P. sind thermoplastische, witterungsbeständige Kunststoffe, die durch Polymerisation von Acrylsäure bzw. Methacrylsäure und einiger wichtiger Derivate (= Abkömmlinge), z.B. Acrylsäureesteer und Acrylamid, entstehen (Acrylglas).
Zwar gelten die P. als hochmolekulare Verbindungen selbst nicht als gesundheitsschädlich, jedoch ist der Ausgangsstoff Methylmethacrylat ein starker Reizstoff, der auf Augen, Haut und Schleimhäute wirkt. Das als Zwischenprodukt der P.-Synthese benutzte Acrylsäurenitril ist sogar eine zumindest im Tierversuch krebserzeugende Substanz, die die Arbeitnehmer der P.-Produktion mit unkalkulierbarem Krebsrisiko belastet. Da eine chemische Reaktion nie ganz vollständig verläuft, haben auch die P. immer noch geringe Restgehalte ihrer Ausgangsstoffe. Dieses Problem der sog. Rest-Monomeren besteht prinzipiell bei allen Kunststoffen. Beschichtungen auf Basis wasserverdünnbarer P. können wegen der Alkalienbeständigkeit nur lösemittelhaltig abgebeizt werden.
Autor: KATALYSE Institut