Dosis gelten 1,4 ml/kg Körpergewicht. Da es sich bei Glykol um eine süßlich schmeckende Flüssigkeit handelt, ist darauf zu achten, daß es nicht in Kinderhände gerät.
Andere F., die auf der Basis von Alkoholen arbeiten, stellen keine so große Gefährdung für Kinder dar, weil sie durch ihren stechenden Geschmack nicht zum Trinken verleiten.
F. in Autos enthalten korrosionshemmende Zusätze (Natriumphosphat, Kaliumphosphat oder Borax) und sollten deshalb nicht nur im Winter dem Kühlwasser beigemischt werden.
Auf anderen Gebieten werden F. im Winter z.B. auch Beton zugesetzt, um diesen bei Temperaturen unter 0 Grad C verarbeiten zu können. Kühlmittel in Sonnenkollektoren können F. enthalten, damit sie auch im Winter einsetzbar sind.
Lit.: Römpp Chemie Lexikon, Stuttgart 1990
Autor: KATALYSE Institut
Fruktifikation
Verjüngung
Autor: KATALYSE Institut
Füllhalter
F. enthalten meistens blaue oder schwarze Tinte.
Blaue Tinte enthält Triarylmethan-Farbstoff (3%), Monoazofarbstoff (2%), Glycerin (2%), Zucker (2%), Phenol (0,3%), Formaldehyd (0,6%), anionische Tenside (0,7%), Schwefelsäure (0,2%) und Wasser. Schwarze Tinte enthält zusätzlich Oxalsäure (0,03%) und Eisen-II-Sulfat (0,6%) Durch verschluckte Tinte ist eine Vergiftung unwahrscheinlich.
Oft wird für nachfüllbare F. auch Tusche verwendet. Sie besteht aus ca. 6% Farbstoff, 1,5% Schellack, 5,5% Gelatine, 1% Phenol und 86% Wasser. Als Farbstoffe werden eingesetzt: Ruß, Mono- und Polyazofarbstoffe, Phtalocyaninfarbstoffe, Di- und Triarylmethanfarbstoffe. Vergiftungen durch Tusche sind nicht bekannt.
Lit.: J.Velvart: Toxikologie der Haushaltsprodukte, Stuttgart 1989
Autor: KATALYSE Institut
Furane
Dioxine und Furane.
Autor: KATALYSE Institut
Furmecyclox
Seit 1980 zunehmend eingesetzter Ersatzstoff für Pentachlorphenol als Holzschutzmittel und Konservierungsstoff.
Nach Hochstufung in die EG-Liste krebserzeugender Stoffe ist seine Zulassung zum Ende 1991 ausgelaufen.
Autor: KATALYSE Institut
Fußbodenbehandlungsmittel
F. umfasst eine Gruppe mit einer hohen Vielfalt von Produkten mit divergierendem Leistungsprofil und unterschiedlicher Umweltrelevanz.
F. besitzen neben ihrer Reinigungskraft auch mehr oder weniger große Pflegewirkung. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Aspekten variiert je nach Produkttyp sehr stark, und es bestehen fließende Übergänge. Je nach Anforderung reicht die Spanne von F., die starke Reinigungs-, aber keine Pflegewirkung erzielen, bis hin zu B., die nur pflegen, aber kaum reinigen.
Während die Reinigung durch Seife und andere Tenside, Gerüststoffe und Lösemittel erbracht wird, stehen als Pflegekomponenten wiederum die Seife, Polymere sowieso synthetische und natürliche Wachse zur Auswahl.
Als Polymere stehen meist Polyacrylate (Polyacrylharze), aber auch CoPolymere des Styrol und die strapazierfähigen Polyurethane zur Verfügung.
Als Wachse sind natürliche auf Basis nachwachsender Rohstoffe Carnaubawachs geeignet. Üblicherweise werden jedoch synthetische und solche aus fossilen quellen eingesetzt, nämlich Paraffine, Polyethylene, Mikro- und Montauwachse. B. weisen zum Teil erhebliche Lösemittelgehalte auf, z.B. bei den Bohnerwachsen bis zu 90 Prozent (Benzin), wodurch es zu starker Innenraumluftbelastung und Explosionsgefahr kommen kann. Wässrige B.-Systeme sind jedoch keineswegs weniger problematisch. Insbesondere Die sogenannten Selbstglanzemulsionen, welche unverdünnt aufgebracht werden und strapazierfähige sowie festhaftende Pflegefilme erzeugen, können z.T. schwer abbaubare Substanzen enthalten. Diese Pflegefilme erfordern die gelegentliche Anwendung aggressiver Grundreiniger.
Während die Selbstglanzemulsionen praktisch ausschließlich pflegend wirken, verfügen sogenannte Wischglanzmittel auch noch über eine gewisse Reinigungskraft. Sie werden zum Filmaufbau unverdünnt und zur Unterhaltsreinigung verdünnt im Wischwasser angewandt (daher auch die Bezeichnung als Mehrzweckemulsionen). Ihre Zusammensetzung ähnelt bis auf den höheren Tensidgehalt der von Selbstglanzemulsionen, demnach ist auch hier mit dem Abbau stark haftender, verschmutzter Pflegefilme zu rechnen.
Noch stärkere Betonung erfährt der Reinigungsaspekt in den Wischpflegemitteln mit wässerlöslichen Polymeren oder den Wischwachsen. Auch manche dieser F. bewirken noch den unerwünschten Filmkrustenaufbau. Ganz vermieden wird dieser Nachteil und die damit verbundene Grundreiniger-Anwendung allerdings in den Seifenreinigern (Allzweckreiniger), welche in der Regel durchaus akzeptable F. darstellen.
Allerdings empfiehlt sich immer ein Blick auf die Produktdeklaration, denn es können z.B. problematische Gerüststoffe, wie die Komplexbildner Phosphat und EDTA zugegen sein.
Autor: KATALYSE Institut
Kanalisation
Bauwerksystem zur Sammlung und Ableitung von Abwasser , meist in Gestalt von unterirdischen Rohrleitungen, aber auch von ausgebauten (begradigten und befestigten) Bachläufen
Als Trennsystem (2 getrennte Rohrleitungsnetze für häusliche Abwässer und Regenwasser ) oder Mischsystem (alles anfallende Wasser in ein Netz) gebräuchlich.
Die Ableitung über ein Mischsystem kann bei starken Regenfällen dazu führen, daß die Kläranlage überlastet ist und somit auch häusliches Abwasser ungeklärt in den Vorfluter gelangt.
Mit Hilfe von Regenwasserversickerung (Versickerung) und Wurzelraumentsorgung lassen sich große Mengen Abwasser, die bei zentralisierter Stadtentwässerung anfallen, vermeiden.
Zusammen mit der zugehörigen Kläranlage ist die K. ein bedeutender Kostenfaktor bei der Erschließung von Baugebieten. Undichte K. belasten das Grundwassers mit Schadstoffen und Keimen und können zu Verrutschungen der K. führen.
Autor: KATALYSE Institut
Internationale Kommission zum Schutz des Rheins gegen Verunreinigungen
Die I. mit Sitz in Koblenz wurde am 1.7.1950 auf Initiative der Zentralkommission für die Rheinschiffahrt nach einer Konferenz der Rheinanliegerstaaten in Basel gegründet
Mitglieder sind die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Deutschland und die Niederlande sowie seit 1976 die EG-Kommission. Als Aufgaben hat sich die I. gesetzt, die Verschmutzung des Rheins zu erforschen sowie Empfehlungen von Gewässerschutzmaßnahmen an die Unterzeichnerstaaten zu geben. Darüber hinaus sollen die Meß- und Analysemethoden vereinheitlicht und Meßdaten ausgetauscht werden.
Aktivitäten: Konvention von Bern vom 29.4.1963 (in Kraft getreten am 1.5.1965); Chloridübereinkommen über die stufenweise Verminderung der Rheinwasserbelastung durch die elsässischen Kaliminen von 1976 (in Kraft getreten 5.7.1985) und Chemieübereinkommen über die Verringerung der chemischen Belastung des Rheins von 1976 (in Kraft getreten 1.2.1979);
"Internationales Warnsystem Rhein" seit 1982 zur Unterrichtung der Anrainer bei akuter Gefährdung und zur Veranlassung von Schutzmaßnahmen; "Aktionsprogramm Rhein" (auch "Rhein 2000") mit dem Ziel der Halbierung der Einleitungen von 27 Schadstoffen bis 1995 (gemessen am Stand von 1985) und der Sanierung des Rheins bis zum Jahr 2000.
Die Arbeit der I. zeigt positive Ergebnisse für die Qualität des Rheinwassers: Untersuchungen belegen, daß auch bei niedrigem Wasserstand in den heißen Sommermonaten keine Qualitätseinbußen zu verzeichnen sind.
Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins gegen Verunreinigung (IKSR), in welcher Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz seit über 50 Jahren zusammenarbeiten – die Europäische Gemeinschaft wurde 1976 Vertragspartei – ist ein Beispiel für erfolgreiche internationale Gewässerschutzpolitik weltweit.
Zu den Meilensteinen der IKSR-Arbeiten in den letzten Jahren gehören das Aktionsprogramm Rhein (1987), für das symbolisch die Rückkehr des Lachses in den Rhein steht, das Programm zur ökologischen Verbesserung des Rheingebietes, der Aktionsplan Hochwasser (1998), der bis 2020 vollständig umgesetzt sein soll, sowie das neue Übereinkommen zum Schutz des Rheins vom 12.04.1999 (BGBl 2001 II, S. 849) das das völkerrechtliche Abkommen aus dem Jahr 1963 (BGBl. 1965 II, S.1432) abgelöst hat. Mit dem neuen Rheinschutz-Übereinkommen ist ein weiterer Aufgabenbereich hinzugekommen: der Grundwasserschutz. Die zukünftigen Aufgaben der IKSR wurden von der 13. Ministerkonferenz (2001) mit dem neuen Grundsatzprogramm für die nachhaltige Entwicklung des Rheins "Rhein 2020" verabschiedet.
Autor: KATALYSE Institut
Industrieabwasser
Unter I. werden alle Abwässer verstanden, die bei Produktions- und Verarbeitungsprozessen in der Industrie anfallen.
Einen großen Anteil an den I. bildet das Kühlwasser (Kühlturm), welches i.d.R. unbehandelt in Flüsse geleitet wird.
Belastungen der anderen I. sind: schwer abbaubare organische Stoffe (Tierverarbeitung, Konserven- und Seifenfabriken, Papierindustrie), Öle und Fette (Molkereien, Margarine-, Fleischwaren-, Seifenfabriken, Schlachthäuser, Raffinerie, Metallverarbeitung),
Schwermetalle, Säuren (Margarine-, Seifen-, Viskose-, Sprengstoffabriken, Beizereien, Kohlegruben, Galvanisieranstalten, Chemische Industrie, Bleichereien), Alkalien (Gerbereien, Textilindustrie, Metallfabriken, Wäschereien, chemische Industrie), toxische Stoffe (Gerbereien, Färbereien, Kokereien, Galvanisieranstalten, Sprengstoffabriken,
chemische Industrie, Produktion von Pflanzenschutzmitteln), radioaktive Substanzen (Uranbergbau, Kernkraftwerke, Nuklearmedizin), Detergentien (Seifen-, Textilindustrie, Färbereien, Wäschereien) sowie hohe Gehalte an Schwebstoffen (Papier-, Zellstoffabriken, Holzindustrie).
I. müssen i.d.R. vorbehandelt werden, ehe sie in öffentliche Kläranlagen (Abwasserreinigung) eingeleitet werden können (Indirekteinleiter).
Industriebetriebe, die ihre I. in die öffentliche Kanalisation einleiten, werden nach der Indirekteinleiter-Verordnung belangt.
Bei direkter Einleitung in Gewässer ist eine umfangreiche Reinigung in speziellen werkseigenen Kläranlagen erforderlich. Nach dem Abwasserabgabengesetz wird eine Abgabe für Direkteinleiter erhoben, die sich nach der Schädlichkeit des I. richtet (Meßgröße ist u.a. der CSB).
Zur Behandlung und Abwassermenge in besonders abwasserintensiven Industriezweigen: Chemische Industrie, Textilindustrie
Lit.: U.Förstner: Umweltschutztechnik, Berlin 1991
Autor: KATALYSE Institut
Indirekteinleiter
I. sind Gewerbebetriebe oder Privathaushalte, die ihre Abwässer in die öffentliche Kanalisation einleiten.
Die Abwässer werden in kommunalen Kläranlagen gereinigt, was oft große Probleme bereitet, da diese stark schadstoffbelastet sind (BSB).
I. entrichten nach dem Abwasserabgabengesetz Gebühren an die zuständige Gemeinde. Für einige Abwasserinhaltsstoffe (z.B. CSB, Schwermetalle) sind Grenzwerte festgelegt. Die Abgabe steigt mit zunehmender Schmutzfracht.
Autor: KATALYSE Institut
Hydrologie
Hydrologie ist die Wissenschaft vom Wasser und beschäftigt sich mit der Erforschung des Wassers auf und unter der Erdoberfläche.
Die Hydrologie beschäftigt sich mit Wasser in Räumen und Zeit, seiner Zirkulation und seinen physikalischen, chemischen sowie biologisch verursachten Eigenschaften und Wirkungen. Dabei sind die Wechselwirkungen zwischen den natürlichen Voraussetzungen und den auf diese zurückwirkende anthropogenen Einflüssen eingeschlossen.
Autor: KATALYSE Institut
Grundwasseranreicherung
Einleitung vorgereinigter Fluß- und anderer Oberflächenwässer oder auch geklärter Abwässer in den Untergrund über Versickerungsbecken.
Bei der Bodenpassage werden bestimmte Schadstoffe des Wassers vom Boden aufgenommen. Z.T. werden Wasserinhaltsstoffe dabei auch mikrobiell abgebaut. Dieser Filterungsvorgang ist stark abhängig von der Bodenart und der Mächtigkeit des Bodenprofils.
Die Reinigungswirkung ist begrenzt, da nicht alle Schadstoffe abbaubar sind. So können sich Schadstoffe im Boden anreichern und ins Grundwasser gelangen.
Dieses Verfahren ist v.a. dann sinnvoll, wenn die natürliche Grundwassermenge nicht mehr ausreicht, da die G. zu einer Anhebung des Grundwasserspiegels führt.
Die Vorteile der G. gegenüber der Uferfiltration (Uferfiltrat) liegen in der größeren Unabhängigkeit von der Qualität des Flußwassers und der Möglichkeit zur Regeneration der Filter, durch die das Wasser versickert, was bei Flußsohlen unmöglich ist.
Autor: KATALYSE Institut
