Gray

Neue Einheit für die Energiedosis.
Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten

Autor: KATALYSE Institut

Geigerzähler

Der Geigerzähler, auch Geiger-Müller-Zählrohr oder Monitor genannt, besteht aus einem Metallrohr von einigen cm Durchmesser, das mit Luft oder Argon und Alkoholdampf gefüllt ist

In der Mitte ist ein leitender Draht gespannt. Zwischen Draht und Metallrohr liegt Hochspannung an. Trifft ionisierende Strahlung ins Rohrinnere, so leiten die von ihr erzeugten Ionen einen elektrischen Entladungsstoß ein, der über Lautsprecher (Ticken des Geigerzählers) oder Zeigerausschlag hör- bzw. sichtbar gemacht werden kann.

Der Geigerzähler mißt die momentane Strahlungsintensität, d. h. die Zahl der ins Rohr fallenden Teilchen, die Ionenpaare erzeugen. Mit leichten Veränderungen, z.B. als sog. Proportionalzählrohr, kann auch direkt die Ionendosis(leistung) bzw. Energiedosis(leistung) angezeigt werden. Geigerzählrohre werden im Strahlenschutz eingesetzt, um Personen vor zu hoher
Strahlenbelastung zu warnen, bzw. ihnen den Zutritt zu Räumen mit hoher Strahlungsintensität zu verwehren.

Dosimeter, Gammaspektrometer, Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten

Autor: KATALYSE Institut

Gammastrahlung

Gammastrahlung ist energiereiche elektromagnetische Strahlung, die vor allem beim radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) von Atomkernen ausgesandt wird.Gammastrahlung ist die weitreichendste ionisierende Strahlung, in Luft einige Kilometer, in Gewebe einige Zentimeter. Gammastrahlung. kann zu Strahlenschäden führen und ist v.a. für die äußere
Strahlenbelastung verantwortlich.
Gammastrahlung findet Verwendung bei Strahlentherapie, Lebensmittelbestrahlung und Metallurgie (Prüfen von Schweißnähten).

Abschirmung, Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten

Autor: KATALYSE Institut

Gammaspektrometer

Meßgerät zur Aufnahme eines Gammaspektrums. Es registriert die Intensität einer Gammastrahlung in Abhängigkeit von ihrer Energie.

Es gibt unterschiedliche Typen von G.. Soll energiearme Strahlung (Röntgenstrahlung) untersucht werden, verwendet man oft G., in denen die Strahlung an Kristallgittern abhängig von ihrer Energie unterschiedlich stark gebeugt wird. Bei der Messung von energiereicherer Strahlung verwendet man meist Detektoren, in denen die Gammastrahlung abhängig von ihrer Energie unterschiedliche Mengen an Ladungsträgern (Halbleiterdetektoren) oder Lichtquanten (Szintilationszähler) freisetzt. Radionuklide, die Gammastrahlung aussenden, können anhand charakteristischer Energien der Gammastrahlung identifiziert und mengenmäßig bestimmt werden. Für viele wichtige Radionuklide ist das der Fall. Ausnahmen bilden z.B. Plutonium, Strontium und Tritium. Eine genaue Bestimmung der radioaktiven Belastung z.B. von Lebensmitteln ist praktisch nicht mit einem Geigerzähler, sondern nur mit einem G. möglich.
Strahlenmessung, Radioaktivität, Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten, Aktivkohle-Dosimeter

Autor: KATALYSE Institut

Moor

Man unterscheidet je nach Entstehung die im Grundwasserbereich, zum Beispiel bei der Verlandung von Seen, gebildeten nährstoffreichen Niedermoore (=Flachmoore) und die vom Grundwasser unabhängig wachsenden über ihre Umgebung sich uhrglasförmig erhebenden nährstoffarmen Hochmoore, die vom Regenwasser gespeist werden

Moore sind nach der Eiszeit entstanden und weisen mindestens 30 cm dicke Torflager mit einer charakteristischen Floar und Fauna auf.

Moore gehören zu den in ihrem Bestand stark gefährdeten Biotopen (Feuchtgebiete). Seit dem letzten Jahrhundert erfolgte eine systematische Kultivierung der Moore. Die Trockenlegung grosser Moorflächen für die landwirtschaftliche Nutzung (Melioration) und der industrielle Abbau der Torfschichten für den Gartenbau (Torf) sind die Ursachen für den starken Rückgang der Moorgebiete.

Die Entwässerungen führen zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels (Grundwasser) und damit zu einer Verringerung der Trinkwasserreserven. Moore sind zwar gesetzlich geschützt, aber der starke Einfluss von Landwirtschaft und Industrie zerstört sie auch weiterhin. Wichtig für den Schutz der Moore ist ein verändertes Verbraucherverhalten, zum Beispiel durch die Nutzung alternativer Bodenverbesserungsmittel (Torf).

Vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen werden Torfabbaugebiete durch Wiedervernässung rekultiviert (Rekultivierung). Es handelt sich jedoch um eine sehr langfristige Maßnahme, die bis zur vollständigen Moorregeneration mehrere Jahrhunderte dauert.

11.250 km² Westdeutschlands waren ehemals Moore. In Niedersachsen, einst eines der moorreichsten Gebiete Europas, sind nur noch 1-2% der einstigen Moorfläche intakt. In Schleswig-Holstein existieren von früher 45.000 ha Moor heute nur noch auf 100 Hochmoore verteilte 5.600 ha.

Autor: KATALYSE Institut

MAB-Programm

Internationales UNESCO-Programm zu Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur- und Kulturlandschaften, mit dem Leitthema "Mensch und Biosphäre" (MAB), das im Oktober 1970 beschlossen wurde.

Aufgabe des M. ist es, auf internationaler Ebene wissenschaftliche Grundlagen für eine umweltgerechte Nutzung und Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln, mit dem Ziel, das Spannungsfeld zwischen Mensch und Umwelt zu untersuchen sowie Wege zu einer nachhaltigen Verbesserung dieser Beziehung aufzuzeigen.

Das M. war von Beginn an auf weltweite Zusammenarbeit ausgerichtet. Weltweit wurden bislang in 111 UNESCO-Mitgliedsländern Nationalkomitees gegründet. Das deutsche M.-Komitee besteht aus 17 Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen sowie Vertretern der Bundesministerien.

Autor: KATALYSE Institut

MAB-Biosphärenreservate

Das Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB)wurde während der "UN Conference on the Human Environment" in Stockholm aus der Taufe gehoben. Die Problematik der Mensch-Umwelt-Beziehungen war offensichtlich geworden.

Mit dem MAB-Programm wurde erstmals ein internationales Umweltforschungsprogramm geschaffen, welches Nutzung und Schutz der natürlichen Ressourcen durch den Menschen zum Ziel hatte. Biosphärenreservate sind eine Umsetzung dieses Programms. Biosphärenreservate nach dem Bundesnaturschutzgesetz

1998 hat der Gesetzgeber das "Biosphärenreservat" als eigene Schutzgebietskategorie (wie Nationalparke, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete etc.) in das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Auch nach der Wiedervereinigung wurde eine solche Schutzkategorie in den Naturschutzgesetzen einiger der neuen Bundesländer verankert. Eine Aufnahme dieser Kategorie in das Rahmenrecht des Bundes erschien daher zweckmäßig.

Die Voraussetzungen und die Schutzerfordernisse für Biosphärenreservate nach nationalem Recht ergeben sich aus § 25 des Bundesnaturschutzgesetzes. Ein Biosphärenreservat nach § 25 muss nicht gleichzeitig ein UNESCO-Biosphärenreservat sein, wie es umgekehrt auch UNESCO-Biosphärenreservate geben kann, die anderweitig hoheitlich geschützt sind. Mit dem Schutz eines UNESCO-Biosphärenreservats auf der Grundlage des § 25 des Bundesnaturschutzgesetzes lassen sich allerdings die Ziele des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" in vorbildlicher Weise gebietsspezifisch umsetzen.

Beispielhaft sollen daher in ausgewählten Gebieten – den so genannten Biosphärenreservaten – die Erhaltung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit ihren kultur- und naturbetonten Elementen für den Menschen und mit dem Menschen in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Erhalt und der weitere Ausbau eines weltumspannenden Netzes von Biosphärenreservaten steht heute im Mittelpunkt des MAB-Programms.

Im November 2002 gab es weltweit 425 UNESCO-Biosphärenreservate in 95 Staaten, davon 14 in Deutschland.

siehe auch Stichworte Biosphärenreservat und Tabelle Biosphärenreservate in Deutschland

Autor: KATALYSE Institut

Landschaftsschutzgebiete: Tabelle Landschaftsschutzgebiete in Deutschland

(Stand 31.12.98, nach Bundesamt für Naturschutz)

Bundesland

Anzahl

Fläche (ha)

Anteil an der Landesfläche (%)

Baden-Würtemberg 1.490 770.106 21.5
Bayern 515 2.010.339 28,5
Berlin 7 10.011 11,3
Brandenburg 111 871.932 29,6
Bremen 2 8.433 20,9
Hamburg 42 16.355 21,7
Hessen 157 901.556 42.7
Mecklenburg-Vorpommern 53 11.404 0,5
Niedersachsen 1.460 983.656 20,7
Nordrhein-Westfalen 1.960 1.620.973 47,6
Rheinland-Pfalz 99 540.665 27.2
Saarland 124 100.100 38,9
Sachsen 163 517.678 28,1
Sachsen-Anhalt 59 607.085 28,1
Schleswig-Holstein 273 240.580 15,7
Thüringen 61 374.730 23,2
Deutschland gesamt

6.616

9.591.503 26,9

Autor: KATALYSE Institut

Landschaftsschutzgebiete

Ein L. ist ein Landschaftsraum, der zur Sicherung eines leistungsfähigen Naturhaushalts, zur Erhaltung des Erholungswertes, der landschaftlichen Eigenart und biologisch-ökologischen Vielfalt gegen verunstaltende oder schädigende Eingriffe geschützt wird (Bundesnaturschutzgesetz § 15).

Schützenswert ist im Gegensatz zu Naturschutzgebieten nicht die Natur selbst, sondern ihre Funktion (z.B. Erholungswert), Ästhetik, Eigenart oder Vielfalt. In L. bleiben bereits bestehende wirtschaftliche Nutzungen (insbesondere land- und forstwirtschaftliche) ggf. unter Auflagen erlaubt, sofern Eingriffe, die Eigenart, Erholungswert und natürliche Wirkungsgefüge beeinträchtigen ausgeschlossen sind (z.B. Rodung von Waldstücken, Beseitigung von Hecken, Bäumen, Tümpeln, Teichen, Nutzungsänderungen wie z.B. Aufforstung von Wiesentälern, Flußregulierungen, Einleiter, Anlage von Kiesgruben, Bau von Seilbahnen usw.).

Im Vergleich mit Naturschutzgebieten handelt es sich bei L. in der Regel um großflächige Gebiete mit geringeren Einschränkungen für andere Nutzungen. In Deutschland gab es 1998 rund 6.616 L. mit einer Gesamtfläche von knapp 9.6 Millionen, dies entspricht einem Anteil an der Fläche Deutschlands von 26,9 Prozent.

Autor: KATALYSE Institut

Knospung

Knospung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung, bei der aus einem Muttertier genetisch identische Tochterindividuen herauswachsen.

Wenn diese miteinander verbunden bleiben, bilden sie einen Tierstock (z.B. Steinkorallen / Moostierchen). Trennen sie sich vollständig und bleiben nur in unmittelbarer Nachbarschaft zusammen handelt es sich um eine Kolonie.

Beide Begriffe werden oft unscharf und auch für Tieransammlungen benutzt, die nicht auf diesem Weg entstanden sind (Bienenstock / Vogelkolonie).

Autor: KATALYSE Institut

Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.

KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Vorgänge zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken.
Das KATALYSE Institut versteht sich als „Denkfabrik“ für zukunftsfähige Konzepte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeit ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung werden bei der Bearbeitung der komplexen Fragestellungen einer sich globalisierenden Umwelt- und Entwicklungsproblematik hinzugezogen.

Die Unabhängigkeit des KATALYSE Instituts gewährleistet unsere kritische Arbeit in den Bereichen Umweltforschung und Verbraucherschutz. Als gemeinnützige Organisation finanzieren wir uns durch Zuwendungen für Projekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten.

Das KATALYSE Institut berät Unternehmen, öffentliche Institutionen, Medien, Verbände und Privatpersonen. Unsere Teams werden problembezogen aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen erarbeiten wir Grundlagen- und Fallstudien ebenso wie individuelle Lösungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeitsfelder sind:

Sozialökologische Forschung
Die sozialökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozialökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozialökologische Forschung vor. Aber erst im Jahr 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit den deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet.

Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Mitte des Jahres 2002 nimmt der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Ökoforumspartnern ein dreijähriges BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Transformationen für eine nachhaltige Ernährung" auf.

Landwirtschaft und Ernährung
Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung der Agrarwende und nachhaltiger Ernährungskonzepte.

  • Wir erstellen Konzepte für eine nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen,
  • beraten Sie bei der Konzeption gesundheitlich und ökologisch verträglicher Verpflegungssysteme,
  • führen Untersuchungen durch zur Risikokommunikation und
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltigere Ernährungskommunikation.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Beratungs- und Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts sind:

  • die Ausrichtung des "Förderpreis Ökologischer Landbau" für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) und
  • die Entwicklung von Strategien für eine Ernährungswende im Rahmen des Förderschwerpunkts: Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld „Umwelt-Ernährung-Gesundheit“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Bio- und Gentechnologie
Die Erkenntnisse und Methoden der klassischen Bio- und der neuen Gentechnologien bilden als Life Sciences heute die Grundlagen für eine Fülle technisch neuer, oft heftig umstrittener Anwendungen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sowie in der Medizin und im Umweltschutz.

Unsere Wissenschaftler beteiligen sich seit Jahren aktiv an der kontroversen öffentlichen Diskussion um die Gentechnik. In Studien, Vorträgen und Publikationen beziehen unsere Experten Stellung in den aktuellen Debatten.

Als Beratungsunternehmen stehen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Projektbewertungen sowie Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite.

Typische Beispiele sind etwa die „Untersuchung biotechnologischer Innovationspotenziale für das Land NRW“ oder Risikoabschätzungen gentechnologischer Anwendungen.

  • Wir erstellen für Sie Risikostudien, Technikfolgenabschätzungen sowie Erhebungen und Umfragen, begutachten neue Verfahren und Produkte in Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung
  • entwickeln biotechnologische Anwendungen in Textilveredelung und Biogastechnik und konzipieren
    Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauen und Wohnen
Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bau-weisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen für Sie:

  • Begutachtung umweltbezogener, gesundheitlicher und material-technischer Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte
  • Entwicklung von Schulungsmaterialien und Praxisleitfäden, wie z. B. im Praxisratgeber „Bauteilplanung mit ökologischen Baustoffen“
  • Bewertung und Zertifizierung von Gebäuden auf der Basis der von unseren Experten entwickelten Kriterien.

Wir beraten und begleiten Sie fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben
und unterstützen Sie bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Qualitäts- und Schadstoffprüfungen und die Vergabe des ÖkoControl-Zeichens des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser für schadstoffgeprüftes Mobiliar sowie die Produktprüfungen der Arbeitsgemeinschaft kontrolliert, deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR).

Raumluftqualität und Elektrosmog
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung und Verringerung von Umweltbelastungen in Innenräumen ist eines unserer Kernarbeitsfelder.

Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams im Bereich Innenraumschadstoffe und damit verbundener Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter

  • beraten Sie zu Innenraumschadstoffen und Elektrosmog,
  • identifizieren für Sie Schadstoffquellen in öffentlichen Gebäuden, Büros und Wohnungen,
  • beproben und analysieren Innenraumschadstoffe (z. B. PCB, Asbest, Schimmelpilze),
  • messen elektromagnetische Felder,
  • bewerten Meßergebnisse und Belastungssituationen und
  • geben Handlungsempfehlungen zur Reduzierung und Vermeidung von Belastungen,
  • erstellen Sanierungskonzepte und begleiten deren technische Durchführung.

Umweltmanagement
Zielsetzung des Umweltmanagements ist es, Produkte, Herstellungsverfahren und Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit so zu optimieren, dass Stoff-, Energieströme und Schadstoffbelastungen minimiert werden.

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen und allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen und unsere Experten begleiten Sie bei der Ausarbeitung von Kriterien und der Umsetzung von:

  • Öko- und Qualitäts-Auditing (ISO 14.000/EMAS),
  • Umweltcontrollingsystemen und betrieblichem Benchmarking/Umweltmanagementsystemen und
  • bereiten Sie auf die entsprechenden Zertifizierungen vor.

Wir erarbeiten für Sie:

  • Produkt- und produktlinienbezogene Ökobilanzen,
  • Konzepte zur umweltbezogenen Verfahrensoptimierung,
  • Konzepte zu umweltverträglichem Logistikmanagement,
  • Umweltverträgliche Beschaffung im Büro- und Baustoffbereich.

KATALYSE e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Beethovenstraße 6
D-50674 Köln
Fon: 0221-94 40 48-0
Fax: 0221-94 40 48-9
Email: info@katalyse.de
Internet: www.katalyse.de

Autor: KATALYSE Institut

Jura

J. ist das zweite Erdzeitalter des Mesozoikum vor 208 - 146 Mio. Jahren.

Während des frühen J. brach die einzige große Landmasse Pangäa zu den ersten Groß-Kontinenten Nordamerika, Eurasien und Gondwana auseinander.

Der J. ist geprägt durch die große Verbreitung der Dinosaurier. Im J. gab es überwiegend Nadelbäume (Mammutbäume, Kiefern, Ginko). Dominant vertreten waren v.a. Palmfarne, weshalb man das Jura auch als „Zeitalter der Palmfarne“ bezeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

Hybrid

H. (Synonym: Bastard) ist der Nachkomme von Elterntieren, die verschiedenen Rassen, Unterarten oder sogar Arten angehören.

Bekanntestes Beispiel ist der Maulesel und Maultiere, die aus der Kreuzung von Pferden und Eseln hervorgehen. H. sind teilweise wie Maultiere und Maulesel unfruchtbar und müssen immer wieder neu gezüchtet werden.

Autor: KATALYSE Institut

Hochmoor

H. wachsen aus dem nährstoffreichen Grundwasserbereich heraus.

Torfmoose (Sphagnumarten) binden das nährstoffarme Niederschlagswasser. H. sind 3.000-8.000 Jahre alt. Jährlich wachsen sie um ca. 1 mm in die Höhe.

Ca. 90% der norddeutschen H. sind durch ihre Zerstörung verlorengegegangen. H.-Reste in Norddeutschland sollen durch Rekultivierungsmaßnahmen erhalten werden und sind geschützte Gebiete.

Autor: KATALYSE Institut

Mikroklima

Das Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa 2 m Höhe.

Es entsteht durch die Nähe der Bodenoberfläche. Hier herrschen schwächere Luftbewegungen, aber größere Temperaturunterschiede. Die Verschiedenheit des Bodens, des Geländes und des Pflanzenbewuchses kann auf engem Raum große Klimagegensätze entstehen lassen. Das M. ist besonders für niedrige Pflanzen von entscheidender Bedeutung, da sie ihr klimaempfindlichstes Lebensstadium in der bodennahen Luftschicht durchlaufen.

Siehe auch: Stadtklima, Klima

Autor: KATALYSE Institut

Lungenfibrose

Die L. besteht in einer Vermehrung des Lungenbindegewebes, wodurch die Dehnungsfähigkeit der Lunge bei der Atmung eingeschränkt wird.

Gleichzeitig wird durch eine bindegewebige Verdickung der Zwischenwände in den Lungenbläschen der Gastaustausch behindert, wodurch das Blut nur noch unzureichend mit Sauerstoff gesättigt wird. Im Endstadium treten Entzündungen der Lunge mit narbigen Umbau des Gewebes auf. Die L. kann im Verlauf verschiedener Grundkrankheiten entstehen, häufiger wird sie jedoch durch Einatmen schädigender Substanzen verursacht. Die wichtigsten Substanzgruppen sind:

1. Gase (z.B. Ozon) und Dämpfe

2. Anorganische Stäube z.B.Quarzstaub, Asbest

3. Organische Stäube wie Schimmelpilzsporen,
Bakterien, tier. Eiweiße, Strohstaub usw.

4. Toxische Substanzen wie Herbizide oder ionisierende Strahlung.

Autor: KATALYSE Institut

Luftverschmutzung

Der Begriff Luftverschmutzung fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen, die sich unterteilen lassen in:

    • organische Verbindungen (Kohlenwasserstoffe),
    • staubförmige anorganische Stoffe (z.B. Schwermetalle),
    • dampf- oder gasförmige anorganische Stoffe, (z.B. Schwefeldioxid (SO2)
    • Stickoxide (NOX),
    • Kohlenmonoxid (CO),
    • Kohlendioxid (CO2),
    • Fluor-, Chlor- und Schwefelwasserstoffe usw.

Emittenten sind neben Verkehr, Industrie, Kraftwerke und Müllverbrennung auch Landwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die privaten Haushalte (Heizung). Während die Luftverschmutzung durch Kraftwerke in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert wurde (Großfeuerungsanlagenverordnung), haben die Emissionen des Verkehrs teilweise weiter zugenommen (Schadstoffe aus Kfz).

Luftverschmutzung trägt u.a. zu den Phänomenen des Waldsterben, Treibhauseffekt und Ozon bei und wird für den Schadstoffeintrag in Gewässer (Saurer Regen) und Boden(Bodenbelastung) als auch für gesundheitliche Schäden (z.B. Allergien) verantwortlich gemacht. 

Die Überwachung der Luftverschmutzung erfolgt EU-weit durch ein Netz von Luftmessstationen. Die Bundesländer sind nach Bundesimmissionsschutzgesetz in Ballungsgebieten zur Feststellung des Standes und der Entwicklung von Luftverschmutzung verpflichtet. Hunderte von Messstationen von Bund und Ländern im gesamten Bundesgebiet messen täglich die in der Luft vorkommenden Schadstoffe. 

Das Umweltbundesamt erstellt täglich von 7.30 bis 22.30 Uhr Karten der Stundenmittelwerte der Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Ozon-Konzentration stündlich aktualisiert (im Winter 3-stündlich). Die Karten der Stundenmittelwerte der Nacht sowie die Auswertungen für den jeweiligen Vortag stehen täglich ab 7.30 Uhr bereit. 

Die Bundesländer geben Immissions-Berichte, Luftreinhaltepläne und Schadstoffkataster heraus. Weitere Messungen werden von den Ländern in Gebieten vorgenommen, in denen in den letzten Jahrzehnten Waldschäden aufgetreten sind (Waldschadenserhebung). 

Bereits 1991 formulierte der Europäische Gerichtshof Kritik an der deutschen Gesetzeslage, wonach die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) nur die Emissionsgrenzwerte für Schadstoffe aus Verbrennungsanlagen und Kraftwerken festlege, nicht aber verbindliche Immissionsstandards für die gesamte Fläche (auf die weitere Schadstoffquellen wie z.B. der Verkehr einwirken) per Rechtsverordnung fixiere.

Autor: KATALYSE Institut

Luftschall

Schall, der sich in der Luft ausbreitet. Ausschließlich L. innerhalb des Hörbereichs ist für das menschliche Ohr hörbar.

Siehe auch: Körperschall, Schalldämmung, Schalldämpfung, Hörbereichs

Autor: KATALYSE Institut

Luftreinhaltepläne

Nach Artikel 47 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), sind L. für solche stark belasteten Gebiete ("Untersuchungsgebiete") aufzustellen, in denen die Immissionswerte nach TA Luft (gegenwärtig für Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlendioxid, Stäube und Ozon) überschritten werden.

Zu berücksichtigen sind die Grenzwerteder Richtlinien der EG (SO2, Staub, NO2), deren Umsetzung nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) von 1991 erhebliche Mängel aufweist. 
L. sind Sanierungspläne für "Untersuchungsgebiete", die ähnlich den Smoggebieten auf Landesebene bestimmt werden. Nach der Novellierung des BImSchG wurde mit dem Vorsorgeplan eine weitere Art des L. eingeführt. 

Der L. enthält die Darstellung von Emissionen und Immissionen, festgestellte Wirkungen auf Mensch, Natur, Bauten etc., Angaben über Verursacher, Prognosen sowie Maßnahmen zur Verminderung der Luftverunreinigungen. Obgleich rechtlich unverbindlich sollten die Landesbehörden die Vorgaben der L. bei Raumordnungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP), Planfeststellungsverfahren oder bei "sonstigen schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen" berücksichtigen.

Die alten Bundesländer haben seit Ende der 70er Jahre in unterschiedlicher Weise von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Besonders ausgearbeitet sind die Luftreinhaltepläne von Untermain/Hessen, den baden-württembergischen Belastungsgebieten (Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim), den acht nordrhein-westfälischen Untersuchungsgebieten, den drei rheinland-pfälzischen Untersuchungsgebieten, den Stadtstaaten Hamburg und Berlin. 

Unzureichende und unvollständige L. weisen auf: Bayern, Bremen, Schleswig-Holstein. Vorsorgepläne wurden v.a. in Baden-Württemberg ausgewiesen. I.d.R. wurden die teilweise über 15 Jahre alten L. wenn überhaupt, so nur verspätet und halbherzig aktualisiert, so daß die Daten veraltet und in der Praxis kaum verwendbar sind.

Siehe auch: Bundesimmissionsschutzgesetz, TA Luft, Schwefeldioxid, Stickoxide,Kohlendioxid, Stäube, Ozon

Autor: KATALYSE Institut

Luftqualitätskriterien

L. oder auch Umwelt- und Gesundheitskriterien werden für eine Reihe von Luftschadstoffen von verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen veröffentlicht.

Ziel derartiger Dokumente ist eine Sammlung und Bewertung aller vorliegenden Informationen über Emission, Verbreitung und ökologische und gesundheitliche Auswirkungen von Luftschadstoffen sowie eine Beurteilung der von diesen Faktoren ausgehenden Umweltgefahren und Gesundheitsrisiken. Die Veröffentlichungen sollen wissenschaftliche Grundlagen für politische Entscheidungen schaffen.

Es liegen z.B. vor die WHO-Environmental-Health-Criteria-Programme (Weltgesundheitsorganisation), die amerikanische Umweltbehörde (EPA) oder auch L.-Dokumente des Umweltbundesamtes für Blei, Cadmium, Quecksilber, Asbest, Benzol und Arsen sowie die von der VDI-Kommission "Reinhaltung der Luft" in Form von Richtlinien veröffentlichten MIK-Werte.

Siehe auch: Immissionsgrenzwerte, Umwelt

Autor: KATALYSE Institut

Luft

Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.

Die wichtigsten Schadstoffe sind Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Staub. Die historisch ersten Gesetze im Umweltbereich galten der Luftverschmutzung, wie z.B. das Verbrennungsverbot für raucherzeugendes

Holz im mittelalterlichen London (Holzverbrennung). Auch heute sind sowohl der Stand der Technik der Luft-Reinhaltung als auch das bestehende Regelwerk von Gesetzen und Verordnungen auf diesem Gebiet weiter entwickelt als die entsprechenden Vorschriften für die Medien Wasser und Boden (Bodenbelastung).

Die gesetzlichen Grundlagen der Luft-Reinhaltung sind im Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegt. Die konkrete technische Ausführung des Gesetzes findet sich in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) sowie in den Richtlinien der VDI-Kommission Reinhaltung der Luft (VDI-Richtlinien). Dort werden auch moderne Anlagen zur Abgasreinigung (Abgasreinigungsverfahren) beschrieben. In der TA Luft sind Grenzwerte für die Schadstoffbelastung der Luft (Immission) und Grenzwerte für den Schadstoffausstoß von Luft-verunreinigenden Anlagen (Emission) festgelegt.

Siehe auch: Atmosphäre, Sauerstoff, Kohlendioxid

 

Autor: KATALYSE Institut

Kohlensäuredüngung

K. wird hauptsächlich in Glashauskulturen angewandt.

Man versteht darunter die Anreicherung der Luft mit Kohlendioxid auf etwa 1% (Normalgehalt etwa 0,03%). K. erhöht die Photosyntheseleistung der Pflanzen und steigert dadurch die Erträge.

Siehe auch: Landwirtschaft

Autor: KATALYSE Institut