Ökologische Kriegsführung

Unter dem Begriff Ö. werden alle Methoden der Kriegsführung zusammengefaßt, bei denen bewusst Eingriffe in Ökosysteme erfolgen.

Hierunter sind z.B. der Einsatz von Entlaubungsmitteln und biologischen Waffen einzuordnen. Der Golfkrieg 1990/91 zeigte, dass auch Erdöl als ökologische Waffe eingesetzt werden kann. Die Ö. wird bei kriegerischen Auseinandersetzungen in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Autor: KATALYSE Institut

Ökologische Chemie

Die Ö. untersucht die stofflichen Vorgänge in der Ökosphäre (Biosphäre) und stellt eine Art Verbindungsglied dar in einem breiten interdisziplinären Rahmen, der von den Geowissenschaften über Biologie, Landwirtschaft, Chemie usw.
bis zu speziellen biochemischen und pharmakologischen Fragestellungen reicht. Die Ö. untersucht die Konsequenzen, die sich aus der Anwendung und dem Verhalten von Chemikalien für die stoffliche Umweltqualität ergeben, einschl. Persistenz, Transport und Verteilung (=Dispersion), Akkumulation und Reaktionen anthropogener (menschengemachter bzw. -verursachter) Chemikalien in allen belebten und unbelebten Umweltbereichen. Ein enger Zusammenhang besteht zwischen der Ö. und der Ökotoxikologie, die sich mit den biologischen Konsequenzen anthropogener Chemikalien für die belebte Umwelt beschäftigt.

Autor: KATALYSE Institut

Ökologie und Volkswirtschaftslehre

Theoriegeschichtliches: Am Beginn der neuzeitlichen Theoriebildung in der Ökonomie stand die physiokratische These der Produktivität der Natur.

Sie drückt aber lediglich eine Vorahnung der industriellen Ausbeutung der Natur im Gewande der landwirtschaftlichen Produktion aus. Mit der Vervielfältigung der industriellen Betätigungsweisen tritt daher in der ökonomischen Klassik die menschliche Schöpferkraft, die Arbeit, in den Mittelpunkt der Erklärung für das Entstehen ökonomischen Reichtums. Die natürlichen Bedingungen des Produzierens stellen in dieser Perspektive nur eine marginale Beschränkung dar, denn alles erscheint prinzipiell machbar. Diese natürlichen Beschränkungen werden in der neoklassischen Theorierichtung in der Folgezeit zu einem ganz anderen Weltbild verallgemeinert: hier sind alle verfügbaren Güter - egal ob natürlich gegeben oder menschlich produziert - unzureichend gegenüber den unbegrenzten Wünschen des Konsumenten; sie sind "knapp". Diese Knappheiten anzuzeigen und ihnen entsprechend die Güter optimal (um)zuverteilen, ist die Aufgabe der Preise bzw. des Marktes. In diesem bis heute vorherrschenden Theorierahmen wird auch die mit der neuzeitlichen Industrialisierungsdynamik verbundene Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen behandelt.
Umweltökonomie: Grundlage der Umweltökonomie ist das Heranziehen von unterschiedlichen Instrumentarien der ökonomischen Analyse für die Bewältigung des Problems der "knapp" gewordenen Naturgüter. Denn durch die Nutzung dieser Güter wird das von dieser Theorierichtung bevorzugte Marktoptimum gestört. Hier wird zum einen auf das von A. Marshall aufgebrachte Konzept der "externen Effekte" zurückgegriffen: der Beobachtung, dass es jenseits des Marktgeschehens eine direkte Beeinflussung zwischen den Wirtschaftsakteuren gibt (sei es als direkte Schädigung, sei es als direkte Begünstigung). Um die dadurch entstehenden Verzerrungen zu beseitigen, müssen die externen Effekte wieder "internalisiert" werden: Die mit der Umweltnutzung verbundenen Schädigungen Dritter (Beispiel Gesundheitsschäden durch Emission spezieller Stoffe) müssen durch preisähnliche Regelungen direkt beim Verursacher dieser Schädigungen veranschlagt werden. Zum anderen müssen natürliche Güter, die privat verfügbar sind (Beispiel Erzvorrat im Boden), im Zeitverlauf einer Preissteigerung unterworfen werden, die für ihre Eigentümer Erträge erbringt, die mindestens der Kapitalverzinsung entspricht (Hotelling-Regel). Wenn diese Bedingung gegeben ist, liegt in der Sicht dieser Theorie eine optimale Nutzung der entsprechenden Ressourcen vor. Beide Problemkreise der Umweltökonomie hängen miteinander zusammen, wenn etwa die externen Schädigungen über einen längeren Zeitraum wirken oder wenn mit dem Abbau der privaten Ressource Schädigungen Dritter verbunden sind. Die Behandlung dieser komplexeren umweltökonomischen Probleme steckt aber noch in den Anfängen.
Ausblick: Während in der Umweltökonomie die Natur als ein (lineares) Gut aufgefaßt wird, weist die moderne Ökologie gerade darauf hin, daß die natürlichen Grundlagen des Wirtschaftens selbst ein Produktions- und Verteilungssystem darstellen, das nach eigenen (nichtlinearen) Gesetzmäßigkeiten funktioniert. Dem entspricht eine grundsätzliche Unsicherheit über die (ökonomischen)Folgen der menschlichen Nutzung dieser Grundlagen. Die Informationsbeschaffung und -verteilung wird also zu einer weiteren bisher kaum thematisierten Problemkomponente der Umweltnutzung. Diese "realen" Schwierigkeiten haben in zweifacher Hinsicht eine Öffnung des umweltökonomischen Horizonts zur Folge.

Autor: KATALYSE Institut

Ökologie

Die Ö. ("Haushaltslehre") wurde von dem Biologen Ernst Haeckel 1866 als Teilgebiet der Biologie eingeführt.

Ö. im weitesten Sinne befasst sich mit Kausal- und Funktionszusammenhängen auf den drei Ebenen der Organismen, der Populationen und der Biozönosen. Ö. ist die Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und der unbelebten (Klima, Boden und Wasser) und der belebten (z.B. Artgenossen, Feinde) Umwelt (biotische und abiotische Umweltfaktoren). Ö. beschreibt Stoffhaushalte und Energieflüsse, die Leben auf der Erde erst ermöglichen. Die Ö. sollte nicht als Fachdisziplin, sondern als das Gegenteil jeder Spezialisierung angesehen werden, nämlich als Versuch, die Umwelt unter Einbeziehung aller möglichen Kenntnisse aus zahlreichen Wissenschaften zu verstehen. Die Ö. verbindet die gewonnenen Einzeldaten aus den verwandten Wissenschaften zu einem Gesamtverständnis, wodurch problematische Entwicklungen der Zukunft aufgezeigt und Lösungsvorschläge gemacht werden können. Die Autökologie untersucht Umwelteinflüsse auf die Individuen einer Art. Dem-Ö. (Populations-Ö.) betrachtet Beziehungen einer Population zur Umwelt. Die Synökologie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) sowie zwischen diesen und der Umwelt.

Lit.: G.Czihak, H.Langer, H.Ziegler: Biologie; Berlin,Heidelberg, New York 1990; Osche: Ökologie, Freiburg, Basel, Wien 1979; D.Heinrich, M.Hergt: dtv-Atlas zur Ökologie, München 1990

Autor: KATALYSE Institut

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit ist das Organisation und das Management von Maßnahmen derInformation und Kommunikation zwischen Organisationen und Öffentlichkeit.

Funktionen sind Information, Kommunikation, Persuasion, Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen von gesellschaftlichem Konsens.

Autor: KATALYSE Institut

OECD

Tensidverordnung

Autor: KATALYSE Institut

Nutzwertanalyse

Die N. ist ein Verfahren zur Alternativbewertung verschiedener Entscheidungen. Sie findet v.a. dann Anwendung, wenn die von einer Entscheidung abhängigen Konsequenzen sich nicht oder nur schwer ökonomisch ausdrücken lassen.

Mit dem Nutzwert wird stattdessen eine dimensionslose Kennzahl ermittelt. Alle Bewertungskriterien werden mittels einer Funktion in einen ungewichteten Teilnutzwert transformiert, mit Gewichtungsfaktoren multipliziert und anschließend aufsummiert. Alle monetär bewertbaren Größen lassen sich ebenfalls in Teilnutzwerte überführen.

Ein Bespiel hierfür ist die Entscheidung für ein bestimmtes Abgasreinigungsverfahren. Jede Alternative reduziert die Emission unterschiedlicher Schadstoffe in verschiedener Menge. Um die günstigste Alternative zu ermitteln, werden alle Schadstoffe entsprechend ihrer Schädlichkeit (z.B. MAK-Wert oder MIK-Wert) bewertet und mit der eingesparten Schadstoffmenge multipliziert. Mit einem Gewichtungsfaktor für die prinzipielle Bewertung der Emission wird der Teilnutzwert gebildet.

Gleiches wird nun auch für andere Beurteilungskriterien wie z.B. Lärm, Wirtschaftlichkeit, Imagegewinn usw. durchgeführt. Die Summe der so gebildeten Teilnutzwerte ist der Nutzwert. Je höher der Nutzwert, desto günstiger, im Sinne der vorgegebenen Gewichtungsfaktoren, arbeitet das Abgasreinigungsverfahren.

Die Schwierigkeit der N. liegt in der Wahl der Transformationsfunktion sowie in der Gewichtung der einzelnen Teilnutzwerte untereinander. Eine Gefahr besteht darin, dass das Ergebnis einfache dimensionslose Werte sind, die dann meist nicht mehr hinterfragt werden, ähnlich einem Warentest.

Vergleiche auch die Stichworte: Produktlinienenanalyse und Ökobilanz.

Autor: KATALYSE Institut

NR-Grenzkurven

Die N. sind häufig verwendete Grenzkurven zur Bestimmung der Lautstärke eines breitbandigen Geräuschs mit stark herausragenden Einzelfrequenzen, wie z.B. Motoren, Ventilatoren etc. als Einwertangabe.

Autor: KATALYSE Institut

Noxe

Noxe sind "Stoffe", die auf den menschlichen Organismus in irgendeiner Form schädigend wirken können.

Bei diesen "Stoffen" handelt es sich um Mikroorganismen oder Teile davon (z.B. Zellwandbruchstücke), ihre Dauer- oder Fortpflanzungsformen (Sporen) oder Stoffwechsel- (z.B. Toxine) und Ausscheidungsprodukte (z.B. Milbenkot).

siehe auch Schädigender Stoff, Giftstoff

Autor: KATALYSE Institut

NLS

siehe Natriumlaurylsulfat

Autor: KATALYSE Institut

Neutron

Elektrisch neutrales Elementarteilchen, dessen Masse mit der eines Protons nahezu übereinstimmt.

N. bilden zusammen mit den Protonen den Atomkern, der zusammen mit den Elektronen das Atom darstellt. N. haben eine entscheidende Bedeutung bei der Umwandlung und Spaltung von Atomkernen (Kernreaktor, Kernspaltung, Neutronenstrahlung).

Autor: KATALYSE Institut

Netzwerk

Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt.

Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Menschen sind beispielsweise durch Beziehungen in der Familie und Verwandtschaft, aber auch mit der Nachbarschaft und in der Arbeitswelt vernetzt. Im Zusammenhang sozialem Netzwerk gibt es weitere Begriffe wie zum Beispiel Netzwerkansatz, Netzwerkarbeit, Netzwerkförderung oder Netzwerkanalyse.

Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt, die über verschiedene Leitungen verbunden sind und sich gemeinsame Ressourcen wie Daten und Peripheriegeräten teilen. Im Netzwerk ist meist ein spezieller Rechner (Server) für die Datenverwaltung zuständig, auf den alle Arbeitsstationen (Clients) zugreifen, und die über Netzwerkprotokolle miteinander Daten austauschen können. Hierfür ist ein geeignetes Betriebssystem nötig.

Weiterhin unterscheidet man LANs, die meist innerhalb eines Hauses oder Organisation eingesetzt werden, sowie WANs, die beispielsweise Niederlassungen in verschiedenen Städten und Ländern verbinden. Das weltweit verbreitete Internet ist heutzutage das wichtigste Netzwerk.

Autor: KATALYSE Institut

Nervenkampfstoffe

Bei systematischen Untersuchungen in den 30er Jahren hatten Forscher entdeckt, dass organische Ester der Phosphorsäure eine schädlingsbekämpfende (insektizide) Wirkung besitzen.

Hierbei fand man, dass einige dieser Substanzen auch für Säugetiere eine hohe Giftigkeit aufwiesen. Daher lässt sich die hohe strukturelle Ähnlichkeit zwischen den Pflanzenschutzmitteln Parathion (E605) und Malathion einerseits und den N. Tabun, Sarin, Soman und VX andererseits erklären. In normalen Produktionsanlagen für Pflanzenschutzmittel lassen sich durch kleine Veränderungen und Verwendung anderer Ausgangssubstanzen relativ leicht N. herstellen.

Die Aufnahme von N. erfolgt über Haut, Atmungsorgane und Augen. Ein Schutz ist nur durch Ganzkörperschutzanzüge möglich, und daher unter Kampfbedingungen oder für die Zivilbevölkerung nahezu nicht möglich. Ihre Wirkung beruht auf einem Eingriff in die normale Reizübertragung in den Nervenbahnen. Normalerweise wird ein Reiz zwischen zwei Nervenzellen durch den Neurotransmitter Acetylcholin übertragen, der schnell über den Zellzwischenraum auf die Rezeptoren gelangt und dort wieder einen Reiz auslöst. Anschließend wird die Substanz von einem Enzym wieder entfernt und steht für eine neue Reizübertragung zur Verfügung. Die N. ähneln nun dem Acetylcholin von der Struktur her so stark, daß sie die aktiven, eigentlich für den Neurotransmitter vorgesehenen Stellen am Enzym belegen. Als Folge ergibt sich eine Dauerreizung des Nervensystems, die zu Schweißausbrüchen, Erbrechen, Krämpfen und schließlich zu Atemlähmung und Kreislaufkollaps führt, da der angelagerte N. nicht oder nur sehr langsam von den Rezeptoren abgelöst werden kann.
Die Behandlung einer Vergiftung mit N. ist sehr schwierig, da sie abhängig von Zeitpunkt und Stärke der Vergiftung erfolgen muß. Das wichtigste Gegenmittel ist der Antagonist Atropin, ein Stoff, der sich auf noch freie Rezeptoren setzt, selbst keinen Reiz auslöst und so eine stärkere Reizung des Nervensystems verhindert; die Wirkung von Atropin hängt jedoch sehr stark vom eingesetzten N. ab, beim äußerst giftigen VX zeigt es kaum noch Erfolg. Auch muß nach der Gabe von Atropin schleunigst dafür Sorge getragen werden, daß das vom N. blockierte Enzym wieder reaktiviert wird, doch setzt die Dosierung des dazu nötigen Medikaments, des sog. Antidots (z.B. H-Oxim, Toxogonin) Bedingungen voraus, die unter den Bedingungen eines Krieges nicht gewährleistet werden können.
Die intensiv betriebene Suche nach noch effektiveren Antagonisten und Antidoten wird wahrscheinlich nicht zu einer Entschärfung der N. sondern, eher zu einem neuen Rüstungswettlauf mit der Entwicklung einer neuen Generation chemischer Kampfstoffe führen, gegen die die heutigen Gegenmittel wirkungslos sind.

  • Hautkampfstoffe

Lit.: I.Stark: Insektizide und Nervengase, in: Chemie in unserer Zeit, 1984, S.96; D.Wöhrle, D.Meissner: Die zunehmende Verbreitung eines Massenvernichtungsmittels, in: Nachrichten aus Chemie, Technik und Laboratorium, 1989

 

Autor: KATALYSE Institut

Waschanlage

siehe Autowäsche.

Autor: KATALYSE Institut

Wäscher

Wäscher sind Anlagen, in denen die Schadstoffe aus den Rauchgasen durch eine Waschflüssigkeit entfernt werden.
Abgasreinigungsverfahren , Rauchgasentschwefelungsanlagen

Autor: KATALYSE Institut

Waschmaschine

Waschmaschinen belasten die Umwelt durch Stromverbrauch (Kraftwerk),Trinkwasserverbrauch und Waschmittel.

In Westdeutschland werden 14% des Trinkwassers und 9% des Haushaltsstroms zum Wäschewaschen verbraucht. Jährlich gelangen ca 700.000 t Waschmittel ins Abwasser .
In den letzten 10 Jahren konnte der Wasserverbrauch von W. um 45% (von 150 auf 80 l) und der Stromverbrauch um 33% (von 3 auf 2 kWh) gesenkt werden. Sparsame Geräte benötigen sogar nur 70 l Wasser und 1,8 kWh (Daten für Kochwäsche). Auch die heute am Markt erhältlichen W. unterscheiden sich drastisch im Verbrauch, so daß der richtigen Wahl beim Kauf einer W. eine wichtige Bedeutung zukommt

(Haushaltsgeräte). Der Effekt sparsamerer W. wird allerdings durch verändertes Verbraucherverhalten überkompensiert. So stieg die wöchentliche pro-Kopf-Wäschemenge von 1900 bis 1991 fast um den Faktor 4!
Wasser- und Stromverbrauch stehen in direktem Zusammenhang. Je weniger Wasser pro Waschgang erhitzt werden muß, desto weniger Energie wird hierzu benötigt. Dasselbe gilt für die Waschtemperaturen. Wird eine Kochwäsche durch eine 60-Grad-Wäsche ersetzt, so können 40% Energie gespart werden.
V.a. technische Neuerungen können Strom- und Wasserverbrauch senken:
Eine Mengenautomatik z.B. sorgt dafür, daß nur wenig mehr Wasser in die W. einfließt als von der Wäsche aufgesogen wird. So wird für die Wäsche von Synthetik-Textilien oder kleinen Mengen weniger Wasser verbraucht als für Baumwolle oder eine volle Trommel. Zu der aufgesogenen Wassermenge kommen noch knapp 5 l hinzu, die ständig abgepumpt und von oben wieder auf die Wäsche gesprüht werden.
Eine Dosierautomatik sorgt für die optimale Dosierung von Waschmittel, Enthärter , Bleichmittel und auf Wunsch auch Weichspüler je nach eingestelltem Programm, wodurch Überdosierungen durch leider viel zu oft auftretende Bedienungsfehler vermieden und die Mengen der einzusetzenden Mittel reduziert werden. Dosierautomatiken sind allerdings noch sehr teuer.
Eine weitere, billigere Methode, Waschmittel, Strom und Wasser zu sparen, ist das Einweichen vor der Wäsche und/oder die Verlängerung der Waschzeit. Einige W. haben entsprechende Sparprogramme. Dieser Effekt ist aber auch durch das zwischenzeitliche Ausschalten nach der ersten Wasserzufuhr zu erzielen. Hierdurch kann z.B. eine Koch- durch eine 60-Grad- oder eine 60-Grad- durch eine 40-Grad-Wäsche ersetzt werden, da durch die längere Verweildauer das Waschmittel besser einwirken kann und auch stärker verschmutzte Kleidung sauber wird.
Für Gegenden mit extrem hartem Wasser (Wasserhärte) sind vorgeschaltete Anionenaustauscher (Ionenaustauscher) empfehlenswert, die an alle W. angeschlossen werden können. Sie tauschen die härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen im Wasser gegen Natriumionen aus und sorgen dafür, daß weniger Waschmittel bzw. Enthärter benötigt wird. Eine weitere Methode, die Wasserhärte zu senken, ist die Verwendung von sehr weichem Regenwasser (Regenwassernutzung).
Nur wenige W.-Modelle ermöglichen eine direkte Nutzung des Warmwassers aus der gas- oder ölgefeuerten Zentral-Heizung oder von Sonnenkollektoren, wodurch beträchtliche Mengen Strom eingespart werden können. Standardmodelle benötigen zur Einspeisung von Warmwasser externe Vorschaltgeräte, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind.
In älteren W. fanden häufig PCB-haltige Kondensatoren Verwendung, die durch Auslaufen (bräunliche Flüssigkeit) und bei der Verschrottung zur gesundheitlichen Gefahr werden können.

Autor: KATALYSE Institut

Waschmittelkonzentrate

Vorwiegend im Pulverbereich angebotene Produkte, die sich äußerlich häufig durch kleinere Verpackungen von den herkömmlichen Waschmitteln unterscheiden.

Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden:
1. Die sog. Volumenkonzentrate oder Schwerpulver besitzen eine deutlich höhere Schüttdichte (0,6-0,9 g/cm3) im Vergleich zu den üblichen Waschmitteln (0,5-0,6 g/cm3), sind aber in ihrer Zusammensetzung, abgesehen vielleicht von einem weitgehenden Verzicht auf den Füllstoff Natriumsulfat (Glaubersalz), nicht nennenswert verändert. So wird mit diesen W. zwar nicht der Eintrag von Chemikalien ins Abwasser verringert, da aber die gleiche Menge Pulver ein kleineres Volumen beansprucht, resultiert immerhin eine Verpackungseinsparung.
2. Eine Weiterentwicklung stellen die sog. Superkonzentrate dar. Hier tritt neben höhere Schüttdichte und Verzicht auf Füllstoff eine etwas veränderte Zusammensetzung, so daß im Ergebnis bei empfehlungsgemäßer Dosierung sich auch eine verringerte Abwasserbelastung ergeben kann. Diese gemeinhin als Kompaktwaschmittel angebotenen W. erleben momentan eine stürmische Absatzentwicklung.
W. werden sowohl bei den Universal- als auch den Spezialwaschmitteln angeboten.

Autor: KATALYSE Institut

Naturkosmetik

Nicht klar definierte Bezeichnung für einen Kosmetikansatz (Kosmetika), in dem v.a. möglichst aus ökologischem Landbau stammende, weitestgehend naturbelassene Inhaltsstoffe sowie keine Konservierungsstoffe oder Rohstoffe von getöteten Tieren eingesetzt werden.

In der Praxis werden diese Kriterien in unterschiedlichem Ausmaß verwirklicht. Während die Rechtsprechung aus Gründen des Verbraucherschutzes bei N. eine 100%ige Zusammensetzung aus Naturstoffen fordert, bieten fast alle N.-Hersteller kosmetische Seifen, Shampoos etc. an, deren wesentliche Wirkstoffe, die Tenside, zwar natürlicher Herkunft sind, aber letztlich durch chemische Synthese gewonnen werden. Konsequente N.-Anbieter fühlen sich allerdings den Prinzipien der sanften Chemie verbunden und halten die Verarbeitungsintensität ihrer Rohstoffe so niedrig wie möglich.

Autor: KATALYSE Institut

Nachverbrennung

Die N. dient der Verminderung von Kohlenwasserstoff-Emissionen aus Kraftfahrzeugen (Schadstoffe aus Kfz), Industrieanlagen u.a

Das Abgas wird hierbei in eine Brennkammer geleitet, wo die Kohlenwasserstoffe oder andere brennbare Schadstoffe bei ausreichend hohen Temperaturen im wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser verbrennen. Neben der thermischen gibt es auch die katalytische N., bei der zusätzlich ein Katalysator zur Anwendung kommt. In der Industrie werden z.B. Abluftströme aus Lackierereien, die einen hohen Anteil an Lösemitteln enthalten, durch N. gereinigt.

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Mutante

Individuum mit einer durch Mutation veränderten Erbinformation.

M. sind i.d.R. nur als solche zu identifizieren, wenn die Mutation zu physiologischen Veränderungen geführt hat.

Autor: KATALYSE Institut

Motorkapselung

Sowohl Elektromotoren als auch Verbrennungsmotoren lassen sich durch Kapselung schalldämmen.

Von dieser Möglichkeit wird jedoch kaum Gebrauch gemacht, da vielfach die Bereitschaft fehlt, die relativ hohen Kosten hierfür zu tragen.

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Molekül

Ein Verband aus mehreren Atomen.

So bildet z.B. der Wasserstoff H2-M., die aus zwei miteinander verbundenen Wasserstoffatomen bestehen. Zahlreiche von lebenden Organismen produzierte M. bestehen aus sehr vielen Atomen, z.B. Eiweißstoffe (Proteine).

Autor: KATALYSE Institut