Ökologie

Die Ö. ("Haushaltslehre") wurde von dem Biologen Ernst Haeckel 1866 als Teilgebiet der Biologie eingeführt.

Ö. im weitesten Sinne befasst sich mit Kausal- und Funktionszusammenhängen auf den drei Ebenen der Organismen, der Populationen und der Biozönosen. Ö. ist die Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und der unbelebten (Klima, Boden und Wasser) und der belebten (z.B. Artgenossen, Feinde) Umwelt (biotische und abiotische Umweltfaktoren). Ö. beschreibt Stoffhaushalte und Energieflüsse, die Leben auf der Erde erst ermöglichen. Die Ö. sollte nicht als Fachdisziplin, sondern als das Gegenteil jeder Spezialisierung angesehen werden, nämlich als Versuch, die Umwelt unter Einbeziehung aller möglichen Kenntnisse aus zahlreichen Wissenschaften zu verstehen. Die Ö. verbindet die gewonnenen Einzeldaten aus den verwandten Wissenschaften zu einem Gesamtverständnis, wodurch problematische Entwicklungen der Zukunft aufgezeigt und Lösungsvorschläge gemacht werden können. Die Autökologie untersucht Umwelteinflüsse auf die Individuen einer Art. Dem-Ö. (Populations-Ö.) betrachtet Beziehungen einer Population zur Umwelt. Die Synökologie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) sowie zwischen diesen und der Umwelt.

Lit.: G.Czihak, H.Langer, H.Ziegler: Biologie; Berlin,Heidelberg, New York 1990; Osche: Ökologie, Freiburg, Basel, Wien 1979; D.Heinrich, M.Hergt: dtv-Atlas zur Ökologie, München 1990

Autor: KATALYSE Institut

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